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Die Erfindung betrifft elektronische Drucker und Drucksysteme,
und insbesondere ein System und ein Verfahren zum Bedrucken von
zweck-gereihtem Druckmaterial wie solchem mit vorgestanzten
Registerfahnen.
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Zukünftige elektronische Drucker und Drucksysteme sind dazu
bestimmt, die Bedienungsperson oder den Benutzer mit so vielen
Aufgaben-Programmierungsmöglichkeiten und -Auswahlen wie
vernünftigerweise möglich zu versehen. Eine sehr bedeutsame
Programmierungsart ist die Auswahl des Grundmaterials, d.h. der
Printmedien, mit welchen die Aufdrucke hergestellt werden. Eine
erwünschte Grundmaterialart ist zweck-gereihtes Grundmaterial
wie solches mit vorgestanzten Registerfahnen, eine Reihe von
Blättern mit unterschiedlicher Farbe usw. Wenn jedoch
derartiges zweck-gereihtes Grundmaterial benutzt wird, muß dafür Sorge
getragen werden, sicherzustellen, daß das korrekte Abbild
während des ganzen Bedruckungsvorganges auf das richtige
Grundmaterial aufgedruckt wird. Wenn beispielsweise
vorgestanzte Registerfahnen benutzt werden, muß man sicher sein, daß
das gedruckte Bild mit der korrekten Fahne kombiniert ist und
daß dies während des gesamten Druckvorganges so bleibt. Wenn
sonst aus irgendeinem Grund eine Fehlanpassung während des
Druckvorganges aufträte, wird nicht nur das dadurch beeinflußte
Abbild auf die falschen Registerfahne aufgedruckt sein, sondern
die gesamte Abfolge von danach aufgedruckten Abbildern wird
unterbrochen sein, wobei die restlichen Bilder sich auf den
falschen Fahnen befinden.
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Beim Stand der Technik offenbart das an Motomura u.a.
ausgegebene US-Patent US-A-4 521 102 ein System zum Zählen von Papier
in einer Kopiervorrichtung, bei dem zum Programmieren eines
Zählers unter Benutzung einer Tastatur die Anzahl von Kopien
eingegeben und der Zähler bei jeder hergestellten Kopie um eins
abgezählt wird, so daß eine laufende Zählung geschaffen wird,
die benutzt werden kann, um die Anzahl von Kopien zu
identifizieren, die beim Auftreten eines Fehlers ersetzt werden müssen.
Das an Pou u.a. ausgegebene US-Patent US-A-4 607 572 offenbart
ein System zum Bedrucken von Anhängern mit einem Staudetektor
zum Erfassen von Stauungen und zum Aufzeichnen von als Ergebnis
eines Staus verlorenen Anhängern. Das an Acquaviva ausgegebene
US-Patent US-A-4 568 172 offenbart ein
Dokumentensatz-Umlaufverfahren für kleine Anzahlen von Dokumenten, bei dem die
Trennung zwischen den Sätzen automatisch gesteuert wird in
Abhängigkeit von der Anzahl der Dokumentenblätter in den
Sätzen. Das an Tsuchiya u.a. ausgegebene US-Patent US-A-
5 774 544 offenbart einen Zähler für eine
Bildformungs-Vorrichtung zum Zählen und Verwalten von Datenformierungsvorgängen,
bei dem ein EEPROM als Datenspeicher bei Unterbrechung der
Stromzufuhr benutzt wird. Und das an Kamiyama ausgegebene US-
Patent US-A-3 886 329 offenbart eine Zählvorrichtung, bei der
die Anzahl von zu kopierenden Blättern voreingestellt und ein
Steuersignal erzeugt wird, wenn die Anzahl hergestellter Kopien
gleich der voreingestellten Anzahl von zu kopierenden Blättern
ist.
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Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein alternatives
verbessertes System und Verfahren zum Bedrucken von
zweck-gereihten Grundmaterialien wie vorgestanzten Registereinlagen zu
schaffen.
