-
Diese
Erfindung betrifft substituierte Benzocycloheptapyridine, die als
Inhibitoren von Farnesylproteintransferase brauchbar sind.
-
Hintergrund
-
Substituierte
Benzo[5,6]cycloheptapyridine und 1,5,6,11-Tetrahydrobenzo [5,6]cyclohepta[1,2-b]pyrazolo[4,3-e]pyridinderivative
mit antientzündlicher
Aktivität
und antiallergischer Aktivität
sind in GB-A-1593417, EP-A-0 396 083 und WO-A-92/00293 beschrieben.
-
Substituierte
Benzo[5,6]cycloheptapyridine mit Aktivität zur Inhibierung der Ras-Funktion
sind in WO-A-95/10515 und WO-A-95/10516
beschrieben.
-
Die
Patentanmeldung WO 95/00497, veröffentlicht
am 5. Januar 1995 unter dem Patent Cooperation Treaty (PCT), beschreibt
Verbindungen, die das Enzym Farnesylproteintransferase (FTase) und
die Farnesylierung des Onkogenproteins Ras inhibieren. Onkogene
kodieren oft Proteinkomponenten von Signaltransduktionswegen, die
zur Stimulierung von Zellwachstum und Mitogenese führen. Onkogenexprimierung
in kultivierten Zellen führt
zu zellulärer
Transformation, die durch die Fähigkeit
der Zellen, in Weichagar zu wachsen, und durch das Wachstum von
Zellen als dichte Foki gekennzeichnet ist, denen die Kontaktinhibierung
fehlt, die nicht-transformierte Zellen zeigen. Mutation und/oder Überexprimierung
bestimmter Onkogene ist oft mit menschlichem Krebs assoziiert.
-
Um
Transformierungspotential zu erlangen, muss der Vorläufer des
Ras-Onkogens Farnesylierung des Cysteinrests eingehen, der sich
in einem Carboxyl-terminalen Tetrapeptid befindet.
-
Inhibitoren
des Enzyms, das diese Modifikation katalysiert, Farnesylproteintransferase,
sind daher als Antikrebsmittel für
Tumoren vorgeschlagen worden, in denen Ras zur Transformation beiträgt. Mutierte,
onkogene Formen von ras finden sich oft in vielen menschlichen Krebsen,
insbesondere in mehr als 50 % der Colon- und Pankreascarcinome (Kohl
et al., Science, Vol. 260, 1834 bis 1837, 1993).
-
In
Anbetracht des momentanen Interesses an Inhibitoren von Farnesylproteintransferase
wären Verbindungen,
die zur Inhibierung von Farnesylproteintransferase brauchbar sind,
ein willkommener Beitrag zum Stand der Technik. Diese Erfindung
liefert einen solchen Beitrag.
-
Zusammenfassung
der Erfindung
-
Bislang
ist noch nicht über
die Inhibierung von Farnesylproteintransferase durch tricyclische
Verbindungen dieser Erfindung berichtet worden. Diese Erfindung
liefert somit ein Verfahren zum Inhibieren von Farnesylproteintransferase
unter Verwendung der erfindungsgemäßen tricyclischen Verbindungen,
die (i) in potenter Weise in vitro Farnesylproteintransferase, jedoch
nicht Geranylgeranylproteintransferase I inhibieren; (ii) die phänotypische
Veränderung
blockieren, die durch eine Form von transformierender Ras induziert
wird, die ein Farnesylakzeptor ist, jedoch nicht durch eine Form
von transformierender Ras, die gentechnisch verändert worden ist, so dass sie
ein Geranylgeranylakzeptor ist; (iii) die intrazelluläre Verarbeitung
von Ras blockieren, die ein Farnesylakzeptor ist, jedoch nicht von
Ras, die gentechnisch verändert
worden ist, so dass sie ein Geranylgeranylakzeptor ist; und (iv)
abnormales Zellwachstum in Kultur blockieren, das durch transformierende Ras
hervorgerufen worden ist. Es ist in Tiermodellen ge zeigt worden,
dass mehrere erfindungsgemäße Verbindungen
Antitumoraktivität
besitzen.
-
Diese
Erfindung liefert ein Verfahren zum Inhibieren des abnormalen Wachstums
von Zellen einschließlich
transformierter Zellen durch Verabreichen einer wirksamen Menge
einer erfindungsgemäßen Verbindung.
Abnormales Wachstum von Zellen bezieht sich auf Zellwachstum, das
von normalen Regulierungsmechanismen unabhängig ist (z. B. Verlust der
Kontaktinhibierung). Hierzu gehört
das abnormale Wachstum von: (1) Tumorzellen (Tumoren), die ein aktiviertes
Ras-Onkogen exprimieren; (2) Tumorzellen, bei denen das Ras-Protein
infolge von onkogener Mutation in einem anderen Gen aktiviert worden
ist, und (c) gutartigen und bösartigen
Zellen anderer proliferierender Erkrankungen, in denen irrtümliche Ras-Aktivierung
erfolgt.
-
In
den beanspruchten Verfahren brauchbare Verbindungen werden durch
Formel 1.0 wiedergegeben:
oder ein pharmazeutisch annehmbares
Salz oder Solvat davon, worin
R
1 und
R
4 H sind und R
2 und
R
3 Halogen ausgewählt aus Chlor und Brom sind;
oder R
1 H ist und R
2,
R
3 und R
4 Halogen
ausgewählt
aus Chlor und Brom sind;
R
5 und R
6 (y = 0) oder R
5 ,
R
6 und R
7 (y = 1)
jeweils unabhängig
für H,
-CF
3, -COR
10, Alkyl
oder Aryl stehen, wobei das Alkyl oder Aryl gegebenenfalls mit -OR
10, -SR
10 -S(O)
tR
11, -NR
10COOR
11, (R
10)
2, -NO
2, -COR
10 -OCOR
10, -OCO
2R
11, -CO
2R
10, OPO
3R
10 substituiert ist, oder einer von R
5, R
6 und R
7 in Kombination mit R
40 wie nachfolgend
definiert -(CH
2)r- wiedergeben kann, wobei
r 1 bis 4 ist, und mit C
1-C
6-Alkyl,
C
1-C
6-Alkoxy, -CF
3 oder Aryl substituiert sein kann, oder
R
5 mit R
6 oder R
7 kombiniert ist, um =O oder =S wiederzugeben;
R
10 unabhängig
für H,
Alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, Heteroaryl, Aryl, Aralkyl oder
-NR
40R
42 steht;
R
11 für
Alkyl oder Aryl steht;
R
40 und R
42 unabhängig
für H,
Aryl, Alkyl, Aralkyl, Heteroaryl, Heteroarylalkyl, Heterocycloalkyl,
Heterocycloalkylalkyl, Heteroalkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl,
Alkenyl und Alkinyl stehen; y 0 (Null) oder 1 ist; und worin
Alkyl
(einschließlich
der Alkylanteile von Alkoxy, Alkylamino und Dialkylamino) für geradkettige
und verzweigte Kohlenstoffketten steht und ein bis zwanzig Kohlenstoffatome
enthält,
wobei die Alkylgruppe gegebenenfalls und unabhängig mit einem, zwei, drei
oder mehr optionalen Substituenten substituiert sein kann;
Alkenyl
für geradkettige
und verzweigte Kohlenstoffketten mit mindestens einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
steht und 2 bis 12 Kohlenstoffatome enthält, wobei die Alkenylgruppe
gegebenenfalls und unabhängig
mit einem, zwei, drei oder mehr optionalen Substituenten substituiert
sein kann;
Alkinyl für
geradkettige und verzweigte Kohlenstoffketten mit mindestens einer
