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Die Erfindung betrifft eine Harzmasse, insbesondere eine Harzmasse mit verbesserter
Wärmebeständigkeit, Flexibilität und Schlagfestigkeit.
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In der Nahrungsmittel-Industrie und anderen Industrien besteht ein starker Bedarf an
Materialien, die ausgezeichnete Wärmebeständigkeit, Flexibilität und Schlagfestigkeit besitzen.
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Es ist bekannt, daß Polymere auf 4-Methyl-1-penten-Basis ausgezeichnete
Wärmebeständigkeit besitzen und einen Schmelzpunkt im Bereich von 220-240ºC aufweisen.
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Formkörper, die hergestellt sind aus 4-Methyl-1-pentenpolymeren, besitzen jedoch eine
geringe Flexibilität und Schlagfestigkeit, trotz ihrer ausgezeichneten Wärmebeständigkeit.
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Die EP-A-139 892, DE-A-3 307 946 und FR-A-2 396 782 beschreiben Massen,
umfassend 4-Methyl-1-pentenpolymer und andere Polyolefine, enthaltend 1-Buten.
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Die vorliegende Erfindung möchte eine Harzmasse liefern, die die hohe
Wärmebeständigkeit der Polymere auf 4-Methyl-1-penten-Basis beibehält und die auch sehr gut ist in der
Flexibilität, Klebrigkeit und Transparenz.
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Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wurden intensive Untersuchungen durchgeführt,
und es hat sich gezeigt, daß eine Harzmasse, umfassend ein Polymer auf 4-Methyl-1-penten-Basis,
ein flüssiges Polymer auf Buten-Basis und ein festes Polymer auf Buten-1-Basis in speziellen
Anteilen, nicht nur hohe Wärmebeständigkeit zeigt, sondern auch gute Flexibilität und hohe
Schlagfestigkeit, und damit frei ist von einem Ausbluten.
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Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird das obige Ziel erreicht durch Lieferung einer
Harzmasse, umfassend:
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(A) 99 bis 40 Gew.-Teile eines Polymers auf 4-Methyl-1-penten-Basis,
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(B) 3 bis 30 Gew.-Teile eines flüssigen Polymers auf Buten-Basis mit einer kinetischen
Viskosität von 2 bis 5000 x 10&supmin;&sup6; m²/s (2 bis 5000 cSt) bei 100ºC, und
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(C) 1 bis 30 Gew.-Teile eines festen Polymers auf Buten-1-Basis, wobei die Summe
von (A) + (B) + (C) 100 Gew.-Teile ausmacht.
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Fig. 1 ist ein Diagramm, das ein Verfahren angibt zur Messung der Klebrigkeit von Folien,
die nach den Beispielen 1-5 und den Vergleichsbeispielen 1-4 hergestellt worden sind, und
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Fig. 2 ist ein Diagramm; das das Teststuck zeigt, das zur Messung der
Wärmebeständigkeitstemperatur von Folien verwendet wird, die nach den Beispielen 1-5 und Vergleichsbeispiel 1
hergestellt worden sind.
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Die Harzmasse nach der vorliegenden Erfindung wird unten mehr im Detail beschrieben.
Die Komponente (A) oder das Polymer auf 4-Methyl-1-penten-Basis, das die erste
wesentliche Komponente der wärmebeständigen Einschlagfolie nach der vorliegenden Erfindung ist
ist ein Polymer, enthaltend 4-Methyl-1-penten als einen Hauptbestandteil. Beispiele sind ein
Homopolymer aus 4-Methyl-1-penten sowie Copolymere aus 4-Methyl-1-penten und anderen α-
Olefinen. Beispiele für α-Olefine, außer dem 4-Methyl-1-penten, sind α-Olefine mit 2-20
Kohlenstoffatomen, umfassend Ethylen, Propylen, 1-Buten-1-Hepten, 1-Hexen, 1-Octen, 1-Decen, 1-
Dodecen, 1-Tetradecen, 1-Hexadecen, 1-Octadecen und 1-Eicocen. Diese α-Olefine können in
dem Polymer auf 4-Methyl-1-penten-Basis entweder einzeln oder im Gemisch enthalten sein.
Wenn diese α-Olefine in dem Polymer auf 4-Methyl-1-penten-Basis enthalten sind, liegt ihr Gehalt
typischerweise im Bereich von etwa 1 bis 10 Gew.-%.
