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Die vorliegende Erfindung betrifft
Organosiloxanzusammensetzungen, die durch eine platinkatalysierte
Hydrosilylierungsreaktion härtbar sind. Genauer betrifft die Erfindung eine härt
bare Organopolysiloxanzusammensetzung, die stark an
Kunststoffsubstrate bindet, mit denen sie während des Härtens in Kontakt ist.
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Organosiloxanzusammensetzungen, die durch eine
platinkatalysierte Hydrosilylierungsreaktion härten, härten bei relativ
niedrigen Temperaturen in kurzer Zeit, ohne Nebenprodukte zu
erzeugen. Die gehärteten Materialien haben eine ausgezeichnete
Flammfestigkeit und elektrische Isolierung. Diese Kombination aus
ausgezeichneten Eigenschaften hat zu ihrer Anwendung in einer
Vielzahl von industriellen Bereichen geführt. Ein Nachteil vieler
Organosiloxanzusammensetzungen, die durch eine platinkatalysierte
Hydrosilylierungsreaktion härten, ist ihre Unfähigkeit, an
Substraten, mit denen sie während des Härtens in Kontakt sind, zu
haften.
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Intensive Untersuchungen haben zu Additiven geführt, um
die Haftung dieser organosiloxanzusammensetzungen zu verbessern.
Beispiele für solche Additive schließen
Teilhydrolyse-Kondensationsprodukte von Vinyltrichlorsilan und einem
Vinyltrialkoxysilan, wie in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 47-36255
[36,255/72]; von acryloxyalkylhaltigen Silanen und Siloxanen, wie
in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 51-28309
[28,309/76]; von Organosiliciumverbindungen, die in jedem Molekül
mindestens eine A(R"O)&sub2;Si-Gruppe und mindestens eine
siliciumgebundene Niedrigalkenylgruppe oder siliciumgebundene
Wasserstoffatome enthalten, worin A eine epoxyhaltige monovalente
Kohlenwasserstoffgruppe und R" einen Niedrigalkylrest bedeutet,
enthalten; beschrieben in der japanischen Patentveröffentlichung Nr.
52-48146 [48,146/77]; von organopolysiloxanen mit Acryloxy- oder
Methacryloxyendgruppen, wie in der japanischen
Patentveröffentlichung Nr. 55-39258 [39,258/80] beschrieben und von
Alkoxysilanen, die ethylenisch ungesättigte Gruppen enthalten, die in
der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 56-9183 [9,183/81]
beschrieben sind, ein, ohne darauf beschränkt zu sein.
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Beispiele für weitere die Haftung fördernde Additive
sind: die Kombination aus einer Epoxyverbindung und einer
organoaluminiumverbindung, wie in der offengelegten japanischen
Patentanmeldung [Kokai oder nicht geprüft) Nr. 60-101146 [101,146/85]
beschrieben, und eine Aluminium- oder Zirconiumverbindung in
Kombination mit einer Organosiliciumverbindung, die
siliciumgebundene ethylenisch ungesättigte und Alkoxygruppen enthält, wie in
der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. 62-240361
[240,361/87] beschrieben.
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Organosiloxanzusammensetzungen, die die vorher erwähnten
Silane und/oder Siloxane als Haftvermittler in Abwesenheit von
organometallischen Verbindungen enthalten, haften in der Tat stark
an Metallen, mit denen sie während des Härtens in Kontakt sind,
jedoch ist die Haftung dieser Zusammensetzungen an
Kunststoffsubstraten, insbesondere an Polyphenylensulfid und Polycarbonat,
typischerweise weniger befriedigend.
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Obwohl diese Haftung an Kunststoffen verbessert werden
kann durch die Kombination einer organometallischen Verbindung mit
dem Silan oder Siloxan, bleibt die Festigkeit der kohäsiven
Bindung für manche Anwendungen ungenügend. Außerdem zeigt die härt
bare Organopolysiloxanzusammensetzung, die in der vorher erwähnten
offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. 60-101146 offenbart
wird, das zusätzliche Problem einer kurzen Gelierungzeit
(Topfzeit) bei Raumtemperatur. Die vorliegenden Erfinder führten
intensive Forschungen durch, um die Probleme zu lösen, die mit der
Haftung von Kunststoffen von Organosiloxanzusammensetzungen des
Standes der Technik, die durch eine platinkatalysierte
Hydrosilylierungsreaktion härten, verbunden sind. Die vorliegende
Erfindung ist ein Ergebnis dieser Untersuchungen.
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, härtbare
Organosiloxanzusammensetzung bereitzustellen, die eine starke
kohäsive Bindung an Kunststoffe während des Härtens entwickeln und
die nicht den Nachteil einer unzureichend kurzen Topfzeit haben.
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Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden gelöst,
indem zu einer Organosiloxanzusammensetzung, die durch eine durch
Platin katalysierte Hydrosilylierungsreaktion härtbar ist, ein
Haftvermittler zugegeben wird, der im wesentlichen aus einer
ersten Organosiliciumverbindung, die Alkoxygruppen und eine
ethylenisch ungesättigte Gruppe enthält, einer zweiten
Organosiliciumverbindung, die Alkoxygruppen und eine epoxidhaltige
Gruppe enthält und einer Aluminium- oder Zirconiumverbindung
besteht.