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Dreibindung steht und 2 bis 12 Kohlenstoffatome
enthält,
wobei die Alkinylgruppe gegebenenfalls und unabhängig mit einem, zwei, drei
oder mehr optionalen Substituenten substituiert sein kann;
Aryl
(einschließlich
des Arylanteils von Aralkyl) für
eine carbocyclische Gruppe steht, die 6 bis 15 Kohlenstoffatome
enthält
und mindestens einen aromatischen Ring aufweist, wobei die Arylgruppe
gegebenenfalls mit Aryl-, Cycloalkyl-, Heteroaryl- oder Heterocycloalkylringen
kondensiert sein kann, und wobei irgendwelche der verfügbaren substituierbaren
Kohlenstoff- und Stickstoffatome in der Arylgruppe und/oder dem
kondensierten Ring bzw. den kondensierten Ringen gegebenenfalls
und unabhängig
mit einem, zwei, drei oder mehr optionalen Substituenten substituiert
sein kann bzw. können;
Aralkyl
für eine
Alkylgruppe wie oben definiert steht, bei der ein oder mehrere Wasserstoffatome
der Alkyleinheit durch eine oder mehrere Arylgruppen substituiert
worden sind, wobei die Aralkylgruppe gegebenenfalls und unabhängig mit
einem, zwei, drei oder mehr optionalen Substituenten substituiert
sein kann;
Cycloalkyl für
gesättigte
carbocyclische, verzweigte oder unverzweigte Ringe mit 3 bis 20
Kohlenstoffatomen steht, bei der die Cycloalkylgruppe gegebenenfalls
und unabhängig
mit einem, zwei, drei oder mehr optionalen Substituenten substituiert
sein kann;
Cycloalkylalkyl für eine Alkylgruppe wie oben
definiert steht, bei der ein oder mehrere Wasserstoffatome der Alkyleinheit
durch eine oder mehrere Cycloalkylgruppen substituiert worden sind,
wobei die Cycloalkylalkylgruppe gegebenenfalls und unabhängig mit
einem, zwei, drei oder mehr optionalen Substituenten substituiert sein
kann;
Heteroaryl für
cyclische Gruppen mit mindestens einem Heteroatom ausgewählt aus
O, S und N steht, wobei das Hetero atom/die Heteroatome eine carbocyclische
Ringstruktur unterbricht bzw. unterbrechen, und mit einer ausreichenden
Anzahl delokalisierter Π-Elektronen,
um aromatischen Charakter zu liefern, wobei die aromatischen heterocyclischen
Gruppen 2 bis 14 Kohlenstoffatome enthalten, wobei die Heteroarylgruppe
gegebenenfalls an einen oder mehrere Aryl-, Cycloalkyl-, Heteroaryl-
oder Heterocycloalkylringe kondensiert sein kann; und wobei irgendwelche
der verfügbaren
Kohlenstoff- oder Stickstoffatome in der Heteroarylgruppe und/oder
dem kondensierten Ring bzw. den kondensierten Ringen gegebenenfalls
und unabhängig
mit einem, zwei, drei oder mehr optionalen Substituenten substituiert
sein können;
Heteroalkylalkyl
für eine
Alkylgruppe wie oben definiert steht, bei der ein oder mehrere Wasserstoffatome durch
eine oder mehrere Heteroarylgruppen substituiert worden sind, wobei
die Heteroarylgruppe gegebenenfalls und unabhängig mit einem, zwei, drei
oder mehr optionalen Substituenten substituiert sein kann;
Heterocycloalkyl
für einen
gesättigten,
verzweigten oder unverzweigten carbocyclischen Ring steht, der 3
bis 15 Kohlenstoffatome enthält,
wobei der carbocyclische Ring durch 1 bis 3 Heteroatome ausgewählt aus
-O-, -S- und -N- unterbrochen ist, wobei der Ring gegebenenfalls
ein oder zwei ungesättigte
Bindungen enthalten kann, die dem Ring keinen aromatischen Charakter
verleihen, und wobei irgendwelche der verfügbaren substituierbaren Kohlenstoff-
und Stickstoffatome in dem Ring gegebenenfalls und unabhängig mit
einem, zwei, drei oder mehr optionalen Substituenten substituiert
sein können;
und
"optionale
Substituenten" ausgewählt sind
aus Halogen, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Amino, Alkylamino, Cyano, -CF
3, Dialkylamino, Hydroxy, Oxy, Phenoxy, -OCF
3, Heterocycloalkyl, -SO
2NH
2, -NHSO
2R
10, -SO
2NHR
10, SO
2R
10 -SOR
10, -SR
10, -NHSO
2, -NO
2-CONR
10, -NCOR
10, oder
-COOR
10.
-
In
den Verbindungen der Formel (1.0) ist R2 vorzugsweise
Br und R3 ist Cl. Zu diesen Verbindungen gehören Verbindungen,
worin R2 in der 3-Position und R3 in der 8-Position vorliegt, z. B. 3-Br
und 8-Cl.
-
Zu
Verbindungen der Formel (1.0) gehören vorzugsweise Verbindungen,
bei denen R2 in der 3-Position ist, R3 in
der 7-Position ist
und R4 in der 8-Position ist, z. B. 3-Br,
7-Br, 8-Cl. Es sind
auch Verbindungen eingeschlossen, bei denen R2 in
der 3-Position, R3 in der 8-Position und
R4 in der 10-Position ist, z. B. 3-Br, 8-Cl
und 10-Br.
-
Vorzugsweise
ist einer von R40 und R42 H.
Es ist auch bevorzugt, dass R40 H ist und
R42 3-Pyridylmethyl ist.
-
In
einer anderen Ausführungsform
betrifft die vorliegende Erfindung eine pharmazeutische Zusammensetzung
zum Inhibieren des abnormalen Wachstums von Zellen, die eine wirksame
Menge Verbindung (1.0) in Kombination mit einem pharmazeutisch annehmbaren
Träger
enthält.
-
In
einer anderen Ausführungsform
betrifft die vorliegende Erfindung Verbindungen der Formel (1.0) zum
Inhibieren des abnormalen Wachstums von Zellen einschließlich transformierter
Zellen, bei dem einem Säuger
(z. B. einem Menschen), der einer solchen Behandlung bedarf, eine
wirksame Menge von Verbindung (1.0) verabreicht wird. Abnormales
Wachstum von Zellen bezieht sich auf Zellwachstum, das von normalen
Regulierungsmechanismen unabhängig
ist (z. B. Verlust der Kontaktinhibierung). Hierzu gehört das abnormale Wachstum
von: (1) Tumorzellen (Tumoren), die ein aktiviertes Ras-Onkogen
exprimieren; (2) Tumorzellen, bei denen das Ras-Protein infolge
von onkogener Mutation in einem anderen Gen aktiviert worden ist,
und (3) gut artigen und bösartigen
Zellen anderer proliferierender Erkrankungen, in denen irrtümliche Ras-Aktivierung
erfolgt, und (4) gutartigen oder bösartigen Zellen, die durch
andere Mechanismen als das Ras-Protein aktiviert werden. Ohne sich
auf eine Theorie festlegen zu wollen, wird angenommen, dass diese
Verbindungen durch die Inhibierung der G-Proteinfunktion, wie ras
p21, indem die G-Protein-Isoprenylierung blockiert wird, wodurch
sie zur Behandlung von proliferierender Erkrankung wie Tumorwachstum
und Krebs brauchbar sind, oder durch Inhibierung von ras-Farnesylproteintransferase
wirken können,
wodurch sie wegen ihrer antiproliferierenden Aktivität gegen
rastransformierte Zellen brauchbar sind.
