DE697368C - Additives Dreifarbenfilmverfahren - Google Patents

Additives Dreifarbenfilmverfahren

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DE697368C
DE697368C DE1934L0087131 DEL0087131D DE697368C DE 697368 C DE697368 C DE 697368C DE 1934L0087131 DE1934L0087131 DE 1934L0087131 DE L0087131 D DEL0087131 D DE L0087131D DE 697368 C DE697368 C DE 697368C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B33/00Colour photography, other than mere exposure or projection of a colour film

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

  • Additives Dreifarbenfilmverfahren Die Erfahrung in der Praxis der Mehrfarben'kinematograp'hie lehrt, daß, ,die Verfahren der subtraktiven Methoden die Farnen der Natur nicht in zufriedenstellender Weise wiedergeben. Die ;additiven Methoden dagegen !ergeben recht befriedigende Resultate; doch bereiten diese bei der Projektion Schwierigkeiten, weil die gebräuchlichen Filmvorführmaschinen zeitlich nur -ein Bild projizieren können.
  • Bei den additiven Verfahren werden die Naturfarben durch, die Mischung farbiger Lichtstrahlen .erzielt. Es g@laugen auf der Projektionswand pur ,die farbigen Lichter der einzelnen Teilbilder zur Wirkung, während die geschwärzten Stellen der Silberbäder entsprechend ihrer Dichte -das Licht absorbieren.
  • Die Absorption der Projelktionslichtstrahlen ,kann aber auf andere Weise erfolgen, als durch die Schwärzung der Bildsubstanz selbst. Erfindungsgemäß wird die Schirmwirkung der Farbstoffe untereinander gleichzeitig zur Färbung der Projektionglichtstrahlen, wie zur Bildung der Grundteilbilder herangezogen.
  • Die im Entwickler ;geschwärzten Silberteilbilder werden in monochrome Faxbistoffbilder umgewandelt, deren Farbe undurchlässig, für die ihren Farbausizug entsprechenden. Lichtfilter ;ist. WWd 2z. B. das, dem roten negativen Grtuidteilbilde entsprechende Positiv in. ein blaues Farbstoffbild umgewandelt, so absorblert das hei der Projektian.in den Lichtstrahlengang leinzuschaltende rote Lichtfilter das blaue FarUstofbild :gradationslmäßig genau so, als ob das Positiv aus ges_ch'wärztem Silber bestünde. Ebenso werden die ,grünen und blauen Grundteilbxlder, in Farbstoffbilder umgewandelt, von den ihnen entsprechenden Lichtfiltern verschlickt.
  • Der Vorteil dieses Verfahrens ist, daß: zwei Grundteilbilder, wie bei dein subtraktiven Zweiifarhenverfahmen; einander deckend und in :einem Bildfelde liegend; auf deinem Bil'dtr4g'er angeordnet werdexi können, @o daß beide Teilböfder ein Gesamtbild ergeben, die jedoch! erfindungsgemäß nur zur additiven Wirkung gelangen und @i,cht, wie bereits, bielkamnt, :subtraktiv oder kombiniert subttaktiv und .additiv (eng Äsche Patentschrift q.00 a6¢ und deutsche Patentschrift 565 999). ' Die Farbe- des einen Teilbildes, die- von. dem dem andern Teilbilde zugehörigen Lichtfilter völ-lig hindurchgelassen zvixd, wirkt zugleich mit ,diesem gemeinschaftlich als Lichtfilter für das andere Teilbild. Ekn nur rote Lichts@trah= len reflektierender Teil ödes Aufnahmeobjektes wird z. B. im blauen negativen Grundteilbil'de nicht geschwärzt; @er erscheint in dem in ein rotes Farbstoffbild umgewandelten Positivbild rot, wähnend derselbe Teil ,des: Aufnahmeobjektes: im roten Grundteilbilde; das in ein blaues. Farbstoffbilld umgewandelt wurde; völlig lichtdurchlässig ist. Tritt das rote Lichtfilter bei der in den LichtstrahleAgang, so wird -das blaue Bild absorbiert und -dessen Lichter rot angefärbt. Der rote Teil des Aufnahmeobjektes, der im blauen positiven Bilde als gesättigtes rotes .. Licht ,auf der Projektionswand erscheinen soll,; würde, wenn das rot gefärbte aus schwarzem" Silber bestände, kein. Licht hindurchlassen; da :es aber in ein rotes Farhstoffbild umgewandelt wurde, wirkt diese Stelle als Lichtfilter, weil das rote Licht von dem roten Lichtfilter völlig hindurchgelassen wird. Tritt das blaue Lichtfilter in den Strahlengang, so wjxd diese rote Stelle von dem blauen Lichtfilter völlig absorbiert und erscheint schwarz auf der Projektionswand.
