DE694199C - Verfahren zur Amplitudenmodulation - Google Patents

Verfahren zur Amplitudenmodulation

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DE694199C
DE694199C DE1934L0086555 DEL0086555D DE694199C DE 694199 C DE694199 C DE 694199C DE 1934L0086555 DE1934L0086555 DE 1934L0086555 DE L0086555 D DEL0086555 D DE L0086555D DE 694199 C DE694199 C DE 694199C
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03CMODULATION
    • H03C1/00Amplitude modulation
    • H03C1/50Amplitude modulation by converting angle modulation to amplitude modulation

Landscapes

  • Amplitude Modulation (AREA)

Description

  • Verfahren zur Amplitudenmodulation Es ist bekannt, zur Modulation der Amplitude von Hochfrequenzschwingungen den eigentlichen Träger aus zwei Vektoren zusammenzusetzen, indem man 'eine Antenne mit zwei elektromotorischen Kräften gleicher Frequenz und vorzugsweise gleicher Amplitude erregt und die resultierende Stärke der Antennenschwingungen durch Veränderung des Phasenunterschiedes der beiden elektromotorischen Kräfte im Rhythmus der Modulation verändert. Die resultierende Antennenschwingung ist infolgedessen Null, wenn die beiden elektromotorischen Kräfte einander entgegengesetzt sind, und sie wird im übrigen linear mit der Abnahme des Phasenwinkels gegenüber z8o° anwachsen. Erregt man also beispielsweise die Antenne mit zwei gleichen phasenverschobenen elektromotorischen Kräften und bewirkt die Sprache eine Phasenverschiebung zwischen beiden, so nimmt die Amplitude in der'Antenne mit der Zunahme des Phasenwinkels ab bzw. mit geringer werdendem Phasenwinkel zu.
  • Bei der bekannten Anordnung werden jedoch zur Durchführung dieses Modulationsverfahrens verhältnismäßig komplizierte Mittel angewandt, indem nämlich zwei aus einem Generator gespeisten und in Differentialkopplung auf den Antennenkreis arbeitenden Stromkreisen eine modulierte hochfrequente Hilfsenergie überlagert wird, um so die Frequenz der Differentialkreise praktisch konstant zu halten. Gemäß vorliegender Erfindung wird das eingangs. erwähnte Amplitudenmodulationsverfahren auf wesentlich einfachere Weise durchgeführt, bei der die Zuhilfenahme einer zusätzlichen modulierten Hochfrequenzenergie nicht erforderlich ist.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die Trägerfrequenz je einer Diagonalen zweier Brücken, .deren einander gegenüberliegende Brückenzweige ohmisch bzw. kapazitiv sind, zugeführt wird, an deren anderen Diagonalen zufolge der Lage und Größe der Brükkenwiderstände in ,ihrer -Phase entgegengesetzte und gleich große Teilströme der Trägerfrequenz auftreten, die im Ausgang einer mit diesen Diagonalen der Brücken in Verbindung stehenden Gegentaktanordnung zu einem in seiner Amplitude modulierten resultierenden Strom zusammengesetzt, und daß die Teilströme durch Ändern der Ohmschen Widerstände der Brücken im Rhythmus der Modulation in ihrer Phase geändert werden.
  • Es sei darauf hingewiesen, daß die Verwendung einer Brücke, deren einander gegenüberliegende Brückenzweige ohmisch bzw. kapazitiv sind, zur reinen Phasenmodulation bereits vorgeschlagen worden ist, jedoch nicht zum Zwecke der Amplitudenmodulation nach dem eingangs geschilderten Verfahren.
  • Der Erfindungsgedanke ist im nachstehenden an Hand der Abbildungen näher erläutert. Die Abb. r a zeigt das prinzipielle Schaltbild, dessen Einzelheiten für die praktische Durchführung weiter unten an Hand weiterer Abbildungen noch näher erläutert werden.