-
Die
zu inhibierenden Zellen können
Tumorzellen sein, die ein aktiviertes ras-Onkogen exprimieren. Die Typen
von Zellen, die inhibiert werden können, schließen beispielsweise
Pankreastumorzellen, Lungenkrebszellen, myeloide Leukämietumorzellen,
Schilddrüsenfollikeltumorzellen,
myelodysplastische Tumorzellen, epidermale Carcinomtumorzellen,
Blasencarcinomtumorzellen oder Colontumorzellen ein. Die Inhibierung
des abnormalen Wachstums von Zellen durch die Behandlung mit Verbindung
(1.0) kann durch Inhibierung von ras-Farnesylproteintransferase
sein. Die Inhibierung kann von Tumorzellen sein, bei denen das Ras-Protein infolge
von onkogener Mutation in anderen Genen als dem Ras-Gen aktiviert
ist.
-
Alternativ
können
Verbindungen (1.0) Tumorzellen Inhibieren, die durch ein anderes
Protein als das Ras-Protein aktiviert werden.
-
Verbindungen
der Formel (1.0) können
zum Inhibieren von Tumorwachstum verwendet werden, indem eine wirksame
Menge Verbindung (1.0) an einen Säuger (z. B. einen Menschen)
verabreicht wird, der dieser Behandlung bedarf. Dies liefert ein
Verfahren zum Inhibieren des Wachstums von Tumoren, die ein aktiviertes Ras-Onkogen
exprimieren, durch Verabreichen einer wirksamen Menge der oben beschriebenen
Verbindungen. Zu Beispielen für
Tumoren, die inhibiert werden können,
gehören
Lungenkrebs (z. B. Lungenadenocarcinom), Pankreaskrebse (z. B. Pankreascarcinom,
wie beispielsweise exokrines Pankreascarcinom), Colonkrebse (z.
B. colonrektale Carcinome wie beispielsweise Colonadenocarcinom
und Colonadenom), myeloide Leukämien
(beispielsweise akute myelogene Leukämie (AML), Schilddrüsenfollikelkrebs,
myelodysplastisches Syndrom (MDS), Blasencarcinom und Epidermalcarcinom,
jedoch nicht darauf begrenzt.
-
Es
wird angenommen, dass die erfindungsgemäßen Verbindungen sowohl gutartige
als auch bösartige
proliferierende Erkrankungen inhibieren, in denen Ras-Proteine infolge
von onkogener Mutation in anderen Genen irrtümlich aktiviert worden sind,
d. h. das Ras-Gen selbst wird nicht durch Mutation zu einer onkogenen Form
aktiviert, wobei die Inhibierung durch die Verabreichung einer wirksamen
Menge der hier beschriebenen Carbonylpiperazinyl- und Piperidinylverbindungen
(1.0) an einen Säuger
(z. B. einen Menschen) erfolgt, der dieser Behandlung bedarf. Die
gutartige proliferierende Störung
Neurofibromatose oder Tumoren, in denen Ras infolge von Mutation
oder Überexprimierung
von Tyrosinkinaseonkogenen (z. B. neu, src, abl, lck, and fyn) aktiviert
worden ist, kann beispielsweise durch die hier beschriebenen Carbonylpiperazinyl-
und Piperidinylverbindungen (1.0) inhibiert werden.
-
In
einer anderen Ausführungsform
können
die Verbindungen der Formel (1.0) zum Inhibieren von ras-Farnesylproteintransferase
und der Farnesylierung des Onkogenproteins Ras verwendet werden,
indem Säugern,
insbesondere Menschen, eine wirksame Menge der Verbindung (1.0)
verabreicht wird. Die Verabreichung der erfindungsgemäßen Verbindungen
an Patienten, um Far nesylproteintransferase zu inhibieren, ist zur
Behandlung der oben beschriebenen Krebsarten nützlich.
-
Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
-
Die
folgenden Lösungsmittel
und Reagenzien werden hier durch die angegebenen Abkürzungen
bezeichnet:
- Tetrahydrofuran (THF);
- Ethanol (EtOH);
- Methanol (MeOH);
- Ethylacetat (EtOAc);
- N,N-Dimethylformamid (DMF);
- Trifluoressigsäure
(TFA);
- 1-Hydroxybenzotriazol (HOBT);
- 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid (DEC);
- Dimethylsulfoxid (DMSO);
- Essigsäure
(HOAc oder AcOH);
- 4-Methylmorpholin (NMM);
- Dimethylaminopyridin (DMAP) und
- Dimethoxyethan (DME);
- t-Butoxycarbonyl (BOC);
- Acetyl (OAc).
-
Die
folgenden Begriffe werden hier wie nachfolgend definiert verwendet,
wenn nicht anders angegeben:
zeigen
ein reines Isomer;
–––– - zeigt,
wenn es an ein Kohlenstoffatom gebunden ist, das mit einem Stern
(*) markiert ist, ein abgetrenntes Isomer, dessen Stereochemie nicht
bekannt ist;
-
zeigt eine racemische Mischung;
M
+ steht
für das
Molekülion
des Moleküls
in dem Massenspektrum;
MH
+ – steht
für das
Molekülion
plus Wasserstoff des Moleküls
in dem Massenspektrum;
PMR oder NMR steht für Protonenmagnetresonanzspektroskopie
oder Kernmagnetresonanzspektroskopie, wobei diese Begriffe austauschbar
sind.
Bu – steht
für Butyl;
Et – steht
für Ethyl;
Me – steht
für Methyl;
Ph – steht
für Phenyl;
Benzotriazol-1-yloxy
steht für:
1-Methyltetrazol-5-ylthio
steht für;
Acyl – steht
für eine
Einheit mit der Formel -COR
15, wobei R
15 für
H, C
1-C
6-Alkyl,
Aryl, Aralkyl, Heteroalkyl, Heteroaryl, Heteroarylalkyl, Heterocycloalkyl
und Heterocycloalkylalkyl steht;
Alkyl (einschließlich der
Alkylanteile von Alkoxy, Alkylamino und Dialkylamino) – steht
für geradkettige
und verzweig te Kohlenstoffketten und enthält ein bis zwanzig Kohlenstoffatome,
vorzugsweise ein bis sechs Kohlenstoffatome (d. h. C
1-C
6-Alkyl), beispielsweise Methyl, Ethyl, Propyl,
Isopropyl, n-Butyl, t-Butyl, n-Pentyl, Isopentyl, Hexyl und dergleichen,
wobei das Alkyl und die C
1-C
6-Alkylgruppe
optional und unabhängig
mit einem, zwei, drei oder mehr der folgenden substituiert sein
können:
Halogen, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Amino (-NH
2),
Alkylamino, Cyano, -CF
3, Dialkylamino, Hydroxy,
Oxy (=O), Phenoxy, -OCF
3, Heterocycloalkyl,
-SO
2NH
2, -NHSO
2R
10, -SO
2NHR
10, SO
2R
10, -SOR
10, -SR
10, -NHSO
2, -NO
2, -NCOR
10 oder -COOR
10.
-
Alkoxy – eine Alkyleinheit
mit einem bis 20 Kohlenstoffatomen ist, die kovalent über ein
Sauerstoffatom an ein benachbartes Strukturelement gebunden ist,
beispielsweise Methoxy, Ethoxy, Propoxy, Butoxy, Pentoxy, Hexoxy
und dergleichen, wobei die Alkoxygruppe gegebenenfalls und unabhängig mit
einem, zwei, drei oder mehr der folgenden substituiert sein kann:
Halogen, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Amino, Alkylamino, Cyano, -CF3, Dialkylamino, Hydroxy, Oxy, Phenoxy, -OCF3, Heterocycloalkyl, -SO2NH2, -NHSO2R10, -SO2NHR10, -SO2R10, -SOR10, -SR10, -NHSO2, -NO2, -CONR10, -NCOR10 oder -COOR10.