  • Die Heranziehung der Schirmwirkung der Farbstoffe zur Bildung der Grundteilbilder gestattet nun eine vollkommene additive Dreifarbensynthese durch Anwendung der zu naturwahren Farbenbildern unerläßlichen drei Grundteilbilder tauf einem Filmstreifen, die hinter den Lichtfiltern Rot, Grün und Blau zur Projektion gelangen.
  • Es -werden also gemäß der Erfundungbeim In-Aktion-Treten des roten Filters die Schwärzungen des blau angefärbten Grundteilbildes in die rote Grundfarbe und beim Eintreten des blauen Filters in den Strahlengang die Schwärzungen des orangerot angefärbten blauen Grundteils in die blaue Grundfarbe verwandelt. Während der Projektion findet zeitlich getrennt ;eine Mischung der roten und blauen Strahlen statt, die sich mit den grünen Strahlen des orangerot angefärbten grünen Grundteilbildes in den Augen des Betrachters zu einem additiven Gesamtbild verschmelzen.
  • Bei dem Verfahren nach der deutschen Patentschrift 565 999 werden dagegen nicht die vom Original reflektierten (primären), sondern die vom Original absorbierten (sekundären) Farben in dieselben sekundären Farben verwandelt. Dies entspricht der Theorie der subtraktiven wie bereits oben angegeben: Durch das Verfahren der Erfindung werden in einfacher Weise naturwahre Bilder erhalten, was bei dem bekannten substraktiven Verfahren nicht der Fall ist.
  • Erfindungsgemäß wind dieses bewerkstelligt, indem auf einem mit zwei Emulsionsschichten versehenen Filmstreifen, die in Farbstoffbilder umgewandelten drei Grundtei.lbilder dergestalt aufgebracht werden, daß das rote und blaue Teilbild in einem Bildfelde übereinanderliegend angeordnet werden, während Lias grüne Teilbild in der Längsrichtung des Filmstreifens unter dem Gesamtbilde des röten und blauen Teilbildes aufgebracht wird, so daß auf dem Filmstreifen ein Gesamtbild des roten und blauen Teilbilden mit .einem Grünteilbilde abwechselt: Die Projektion erfolgt mittels einer Oberflächenspiegelvorrichtung, die das Gesamtbild des .,,roten und blauen Teilbildes und das grüne ''@tl3.d ;gleichzeitig auf der Projektionswand t@r.DecckuAg bringt, und einer rotierenden fichtfiltervorrichtung, die aus roten, blauen und ;grünen Lichtfiltersegmenten besteht und die auf die schwarze Filmabzugsdeckblende gesetzt wird. schwarze dem Augenblick der gleichzeitigen Projektion der drei Grundteilbilder macht die Lichtfiltervorrichtüng mit der Filmabzugsdeckblendeeine volle Umdrehung, so daß in kurzer Zeitfolge nacheinander die drei Grundtelbilder zur additiven Gesamtwirkung ;gelangen. Der Abzug des Filmstreifens erfolgt bildweise, so -daß stets ein Gesamtbild des roten und blauen Teilbildes und ein grünes Grundteilbild gemeinschaftlich zur Projektion gelangen.