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Die Grundviskosität [η] des Polymers auf 4-Methyl-1-penten-Basis, gemessen in dem
Lösungsmittel Decalin bei 135ºC, liegt typischerweise im Bereich von 1,0 bis 3,0, vorzugsweise von
2,0 bis 2,5.
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Die Komponente (B) oder das flüssige Polymer auf Buten-Basis, das die zweite
wesentliche Komponente der Harzmasse nach der vorliegenden Erfindung ist, ist ein Polymer, enthaltend
Isobutylen als Hauptbestandteil. Beispiele sind ein Homopolymer aus Isobutylen sowie
Copolymere, die eine Hauptmenge Isobutylen und eine geringere Menge, d.h. nicht mehr als 40 mol-%,
anderer α-Olefine enthalten. Beispiele für α-Olefine, außer Isobutylen, umfassen 1-Buten, 2-
Buten und Butadien. Diese α-Olefine können in dem flüssigen Polymer auf Buten-Basis entweder
einzeln oder im Gemisch enthalten sein.
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Das flüssige Polymer auf Buten-Basis besitzt eine kinetische Viskosität von 2-5000 x
10&supmin;&sup6; m²/s (2-5000 cSt) bei 100ºC, vorzugsweise besitzt dieses Polymer eine kinetische Viskosität
von 50-1000 x 10&supmin;&sup6; m²/s (50-1000 cSt), da es zur Erzeugung einer Harzmasse mit ausgezeichneter
Formbarkeit und Qualität beiträgt.
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Die Komponente (C) oder das feste Polymer auf 1-Buten-Basis, das die dritte wesentliche
Komponente der Harzmasse nach der vorliegenden Erfindung darstellt, ist ein kristallines
Polymer, enthaltend Buten-1 als Hauptbestandteil. Beispiele sind ein Homopolymer aus Buten-1 sowie
Copolymere aus Buten-1 und anderen α-Olefinen. Beispiele für α-Olefine, außer Buten-1,
umfassen Ethylen und Propylen. Diese α-Olefine können in dem festen Polymer auf Buten-1-Basis
entweder
einzeln oder im Gemisch enthalten sein. Wenn diese α-Olefine in dem festen Polymer auf
Buten-1-Basis enthalten sein sollen, ist ihr Gehalt typischerweise weniger als 30 mol-%,
insbesondere weniger als 20 mol-%. Das feste Polymer auf Buten-1-Basis als Komponente (C), kann
hergestellt werden durch Polymerisieren von Buten-1, entweder allein oder in Kombination mit
anderen α-Olefinen, in Gegenwart eines Ziegler-Katalysators.
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Das feste Polymer auf Buten-1-Basis (C) besitzt typischerweise eine Kristallinität von 20-
60 %, die vorzugsweise im Bereich von 30-50 % liegt, um eine deutliche Wirksamkeit zur
Erzeugung einer besseren Flexibilität zu besitzen.
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Das feste Polymer auf Buten-1-Basis (C) besitzt im allgemeinen eine Fließfähigkeit von
0,01-50 g/10 min, vorzugsweise 0,05-20 g/10 min, um eine Harzmasse mit zufriedenstellender
mechanischer Festigkeit und guten Verträglichkeit zwischen dem festen Polymer auf Buten-1-
Basis (C) und dem Polymer auf 4-Methyl-1-penten-Baiss (A) zu ergeben. Die Fließfahigkeit, wie
in der vorliegenden Erfindung angegeben, wird gemessen nach ASTM D 1238E.
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Die Harzmasse nach der vorliegenden Erfindung wird hergestellt durch Formen einer
Harzmasse, umfassend die oben beschriebenen Polymere (A), (B) und (C).
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Um die Herstellung einer Harzmasse sicherzustellen, die verbesserte Wärmebeständigkeit,
Flexibilität, Klebrigkeit und Schlagfestigkeit besitzt, und bei der das flüssige Polymer auf Buten-
Basis (B) im wesentlichen nicht ausblutet, sind die relativen Anteile der drei Komponenten (A),
(B) und (C) in der Harzmasse so, daß die Komponente (B) in einer Menge von 3-30 Gew.-Teilen
auf 99-40 Gew.-Teile der Komponente (A), und die Komponente (C) in einer Menge von 1-30
Gew.-Teilen auf 99-40 Gew.-Teile der Komponente (A) enthalten ist. Vorzugsweise ist jede der
Komponenten (B) und (C) in einer Menge von 3-15 Gew.-Teilen auf 94-70 Gew.-Teile der
Komponente (A) enthalten. Unabhängig von den speziellen Anteilen Beträgt die Summe (A) + (B) +
(C) 100 Gew.-Teile.