-
Alkoxycarbonyl – steht
für eine
Alkoxyeinheit wie oben definiert, die kovalent über ein Sauerstoffatom an eine
Carbonyleinheit (-CO-) gebunden ist, beispielsweise -COOCH3, -COOCH2 CH3 und -COOC(CH3)3;
Alkenyl – steht für geradkettige und verzweigte
Kohlenstoffketten mit mindestens einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung,
die 2 bis 12 Kohlenstoffatome, vorzugsweise 2 bis 6 Kohlenstoffatome
und am meisten bevorzugt 3 bis 6 Kohlenstoffatome enthalten; wobei
die Alkylengruppe gegebenenfalls und unabhängig mit einem, zwei, drei
oder mehr der folgenden substituiert sein kann: Halogen, Alkyl,
Aryl, Alkoxy, Amino, Alkylamino, Cyano, -CF3,
Dialkylamino, Hydroxy, Oxy, Phenoxy, -OCF3,
Heterocycloalkyl, -SO2NH2,
-NHSO2R10, -SO2NHR10, -SO2R10, -SOR10, -SR10, -NHSO2, -NO2, -CONR10, -NCOR10 oder
-COOR10.
-
Alkinyl – steht
für geradkettige
und verzweigte Kohlenstoffketten mit mindestens einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Dreibindung und enthält 2 bis
12 Kohlenstoffatome, vorzugsweise 2 bis 6 Kohlenstoffatome, wobei
die Alkinylgruppe gegebenenfalls und unabhängig mit einem, zwei, drei
oder mehr der folgenden substituiert sein kann: Halogen, Alkyl,
Aryl, Alkoxy, Amino, Alkylamino, Cyano, -CF3,
Dialkylamino, Hydroxy, Oxy, Phenoxy, -OCF3,
Heterocycloalkyl, -SO2NH2,
-NHSO2R10 -SO2NHR10, -SO2R10, -SR10, -NHSO2, -NO2, -CONR10, -NCOR10, oder -COOR10.
-
Aminosäure – bezieht
sich auf organische Verbindungen mit sowohl einer Aminogruppe (-NH2) als auch einer Carbonylgruppe (-COOH).
Zu repräsentativen
Aminosäuren
gehören
Glycin, Serin, Alanin, Phenylalanin, Tyrosin, S-Methylmethionin
und Histidin;
Aryl (einschließlich des Arylanteils von Aralkyl) – steht
für eine
carbocyclische Gruppe, die 6 bis 15 Kohlenstoffatome enthält und mindestens
einen aromatischen Ring (Aryl ist z. B. Phenyl) aufweist, wobei
die Arylgruppe gegebenenfalls mit Aryl-, Cycloalkyl-, Heteroaryl-
oder Heterocycloalkylringen kondensiert sein kann, und wobei irgendwelche
der verfügbaren
substituierbaren Kohlenstoff- und Stickstoffatome in der Arylgruppe und/oder
dem kondensierten Ring bzw. den kondensierten Ringen gegebenenfalls
und unabhängig
mit einem, zwei, drei oder mehr der folgenden substituiert sein
können:
Halogen, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Amino, Alkylamino, Cyano, -CF3, Dialkylamino, Hydroxy, Oxy, Phenoxy, -OCF3, Heterocycloalkyl, -SO2NH2, -NHSO2R10, -SO2R10, -SOR10, -SR10, -NHSO2, -NO2, -CONR10, -NCOR10 oder -COOR10.
-
Aralkyl – steht
für eine
Alkylgruppe wie oben definiert, bei der ein oder mehrere Wasserstoffatome
der Alkyleinheit durch eine oder mehrere Arylgruppen substituiert
worden sind, wobei die Aralkylgruppe gegebenenfalls und unabhängig mit
einem, zwei, drei oder mehr der folgenden substituiert sein kann:
Halogen, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Amino, Alkylamino, Cyano, -CF3, Dialkylamino, Hydroxy, Oxy, Phenoxy, -OCF3, Heterocy-Cloalkyl, -SO2NH2, -NHSO2R10, -SO2NHR10, -SO2R10, -SOR10, -SR10, -NHSO2, -NO2, -CONR10, -NCOR10 oder -COOR10. Zu
repräsentativen
Aralkylgruppen gehören
Benzyl und Diphenylmethyl.
-
Aralkyloxy – steht
für eine
Aralkylgruppe wie oben definiert, die kovalent über ein Sauerstoffatom an ein
benachbartes Strukturelement gebunden ist, beispielsweise Phenylmethyloxy
und Phenylethyloxy;
Aralkyloxycarbonyl – steht für eine Aralkyloxygruppe wie
oben definiert, die kovalent über
ein Sauerstoffatom an eine Carbonyleinheit (-CO-) gebunden ist,
beispielsweise -COOCH2C6H5 und -COOCH2CH2C6H5;
Carboxamido – steht
für eine
Einheit mit der Formel -CONH2 oder -CONR40R42
Cycloalkyl
steht für
verzweigte oder nicht-verzweigte, gesättigte, carbocyclische Ringe
mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 3 bis 7 Kohlenstoffatomen,
wobei die Cycloalkylgruppe gegebenenfalls und unabhängig mit
einem, zwei, drei oder mehr der folgenden substituiert sein kann:
Halogen, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Amino, Alkylamino, Cyano, -CF3, Dialkylamino, Hydroxy, Oxy, Phenoxy, -OCF3, Heterocycloalkyl, -SO2NH2, -NHSO2R10, -SO2NHR10, SO2R10,
-SOR10, -SR10, -NHSO2, -NO2, -CONR10, -NCOR10 oder
-COOR10.
-
Cycloalkylalkyl – steht
für eine
Alkylgruppe wie oben definiert, bei der ein oder mehrere Wasserstoffatome
der Alkyleinheit durch eine oder mehrere Cycloalkylgruppen substituiert
worden sind, wobei die Cycloalkylalkylgruppe gegebenenfalls und
unabhängig
mit einem, zwei, drei oder mehr der folgenden substituiert sein kann:
Halogen, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Amino, Alkylamino, Cyano, -CF3, Dialkylamino, Hydroxy, Oxy, Phenoxy, -OCF3, Heterocycloalkyl, -SO2NH2, -NHSO2R10, -SO2NHR10, -SO2R10, -SOR10, -SR10, -NHSO2, -NO2, -CONR10, -NCOR10 oder -COOR10.
-
Halogen – steht
für Fluor,
Chlor, Brom und Iod;
Heteroalkyl – steht für geradkettige und verzweigte
Kohlenstoffketten, die ein bis zwanzig Kohlenstoffatome, vorzugsweise
ein bis sechs Kohlenstoffatome, unterbrochen durch 1 bis 3 Heteroatome
ausgewählt
aus -O-, -S- und -N- enthalten, wobei irgendwelche der verfügbaren substituierbaren
Kohlenstoff- und Stickstoffatome in der Heteroalkylkette gegebenenfalls
und unabhängig
mit einem, zwei, drei oder mehr der folgenden substituiert sein
können:
Halogen, C1-C6-Alkyl,
Aryl, Cyano, Hydroxy, Alkoxy, Oxy, Phenoxy, -CF3,
-OCF3, Amino, Alkylamino, Dialkylamino,
Heterocycloalkyl, -SO2NH2,
-NHSO2R10, -SO2NHR10, -SO2R10, -SOR10, -SR10 oder -NHSO2, -NO2, -CONR10, -NCOR10 oder
-COOR10.