  • Die Ausübung des Verfahrens ist wie folgt Zur Aufnahme der Objekte werden in bekannter Weise zwei negative Filmstileifen verwendet, die, Schicht auf Schicht gepreßt, am Bildfenster der Aufnahmekamera vorbeigeführt werden. Der eine ist panchromatisch, der andere orthochromatisch. Bildet der Aufnahmegegenstand eine Tafel, auf der nebeneinander ein schwarzes, ein rotes, ein gelbes, ein ;grünes, ein blaues und ein weißes Feld angeordnet sind (s: Abb. i), so ist die Schwärzung der negativen grünen und blauen Gru.udteilbilder auf dem orthochromatischen Film wie in den Abb.2 und 3. Wie aus der Abb-. -- ersichtlich, sind nur die den weißen und blauen Feldern der Farbtafel entsprechenden Teile des Grundteilbildes belichtet, in der Abb. 3 nur die tuen weißen, gelben und ;grünen Feldern der Farbtafel entsprechenden. Die Abb. q. zeigt die Schwärzung der -Emulsion des panchromatischen Negativs hinter dem grünen Grundteilbilde des oxthochromatischen. In dieser Abbildung erscheinen nur die den weißen, gelben und roten Feldern der Farbtafel entsprechenden Teile belichtet.
  • Nach der Aufnahme werden die Negative, wie ;gebräuchlich, :entwickelt, fixiert usf. Auf dem orthochromatischen Filmstreifen befinden sich abwechselnd die gradationsmäßig ;geschwärzten blauen und grünen Grundteilbilder (s. Abb. 5), auf .dem panchromatischen abwechselnd die roten und nur im Weiß gedeckten Bildfelder (Abb. 6).
  • Nun werden die Bilder der beiden Negative auf einen doppelseitig emulsionierten positiven Filmstreifen dergestalt aufkopiert, daß auf der einen Emulsionsseite die blauen und grünen Grundteilbilder der entsprechenden des orthochromatischen Films entstehen, auf der andern Schichtseite in genauer Deckung mit den blauen Grundteilbildern, die roten des panchromatischen Films. Die nur- im Weiß gedeckten Bildausschnitte des panchromatischen Films werden abgedeckt. Nach dem Entwickeln, Fixieren usw. des positiven Filmstreifens befinden sich auf der einen Schichtseite, in der Reihenfolge abwechselnd, die ;geschwärzten blauen und grünen Grundteilbilder, ,auf der andern Schichtseite abwechselud ein rotes Grundteilbild mit einem silberlosen, nur aus Gelatine bestehenden Bildfeld. Jetzt werde die blauen und grünem Grundteilbilder in bekannter Weise in rote Farbstoffbilder - umgewandelt, die auf der andern Schichtsieibe des positiven Films angeordneten roten Grundteilbilder in bekannter Weisse in Berliner Blaubilder. In einem schwachen, etwa io%igen Fixierbade wird dann kurz das Silber sämtlicher Bilder völlig entfernt, so daß die Bilder aus reinen Farbstoffen bestehlen. Die Umwandlung der Silberbilder in. Farbstoffbilder kann auch auf andere Weise erfolgen, wie z. B. durch Umwandlungder Silberbilder in bekannter Weise in Beizfarbenbilder oder- dadurch, daß. die Grundteilbilder mittels Chromatverfahrenund Imbibition hergestellt werden. Nach dein, Trocknen des Filmstreifens werden maschinell die bilderlosen .Gelatineausschnitte der die nunmehr blauen Grugdteilbilder tragenden Schichtseite des Positivfilms gleichmäßig grün angefärbt. Diese grün angefärbte Gelatineschicht dient als Lichtfilter für das rote Farbstoffbild, .das dem ,grünen Grundteilbilde entspricht. Der fertige Filmstreifen trägt nunmehr in der Längsrichtung abwechselnd die Gesamtbilder der roten und blauen Grundteilbilder und die gradationsmäßig schwarz mit grünen Lichtern erscheinenden grünen Grundteilbilder. Dwe Bilder repräsentieren sich .auf dem Filmstreifen, wie in Abb,. 