DE69167A - Dämpf- und Maischapparat - Google Patents

Dämpf- und Maischapparat

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Publication number
DE69167A
DE69167A DE1892K9955 DEK9955 DE69167A DE 69167 A DE69167 A DE 69167A DE 1892K9955 DE1892K9955 DE 1892K9955 DE K9955 DEK9955 DE K9955 DE 69167 A DE69167 A DE 69167A
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vessel
grinding
conical
steam
pipe
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1892K9955
Other languages
English (en)
Original Assignee
S. KLEMM in Szegedin, Ungarn
Filing date
Publication of DE69167A publication Critical patent/DE69167A/de
Application filed by S. KLEMM in Szegedin, Ungarn filed Critical S. KLEMM in Szegedin, Ungarn
Pending legal-status Critical Current

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Description

KAISERLICHES
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Dämpfer zum Auflösen (Aufschliefsen) von harten Samenkörnern, wie Mais, Gerste, Korn u. s. w., und zwar unter Einwirkung von schwach gespanntem Dampf, Wasser und einem Mahlwerk, so dafs die aufgelösten Samenkörner als reine, nur schwach getrübte Flüssigkeit aus dem Apparat entfernt werden können. Diese Flüssigkeit bildet dann eine Maische, die mit der denkbar höchsten Ausbeute weiter verarbeitet werden kann.
Beiliegende Zeichnung zeigt diesen Dämpfer in:
Fig. ι in Vorderansicht, Fig. 2 im Querschnitt nach der Linie x-x der Fig. 1, in Fig. 3 im Verticalschnitt nach der Linie y-y der Fig. 2, Fig. 4 im Verticalschnitt nach der Linie %-% der Fig. 2. Fig. 5 und 6 zeigen in gröfserem Mafsstabe die laufende obere Metallscheibe des Dämpfers in Seitenansicht und Grundrifs. Fig. 7 und 8 zeigen ebenfalls etwas gröfser und in Seitenansicht und Grundrifs die untere feste Mahlscheibe.
Der Dämpfer besteht aus einem äufseren, starken, eisernen, auf vier Füfsen α ruhenden, mit Deckel b oben dicht verschliefsbaren, cylindrischen Gefäfs c, das mit Flüssigkeitsstandanzeiger d, unterer Dampfeinströmung e, oberer Dampfeinströmung f, Abflufsrohr g, Fig. 1 und 3, Flüssigkeitsabtreibrohr h und Dampfableitungsrohr z, Fig. 4, versehen ist.
In diesem äufseren Gefäfs c befindet sich noch ein zweites kleineres, cylindrisches Eisenblechgefäfs j, Fig. 3, das sich unten und oben konisch verengt und oben zu einer rauchfangartigen Ueberströmungsröhre k ausgebildet ist.
Das Innere dieses seitlich durch Distanzbolzen / und unten durch den Boden m mit dem äufseren Gefäfs e verbundenen Gefäfses j steht mit dem Innern des Gefäfses c nur durch das Rohr k in Verbindung. Diese Communication kann durch das im oberen Konus η des Gefäfses j befindliche grofse Ventil ο unterbrochen werden, d.h. das Gefäfs j kann ganz abgeschlossen werden. Die Bethätigung des Ventils 0 erfolgt von aufsen durch das Hebelsystem JPp1JJ2P3P4, Fig. 4, welches durch den Hebel q mit dem Hahn r der Dampfableitungsröhre i derart in Verbindung steht, dafs beim Schliefsen .des Ventils 0 der Hahn r immer geöffnet wird, und dann Dampf durch das Rohr aus dem Dämpfer c austreten kann. Dieser durch das Rohr i austretende Dampf wird'in einen über dem Dämpfer c angeordneten Behälter s geleitet, um den daselbst befindlichen Samen vorzubereiten, d. h. feucht und weich zu machen. Der so vorbereitete Samen wird durch den Lederschlauch t in den Dämpfer c eingelassen, und zwar fällt er durch die obere Oeffnung des Dämpfers j und die Röhre k in das Innere des Gefäfses j. Vom Gefäfs j führt ein Röhrchen u hinaus zu einem Manometer v. Auch die untere Dampfzuleitung e führt durch den konischen Boden m in das Innere von j, sowie auch die Ablafsröhre g zu j gehört. Die obere Dampfeinströmung f und das Abtreibrohr h dagegen münden in den äufseren Behälter c.