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Die Erfindung liefert eine verbesserte härtbare
Organopolysiloxanzusammensetzung umfassend
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(A) 100 Gewichtsteile eines organopolysiloxans mit mindestens
zwei siliciumgebundenen Niedrigalkenylresten in jedem Molekül,
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(B) 0,3 bis 40 Gewichtsteile eines Organohydrogensiloxans mit
mindestens zwei siliciumgebundenen Wasserstoffatomen in jedem
Molekül oder eine Mischung von mindestens zwei solcher
organohydrogensiloxane und
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(C) eine Menge einer Verbindung eines Metalls der Platingruppe,
die ausreicht, um die Härtung dieser Zusammensetzung zu fördern.
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Die Verbesserung, die die vorliegenden Zusammensetzungen
kennzeichnet, umfaßt die Gegenwart eines Haftvermittlers, der im
wesentlichen aus
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(D) 0,1 bis 30 Gewichtsteilen einer ersten
Organosiliciumverbindung, die sowohl siliciumgebundene ethylenisch ungesättigte
Gruppen als auch siliciumgebundene Alkoxygruppen enthält,
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(E) 0,1 bis 30 Gewichtsteilen einer zweiten
Organosiliciumverbindung, die sowohl siliciumgebundene Epoxy- als auch
siliciumgebundene Alkoxygruppen enthält und
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(F) 0,001 bis 10 Gewichtsteilen einer Aluminiumverbindung oder
Zirconiumverbindung besteht.
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Die Inhaltsstoffe der vorliegenden
Organosiloxanzusammensetzungen werden nun im Detail beschrieben.
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Das im folgenden als Inhaltsstoff A bezeichnete
organopolysiloxan ist der Hauptinhaltsstoff der vorliegenden
Zusammensetzungen. Dieser Inhaltsstoff sollte mindestens zwei
siliciumgebundene Niedrigalkenylreste in jedem Molekül enthalten. Die
Zusammensetzung härtet nicht, wenn Inhaltsstoff A weniger als zwei
siliciumgebundene Niedrigalkenylreste in jedem Molekül enthält. Es
besteht keine spezielle Beschränkung bezüglich der Molekülstruktur
von Inhaltsstoff A und dieser kann geradkettig, verzweigt,
netzartig oder ein Harz sein. Dieser Inhaltsstoff kann ein
Homopolymer, Copolymer oder eine Mischung davon sein. Die Viskosität von
Inhaltsstoff A bei 25ºC kann im Bereich von 10 Centipoise bis zu
hohen Viskositäten, die mit Gummis und Feststoffen verbunden sind,
liegen.
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Der bevorzugte Viskositätsbereich für Inhaltsstoff A bei
25ºC ist 50 bis 100.000 centipoise. Wenn das organopolysiloxan
eine Viskosität von unter 50 Centipoise bei 25ºC hat, wird das
gehärtete Produkt, das aus der Polysiloxanzusammensetzung erhalten
wird, schlechtere physikalische Eigenschaften haben. Die
Verwendung eines organopolysiloxans mit einer Viskosität von mehr als
100.000 Centipoise bei 25ºC führt zu einer Beeinträchtigung der
Verarbeitbarkeit der härtbaren Organopolysiloxanzusammensetzung.
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Beispiele für den siliciumgebundenen Niedrigalkenylrest in
Inhaltsstoff A sind Vinyl-, Allyl- und Butenylreste, ohne darauf
beschränkt zu sein. Diese Alkenylgruppe ist bevorzugt ein
Vinylrest, wegen der Verfügbarkeit von vinylhaltigen
Polyorganosiloxanen. Der siliciumgebundene Niedrigalkenylrest kann an
irgendeiner Position in Inhaltsstoff A vorhanden sein, ist aber
bevorzugt an mindestens einer endständigen Position vorhanden,
wegen der Reaktivität des Inhaltsstoffs.
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Die anderen siliciumgebundenen organischen Gruppen in
Komponente (A) außer den siliciumgebundenen Niedrigalkenylresten
bestehen aus einem oder verschiedenen monovalenten
Kohlenwasserstoffresten, wobei Niedrigalkenylreste ausgeschlossen sind.
Beispiele für solche Kohlenwasserstoffreste schließen Alkylreste, wie
Methyl-, Ethyl-, Propyl- und Butylreste; Cycloalkylreste, wie
cyclopentyl- und Cyclohexylreste; Arylreste, wie Phenyl- und
Xylylreste; Aralkylreste, wie Phenylethyl- und Phenylpropylreste
und Halogenalkylreste, wie gamma-chlorpropyl- und
3,3,3-Trifluorpropylreste, ein, ohne darauf beschränkt zu sein.
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Die endständigen Gruppen in Inhaltsstoff A sind
beispielsweise Triorganosiloxygruppen, wie Trimethylsiloxy-,
Dimethylvinylsiloxy-, Dimethylphenylsiloxy- und
Methylvinylphenylsiloxygruppen; die Hydroxylgruppe und Alkoxygruppen, wie Methoxy-,
Ethoxy- und Butoxygruppen. Die Art der siliciumgebundenen
organischen Gruppen, der die Molekülkette am Ende blockierenden Gruppe
und die Viskosität von Inhaltsstoff A sollten ausgewählt werden
auf Basis der für die härtbare Organopolysiloxanzusammensetzung
erforderlichen Eigenschaften.