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Demgemäß schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum
Betreiben eines Drucksystems zum Drucken einer durch eine oder
mehrere elektronische Seite(n) repräsentierten Aufgabe, welches
System Druckmittel zum Herstellen von Drucken aus den
elektronischen Seiten und einen Steuerungsabschnitt zum Steuern des
Betriebs des Systems zum Herstellen von Drucken in Abhängigkeit
von Druckprogrammierungsbefehlen für die Aufgabe enthält,
gekennzeichnet durch Programmieren des Systems für die Aufgabe
zum Erzeugen einer vorgegebenen Anzahl von Drucken von den
elektronischen Seiten auf ein Blattmaterial, wobei die Drucke
mindestens eine Gruppe von Druckerzeugnissen bestimmen, welche
aufeinanderfolgende Sätze von Blättern enthalten, Auswählen
eines zweck-gereihten Materials, wobei das zweck-gereihte
Material umfaßt die aufeinanderfolgenden Sätze von Blättern,
von denen jedes Blatt in jedem Satz eindeutig bestimmt ist und
die eindeutig bestimmten Blätter in jedem der Sätze in einer
vorbestimmten Reihenfolge angeordnet sind, Bestimmen der Anzahl
von Drucken für die mindestens eine Gruppe durch Bezug sowohl
auf die Anzahl der elektronischen Seiten in der Aufgabe wie
auf die vorgegebene Anzahl von herzustellenden Drucken,
Programmieren des Steuerungsabschnitts mit einer Folgezahl (m),
welche die Anzahl von unterschiedlichen Blättern in einem der
aufeinanderfolgenden Sätze von Blättern repräsentiert, aus der
Folgezahl (m) und der Anzahl von Drucken für die mindestens
eine Gruppe, Identifizieren der Anzahl von Blättern, die
abgelassen werden müssen, in dem letzten Satz der mindestens einen
Gruppe, um überflüssige Blätter zu entfernen, und
Aufrechterhalten einer Übereinstimmung zwischen den Abbildern der
elektronischen Seiten und den Blättern, auf welche die Bilder
aufzudrucken sind, und Beseitigen der überzähligen Blätter aus
dem letzten Satz für die mindestens eine Gruppe, am Ende des
Druckvorganges jeder Gruppe.
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Die vorliegende Erfindung schafft auch ein Drucksystem zum
Bedrucken zweck-gereihter Grundmaterialien, welches System zum
Ausführen dieses Vorganges ausgelegte Bearbeitungsmittel
enthält.
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Die vorliegende Erfindung wird weiter beispielsweise mit Bezug
auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen:
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Fig. 1A und 1B eine Ansicht umfassen, welche ein
elektronisches Drucksystem zum Drucken von zweck-gereihten
Grundmaterialien gemäß einer Ausführung der vorliegenden Erfindung
abbildet;
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Fig. 2 ein Blockschaltbild ist, welches die Hauptelemente
des in Fig. 1 gezeigten Drucksystems darstellt;
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Fig. 3 eine Draufsicht ist, welche die prinzipiellen
mechanischen Komponenten des in Fig. 1 gezeigten Drucksystems
darstellt;
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Fig. 4 eine schematische Ansicht ist, die gewisse
Aufbaueinzelheiten des Dokumentenabtasters für das in Fig. 1 gezeigte
Drucksystem zeigt;
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Fig. 5A, 5B und 5C ein schematisches Blockschaltbild
umfassen, welches die Hauptteile des Steuerabschnitts für das
in Fig. 1 gezeigte Drucksystem zeigt;
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Fig. 6 ein Blockschaltbild des Betriebssystems ist,
zusammen mit gedruckten Verdrahtungsplatinen (Printed Wiring
Boards PWB) und gemeinsam genutzten Leitungsverbindungen für
das in Fig. 1 gezeigte Drucksystem;
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Fig. 7 eine beispielsweise Abbildung einer
Aufgabenprogrammierungskarte und einer Aufgabenlaufkarte ist, wie sie an
einer in Fig. 1 gezeigten Benutzerschnittstellen-(User
Interface UI)-Tastbildschirmfläche des Drucksystems angezeigt
