DE69847C - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Perlenband und Perlenschnur - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Herstellung von Perlenband und Perlenschnur

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DE69847C
DE69847C DENDAT69847D DE69847DC DE69847C DE 69847 C DE69847 C DE 69847C DE NDAT69847 D DENDAT69847 D DE NDAT69847D DE 69847D C DE69847D C DE 69847DC DE 69847 C DE69847 C DE 69847C
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DE
Germany
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pearls
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base
machine
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Application number
DENDAT69847D
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R. A. SWOBODA in Annaberg i. S
Publication of DE69847C publication Critical patent/DE69847C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04D—TRIMMINGS; RIBBONS, TAPES OR BANDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D04D1/00—Ropes or like decorative or ornamental elongated trimmings made from filamentary material
    • D04D1/04—Ropes or like decorative or ornamental elongated trimmings made from filamentary material by threading or stringing pearls or beads on filamentary material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMTXt
Das bisherige Verfahren zur Herstellung von Pjerlenband oder Perlenschnur bestand entweder darin, dafs man aufgereihte Perlen, also sogenannte Perlenschnüre, geradlinig der Länge nach auf die Unterlage legte und beide durch spiralförmige Umwickelung eines Befestigungsfadens an einander heftete, oder indem man den Perlenfaden oder die Perlenschnur durch Annähen mit der Unterlage verband.
Beide Verfahren besitzen ihre Uebelstände. Das Perlenband, nach ersterem Verfahren hergestellt, zeigt eine sehr unregelmäßige Lage der Perlen und kann nicht als Ersatz für Handarbeit dienen; das Perlenband, nach letzterem Verfahren hergestellt, ist in der Fabrikation sehr umständlich, theuer und. wenig fördernd.
Die Vorzüge beider Verfahren unter Vermeidung der Nachtheile derselben soll das nachfolgend beschriebene Verfahren vereinigen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dafs eine Perlenschnur, d. h. aufgereihte Perlen, mit ihrem Faden spiralförmig um die Unterlage gewickelt und durch einen in entgegengesetzten Spiralwindungen um die Unterlage gewickelten zweiten Faden an der Unterlage befestigt werden; es hält dabei der spiralförmige Befestigungsfaden nicht nur die spiralförmigen Windungen des Perlenfadens an richtiger Stelle, sondern es wird dadurch auch zugleich die Lage der einzelnen Perlen auf der Oberseite der Unterlage fixirt und eine Verschiebung der Perlen verhindert.
Bei diesem Verfahren kann entweder die Abtheilung der Perlen auf der Oberseite durch den zugeführten Befestigungsfaden oder besser durch besondere Mechanismen bei der Fabrikation erfolgen, so dafs nur auf die Oberseite eine oder_ mehrere Perlen zu liegen kommen, während die übrigen Theile des Perlenfadens, welche die Seiten und den Untertheil der Unterlage umschlingen, von Perlen frei sind.
Die Ausführung des Verfahrens kann sowohl von Hand wie mit den primitivsten Mechanismen bewerkstelligt werden und besteht einfach darin, dafs um die Unterlage von beiden Seiten Perlenschnur und Befestigungsfaden entgegengesetzt geschlungen werden und dafür gesorgt wird, dafs eine oder zwei oder mehrere Perlen bei jeder Windung auf der Oberseite der Unterlage abgetheilt werden. Es braucht natürlich nicht jede spiralförmige Umwickelung des Perlenfädens durch je eine Umwickelung des Befestigungsfadens gehalten zu werden, • sondern man kann auch zwei Spiralwindungen des Perlfadens durch eine Befestigungsspirale anheften.
Zur Ausführung des Verfahrens findet mit Vortheil folgende Einrichtung Verwendung, welche dadurch gekennzeichnet ist, dafs ein hohler rotirender Zuführungsdorn für die Perlenbandunterlage Verwendung findet, welcher in eine Nadel ausläuft, die sowohl die richtige Lage der durch einen Perlenabtheiler abgetheilten Perlen bestimmt, als auch ein Zerdrücken der Perlenunterlage durch die Wickelfäden' verhindert.
Die innere Abführung des fertigen Bandes erfolgt durch den ebenfalls roti'renden Befestigungsfadengeber und der automatische Abzug über eine von der Maschine bewegte Fric-
tionswalze, über welche das fertige Fabrikat' läuft und sich nachher selbstthätig aufspult.
Ferner kommt ein geschlitzter, oscillirender Perlenvertheiler zur Anwendung, dessen mittlerer engerer Schlitz den Perlenfaden passiren läfst und dessen seitliche weitere Kanäle, die geneigt zu einander stehen und sich an der Zuführungsseite des Perlenfadens in der Mitte vereinigen, die abgetheilten Perlen fortbewegen.
Die Wirkungsweise dieser Perlenvertheiler wird später beschrieben werden.
