DE697133C - ich fungizid wirkenden Pflanzenschutzmitteln - Google Patents

ich fungizid wirkenden Pflanzenschutzmitteln

Info

Publication number
DE697133C
DE697133C DE1936C0051223 DEC0051223D DE697133C DE 697133 C DE697133 C DE 697133C DE 1936C0051223 DE1936C0051223 DE 1936C0051223 DE C0051223 D DEC0051223 D DE C0051223D DE 697133 C DE697133 C DE 697133C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
copper
tar
oils
spray
oil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1936C0051223
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SCHACHT KOMM GES F
Original Assignee
SCHACHT KOMM GES F
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SCHACHT KOMM GES F filed Critical SCHACHT KOMM GES F
Priority to DE1936C0051223 priority Critical patent/DE697133C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE697133C publication Critical patent/DE697133C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N61/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing substances of unknown or undetermined composition, e.g. substances characterised only by the mode of action
    • A01N61/02Mineral oils; Tar oils; Tar; Distillates, extracts or conversion products thereof

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Insektizid und zugleich Fungizid wirkenden Pflanzenschutzmitteln Zur. Vernichtung von tierischen Schädlingen und deren Eiern an Obstbäumen werden' die sog. Obstbaumkarbolineen, die aus Teerölen durch Zusatz von Harz- und Fettseifen her= gestellt werden, mit Erfolg verwendet.
  • Zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten an Obstbäumen werden vor allem die Kupfierkalkbrühen, insbesondere die sog. Bordeleser Brühe, benutzt. Bei Verwendung von Obstbaumkarbolineum und Kupferkalkbrühe müssen beide Mittel getrennt verspritzt werden.
  • Die sog. Baumspritzmittel,kalkfeste Teerölemulsionen, haben, da sie mit den Kupferkalkbrühen mischbar sind; insofern einen Vorteil gebracht, als die Insektizide und fungizide Schädlingsbekämpfung in einem Spritzgang erfolgreich durchgeführt werden kann. -In diesem Fall hat aber der Verbraucher das Baumspritzmittel und die Chemikalien - zur Herstellung der Kupferkalkbrühegetrennt zu beziehen; @er muß sich selber eine Kupferkalkbrühe herstellen und darin das Baumspritzmittel emulgieren. Für den Gärtner und Obstzüchter bedeutet es stets eine ungewohnte und deshalb unangenehme Arbeit, die Chemikalien abzuwiegen, die Kupferkalkbrühe damit herzustellen und dann diese im richtigen Verhältnis mit dem Baumspritzmittel zu mischen. Da diese Herrichtung der Spritzbrühe ziemlich umständlich und für den Laien recht schwierig ist und schon ;geringe Abweichungen von dem. erprobten Mischiuigsverhältnis zur Schädigung der gespritzten Bäume führen können, besteht von selten der Obstzüchter das lebhafte Bedürfnis nach Pflanzenschutzmitteln auf Teerölgrundlage, die gleichzeitig die erforderliche Menge -an Kupfersalzen mit enthalten, ,so daß sie zugleich Insektizid und Fungizid wirksam sind.
