DE697887C - Verfahren zum Entschlichten - Google Patents

Verfahren zum Entschlichten

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DE697887C
DE697887C DE1937K0148713 DEK0148713D DE697887C DE 697887 C DE697887 C DE 697887C DE 1937K0148713 DE1937K0148713 DE 1937K0148713 DE K0148713 D DEK0148713 D DE K0148713D DE 697887 C DE697887 C DE 697887C
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DE
Germany
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salts
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amylases
desizing
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Expired
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DE1937K0148713
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Inventor
Dr Wilhelm Neugebauer
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Kalle GmbH and Co KG
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Kalle GmbH and Co KG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N9/00Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
    • C12N9/14Hydrolases (3)
    • C12N9/24Hydrolases (3) acting on glycosyl compounds (3.2)
    • C12N9/2402Hydrolases (3) acting on glycosyl compounds (3.2) hydrolysing O- and S- glycosyl compounds (3.2.1)
    • C12N9/2405Glucanases
    • C12N9/2408Glucanases acting on alpha -1,4-glucosidic bonds
    • C12N9/2411Amylases
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N9/00Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
    • C12N9/96Stabilising an enzyme by forming an adduct or a composition; Forming enzyme conjugates
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L1/00Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods
    • D06L1/12Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods using aqueous solvents
    • D06L1/14De-sizing
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/322Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing nitrogen
    • D06M13/325Amines
    • D06M13/342Amino-carboxylic acids; Betaines; Aminosulfonic acids; Sulfo-betaines

