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Die vorliegende Erfindung betrifft Asiatsäurederivate mit
einem modifizierten A-Ring, dargestellt durch die allgemeine
Formel 1:
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worin R&sub1; eine Niederalkylgruppe mit 1 bis 4
Kohlenstoffatomen dargestellt, eine Alkoxygruppe mit 1 bis 4
Kohlenstoffatomen, eine Hydroxymethylgruppe, eine
Halogenmethylgruppe oder eine Aldehydgruppe, die mit
Ethandithiol geschützt sein kann; R&sub2; eine Niederalkylgruppe
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine
t-Butyldimethylsilyloxymethylgruppe, eine
Halogenmethylgruppe, -CH&sub2;OCO(CH&sub2;)nCO&sub2;H (n = 0-3),
-CH&sub2;OCOCHCHC&sub6;H&sub5; oder eine Hydroxymethylgruppe, die durch eine
Acetyl- oder Benzoylgruppe geschützt sein kann, darstellt; R&sub3;
Wasserstoff oder eine Methylgruppe darstellt; und die
Doppelbindung in der 2-Position reduziert sein kann, um eine
Einfachbindung zu bilden; und
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Antikrebsmittel und Mittel, die die Leberfunktion schützen
enthaltend diese Verbindung als wirksame Komponente.
STAND DER TECHNIK
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Diese Asiatsäurederivate wurden durch Modifizierung des A-
Rings der Asiatsäure oder von Methylasiatat hergestellt. Die
Modifikation wurde bereits durchgeführt, um die
Strukturformel der Asiatsäure festzulegen und darüber wurde
berichtet [B. Singh and R. P. Rastogi, Phytochemistry, 8,
917-921, 1969].
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Asiatsäure und Asiaticoside (Trisaccharide der Asiatsäure)
und Madecassinsäure (madecassic acid), extrahiert aus
Centella-Asiatica, die Verbindungen darstellen, und wurden
zuerst durch Bontems 1941 isoliert [J. E. Bontems, Bull. Sci.
Pharmacol., 49, 186-96 (1947)] und ihre Struktur wurde von
Polonsky und Kollegen [J. Polonsky, Compt. Rend., 232, 1878-
80 (1951): J. Polonsky, Bull. Soc. Chim., 173-80 (1953)]
definiert.
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Der Extrakt, enthaltend Asiatsäure und Asiaticoside aus
Centella-Asiatica wurde zur Behandlung von verletzter Haut
oder chronischem Magengeschwür schon in den alten Zeiten
verwendet und ebenfalls zur Behandlung von Hautveränderungen
aufgrund von Tuberkulose oder Lepra [P. Boiteau, A. Buzas, E.
Lederer und J. Polonsky, Bull. Soc. Chim., 31, 46-51 (1949)].
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Vor kurzem wurde berichtet, dass verschiedene Triterpene, die
eine ähnliche Struktur wie die Asiatsäure aufweisen, aus
Pflanzen extrahiert wurden, insbesondere zeigt Ursolsäure
eine cytotoxische Wirkung auf. [K. Yasukawa, Oncology, 48,
72-76 (1991); Dominic, Y. Alex, Med. Sci. Res., 21(5), 213-
215 (1993); Ryu, Shi young, Arch. Pharmacal Res., 17(5), 375-
7 (1994)] Es wurde berichtet, dass Betulinsäure, welche
einfach aus ihrem Vorläufer, der aus Rinde von weisser Birke
isoliert werden kann, synthetisiert werden kann, eine
Cytotoxizität gegenüber Melanomzellen ohne wesentliche
Nebeneffekte aufzeigt [Nat. Med., 1, 1046 (1995)].
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Die Erfinder haben intensive Studien zur Entwicklung von
neuen pharmazeutischen Zusammensetzungen für verschiedene
medizinische Anwendungen durchgeführt und als Ergebnis haben
sie verschiedene Derivate mit modifiziertem A-Ring, ausgehend
von Asiatsäure erhalten aus Centella-Asiatica, synthetisiert.
Sie haben weiterhin gefunden, daß die Derivate eine
Cytotoxizität und eine Leber-schützende Funktion aufzeigen
und somit diese Erfindung gemacht.
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Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung von
Asiatsäurederivaten.
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Die vorliegende Erfindung betrifft Asiatsäurederivate,
dargestellt durch die allgemeine Formel 1:
Formel 1:
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worin R&sub1; eine Niederalkylgruppe mit 1 bis 4
Kohlenstoffatomen dargestellt, eine Alkoxygruppe mit 1 bis 4
Kohlenstoffatomen, eine Hydroxymethylgruppe, eine
Halogenmethylgruppe oder eine Aldehydgruppe, die mit
Ethandithiol geschützt sein kann; R&sub2; eine Niederalkylgruppe
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine
t-Butyldimethylsilyloxymethylgruppe, eine
Halogenmethylgruppe, -CH&sub2;OCO(CH&sub2;)nCO&sub2;H (n = 0-3),
-CH&sub2;OCOCHCHC&sub6;H&sub5; oder eine Hydroxymethylgruppe, die durch eine
Acetyl- oder Benzoylgruppe geschützt sein kann, darstellt; R&sub3;
Wasserstoff oder eine Methylgruppe darstellt; und die
Doppelbindung in der 2-Position reduziert sein kann, um eine
Einfachbindung zu bilden; und Antikrebsmittel und Mittel, die
die Leberfunktion schützen enthaltend diese Verbindung als
wirksame Komponente.
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Das Verfahren zur Herstellung der Asiatsäurederviate mit
modifiziertem A-Ring gemäß der vorliegenden Erfindung wird im
folgenden dargestellt.
Verfahren 1
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1) Asiatsäure (2) wurde mit Diazomethan behandelt, um
Methylasiatat (3, R&sub3; = Methyl) quantitativ zu erhalten,
dies wurde dann oxidiert um eine Verbindung mit einer
Lactolstruktur (4, R&sub3; = Methyl) zu ergeben, bei dem der A-
Ring modifiziert wurde. Die Verbindung wurde mit einer
katalytischen Menge an Essigsäure/Piperidin behandelt, um
Methyl A(1)-norursa-2,12-dien-23-hydroxy-2-formyl-28-oat
(5, R&sub3; = Methyl) zu erhalten (siehe Schema 1).
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2) Eine Verbindung mit einer Lactolstruktur (4, R&sub3; = H) wird
durch Verwendung von Asiatsäure (2) wie oben erhalten und
die erhaltene Verbindung wurde mit Essigsäure/Piperidin-
Katalysator behandelt um Methyl A(1)-norursa-2,12-dien-
23-hydroxy-2-formyl-28-carbonsäure (5, R&sub3; = H) zu
erhalten, die einen modifizierten A-Ring aufweist (siehe
Schema 1).
Schema 1
Verfahren 2
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Eine Verbindung, dargestellt durch die allgemeine Formel (6)
wurde durch verestern der Verbindung (5), wie sie oben
erhalten wurde, mit R&sub4;COOH in Anwesenheit eines Katalysators
hergestellt (siehe Schema 2).
Schema 2
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[In der Formel stellt R&sub4; (CH&sub2;)nCO&sub2;H, n = 0-3, CHCHC&sub6;H&sub5; oder
C&sub6;H&sub5; dar.]
Verfahren 3
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Die Verbindung (5), wie sie oben erhalten wurde, wurde mit t-
Butyldimethylsilylchlorid und Imidazol behandelt, um ein
Zwischenprodukt der allgemeinen Formel (7) zu erhalten, ein
Zwischenprodukt, bei der die 23-OH-Gruppe geschützt wurde.
