DE69201622T2 - Mehrstufiger zentrifugalextractor. - Google Patents

Mehrstufiger zentrifugalextractor.

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DE69201622T2
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/04Solvent extraction of solutions which are liquid
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
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Description

  • Die Erfindung betrifft einen Zentrifugalextraktor mit mehreren übereinanderliegenden Stufen, in denen zwei normalerweise nicht mischbare Flüssigkeiten zusammengebracht werden, um eine erste dieser Flüssigkeiten durch die zweite Flüssigkeit zu behandeln.
  • Es ist anzumerken, daß wenigstens eine der beiden Flüssigkeiten, die im Innern des Extraktors vorhanden sind, in Suspension befindliche feste Teilchen enthalten kann.
  • Die Zentrifugalextraktoren sind Apparate, die eine Emulsion einer zu behandelnden Flüssigkeit und einer Behandlungsflüssigkeit herstellen, die normalerweise nicht mischbar sind, um die Behandlung zu begünstigen, und die dann die Trennung dieser beiden Flüssigkeiten durch Zentrifugieren bewirken. Die zu behandelnde Flüssigkeit kann vor allem gebildet werden durch eine schwere wässerige Phase, während die Behandlungsflüssigkeit eine leichte organische Phase ist.
  • In der Praxis ist es meist erforderlich, diese beiden Operationen eine bestimmte Anzahl von Malen zu wiederholen, um die Behandlung zu optimieren. Dazu verwendet man üblicherweise Zentrifugalextraktoren mit mehreren übereinanderliegenden Stufen, in denen die zu behandelnde, schwere wässerige Phase von oben nach unten fließt, von der oberen Stufe zur unteren Stufe, während die die Behandlung bewirkende leichte organische Phase von unten nach oben fließt, von der unteren Stufe zur oberen Stufe des Apparats.
  • Unter den vorhandenen mehrstufigen Zentrifugalextraktoren sind die Zentrifugalextraktormodelle LX zu nennen, in den Handel gebracht durch die Firma ROBATEL SLPI. Diese Zentrifugalextraktoren umfassen im Innern eines festen Gehäuses einen Behälter, der mit hoher Geschwindigkeit in Drehung um eine Vertikalachse versetzt wird und innen unterteilt ist in mehrere übereinanderliegende Trennabteile. Dieser Drehbehälter selbst ist koaxial um einen röhrenförmigen Schaft herum angeordnet, der jedes der Trennabteile nach innen abgrenzt.
  • Im Unterteil jedes Trennabteils enthält der Drehbehälter eine Mischkammer, in die die aus der unmittelbar darüberliegenden Stufe kommende schwere Phase und die aus der unmittelbar darunterliegenden Stufe kommende leichte Phase eindringen. Eine Rührscheibe, fest verbunden mit dem feststehenden zentralen Schaft, wirkt zusammen mit den sich mit großer Geschwindigkeit drehenden Wänden der Mischkammer, um eine extrem feine Emulsion der schweren und der leichten Phase herzustellen. Außerdem bildet der Aufbau, bestehend aus der Mischkammer, den Zu- und Ableitungen der beiden Phasen in und aus dieser Kammer und der Rührscheibe, eine Pumpe, die das Ansaugen der beiden Phasen aus den benachbarten Stufen ermöglicht.
  • Die beiden Phasen der so erzeugten Emulsion werden anschließend in dem Trennabteil der entsprechenden Stufe getrennt durch die Wirkung der Zentrifugalkraft. Die relativ leichte Phase gelangt durch einen Durchlaß, der sich in der Nähe des feststehenden zentralen Schafts befindet, in die Mischkammer der unmittelbar darüberliegenden Stufe. Die relativ schwere Phase hingegen sinkt durch Kanäle, die sich am Außenrand des Drehbehälters befinden, in die Mischkammer der unmittelbar darunterliegenden Stufe.
  • Die so hergestellten Zentrifugalextraktoren mit mehreren übereinanderliegenden Stufen liefern im wesentlichen die erwünschten Resultate. Sie weisen jedoch zwei bedeutende Nachteile auf.
  • Ein erster dieser Nachteile resultiert aus dem Fließen der schweren Phase aus einer gegebenen Stufe in die unmittelbar darunterliegende Stufe durch Kanäle, die in dem Drehbehälter ausgebildet sind, an dessen Rand. Da der Behälter mit sehr hohen Geschwindigkeiten dreht, die z.B. ungefähr 20 bis 30 m/s erreichen können, haben die festen Teilchen, die im allgemeinen in der schweren Phase vorhanden sind, die Tendenz, sich unter der Wirkung der Zentrifugalkraft zu klumpen, was zu Verstopfungen führt, die ein Anhalten des Apparats erforderlich machen. Außerdem macht die hohe Dichte der aufgrund der Zentrifugalkraft zusammengeballten festen Körper die Entstopfungsoperationen lang und schwierig.