werden;
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Fig. 8 eine Ansicht ist, die ein Beispiel einer
Druckwarteschlange von zu druckenden Aufgaben an dem UI-Tastbildschirm
zeigt;
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Fig. 9 eine Ansicht ist, die ein Beispiel einer
Aufgabenlaufkarte mit geöffnetem Papiervorrat-Icon abbildet zum
Anzeigen verschiedener für die Programmierung verfügbarer
Papiervorrat-Auswahlmöglichkeiten;
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Fig. 10 eine Ansicht der Papiervorratanzeige ist, die
verschiedene Druckmediensorten-Programmierauswahlen zeigt;
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Fig. 11 eine Draufsicht auf eine Vorratübersicht ist, die
eine fünffache Auswahl vorgestanzter Registerfahnen zeigt;
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Fig. 12 eine isometrische Draufsicht ist, die ein
Dreifahnenbeispiel vorgedruckten Registerfahnenmaterials zeigt;
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Fig. 13 eine Draufsicht eines Beispiels von
zweck-gereihtem Druckmedienvorrat ist;
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Fig. 14 eine Draufsicht auf die
Papiervorrats-Programmierauswahl ist, die nach Betätigung des Vorrats-Icons für
"vorgestanzte Fahnen" angezeigt wird;
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Fig. 15 eine Ansicht ist, die die Fensteranzeige zum
Ändern der Folgezahl beim Programmieren von "zweck-gereihtem"
Vorratmaterial zeigt;
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Fig. 16 eine isometrische Ansicht einer beispielsweisen
Druckaufgabe ist, bei der die Anzahl von Registerfahnen in
jedem Satz nicht ein genaues Vielfaches der Anzahl der
verwendeten Fahnenpositionen ist;
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Fig. 17 ein Blockschaltbild des Steuerschemas ist zum
Bestimmen der Anzahl von auszuscheidenden der zweck-gereihten
Vorratsblätter; und
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Fig. 18 ein Flußdiagramm ist, das die Schritte bei dem
Druckvorgang für zweck-gereihtes Vorratsmaterial gemäß einer
Ausführung der vorliegenden Erfindung zeigt.
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In Fig. 1 und 2 ist ein beispielsweises Abbildungs-Drucksystem
2 zum Bearbeiten von Druckaufgaben gezeigt. Das Drucksystem 2
wird zum Zweck der Erklärung unterteilt in einen Bildeingabe-
Abschnitt 4, einen Steuerungs-Abschnitt 7 und einen
Drucker-Abschnitt 8. Bei dem gezeigten Beispiel besitzt der Bildeingabe-
Abschnitt sowohl Fern- wie Lokal-Bildeingänge, ein Freigabe-
System 2, um Netz-, Abtast- und Druckdienste zu schaffen. Man
kann sich andere Systemkombinationen vorgestellen, wie
beispielsweise ein selbständiges Drucksystem mit systemeigener
Bildeingabe (d.h. einem Abtastgerät oder Scanner), Steuerung
und Drucker; ein Netzdrucksystem mit Ferneingabe, Steuerung und
Drucker; usw. Zwar ist ein bestimmtes Drucksystem gezeigt und
beschrieben, doch kann die Erfindung auch mit anderen Arten von
Drucksystemen benutzt werden. Beispielsweise kann der Drucker-
Abschnitt 8 auch mit anderen Druckerarten wie
Tintenstrahl- oder Ionographie-Druckern usw. betrieben werden.
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Insbesondere nach Fig. 2-4 besitzt der Bildeingabe-Abschnitt 4
für Fern-Bildeingabe ein Netz 5 mit einem entsprechenden
Verbindungskanal wie einer Fernsprechleitung, die Bilddaten in
Form von Bildsignalen oder Pixeln von einer oder mehreren
fernliegenden Quelle(n) zur Eingabe in das und Bearbeitung im
System 2 freigibt. Wenn die Seitenbeschreibungssprache (Page
Description Language PDL) ankommender Abbildungsdaten sich von
der im System 2 benutzten PDL unterscheidet, sind (nicht
dargestellte) geeignete Wandlermittel vorgesehen. Andere Fernquellen
für Bilddaten wie Streamer-Band, Disketten usw. können zum
Einsatz in Aussicht genommen werden.