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Inhaltsstoff B ist ein Vernetzungsmittel, das dazu
dient, die vorliegenden Zusammensetzungen durch eine
Hydrosilylierungsreaktion mit Inhaltsstoff A in Anwesenheit eines Katalysators
(Inhaltsstoff C) zu härten. Dieser Inhaltsstoff ist ein
organohydrogensiloxan, das mindestens zwei siliciumgebundene
Wasserstoffatome in jedem Molekül enthält. Die Organosiloxanzusammen-
Setzung wird nicht härten, wenn Inhaltsstoff B weniger als zwei
siliciumgebundene Wasserstoffatome in jedem Molekül enthält. Es
besteht keine spezielle Beschränkung bezüglich der Molekülstruktur
von Inhaltsstoff B und er kann geradkettig, cyclisch, netzartig
oder ein Harz sein. Inhaltsstoff B kann ein Homopolymer, Copolymer
oder eine Mischung davon sein. In bevorzugten Ausführungsformen
ist Inhaltsstoff B ein geradkettiges oder cyclisches
Organopolysiloxan.
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Eine besonders bevorzugte Ausführungsform von
Inhaltsstoff B ist, wenn es erwünscht ist, stark selbstklebende härtbare
Organosiloxanzusammensetzungen herzustellen, eine Mischung, die im
wesentlichen aus 20 bis 90 Gewichtsprozent eines
organohydrogensiloxans (B1), das mindestens zwei siliciumgebundene
Wasserstoffatome in jedem Molekül und nicht mehr als 0,3 Gewichtsprozent
siliciumgebundene Wasserstoffatome enthält, und 10 bis 80
Gewichtsprozent eines organohydrogensiloxans (B2), das mindestens
zwei siliciumgebundene Wasserstoffatome in jedem Molekül und
mindestens 0,4 Gewichtsprozent siliciumgebundene Wasserstoffatome
enthält, besteht.
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Die Viskosität von Inhaltsstoff B liegt bevorzugt im
Bereich von 1 bis 10.000 Centipoise bei 25ºC. Inhaltsstoff B wird
höchst flüchtig, wenn seine Viskosität bei 25ºC unter 1 Centipoise
liegt. Andererseits ist, wenn die Viskosität von Inhaltsstoff B
größer als 10.000 Centipoise bei 25ºC ist, die Verbindung extrem
schwierig in industriellem Maßstab herzustellen.
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Außer den siliciumgebundenen Wasserstoffatomen enthält
Inhaltsstoff B siliciumgebundene organische Gruppen in Form einer
oder mehrerer Arten von monovalenten Kohlenwasserstoffresten,
wobei Niedrigalkenylreste ausgeschlossen sind. Spezifische
Beispiele für Inhaltsstoff B schließen die gleichen monovalenten
Kohlenwasserstoffgruppen ein, die im Zusammenhang mit Inhaltsstoff
A der vorliegenden Zusammensetzungen angegeben wurden, ohne darauf
beschränkt zu sein. Die siliciumgebundenen organischen Gruppen in
Inhaltsstoff B sind bevorzugt Methylreste, weil die entstehende
härtbare Organopolysiloxanzusammensetzung dann eine ausgezeichnete
Haftung hat.
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Die Konzentration von Inhaltsstoff B sollte äquivalent
0,5 bis 5, bevorzugt 0,7 bis 2, siliciumgebundenen
Wasserstoffatome in diesem Inhaltsstoff pro jedem siliciumgebundenen
Niedrigalkenylrest in Inhaltsstoff A sein. Dieser Bereich kann
typischerweise
erreicht werden, indem 0,3 bis 40 Gewichtsteile Inhaltsstoff
B zu 100 Gewichtsteilen Inhaltsstoff A zugegeben werden.
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Inhaltsstoff C ist eine Verbindung eines Metalls aus der
Platingruppe des Periodensystems, die als Katalysator für die
Hydrosilylierungsreaktion zwischen den Inhaltsstoffen (A) und (B)
dient. Platinverbindungen, die als Inhaltsstoff C nützlich sind,
schließen mikroteilchenförmige Formen von elementarem Platin,
mikroteilchenförmiges Platin verteilt auf Kohlenstoffpulver,
Chlorplatinsäure, Chlorplatinsäure-Olefin-Coordinationsverbin
dungen und Chlorplatinsäure-Vinylsiloxan-coordinationsverbindungen
ein, ohne darauf beschränkt zu sein.
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Zusätzlich zu diesen Platinverbindungen kann
Inhaltsstoff C Tetrakis(triphenylphosphin)palladium oder ein
Rhodiumkatalysator sein. Diese beiden Arten von Verbindungen sind
bekannte Katalysatoren für die Hydrosilylierungsreaktion.