  • Ein zweiter Nachteil der Zentrifugalextraktoren mit übereinanderliegenden Stufen des vorhergehend beschriebenen Typs resultiert aus der Luft, die im Innern dieser Apparate vorhanden ist. Bei der Drehung des Drehbehälters befindet sich diese Luft zwischen dem feststehenden Zentralschaft und der in den Trennabteilen enthaltenen Flüssigkeit. Da jedoch diese Flüssigkeit selbst durch den Drehbehälter in eine hohe Geschwindigkeit versetzt wird, während die Luftschicht, die Kontakt hat mit dem Zentralschaft, praktisch im statischen Zustand ist, entstehen Turbulenzen, die sich aus der Luft fortpflanzen in die in den verschiedenen Trennabteilen enthaltenen Flüssigphasen. Diese Turbulenzen stören die Effizienz der durch Zentrifugieren in den Trennabteilen erzielten Trennung, was sich durch eine Herabsetzung der Leistung jeder Stufe auswirkt.
  • Außerdem kennt man aus dem Dokument FR-A-2 093 055 einen Zentrifugalextraktor mit nebeneinanderliegenden Stufen, bei dem jede der Stufen des Extraktors ein festes Gehäuse umfaßt, in dessen Innerem sich ein Behälter um eine Vertikalachse dreht, der innen ein Trennabteil begrenzt. Die schwere und die leichte Phase werden in den Unterteil des Gehäuses geleitet, wo sie mittels Rührflügeln, die fest verbunden sind mit dem Drehbehälter, vermischt werden, ehe sie durch einen im Unterteil dieses letzteren vorgesehenen Axialdurchlaß wieder ansteigen. Dieses Wiederansteigen wird durch einen Pumpeffekt bewirkt, der erzielt wird durch das Zusammenwirken von feststehenden Fügel, getragen durch eine fest mit dem Gehäuse verbundene Axialstange, und sich drehenden Flügeln, angebracht in dem Axialdurchlaß des von dieser Stange durchguerten Drehbehälters. Die schwere und die leichte Phase werden so eingeleitet in ein im Innern des Drehbehälters ausgebildetes Trennabteil, um durch Zentrifugieren getrennt zu werden. Abflüsse bzw. Überläufe am oberen Ende des Trennabteils ermöglichen, die schwere und die leicht Phase jeweils über vertikale Kanäle, ausgebildet in dem feststehenden Gehäuse der betreffenden Stufe, in die beiden benachbarten Stufen weiterzuleiten.
  • Dieser Zentrifugalextraktor weist nicht die Nachteile des vorhergehenden auf. Die Beförderung der schweren Phase zwischen den benachbarten Stufen erfolgt durch Schwerkraft im Innern des feststehenden Gehäuses, was die Verstopfungsrisiken erheblich reduziert und die Entstopfung vereinfacht, wenn eine solche nötig ist.
  • Außerdem ist die in dem Drehbehälter enthaltene Luftschicht ebenso in Kontakt mit der den Drehbehälter drehenden Drehachse wie mit der Flüssigkeit, die in diesem letzteren in Drehung versetzt wird. Folglich sind die in der Flüssigkeit erzeugten Turbulenzen geringer in bezug auf den vorhergehend beschriebenen Zentrifugalextraktor mit mehreren übereinanderliegenden Stufen. Der Wirkungsgrad jeder Stufe ist wesentlich besser.
  • Jedoch ist der in dem Dokument FR-A-2 093 055 beschriebene Zentrifugalextraktor ein Extraktor mit mehreren nebeneinanderliegenden Stufen, was einen Motor für jede Stufe des Extraktors erforderlich macht. Dies erhöht zugleich den Raumbedarf, den Preis und die Betriebskosten des Apparats. Zudem erhöht dies die Störungsrisiken.