  • Die vom Steuersender gelieferte Trägerfrequenz St wird nach gegebenenfalls genügender Verstärkung einem Hochfrequenztransformator T,., zugeführt. Im Sekundärkreis von T", liegen zwei Brückenanordnungen I und II. Jede dieser Brücken wird aus zwei Öhmschen Widerständen Rai und R¢ bzw. Rb, und Rbz und je zwei Kondensatoren Ca, und C" bzw. Cb, und Cb.= gebildet. An den anderen Diagonalen, die nicht von T aus gespeist werden, sind weitere Hoch-, frequenztransformatoren T,; bzw. T,-3 angeschlossen, die eine G.egentaktanordhung speisen. Die Lage und Größe der Brückenwiderstände ist derart, daß die in den Transformatoren T,;_ bzw. T,., auftretenden Teilströme der Trägerfrequenz in ihrer Phase entgegengesetzt. und gleich groß sind. Diese beiden Teilströme werden im Ausgang der Gegentaktanordnung zu einem in seiner Amplitude modulierten resultierenden Strom zusammengesetzt. Bei richtiger Wahl der Widerstands- und Kapazitätsgrößen kann man erreichen, daß die den Brücken zugeführten Hochfrequenzvektoren um 9o° gedreht werden. Dies ist der Fall, wenn Die Wirkungsweise der Brückenschaltungen ergibt sich dabei im einzelnen aus Abb. i b, in der die Ströme der einzelnen Brücken-,zweige als Vektoren JR.,,'JCI,, Jet,, JF=, Jcb@, Abz, Tab, und JCb, dargestellt sind. Die zuggehörigen Widerstände, die sich aus Abb. i a ergeben, sind in Abb. i b gestrichelt eingezeichnet. Die senkrechten strichpunktierten Vektoren entsprechen der zugeführten Trägerfrequenz und die horizontal- und entgegengesetzt gerichteten strichpunktierten Vektoren stellen die am Ausgang der Brücken auftretenden Teilströme dar, die um den Winkel cpl bzw. cp2 gegen !die Eingangsströme in ihrer Phase verschoben sind. (A und B der oberen Darstellung der Abb. i b.) Die durch die Brücken I und II an die Transformatoren T, bzw. T,.3 gelegte Spannung ist also um + 9o° phasenverschoben gegenüber der den Brücken zugeführten Spannung, wodurch an,der Gegentaktanordnung eine um 18o° verschobene Spannung liegt, .deren Resultierende im dargestellten Fall Null ist.
  • Die Modulation erfolgt durch Ändern der Widerstände R", R"_, Rb, und Rb," und zwar von dem festen Wert R,,, - Ra, ---_ Rb, _- Rb., auf 0o. Bei oc; ist der Phasenwinkel Null. Die Abb. 2 zeigt die Änderung des Phasenwinkels mit steigendem Widerstand. In dieser Abbildung sind I und II wiederum die beiden Brücken mit den erwähnten Widerständen in ihren Zweigen. Die zugehörigen Ströme der einzelnen Brückenzweige sind wiederum als Vektoren eingezeichnet, und zwar entspricht der mittlere senkrechte Vektor jeweils der-zugeführten Trägerfrequenz, und die horizontalen, entgegengesetzt gerichteten strichpunktierten Vektoren stellen den Fall der Phasenverschiebung um 9o° des Ausgangsstromes gegenüber dem Eingangsstrom dar. (Phasenwinkel (p1 bzw. q)".) Die unter (p3 bzw. #94 zum Eingangsvektor stehenden strichpunktierten Vektoren stellen eine beispielsweise angenommene Phasenstellung dar, die bei Vergrößerung von R",', R,_', Rb,', Rb_` eingestellt wird. Die untere Darstellung der Abb. 2 zeigt die Zusammenwirkung der einzelnen Vektoren im Ausgang der mit den Brücken in Verbindung stehenden Gegentaktanordnung. Im Fall der Phasenverschiebung beider Vektoren um i 8o' (9r, bzw. rp..) ergibt sich der resultierende Vektor Null. Im Fall der Phasenverschiebung V3 -1- p4 ergibt sich eine bestimmte resultierende Amplitude. Die um (p5 bzw. (p, gegen die Eingangsspannung verschobenen Vektoren werden erhalten, wenn Ra,', R",, Rb,, Rb.>' weiter gegenüber dem Fall (p2, 99, vergrößert werden.
  • Die Widerstandsänderung im Takte der Modulationsamplituden erfolgt gemäß der weiteren Erfindung mittels. Elektronenröhren. Das Prinzipschaltbild der Brücken dieser Art ist in der Abb. 3 a und 3 b gezeigt, während die Abb. q. die Ausbildung eines vollständigen Senders einschließlich der Brückenanordnungen zeigt.
  • Um den Gleichrichtungseffekt der Röhren aufzuheben, wird jeder Widerstand aus zwei Röhren gebildet, die gittergesteuert sind und wechselseitig mit ihren Anoden und Kathoden an demselben Punkt liegen. Die niederfrequente Modulation wird über die Niederfrequenzhilfstransformatoren Hl ... H4 zugeführt. Die Primärseiten von HI.. . .FI4 liegen parallel, und zwar derart, daß alle Gitter und alle Kathoden an der gleichen Seite liegen. An Stelle der gittergesteuerten Röhren können auch Dioden treten, denen entsprechende Ano,denvorspannungen gegeben sind. Bei Verzvendung der erwähnten, wechselseitig zusammengeschalteten Röhren ist der Klirrfaktor bei der Modulation ' auf ein Mindestmaß herabgedrückt, so daß sich diese Schaltung insbesondere für hochwertige Übertragung, z. B. für Rundfunkübertragung, eignet. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese besondere Röhrenanordnung beschränkt, vielmehr kommt man, wenn an die Übertragung nicht derart hohe Anforderungen gestellt werden, auch mit einfachen Röhrenaus, z. B. bei kom-. merziellen Stationen, die im wesentlichen Nachrichten übermitteln, bei denen ein geringer Klirrfaktor nicht stört.