7 veranschaulicht. r stellt das- grüne Grundteilbild dar, 3 .das blaue, q. das rote. Das grüne und blaue Teilbild sind rote Farbstoffbilder, das rote ein blaues Farbstoffbil.d. Die Gelatine des Bildausschnittes a ist grün angefärbt. a, b, c, d, e, f sind die Abbifdungen des schwärzen, roten, ,gelben, grünen, blauen und weißen Feldes der Farbtafel in Abb. r. Wie aus der Abbildung ersichtlich, sind im Bild r a, b, e ,geschwärzt, in den Bildern 3 und q. a und d: -Um den fertigen, nach dem Verfahren hergestellten Filmstreifen zu projizieren, wird das Bildausschnittfenster der Filmvorführmaschinen nach oben und unten um 9,5 mm erweitert und die Oberflächenspegelvorrichtung :angesetzt, die am Obj,ektivhalter befestigt wird. Bei der Abrollung des Filmstreifens ;gelangen stets gleichmäßig zwei Bilder zur Projektion, sein Gesamtbild des blauen und roten Teilbildes und :ein ,grünes Teilbild. Der Fortschub des Filmstreifens erfolgt bildweise, so daß stets ein Gesamtbild des roten und blauen Grundteilbildes abwechselnd einmal mit dem in der Länge des Filmstreifens .unter ihm hegenden, das 'andere Mal mit dem über ihm liegenden grünen Grundteilbild zur gemeinschaftlichen Projektion gelangt. In den Lichtstrahlengäng des Objektivs wird. eine rotierende Lichtfilterkombinationeingeschaltet, die .aus nebeneinander angeordneten Lichtfiltern Rot; Grün und Blau besteht und auf die schwarze Filmabzugädeckblende aufgesetzt wird. Diese macht mit der Filmabzugsdeckblende bei der Projektion der drei Grundteilbilder eine Umdrehung, so daß die Filter Rot, Grün und Blau in schneller Zeitfolge nacheinander die Grundteilbilder,, die ,ihren Farben entsprechen, auf der Projektionswand zur Wirkung gelangen lassen und dort zu einem Gesamtbilde verschmelzen. Bei der genormten Vorführschnelligkeit von a¢ Bildern in der Sekunde weckseln die drei Lichtfilter .etwa zoomal in der Sekunde. Bekanntlich ist ein Farbenwechsel von 48 Perioden in der Sekunde bereits nicht mehr wahrnehmbar.
  • Dias -Verfahren eignet sich gut für den Tonfilm. Die,Tonskala wird, wie usuell, auf der einen Längsseite des Filmstreifens -zwischen den Bildern- und der Perforation angeordnet, im vorliegenden Falle neben den in Berlinerblau überführten roten Grundteilbildern. . Die Tonskala wird zugleich mit den Teilbildern ebenfalls- in Berlinerblau überführt. ' Die Filmvorführung erfolgt, wie bereits :ausgeführt, mit 2q. Bildern in der Sekunde, so daß die Tonskala in üblicher. Schnelligkeit durch die Tonwiedergabevorrichtun,g geführt wird. -Die Anwendung der Eigenschaft der Lichtabsorption der Farbstoffe untereinander zur, Bildung der Grundteilbilder erlaubt eine Variation des Verfahrens dahingehend, daß anstatt- dreier Grundteilbilder nur zwei verwendet werden, die so modifiziert sind, daß sie zusammen das fehlende Grundteilbild jergänzen.