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Für die Bildeingabe an Ort und Stelle besitzt der Abschnitt 4
einen Dokumentenabtaster 6 mit einer transparenten
Auflageplatte 20, auf die abzutastende Dokumente 22 aufgelegt werden. Eine
oder mehrere Linearanordnungen 24 sind für eine hin- und
herlaufende
Abtastbewegung unter der Platte 20 angebracht. Eine
Linse 26 wirkt mit Spiegeln 28, 29 und 30 zusammen, um die
Anordnung 24 auf ein zeilenartiges Segment der Platte 20 und
des daran abzutastenden Dokuments zu fokussieren. Bilddaten in
Form von Bildsignalen oder Pixeln vom Netz 5 oder der Anordnung
24 werden einem Prozessor 25 zur Verarbeitung zugeführt. Nach
der Verarbeitung werden die Bildsignale an den Steuerabschnitt
7 ausgegeben.
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Der Prozessor 25 wandelt die durch die Anordnung 24
ausgegebenen analogen in digitale Bildsignale. Der Prozessor 25
verarbeitet weiter in dem erforderlichen Maße Bildsignale, um dem
System 2 zu ermöglichen, die Bilddaten in der für die
Ausführung der programmierten Aufgabe erforderlichen Form zu
speichern und zu behandeln. Der Prozessor 25 sorgt auch für
Verbessern und Ändern der Bildsignale wie Filtern, Begrenzen,
Rastern, Beschneiden, Skalieren usw.
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Abzutastende Dokumente 22 können zum Abtasten auf die
Auflageplatte 20 durch einen automatischen Dokumentenbehandler (ADF)
35 aufgelegt werden, der entweder in einem
Umlauf-Dokumentenbehandlungs-(Recirculating Document Handling RDH)-Modus oder in
einem halbautomatischen Dokumentenbehandlungs- (Semi-Automatic
Document Handling SADH)-Modus betätigbar ist. Ein manueller
Modus einschließlich eines Buchkopierens und ein
Computerblattzuführer-(Computer Forms Feeding CFF)-Modus sind ebenfalls
vorgesehen, der letztere, um Dokumente in Form von
Endlos-Tabellierpapier aufzunehmen. Für den RDH-Modusbetrieb besitzt der
Dokumentenbehandler 35 ein Dokumentenfach 371 in welchem die
Dokumente 22 in Stapeln oder Gruppen angeordnet sind. Die
Dokumente 22 im Fach 37 werden durch ein Unterdruck-Zuführband
40, Dokumenten-Zuführwalzen 41 sowie ein Dokumenten-Zuführband
42 zu der Auflageplatte 20 vorgeschoben, wo das Dokument durch
die Anordnung 24 abgetastet wird. Nach dem Abtasten wird das
Dokument durch das Band 42 von der Platte 20 abgenommen und
durch Dokumenten-Abführwalzen 44 zum Fach 37 zurückgeführt.
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Zum Betrieb im SADH-Modus schafft ein Dokumenten-Eingabeschlitz
46 zwischen dem Fach 37 und der Auflageplatte 20 Zugang zum
Dokumenten-Zuführband 42, wodurch einzelne Dokumente von Hand
zum Transport zur Auflageplatte 20 eingelegt werden können.
Zuführwalzen 49 hinter dem Schlitz 46 bilden einen Einlaßspalt
zum Anlegen und Zuführen des Dokuments zum Zuführband 42 und
auf die Auflageplatte 20. Nach dem Abtasten wird das Dokument
von der Auflageplatte 20 abgenommen und in ein Auffangfach 48
entlassen.
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Zum Betrieb im CFF-Modus wird Computer-Tabelliermaterial durch
den Schlitz 46 eingeführt und durch Zuführwalzen 49 zum
Dokumenten-Zuführband 42 vorgeschoben, das wiederum das Endlos-
Faltmaterial seitenweise auf der Auflageplatte 20 in Position
bringt.