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Die erfindungsgemäße kann gegebenenfalls einen oder mehrere Zusatzstoffe enthalten,
ausgewählt aus Antioxidantien, Färbemitteln, UV-Absorbern, anorganischen Füllstoffen,
antistatischen Mitteln, Anti-Trübungsmitteln und Wärmestabilisatoren.
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Das Verfahren zur Herstellung der Harzmasse nach der vorliegenden Erfindung ist in
keiner Weise beschränkt. In einem typischen Falle werden die Komponenten (A), (B) und (C) der
Harzmasse, sowie etwa vorhandene Zusatzstoffe, wie oben angegeben, die nach Bedarf zugesetzt
werden können, getrennt in vorbestimmten Mengen, in einen Extruder eingebracht; wahlweise
werden die einzelnen Komponenten und Bestandteile bzw. Zusatzstoffe vorher vermischt und das
Gemisch in den Extruder eingebracht; in dem Extruder wird das Gemisch geschmolzen und
verknetet, um die Harzmasse herzustellen, und anschließend durch einen geeigneten Formspritzkopf,
wie einen T-Spritzkopf oder Rbhrspritzkopf, extrudiert zur Formung der Folie oder durch
Spritzguß. Die Erhitzungstemperatur in dem Extruder oder der Spritzgußvorrichtung liegt
typischerweise bei 240-300ºC.
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Die Harzmasse nach der vorliegenden Erfindung besitzt ausgezeichnete
Wärmebeständigkeit, Flexibilität und Schlagfestigkeit und kann daher für verschiedene Anwendungsgebiete
verwendet werden, bei denen sowohl Wärmebeständigkeit als auch Flexibilität in hohem Maße
erforderlich sind, z.B. für Einschlagfolien, Behältern und verschiedene andere Verpackungen, die in
Mikrowellenöfen verwendet werden sowie für Produkte, die einer Sterilisation bei hoher
Temperatur unterworfen werden, wie als in der Retorte behandelbare Nahrungsmittelverpackung oder
Transfusionsbeutel für Ringer-Lösung.
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Die folgenden Beispiele und Vergleichsbeispiele erläutern die Erfindung weiter.
Beispiel 1
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90 Gew.-Teile Poly-4-methyl-1-penten (MXO21 von Mitsui Petrochemical Industries,
Ltd.), 5 Gew.-Teile flüssige Polybuten (B) (HV300 von Nippon Petrochemicals Co., Ltd.:
kinetische Viskosität 630 x 10&supmin;&sup6; m²/s (630 cSt) bei 100ºC) und 5 Gew.-Teile Polybuten-1 (C-1)
(Beaulon M2181 von Mitsui Petrochemical Industries, Ltd.: Fließfähigkeit 1,0 g/ 10 min, Dichte
0,900 g/cm³, Fp 71ºC) wurden in einem Henschel-Mischer vermischt, um eine Harzmasse
herzustellen. Die Harzmasse wurde dann in einen Extruder eingebracht, in dem sie geschmolzen und
verknetet wurde bei einer Formtemperatur von 290ºC. Die Schmelze wurde durch einen T-
Spritzkopf extrudiert, um eine Einschlagfolie mit einer Dicke von 12 µm und einer Breite von 300
mm zu erhalten.
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Die Streckgrenze, die Bruchfestigkeit, die Dehnung, der Modul, die Reißfestigkeit, die
Trübung, der Glanz, die Klebrigkeit und die Wärmebeständigkeitstemperatur der so hergestellten
Einschlagfolie wurden nach den unten beschriebenen Methoden bestimmt, und die Ergebnisse sind
in Tabelle 1 angegeben.
Streckgrenze, Bruchfestigkeit und Dehnung
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Gemessen nach ASTM D 882.
Reißfestigkeit
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Gemessen nach ASTM D 1992 (Elmendorf-Reißtest).
Trübung
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Gemessen nach ASTM D 1003.
Glanz
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Gemessen bei 60ºC nach ASTM D 523.