Die Maschine ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Oberansicht,
Fig. 3 eine Vorderansicht des Perlenvertheilers,
s Fig. 4 eine Seitenansicht desselben,
Fig. 5 ist eine Vorderansicht des Perlenvertheilers in anderer Stellung,
Fig. 6 eine Oberansicht des Bandführers, Fig. 7 das fertige Perlenband.
Die Arbeitsweise der Maschine und die Anordnung der einzelnen Mechanismen ist nun folgende:
Die Bandunterlage, auf welcher die Perlen zu befestigen sind, ist auf der Spule c aufgewickelt, welche in einem Bügel e1 gelagert ist und sich sowohl um ihre eigenen Lager b} abrollen, wie um die centrale Achse d drehen kann. Diese Drehung der Bandunterlagespule wird durch Antrieb von der Maschinenwelle aus (in der Zeichung durch die Schnurscheibe h hs) bewerkstelligt. Von der von der Maschine aus stetig in Drehung versetzten Spule für die Bandunterlage läuft die Bandunterlage ab, und zwar durch den hohlen Dorn/, welcher an seiner Spitze mit einer Nadel fl ausgerüstet ist. Aufserdem wird das Band durch den die Höhlung abschliefsenden zungenförmigen Theiiy2 festgehalten. Die Nadel f1 ist auf ihrer Aufsenseite mit zwei Rippen f3 versehen, welche nach der Spitze zu sich verjüngen und dadurch das Abgleiten der Fäden erleichtern. Das Band tritt zwischen diesen beiden Theilen aus, und ehe dasselbe die Spitze fl der Nadel verlä'fst, findet die Umwickelung sowohl zuerst mit den Perlen bezw. dem die Perlen tragenden Faden, wie danach die Umwickelung mit dem entgegengesetzt dem Perlenfaden sich auf die Bandlage aufwickelnden Befestigungsfaden statt.
Der Bandunterlagenführer f wird durch den Bügel e\ mitgenommen und in Drehung versetzt.
Der die Perlen tragende Faden wird durch einen Perlenvertheiler k dicht über der Nadel/1 zugeführt (in der Zeichnung ist derselbe der Deutlichkeit halber abstehend gezeichnet worden). Dieser Perlenvertheiler schwingt dicht über dem rotirenden, central durchbohrten Zuführer f für die Bandunterlage, und es findet, wie später beschrieben werden soll, eine regelmäfsige Abtheilung der Perlen durch den Perlenvertheiler statt, der von der Maschine aus durch beliebige Mechanismen mittelst der excentrischen Scheibe q in Schwingung versetzt wird.
Nachdem auf diese Weise zwischen den beiden Theilen des Bandführers f die Bandunterlage mit dem Perlenfaden umwickelt ist, wobei die widerstandsfähige Nadel jx das Zusammendrücken der Bandunterlage verhindert, erfolgt - die Aufwickelung des Befestigungsfadens n, welcher von der Spule m abläuft und gleichfalls von der Maschine aus durch Schnurtrieb h1 ft4 in Drehung versetzt wird, und zwar ist diese Drehung derart gewählt, dafs sie noch einmal so schnell wie die Drehung der Bandunterlage, d. h. des zu umwickelnden Fadens erfolgt.'
Durch diese doppelt so schnelle Umwickelungsgeschwindigkeit des Fadens tritt eine entgegengesetzte spiralförmige Aufwickelung des Befestigungsfadens auf die mit Perlen versehene Bandunterlage ein.
Die Zuführung des Befestigungsfadens η erfolgt durch den Führer o. Spule m und Fadenführer ο sitzen gemeinsam auf der Achse d\ auf der auch das Schnurrad /z4 sich befindet. Der ganze Mechanismus ist central durchbohrt und findet durch diese centrale Durchbohrung die Abführung des mit abgetheilten Perlen versehenen und mit Befestigungsfaden umwickelten fertigen Fabrikats statt. Das fertige Perlenband, welches noch immer seine rotirende Bewegung besitzt, wird nun durch einen gleichfalls rotirenden Abführapparat aus dem Fabrikationsprocefs, und zwar automatisch durch die Maschine entfernt.
Das rotirende, central abgeführte fertige Perlenband geht durch die hohle Hülse n\ welche mittelst seitlichen Winkels w an dem eigentlichen Abführungsgestell befestigt ist. Dieses Abführungsgestell g1 wird durch Schnurtrieb h2 /?5 gedreht und empfängt in diesem Gestell noch eine zweite Bewegung dadurch, dafs das am Ständer η>Λ festsitzende Zahnrad %, durch welches also die rotirende Achse geht, in Eingriff mit einem am Gestell g1 sitzenden Zahnrad ^1 steht. Bei der Drehung dieses letzteren Zahnrades ^1 wälzt sich dasselbe auf dem feststehenden Zahnrad ^ natürlich ab.
