DE69862C - Elektrische Vorrichtung zur Ueberwachung von Arbeitsmaschinen - Google Patents

Elektrische Vorrichtung zur Ueberwachung von Arbeitsmaschinen

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DE69862C
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sch
machine
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Siemens and Halske AG
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/18Automatic stop motions
    • D03D51/44Automatic stop motions acting on defective operation of loom mechanisms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Ueberwachung von Arbeitsmaschinen, welche periodische Bewegungen auszuführen haben. Sie erreicht dies in folgender Weise:
Ein elektrischer Ausschalter 5c/?1, der für gewöhnlich geöffnet ist, wird mit dem Theil der Maschine, dessen Bewegung controlirt werden soll, so verbunden, dafs er jedesmal für einen Augenblick geschlossen wird, wenn die zu überwachende Bewegung richtig ausgeführt worden ist, dagegen geöffnet bleibt, sobald diese Bewegung nicht oder falsch ausgeführt wird. In der Maschine befindet sich noch ein zweiter Ausschalter Sch, der von einem Maschinentheil, dessen Bewegungen Störungen nicht ausgesetzt'sind, in der Weise periodisch bethätigt wird, dafs er jedesmal für einen Augenblick geöffnet wird, wenn, der Ausschalter Sch1 durch die zu überwachende Bewegung geschlossen sein soll. Sch ist parallel zu Sch1 in einen Stromkreis geschaltet und für gewöhnlich geschlossen. Da Sch bei regelmäfsigem Gange der Maschine nur dann geöffnet wird, wenn der parallel geschaltete Ausschalter Sch1 geschlossen ist, wird der Stromkreis nur dann unterbrochen, wenn das zu überwachende Organ die ihm vorgeschriebene Bewegung nicht ausführt, d. h. den für gewöhnlich geöffneten Ausschalter Sch' nicht geschlossen hat, wenn der Ausschalter Sch geöffnet wird. Diese Unterbrechung des Stromkreises im Falle einer Unregelmäfsigkeit der Maschine kann dann in beliebiger bekannter Weise . dazu dienen,? eine Signalvorrichtung oder eine selbstthätige Abstell-, Umschalt- oder sonstige geeignete Vorrichtung auszulösen.
Man kann die beschriebene Controlvorrichtung auch dahin abändern, dafs man die beiden Ausschalter Sch1 und Sch nicht zu einander parallel, sondern hinter einander schaltet. Die Bethätigung der Ausschalter ist dann so einzurichten, dafs bei regelmäfsigem Arbeiten der Maschine stets einer von ihnen geöffnet ist, wie in der zuerst beschriebenen Anordnung stets einer der parallel geschalteten. Ausschalter geschlossen sein mufste. Werden durch eine Störung der Maschine einmal beide Ausschalter gleichzeitig geschlossen, so wird sofort der Controlstromkreis geschlossen und eine geeignete Signal- oder Abstellvorrichtung in Thätigkeit gesetzt.
Die beiliegende Zeichnung zeigt in theilweise schematischer Darstellung die Anwendung der oben gekennzeichneten Vorrichtung bei einem mechanischen Webstuhl, der von einem Elektromotor angetrieben wird. Die Controlvorrichtung löst in diesem Falle die Aufgabe, den Elektromotor auszuschalten und durch kurzes Umschalten des Ankerstromes schnell abzubremsen, sobald der Schufsfaden reifst. K, Fig. 1, ist der den Webstuhl treibende Elektromotor, S die Stromquelle für den Elektromotor und für die Controlvorrichtung. U ist der Ausschalter, der, von der Controlvorrichtung bethätigt, zur Abstellung und Abbremsung des Elektromotors und des damit gekuppelten Webstuhles dienen soll. Der Ausschalter wird in Thätigkeit gesetzt durch Auslösung des Schalt-
hebeis P, der an dem einen Ende ein Gewicht G trägt, an dem anderen Ende eine Nase N, die durch den angezogenen Anker A des Relais R festgehalten wird. Das Relais wird von dem Controlstrom durchflossen und zieht den Anker so lange an, als der Controlstromkreis nicht durch gleichzeitiges Oeffnen der parallel geschalteten Ausschalter Sch und Sch1 durch die Maschine unterbrochen wird. Sch1 ist der Ausschalter, der jedesmal für einen Augenblick geschlossen wird, wenn die zu controlirende Bewegung (hier das Eintragen des Schufsfadens) ordnungsmäfsig erfolgt ist. Dieser Ausschalter ist in Fig. 5 besonders dargestellt. F ist der Schufsfaden. Dieser wird durch den an der Lade befestigten Rahmen R periodisch in der Richtung des Pfeiles gegen den Hebel H gedrückt. H ist in dem Lagerarm K durch die Achse X drehbar gelagert und trägt ein Querstück qu, das bei jedem Zurückdrücken von H die vom Körper isolirt angeschraubten Federn fa und f1 mit einander verbindet und dadurch den Relaisstromkreis schliefst. Bei der Zurückbewegung der Lade wird diese Verbindung der Federn f6 und f' wieder aufgehoben. Der Ausschalter Sch, der, für gewöhnlich geschlossen, jedesmal dann geöffnet wird, wenn der Ausschalter Sch1 geschlossen sein soll, ist an der Excehterwelle (Schlagwelle), also an einem Theil, dessen