  • -Es werden von der Farbtafel in Abh. r zwei negative Farbauszugsteilbild@er hergestellt. Dias ,eine entspricht den vom Aufnahmeobjekt reflektierten weißen, roten, gelben und teilweise grünen Lichtstrahlen, das andere den weißen, blauen, grünen und gelben Lichtstrahlen. Das rote negative Grundteilbild .erscheint wie in Abb.8 geschwärzt, das blaugrüne negative Grundbeilbild wie in Abb.9. Von den negativen Bildern werden Positive angefertigt, die in einem Bildfelde in der Dicke der Emulsionsschicht sich ;genauestens deckend übereinmuderliegen. Das rote Grundteilbild wird in ein Berlinerblaubild, das blaugrüne Grundteilbild in ein gelbrotes Farbstoffbild umgewandelt; die Anfärbung des letzteren geschieht dergestalt, daß das blaugrüne Grundteilbild in zwei in der Dicke der Emulsionsschicht überlagernde Farbstoffbilder, ein orangerotes und ein rein gelbes, umgewandelt wird. (Abt. yo) /j// ist das blaue Teilbild, 111111 das gelbe und @`W das rote: Beide Grundteilbilder bilden zusammen ein farbiges Gesamtbild. Durch ein additives Rotfilter betrachtet, erscheint das blaue Farbstoffbild gradationsmäßig geschwärzt; das .gelbe und rote Bild sind unsichtbar. Durch ein additives Blaulichtfilter betrachtet, erscheint das gelbe und rote Bild gradationsmäßig geschwärzt, und das blaue Bild ist unsichtbar. Betrachtet man nun das Gesamtbild durch ein additives Grünlichtfilter, so erscheinen beide Teilbilder zusammen gradationsmäßig geschwärzt; bis auf die in der Farbtafel in Abb. i dargestellten Felder: Gelb, Grün und Weiß, die unsichtbar sind. Es entsprechen die beiden Teilbilder der -Gradationsskala eines geschwärzten Silberpositivs nach einem ,grünen Teilbilde der Farbtafel in Abb. i (s. Abb. i i).
  • Zur Ausübung des Verfahrens werden zur Aufnähme Zwei negative Filmstreifen benutzt, wie zu Anfang der Patentschrift beschrieben. Die Enaulsionsschicht des orthochromatischen Films wird jedoch so orangerot angefärbt, daß die Schicht außer den weißen, gelben, roten Lichtstrahlen auch noch einen gewissen Teil der grünen Lichtstrahlen passieren läßt. Bei der Aufnahme entstehen auf dem orthochromatischen Film die blaugrünen Grundteilbilder, auf dem panchromatischen die roten. Nach dem Entwickeln, Fixieren usw. wird von dem orthochromatischen Negativfilm ein positiver Film A hergestellt, der zur heiteren Herstellung der Kopien dient. Nun werden auf -einem einschichtigen, gewöhnlichen, positiven Filmstreifen, auf welchem bereits durch dessen. Celluloidträger die gleichzeitig mit den Negativen oder später auf einem besonderen Filmstreifen aufgenommene Tonskala aufkopiert wurde (das Aufkopieren der Tonskala kann auch gleichzeitig mit der Kopierung der blaugrünen Grundteilbilder erfolgen), die Bilder des panchromatischen Negativfilms ebenfalls durch den C.ellüloidträger hindurchkopiert. Der Filmstreifen wird entwickelt, ;gewässert, jedoch nicht fixiert. Sodann -werden die Teilbilder und die Tonskala in Berliner Blaubilder umgewandelt. Nach genügendem Wässern wird der Filmstreifen im Dunkeln getrocknet. Nach dem Trocknen werden die Bilder des Positivfilms A in genauer Deckung mit den blauen Bildern auf die Schichtseite des Filmstreifens kopiert, dergestalt, daß die neben den Bildern liegende Tonskala voll belichtet wird. Der Filmstreifen wird nunmehr in einem alkalifrelen Entwickler :entwickelt. Auf den blauen Bildern befinden sich nunmehr schwarze Negativbilder, die