Klebrigkeit
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Zwei 8 cm breite und 10 cm lange Folienstücke, die eine Woche nach dem Formen bei
40ºC gealtert worden waren, wurden aufeinander gelegt und zwischen Preßwalzen mit einem
Spaltdruck von 0,2 kg/cm² durchgeführt, wodurch ein Teststück hergestellt wurde, bei dem die
beiden Folien in allen Bereichen in innigem Kontakt miteinander gehalten wurden, mit Ausnahme
einer Breite von 2 cm von einer Seite der Folie aus.
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Dann wurde das Teststück, wie in Fig. 1 angegeben; angeordnet, wobei das Teststück als
1 bezeichnet ist und der Endteil 2 einer Folie 1a auf der Seite des Teststücks 1, wo die beiden
Folien nicht in innigem Kontakt miteinander standen, wurde mit Hilfe eines doppelt beschichteten
Klebebandes mit einem Endteil 5 eines Trägers 4 fest verbunden, der an einem Tisch 3 fixiert war.
Ferner wurde eine Last 7 an einem Endteil 6 der anderen Folie 1b auf der gleichen Seite des
Teststückes 1 (wo die beiden Folien nicht in innigem Kontakt miteinander standen) angebracht in
einer Atmosphäre von 23ºC und 50 % relativer Feuchte. Die Last wurde nach und nach durch
schwerere ersetzt, bis die aufeinander liegenden Folien 1a und 1b des Teststückes 1 sich
voneinander trennten, woraufhin die Last 7 sich zu bewegen begann. Das Gewicht (in Gramm/8 cm) der
angewandten Last zu diesem Zeitpunkt wurde gemessen als die Klebrigkeit der Folie.
Wärmebeständigkeitstemperatur
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Wie in Fig. 2 gezeigt, wurde eine wärmebeständige Einschlagfolie 11 mit einer Breite von
3 cm und eine Länge von 14 cm vorgesehen und Bahnen von flach genarbtem Papier 13a und 13b,
jeweils mit einer Breite von 3 cm und eine Länge von 2,5 cm, wurden auf das obere Ende 12a
bzw. das untere Ende 12b der Einschlagfolie 11 aufgelegt, und die entsprechenden Teile wurden
mit einem Doppelklebeband verbunden, um ein Teststück herzustellen.
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Das obere Ende 1 2a dieses Teststücks wurde in einer Einspannvorrichtung befestigt, und
eine Last von 10 g wurde an dem unteren Ende 12b angebracht. Unmittelbar nach diesem Aufbau
wurde das Teststück in einen Luftofen gegeben und erwärmt, wobei die Temperatur in 1 h
Intervallen jeweils um 5ºC erhöht wurde bis die Probe brach. Die maximale Temperatur, der die Probe
widerstehen konnte ohne zu brechen, wurde als "Wärmebeständigkeitstemperatur" der Probe
bezeichnet.
Beispiel 2
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Eine wärmebeständige Einschlagfolie wurde hergestellt durch Wiederholen des Verfahrens
nach Beispiel 1 mit der Ausnahme, daß Poly-4-methyl-1-penten, flüssiges Polybuten und
Polybuten-1 (C-1) in relativen Anteilen von 85, 5 bzw. 10 Gew.-Teilen miteinander vermischt wurden.