  • Außerdem ist die Konzeption des in dem Dokument FR-A-2 093 055 beschriebenen Extraktors derart, daß die Übertragung der im Falle eines Extraktors mit mehreren nebeneinanderliegenden Stufen vorgeschlagenen Lösung auf einen Extraktor mit mehreren übereinanderliegenden Stufen praktisch unmöglich ist. Insbesondere wird das Pumpen der Mischflüssigkeit, das ermöglicht, sie im Innern des Drehbehälters in das Trennabteil ansteigen zu lassen, bewirkt durch das Zusammenwirken der feststehenden und der sich drehenden Flügel, jeweils ausgebildet an einer Axialstange, fest verbunden mit dem Unterteil des feststehenden Gehäuses, und in einem Axialdurchlaß, ausgebildet in dem Behälter, um diese Stange herum. Es ist daher unmöglich, die vertikale Antriebsachse des Drehbehälters nach unten zu verlängern, um die Drehbehälter der anderen Stufen, die sich unter dem ersteren befinden würden, anzutreiben.
  • Die Erfindung hat genau einen Zentrifugalextraktor mit mehreren übereinanderliegenden Stufen zum Gegenstand, dessen neuartige Konzeption ihm ermöglicht, dieselben Vorzüge aufzuweisen, wie der in dem Dokument FR-A-2 093 055 beschriebene Zentrifugalextraktor mit mehreren nebeneinanderliegenden Stufen, und dies mit nur einem einzigen Motor, wie die herkömmlichen Zentrifugalextraktoren mit mehreren übereinanderliegenden Stufen.
  • Erfindungskonform wird dieses Resultat erzielt mittels eines Zentrifugalextraktors mit einem feststehenden Gehäuse, einer vertikalen Welle, im Innern des Gehäuses einen innen ein Trennabteil begrenzenden Behälter in Drehung versetzend, Einrichtungen zum Mischen und Einleiten einer relativ schweren Flüssigphase und einer relativ leichten Flüssigphase in den Unterteil des Trennabteils, wobei der Behälter an seinem oberen Ende wenigstens einen zentralen Durchlaß für den Austritt der relativ leichten Phase aufweist und wenigstens einen peripheren Durchlaß für den Austritt der relativ schweren Phase, dadurch gekennzeichnet, daß der Extraktor mehrere übereinanderliegende Stufen umfaßt, von denen jede einen Behälter aufweist, der durch die genannte Welle in Drehung versetzt werden kann, wobei der zentrale Durchlaß jeder Stufe ein ringförmiger Durchlaß ist, ausgebildet zwischen der besagten Welle und einer röhrenförmigen Wand, fest verbunden mit dem Behälter dieser Stufe und verbunden mit den Misch- und Einleiteinrichtungen einer höheren Stufe, wohingegen der periphere Durchlaß jeder Stufe in einem Rückführungskanal der relativ schweren Phase mündet, ausgebildet in dem festen Gehäuse und verbunden mit den Misch- und Einleitungseinrichtungen einer tieferen Stufe.
  • Vorteilhafterweise umfassen die Misch- und Einleitungseinrichtungen der relativ schweren und der relativ leichten Phase in jedem Trennabteil Leitungen, die Ejektoren bilden, angebracht in einer Innenwand des dieses Abteil abgrenzenden Behälters, wobei diese Leitungen in bezug auf eine radiale Richtung schräg und in ein und derselben horizontalen Ebene befindlich sind.
  • Vorzugweise ist dann ein inneres Eingangsende von jeder dieser ejektorenbildenden Leitungen angeordnet gegenüber Führungsrinnen der relativ schweren Phase, ausgebildet in dem festen Gehäuse und den genannten Rückführungskanal radial nach innen verlängernd, während die Verbindungsdurchlässe, ausgebildet in der unteren Wand des Behälters, ein oberes Ende des genannten ringförmigen Durchlasses verbinden mit einem äußeren Austrittsende von jeder der genannten ejektorenbildenden Leitungen.
  • Bei dieser Anordnung bewirken die ejektorenbildenden schrägen Leitungen zusammen mit den Führungsrinnen der relativ schweren Phase das Pumpen der beiden Phasen und ihre innige Mischung am Ausgang der schrägen Leitungen.
  • Vorzugsweise münden die ejektorenbildenden, schrägen Leitungen mit ihren äußeren Austrittsenden in Führungsrinnen der relativ schweren und der relativ leichten Phase, die in der genannten unteren Wand des Behälters radial ausgebildet sind und von denen ein äußeres Ende in dem Trennabteil mündet.
  • Um zu vermeiden, daß die relativ schwere Phase absinkt in die tiefere Stufe, umfassen die Führungsrinnen dieser relativ schweren Phase einen radial ausgerichteten Teil, nach oben verlängert, bis vor die genannten, ejektorbildenden schrägen Leitungen, durch einen vertikal ausgerichteten Teil.
  • Um das Fließen der relativ schweren Phase bei ihrem Absinken in die tiefere Stufe mittels Schwerkraft zu begünstigen, ist der Rückführungskanal der relativ schweren Phase von jeder Stufe winkelmäßig um einen gegebenen Wert versetzt in bezug auf die Rückführungskanäle der benachbarten Stufen.