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Die Konzentration von Inhaltsstoff C sollte ausreichen,
um die Hydrosilylierungsreaktion zu fördern. Spezifische
Konzentrationen liegen typischerweise im Bereich von 0,1 bis 1.000
Gewichtsteilen und bevorzugt 0,5 bis 200 Gewichtsteilen, bezogen
auf das Metall der Platingruppe, das in Inhaltsstoff C vorhanden
ist, pro 1.000.000 Gewichtsteile Inhaltsstoff A.
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Inhaltsstoff D, eine Organosiliciumverbindung sowohl mit
siliciumgebundenen ethylenisch ungesättigten Gruppen als auch
Alkoxygruppen in jedem Molekül, ist einer der drei Inhaltsstoffe,
der in Kombination dazu dient, den vorliegenden Zusammensetzungen
eine Selbstklebeeigenschaft zu verleihen. Die Auswertung
verschiedener Arten von Haftvermittlern zeigte, daß (1) eine härtbare
Organosiloxanzusammensetzung, die die Inhaltsstoffe A, B, C und E
(eine Organosiliciumverbindung, die siliciumgebundene Alkoxy- und
Epoxygruppen enthält) enthält, an Kunststoffen nicht selbstklebend
war und (2) eine härtbare Zusammensetzung, die die Inhaltsstoffe
A, B, C plus E und F (eine Aluminium- oder Zirconiumverbindung)
enthält, noch keine ausreichenden selbstklebenden Eigenschaften
für Kunststoffe hatte und auch eine kürzere Topfzeit bei
Raumtemperatur hatte als übliche härtbare
Organopolysiloxanzusammensetzungen.
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Nur die vorliegende Zusammensetzung, die die
Inhaltsstoffe A bis F enthält, haftete stark an Kunststoffen, ohne
irgendeine Beeinträchtigung oder Verminderung der Eigenschaften zu
verursachen, zum Beispiel der Topfzeit.
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Irgendeine organosiliciumverbindung, die mindestens eine
siliciumgebundene ethylenisch ungesättigte Gruppe und mindestens
eine siliciumgebundene Epoxygruppe enthält, kann als Inhaltsstoff
D verwendet werden. Damit die härtbare
organopolysiloxanzusammensetzung eine ausgezeichnete Haftung an Kunststoffen aufweist,
enthält Inhaltsstoff D bevorzugt mindestens eine siliciumgebundene
ungesättigte Gruppe und mindestens zwei siliciumgebundene
Alkoxygruppen in jedem Molekül.
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Bevorzugte Ausführungsformen für Inhaltsstoff D
schließen organosiliciumverbindungen mit den folgenden chemischen
Formeln ein, ohne darauf beschränkt zu sein:
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die Teilhydrolyse-Kondensationsprodukte einer oder mehrerer der
vorhergehenden Verbindungen 1 bis 10 und die
Teilhydrolyse-Kondensationsprodukte einer oder mehrerer dieser Verbindungen mit
mindestens einem Alkoxysilan, das keine siliciumgebundenen
ethylenisch ungesättigten Gruppen enthält. Die Konzentration von
Inhaltsstoff D sollte in einem Bereich von 0,1 bis 30
Gewichtsteilen, bevorzugt 0,5 bis 10 Gewichtsteile pro 100 Teilen
Inhaltsstoff A liegen.
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Wenn weniger als 0,1 Gewichtsteil von Inhaltsstoff D pro
100 Gewichtsteilen Inhaltsstoff A vorhanden ist, wird die
entstehende härtbare Organopolysiloxanzusammensetzung an Kunststoffen
nicht selbstklebend. Die Gegenwart von mehr als 30 Gewichtsteilen
Inhaltsstoff D verursacht eine Beeinträchtigung der physikalischen
Eigenschaften des gehärteten Produkts, das aus der härtbaren
organosiloxanzusammensetzung erhalten wurde.
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Inhaltsstoff E, eine organosiliciumverbindung, die
siliciumgebundene Epoxy- und siliciumgebundene Alkoxygruppen in
jedem Molekül enthält, ist die zweite der zwei
Organosiliciumverbindungen, die die Haftung an Kunststoffen vermittelt. Die
Auswertung zahlreicher Arten von härtbaren
organopolysiloxanzusammensetzungen zeigte, daß eine härtbare organopolysiloxanzusammen-
Setzung, die die Inhaltsstoffe A bis D enthält, nicht ausreichend
selbstklebend an Kunststoffen ist. Außerdem war eine härtbare
Organosiloxanzusammensetzung, die aus den Inhaltsstoffen A bis D
plus Inhaltsstoff F, einer Aluminium- oder Zirconiumverbindung,
zusammengesetzt war, noch ungenügend im Hinblick auf eine kohäsive
Bindung an Kunststoffen.
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Im Gegensatz zu diesen Vergleichzusammensetzungen,
zeigte eine härtbare organosiloxanzusammensetzung, die alle drei
Inhaltsstoffe der vorliegenden Haftvermittler enthielt, eine
starke kohäsive Bindung an Kunststoffen.