In dem unteren Konus n> des Gefäfses j befindet sich die Mahlvorrichtung für die Samenkörner. Dieselbe besteht aus der unteren
festen, mit innerem konischen Mahlkranz a1 versehenen Scheibe bl, welche längs des Mahlkranzes a\ Fig. 7 und 8, zwei seitliche, symmetrisch angeordnete Schlitze c1 hat. Aufserdem hat diese Scheibe bl in ihrer Ebene vier grofse, symmetrisch angeordnete Oeffnungen dl, welche mit vier eben solchen Oeffnungen cP der oberen rotirenden Mahlscheibe b2 derart correspondiren, dafs bei der Drehung der oberen Scheibe b2 diese Oeffnungen d1 und d2 abwechselnd sich einmal decken und dadurch einen freien Durchgang aus dem über den Mahlscheiben befindlichen Raum in den unter diesen befindlichen Raum el herstellen oder sich dann wieder über einander verschieben und dadurch den Durchgang absperren. Die obere Mahlscheibe b2^ Fig. 5, ist mit einem äufseren konischen ■ Mahlkranz a2 versehen (ähnlich wie bei Kaffeemühlen), der am unteren Rande tiefe Keileinschnitte f1 hat zur besseren Zuführung des Mahlgutes (s. Fig. 5). Die Scheibe b2, Fig. 3, ist auf einer verticalen Welle g1 aufgekeilt, welche oben in einem Querarm g'2, dann in der unteren Scheibe b1 und im Boden m geführt ist und unten in einem stellbaren Spurlager g3 ruht. Die Welle gl kann durch die bekannte Hebel- und Schraubenwinde \ιλ h2 h3, Fig. 4, gehoben oder gesenkt werden. Dadurch hat man es also in der Hand, die obere Mahlscheibe b2 zu heben oder zu senken. Die Welle g1 ragt oben über den Querarm g2 hinaus, und ist daselbst mit im linken Schraubengang angeordneten Rührarmen 21 versehen. Der Antrieb der Welle erfolgt von unten durch konisches Getriebe J1J2 von rechts nach links. Die obere Mahlscheibe b2 trägt ein mit schmalen Durchbrechungen kl, Fig. 5, und flantschenförmigem Bord k2 versehenen Blechcylinder ks, in welchen zwei verticale, am Querarm g2 befestigte Rührarme Z1, Fig. 4, hineinragen. Sowohl der Zwischenraum zwischen Bord k2 und den Wandungen des Gefäfses j, als auch die Durchbrechungen k1 sind so eng, dafs keine ganzen Samen daselbst hindurch können,während die Flüssigkeit frei durchspülen kann.
Der Cylinder k3 ist an seiner Aufsen- und Innenfläche mit Schraubenflügeln m1 und n1 versehen. Die äufseren m1 liegen rechtsgängig und die inneren n1 linksgängig. Die letzteren haben den Zweck, das Mahlgut in den Cylinder k3 hineinzubringen, während erstere das zwischen den Mahlflächen hervorkommende Gut in die Höhe treiben.
Die Function des ganzen Dämpfers ist nun folgende:
Nachdem die in erwähnter Weise vorbereiteten und mit Wasser gemengten Samenkörner in beschriebener Art in das Gefäfs j eingeführt sind, wird der Deckel b des Dämpfers c geschlossen, ebenso das Ventil 0. Die Mahlscheibe b2 wird angehoben und in nicht sehr rasche Drehung versetzt, während gleichzeitig Dampf von 1 Y2 Atmosphären durch die Leitung e eingelassen wird. Dieser Procefs dauert 1Z2 Stunde lang, während welcher Zeit die Samenkörner in Wasser und Dampf durch einander gerührt und durchweicht werden und durch die Oeffnungen d2 und d] der Mahlscheiben b2 und b1 in den Raum e1 gelangen. Nach !