Die Aldehydgruppe der erhaltenen Verbindung wurde reduziert
um die allgemeine Formel (8) zu erhalten, die dann
halogeniert wurde um ein Zwischenprodukt der allgemeinen
Formel (9) zu ergeben.
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Die Zwischenverbindung mit der allgemeinen Formel (9) wurde
mit einem reduzierenden Mittel behandelt und unter Rückfluß
erhitzt, um die Verbindung der allgemeinen Formel (10) zu
erhalten, von dieser wurde dann die Silylgruppe durch
Tetrabutylammoniumfluorid entfernt um die Verbindung der
allgemeinen Formel (11) zu ergeben, eine neue Verbindung
gemäß der vorliegenden Erfindung (siehe Schema 3).
Schema 3
Verfahren 4
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Die Aldehydgruppe (5), wie sie oben erhalten wurde, wird
reduziert, um die Verbindung der allgemeinen Formel (12) zu
erhalten, eine neue Verbindung gemäß der vorliegenden
Erfindung, diese wurde dann mit einem Halogenierungsmittel
behandelt, um die Verbindung der allgemeinen Formel (13) zu
ergeben.
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Die Verbindung der allgemeinen Formel (13), wie sie oben
erhalten wurde, wurde mit einem Reduktionsmittel behandelt
und unter Rückfluß erhitzt, um die Verbindung der allgemeinen
Formel (14) zu ergeben, eine neue Verbindung gemäß der
vorliegenden Erfindung (siehe Schema 4).
Schema 4
Verfahren 5
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Die 23-Hydroxy(OH)-Gruppe der Verbindung der allgemeinen
Formel (5), wie sie oben erhalten wurde, wurde acetyliert, um
eine geschützte Verbindung, die Verbindung der allgemeinen
Formel (15), zu ergeben, diese wurde dann mit
Diethylaminschwefeltrifluorid behandelt, um die Verbindung
der allgemeinen Formel (16) zu ergeben, eine neue Verbindung
gemäß der vorliegenden Erfindung.
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Die Verbindung der allgemeinen Formel (15), wie sie oben
erhalten wurde, wurde reduziert, um die Verbindung der
allgemeinen Formel (17) zu ergeben, diese wurde dann mit
Diethylaminschwefeltrifluorid behandelt, um die Verbindung
der allgemeinen Formel (18) zu ergeben, eine neue Verbindung
(siehe Schema 5).
Schema 5
Verfahren 6
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Eine Verbindung der allgemeinen Formel (12), wie sie oben
erhalten wurde, wird reduziert, um die Verbindung der
allgemeinen Formel (19) zu ergeben, eine neue Verbindung
(siehe Schema 6).
Schema 6
Verfahren 7
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Eine Verbindung der allgemeinen Formel (5), wie sie oben
erhalten wurde, wurde mit Ethanedithiol behandelt um
Verbindung (20) zu erhalten, diese wurde dann mit Thioacetal
geschützt. Die allgemeine Verbindung (20) wurde dann mit
einem Raney Nickel reduziert um die Verbindung der
allgemeinen Formel (21) zu ergeben, eine neue Verbindung
gemäß der vorliegenden Erfindung (siehe Schema 7).
Schema 7
Verfahren 8
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Die Hydroxygruppe einer Verbindung der allgemeinen Formel
(8), wie sie oben erhalten wurde, wurde methyliert um die
Verbindung der allgemeinen Formel 22 zu ergeben, deren
Silylgruppe wurde dann durch Verwendung von
Tetrabutylammoniumfluorid entfernt, um die Verbindung der
allgemeinen Formel (23) zu erhalten (siehe Schema 8)
Schema 8
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Die Dosis der Verbindung der allgemeinen Formel (1) ist als
Antikrebsmittel 0,01 bis 1000 mg/Tag und 0,05 bis 50 mg/Tag
als Leber-schützendes Mittel für einen Erwachsenen. Die Dosis
hängt normalerweise vom Alter und vom Körpergewicht des
Patienten ab, genauso wie von den Symptomen und dem Zustand.
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Das Antikrebsmittel und das Leber-schützende Mittel gemäß der
vorliegenden Erfindung können in geeignete Formulierungen zur
oralen oder parenteralen Verabreichung unter Verwendung von
herkömmlichen Verfahren formuliert werden, zur oralen
Verabreichung können sie als Tabletten, Kapseln, Lösungen,
Sirup oder Suspension formuliert sein, während für die
parenterale Verabreichung, sie als transermale oder
hypodermische Injektionen oder Injektionen in die abdomalen
Hüllen oder Muskeln formuliert sind.
BESTES VERFAHREN ZUR DRUCHFÜHRUNG DER ERFINDUNG
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Im folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf
Beispiele, experimentelle Beispiele und
Formulierungsbeispiele erklärt. Es ist aber klar, dass die
vorliegende Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt
sind.
BEISPIEL 1: HERSTELLUNG VON METHYLASIATAT (3)
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Asiatsäure (500 mg) wurde in Methanol (25 ml) gelöst und die
Lösung wurde auf 0ºC gekühlt. Ein Überschuß an
Diazomethan/Etherlösung wurde zugegeben und die erhaltene
Mischung wurde bei Raumtemperatur für 1 Stunde gerührt. Das
Lösungsmittel wurde durch Evaporation unter reduziertem Druck
entfernt und der Rest wurde mittels Säulenchromatographie
(Eluent: Dichlormethan/Methanol = 30 : 1) aufgereinigt, um
490 mg eines weissen Feststoffs (Ausbeute: 95%) zu ergeben.
Das Produkt wurde aus Ethylacetat rekristallisiert um
nadelartige Kristalle zu ergeben.
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IR (unverdünnt): 3400, 1718 cm&supmin;¹
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Mass (EI): m/e 503(M&spplus; + 1); 467, 443, 262, 203, 189, 133
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¹H-NMR (CDCl&sub3;): δ 0,75, 0,91, 1,04, 1,08 (jede 3H, s), 0,85
(3H, d, J = 6,4 Hz), 0,94 (1H, d, J = 5,0 Hz) 2,23 (1H, d,
J = 10,8 Hz), 3,41, 3,47 (2H, ABq, J = 9,2 Hz), 2,60 (3H, S), 3,69
(1H, d, J = 10,4 Hz), 3,73-3,80 (1H, m), 5,25 (1H, brt)
BEISPIEL 2: HERSTELLUNG DER VERBINDUNG (4, R&sub3; = METHYL)
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Methylaseatat (1000 mg, 1,99 mmol) wurde in
Methanol : Wasser = 20 : 1 gelöst und NaIO&sub4; (645,5 mg) wurde
zugegeben und die erhaltene Mischung wurde bei Raumtemperatur
für ca. 3 Stunden gerührt. Das Lösungsmittel wurde durch
Einkonzentration unter reduziertem Andruck entfernt und der
Rest wurde mit Ethylacetat verdünnt, gewaschen und
getrocknet. Nach Filtration wurde das Filtrat unter
reduziertem Druck einkonzentriert um einen Rest zu ergeben,
der durch Säulenchromatographie
(Dichlormethan : Methanol = 50 : 1) aufgetrennt wurde um 790 mg
eines weissen Feststoffs (Ausbeute: 79,3%) zu ergeben.