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Inhaltsstoff E kann irgendeine Organosiliciumverbindung
sein, die mindestens eine siliciumgebundene Epoxygruppe und
mindestens eine siliciumgebundene Alkoxygruppe in jedem Molekül
enthält. Um die gewünschte kohäsive Bindung mit Kunststoffen zu
erreichen, ist Inhaltsstoff E bevorzugt eine
Organosiliciumverbindung, die mindestens eine siliciumgebundene Epoxygruppe und
mindestens zwei siliciumgebundene Alkoxygruppen in jedem Molekül
enthält. Bevorzugte Ausführungsformen von Inhaltsstoff E schließen
Verbindungen mit den folgenden chemischen Formeln ein, ohne darauf
beschränkt zu sein:
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In den Formeln 11 bis 17 bedeuten m, n, p und q null
oder eine positive ganze Zahl.
Teilhydrolyse-Kondensationsprodukte, die aus einem oder mehreren der Organosiliciumverbindungen
abgeleitet sind, die zur Verwendung als Inhaltsstoff E geeignet
sind und die Teilhydrolyse-Kondensate von einer oder mehreren
dieser Verbindungen und Alkoxysilan(en), die nicht unter die
Inhaltsstoffe D und E fallen, sind auch geeignet.
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Die Konzentration von Inhaltsstoff E sollte in einem
Bereich von 0,1 bis 30 Gewichtsteilen, bevorzugt 0,5 bis 10
Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteilen Inhaltsstoff A liegen. Wenn
weniger als 0,1 Gewichtsteil Inhaltsstoff E zugegeben wird, ist
die härtbare Organosiloxanzusammensetzung nicht selbstklebend. Die
Zugabe von mehr als 30 Gewichtsteilen Inhaltsstoff E verursacht
eine Verschlechterung der physikalischen Eigenschaften des
gehärteten Produkts, das aus der entstehenden härtbaren
Organopolysiloxanzusammensetzung erhalten wird.
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Inhaltsstoff F ist eine Aluminiumverbindung oder eine
Zirconiumverbindung. Härtbare Zusammensetzungen, die Inhaltsstoff
F zusätzlich zu den Inhaltsstoffen D und E enthalten, entwickeln
eine starke kohäsive Bindung an Kunststoffe während des Härtens.
Wenn Inhaltsstoff F eine Aluminiumverbindung ist, kann sie zum
Beispiel ein Alkoxid, Phenoxid oder eine Acyloxyverbindung sein.
Geeignete Alkoxygruppen schließen Methoxy-, Ethoxy- und
Isopropoxygruppen ein, ohne darauf beschränkt zu sein; geeignete
Phenoxygruppen schließen Phenoxy- und p-Methylphenoxygruppen ein,
ohne darauf beschränkt zu sein und geeignete Acyloxygruppen
schließen Acetoxy-, Propionyloxy-, Isopropionyloxy-,
Butyryloxy- und Stearyloxygruppen ein, ohne darauf beschränkt zu sein.
Beispiele für bevorzugte Aluminiumverbindungen sind
Aluminiumtriisopropoxid, Aluminiumtri(tert-butoxid), Aluminiumtriacetat,
Aluminiumtristearat und Aluminiumtribenzoat.
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Ein oder zwei der Alkoxy-, Phenoxy- oder Acyloxygruppen
der vorliegenden Aluminiumverbindungen können durch einen
organischen Liganden ersetzt werden. Dieser organische Ligand kann
zum Beispiel eine beta-Diketonverbindung oder eine
ortho-Hydroxyketonverbindung sein. Die beta-Diketonverbindungen schließen die
folgenden ein, ohne darauf beschränkt zu sein:
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Der Rest R³ des beta-Diketons bedeutet einen Alkyl- oder
Halogenalkylrest.
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Die ortho-Hydroxyketonverbindungen schließen die
folgenden ein, ohne darauf beschränkt zu sein:
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worin R&sup4; Wasserstoff, einen Alkyl-, Halogenalkyl-, oder Alkoxyrest
bedeutet.
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Beispielhafte Zirconiumverbindungen, die als
Inhaltsstoff F verwendet werden können, schließen zu den vorher erwähnten
Aluminiumverbindungen analoge Verbindungen ein. Bevorzugte
Zirconiumverbindungen schließen Komplexe, wie Zirconiumacetylacetonat
und Zirconiumtetracarboxylate, wie Zirconiumtetraacetat,
Zirconiumtetrastearat und Zirconiumtetra(2-ethylhexanoat), ein, ohne
darauf beschränkt zu sein.
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Die Konzentration von Inhaltsstoff F liegt
typischerweise bei 0,001 bis 10 Gewichtsteilen, bevorzugt 0,01 bis 5
Gewichtsteilen, pro 100 Teilen Inhaltsstoff A. Wenn die
Konzentration von Inhaltsstoff F geringer als 0.001 Gewichtsteile pro 100
Gewichtsteile Inhaltsstoff A ist, weist die entstehende härtbare
Organopolysiloxanzusammensetzung nicht die annehmbare kohäsive
Bindung mit Kunststoffen auf. Eine Konzentration von mehr als 10
Gewichtsteilen Inhaltsstoff F ist unökonomisch. Die Art, in der
Inhaltsstoff F zu der Zusammensetzung zugegeben wird, ist nicht
spezifisch beschränkt. Wenn jedoch Inhaltsstoff F ein Feststoff
bei Raumtemperatur ist, ist es bevorzugt, daß er in einem
Lösungsmittel gelöst wird, für die Zugabe zu der Zusammensetzung. Das
hier verwendete Lösungsmittel ist wiederum nicht spezifisch
beschränkt, so lange es Inhaltsstoff F lösen kann. Die Inhaltsstoffe
D und/oder E können als Lösungsmittel dienen.