Die Folie wurde auf die Streckgrenze, die Bruchfestigkeit, die Dehnung, den Modul, die
Reißfestigkeit,
die Trübung, den Glanz, die Kiebrigkeit und die Wärmebeständigkeitstemperatur
untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Beispiel 3
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Eine wärmebeständige Einschlagfolie wurde hergestellt durch Wiederholen des Verfahrens
nach Beispiel 1 mit der Ausnahme, daß Polybuten-1 (C-1) ersetzt wurde durch Polybuten-1 (C-2)
(Beaulon M3080 von Mitsui Petrochemical Industries, Ltd.: Fließfähigkeit 0,2 g/10 min, Dichte
0,890 g/cm³, Fp 98ºC). Die Folie wurde auf die Streckgrenze, die Bruchfestigkeit, die Dehnung,
den Modul, die Reißfestigkeit, die Trübung, den Glanz, die Klebrigkeit und die
Wärmebeständigkeitstemperatur untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Beispiel 4
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Eine wärmebeständige Einschlagfolie wurde hergestellt durch Wiederholen des Verfahrens
nach Beispiel 1 mit der Ausnahme, daß Poly-4-methyl-1-penten, flüssiges Polybuten und
Polybuten-1 (C-2) anstelle von Polybuten (C-1) in relativen Anteilen von 85, 5 bzw. 10 Gew.-Teilen
miteinander vermischt wurden. Die Folie wurde auf die Streckgrenze, die Bruchfestigkeit, die
Dehnung, den Modul, die Reißfestigkeit, die Trübung, den Glanz, die Klebrigkeit und die
Wärmebeständigkeitstemperatur untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Beispiel 5
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Eine wärmebeständige Einschlagfolie wurde hergestellt durch Wiederholen des Verfahrens
nach Beispiel 1 mit der Ausnahme, daß Poly-4-methyl-1-penten, flüssiges Polybuten und
Polybuten-1 (C-2) anstelle von Polybuten-1 (C-1) in relativen Anteilen von 85, 7 bzw. 8 Gew.-Teilen
miteinander vermischt wurden. Die Folie wurde auf die Streckgrenze, die Bruchfestigkeit, die
Dehnung, den Modul, die Reißfestigkeit, die Trübung, den Glanz, die Klebrigkeit und die
Wärmebeständigkeitstemperatur untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Vergleichsbeispiel 1
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Eine wärmebeständige Einschlagfolie wurde hergestellt durch Wiederholen des Verfahrens
nach Beispiel 1 mit der Ausnahme, daß die Harzmasse, aus der die Folie geformt wurde, ersetzt
wurde durch eine Masse bestehend aus 90 Gew.-Teilen Poly-4-methyl-1-penten und 10 Gew.-
Teilen flüssigem Polybuten. Die Folie wurde auf die Streckgrenze, die Bruchfestigkeit, die
Dehnung, den Modul, die Reißfestigkeit, die Trübung, den Glanz, die Klebrigkeit und die
Wärmebeständigkeitstemperatur untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Tabelle 1-1
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* L = Längsrichtung; Q = Querrichtung ** Alle in Klammern angegebenen Werte sind Gewichtsteile.
Tabelle 1-2
Beispiel 6
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70 Gew.-Teile Poly-4-methyl-1-penten (MXO21 von Mitsui Petrochemical Industries,
Ltd.), 15 Gew.-Teile flüssige Polybuten (B) (HV300 von Nippon Petrochemicals Co., Ltd.:
kinetische Viskosität 630 x 10&supmin;&sup6; m²/s (630 cSt) bei 100ºC) und 15 Gew.-Teile Polybuten-1 (C-1)
(Beaulon M2181 von Mitsui Petrochemical Industries, Ltd. Fließfähigkeit 1,0 g/ 10 min, Dichte
0,900 g/cm³, Fp 71ºC) wurden in einem Henschel-Mischer vermischt, um eine Harzmasse
herzustellen. Die Harzmasse wurde dann in einen Extruder eingebracht, in dem sie geschmolzen und
verknetet wurde bei einer Formtemperatur von 290ºC. Die Schmelze wurde durch einen T-
Spritzkopf extrudiert, um eine Folie mit einer Dicke von 200 µm und einer Breite von 300 mm zu
erhalten.
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Die Streckgrenze, die Bruchfestigkeit, die Dehnung, der Modul, die Reißfestigkeit, die
Trübung, die Ausblut-Eigenschaft und die Wärmebeständigkeitstemperatur der so hergestellten
Folie wurden nach den unten beschriebenen Methoden bestimmt, und die Ergebnisse sind in
Tabelle 2 angegeben.
Streckgrenze Bruchfestigkeit und Dehnung
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Gemessen nach ASTM D 882.
Reißfestigkeit
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Gemessen nach ASTM D 1992 (Elmendort-Reißtest).
Trübung
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Gemessen nach ASTM D 1003.
Ausblut-Eigenschaft
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Ein Teststück mit einer Breite von 50 mm und einer Länge von 50 mm wurde hergestellt
durch Schneiden der 200 µm dicken Folie. Nach Behandlung in einem Luftofen bei 80ºC während
2 h wurde das Teststück nach dem Gefühl entsprechend den folgenden Kriterien bewertet:
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o nicht schleimig oder nicht klebrig
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x schleimig oder klebrig
Wärmebeständigkeit
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Die Harzmasse wurde in eine Spritzgußvorrichtung eingebracht, und die eingespeiste
Masse bei 295ºC geformt, um ein Teststück mit einer Dicke von 50 mm, einer Höhe von 50 mm und
einem Durchmesser von 46 mm herzustellen. Nach dem Erhitzen in einem Luftofen bei 160ºC
während 30 min wurde die Form des Teststücks durch visuelle Untersuchung entsprechend den
folgenden Kriterien untersucht:
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o es war weder eine Veränderung der Form, noch ein Schmelzen eingetreten
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x es waren Anderungen der Form oder ein Schmelzen eingetreten
Schlagfestigkeit
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Gemessen nach ASTM D 3420.