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IR (unverdünnt): 3426, 1713 cm&supmin;¹
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Mass (EI): m/e 500(M&spplus;)
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¹H-NMR (400 MHz, CDCl&sub3;): δ 9,95 (s, 1H), 5,30 (t, 1H,
J = 2,3 Hz), 5,14-5,10 (m, 1H), 3,93, 3,75 (ABq, 2H, J = 13,6 Hz),
2,61 (s, 3H), 2,34 (d, 1H, J = 2,9 Hz), 1,08, 1,06, 1,00, 0,84
(jede s, 3H), 0,85 (d, 3H, J = 7,8 Hz)
HERSTELLUNG DER VERBINDUNG (4, R&sub3; = H)
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Mit Ausnahme, dass Methylasiatat durch Asiatsäure ersetzt
wurde, wurde das gleiche Verfahren wie in Beispiel 2
durchgeführt (Ausbeute: 72,8%).
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IR (unverdünnt): 3368, 2927, 1694 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 486(M&spplus;)
-
¹H-NMR (300 MHz, CDCl&sub3;): δ 9,93 (s, 1H), 5,28 (t, 1H), 5,10
(m, 1H), 3,91, 3,73 (ABq, 2H, J = 13,3 Hz), 2,19 (d, 1H,
J = 10,5 Hz), 1,07, 1,04, 0,98, 0,82 (jede s, 3H), 0,93 (d, 3H,
J = 5,61 Hz), 0,85 (d, 3H, J = 3,66 Hz)
BEISPIEL 3: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2,12,DIEN-23-
HYDROXY-2-FORMYL-28-OAT (5, R&sub3; = METHYL)
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Die Verbindung (4, 830 mg, 1,66 ml) wurde unter reduziertem
Druck getrocknet und eine Stickstoffatmosphäre wurde angelegt
und in wasserfreiem Benzol gelöst. Essigsäure (20 ml),
Piperidin (20 ml) wurden zugegeben. Die erhaltene Lösung
wurde unter Rückfluß bei 60ºC für ca. 1 Stunde erhitzt. Nach
1 Stunde wurde wasserfreies Magnesiumsulfat zugesetzt und für
5 Stunden unter Rückfluß erhitzt, das Lösungsmittel wurde
durch Evaporation bei reduziertem Druck entfernt und der Rest
wurde mit Ethylacetat verdünnt, gewaschen und getrocknet. Das
Filtrat wurde unter reduziertem Druck einkonzentriert und
durch Säulenchromatographie aufgereinigt
(Dichlormethan : Methanol = 80 : 1), um 580 mg zu ergeben
(Ausbeute: 72,5%).
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IR (unverdünnt): 3443, 1718, 1685 cm&supmin;¹
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Mass (EI): m/e 483(M&spplus; + 1)
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¹H-NMR (300 MHz, CDCl&sub3;): δ 9,70 (s, 1H), 6,64 (t, 1H), 5,26
(t, 1H, J = 4,0 Hz), 3,59 (s, 3H), 3,54, 3,50 (ABq, 2H,
J = 6,96 Hz), 1,23, 1,07, 1,01, 0,83 (jedes s, 3H), 0,91 (d, 3H,
J = 5,61 Hz), 0,82 (d, 3H, J = 6,36 Hz)
BEISPIEL 4: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2,12,DIEN-23-
ALKYLCARBONYLOXY-2-FORMYL-28-OAT (6, R&sub4; = C&sub2;H&sub4;CO&sub2;H)
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Die Verbindung (5, 31,5 mg, 0,065 ml), Bernsteinsäure
(8,49 ml), 1,3-Dicyclohexylcarboimid (14,98 mg), 4-
Dimethylaminopyridin (0,80 mg) wurden unter reduziertem Druck
getrocknet und unter Argonatmosphäre gebracht, in
wasserfreiem Dichlormethan gelöst und bei Raumtemperatur für
22 Stunden gerührt. Das Erhaltene wurde filtriert und das
Filtrat wurde mit verdünnter Salzsäure, Wasser und
gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen und getrocknet.
Das Filtrat wurde unter reduziertem Druck eingetrocknet und
durch Säulenchromatographie aufgereinigt
(Dichlormethan : Methanol = 20 : 1), um 17,3 mg zu ergeben
(Ausbeute: 45,5%).
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IR (unverdünnt): 2927, 1733 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 582(M&spplus;)
-
¹H-NMR (300 MHz, CDCl&sub3;): δ 9,69 (s, 1H), 6,56 (s, 1H), 5,28
(t, 1H), 4,06, 3,98 (ABq, 2H, J = 10,97 Hz), 3,59 (s, 3H), 2,65
(s, 4H), 1,23, 1,06, 1,0, (jedes s, 3H), 0,91 (d, 3H,
J = 5,85 Hz), 0,83 (d, 3H, J = 4,14 Hz)
VERBINDUNG (6, R&sub4; = -C&sub3;H&sub6;CO&sub2;H)
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Mit Ausnahme der Verwendung von Glutarsäure anstelle von
Bernsteinsäure wurde das gleiche Verfahren wie in Beispiel 4
durchgeführt (Ausbeute: 51,2%).
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IR (unverdünnt): 2928, 1733 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 596(M&spplus;), 597, 598
-
¹H-NMR (300 MHz, CDCl&sub3;): δ 9,69 (s, 1H), 6,58 (s, 1H), 5,26
(t, 1H), 4,05, 3,94 (ABq, 2H, J = 10,7 Hz), 3,59 (s, 3H), 2,42
(t, 2H, J = 6,71 Hz), 2,21 (d, 1H, J = 11,2 Hz), 1,95 (t, 2H,
J = 7,19 Hz) 1,22, 1,07, 1,05, 0,92, 0,82 (jedes s, 3H), 0,82
(d, 3H, J = 6,33 Hz)
VERBINDUNG (6, R&sub4; = CHCHC&sub6;H&sub5;)
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Mit Ausnahme des Ersetzens von Bernsteinsäure durch Zimtsäure
wurde das gleiche Verfahren wie in Beispiel 4 durchgeführt
(Ausbeute: 73,0%).
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IR (unverdünnt): 2927, 1718 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 612(M&spplus;), 613, 614
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¹H-NMR (300 MHz, CDCl&sub3;): δ 9,72 (s, 1H), 7,68 (d, 1H,
J = 15,8 Hz), 7,53-7,50 (m, 2H), 7,40-7,37 (m, 3H) 6,66 (s, 1H),
6,43 (d, 1H, J = 16,1 Hz), 5,27 (t, 1H), 4,17, 4,08 (ABq, 2H,
J = 10,95 Hz), 3,59 (s, 3H), 2,20 (d, 1H, J = 10,5 Hz), 1,53, 1,24,
1,10, 1,04, 0,79 (jedes s, 3H), 0,90 (d, 3H, J = 6,09 Hz), 0,82
(d, 3H, J = 5,13 Hz)
VERBINDUNG (6, R&sub4;) = -C&sub6;H&sub5;)
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Mit Ausnahme des Ersetzens von Bernsteinsäure durch
Benzoesäure wurde das gleiche Verfahren wie in Beispiel 4
durchgeführt (Ausbeute: 60,1%).