  • Das einfache- Hinzufügen von Kupfersalzen zum Obstbaumkarbolineum würde nicht zum Ziel führen. Beim Zusatz von löslichen Kupfersalzen büßt das Obstbaumkarbolineum an Emulgierfähigkeit ein oder wird sogar völlig unlöslich, während beim Zusatz von unlöslichen Kupfersalzen sich diese beim Versand und in den Vorratsgefäßen allmählich absetzen, was zur Folge hat, daß der Verbraucher, wenn er nicht außerordentlich gründlich umrührt, starke Konzentrationsunterschiede in seinen Spritzbrühen erhält.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wurde nun festgestellt, daß man ein ausgezeichnetes Insektizid und fungizid wirkendes Pflanzenschutzmittel erhält, wenn man wässerige Lösungen von Kupferammoniakverbindungen zusammen mit Teerölen oder Mineralölen unter Benutzung von Sulfitzellstoffablauge oder ähnlichen geeigneten Emulgatoren mechanisch emulgiert. Solche Leeröl- und kupfersalzhaltigen Emulsionen sind praktisch unbegrenzt haltbar und deshalb versand- und lagerfähig; sie lassen sich leicht mit Wasser beliebig verdünnen und, da das Kupfersalz in der wässerigen Phase gelöst ist, im Gegensatz zu @ den bekannten Kupferkalkbrühen und kupfercarbanathaltigen Präparatentxl'erordentlich gut verspritzen. Trotzdem hinterlassen sie einen gut sichtbaren, .ausgezeichnet haftenden Spritzbelag, weil ein Teil des Ammoniaks rasch verdampft, wodurch das Kupfer als unlöslicher Niederschlag ausgefällt wird und von der Sulfitablaugeteerölemulsioxl auf dem Untergrund aufgeklebt wird.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, Insektizide Mittel dadurch herzustellen, daß fett- bzw. harzsaure Kupfersalze, die öllöslich sind, mit Teer oder Mineralölen gemischt und in Wasser unter Zusatz von Emulgiermitteln emulgiert werden; hierbei ist auch ein Zusatz von Ammoniak vorgesehen worden, der jedoch wegen seiner Kleinheit nur zum Klären dienen konnte und nicht geeignet war, die Kupfersalze in Lösung zu bringen. Nach dem bekannten Verfahren erhält man demnach ein Mittel, bei dem das Kupfersalz in der Ölphase gelöst ist.
  • Im Gegensatz dazu ist bei dem nach der Erfindung erhaltenen Mittel das Kupfersalz in der wässerigen Phase gelöst. Hiermit werden die erheblichen Nachteile der bekannten fungiziden Spritzmittel beseitigt, die in Öl gelöstes harz- oder fettsaures Kupfer enthalten, das in Wasser unlöslich ist; oder aus Kupferoxydammoniaklösungen bestehen, die schlecht benetzen und deren klare Spritztröpfchen, gleichsam als Brenngläser wirkend, bei Sonnenschein zu starken Verbrennungender Blätter führten. Bei dem nach der Erfindung erhaltenen Mittel sind diese Mißstände, die der allgemeinen Benutzung solcher Kupferlösungen im Wege standen, nicht mehr vorhanden, denn infolge der Gegenwart der Sulfitablauge ist die Benetzungs- und Haftfähigkeit wesentlich verbessert, und durch die darin emulgierten Teeröltröpfchen hat jetzt die Spritzbrühe ein milchiges, undurchsichtiges Aussehen und läßt deshalb in Tropfenform die Sonnenstrahlen nur stark geschwächt durchtreten, wodurch Verbrennungen vermieden werden.
  • Die Vorzüge der nach dem neuen Verfahren hergestellten Pflanzenschutzmittel lassen sich dahingehend zusammenfassen, daß jetzt dem Verbraucher ein gebrauchsfertiges Produkt zur Verfügung steht, welches gut verdünnbar und verspritzbar ist, gut benetzt, einen gut haftenden und sichtbaren Spritzbelag hinterläßt und in welchem Kupfersalze und Teeröle im richtigen Verhältnis zueinander vorhanden sind.
  • Das beim Verfahren nach der Erfindung vorzugsweise angewendete Mengenverhältnis ergibt sich aus folgendem Beispiel:
    8ooTeile Kupfersulfat = io,o%
    840 - Wasser = 10,50/0
    6oo - AmmoniaWl r= 7,50/0
    i 26o - Sulfitlauge = i 6,o %
    4500 - Anthrazenöl = 56,o%
    4500 - Anthracenöl = 56,o%
    8ooo Teile = 100,0 0/0
    Der nach der Erfindung erhaltenen Emulsion können auch Nikotin und/oder andere bekannte Insektizide Stoffe zugesetzt werden.