-
Heteroaryl – steht
für cyclische
Gruppen mit mindestens einem Heteroatom ausgewählt aus O, S und N , wobei
das Heteroatom/die Heteroatome eine carbocyclische Ringstruktur
unterbricht bzw. unterbrechen, und die eine ausreichende Anzahl
delokalisierter Π-Elektronen
aufweisen, um aromatischen Charakter zu liefern, wobei die aromatischen
heterocyclischen Gruppen 2 bis 14 Kohlenstoffatome enthalten, wobei
die Heteroarylgruppe gegebenenfalls an einen oder mehrere Aryl-,
Cycloalkyl-, Heteroaryl- oder Heterocycloalkylringen kondensiert
sein kann; und wobei irgendwelche der verfügbaren Kohlenstoffoder Stickstoffatome
in der Heteroarylgruppe und/oder dem kondensierten Ring bzw. den
kondensierten Ringen gegebenenfalls und unabhängig mit einem, zwei, drei
oder mehr optionalen Substituenten substituiert sein können: Halogen,
C1-C6-Alkyl, Aryl,
Cyano, Hydroxy, Alkoxy, Oxy, Phenoxy, -CF3,
-OCF3, Amino, Alkylamino, Dialkylamino,
Heterocycloalkyl, -SO2NH2,
-NHSO2R10, -SO2NHR10, -SO2R10, -SOR10, -SR10 oder -NHSO2, -NO2, -CONR10, -NCOR10 oder -COOR10. Zu repräsentativen Heteroarylgruppen
können
beispielsweise Furanyl, Imidazoyl, Pyrimidinyl, Triazolyl, 2-, 3-
oder 4-Pyridyl oder 2-, 3- oder 4-Pyridyl-N-oxid gehören, wobei
Pyridyl-N-Oxid wiedergegeben werden kann als:
-
-
Heteroarylalkyl – steht
für eine
Alkylgruppe wie oben definiert, bei der ein oder mehrere Wasserstoffatome
durch eine oder mehrere Heteroarylgruppen substituiert worden sind,
wobei die Heteroarylalkylgruppe gegebenenfalls und unabhängig mit
einem, zwei, drei oder mehr der folgenden substituiert sein kann:
Halogen, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Amino, Alkylamino, Cyano, -CF3, Dialkylamino, Hydroxy, Oxy, Phenoxy, -OCF3, Heterocycloalkyl, -SO2NH2, -NHSO2R10, -SO2NHR10, -SO2R10, -SOR10, -SR10, -NHSO2, -NO2, -CONR10, -NCOR10 oder -COOR10,
wie durch 2-, 3- oder
4-Pyridylmethyl oder 2-, 3- oder 4-Pyridylmethyl-N-oxid veranschaulicht
wird.
-
Heterocycloalkyl – steht
für einen
gesättigten,
verzweigten oder unverzweigten carbocyclischen Ring, der 3 bis 15
Kohlenstoffatome, vorzugsweise 4 bis 6 Kohlenstoffatome enthält, wobei
der carbocyclische Ring durch 1 bis 3 Heteroatome ausgewählt aus
-O-, -S- und -N- unterbrochen ist, wobei der Ring gegebenenfalls ein
oder zwei ungesättigte
Bindungen enthalten kann, die dem Ring keinen aromatischen Charakter
verleihen, und wobei irgendwelche der verfügbaren substituierbaren Kohlenstoff-
und Stickstoffatome in dem Ring gegebenenfalls und unabhängig mit
einem, zwei, drei oder mehr der folgenden substituiert sein können: Halogen, Alkyl,
Aryl, Alkoxy, Amino, Alkylamino, Cyano, -CF3,
Dialkylamino, Hydroxy, Oxy, Phenoxy, -OCF3,
Heterocycloalkyl, -SO2NH2,
-NHSO2R10, -SO2NHR10, -SO2R10, -SOR10, -SR10, -NHSO2, -NO2, -CONR10, -NCOR10 oder -COOR10.
-
Zu
repräsentativen
Heterocycloalkylgruppen können
2- oder 3-Tetrahydrofuranyl, 2- oder 3-Tetrahydrothienyl, 1-, 2-,
3-oder 4-Piperidinyl,
2- oder 3-Pyrrolidinyl, 1-, 2- oder 3-Piperizinyl, 2- oder 4-Dioxanyl,
worin t 0, 1 oder 2 ist;
Morpholinyl gehören.
-
Heterocycloalkylalkyl – steht
für eine
Alkylgruppe wie oben definiert, worin ein oder mehrere Wasserstoffatome
durch eine oder mehrere Heterocycloalkylgruppen ersetzt worden sind,
wobei der Ring gegebenenfalls eine oder zwei ungesättigte Bindungen
enthalten kann, die dem Ring keinen aromatischen Charakter verleihen,
und wobei die Heterocycloalkylalkylgruppe gegebenenfalls und unabhängig mit
einem, zwei, drei oder mehr der folgenden substituiert sein kann:
Halogen, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Amino, Alkylamino, Cyano, -CF3, Dialkylamino, Hydroxy, Oxy, Phenoxy, -OCF3, Heterocycloalkyl, -SO2NH2, -NHSO2R10, -SO2NHR10, -SO2R10, -SOR10, -SR10, -NHSO2, -NO2, -CONR10, -NCOR10 oder -COOR10.
-
Imido – steht
für eine
Einheit mit der Formel
worin R
50 für H, Cyano,
Aryl, -SO
2NH
2, -SO
2NR
40R
42 und
Carboxyamido steht und R
51 für Aryl und
Aryloxy steht. Zu repräsentativen
Imidogruppen gehören
beispielsweise:
-
-
Imidamido – steht
für eine
Einheit mit der Formel
worin R
55 für H,Cyano,
-SO
2NH
2, -SO
2NR
40R
42,
Carboxamido, Hydroxy und Alkoxy steht. Zu repräsentativen Imidamidogruppen
gehören
beispielsweise:
-
-
N-Glycosyl – steht
für ein
Pyranosyl- oder Furanosylmonosaccharid. Zu repräsentativen N-Glycosylgruppen
gehören
(N->1)-Tetra-O-acetyl-D-glucosyl,
(N->1)-Tetra-O-acetyl-D-galactosyl
und (N->1)-Tri-O-acetyl-D-ribosyl,
z. B.
1-Amino-2-nitroethenyl
steht für
die Formel: -C(NHCH
3)=CHNO
2;
Dialkylphosphinyl – steht
für eine
Phosphin- (-PO)-Einheit, die kovalent an zwei Alkylgruppen gebunden
ist. Eine repräsentative
Dialkylphosphinylgruppe ist -PO(CH
3)
2-.
-
Sulfamoyl – steht
für eine
Einheit mit der Formel -SO2R60,
worin R60 für Amino, Alkylamino und Dialkylamino
steht. Repräsentative
Sulfamoylgruppen können
beispielsweise -SO2NH2,
-SO2NHCH3, -SO2N(CH3)2 einschließen.
-
Sulfonyl – steht
für eine
Einheit mit der Formel -SO2R60,
worin R60 für Alkyl,- Aryl und Arylalkyl
steht. Repräsentative
Sulfonylgruppen können
beispielsweise -SO2CH3,
-SO2C6H5,
-SO2C6H4CH3 und -SO2CH2C6H5 einschließen.
-
Bezugnahme
auf die Position der Substituenten R1, R2, R3 und R4 bezieht sich auf die nummerierte Ringstruktur:
-
-
Bestimmte
erfindungsgemäße Verbindungen
können
in unterschiedlichen stereoisomeren Formen vorliegen (z. B. Enantiomere
und Diastereoisomere). Die Erfindung beinhaltet alle derartigen
Stereoisomere sowohl in reiner Form als auch gemischt einschließlich racemischer
Mischungen. Das Kohlenstoffatom an der C-11-Position kann beispielsweise
in der S- oder R-Stereokonfiguration vorliegen. Das Kohlenstoffatom
in den C-2- und C-3-Positionen des Pyrrolidins (y = 1) oder an der
C-2- Position der
Azetidineinheit (y = 0), gebunden an C-11, kann auch in der S- oder
R-Stereokonfiguration vorliegen.
-
Bestimmte
tricyclische Verbindungen sind auch von saurer Beschaffenheit, z.
B. jene Verbindungen, die eine Carboxylgruppe oder phenolische Hydroxylgruppe
besitzen. Diese Verbindungen können
pharmazeutisch annehmbare Salze bilden. Beispiele für solche
Salze können
Natrium-, Kalium-, Calcium-, Aluminium-, Gold- und Silbersalze einschließen. Auch
Salze mit pharmazeutisch annehmbaren Aminen kommen in Frage, wie
mit Ammoniak, Alkylaminen, Hydroxyalkylaminen, N-Methylglucamin
und dergleichen.