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Wenn die Entfernung des Lösungsmittels erforderlich ist,
ist das Lösungsmittel bevorzugt ein niedrig siedendes
Lösungsmittel, um die Entfernung des Lösungsmittels zu erleichtern.
Geeignete Lösungsmittel schließen Ether, wie Diethylether,
Dipropylether, Methylethylether, Methylpropylether und
Ethylpropylether; aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Pentan, Hexan, Heptan,
Octan, Nonan und Decan; halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie
Chloroform und Tetrachlorkohlenstoff, und aromatische
Kohlenwasserstoffe,
wie Benzol, Toluol und Xylol, ein, ohne darauf
beschränkt zu sein.
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Inhaltsstoff F kann vorher mit Inhaltsstoff D und/oder
E umgesetzt werden. Wenn Inhaltsstoff F eine Aluminiumverbindung
ist, kann die Reaktionsmischung, die Al-O-Si-Bindungen enthält, zu
der härtbaren Organosiloxanzusammensetzung zugegeben werden.
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Zusätzlich zu den Inhaltsstoffen A bis F kann die
härtbare Organosiloxanzusammensetzung der vorliegenden Erfindung auch
einen Füllstoff enthalten. Geeignete Füllstoffe schließen
gebranntes Siliciumdioxid, hydrophobisiertes gebranntes Siliciumdioxid,
gefälltes Siliciumdioxid, hydrophobisiertes gefälltes
Siliciumdioxid, geschmolzenes Siliciumdioxid, Quarzmikropulver,
Diatomeenerde, Talkum, Calciumcarbonat, Zinkoxid, Titandioxid,
Eisen(III)oxid, Glasfaser, Glasperlen, Glasballone,
Siliciumcarbid, Stickstoffcarbid, Mangancarbonat, Ruß, Graphit,
Cerhydroxid und Pigmente ein, ohne darauf beschränkt zu sein. Die
Konzentration des Füllstoffs ist typischerweise 10 bis 300
Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile Inhaltsstoff A.
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Die vorliegenden Zusammensetzungen können gegebenenfalls
Härtungsinhibitoren, organische Lösungsmittel,
Wärmestabillsatoren, Alterungsschutzadditive und Formtrennmittel enthalten.
Beispiele
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Die Erfindung wird genauer mit Hilfe von erläuternden
Beispielen erklärt, die nicht als den Schutzbereich der Erfindung,
der in den beigefügten Ansprüchen beschrieben ist, beschränkend
ausgelegt werden sollen. Wenn nicht anders angegeben, beziehen
sich alle Teile in den Beispielen auf Gewicht, Viskositäten werden
bei 25ºC gemessen, Polyphenylensulfid wird mit PPS abgekürzt und
Polycarbonat wird mit PC abgekürzt. Bei einigen härtbaren
Zusammensetzungen war Inhaltsstoff E ein Organopolysiloxan mit der
Formel E1:
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Die kohäsive Bindung der gehärteten Probe an dem
Substrat wurde ausgewertet unter Verwendung der folgenden
dreistufigen Skala:
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++ - kohäsives Versagen (Riß in der gehärteten
organopolysiloxankautschukschicht)
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+ = teilweises kohäsives Versagen
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x - Grenzflächendelaminierung
Beispiel 1
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Die folgenden Inhaltsstoffe wurden vereinigt und bis zur
Homogenität vermischt, was eine härtbare
organosiloxanzusammensetzung der vorliegenden Erfindung lieferte:
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Als Inhaltsstoff A 100 Teile eines Dimethylpolysiloxans mit
Dimethylvinylsiloxyendgruppen mit einer Viskosität von 2.000
Centipoise; 20 Teile Quarzmikropulver;
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als Inhaltsstoff B 3 Teile eines Methylhydrogensiloxans mit
Trimethylsiloxyendgruppen mit einer Viskosität von 10 Centipoise, die
0,7 % siliciumgebundene Wasserstoffatome enthält;
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als Inhaltsstoff C eine Menge einer Chlorplatinsäurelösung in
Isopropanol, die äquivalent ist zu 10 ppm Platinmetall bezogen auf
das Gesamtgewicht von Inhaltsstoff A;
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als Inhaltsstoff D 3 Teile
gamma-Methacryloxypropyltrimethoxysilan;
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1 Teil Inhaltsstoff E der Formel E1 und 0,2 Teile
Aluminiumacetylacetonat oder Zirconiumacetylacetonat als Inhaltsstoff F.
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Diese härtbaren Zusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung wurden zwischen PPS-Folien und zwischen PC-Folien
gebracht und in einem Umluftofen bei 120ºC 1 Stunde lang gehärtet.
Die Hafteigenschaften der gehärteten Produkte wurden dann
ausgewertet und die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
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Zum Vergleich wurde eine härtbare
Organosiloxanzusammensetzung außerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden Erfindung
hergestellt, indem die Arten und Mengen an Inhaltsstoffen, die im
vorhergehenden Abschnitt des Beispiels beschrieben sind, vermischt
wurden, mit der Ausnahme, daß das Organopolysiloxan E1 weggelassen
wurde.