Claims (2)

  1. PATENTArrsPRÜciiP: i. Verfahren zur Herstellung von Insektizid und zugleich fungizid wirkenden, aus Emulsionen von Kupfersalzen und Teerölen bzw. Mineralölen in Wasser bestehenden Pflanzenschutzmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß wässerige Lösungen von Kupferammoniakverbindungen zusammen mit Teerölen öder Mineralölen unter Benutzung von Sulfitzellstoffablaugeoder ähnlichen geeigneten Emulgatoren mechanisch emulgiert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Emulsion .auch Nikotin und/oder andere bekannte insektizide Stoffe hinzugesetzt werden.
DE1936C0051223 1936-01-11 1936-01-11 ich fungizid wirkenden Pflanzenschutzmitteln Expired DE697133C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1936C0051223 DE697133C (de) 1936-01-11 1936-01-11 ich fungizid wirkenden Pflanzenschutzmitteln

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1936C0051223 DE697133C (de) 1936-01-11 1936-01-11 ich fungizid wirkenden Pflanzenschutzmitteln

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE697133C true DE697133C (de) 1940-10-07

Family

ID=7027354

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1936C0051223 Expired DE697133C (de) 1936-01-11 1936-01-11 ich fungizid wirkenden Pflanzenschutzmitteln

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE697133C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69028114T2 (de) Auf fettsäuren basierende emulgierbare konzentrate mit herbizider wirkung
DE2801428A1 (de) Fungizide zusammensetzungen, ihre herstellung und verwendung
DE3203737A1 (de) Auf alkali-lignin basierende, die pestizid-toxizitaet fuer pflanzen reduzierende zusammensetzung
DE3724595C2 (de)
DE2628480A1 (de) Fleckenentfernungsmittel fuer gewebe und ihre herstellung
DE2445741A1 (de) Antichlorose-zusammensetzungen fuer pflanzen
DE808991C (de) Verfahren zur Herstellung eines Salicylanilid enthaltenden, fungiciden Schaedlingsbekaempfungsmittels
DE697133C (de) ich fungizid wirkenden Pflanzenschutzmitteln
DE1300335B (de) Mittel gegen das Welken von Pflanzen und Fruechten
US2044959A (en) Combined fungicidal and insecticidal spray materials
DE1077476B (de) Mittel zur Verhuetung von Pilz-, insbesondere Schimmelbildung
DE68903284T2 (de) Ethofumesatkonzentrat.
DE2210347A1 (de) Bakterizide Substanz
DE642533C (de) Emulgiermittel fuer die Herstellung von OElspritzmitteln zur Schaedlingsbekaempfung
DE582702C (de) Verfahren zur Herstellung von Schaedlingsbekaempfungsmitteln
AT137684B (de) Verfahren zur Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln.
DE504693C (de) Verfahren zur Herstellung von desinfizierend wirkenden Stoffen
DE836717C (de) Winterspritzmittel zur Bekaempfung von Schaedlingen an unbelaubten Pflanzen
DE663688C (de) Verbesserung der Haftfaehigkeit von zu verstaeubenden oder in Spritzbruehen zu suspendierenden Pflanzenschutzmitteln
DE709716C (de) Mittel zur Vertilgung von Pflanzenwachstumsschaedlingen
DE843398C (de) Verfahren zur Behandlung von Textilien zum Schutz gegen Bakterien und Verrottung
DE749100C (de) Schaedlingsbekaempfungsmittel
DE1492652C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer Lezithinemulsion zum Überziehen von Obst, Gemüse und anderen pflanzlichen Produkten
DE532723C (de) Verfahren zur Herstellung von bei niedrigen Temperaturen haltbaren und giessfaehigen Emulsionen zum Bespritzen von Pflanzen
DE1071725B (de) Flüssige Pflanzenpflegemittel zur Anwendung als Behandlungsmittel auf Pflanzenblättern, insbesondere zur Pflege von Hartlaubgewächsen