-
Bestimmte
basische tricyclische Verbindungen bilden auch pharmazeutisch annehmbare
Salze, z. B. Säureadditionssalze.
Die Pyridostickstoffatome können
beispielsweise Salze mit starker Säure bilden, während Verbindungen
mit basischen Substituenten wie Aminogruppen auch Salze mit schwächeren Säuren bilden.
Beispiele für
geeignete Säuren
für die
Salzbildung sind Salz-, Schwefel-, Phosphor-, Essig-, Citronen-, Oxal-,
Malon-, Salicyl-, Äpfel-,
Fumar-, Bernstein-, Ascorbin-, Malein-, Methansulfonsäure und
andere Mineral- und Carbonsäuren,
die Fachleuten wohl bekannt sind. Die Salze werden hergestellt,
indem die freie Basenform mit einer ausreichenden Menge der gewünschten
Säure kontaktiert
wird, um ein Salz in der konventionellen Weise zu produzieren. Die
freien Basenformen können
regeneriert werden, indem das Salz mit einer geeigneten verdünnten wässrigen
Basenlösung
behandelt wird, wie verdünnter
wässriger
NaOH, Kaliumcarbonat, Ammoniak und Natriumbicarbonat. Die freien
Basenformen unterscheiden sich von ihren jeweiligen Salzformen etwas
in bestimmten physikalischen Eigenschaften, wie der Löslichkeit
in polaren Lösungsmitteln, die
Säure-
und Basensalze sind ansonsten jedoch für erfindungsgemäße Zwecke
ihren jeweiligen freien Basenformen äquivalent.
-
Alle
derartigen Säure-
und Basesalze sollen pharmazeutisch annehmbare Salze innerhalb des
Bereichs der Erfindung sein, und alle Säure- oder Basensalze werden
für erfindungsgemäße Zwecke
als zu den freien Formen der entsprechenden Verbindungen äquivalent
angesehen.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
nach dem folgenden Schema 1 hergestellt werden. Schema
1
wobei L für
eine Abgangsgruppe wie Halogen, vorzugsweise Chlor, oder eine Abgangsgruppe
wie O-Tosyl und O-Mesyl steht;
R
1,
R
2, R
3, R
4, R
5, R
6,
R
7, R
40, R
42 und y sind wie hier zuvor definiert.
-
In
Bezug auf Schema I können
Verbindungen der Formel (5.0) hergestellt werden, indem die Verbindungen
der Formel (3.0) mit einem Halogenierungsmittel oder einem Sulfonierungsmittel
in Gegenwart einer geeigneten Base und gegebenenfalls aproti schem
Lösungsmittel
in Mengen und unter Bedingungen umgesetzt werden, die wirksam sind,
um Verbindungen (5.0) zu ergeben. Zu geeigneten Basen gehören organische Basen
wie Pyridin und Triethylamin, oder anorganische Basen der Alkali-
und Erdalkalimetalle einschließlich Carbonaten
wie Natrium-, Lithium-, Kalium- und Cäsiumcarbonaten, Hydroxiden
wie Natrium- und Kaliumhydroxiden; Hydriden wie Natrium- oder Kaliumhydriden
und Natrium-t-butoxid, vorzugsweise Natriumhydrid. Geeignete aprotische
Lösungsmittel
schließen
Ether, DMF, DMSO, THF, DME und Mischungen davon ein, vorzugsweise
DMF. Das Halogenierungsmittel ist vorzugsweise ein Chlorierungsmittel
wie Thionylchlorid. Das Sulfonierungsmittel kann Sulfonylchlorid,
Methansulfonylchlorid oder Toluolsulfonylchlorid sein. Die Mengen des
Halogenierungsmittels oder des Sulfonierungsmittels können im
Bereich von etwa einem bis etwa 10 Mol pro Mol Verbindung (3.0)
liegen. Die Temperaturen können
im Bereich von 0° bis
50°C oder
Rückfluss
der Reaktionsmischung liegen.
-
Die
gewünschten
tricyclischen Piperidinylverbindungen von Formel (1.0) können hergestellt
werden, indem die Verbindungen der Formel (5.0) mit einer geeignet
substituierten Pyrrolidin- oder
Azetidinverbindung der Formel (7.0) in Gegenwart einer geeigneten
Base und gegebenenfalls aprotischem Lösungsmittel, wie den oben beschriebenen,
umgesetzt werden, um Verbindungen (1.0) zu ergeben. Die Mengen der
substituierten Pyrrolidinoder Azetidinverbindung der Formel (7.0)
zu Verbindung (5.0) können
im Bereich von etwa einem bis etwa 10 Mol pro Mol von Verbindung
(5.0) liegen. Die Temperaturen können
im Bereich von etwa Raumtemperatur bis etwa 80°C liegen.
-
Die
tricyclischen Verbindungen der Formel (1.0) können aus der Reaktionsmischung
unter Verwendung konventioneller Verfahren isoliert werden, wie
beispielsweise Extraktion der Reaktionsmischung aus Wasser mit organischen
Lösungsmitteln,
Ein dampfen der organischen Lösungsmittel,
gefolgt von Chromatographie an Silikagel oder anderen geeigneten
Chromatographiemedien.
-
Die
Verbindung der Formel (1.0), worin T = -CO- und Z = -NR
40R
42, worin R
40 und
R
42 wie zuvor definiert sind (d. h, ein
Amid), kann gemäß Schema
2 hergestellt werden. Schema
2
worin L für
eine Abgangsgruppe steht, vorzugsweise Chlor;
R
1,
R
2, R
3, R
4, R
5, R
6,
R
7, R
40, R
42 m und n sind wie zuvor definiert.
-
In
Bezug auf Schema 2 können
Verbindungen der Formel (8.0) hergestellt werden, indem die Verbindungen
der Formel (5.0) mit einem Piperidinylcarbonsäureester der Formel (7.5) in
Ge genwart einer Base und gegebenenfalls aprotischem Lösungsmittel
in Mengen und unter Bedingungen umgesetzt werden, die wirksam sind,
um Verbindungen (8.0) zu ergeben. Geeignete Basen und aprotische
Lösungsmittel
sind zuvor beschrieben worden. Die Mengen an Verbindung (7.5) können im
Bereich von etwa 1 bis etwa 10 Mol pro Mol von Verbindung (5.0)
liegen. Die Temperaturen können
im Bereich von etwa Raumtemperatur bis etwa 80°C liegen. Verbindung (8.0) kann
wie zuvor beschrieben isoliert werden.
-
Carbonsäureverbindungen
der Formel (8.5) können
durch Hydrolysieren von Carbonsäureester
(8.0) mit einem Überschuss
an Säure
oder Base hergestellt werden. Zu geeigneten Säuren gehören anorganische Säuren, organische
Säuren
oder Mischungen davon. Zu anorganischen Säuren gehören Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff,
Schwefelsäure,
Salpetersäure,
Phosphorsäure,
Perchlorsäure
und dergleichen. Zu organischen Säuren gehören Essig-, Zitronen-, Ameisen-,
Malein-, Wein-, Methansulfonsäure
und Arylsulfonsäuren. Geeignete
Basen, wie Natriumhydroxid oder Lithiumhydroxid in einem wässrigen
Alkohol, sind hier bereits beschrieben worden. Die Temperatur kann
im Bereich von etwa 0°C
bis etwa 100°C
liegen.
-
Die
gewünschten
Amidverbindungen der Formel (1.1) können hergestellt werden, indem
die Verbindungen der Formel (8.5) mit einem geeigneten Amin der
Formel (9.0) in Gegenwart einer Base und eines geeigneten aprotischen
Lösungsmittels
umgesetzt werden, die wirksam sind, um Amidverbindung (1.1) zu ergeben.