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IR (unverdünnt): 2927, 1723 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 586(M&spplus;), 587
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¹H-NMR (300 MHz, CDCl&sub3;): δ 9,96 (s, 1H), 7,96 (d, 2H,
J = 6,42 Hz), 7,51 (t, 1H, J = 7,40 Hz), 7,38 (t, 2H,
J = 7,19 Hz)
6,63 (s, 1H), 5,21 (t, 1H, J = 3,53 Hz), 4,26, 4,11, (ABq, 2H,
J = 10,98 Hz), 3,54 (s, 3H), 2,15 (d, 1H, J = 10,3 Hz), 1,20, 1,08,
0,95, 0,84, 0,76 (jedes s, 3H), 0,78 (d, 3H, J = 2,19 Hz)
BEISPIEL 5: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2,12-DIEN-23-
O-t-BUTYLDIMETHYLSILYL-2-FORMYL-28-OAT (7)
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Die Verbindung (5, 50 mg, 0,104 mmol), wie oben erhalten,
Imidazol (24,8 mg), t-Butyldimethylsilylchlorid (62,7 mg)
wurden unter reduziertem Druck getrocknet und unter
Argonatmosphäre gebracht. Die erhaltene Mischung wurde in
wasserfreiem Dichlormethan gelöst und bei Raumtemperatur für
6 Stunden gerührt. Das Lösungsmittel wurde durch Evaporation
unter reduziertem Druck entfernt. Der Rest wurde mit
Ethylacetat verdünnt, gewaschen, getrocknet und filtriert.
Das Filtrat wurde unter reduziertem Druck einkonzentriert und
mit Säulenchromatographie aufgereinigt
(Hexan : Ethylacetat = 10 : 1), um eine transparente, ölige
Verbindung zu erhalten 56,2 mg (Ausbeute: 90,7%).
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IR (unverdünnt): 1725, 1689 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 596(M&spplus;)
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¹H-NMR (400 MHz, CDCl&sub3;): δ 9,70 (s, 1H), 6,63 (s, 1H), 5,29
(t, 1H, J = 3,4 Hz), 3,61 (s, 3H), 3,52, 3,37 (ABq, 2H,
J = 9,5 Hz), 2,23 (d, 1H, J = 10,7 Hz) 1,23, 1,08, 0,97, 0,84
(jedes s, 3H), 0,93 (d, 3H, J = 5,9 Hz), 0,85 (d, 3H, J = 6,4 Hz),
0,88 (s, 9H), 0,05 (s, 6H)
BEISPIEL 6: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-
HYDROXYMETHYL-2,12-DIEN-23-O-t-BUTYLDIMETHYLSILYL-28-OAT (8)
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Die Verbindung (7, 91,7 mg, 0,154 mmol), wie oben erhalten,
Natriumborhydrid (11,9 mg) wurden unter reduziertem Druck
getrocknet und unter Argonatmosphäre gebracht. Die erhaltene
Mischung wurde in wasserfreiem Dichlormethan gelöst und bei
Raumtemperatur für 2 Stunden gerührt. Das Lösungsmittel wurde
durch Evaporation unter reduziertem Druck entfernt und mit
Säulenchromatographie aufgereinigt (Hexan : Ethylacetat = 15 : 1)
um die Verbindung zu erhalten 91,4 mg (Ausbeute: 99,3%).
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IR (unverdünnt): 3449, 1724 cm&supmin;¹
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Mass (EI): m/e 580(M&spplus; - H&sub2;O)
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¹H-NMR (400 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,40 (s, 1H), 5,23 (t, 1H), 4,21,
4,12 (ABq, 2H, J = 22,9 Hz), 3,60 (s, 3H), 3,38, 3,29 (ABq, 2H,
J = 9,5 Hz) 2,22 (d, 1H, J = 11,2 Hz), 1,15, 1,10, 0,93, 0,80
(jedes s, 3H), 0,86 (d, 3H, J = 6,4 Hz), 0,88 (s, 9H), 0,02 (s,
6H)
BEISPIEL 7: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-BROMMETHYL-
2,12-DIEN-23-O-t-BUTYLDIMETHYLSILYL-28-OAT (9, R&sub5; = Br)
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Die Verbindung (8, 54 mg, 0,090 mmol), wie oben erhalten,
PPh&sub3;(35,8 mg), Kohlenstofftetrabromid (45,2 mg) wurden unter
reduziertem Druck getrocknet und unter Argon gebracht. Die
erhaltene Mischung wurde in wasserfreiem Dichlormethan gelöst
und bei Raumtemperatur für 30 Minuten gerührt. Das
Lösungsmittel wurde durch Evaporation unter reduziertem Druck
entfernt. Der Rest wurde mit Ethylacetat verdünnt, gewaschen,
getrocknet und filtriert. Das Filtrat wurde unter reduziertem
Druck einkonzentriert und mit Säulenchromatographie
aufgereinigt (Hexan : Ethylacetat = 10 : 1), um die Verbindung zu
erhalten 53,7 mg (Ausbeute: 90%).
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¹H-NMR (500 MHz, CDCl&sub3;): o 5,57 (s, 1H), 5,25 (t, 1H,
J = 3,48 Hz), 4,08, 4,02 (ABq, 2H, J = 11,1 Hz), 3,58 (s, 3H),
3,35, 3,26 (ABq, 2H, J = 9,5 Hz), 2,20 (d, 1H, J = 3,3 Hz) 1,10,
0,93, 0,81 (jedes s, 3H), 0,91 (d, 3H, J = 4,05 Hz), 0,85 (d,
9H), 0,00 (s, 6H)
BEISPIEL 8: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-
CHLORMETHYL-2,12-DIEN-23-O-t-BUTYLDIMETHYLSILYL-28-OAT (9,
R&sub5; = Cl)
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Die Verbindung (8, 10,3 mg, 0,017 mmol), wie oben erhalten,
wurde unter reduziertem Druck getrocknet und unter Argon
gebracht. Die erhaltene Mischung wurde in wasserfreiem
Dichlormethan gelöst, Pyridin (1,38 ul) und SOCl&sub2; (3,76 ul)
wurden bei 0ºC dazugegeben und 24 Stunden gerührt. Kleine
Mengen Wasser wurden zugegeben und das Lösungsmittel wurde
durch Evaporation bei reduziertem Druck entfernt. Der Rest
wurde mit Ethylacetat verdünnt, gewaschen und getrocknet. Das
Filtrat wurde unter reduziertem Druck einkonzentriert und mit
Säulenchromatographie aufgereinigt
(Hexan : Ethylacetat = 30 : 1), um die Verbindung zu erhalten,
0,6 mg (Ausbeute: 5,7%).
-
IR (unverdünnt): 1726, 2928 cm&supmin;¹
-
¹H-NMR (400 MHz, CDCl&sub3;): o 5,56 (s, 1H), 5,25 (t, 1H,
J = 3,2 Hz), 4,17, 4,16 (ABq, 2H, J = 1,23 Hz), 3,61 (s, 3H), 3,38,
3,29 (ABq, 2H, J = 9,27 Hz), 2,24 (d, 1H, J = 10,26 Hz) 1,19, 1,12,
0,94, 0,82 (jedes s, 3H), 0,95 (d, 3H, J = 5,37 Hz), 0,87 (d,
3H, J = 7,81 Hz), 0,88 (d, 9H), 0,02 (s, 6H)
BEISPIEL 9: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-JODMETHYL-
2,22-DIEN-23-O-t-BUTYLDIMETHYLSILYL-28-OAT (9, R&sub5; = I)
-
Die Verbindung (8, 31 mg, 0,052 mmol), wie oben erhalten,
wurde unter reduziertem Druck getrocknet und unter Argon
gesetzt. Die erhaltene Mischung wurde in wasserfreiem THF
gelöst und bei 0ºC gerührt. Methyltriphenoxyphosphoniumjodid
[(PhO)&sub3;P&spplus;CH&sub3;I&supmin;] und gelöst in wasserfreiem THF, wurden zu
der erhaltenen Lösung zugegeben und für 30 Minuten gerührt.
