DE6986C - Neuerungen an Nähmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Nähmaschinen

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DE6986C
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Germany
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DENDAT6986D
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English (en)
Original Assignee
WM. L. BlGELOW in Paris
Publication of DE6986C publication Critical patent/DE6986C/de
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B27/00Work-feeding means
    • D05B27/02Work-feeding means with feed dogs having horizontal and vertical movements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
1879.
WM. LAWRENCE BIGELOW in PARIS. '·" Neuerungen an Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. Februar 1879 ab.
Zur Ausführung meiner Erfindung ziehe ich vor, mich einer Nähmaschine zu bedienen, welche der in England und in anderen Ländern unter dem Namen Blanchard - Uebernahtmaschine bekannten etwas ähnelt, welche ich hauptsächlich in der folgenden Weise verbessere.
Erstens wende ich, da ein Hut zu klein ist, um um den Tisch einer Blanchard-Uebernahtmaschine herumgeführt werden zu können, die Anordnung einer sogenannten Armmaschine an, und um die Nadel abwechselnd durch das Material des Hutes und das Futter dringen zu lassen, benutze ich in Verbindung mit dieser Anordnung die Hin- und Herbewegung der Blan chard - Uebernahtmaschine. Um ein so dickes und schwerfälliges Material, wie einen Hut, Stich für Stich vorwärts zu schieben, finde ich es nöthig, den Vorschubmechanismus stärker als gewöhnlich zu construiren. Ich erreiche dies durch die Verbindung eines speciell für diesen Zweck eingerichteten Vorschubmechanismus mit vierfacher Bewegung mit einem Druckstück, welches nicht nur sich hebt, sondern auch eine seitliche Bewegung hat, d. h. es hebt sich von dem Material auf, während die Nadel in demselben ist und die Vorschubklaue zurückgeht, und wenn die Vorschubklaue vorwärts geht, bewegt sich dieses Druckstück, welches sich inzwischen wieder gesenkt hat, ebenfalls mit derselben vorwärts.
Da aber das Material eine Hin- und Herbewegung hat, wie in der Blanchard - Uebernahtmaschine, so mufs das Druckstück ebenfalls eine dritte Bewegung haben, es mufs nämlich der Hin- und Herbewegung des Materials folgen. ■
Da die lose Vorschubklaue des Vorschubmechanismus der Blanchard - Uebernahtmaschine für meinen Zweck ungenügende Resultate liefert, so benutze ich eine an dem Schieber befestigte Klaue. Ich finde, dafs eine Maschine, welche die Bewegung der wohlbekannten Singer-Maschine hat, sich sehr gut zur Anbringung der Bewegung der Blanchard - Uebernahtmaschine und meiner Verbesserungen eignet, und. ich werde dieselben als an einer solchen Maschine angebracht, beschreiben.
In den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Seitenansicht,
Fig. 2 ein Grundrifs, theilweise im Schnitt, der Kopf ist entfernt und
Fig. 3 eine Vorderansicht der Maschine;
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie A-B,
Fig. 5 ein Grundrifs des vorderen Theiles des Kopfes;
Fig. 6 zeigt das zu nähende Material;
Fig. 7 ist ein Schnitt nach der Linie B-C.
Dieselben Buchstaben zeigen in allen Figuren dieselben Theile.
A ist der Rahmen, Z ist die Nadel, in der Nadelstange Y befestigt, welche durch die Hauptwelle / ihre Bewegung erhält, X ist die Schütze. Sie bewegt sich in der Schützenführung χ vermittelst des Schützenschlägers y, der Verbindungsstange y' und Kurbel w.
B ist der Arm und C die Schieberplatte der Anordnung der Blanchard - Uebernahtmaschine.
Die Excenterscheibe D, welche vermittelst der Stange E die Hin- und Herbewegung der Schieberplatte C veranlafst, wird durch das in das Zahnrad I- auf der Welle / eingreifende und das auf der aufrechten Welle /' sitzende Getriebe Di gedreht.
Auf der Stange E sitzt ein Zapfen, an welchem die in der Excenterscheibe D laufende Rolle α sich dreht. Das andere Ende dieser Stange ist vermittelst eines verstellbaren Stiftes b an der Schieberplatte C befestigt.
Die Stange F, an welcher das Druckstück e befestigt ist, bewegt sich in der Führung H auf und ab. An einem an der Führung H sitzenden und durch eine Oeffnung / in der Stange F hervorstehenden Zapfen /' dreht sich der Hebel m vermittelst dessen, wenn er von der horizontalen Lage in die verticale gebracht und somit gegen den an der Stange F sitzenden Zapfen g gedrückt wird, das Druckstück e nach Belieben gehoben werden kann.
Die Stange F des Druckstückes e wird in den richtigen Zwischenräumen, nämlich während die Nadel in das Material eingedrungen ist und die Vorschubklaue zurückgeht, durch den von
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einem auf der Welle I sitzenden Excenter seine Bewegung erhaltenden Hebel k gehoben. Die mit einer verstellbaren Mutter _/' versehene Feder J dient dazu, das Druckstück auf der Arbeit zu halten.