Geeignete Basen und aprotische Lösungsmittel
sind zuvor beschrieben worden. Die Mengen an Amin (9.0) können im
Bereich von etwa 1 bis etwa 10 Mol pro Mol Carbonsäure (8.5)
liegen. Die Temperaturen können
im Bereich von 0°C
bis 100°C
liegen. Verbindung (1.1) kann wie zuvor beschrieben isoliert werden.
-
Erfindungsgemäße Verbindungen
und präparative
Ausgangsmaterialien hierfür
werden durch die folgenden Beispiele veranschaulicht.
-
Beispiel
1 Stufe
A: 1-(3-Brom-B-chlor-6,11-dihydro-5H-benzo(5,6]cyclohepta(1,2-b]pyridin-11-yl)-N-2-pyrrolidinmethylester
-
Eine
Mischung aus 3-Brom-8,11-dichlor-6,11-dihydro-5H-benzo[5,6]cyclohepta[1,2-b]pyridin
(1,05 g, 3,06 mmol), Prolinmethylesterhydrochlorid (1,52 g, 9,18
mmol) und N-Methylmorpholin (1,85 g, 18,32 mmole) in DMF (15 mL)
wurde über
Nacht auf 85°C
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde zur Trockne eingedampft, mit
CH
2Cl
2 (100 ml)
extrahiert, mit Wasser (2 × 100
ml) gewaschen, der organische Extrakt über MgSO
4 getrocknet
und das Lösungsmittel
verdampft, um einen öligen
Rückstand
zu ergeben. Der ölige
Rückstand
wurde an einer Silikagelsäule
Flashchromatographiert, wobei mit Hexan-15 % Ethylacetat eluiert
wurde, um 0,78 g der Titelverbindung zu ergeben, ein Schaum. Partielles
NMR (CDCl
3, 200 MHz), 8,3 (s, 1H), 7,5 (d,
1H), 7-7,2 (m, 3H),
4,5 (s, 1H), 3,2 (s, 3H). Stufe
B: 1-(3-Brom-8-chlor-6,11-dihydro-5H-benzo-5H,6]cyclohepta(1,2-b]pyridin-11-yl)-N-(3-pyridinylmethyl)2-pyrrolidincarboxamid
-
Die
Titelverbindung von Beispiel 1, Stufe A (0,43 g, 9,1 mmol) und 3-Aminomethylpyridin
(0,196 g, 18,12 mmol) wurden über
Nacht auf 130°C
erhitzt. Der Rückstand
wurde an einer Silikagelsäule
chromatographiert, wobei mit CH2Cl2-3 % (CH3OH-10 konz.
NH4OH) eluiert und getrennt wurde, um die
Titelverbindungen zu ergeben
- Isomer A: 0,062
g, Massenspektrum MH+ 513 (FAB); Partielles NMR (CDCl3,
200 MHz), 8,45 (d, 1H), 8,4 (s, 1H), 8,3 (s, 1H), 7-7,4 (m, 6H),
4,68 (s, 1H), FPT IC50 = 0,059 μM
- Isomer B: 0,042 g, Massenspektrum MH+ 513;
Partielles NMR (CDCl3, 200 MHz), 8,55 (d,
1H), 8,4 (s, 1H), 8,35 (s, 1H), 6,8-7,6 (m, 6H), FPT IC50 =
0,14 μM
-
Beispiel
2 Stufe
A: 1-(3,10-Brom-8-chlor-6,11-dihydro-5H-benzo-C5,6]cyclohepta(1,2-b]pyridin-11-yl)-N-2-pyrrolidinmethylester
-
Eine
Mischung aus 3,10-Dibrom-8,11-dichlor-6,11-dihydro-5H-benzo[5,6]cyclohepta[1,2-b]pyridin
(0,5 g, 1,18 mmol), Prolinmethylesterhydrochlorid (0,59 g, 3,55
mmol) und N-Methylmorpholin (0,72 g, 7,11 mmol) in DMF (10 mL) wurde
eine Stunde auf 85°C
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde zur Trockne eingedampft, mit
CH2Cl2 (100 ml)
extrahiert und mit Wasser (2 × 100
ml) gewaschen. Der organische Extrakt wurde über MgSO4 getrocknet
und das Lösungsmittel
verdampft, wobei ein öliger
Rückstand
zurückblieb,
der an einer Silikagelsäule
Flashchromatographiert wurde, wobei mit Hexan-15 % Ethylaceteat
eluiert wurde, um 0,43 g der Titelverbindung als Schaum zu ergeben.
Partielles NMR (CDCl3, 200 MHz), 8,4 (d,
1H), 7,45 (d, 1H), 7,4 (d, 1H), 7,12 (d, 1H), 5,56 (s, 1H), 5,01
(m, 1H), 3,55 (m, 1H), 3,23 (s, 3H).
-
Stufe
B: I-(3,10-Dibrom-8-chlor-6,11-dihydro-5H-benzo(5,6]cyclohepta(1,2-b]pyridin-11-yl)-N-(3-pyridinylmethyl)-2-pyrrolidincarboxamid
-
Die
Verbindung von Beispiel 2, Stufe A (0,36 g) wurde in Ethanol (10
ml) gelöst
und mit 1 N LiOH (wässrig,
4 ml) über
Nacht auf 80°C
erwärmt.
Der pH-Wert wurde mit 1 N HCl auf 4 eingestellt, und die Lösung wurde
zur Trockne eingedampft. Das Produkt wurde in DMF (10 ml) und NMM
(0,32 ml) gelöst,
und HOBT (0,187 g), DEC (0,265 g) und 3-Aminomethylpyridin (0,16
ml) wurden zugefügt.
Die Reaktionsmischung wurde übers
Wochenende gerührt,
zur Trockne eingedampft, der Rückstand
in CH2Cl2 (100 ml)
und mit Salzlösung (2 × 100 ml)
extrahiert. Der organische Extrakt wurde über MgSO4 getrocknet,
zur Trockne eingedampft und an einer Chiralpak® AD
chiralen analytischen HPLC-Säule (Amylosetris(3,5-dimethylphenylcarbamat)
chromatographiert, die auf ein 10 μM Silikagelsubstrat aufgeschichtet
war, Warenzeichen von Chiral Technologien, Exton, Pennsylva nia,
USA)), wobei als Eluierungsmittel mit 80 % Hexan/Isopropanol (das
0,25 % Diethylamin enthielt) eluiert wurde, um die Titelverbindungen
zu ergeben: Isomer A (0,124 g) als Schaum, Massenspektrum MH+ 591 (FAB); partielles NMR (CDCl3, 400 MHz), 8,58 (d, 1H), 8,45 (s, 2H),
8,3 (s, 1H), 7,55 (s, 1H), 7,45 (m, 2H), 7,28 (m, 2H), 6,82 (s,
1H), 6,81 (t, 1H), 5,72 (s, 1H). FPT-Inhibierung: 15 % bei 0,3 μM.
-
Isomer
B: 0,165 g, Massenspektrum MH+ 591, partielles
NMR (CDCl3, 400 MHz), 8,59 (d, 1H), 8,4
(m, 2H), 7,48 (s, 1H), 7,35 (m, 1H), 7,1-7,3 (m, 3H), 6,9 (t, 1H),
5,6 (S, 1H).