5% Kaliumcarbonat wurde zu dem Erhaltenen gegeben und das
Lösungsmittel wurde durch Evaporation unter reduziertem Druck
entfernt. Der Rest wurde mit Ethylacetat verdünnt, gewaschen
und getrocknet. Das Filtrat wurde unter reduziertem Druck
einkonzentriert und mit Säulenchromatographie aufgereinigt
(Hexan : Ethylacetat = 10 : 1), um die Verbindung zu erhalten.
-
¹H-NMR (500 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,57 (s, 1H), 5,26 (t, 1H), 4,06,
3,89 (ABq, 2H, J = 10,25 Hz), 3,58 (s, 3H), 3,32, 3,24 (ABq, 2H,
J = 9,48 Hz), 2,24 (d, 1H, J = 10,26 Hz) 1,23, 1,18, 1,12, 0,81
(jedes s, 3H), 0,92 (d, 3H, J = 6,4 Hz), 0,87 (d, 3H, J = 1,15 Hz),
0,87 (s, 9H), 0,01 (s, 6H)
BEISPIEL 10: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-METHYL-
2,12-DIEN-23-O-t-BUTYLDIMETHYLSILYL-28-OAT (10)
-
Die Verbindung (9, 15,3 mg, 0,023 mmol), wie oben erhalten,
Natriumborhydrid (1,79 mg) wurden unter reduziertem Druck
getrocknet und unter Argon gesetzt. Die erhaltene Mischung
wurde in wasserfreiem DMSO gelöst und bei Raumtemperatur für
4 Stunden gerührt. Das Lösungsmittel wurde durch Evaporation
unter reduziertem Druck entfernt und durch
Säulenchromatographie aufgereinigt (Hexan : Ethylacetat = 30 : 1)
um die Verbindung zu erhalten 12 mg (Ausbeute: 89%).
-
IR (unverdünnt): 2928, 1728 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 582(M&spplus;)
-
¹H-NMR (400 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,22 (t, 1H), 5,02 (s, 1H) 3,60
(s, 3/), 3,33, 3,24 (ABq, 2H, J = 12,3 Hz), 2,21 (d, 1H,
J = 15,4 Hz) 1,71 (s, 3H), 1,10, 1,08, 0,94, 0,79 (jedes s, 3H),
0,88 (d, 3H, J = 9,4 Hz), 0,87 (d, 9H), 0,00 (s, 6H)
BEISPIEL 11: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-METHYL-
2,12-DIEN-23-HYDROXY-28-OAT (11)
-
Die Verbindung (10, 12 mg, 0,021 mmol), wie oben erhalten,
wurde unter reduziertem Druck getrocknet und in wasserfreiem
Teer gelöst. Tetrabutylammoniumfluorid (6,0 mg) wurde zu der
erhaltenen Mischung bei Raumtemperatur gegeben und für
24 Stunden gerührt. Das Lösungsmittel wurde durch Evaporation
unter reduziertem Druck entfernt und durch
Säulenchromatographie aufgereinigt (Hexan : Ethylacetat = 10 : 1)
um die Verbindung zu erhalten 3,8 mg (Ausbeute: 54,7%).
-
IR (unverdünnt): 3436 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 469(M&spplus; + 1)
-
¹H-NMR (300 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,22 (t, 1H, J = 3,29 Hz), 4,98 (s,
1H) 3,59 (s, 3H), 3,37, 3,30 (ABq, 2H, J = 8,04 Hz), 2,07 (d,
1H, J = 8,31 Hz) 1,75 (s, 3H), 1,10, 0,96, 0,88, 0,79 (jedes s,
3H), 0,84 (d, 3H, J = 6,33 Hz)
BEISPIEL 12: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-
HYDROXYMETHYL-2,12-DIEN-23-HYDROXY-28-OAT (12)
-
Mit der Ausnahme des Ersetzens von Verbindung (7) durch
Verbindung (5) wurde das gleiche Verfahren wie in Beispiel 6
angewendet (Ausbeute 89,9%).
-
IR (unverdünnt): 3368, 2926, 1733 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 485(M&spplus; + 1)
-
¹H-NMR (400 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,40 (s, 1H), 5,23 (t, 1H), 4,31,
4,22 (ABq, 2H, J = 0,98 Hz), 3,61 (s, 3H), 3,47, 3,35 (ABq, 2H,
J = 10,7 Hz), 2,23 (d, 1H, J = 11,2 Hz), 1,18, 1,12, 0,95, 0,81
(jedes s, 3H), 0,94 (d, 3H, J = 6,3 Hz), 0,85 (d, 3H, J = 6,3 Hz)
BEISPIEL 13: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-
FLUORMETHYL-2,12-DIEN-23-HYDROXY-28-OAT (13, R&sub5; = F)
-
Die Verbindung (12, 25 mg, 51,7 umol), wie oben erhalten,
wurde unter reduziertem Druck getrocknet, und unter Argon
gesetzt und in wasserfreiem Dichlormethan gelöst.
Diethylaminoschwefeltrifluorid (DAST, 20,5 ul) wurde zu der
erhaltenen Mischung bei -78ºC gegeben und bei Raumtemperatur
für 1,5 Stunden gerührt. Gesättigtes Natriumbicarbonat wurde
bei 0ºC zu dem Erhaltenen gegeben, gewaschen und getrocknet.
Das Filtrat wurde unter reduziertem Druck einkonzentriert und
separat mit Säulenchromatographie aufgereinigt
(Hexan : Ethylacetat = 15 : 1) um die Verbindung zu erhalten,
8,3 mg (Ausbeute: 32,9%).
-
IR (unverdünnt): 2928, 1732 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 488(M&spplus;)
BETSPIEL 14: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-
BROMMETHYL-23-BROM-2,12-DIEN-23-HYDROXY-28-OAT (13, R&sub5; = Br)
-
Mit der Ausnahme des Ersetzens von Verbindung (8) durch
Verbindung (12) wurde das gleiche Verfahren wie in Beispiel 8
angewendet (Ausbeute: 53,9%).
-
IR (unverdünnt): 2962 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 610(M&spplus;)
-
¹H-NMR (300 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,59 (s, 1H), 5,19 (t, 1H), 4,00,
3,99 (ABq, 2H, J = 1,71 Hz), 3,54 (s, 3H), 3,34, 3,22 (ABq, 2H,
J = 9,9 Hz), 1,19, 1,15, 1,06, 0,78 (jedes s, 3H), 0,87 (d, 3H,
J = 5,37 Hz), 0,80 (d, 3H, J = 6,33 Hz)
BEISPIEL 15: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-
CHLORMETHYL-23-CHLOR-2,12-DIEN-23-HYDROXY-28-OAT (13, R&sub5; = Cl)
-
Mit der Ausnahme des Ersetzens von Verbindung (8) durch
Verbindung (12) wurde das gleiche Verfahren wie in Beispiel 8
durchgeführt (Ausbeute: 12,8%).
-
IR (unverdünnt): 1719 cm&supmin;¹
-
¹H-NMR (400 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,61 (s, 1H), 5,27 (t, 1H), 4,21,
4,15 (ABq, 2H, J = 9,8 Hz), 3,82, 3,72 (ABq, 2H, J = 9,7 Hz), 3,63
(s, 3H), 2,22 (d, 1H), 1,23, 1,14, 1,06, 0,98, 0,84 (jedes s,
3H), 0,89 (jedes s, 3H), 0,89 (d, 3H, J = 6,4 Hz)
BEISPIEL 16: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-METHYL-
2,12-DIEN-28-OAT (14)
-
Mit der Ausnahme des Verwendens von Verbindung (13) anstelle
von Verbindung (9) wurde das gleiche Verfahren wie in
Beispiel 10 durchgeführt (Ausbeute: 27,0%).