Beispiel 7
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Eine wärmebeständige Einschlagfolie und ein Spritzguß-Formstück wurden hergestellt
durch Wiederholen des Verfahrens nach Beispiel 6 mit der Ausnahme, daß Polybuten-1 (C-1)
ersetzt wurde durch Polybuten-1 (C-2) (Beaulon M3080 von Mitsui Petrochemical Industries,
Ltd. Fließfähigkeit 0,2 g/10 min, Dichte 0,890 g/cm³, Fp 98ºC). Die Folie wurde auf die
Streckgrenze, den Modul, die Reißfestigkeit, die Trübung, die Schlagfestigkeit, die Ausblut-Eigenschaft
und die Wärmebeständigkeit untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben.
Beispiel 8
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Eine Folie und ein Spritzguß-Formstück wurden hergestellt durch Wiederholen des
Verfahrens nach Beispiel 6 mit der Ausnahme, daß Poly-4-methyl-1-penten, flüssiges Polybuten und
Polybuten-1 (C-1) in relativen Anteilen von 60, 20 bzw. 20 Gew.-Teilen miteinander vermischt
wurden. Die Folie und das Formstück wurden auf die Streckgrenze, den Modul, die
Reißfestigkeit, die Trübung, die Schlagfestigkeit und die Wärmebeständigkeit untersucht. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 2 angegeben.
Vergleichsbeispiel 2
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Eine Folie und ein Spritzguß-Formstück wurden hergestellt durch Wiederholen des
Verfahrens nach Beispiel 6 mit der Ausnahme, daß die Harzmasse, aus der die Folie geformt wurde,
ersetzt wurde durch 100 Gew.-Teile Poly-4-methyl-1-penten. Die Folie und das Formstück
wurden auf die Streckgrenze, den Modul, die Reißfestigkeit, die Trübung, die Schlagfestigkeit, die
Ausblut-Eigenschaft und die Wärmebeständigkeit untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2
angegeben.
Vergleichsbeispiel 3
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Eine Folie und ein Spritzguß-Formstück wurden hergestellt durch Wiederholen des
Verfahrens nach Beispiel 6 mit der Ausnahme, daß die Harzmasse, aus der die Folie geformt wurde,
ersetzt wurde durch 70 Gew.-Teile Poly-4-methyl-1-penten und 30 Gew.-Teile flüssiges
Polybuten. Die Folie und das Formstück wurden auf die Streckgrenze, den Modul, die Reißfestigkeit, die
Trübung, die Schlagfestigkeit, die Ausblut-Eigenschaft und die Wärmebeständigkeit untersucht.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben.
Vergleichsbeispiel 4
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Eine Folie und ein Spritzguß-Formstück wurden hergestellt durch Wiederholen des
Verfahrens nach Beispiel 6 mit der Ausnahme, daß Poly-4-methyl-1-penten und Polybuten-1 (C-1) in
relativen Anteilen von 70 bzw. 30 Gew.-Teilen miteinander vermischt wurden. Die Folie und das
Formstück wurden auf die Streckgrenze, den Moduyl, die Reißfestigkeit, die Trübung, die
Schlagfestigkeit, die Ausblut-Eigenschaft und die Wärmebeständigkeit untersucht. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 2 angegeben.
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Die ertindungsgemäße Harzmasse besitzt bessere Flexibilität und Schlagfestigkeit sowie
Wärmebeständigkeit, da sie eine hohe Wärmebeständigkeitstemperatur von 160ºC besitzt. Daher
kann die Harzmasse nach der vorliegenden Erfindung im Hochtemperaturbereich verwendet
werden, wo übliche flexible Materialien völlig ungeeignet sind. Grundsätzlich besitzt die
erfindungsgemäße Harzmasse, im Hinblick auf diese vorausgenommene Ausweitung der Anwendung, große
Vorteile in der Praxis.
Tabelle 2
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* L = Längsrichtung; Q = Querrichtung