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In ähnlicher Weise wurde eine zweite
Vergleichszusammensetzung hergestellt, indem 1 Teil γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan
anstelle des γ-Methacryloxypropyltrimethoxysilans und des
Polyorganosiloxans E1 zugegeben wurde. Die Hafteigenschaften dieser
härtbaren Organopolysiloxanzusammensetzungen wurden ausgewertet
und diese Ergebnisse sind auch in Tabelle 1 angegeben. Die
Vergleichs zusammensetzung,
die γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan
enthielt, begann sofort zu gelieren, nachdem sie hergestellt war,
und war in mehreren Stunden vollständig gehärtet.
Tabelle 1
vorliegende Erfindung
Vergleichsbeispiele
γ-Methacryloxypropyltrimethoxysilan (Teile)
γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan
Organopolysiloxan E1
Al-Acetylacetonat (Teile)
Zr-Acetylacetonat
Haftung an PPS
Haftung an PC
Beispiel 2
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Die folgenden Inhaltsstoffe wurden vereinigt und bis zur
Homogenität vermischt, was härtbare Organosiloxanzusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung lieferte:
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Als Inhaltsstoff A 100 Teile eines Dimethylpolysiloxans mit
Dimethylvinylsiloxyendgruppen mit einer Viskosität von 2.000
Centipoise; 20 Teile Quarzmikropulver;
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als Inhaltsstoff B1 2 Teile eines Polymethylhydrogensiloxans mit
Trimethylsiloxyendgruppen mit einer Viskosität von 10 Centipoise
und einem Gehalt an siliciumgebundenen Wasserstoffatomen von 0,7
Gewichtsprozent;
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als Inhaltsstoff B2 4 Teile eines Polymethylhydrogensiloxans mit
Trimethylsiloxyendgruppen mit einer Viskosität von 20 Centipoise
und einem Gehalt an siliciumgebundenen Wasserstoffatomen von 0,1
Gewichtsprozent;
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als Inhaltsstoff C eine Menge einer Chlorplatinsäurelösung in
Isopropanol, die äquivalent ist zu 10 ppm Platinmetall bezogen auf
das Gesamtgewicht von Inhaltsstoff A;
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als Inhaltsstoff D 3 Teile
gamma-Methacryloxypropyltrimethoxysilan,
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als Inhaltsstoff E 1 Teil organopolysiloxan E1 und
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als Inhaltsstoff F 0,2 Teile Aluminiumacetylacetonat oder
Zirconiumacetylacetonat.
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Diese Zusammensetzungen wurden zwischen PPS-Folien und
zwischen PC-Folien gebracht und in einem Umluftofen 1 Stunde lang
bei 120ºC gehärtet. Die Hafteigenschaften der gehärteten Produkte
wurden dann ausgewertet und die Ergebnisse sind in Tabelle 2
angegeben.
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Für Vergleichszwecke wurden härtbare
Organosiloxanzusammensetzungen außerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden
Erfindung hergestellt, unter Verwendung der gleichen Arten und
Mengen von Inhaltsstoffen, wie im ersten Teil dieses Beispiels
angegeben, mit der Ausnahme, daß organopolysiloxan E1 aus der
Zusammensetzung weggelassen wurde.
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Eine zweite Vergleichszusammensetzung wurde hergestellt,
indem 1 Teil γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan anstelle des
γ-Methacryloxypropyltrimethoxysilans und des Organopolysiloxans E1
verwendet wurde. Die Hafteigenschaften dieser härtbaren
organopolysiloxanzusammensetzungen wurden wie in Beispiel 1 ausgewertet
und die Ergebnisse sind auch in Tabelle 2 angegeben.
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Die Vergleichsorganopolysiloxanzusammensetzung, die
γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan enthielt, begann sofort nach der
Herstellung zu gelieren und härtete in mehreren Stunden.
Tabelle 2
vorliegende Erfindung
Vergleichsbeispiele
γ-Methacryloxypropyltrimethoxysilan
γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan
Organopolysiloxan E1
A1-Acetylacetonat
Zr-Acetylacetonat
Haftung an PPS
Haftung an PC
Beispiel 3
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75 Teile eines Dimethylpolysiloxans mit
Dimethylvinylsiloxyendgruppen mit einer Viskosität von 20.000 Centipoise wurden
mit 25 Teilen eines Copolymers vermischt, das im wesentlichen aus
SiO&sub2;-Einheiten, Me&sub3;SiO1/2-Einheiten und Me&sub2;ViSiO1/2-Einheiten
bestand und 2 Gewichtsprozent siliciumgebundene Vinylreste
enthielt, was eine flüssige Mischung (Inhaltsstoff A) lieferte.