Dadurch wird vermittelst der Räderübersetzung ^2 ^3, der Schnecke s und des Schneckenrades die Rolle r, auf der das Schneckenrad sitzt, in bestimmte Umdrehung versetzt, und da das rotirende Perlenband über diese fortgeführt ist, so wird das Perlenband zwangläufig abgezogen und durch die hohle Achse d2 zu der gleichfalls rotirenden Spule c2 gebracht, welche in der Gabel e2 und Achse V1 b3 gelagert ist. Die Scheibe e3 dieser Spule rollt sich an der feststehenden Standscheibe ρ ab,
und es wird durch diese Friction so viel von dem Perlenband aufgewickelt, wie die Zuführerachse und die Rolle r abgiebt. Es ist ohne Weiteres klar, dafs man es durch die Zahnradübersetzung \ ^1 und durch die Schneckenradübersetzung vollkommen in der Hand hat, den Abzug des fertigen Perlenbandes zu vergröfsern oder zu verlangsamen. Man hat also auch die Regulirung der spiralförmigen Aufwickelung für den Perlenfaden, wie für den Befestigungsfaden vollkommen in der Hand. Es werden sowohl Bandunterlage und Perlenfaden, wie Befestigungsfäden automatisch durch die Frictionswalze r in entsprechendem Verhältnifs abgezogen.
Es erübrigt noch, den Perlenvertheiler näher zu beschreiben. Der Perlenvertheiler k wird durch die excentrische Scheibe q in pendelnde Bewegung versetzt. Eine Feder t hält die Rolle i1 beständig angedrückt. Zu diesem Perlenvertheiler wird die mit aufgereihten Perlen versehene Schnur oder der Faden geführt, und zwar gelangt die Perlenschnur (Fig. 4) in den Schlitz k'2 des Perlenvertheilers k. Der Perlenvertheiler ist innerhalb des Schlitzes k-, welcher ein leichtes Hindurchgehen des Perlenfadens gestattet, mit zwei Führungskanälen &1 versehen. Bei der Bewegung des Perlenvertheilers ruhen die Perlen auf dem oberen Rande desselben, in der Mittelstellung (Fig. 3) gleiten sie aber auf die Führungsrippe k3 herunter. Bei Weiterbewegung des Perlenvertheilers trennt eine der Spitzen kl eine oder mehrere Perlen ab (je nach der Gröfse derselben und je nach der Construction . des Perlenvertheilers), und diese abgetrennte Perle gleitet in dem Führungskanal &1 weiter, bis sie in der Stellung (Fig. 5) an dem Ende desselben freigegeben wird und auf die Bandunterlage fällt. Bei jeder einfachen Schwingung des Perlenvertheilers k findet also einmal ein Abtrennen und Fallenlassen von Perlen statt.

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Ein Verfahren zur Herstellung von Perlenband und Perlenschnur, dadurch gekennzeichnet, dafs ein mit aufgereihten Perlen versehener Perlenfaden derart spiralförmig um eine Unterlage gewunden wird, dafs die Perlen alle auf eine Seite derselben zu liegen kommen und seine Befestigung durch einen in entgegengesetzter Richtung spiralförmig um die Unterlage gewundenen zweiten Faden erfolgt, welcher eventuell auch selbst mit Perlen ausgestattet sein kann.
  2. 2. Eine Maschine zur Ausführung des unter ι. gekennzeichneten Verfahrens, bei welcher die rotirende und beständig vorwärts geführte Unterlage von dem Perlenfaden und dem Befestigungsfaden in entgegengesetzten Spiralen umwunden wird, während durch einen pendelartig schwingenden Perlenvertheiler eine Abtrennung von Perlen derartig stattfindet, dafs dieselben stets nur auf eine Seite der Unterlage fallen, welche an der Stelle, wo die Aufnahme erfolgt, auf einem Zuführungsdorn ruht.
  3. 3. Eine Maschine der unter 2. gekennzeichneten Art, bei welcher die Perlenunterlage von einer Spule abläuft, die mit einem hohlen Bandführer ausgestattet ist, welcher aus einem zungenförmigen Theil^/2 und einem spitz zulaufenden Theil f1 besteht, von denen letzterer nach aufsen mit zwei sich verjüngenden Rippen fa versehen ist, zum Zweck, die Unterlage gegen Zusammendrücken durch die umgeschlungenen Fäden zu schützen, sowie, ein leichteres Abgleiten der letzteren zu erzielen.
  4. 4. Eine Maschine der unter 2. gekennnzeichneten Art, deren Perlenabtheiler in der Mittelstellung die auf seinem oberen Rande aufruhenden Perlen auf eine Führungsrippe A:3 fallen läfst, worauf eine selbstthätige Abtrennung derselben wechselweise durch zwei über der Führungsrippe liegende Spitzen A:4, eine Abführung dieser Perlen nach der Unterlage dagegen durch einen der von den Spitzen und der Führungsrippe gebildeten Kanäle kl erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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