-
IR (unverdünnt): 2925, 1726 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 452(M&spplus;)
BEISPIEL 17: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2,12-DIEN-
23-ACETYLOXY-2-FORMYL-28-OAT (15)
-
Die Verbindung (5, 101,2 mg, 0,0210 mmol), wie oben erhalten,
wurde unter reduziertem Druck getrocknet, und unter Argon
gestellt. Die erhaltene Mischung in wasserfreiem THF gelöst.
Wasserfreie Essigsäure (39,6 um) wurde bei Raumtemperatur
zugegeben und für 2 Stunden gerührt. Das Lösungsmittel wurde
unter reduziertem Druck entfernt und der Rest wurde mit
Ethylacetat verdünnt, gewaschen und getrocknet. Das Filtrat
wurde unter reduziertem Druck einkonzentriert und separat mit
Säulenchromatographie gereinigt (Hexan : Ethylacetat = 10 : 1),
um die Verbindung zu erhalten, 94 mg (Ausbeute: 84,5%).
-
IR (unverdünnt): 2927, 1686 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 524(M&spplus;)
-
¹H-NMR (400 MHz, CDCl&sub3;): δ 9,7 (s, 1H), 6,61 (s, 1H), 5,28
(t, 1H, J = 3,62 Hz), 4,03, 3,96 (ABq, 2H, J = 10,92 Hz), 3,61 (s,
3H), 2,24 (d, 1H), 2,06 (s, 3H), 1,24, 1,08, 1,05, 0,84
(jedes s, 3H), 0,93 (d, 3H, J = 6,04 Hz), 0,84 (d, 3H, J = 6,36 Hz)
BEISPIEL 18: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-
DIFLUORMETHYL-2,12-DIEN-23-ACETYLOXY-28-OAT (16)
-
Mit der Ausnahme des Ersetzens der Verbindung (12) durch
Verbindung (15) wurde das gleiche Verfahren wie in Beispiel
13 durchgeführt (Ausbeute: 38,8%).
-
IR (unverdünnt): 1239 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 546(M&spplus;)
-
¹H-NMR (400 MHz, CDCl&sub3;): δ 6,25 (t, 1H, J = 55,4 Hz), 5,92 (s,
1H), 5,26 (t, 1H), 3,97, 3,86 (ABq, 2H, J = 10,7 Hz), 3,61 (s,
3H), 2,24 (d, 1H, J = 9,92 Hz), 2,06 (s, 3H), 1,23, 1,11, 1,03,
0,95, 0,83 (jedes s, 3H), 0,94 (d, 3H, J = 6,12 Hz), 0,86 (d,
3H, J = 6,4 Hz)
BEISPIEL 19: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-
HYDROXYMETHYL-2,12-DIEN-23-ACETYLOXY-28-OAT (17)
-
Mit der Ausnahme des Ersetzens der Verbindung (7) durch
Verbindung (15) wurde das gleiche Verfahren wie in Beispiel 6
durchgeführt (Ausbeute: 78,2%).
-
IR (unverdünnt): 3503, 2926, 1718 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 546(M&spplus;)
-
¹H-NMR (400 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,45 (s, 1H), 5,23 (t, 1H,
J = 3,4 Hz), 4,29, 4,20 (ABq, 2H, J = 3,54 Hz), 3,92, 3,86 (ABq,
2H, J = 10,56 Hz), 3,61 (s, 3H), 2,21 (d, 1H), 2,04 (s, 3H),
1,17, 1,10, 1,00, 0,80 (jedes s, 3H), 0,94 (d, 3H, J = 6,08 Hz),
0,856 (d, 3H, J = 6,44 Hz)
BEISPIEL 20: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-
FLUORMETHYL-2,12-DIEN-23-ACETYLOXY-28-OAT (18)
-
Mit der Ausnahme des Ersetzens der Verbindung (12) durch
Verbindung (17) wurde das gleiche Verfahren wie in Beispiel
13 durchgeführt (Ausbeute: 27,9%).
-
IR (unverdünnt): 2927, 1740 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 528(M&spplus;), 529
-
¹H-NMR (500 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,49 (s, 1H), 5,17 (t, 1H,
J = 3,7 Hz), 4,94-4,79 (m, 2H), 3,87, 3,80 (ABq, 2H, J = 10,7 Hz),
3,54 (s, 3H), 2,17 (d, 1H), 1,99 (s, 3H), 1,19, 1,11, 1,04,
0,95, 0,75 (jedes s, 3H), 0,87 (d, 3H, J = 6,2 Hz), 0,79 (d, 3H,
J = 6,5 Hz)
BEISPIEL 21: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-
HYDROXYMETHYL-12-EN-23-HYDROXY-28-OAT (19)
-
Verbindung (12, 15 mg, 0,031 mmol), wie oben erhalten, wurde
Ethanol gelöst und 10% Pd/C (3 mg) wurde zugegeben. Das
Erhaltene wurde für 5 Stunden mit einem Hydrierapparat
umgesetzt. Pd/C wurde abfiltriert und mit Methanol gewaschen.
Das Lösungsmittel wurde durch Evaporation unter reduziertem
Druck entfernt und der Rest wurde mit Ethylacetat verdünnt,
gewaschen und getrocknet. Das Filtrat wurde unter reduziertem
Druck einkonzentriert und separat mit Säulenchromatographie
getrennt (Hexan : Ethylacetat = 15 : 1), um die Verbindung zu
erhalten, 13,6 mg (Ausbeute: 90%).
-
IR (unverdünnt): 3468, 2927 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): m/e 486(M&spplus;)
-
¹H-NMR (500 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,23 (t, 1H, J = 4,53 Hz), 3,61 (s,
3H), 3,32, 3,26 (d, 2H, J = 4,50 Hz), 2,21 (d, 2H), 1,10, 0,95,
0,89, 0,83, 0,75 (jedes s, 3H), 0,91 (d, 3H, J = 8,25 Hz), 0,87
(d, 3H, J = 8,15 Hz)
BEISPIEL 22: HERSTELLUNG DER VERBINDUNG (20)
-
Verbindung (5, 11 mg, 0,023 mmol), wie oben erhalten, wurde
unter reduziertem Druck getrocknet und unter Argon gesetzt.
Die erhaltene Mischung in wasserfreiem Dichlormethan gelöst
und BF&sub3;·OEt&sub2; (0,28 ul) und 1,3-Ethandithiol (2,39 ul) wurden
nacheinander zugegeben. Das Erhaltene wurde unter reduziertem
Druck einkonzentriert und separat mit Säulenchromatographie
gereinigt (Hexan : Ethylacetat = 10 : 1), um die Verbindung zu
erhalten, 7,8 mg (Ausbeute: 61,3%).