  • Die Montage und die Demontage der so konzipierten Zentrifugalextraktoren kann erleichtert werden, indem man die Behälter der verschiedenen Stufen in Form von getrennten Teilen herstellt, die auf eine gemeinsame vertikale Welle montiert werden, und indem man das feste Gehäuse in Form eines Elementarteils pro Stufe herstellt, wobei diese Elementarteile auf dichte Weise zusammengebaut werden.
  • Nun wird beispielhaft und nicht einschränkend eine bevorzugte Ausführungsart der Erfindung beschrieben, mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen:
  • - die Figur 1 ist eine Seitenansicht im Längsschnitt, die auf schematische Weise einen erfindungsgemäßen Zentrifugalextraktor mit mehreren übereinanderliegenden Stufen darstellt;
  • - die Figur 2 ist eine mit der Figur 1 vergleichbare Seitenansicht, die im vergrößerten Maßstab eine der Stufen des erfindungsgemäßen Zentrifugalextraktors zeigt; und
  • - die Figur 3 ist ein Schnitt entsprechend der Linie III-III der Figur 2.
  • Wie die Figur 1 schematisch darstellt, umfaßt der erfindungsgemäße Zentrifugalextraktor ein festes Außengehäuse 10 von generell zylindrischer Form, zentriert auf eine Vertikalachse der Maschine. Dieses Gehäuse 10 enthält eine bestimmte Anzahl übereinanderliegender Elementarteile 12, z.B. drei in dem dargestellten Beispiel, die auf dichte Weise miteinander zusammengebaut sind durch geeignete Mittel (nicht dargestellt).
  • Die Elementarteile 12 sind alle gleich und weisen generell die Form von zylindrischen Wannen auf, einen horizontalen Boden 14 umfassend (Figur 2) und eine zylinderförmige Umfangswand 16. Durch die Übereinanderlagerung der verschiedenen Elementarteile 12 beim Zusammenbauen bildet der Boden 14 von jedem von ihnen einen Deckel für die unmittelbar darunterliegende Wanne. Das am Oberteil des Apparats befindliche Elementarteil ist verschlossen durch einen Deckel 17.
  • Die Elementarteile 12 des festen Gehäuses 10 begrenzen im Innern von diesem letzeren eine bestimmte Anzahl übereinanderliegender Stufen (drei in dem in Figur 1 dargestellten Beispiel), die mit den Referenzen E1, E2 und E3 bezeichnet sind, indem man oben beginnt in Figur 1.
  • Der in Figur 1 auf sehr schematische Weise dargestellte Zentrifugalextraktor umfaßt außerdem einen Aufbau, der sich im Innern des Gehäuses sehr schnell um die Vertikalachse von diesem letzteren drehen kann. Dieser Aufbau umfaßt eine vertikale Antriebswelle 18, die über ihre gesamte Höhe das feste Gehäuse 10 durchquert und deren oberes Ende mit sehr großer Geschwindigkeit angetrieben wird durch einen Motor 20.
  • Die Welle 18 trägt ebensoviele Behälter 22 wie der Zentrifugalextraktor Stufen aufweist, d.h. drei in dem dargestellten Beispiel. Jeder dieser Behälter 22 bildet ein separates Teil, das angeordnet ist im Innern von einem der wannenförmigen Elementarteile 12 des festen Gehäuses 10. Folglich umfaßt jede der Stufen E1, E2 und E3 des Zentrifugalextraktors einen Behälter 22, der durch den Motor 20, über die Vertikalwelle 18, in eine Drehbewegung mit sehr großer Geschwindigkeit versetzt werden kann.
  • Die Montage der Behälter 22 auf der Vertikalwelle 18 erfolgt mittels Muffen 24, die Zwischenstücke bilden und auf der Welle 18 angeordnet sind. Der Umfangsrand einer scheibenförmigen unteren Wand 26 (Figur 2) von jedem der Behälter 22 ist eingeklemmt zwischen zwei benachbarten Muffen 24.
  • Wie in Figur 2 genauer dargestellt, umfaßt jeder der Behälter 22 außerdem eine zylindrischen Außenwand 28 und eine obere, horizontale Wand 30, ebenfalls scheibenförmig. Die untere Wand 26 des Behälters 22 einer gegebenen Stufe befindet sich unmittelbar über dem Boden 14 des Elementarteils 12 dieser Stufe, und die Außenumfangswand 28 befindet sich unmittelbar innerhalb der Umfangswand 16 des Elementarteils 12 derselben Stufe. Schließlich befindet sich die obere Wand 30 des Behälters 22 einer gegebenen Stufe unmittelbar unter dem Boden 14 des Elementarteils 12 der unmittelbar darüberliegenden Stufe oder, für die Stufe E1, unmittelbar unter dem Deckel 17.