Härtbare Organopolysiloxanzusammensetzungen der Erfindung wurden
hergestellt, indem die folgenden Inhaltsstoffe zu dieser flüssigen
Mischung zugegeben wurden, wobei bis zur Homogenität vermischt
wurde:
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35 Teile Quarzmikropulver;
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als Inhaltsstoff B 6 Teile eines Polymethylhydrogensiloxans mit
Trimethylsiloxyendgruppen mit einer Viskosität von 10 Centipoise
und einem Gehalt an siliciumgebundenen Wasserstoffatomen von 0,7
Gewichtsprozent;
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als Inhaltsstoff C eine Menge einer Chlorplatinsäurelösung in
Isopropanol, die äquivalent ist zu 10 ppm Platinmetall bezogen auf
das Gesamtgewicht von Inhaltsstoff A;
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als Inhaltsstoff D 3 Teile γ-Methacryloxypropyltrimethoxysilan;
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als Inhaltsstoff E 1 Teil γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan oder
organopolysiloxan E1 und
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als Inhaltsstoff F 0,05 Teile Aluminiumacetylacetonat oder
Zirconiumacetylacetonat.
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Diese Zusammensetzungen wurden zwischen PPS-Folien oder
zwischen PC-Folien gebracht und in einem Umluftofen 1 Stunde lang
bei 120ºC gehärtet. Die Hafteigenschaften der gehärteten Produkte
wurden dann ausgewertet und die erhaltenen Ergebnisse sind in
Tabelle 3 angegeben.
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Für Vergleichszwecke wurden härtbare
Organosiloxanzusammensetzungen außerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden
Erfindung hergestellt, unter Verwendung der gleichen Arten und
Mengen von Inhaltsstoffen, die im vorhergehenden Abschnitt des
Beispiels aufgeführt wurden, mit der Ausnahme, daß
γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan und organopolysiloxan E1 weggelassen
wurden.
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Die Hafteigenschaften aller härtbaren
Organosiloxanzusammensetzungen wurden ausgewertet, wie in Beispiel 1
beschrieben, und die Ergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
Tabelle 3
vorliegende Erfindung
Vergleichszusammensetzungen
γ-Methacryloxypropyltrimethoxysilan
γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan
Organopolysiloxan E1
Al-Acetylacetonat
Zr-Acetylacetonat
Haftung an PPS
Haftung an PC
Beispiel 4
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75 Teile eines Dimethylpolysiloxans mit
Dimethylvinylsiloxyendgruppen mit einer Viskosität von 20.000 Centipoise wurden
mit 25 Teilen eines Copolymers vermischt, das im wesentlichen aus
SiO&sub2;-Einheiten, Me&sub3;SiO1/2-Einheiten und Me&sub2;ViSiO1/2-Einheiten
bestand und 2 Gewichtsprozent siliciumgebundene Vinylreste
enthielt, was eine flüssige Mischung lieferte. Härtbare
Organosiloxanzusammensetzungen der Erfindung wurden hergestellt, indem die
folgenden Inhaltsstoffe zu dieser flüssigen Mischung zugegeben
wurden, wobei bis zur Homogenität vermischt wurde:
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35 Teile Quarzmikropulver;
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als Inhaltsstoff B1 3 Teile Methylhydrogenpolysiloxan mit
Trimethylsiloxyendgruppen mit einer Viskosität von 10 Centipoise und
einem Gehalt an siliciumgebundenen Wasserstoffatomen von 0,7
Gewichtsprozent;
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als Inhaltsstoff B2 8 Teile eines Methylhydrogensiloxans mit
Trimethylsiloxyendgruppen mit einer Viskosität von 20 Centipoise und
einem Gehalt an siliciumgebundenen Wasserstoffatomen von 0,1
Gewichtsprozent;
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als Inhaltsstoff C eine Menge einer Chlorplatinsäurelösung in
Isopropanol, die äquivalent ist zu 10 ppm Platinmetall bezogen auf
das Gesamtgewicht des Dimethylpolysiloxans,
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als Inhaltsstoff D 3 Teile γ-Methacryloxypropyltrimethoxysilan;
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als Inhaltsstoff E 1 Teil γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan oder
organopolysiloxan E1 und
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als Inhaltsstoff F 0,05 Teile Aluminiumacetylacetonat oder
Zirconiumacetylacetonat.
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Diese Zusammensetzungen wurden zwischen PPS-Folien oder
zwischen PC-Folien gebracht und in einem Umluftofen 1 Stunde lang
bei 120ºC gehärtet. Die Hafteigenschaften der gehärteten Produkte
wurden dann ausgewertet und die Ergebnisse sind in Tabelle 4
angegeben.
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Für Vergleichszwecke wurden härtbare
Organosiloxanzusammensetzungen außerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden
Erfindung hergestellt, unter Verwendung der gleichen Arten und
Mengen von Inhaltsstoffen, wobei das
γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan oder Organopolysiloxan E1 aus den härtbaren
Organosiloxanzusammensetzungen weggelassen wurde. Die Hafteigenschaften der
härtbaren Organosiloxanzusammensetzungen wurden ausgewertet, wie in
Beispiel 4, und die Ergebnisse sind auch in Tabelle 4 angegeben.
Tabelle 4
vorliegende Erfindung
Vergleichszusammensetzungen
γ-Methacryloxypropyltrimethoxysilan (Teile)
γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan (Teile)
Organopolysiloxan E1 (Teile)
Al-Acetylacetonat (Teile)
Zr-Acetylacetonat (Teile)
Haftung an PPS
Haftung an PC