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Description

  • Verfahren zum Entschlichten Es ist bekannt, stärkespaltende Enzyme, sog.- Amylasen, in der Technik anzuwenden., insbesondere Aals Entschlichtungsmittel. Diese Enzyme sind gegen Schwexmetallsalze, beispielsweise Kupfer- und Zinksalze, sehr empfindlich. Schon die in Gebrauchswässern vielfach vorkommenden Spuren solcher Metallsalze können erhebliche Beeinträchtigungen der Wirkung der mittels der Wässer hergestellten Enzymflotten zur -Folge haben. Bei der technischen Anwendung der Amylasen können daher durch Schwermetalle erhebli:he Störungen verursacht werden. Besonders groß. sind diese Störungen, wenn die Amylasen zur Entfernung von Schlichten verwendet werden, die Kupfer- oder Zinksalze enthalten. Dies ist aber oftmals- der Fall, da man den Schlichtelösun'gen zur Vermeidung von Gärungs- und- Fäulniserscheinungen ,vielfach derartige Metallsalze zusetzt.
  • Man hat bereits vorgeschlagen., den Amylasepräparaten Schutzstoffe verschiedener ,Art zuzusetzen. Mit Hilfe dieser Stoffe kann man jedoch einen völlig befriedigenden -Schutz der Amyläsen gegen Schwermetallvergiftungen nicht erreichen. Zum Teil läßt die Wirksamkeit der Schutzstoffe in der Hitze nach, .oder die Schutzstoffe geben mit Kalksalzen störende Ausscheidungen; zum Teil lassen sich auch keine gut haltbaren Mischungen der Enzympräparate mit den Schutzstoffen. . herstellen: Mit Hilfe von Allz:alipyrophosphaten, deren Zusatz zu enzymatischen Ents.chlichtungs.rni,tteln bekannt ist, kann man zwar Schwermetallschädigungen der Enzyme in gesvissem Maße verhindern. Man hat auch bereits vorgeschlagen, den enzymatischen Entschlichtungsmitteln halogenessigsaure Salze zuzusetzen. Hiermit kann man jedoch einen Schutz der Enzyme gegen die schädliche Einwirkung gewisser Schwermetallsalze nicht erzielen.
  • Es ist jedoch nun gefunden worden, daß man einen wesentlich - besseren Schutz von Amylasen geigen schädliche Metallsalze als mit vorstehenden Mitteln ohne die sonstigen obigen Nachteile erzielen kann, wenn man die Amylasen mit Iminodiessigsäure bzw. deren wasserlöslichen Salzen oder Substitutionsprodukten dieser Verbindung zusammenbringt. Als Substituenten kommen in erster Linie Alkyl- oder Arylreste, die gegebenenfalls selbst wieder substituiert sein können, beispielsweise durch Carboxylgrugpen, in Frage. Vorzugsweise verwendet man Verbindungen, bei denen lediglich das mit dem Stickstoffatom der Iminodiessigsäure verbundene Wasserstoffatom substituiert ist. Es werden selbstverständlich nur solche Salze der Iminodiessigsäure oder ihrer Substitutionsprodukte verwendet, deren Kation nicht selbst schädigende Wirkungen für Amylasen hat. Im folgenden wird eine Reihe von Verbindungen aufgeführt, die erfindungsgemäß benutzt werden können. Außerdem können-beispielsweise auch DiÄthyientriaminessigsäuren verwendet werden, die man durch Umsetzung von Diäthylentriamin mit Chloressigsäure erhalten kann.
  • Die genannten Verbindungen übertreffen die Enzympräparaten bisher zugesetzten Schutzstoffe erheblich. Sie gewährleisten einen praktisch vollständigen Schutz, der auch in der Hitze erhalten bleibt. Die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen ergeben zeit Kalksalzen keine störenden Ausscheidungen und sind auch in sehr hartem Wasser wirksam. Sie lassen sich auch mit den Enzympnäparaten zu gut -haltbaren Handelsprodukten. vermischen, beispielsweise in Form ihrex Salze. Im Gegensatz zu anderen Schutzstoffen sind sie gegenüber verschiedenen Metallen, beispielsweise Zink und Kupfer, gleich gut wirksam. Die Schutzwirkung .der in Rede stehenden Stoffe tritt bei Amylasen beliebygerHerkunft ein, beispielsweise bei Pankreasamylasen oder Bakterienamylasen. Man `setzt die Schutzstoffe den Amylasepräp;axaten zweckmäßig bereits bei ihrer Fabrikation zu, beispielsweise in; Form ihrer Alkalisalze. Die Enzympräpaxate können daneben sonstige gebräuchliche Zusätze, wie Puffersubstanzen, Stabilisierungsmittel u. dgl., enthalten.
  • Beispiele i. Ein.sehr gut wirksames Entschüchtungsmi.ttel, das gegen die in den üblichen Gebrauchswässern vorkommenden Kupfer- und Zinkspuren unempfindlich ist, erhält man durch * Mischen von 5 Gewichtsteilen Trokkenpankreas (W i 11 s t ;ä t t e r und W a 1 d -s c h m i d t - L e i t z in Hoppe-Seyler's Zeitschrift f. physiol. Chemie, Bd. 125, i50), 92 Gewichtsteilen Kochsalz, 2 Gewichtsteilen nitrilotriessigsiaurem Natrium und o,8 Gewichtsteilen prim. Natriumphosphat.
  • 2. ioo Gewichtsteile Baumwollgewebe, das eine chlorzinkhaltige Stärkeschlichte enthält,
    werden bei 4.5° mit 5oo Tei_en einer auf pH= 7
    eingestellten Lösung entschlichtet, die im
    Liter o, i g Trockenpankreas, 7,g Kochsalz
    und o,2g nitrilo.triessigsaures Natrium ent-
    hält. Nach i Stunde ist im allgemeinen voll-
    ständige Entschlichtung eingetreten.
    3. Man entschlichtet ein eine Stärke-
    schlichte enthaltendes Textilmaterial mittels
    eines Entachlichtungsbades, das durch Auf-
    lösen von 5 Gewichtsteilen von Malzamylase
    und 0,5 Gewichtsteilen ,Äthylendianuntetra-
    essigs.äure in roooTeilen Wässer von etwa
    5o° C hergestellt ist, wobei der pH-Wert aud
    etwa 5 eingestellt wird.
    q.. Zum Entschlchten eines stärkeges@cbAich-
    teten Textilmaterials wird die Lösung eines
    Entschlichtungsmittels verwendet, welches aus
    6 Gewichtsteilen Trockenschweiuepankreas,
    2 Gewichtsteilen primärem Natriumpho:sphat,
    9o Gewichtsteilen Kochsalz und q. G.ewichtsteiz-
    len iming@diessigsaurem Natrium besteht.
    Statt des iminodiessigsauren Natriums kann
    man beispielsweise auch - Alkallsalze der
    N-Methyl- oder N-Äthyliminodiessi.gsiäure,oder
    solche der N-(o-Carboxyphenyl)-iminodies,sig-
    säure, der a., o"'-Dirnethylnitrilotriesßigsäure
    und ähnliche Verbindungen benutzen. Außer
    den Alk-_a-alisalzenkönne nalisalzenkönnen auch andere wasser-
    lösliche Salze verwendet werden; beispiels-
    weise Ammomumsalze oder Salze von organi-
    schen Basen. Auch Gemische mehrerer der-
    artiger Stoffe können zur Verwendung gelan-
    gen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entschlichten Stärkeschlichte tragender' Textilware; dadurch gekennzeichnet, daß man diese Ware reit wäßrigen Lösungen von Amylasep.räparaten, die Iminodiessigsäure bzw., ein wasserlösliches Salz der Iminodiessigsäure oder ein Substitutionsprodukt dieser Verbindung enthalten, behandelt.
DE1937K0148713 1937-12-01 1937-12-02 Verfahren zum Entschlichten Expired DE697887C (de)

Priority Applications (1)

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DE1937K0148713 DE697887C (de) 1937-12-01 1937-12-02 Verfahren zum Entschlichten

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DE1937K0148713 DE697887C (de) 1937-12-01 1937-12-02 Verfahren zum Entschlichten

Publications (1)

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DE697887C true DE697887C (de) 1940-10-28

Family

ID=25984882

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