  • Jeder der Behälter 22 des Zentrifugalextraktors begrenzt innen, zwischen seinen Wänden 26, 28 und 30, ein Trennabteil 32, in dem nicht mischbare Phasen, schwer und leicht, einer Emulsionsflüssigkeit, die eingeleitet wird in dieses Trennabteil, getrennt werden durch Zentrifugieren. Das Einführen dieser Flüssigkeit erfolgt durch den Unterteil des Trennabteils 32 mittels Einrichtungen 34 zum Mischen und Einleiten der schweren und der leichten Phase der genannten Flüssigkeit in den Unterteil des Trennabteils 32. Diese Einrichtungen 34, die in der Folge mehr im Detail beschrieben werden, sind teilweise ausgebildet in der unteren Wand 26 des Behälters 22, und teilweise in dem Unterteil 14 des Elementarteils 12 der entsprechenden Stufe.
  • Im Unterteil jeder Stufe des Zentrifugalextraktors ermöglichen die Einrichtungen 34 folglich, eine relativ leichte Flüssigkeit und eine relativ schwere Flüssigkeit zu mischen, oder vielmehr eine fein verteilte Emulsion dieser beiden nicht mischbaren Flüssigkeiten herzustellen, um die Behandlung der schweren Phase durch die leichte Phase zu bewirken. Die Einrichtungen 34 ermöglichen auch, die so hergestellte Emulsion zu pumpen, um sie in das Trennabteil 32 des entsprechenden Behälters 22 weiterzuleiten.
  • Unter der Wirkung der Drehbewegung des Behälters 22 mit sehr hoher Geschwindigkeit werden die schwere und die leichte Phase der in das Trennabteil 32 einleiteten Emulsion unter der Wirkung der Zentrifugalkraft automatisch voneinander getrennt. Die schwere Phase P1 befindet sich dann nahe der Außenumfangswand 28 des Behälters 22, während die leichte Phase P2 sich nahe der zwischenstückbildenden Muffe 24 befindet, von der sie durch eine Luftschicht A getrennt ist.
  • Es ist wichtig, festzustellen, daß die Luftschicht A nicht in Kontakt ist mit den Teilen oder den Produkten, die sich mit derselben Geschwindigkeit drehen wie der Behälter 22. Somit ist die Luftschicht A in Kontakt mit verschiedenen Teilen des Behälters 22, mit der zwischenstückbildenden Muffe 24 und mit der leichten Phase P2, die sich mit dem Behälter dreht. Folglich hat auch die Luftschicht A das Bestreben, sich mit dem Behälter 22 zu drehen, so daß im Innern des Behälters praktisch keine Turbulenzen auftreten und die Trennung der beiden Phasen der Flüssigkeit unter der Wirkung der Zentrifugalkraft unter den bestmöglichen Bedingungen verwirklicht wird.
  • Die obere Wand 30 jedes Behälter 22 enthält in ihrer Dicke Durchlässe 36, die radial ausgerichtet sind in bezug auf die Vertikalachse des Apparats. Jeder dieser Durchlässe 36 mündet mit seinem Außenende in einer Zone des Trennabteils 32, die angrenzt an die zylindrische Außenwand 28, um einen peripheren Austrittsdurchlaß für die schwere Phase P1 zu bilden, die sich in dieser Zone befindet.
  • Das Innenende jedes Durchlasses 36 mündet zwischen der oberen Wand 30 und dem Boden 14 des Elementarteils 12 der unmittelbar darüber befindlichen Stufe, um eine röhrenförmige Wand 48 herum, die von dem Innenrand der oberen Wand 30 des Behälters 22 nach oben vorsteht. Die schwere Phase P1, die durch die Durchlässe 36 austritt aus dem Trennabteil 32, gelangt anschließend nach außen zwischen die obere Wand 30 und den benachbarten Boden 14, wie die Pfeile in Figur 2 zeigen.