Bewegungen nicht überwacht zu werden brauchen, befestigt. Auf diese Welle ist eine Rolle aus isolirendem Material aufgekeilt, die mit einem Contactring versehen ist. Dieser Contactring hat eine Aussparung, so dafs durch zwei auf ihm schleifende Federn f1 und fh bei einer Umdrehung der Excenterwelle der Contact zwischen den Federn unterbrochen wird. Ist dann Sch nicht ordnungsmäfsig geschlossen, so ist der Relaisstromkreis unterbrochen, die Feder f1 reifst den Anker A ab, die Nase N wird frei und der Schalthebel P dreht sich unter Einwirkung des Gewichtes G in der Pfeilrichtung. Fig. ι zeigt die normale Stellung des Schalthebels P. Die an P befestigten, von einander isolirten Stromschlufsbürsten f'2 und fB verbinden je zwei der bogenförmigen Contactstücke des Umschalters in der Weise, dafs durch den Umschalter der Ankerstromkreis geschlossen wird. Die Stromrichtung sei beispielsweise durch die Pfeile s angegeben. Sobald der Relaisanker abgerissen ist, nimmt der Schalthebel P nach einander die drei durch die Fig. 2, 3 und 4 bezeichneten Stellungen ein. In der Stellung der Fig. 2 ist der Ankerstrom ausgeschaltet, in der Stellung der Fig. 3 nochmals für einen Augenblick verkehrt eingeschaltet (Pfeile r der Fig. 1). Der Zweck dieser Verkehrtschaltung ist das schnelle Bremsen des Elektromotors und des mit ihm gekuppelten Webstuhles. Fig. 4 zeigt den Schalthebel in seiner endgültigen Stellung, der Ankerstrom ist unterbrochen. Der Webstuhl wird auf diese Weise beim Reifsen oder Ausgehen des Schufsfadens blitzschnell abgestellt.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung kann in jedem Falle Anwendung finden, wo selbstthätig Verrichtungen eingeleitet werden müssen, sobald das überwachte Maschinenorgan nicht richtig functionirt. Zu solchen Verrichtungen sind auch Signale für die Maschinenwärter oder die Betriebsleitung zu rechnen. Die Vorrichtung läfst sich selbstverständlich auch mit anderen Controlvorrichtungen verbinden.
Sollen gleichzeitig mehrere Organe der betreffenden Arbeitsmaschine controlirt werden, so kann man in folgender Weise verfahren:
Sind Sch und Sch1 parallel geschaltet, so legt man in den Stromkreis von Sch1 noch weitere Ausschalter, die von den zu überwachenden Organen in der Weise zu bethätigen sind, dafs sie synchron mit Sch1 geschlossen und geöffnet werden. Sobald nur eins der überwachten Organe nicht richtig arbeitet, wird sein Ausschalter nicht geschlossen und der Controlstromkreis unterbrochen, wenn Sch geöffnet wird. Sind aber Sch und Sch1 hinter einander geschaltet, so hat man die weiteren Ausschalter nicht hinter Sch1, sondern parallel dazu zu schalten. . Wenn dann nur einer der parallel geschalteten Ausschalter falsch bethätigt wird, so wird beim Schliefsen von Sch der Controlstromkreis, der bei regelmäfsigem Gange geöffnet bleibt, plötzlich geschlossen und eine geeignete Signal-, Abstell- oder Regulirvorrichtung bethätigt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche: '
    ι. Eine Vorrichtung zur Ueberwachung periodischer Bewegungen von Arbeitsmaschinen, bestehend aus:
    a) einem Ausschalter Sch1, der von dem periodisch bewegten Theil der Maschine bei jeder seiner Bewegungen für einen Augenblick geschlossen wird, wenn die Maschine richtig arbeitet, dagegen geöffnet bleibt, wenn die zu überwachende Bewegung der Maschine nicht oder in falscher Weise ausgeführt wird, und
    b) einem zu Sch1 parallel geschalteten Ausschalter Sch, der von einem anderen Theil der Maschine, der keiner Ueberwachung bedarf, in den Augenblicken, wo Sch1 geschlossen sein soll, geöffnet wird, so dafs bei ordnungsmäfsigem Gange der Maschine der Stromkreis, in dem beide Ausschalter parallel zu einander liegen, dauernd geschlossen bleibt, dagegen sofort geöffnet wird,
    wenn die Maschine eine falsche Bewegung ausführt, und
    c) einer Signal-, Abstell- oder ähnlichen Vorrichtung, die durch Oeffnen desControlstromkreises in Betrieb gesetzt wird. Die Abänderung der unter i. gekennzeichneten Vorrichtung in der Weise, dafs der Controlstromkreis durch die periodisch bethätigten Ausschalter Sch1 und Sch bei regelmäfsigem Gange der Maschine nicht dauernd geschlossen, sondern dauernd geöffnet gehalten wird, zu welchem Zwecke die Ausschalter hinter einander geschaltet und bei regelmäfsigem Gange der Maschine so bethätigt werden, dafs Sch1 durch die zu überwachenden Bewegungen periodisch geöffnet und Sch gleichzeitig geschlossen wird, so dafs, wenn die Bewegung nicht erfolgt und damit Sch1 geschlossen bleibt, durch das gleichzeitige Schliefsen von Sch der Controlstromkreis geschlossen wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT69862D Elektrische Vorrichtung zur Ueberwachung von Arbeitsmaschinen Expired DE69862C (de)

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