-
IR (unverdünnt): 3448, 2927 cm&supmin;¹
-
¹H-NMR (300 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,33 (t, 1H), 5,06 (s, 1H), 3,59
(s, 3H), 3,55, 3,37 (ABq, 2H, J = 10,5 Hz), 3,29-3,15 (m, 4H)
2,64 (bd, 1H), 2,47 (d, 1H, J = 13,9 Hz), 1,09, 0,96, 0,69,
(jedes s, 3H), 0,85 (d, 3H, J = 6,87 Hz)
BEISPIEL 23: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-METHYL-12-
EN-23-HYDROXY-28-OAT (21)
-
Verbindung (20, 7,8 mg, 0,014 mmol), wie oben erhalten, wurde
unter reduziertem Druck getrocknet und mit Stickstoff
versetzt. Die erhaltene Mischung wurde in wasserfreiem
Ethanol gelöst und für 4 Stunden mit zugegebenem Raney Ni
(0,47 ml) gerührt. Nach Filtration wurde das Lösungsmittel
durch Evaporation unter reduziertem Druck entfernt. Das
Erhaltene wurde separat mit Säulenchromatographie
aufgereinigt (Hexan : Ethylacetat = 10 : 1), um die Verbindung zu
erhalten, 4,4 mg (Ausbeute: 66,97%).
-
IR (unverdünnt): 3471, 2927 cm&supmin;¹
-
¹H-NMR (300 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,33 (t, 1H), 3,59 (s, 1H), 3,45,
3,22 (ABq, 2H, J = 7,31 Hz), 2,27 (d, 1H, J = 11,4 Hz) 1,16, 1,13,
1,08, 0,70 (jedes s, 3H), 0,96 (d, 3H, J = 3,66 Hz), 0,93 (d,
3H, J = 5,37 Hz), 0,86 (d, 3H, J = 6,33 Hz)
BEISPIEL 24: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-
METHYLOXYMETHYL-2,12-DIEN-23-O-t-BUTYLDIMETHYLSILYL-28-OAT
(22)
-
Verbindung (8, 15 mg, 0,025 mmol), wie oben erhalten, wurde
unter reduziertem Druck getrocknet und mit Argon ausgetauscht
und in wasserfreiem THF gelöst. Das Erhaltene wurde zu
Natriumhydrid (1,505 mg) gegeben, mit Hexan gewaschen und MeI
(1,72 ul) wurde nach 1 Stunde zugegeben. Das Erhaltene wurde
unter Rückfluß für 3 Stunden erhitzt, unter reduziertem
Andruck einkonzentriert und separat mit Säulenchromatographie
getrennt (Hexan : Ethylacetat = 30 : 1), um die Verbindung zu
erhalten, 10,9 mg (Ausbeute: 71%).
-
IR (unverdünnt): 2927, 1725 cm&supmin;¹
-
Mass (EI): 612 m/e (M&supmin;)
-
¹H-NMR (404 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,38 (s, 1H), 3,22 (t, 1H), 3,98,
3,88 (ABq, 2H, J = 6,83 Hz), 3,59 (s, 3H), 3,36, 3,28 (ABq,
2H, J = 9,28 Hz) 3,32 (s, 3H), 2,20 (d, 1H, J = 10,3 Hz), 1,12,
1,08, 0,78 (jedes s, 3H), 0,92 (d, 3H, J = 3,42 Hz), 0,83 (d,
3H, J = 7,32 Hz), 0,85 (s, 9H). 0,00 (s, 6H)
BEISPIEL 25: HERSTELLUNG VON METHYL A(1)-NORURSA-2-
METHYLOXYMETHYL-2,12-DIEN-23-HYDROXY-28-OAT (23)
-
Verbindung (22), wie oben erhalten, wurde unter reduziertem
Druck getrocknet und in wasserfreiem THF gelöst.
-
Tetrabutylammoniumflorid (5 ul) wurde zugegeben. Das
Erhaltene wurde unter reduziertem Druck einkonzentriert und
separat mit Säulenchromatographie aufgereinigt
(Hexan : Ethylacetat = 10 : 1), um die Verbindung zu erhalten,
4 mg (Ausbeute: 70,2%).
-
Mass (EI): 498 m/e (M&spplus;)
-
¹H-NMR (400 MHz, CDCl&sub3;): δ 5,39 (s, 1H), 5,24 (t, 1H), 4,06,
3,92 (ABq, 2H, J = 13,7 Hz), 3,61 (s, 3H), 3,45, 3,36 (ABq,
2H, J = 1026 Hz), 3,39 (s, 3H), 2,23 (d, 1H, J = 11,7 Hz), 1,17,
1,12, 0,95, 0,81 (jedes s, 3H), 0,90 (d, 3H, J = 7,32 Hz), 0,86
(d, 3H, J = 6,35 Hz)
EXPERIMENTELLES BEISPIEL 1: CYTOTOXIZITÄT DER VERBINDUNGEN
-
Die Cytotoxizität der Verbindungen wurde unter Verwendung von
P388 Lymphoid-Neoplasmazelllinie und mit dem MTT-Assay
bestimmt, ein System, welches die Cytotoxizität von
Komponenten, die von natürlichen Produkten stammen,
untersucht. Wenn man berücksichtigt, dass die klinische
Verwendung von Asiatsäurederivaten bisher auf die Haut und
dergl. beschränkt ist, wurde deren cytotoxische Wirkung unter
Verwendung von einer Melanomazelllinie (Malme-3M) und einer
Normalzelllinie (Detoit 551) untersucht.
-
Bei einer Verbindung wird ein Wert von bis zu 4 ug/ml ED&sub5;&sub0;
als cytotoxisch angesehen. Die Ergebnisse wurden aufgrund
dieser Basis evaluiert.
-
Das experimentelle Verfahren ist im folgenden beschrieben:
-
Die Zellen wurden mit verschiedenen Konzentrationen von
Asiatsäurederivaten in Mikrotiterplatten in einem Inkubator
(37ºC, 5% CO&sub2;) für einen Tag inkubiert. 3-(4,5-
Dimethylthiazol-2-yl)-2,5-diphenyl-tetrazoliumbromin (MTT,
Sigma, St. Louis, MO, USA) Lösung wurde dazugegeben und die
Menge an so gebildetem Formazan wurde mit einem
spektroskopischen Verfahren analysiert. Als Maßstab für die
Cytotoxizität wurde die ED&sub5;&sub0; verwendet (Konzentration einer
Verbindung, die 50% des Zellwachstums hemmt). Als Kontrolle
wurde der ED&sub5;&sub0;-Wert von Adriamycin verwendet.
Tabelle 1
Tabelle 2
EXPERIMENTELLES BEISPIEL 2: LEBER-SCHÜTZENDE WIRKUNG UND
BEHANDLUNG MIT ASIATSÄUREDERIVATEN BEI LEBERZELLTOXIZITÄT
INDUZIERT DURCH KOHLENSTOFFTETRACHLORID ODER GLACTOSAMIN
-
Die Leber-schützende Wirkung und die Behandlung mit
Methyl A(1)-norursa-2-methyl-2,12-dien-23-hydroxy-28-oat,
Methyl A(1)-norursa-2-methyl-2,12-dien-23-succinyloxy-2-
formyl-28-oat, Methyl A(1)-norursa-2,12-dien-23-glutaryloxy-
2-formyl-28-oat, Methyl A(1)-norursa-2,12-dien-23-benzoyloxy-
2-formyl-28-oat, Methyl A(1)-norursa-2,12-dien-23-
cinnamyloxy-2-formyl-28-oat und Methyl A(1)-norursa-2-
hydroxymethyl-2,12-dien-23-hydroxy-28-oat der Verbindungen
(1) gemäß der vorliegenden Erfindung wurden untersucht.