  • Wenn sie auf die Umfangswand 16 des Elementarteils 12 der entsprechenden Stufe stößt, sinkt die schwere Phase P1 mittels Schwerkraft zwischen dieser Wand 16 und einem kegelstumpfartigen Ablenker 38, der von dem Außenumfangsrand der oberen Wand 30 des Behälters 22 nach unten vorsteht. Der Boden 14 des Elementarteils 12 trägt einen Ring 40, der zwischen der zylinderischen Außenwand 28 des Behälters 22 und dem Ablenker 38 nach oben vorsteht bis auf eine Höhe, die deutlich über der des unteren Rands des Ablenkers 38 liegt. Das Absinken der schweren Phase P1 durch Schwerkraft erfolgt anschließend in Durchlässen 42, im wesentlichen vertikal, ausgebildet zwischen der Außenumfangswand 16 und dem Ring 40.
  • Diese Durchlässe 42 sind nach unten verlängert durch Durchlässe 44, im wesentlichen senkrecht, ausgebildet in der Umfangswand 16 des Elementarteils 12 der Stufe, die sich unmittelbar unter der vorhergehenden befindet. Somit wird eine automatische Rückführung der schweren Phase P1 einer gegebenen Stufe zum Eingang der Misch- und Einleitungseinrichtungen 34 der unmittelbar darunter befindlichen Stufe hergestellt.
  • Die leichte Phase P2, die in jedem der Trennabteile 32 getrennt wird von der schweren Phase P1, verläßt dieses Trennabteil durch einen zentralen ringförmigen Austrittsdurchlaß 46, angebracht zwischen der auf die Welle 18 montierten Muffe 24 und der röhrenförmigen Wand 48, die von dem Innenrand der oberen Wand 30 des Behälters 22 der betreffenden Stufe nach oben vorsteht. In Wirklichkeit enthält dieser Durchlaß 46 im wesentlichen die Luftschicht A und einen Film der leichten Phase P2, der längs der Innenfläche der röhrenförmigen Wand 48 unter der Wirkung der Zentrifugalkraft ansteigt.
  • Die aus einer gegebenen Stufe austretende leichte Phase P2 steigt somit an bis zu den Misch- und Einleiteinrichtungen 34 der unmittelbar darüberliegenden Stufe.
  • Um diesen Misch- und Einleiteffekt der beiden Phasen herzustellen, die aus den beiden Stufen kommen, die an die betrachtete Stufe angrenzen, weisen die Einrichtungen 34 eine besondere Struktur auf, die nun mit Bezug auf die Figuren 2 und 3 im Detail beschrieben wird.
  • Die schwere Phase P1, die das untere Ende eines jeden der Durchlässe 44 erreicht hat, die vorgesehen sind in der Umfangswand 16 jedes Elementarteils 12 des festen Gehäuses 10, wird anschließend über dem Boden 14 dieses Elemtarteils durch Führungsrinnen 50 radial nach innen weitergeleitet. Diese Führungsrinnen 50 sind offen auf der Seite der unteren Wand 26 des Behälters 22. Die Führungsrinnen 50 umfassen einen ersten Teil 50a, radial ausgerichtet in bezug auf die Vertikalachse des Apparats. Dieser erste Teil 50a ist nach oben verlängert durch einen zweiten Teil 50b, vertikal ausgerichtet, ausgebildet in der Außenfläche einer röhrenförmigen Wand 52, die den inneren Umfangsrand der unteren Wand 14 des Elementarteils 12 nach oben verlängert, um die röhrenförmige Wand 48 herum. Dieser vertikal ausgerichtete, zweite Teil 50b der Führungsrinnen 50 ist an seinem oberen Ende geschlossen.
  • Um ihr zu ermöglichen, um die röhrenförmige Wand 52 herumzugehen, umfaßt die untere Wand 26 jedes Behälters 22 einen zentralen Teil, flach und horizontal, durch den diese Wand 26 an der Welle 18 befestigt ist, über dem oberen Rand der röhrenförmigen Wand 52, einen flachen und horizontalen peripheren Teil, an den Boden 14 angrenzend, und einen kegelstumpfartigen Zwischenteil, der den oberen zentralen Teil und den unteren peripheren Teil verbindet. Es ist anzumerken, daß die röhrenförmige Wand 48 der darunterliegenden angrenzenden Stufe mit ihrem oberen Rand angeschlossen ist an den zentralen Teil der unteren Wand 26.
  • Leitungen 54, die Ejektoren bilden, sind in der unteren Wand 26 des Behälters 22 vorgesehen, an der Verbindungsstelle des flachen peripheren Teils und des kegelstumpfartigen Zwischenteils, gegenüber den vertikal ausgerichteten Teilen 50b der Führungsrinnen 50. Diese Leitungen 54 sind gekrümmt und schräg in bezug auf eine radiale Richtung und sie befinden sich alle in ein und derselben horizontalen Ebene. Diese Charakteristik ermöglicht ihnen, zusammen mit den Führungsrinnen 50 die Einleitung oder das Pumpen der schweren Phase P1 von den Führungsrinnen 50 in das Trennabteil 32 der entsprechenden Stufe sicherzustellen.