-
FPT
IC50 = 0,0052 μM
-
Beispiel
3 Stufe
A: 1-(3-Brom-8-chlor-6,11-dihydro-5H-benzo(5,6]cyclohepta(1,2-b]pyridin-1l-yl)-N-2-azetidinmethylester
-
Eine
Mischung aus 3-Brom-8,11-dichlor-6,11-dihydro-5H-benzo[5,6]cyclohepta[1,2-b]pyridin
(1,05 g, 3,06 mmol), Azetidinethylesterhydrochlorid (1,52 g, 6,02
mmol) und N-Methylmorpholin (1,85 g, 18,32 mmol) in DMF (15 mL)
wurde über
Nacht auf 85°C
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde zur Trockne eingedampft, mit
CH2Cl2 (100 ml)
extrahiert und mit Wasser (2 × 100
ml) gewaschen. Der organische Extrakt wurde über MgSO4 getrocknet
und das Lösungsmittel
verdampft, um einen öligen
Rückstand
zu ergeben, der an einer Silikagelsäule Flash chromatographiert
wurde, wobei mit Hexan-15 % Ethylaceteat eluiert wurde, um 0,72
g der Titelverbindung als Schaum zu ergeben. Partielles NMR (CDCl3, 200 MHz), 8,3 (s, 1H), 7,5 (d, 1H), 7-7,2
(m, 3H), 4,5 (s, 1H), 3,2 (s, 3H).
-
Stufe
B: 1-(3-Brom-8-chlor-6,11-dihydro-5H-benzo[5,6]cyclqohepta[1,2-b]pyridin-11-yl)-N-(3-pyridinylmethyl)2-azetidincarboxamid.
-
Die
Verbindung von Beispiel 3, Stufe A (0,7 g) wurde in Ethanol (10
ml) gelöst
und mit 1 N LiOH (wässrig,
3 ml) über
Nacht auf 80°C
erwärmt.
Der pH-Wert wurde mit 1 N HCl auf 4 eingestellt, und die Lösung wurde zur
Trockne eingedampft. Das Produkt wurde in DMF (10 ml) und NMM (0,32
ml) gelöst,
und HOBT (0,187 g), DEC (0,265 g) und 3-Aminomethylpyridin (0,16
ml) wurden zugefügt.
Die Reaktionsmischung wurde über
das wochenende bei Raumtemperatur gerührt, zur Trockne eingedampft
und der Rückstand
in CH2Cl2 (100 ml)
extrahiert. Der organische Extrakt wurde mit Salzlösung (2 × 100 ml)
gewaschen, über
MgSO4 getrocknet, zur Trockne eingedampft
und das Produkt an einer Chiralpak® AD
analytischen chiralen HPLC-Säule
getrennt, wobei mit 80 % Hexan/Isopropanol (das 0,25 % Diethylamin
enthielt) eluiert wurde, um die Titelverbindungen zu ergeben:
- Isomer A (0,113 g) als Schaum, Massenspektrum
MH+ 499 (FAB); partielles NMR (CDCl3, 400 MHz), 8,58 (d, 1H), 8,45 (s, 2H),
8,3 (s, 1H), 7,55 (s, 1H), 7,45 (m, 2H), 7,28 (m, 2H), 6,82 (s,
1H), 6,81 (t, 1H), 5,72 (s, 1H). FPT-IC50:
1,05 μM.
- Isomer B: (0,148 g) als Schaum, Massenspektrum MH+ 499,
partielles NMR (CDCl3, 400 MHz), 8,59 (d,
1H), 8,4 (m, 2H), 7,48 (s, 1H), 7,35 (m, 1H), 7,1-7,3 (m, 3H), 6,9
(t, 1H), 5,6 (S, 1H).
-
FPT
Inhibierung: 17 % bei 0,1 μM
-
Herstellung der Ausgangsmaterialien
-
Ausgangsmaterialien,
die zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen brauchbar
sind, werden durch die folgenden präparativen Beispiele veranschaulicht,
die nicht als den Umfang der Offenbarung einschränkend angesehen werden sollen.
Die tricylischen Verbindungen (3.0) und substituierten Piperidinylverbindungen
(7.0), die als Ausgangsmaterialien verwendet wurden, sind in der
Technik bekannt und/oder können nach
bekannten Verfahren hergestellt werden, wie sie gelehrt werden in
US-A-5 089 496; US-A-5 151 423; US-A-4 454 143; US-A-4 355 036; PCT/US94/11390
(WO95/10514); PCT/US94/11391 (WO 95/10515); PCT/US94/11392 (WO95/10516);
Stanley R. Sandler und Wolf Kara, Organic Functional Group Preparations, 2.
Auflage, Academic Press, Inc., San Diego, California, Band 1–3, (1983);
in J. March, Advanced Organic Chemistry, Reactions & Mechanisms, and
Structure, 3. Auflage, John Wiley & Sons, New York, 1346 pp. (1985);
A. J. Boulton und A. McKillop (Herausgeber), Comprehensive Heterocyclic
Chemistry, Band 7, Four Membered Rings With One Nitrogen Atom, Pergamon
Press, Elmsford, New York, (1960-1985); A. J. Boulton und A. McKillop
(Herausgeber), Comprehensive Heterocyclic Chemistry, Band 4, Teil
3, Five Membered Rings With One Nitrogen Atom, Pergamon Press, Elmsford,
New York, (1960-1985); J. Am. Chem. Soc. 80, Seite 970 (1958); JOC
33, 3637 (1968); Tetra. Letters, Seiten 381-382 (1995); Helvetics. Chem. Acta, 59
(6), Seiten 1917-24 (1976) und J. Med. Chem , 33, 71-77 (1990).
Die Ausgangsmaterialien können
auch hergestellt werden, wie in der gleichzeitig anhängigen US-Patentanmeldung
mit dem Aktenzeichen 08/410.187, eingereicht am 24. März 1995,
der gleichzeitig anhängigen
US-Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen 08/577,951, eingereicht
am 22. Dezember 1995, und der gleichzeitig anhängigen US-Patentanmeldung mit
dem Aktenzeichen 08/615,760, eingereicht am 13. März 1996,
eingereicht werden, auf deren Offenbarungen hier Bezug genommen
wird. Alternative mechanistische Wege und analoge Strukturen innerhalb
des Schutzumfangs der Erfindung ergeben sich Fachleuten von selbst.
-
Die
Pyrrolidinverbindungen der Formel (7.0), worin T = -CO-, können beispielsweise
hergestellt werden, indem zuerst eine Pyrolverbindung hergestellt
wird, die mit der erforderlichen 2- oder 3-(CH2)nCOZ-Einheit zusammen mit jeglichen optionalen
-R5, -R6, -R7 und/oder -R8 Einheiten
wie in den oben genannten Druckschriften beschrieben substituiert
ist, und andere bekannte Technik. Die 2- oder 3-substituierte Pyrrolverbindung
kann nachfolgend unter Verwendung konventioneller Reduktionsverfahren
reduziert werden.
-
Beispiele
für pharmazeutische
Dosierungsformen Beispiel
A – Tabletten
-
Herstellungsverfahren
-
Positionen
Nr. 1 und 2 wurden in einem geeigneten Mischer 10 bis 15 Minuten
gemischt. Die Mischung wurde mit Position Nr. 3 granuliert. Die
feuchten Körner
wurden nach Bedarf durch ein grobes Sieb (z. B. 1/4'', 0,63 cm) gemahlen. Die feuchten Körner wurden
getrocknet. Die getrockneten Körner
wurden nach Bedarf gesiebt und mit Position Nr. 4 gemischt und 10
bis 15 Minuten gemischt. Position Nr. 5 wurde zugegeben und 1 bis
3 Minuten gemischt. Die Mischung wurde mit einer geeigneten Tablettiermaschine
auf geeignete Größe und geeignetes
Gewicht gepresst.
-
-
Herstellungsverfahren
-
Positionen
Nr. 1, 2 und 3 wurden in einem geeigneten Mischer 10 bis 15 Minuten
gemischt. Position Nr. 4 wurde zugegeben und 1 bis 3 Minuten gemischt.
Die Mischung wurde mittels einer geeigneten Verkapselungsmaschine
in geeignete zweiteilige Hartgelatinekapseln gefüllt.