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Für das Experiment wurden männlicher Wistars mit 150 bis
200 g Körpergewicht verwendet. Vor dem Experiment fasteten
die Tiere für einen Tag und die Leberzellen wurden in einem
2-Schritt-Kollagenase-Ausflußverfahren [D.M. Crisp and C.I.
Pogson, Biochem., 126, 1009 (1972)] isoliert, wobei dieses
Verfahren etwas modifiziert gegenüber dem von Berry and
Friend [M.N. Berry, D.S. Friend, J. Cell Biol., 43, 5006
(1969)] ist.
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Die Toxizität der Leberzellen bei Verwendung von
Tetrachlorkohlenstoff (CCl&sub4;) wurde durch Kultivieren der
isolierten Leberzellen für 24 Stunden induziert und
anschließendem weiteren Kultivieren in einem Kulturmedium,
enthaltend 10 mmol Tetrachlorkohlenstoff für 1,5 Stunden. [Y.
Kiso, Y. Suzuki and H. Hikino, Planta. Med., 49, 222 (1983)].
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Andererseits wurde die Toxizität der Leberzellen durch
Galactosamin durch Kultivieren der isolierten Leberzellen für
24 Stunden induziert und anschließend werden sie in einem
Kulturmedium, enthaltend 1,5 mM Galactosamin für 14 Stunden
weiter kultiviert [Y. Kris, M. Tohkin and H. Hikino, J. Nat.
Prod., 46, 841 (1983)].
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Die Leberzellen, bei denen Toxizität induziert wurde, wurden
in einem Kulturmedium, enthaltend die Verbindung in einer
Konzentration von 5 ug/ml oder 50 ug/ml kultiviert.
Anschließend wurde die kultivierte Lösung entnommen, um die
Aktivität der Glutaminpyruvintransaminase (GPT) mittels dem
Reitman-Frankel-Verfahren zu messen. [S. Reitman and S.
Frankel, Am. J. Cli. Pathol., 28, 56 (1957)].
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GPT-Wert der normalen Leberzellen ohne Induktion der
Toxizität wurde als 100% bestimmt und die Werte der
Toxizität-induzierten Leberzellen ohne Behandlung mit
irgendeiner Verbindung wurde als 0% bestimmt. Dann wurde der
Effekt der Regenerierung bei Lebertoxizität durch die
Verbindung als relativer Schutz (%) ausgedrückt. Die
Ergebnisse sind in der Tabelle 3 gezeigt.
Tabelle 3
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Methyl A(1)-norursa-2,12-dien-23-succinyloxy-2-formyl-28-oat,
Methyl A(1)-norursa-2-hydroxymethyl-2,12-dien-23-hydroxy-28-
oat, die Asiatsäurederivate mit modifiziertem A-Ring der
chemischen Formel (1) gemäß der vorliegenden Erfindung
zeigten zu 23-41% einen Leberschutz bei Leberzellen mit
Toxizität, induziert durch 5 ug/ml Tetrachlorkohlenstoff und
40-72%
Leberschutz bei Leberzellen mit einer Toxizität,
induziert durch Galactosamin.
FORMULIERUNGSBEISPIELE
1. Herstellung von Tabletten (Antikrebsmittel)
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Aktive Komponente 2,5 mg
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Lactose BP 151,0 mg
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Stärke BP 30,0 mg
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Vor-gelatinisierte Maisstärke BP 15,0 mg
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Die aktive Komponente wurde gesiebt, mit Lactose, Stärke und
vor-gelatinisierter Maisstärke vermischt. Entsprechende
Mengen an gereinigtem Wasser wurden dazugegeben und die
Mischung wurde granuliert. Nach dem Trocknen wurden die
Körnchen mit Magnesiumstearat vermischt und zu Tabletten
gepreßt.
2. Herstellung einer Injektion (Antikrebsmittel)
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Aktive Komponente 800 ug/ml
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Verdünnte Salzsäure BP Bis zu pH 3,5
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Injizierbares Natriumchlorid BP Maximal 1 ml
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Die aktive Komponente wurde in entsprechender Menge
injizierbarem Natriumchlorid BP gelöst und der pH der
erhaltenen Lösung wurde auf 3,5 durch Zugabe von verdünnter
Salzsäure BP eingestellt. Anschließend wurde das Volumen der
Lösung durch Zugabe von injizierbarem Natriumchlorid BP
eingestellt und die Lösung wurde kräftig gemischt. Die Lösung
wurde in 5 ml Typel-Ampullen, hergestellt aus transparentem
Glas, gefüllt und die Ampullen wurden unter dem oberen
Luftgitter durch Verschmelzen des Glases geschlossen.
Anschließend wurden die Ampullen durch Autoklavieren bei
120ºC für 15 Minuten oder länger sterilisiert, um eine
Injektion zu ergeben.
3. Herstellung von Tabletten (Leber-schützendes Mittel)
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Methyl A(1)-norursa-2-methyl-2,12-dien-28-oat 5,0 mg
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Lactose BP 150,0 mg
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Stärke BP 30,0 mg
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Vor-gelatinisierte Maisstärke BP 15,0 mg
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Magnesiumstearat 1,0 mg
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Methyl A(1)-norursa-2-methyl-2,12-dien-28-oat wurde gesiebt
und mit Lactose, Stärke und vor-gelatinisierter Maisstärke
vermischt. Entsprechende Mengen an gereinigtem Wasser wurden
dazugegeben und die Mischung wurde granuliert. Nach dem
Trocknen wurden die Körnchen mit Magnesiumstearat vermischt
und zu Tabletten gepreßt.
4. Herstellung von Kapseln (Leber-schützendes Mittel)
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Methyl A(1)-norursa-2-methyl-2,12-dien-28-oat 5,0 mg
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Stärke BP 100,0 mg
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Magnesiumstearat BP 1,0 mg
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Methyl A(1)-norursa-2-methyl-2,12-dien-28-oat wurde gesiebt
und mit den Vehikeln vermischt. Die Mischung wurde in
Gelatinekapseln gefüllt.
5. Herstellung einer Injektion (Leber-schützendes Mittel)
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Methyl A(1)-norursa-2-hydroxymethyl-2,12-dien-23-hydroxy-28-oat 1000 ug/ml
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Verdünnte Salzsäure BP bis zu pH 3,5
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Injizierbares Natriumchlorid BP Maximal 1 ml
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Methyl A(1)-norursa-2-hydroxymethyl-2,12-dien-23-hydroxy-28-
oat wurde in entsprechender Menge injizierbarem
Natriumchlorid BP gelöst und der pH der erhaltenen Lösung
wurde auf 3,5 durch Zugabe von verdünnter Salzsäure BP
eingestellt. Anschließend wurde das Volumen der Lösung durch
Verwendung von injizierbarem Natriumchlorid BP eingestellt
und die Lösung wurde kräftig gerührt. Die Lösung wurde in
5 ml Typel-Ampullen aus transparentem Glas gefüllt und die
Ampullen wurden unter dem oberen Luftgitter verschlossen
durch Verschmelzen des Glases. Anschließend wurden die
Ampullen durch Autoklavieren bei 120ºC für 15 Minuten oder
länger sterilisiert, um eine Injektion zu ergeben.
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Wie aus den experimentellen Beispielen zu erkennen ist,
zeigen die Asiatsäurederivate gemäß der vorliegenden
Erfindung einen hervorragenden Effekt bei den
Cytotoxizitätsexperimenten gegenüber Melanomazellen und einen
Leber-schützenden Effekt auf Leberzellen bei einer Toxizität
injiziert durch Tetrachlorkohlenstoff oder Galactosamin.