  • Die Leitungen 54 weisen außerdem einen Querschnitt auf, der sich von ihrem inneren Eintrittsende her verringert, das sich den vertikal ausgerichteten Teilen 50b der Führungsrinnen 50 und ihrem äußeren Austrittsende gegenüber befindet. Diese Charakteristik ermöglicht den schrägen Leitungen 54, in bezug auf die aus der unmittelbar darunter befindlichen Stufe kommenden leichten Phase P2 eine Ejektor-Funktion zu erfüllen. Verbindungsdurchlässe 56, vorgesehen in der Dicke der Zentral- und Zwischenteile der unteren Wand 26 des Behälters 22, verbinden nämlich den ringförmigen Zentraldurchlaß 46 der unmittelbar darunter befindlichen Stufe mit dem äußeren Austrittsende von jeder der ejektorbildenden Leitungen 54.
  • So bewirkt man das Pumpen der leichten Phase P2 und ihre emulsionsartige innige Mischung mit der in die Leitungen 54 geströmten Phase P1.
  • Am Ausgang der Leitungen 54 und der Verbindungsdurchlässe 56 werden die beiden Flüssigkeiten gemischt oder emulsioniert und in Richtung des Trennabteils 32 weitergeleitet durch divergierende radiale Führungsrinnen 58, ausgebildet in der Dicke des peripheren Teils der Innenwand 26 des entsprechenden Behälters 22. Diese Führungsrinnen münden an ihrem Außenende in dem Trennabteil 32, einem horizontalen Ablenker 60 gegenüber, der vorgesehen ist auf der zylindrischen Außenwand 28 des Behälters 22. Dieser Ablenker 60 leitet die Mischung automatisch in einen zentralen Bereich des Abteils 32.
  • Die schwere Phase und die leichte Phase zirkulieren folglich nach dem Gegenstromprinzip im Innern des Zentrifugalextraktors zwischen den verschiedenen Stufen, die ihn bilden, was nach und nach die Behandlung der schweren Phase durch die leichte Phase bewirkt, oder umgekehrt, aufgrund der Misch- und Trennoperationen, die nacheinander durchgeführt werden in jeder der Stufen des Zentrifugalextraktors.
  • In der Figur 1 wurde als 62 ein Eingangskollektor der schweren Phase P1 dargestellt, angeordnet am Oberteil des Zentrifugalextraktors und verbunden mit den Rückführungskanälen 44 der oberen Stufe E1 über vertikale Leitungen 64, in die die schwere Phase P1 durch Schwerkraft fließt.
  • Die leichte Phase P2 ihrerseits wird am unteren Ende des Apparats eingeleitet uber einen Ringkollektor 66. Dieser letztere mündet in einem unteren Ringdurchlaß 46, der verbunden ist mit den Misch- und Einleiteinrichtungen 34, mit denen die untere Stufe E3 des Apparats ausgestattet ist.
  • Umgekehrt erfolgt der Austritt der schweren Phase am unteren Ende des Apparats über einen Kollektor 68, in dem Leitungen 70 münden, die jeden der Rückführungskanäle 44 der unteren Stufe E3 verlängern.
  • Schließlich erfolgt der Austritt der leichten Phase an der Oberseite des Zentrifugalextraktors mittels einer feststehenden Sammelkammer 72, in die der Ringdurchlaß 46 der oberen Stufe E1 mündet.
  • Die Rückführungskanäle 44 der schweren Phase einer gegebenen Stufe in Richtung der unmittelbar darunterliegenden Stufe sind winkelmäßig um einen bestimmten Wert versetzt in bezug auf die Rückführungskanäle 44 der unmittelbar benachbarten Stufen, damit diese Kanäle sich von einer Stufe zur anderen kreuzen können, ohne miteinander zu kommunizieren.
  • Außer dem Fehlen von Turbulenzen in den Trennabteilen 32 hat der erfindungsgemäße Zentrifugalextraktor den Vorteil, das Zirkulieren der schweren Phase zwischen den Stufen über Rückführungskanäle 44 sicherzustellen, die in dem festen Gehäuse 10 ausgebildet sind. Dank dieser Einrichtung sind die Verstopfungsrisiken dieser Kanäle durch in der schweren Phase vorhandene feste Teilchen ganz wesentlich kleiner als bei den Apparaten, bei denen das Zirkulieren der schweren Phase zwischen den verschiedenen Stufen in dem sich drehenden Teil des Zentrifugalextraktors erfolgt. Außerdem ist die Reinigung des Apparats im Falle einer Verstopfung ganz wesenlich vereinfacht.