Da die Seiten der Stange F des Druckstücks nicht gegen die Führung H anliegen und die erstere somit an dem Zapfen / oscilliren kann, wenn die Vorschubklaue h (in der Richtung des Pfeiles) sich bewegt, um das Material vorwärts zu schieben, so bewegt sich das Druckstück e, welches in diesem Moment mit dem Druck der Feder J auf der Arbeit ruht, mit der Vorschubklaue vorwärts. Wenn die Druckstange F durch den Hebel k gehoben wird, so drückt die Feder V dieselbe wieder in ihre verticale Stellung zurück. Das Führungsstück H der Druckstange F ist an einem Zapfen c aufgehängt, und oscillirt an demselben, der Hin- und Herbewegung der Schieberplatte C entsprechend, und wird durch die Verbindungsstange G getrieben.
Infolge dieser Einrichtung mufs das Druckstück e eine genau den Verschiebungen der Platte C entsprechende Bewegung machen und das Material erhält somit die nöthige Hin- und Herbewegung.
Die Vorschubklaue bewegt sich in einem Schlitz η der Schieberplatte C vor- und rückwärts. Sie ist an dem Hebel ο befestigt oder in einem Stück mit demselben gebildet, und das Ende 01 dieses Hebels gleitet in einer an der Schieberplatte C befestigten Führung. Das andere Ende des Hebels 0 ruht auf einem Hebel q, der sich an einem auf dem Arm B sitzenden Zapfen r dreht und dessen Ende auf der am Ende des Hauptvorschubhebels K angebrachten schiefen Ebene k3 aufliegt.
Dieser Hebel K hat dieselbe Form wie der gewöhnlich bei der Singer - Maschine angewendete, welcher einen Vorschubmechanismus mit vierfacher Bewegung hat. Er erhält eine zweifache oscillirende und hin- und hergehende Bewegung von der doppelten ExcenterscheibeK\ welche Singer benutet, . und wird unterstützt und geführt durch einen Schieberblock und einen Zapfen k \ welcher sich in dem Schlitz k 2 verstellen läfst, um die Länge des Stiches zu reguiiren. Am Ende dieses Hebels K ist in der gewöhnlichen Weise eine schiefe Ebene k3 angebracht, vermittelst welcher die hin- und hergehende Bewegung des Hebels K das Heben und Senken der Vorschubklauen veranlafst, während seine oscillirende Bewegung auf die gewöhnliche Weise eines Vorschubmechanismus mit vierfacher Bewegung der Klaue h die vorschiebende Bewegung mittheilt. Der Zweck des eingeschalteten Hebels q ist, zu verhindern, dafs die Vorschubklaue h, während sie über die Schieberplatte C hervorsteht,- von der schiefen Ebene fcs eine Auf- und Abbewegung erhalte, obgleich sie die Bewegung der Schieberplatte C mitmacht.
Eine vollständig glatte Schieberplatte C hat den Nachtheil, dafs das Futter zuweilen unter dem Material des Hutes gleitet. Um dies zu vermeiden, mache ich den Theil ί s der Oberfläche der Schieberplatte, auf welchem das Futter aufliegt, etwas höher, so dafs das Futter gegen den gefalteten Filz in der Mitte oder wenigstens nahezu in der Mitte der Falte anliegt.
T ist eine Führung für die Kante des Hutes. Sie läfst sich vermittelst einer Stellschraube t näher gegen die Nadel oder weiter von derselben weg verstellen.
R ist die Führung für die Kante des Futters, vermittelst der Stellschraube R* ebenso verstellbar wie die Führung T. Die Arbeit geht in folgender Weise vor sich: Der Rand eines weichen Hutes wird zurückgefaltet, so dafs die Kante der Falte gerade auf die Linie kommt, auf der das Futter angenäht werden soll, und dann so unter dem Druckstück e eingeführt, dafs die Kante der Falte gegen die Führung T anstöfst. Die Kante des Futters, welche angenäht werden soll, wird gegen die Ecke der Falte und unter die Führung T gelegt. Die Führung R wird so eingestellt, dafs die andere Kante des Futters an derselben läuft. Die Maschine wird hierauf in Bewegung gesetzt und der erste Stich befestigt das Futter an dem Material des Hutes, und wenn der letztere durch den Vorschiebeapparat allmälig vorgeschoben wird, so wird selbstverständlich das Futter mitgezogen und angenäht.
Die Führung T mufs so eingestellt sein, dafs die Nadel durch die Falte zwischen den beiden Theilen des Hutes durchgeht und den Faden im Material desselben verbirgt, wie es in Fig. 6 gezeigt ist, in welcher αl das zurückgefaltete Material des Hutes darstellt, b' ist das Futter, a2 die Richtung des Weges der Nadel durch den Hut und a'6 der Weg derselben durch das Futter. Sollte man den gewöhnlichen geraden Stich statt des Zick-Zack-Stichs für den beschriebenen Zweck vorziehen, so läfst sich dies, ohne eine andere Maschine, in welcher . die Hin- und Herbewegung einer Schieberplatte nicht vorhanden ist, anwenden zu müssen, sehr leicht erreichen, indem einfach die Mutter, Fig. 2, entfernt wird. Hierdurch wird der Tisch unbeweglich und die Maschine macht dann einen geraden Stich, vermittelst dessen .das Futter aufgenäht werden kann.

Claims (2)

  1. Paten t-An Sprüche:
    i. Der Mechanismus der Schieberplatte mit ihrem Vorschub- und Druckstückmechanismus, getrieben durch eine Excenterscheibe und die nöthigen Verbindungsstücke, um eine Hin- und Herbewegung hervorzubringen, welche Theile zusammen den eigenthüm-
    lichen Mechanismus der Blanc hard-Uebernahtmaschine bilden, in Verbindung mit einer Arm-Nähmaschine, so dafs Hüte darauf genäht werden können, wie es oben beschrieben ist.
  2. 2. In einer Maschine, an welcher der Mechanismus der Blanchard -Uebernahtmaschine angebracht ist, um einen Zick-Zack-Stich zu erzeugen, das Druckstück so aufgehängt, dafs es die Bewegungen der Schieberplatte sowie die der Vorschubklaue mitmachen mufs, und aufserdem bei jedem Schritt der Vorschubklaue sich hebt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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