sich sehr gut in die blauen Bilder einfügen (Abt. 1a). Die blaue Tonskala wird von einer schwarzen Silberschicht völlig bedeckt; in. der Abb: i z zeigt die- Schraffierung //// das blaue Teilbild die Schraffierung 1111 das schwarze Negativbild: Nach dem Unterbrechen der Entwicklung wird das geschwärzte Silber m einem an sich bekannten Bromölbleichbad gebleicht und die unmittelbar an den Silberpartikelch.en liegende Gelatineschicht gehärtet. Hierauf gelangt der Filmstreifen in- ein schwaches, etwa i o o/o -ges Fixierbad, in welchem das Silber vollkommen aus der Schicht entfernt wird. Nach genügendem Wässern wird der Filmstreifen ,getrocknet. Es. befinden sich nunmehr auf demselben die geklärten blauen Teilbilder und die blaue Tonskala sowie unsichtbare Bilder, die gradationsmäßig aus gehärteter und unggehärteter Gelatine bestehen. jetzt wird die urgehärtete Gelatine meinem gelben Farbbade, bestehend aus Pinatypie Gelb, gutdurchgefärbt, kurz in Wasser abgespült und der Filmstreifen in ein blaurotes Bad gebracht (Pin;atypie Rot). In diesem Farbbade bleibt der Filmstreifen nur so lange, bis die Bilder, durch ein additives Grünfilter betrachtet, schwarz erscheinen. Es wird nur ,ein Teil der an der Oberfläche liegenden urgehärteten Gelatineschicht angefärbt. Durch die Eig @enschaft der Pinatypiefarbstoffe, urgehärteteGelatineanzufärben, gehärtete dagegen nicht, bilden sich die beiden in der Dicke der Emulsionsschicht getrennt liegenden Farbstoffbilder Gelb und Orangerot. Der Filmstreifen ist naqh dem Trocknen zur Vorführung bereit. Diese geschieht dergestalt, daß an die Filmabzugsdeckblende, wie früher Ikschrieben, die kreisförmige, aus roten, grünen und bläuen Filtersegmenten bestehende Lichtfiltervorrichtung aufgesetzt wird. Bei der Projektion werden die drei Gründteilbilder in kurzer Reihenfolge nacheinander auf der Projektionswand zu einem naturfarbenen Gesamtbilde verschmolzen, :das der Farbtafel in Abb. i entspricht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Additives Dreifarbenfilmverfahren, bei dem Teilbilder an den Bildstellen mit Farbstoffen angefärbt werden, welche die durch Projektionsfilter fallenden Lichtstrahlen absorbieren, dadurch gekennzeichnet, daß die positiven Teilbilder auf einen doppelseitig emulsionierten Filmsteifen dergestalt aufgebracht werden, d aß in. der Länge des Filmstreifens das grüriie Teilbild mit den beiden übereinander angeordneten blauen und roten Teilbildern abwechselt und die Teilbilder so eingefärbt werden, daß sie hinter den entsprechenden Farb= filtern geschwärzt erscheinen. z. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die grünen arid blauer '1<eilbilder in `orangerote Farb toffbilder umgewandelt werden, die roten Teilbilder in blaue. . 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und. z, :dadurch gekennzeichnet, .daß: das Bildfeld des in ',ein orangerotes Farbstöffbild umgewandelten grünen Teilbildes mit eemer ;grün. ,angefärbten Gelatineschicht biedeckt wird. q.. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden in einem Bildfeld in der Länge des Filmstreifens übereinanderliegenden Teilbildern das-rote Teilbild in ein blaues Farbstöffbild umgewandelt wird, während das ;andere aus zwei in der Dicke der Emulsionsschicht überlagernden Teilbildern, einem ,gelben und -,einem orangeroten, gebildet wird. "" ,
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