  • Außerdem erleichtert die modulartige Bauweise des Zentrifugalextraktors seine Herstellung und Montage. Die Dichtheit zwischen den Elementarteilen 12 des festen Gehäuses 10 kann entweder erreicht werden durch das Anbringen von Dichtringen zwischen den Elementen, oder durch das Unterbringen des gesamten Gehäuses in einer dichten Außenhülle.
  • Selbstverständlich ist die Erfindung nicht beschränkt auf die soeben beispielhaft beschriebene Ausführungsart, sondern deckt alle Varianten davon ab. Insbesondere kann die Anzahl der Stufen, die den Zentrifugalextraktor bilden, abweichen von drei, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Claims (8)

1. Zentifugalextraktor, umfassend ein festes Gehäuse (10), eine vertikale Welle (18) für den Rotationsantrieb eines Behälters (22) im Inneren des Gehäuses, der innen ein Trennabteil (32) abgrenzt, und Einrichtungen (34) zum Mischen und um in den Unterteil des Trennabteils eine relativ schwere Flüssigphase und eine relativ leichte Flüssigpase einzuleiten, wobei der Behälter an seinem oberen Ende wenigsten einen zentralen Durchlaß (46) für den Austritt der relativ leichten Phase aufweist und wenigstens einen peripheren Durchlaß (36) für den Austritt der relativ schweren Phase, dadurch gekennzeichnet, daß der Extraktor mehrere übereinanderliegende Stufen (E1,E2,E3) umfaßt, von denen jede einen Behälter (22) aufweist, der in Drehung versetzt werden kann durch die genannte Welle, wobei der zentrale Durchlaß (46) jeder Stufe ein ringförmiger Durchlaß ist, ausgebildet zwischen der besagten Welle (18) und einer röhrenförmigen Wand (48), fest verbunden mit dem Behälter dieser Stufe, und verbunden mit den Einrichtungen (34) zum Mischen und Einleiten einer höheren Stufe, wohingegen der periphere Durchlaß (36) jeder Stufe in einem Rückführungskanal (42,44) der relativ schweren Phase mündet, ausgebildet in dem festen Gehäuse und verbunden mit den Misch- und Einleiteinrichtungen (34) einer tieferen Stufe.
2. Zentrifugalextraktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Misch- und Einleiteinrichtungen (34) der relativ schweren und relativ leichten Phasen in jedem Trennabteil (32) Leitungen (54) umfassen, die Ejektoren bilden, angebracht in einer Innenwand des dieses Abteil abgrenzenden Behälters (22), wobei diese Leitungen (54) geneigt sind in bezug auf eine radiale Richtung und ausgebildet in einer horizontalen Ebene.
3. Zentrifugalextraktor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein inneres Eingangsende von jeder der ejektorenbildenden Leitungen (54) angebracht ist gegenüber Führungsrinnen (50) der relativ schweren Phase, ausgebildet in dem festen Gehäuse (10), die den genannten Rückführungskanal (44) radial nach innen verlängern, wohingegen die Verbindungsdurchlässe (56), ausgebildet in der unteren Wand des Behälters (22), ein oberes Ende des genannten ringförmigen Durchlasses (46) verbinden mit einem äußeren Austrittsende von jeder der genannten, ejektorenbildenden Leitungen.
4. Zentrifugalextraktor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ejektorenbildenden Leitungen (54) mit ihren äußeren Austrittsenden in den Führungsrinnen (58) der relativ schweren und relativ leichten Phasen münden, die radial ausgebildet sind in der genannten unteren Wand des Behälters (22) und von denen ein äußeres Ende in dem Trennabteil (32) mündet.
5. Zentrifugalextraktor nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrinnen (50) der relativ schweren Phase einen radial ausgerichteten Teil umfassen, nach oben verlängert, bis vor die genannten ejektorenbildenden Leitungen (54), durch einen vertikal ausgerichteten Teil.
6. Zentrifugalextraktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückführungskanal (44) der relativ schweren Phase jeder Stufe winkelmäßig versetzt ist um einen gegebenen Wert in bezug auf den Rückführungskanal der benachbarten Stufen.
7. Zentrifugalextraktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter (22) der verschiedenen Stufen getrennte, auf eine gemeinsame vertikale Welle (18) montierte Teile sind.
8. Zentrifugalextraktor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das feste Gehäuse (10) ein Elementarteil (12) pro Stufe enthält, wobei besagte Elementarteile auf dichte Weise zusammengebaut sind.
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