  • Die Abb. 312 unterscheidet sich von Abb. 3a dadurch, da.ß Dioden verwendet sind und die Niederfrequenz an den Anoden zugeführt wird. Die Schaltelemente ergeben sich aus der Abbildung selbst.
  • Aus,empfängertechnischen Gründen kann es unter # Umständen unzweckmäßig sein, die Phasenverschiebung ,der beidenTeilsträme ge- geneinander in ,den Modulationspausen bis auf i 8o° zu bringen und dadurch die Ausstrahlung vollkommen zu unterdrücken, sondern einen gewissen Ruhewert des Trägers in den Modulatio.nspaus-en zu hissen. Diese Einstellun,-"dpr Anordnung auf einen bestimmten Ruhewert des Trägers kann sowohl mit Hilfe. des Ruhestromes det Röhren. in den Brückenzweigen durch Verändern der Anodengleichspannung als auch mittels der Kapazitäten in den Brükkenzweigen geschehen. Im ersteren Fall erfolgt die Einstellung des Trägerruhewertes mit Hilfe des Widerstandes W der Abb. 3a, 3b und q..
  • Ebenso kann es zur Kompensation von Verzerrungen, die empfänger- oder senderseitig auftreten, erwünscht sein, die Phasenänderung nicht proportional der Modulationsamplitude vorzunehmen, sondern nach einem bestimmten nichtlinearen Gesetz, z. B. dadurch, daß man den einen Widerständ des Brückenzweiges nicht in dem gleichen Maße ändert wie den anderen Brückenwiderstand oder sogar im Grenzfall konstant hält.
  • Bei der Anordnung nach Abb. q. wird die' Trägerfrequenz des Steuersenders St einer Brückenanordnung nach Abb.3b zugeführt. An diese schließt sich eine Gegentaktanordnung an.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Amplitudenmodulation, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerfrequenz je einer Diagonalen 2weier Brücken, deren eina7'nder gegenüberliegende Brückenzweige ohmisch bzw. kapazitiv sind, zugeführt wird, an deren' anderen Diagonalen zufolge der Lage und Größe der Brückenwiderstände in ihrer Phase entgegengesetzte und gleich große Teilströme der Trägerfrequenz auftreten, die .im Ausgang einer mit diesen Diagonalen der .Brücken in Verbindung stehenden Gegentaktanordnung zu einem in seiner Amplitude modulierten resultierenden Strom zusammengesetzt, und daß.die Teilströme durch Ändern der Ohmschen Widerstände der Brücken im Rhythmus der Modulation in ihrer Phase geändert werden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ohmschen Widerstände der Brücken aus gesteuerten Röhren bestehen. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ohmschen Widerstände der Brücken aus j e zwei gesteuerten Röhren bestehen, deren Anoden und Kathoden wechselseitig miteinander verbunden sind. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gesteuerten Röhren aus gemeinsamen Spannungsquellen gespeist werden. 5. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderung der Ohmschen Brückenwiderstände nach einem bestimmten, von der Modulationsamplitude abhängigen nichtlinearen Gesetz erfolgt. 6. Verfahren nach Anepruch i, bei dem in den Modulationspausen ein bestimmter Ruhewert des Trägers vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung des Trägerruhewertes mit Hilfe des Ruhestromes der in den Brückenzweigen liegenden Röhren durch Änderung deren Anodengleichspannung erfolgt. 7. Verfahren nach Anspruch i, bei dem in den Modulationspausen ein bestimmter Ruhewert des Trägers vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung des Trägerruhewertes durch Änderung der kapazitiven Widerstände der Brücken erfolgt.
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