/2 Stunde wird die Mahlscheibe b2 wieder gesenkt, und zwar so weit, dafs ein grobes Vermählen der Samenkörner erfolgt. Die Geschwindigkeit derselben wird erhöht und nun beginnt ein eigenthümlicher Kreisprocefs der Samenkörner. Die Rührflügel ζ1 der Welle g1 . sowie die Schraubenflügel n1 treiben die ganze Samenmasse nach abwärts in den Cylinder k3. Bei jedesmaliger Deckung der bereits erwähnten Qeffnungen dl und d2 wird die Masse durch dieselben in den Raum el getrieben. Im nächsten Augenblick aber, wenn die Oeffnungen dx und d'2 sich nicht mehr decken, hat die Masse aus dem Raum e1 keinen Austritt mehr und wird zwischen die Mahlflächen a1 und a2 getrieben. Aus diesen gelangt sie oben grob vermählen heraus und wird durch die Schraubenflügel ml nach oben getrieben; dieser Procefs wiederholt sich während Y2 Stunde. Nach dieser weiteren Y2 Stunde wird die Scheibe b2 ganz niedergelassen und mit voller Geschwindigkeit angetrieben und durch ι Stunde hindurch Dampf von 2 Atmosphären eingeleitet. Nun wiederholt sich derselbe Kreisprocefs in so viel schnellerer Aufeinanderfolge, es werden die Samenkörner so fein vermählen, dafs sie sich nach und nach durch den Einflufs von Dampf, Wasser und das beständige Durchrühren der Masse vollständig zu einer fast klaren Flüssigkeit auflösen. Nach Verlauf von 1 Stunde sammelt sich in dem Gefäfs j oben schon eine Schicht ganz aufgelösten Samens, welche durch ein momentanes Oeffnen des Ventils ο aus dem Gefäfs j ausgeworfen wird, und zwar infolge des Dampfdruckes, der die Flüssigkeit durch das Rohr k ausstöfst. Die fertige Flüssigkeit sammelt sich in dem äufseren Gefäfs c rings um das innere Gefäfs j. Dieses Ventil 0 wird nun alle 10 Minuten in derselben Weise geöffnet, bis endlich die ganze Flüssigkeit im Gefäfs c ist, was man durch das Schauglas d beobachten kann. Hierauf wird das Mahlwerk und der untere Dampfzuflufs eingestellt und die Leitung h geöffnet. Durch Einlassen von Dampf durch die obere Dampfleitung f kann dann die fertige Flüssigkeit durch das Rohr h abgetrieben werden, um aus diesem in die Destillationsblasen zu gelangen, wo sie direct verarbeitet wird, da sie eine fertige Maische bildet.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ein Dämpf- und Maischapparat, bestehend aus einem äufseren, .mit Dampfeinströmung (f) und Maischab treib rohr (h) versehenen cylindrischen Gefäfs (c) und einem darin befindlichen kleineren, cylindrischen, mit konischer Decke (n) und konischem Boden (w) versehenen, durch ein Ventil (o) absperrbaren Gefäfs Q), welches unten mit Dampfeinströmung (e) und oben mit einem Ueberströmrohr (k) versehen ist, das den mit Wasser gemengten Samen in das Gefäfs Q) leitet und gleichzeitig zürn Auswerfen der fertigen Maische dient, die sich im äufseren Gefäfs sammelt,
    In dem in Anspruch i. gekennzeichneten Gefäfs j die Anordnung eines Mahlganges, bestehend aus einer unteren festen, mit innerem konischen Mahlkranz (λ1)-, zwei seitlichen Mahlgut-Zuführungsschlitzen (c1) und vier Kreisöffnungen (d2) versehenen Mahlscheibe (b1) und einer mit Rührarmen versehenen Mahlscheibe (b2) mit konischem äufseren Mahlkranz (a2).
    In dem in Anspruch i. gekennzeichneten Gefäfs j die Anordnung eines Cylinders (k3) mit Schraubenflügeln (Tn1Tt1), welche die Samenmasse abwärts, das Mahlproduct hingegen aufwärts treiben.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1892K9955 1892-08-12 Dämpf- und Maischapparat Pending DE69167A (de)

Publications (1)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1054406B (de) 1952-10-25 1959-04-09 Jakob Carl Einrichtung zum Aufschliessen staerkehaltiger Produkte durch Dampfeinwirkung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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