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Nach Fig. 2 und 3 umfaßt der Druckerabschnitt 8 einen
Laserdrucker und ist hier zu Erklärungszwecken in einen
Raster-Ausgabescanner-(Raster Output Scanner ROS)-Abschnitt 87, einen
Druckmodulabschnitt 95, einen Papiervorratsabschnitt 107 und
einen Fertigsteller 120 aufgeteilt. Der ROS des Druckmoduls 95
besitzt einen Laser 91, dessen Strahl in zwei
Abbildungsstrahlen 94 aufgeteilt wird. Jeder Strahl 94 wird entsprechend dem
Inhalt eines durch einen akustooptischen Modulator 92
eingegebenen Bildsignales moduliert, um Doppel-Abbildungsstrahlen 94
zu schaffen. Die Strahlen 94 werden durch die Spiegelflächen
eines sich drehenden Vielecks 100 über einen sich bewegenden
Photorezeptor 98 des Druckmoduls 95 abgelenkt, um bei jedem
Durchlauf zwei Bildzeilen an dem Photorezeptor 98 zu belichten
und die latenten elektrostatischen Abbilder zu schaffen, welche
durch das am Modulator 92 anliegende Bildsignal dargestellt
werden. Der Photorezeptor 98 wird vor dem Belichten durch die
Bildstrahlen 94 mittels Korotronen 102 an einer Aufladestation
gleichmäßig aufgeladen. Die latenten elektrostatischen Abbilder
werden durch Entwickler 104 entwickelt und an einer
Übertragungsstation 106 auf Druckmedien 108 übertragen, welche durch
einen Papierzulieferabschnitt 107 zugeführt werden. Die Medien
108 können, wie offensichtlich wird, eine Vielzahl von
Blattgrößen-Arten und -Farben umfassen. Zur Übertragung werden die
Druckmedien in zeitlicher Ausrichtung mit dem entwickelten
Abbild
entweder von einem Hauptpapierfach 110 oder von
Hilfspapierfächern 112, 114 an den Photorezeptor 98 vorgeschoben. Das auf
das Druckmedium 108 übertragene entwickelte Abbild wird durch
den Schmelzer 116 permanent fixiert oder aufgeschmolzen, und
die sich ergebenden Drucke werden entweder zum Ausgabefach 118
oder zum Fertigsteller 120 entlassen. Der Fertigsteller 120
enthält einen Klammerer 122, um die Druckstücke zur Bildung von
Heften oder Büchern zusammenzuklammern, und einen thermischen
Binder 124, um die Druckstücke zu Büchern zusammenzukleben.
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Nach den Fig. 1, 2 und 5 ist der Steuerabschnitt 7 zur
Erklärung in eine Bildeingabesteuerung 50, eine
Benutzerschnittstelle (User Interface UI) 52, eine Systemsteuerung 54, einen
Hauptspeicher 56, einen Bildmanipulierungs-Abschnitt 58 und
eine Bildausgabe-Steuerung 60 unterteilt.
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Die vom Prozessor 25 des Bildeingabe-Abschnitts 4 dem
Steuerabschnitt 7 eingegebenen Bilddaten werden durch einen
Bildkomprimierer/Prozessor 51 der Bildeingabesteuerung 50 an der
gedruckten Schaltplatine (Printed Wiring Board PWB) 70-3
komprimiert. Wenn die Bilddaten durch den
Komprimierer/Prozessor 51 hindurchtreten, werden sie in N Abtastzeilen breite
Schlitze segmentiert, wobei jeder Schlitz einen Schlitzzeiger
besitzt. Die komprimierten Bilddaten werden zusammen mit den
Schlitzzeigern und irgendwelchen zugehörigen Bildbeschreibern,
die bildspezifische Information (wie Höhe und Breite des
Dokuments in Pixeln, das verwendete Komprimierungsverfahren,
Zeiger zu den komprimierten Bilddaten und Zeiger zu den
Bildschlitzzeigern) schaffen, werden in eine Bilddatei gesetzt. Die
Bilddateien, welche unterschiedliche Druckaufgaben darstellen,
werden im Systemspeicher 61 zeitweilig gespeichert, der einen
Speicher mit wahlfreiem Zugriff oder RAM umfaßt, wo sie auf
Übertragung zum Hauptspeicher 56 warten, in dem die Daten bis
zur Verwendung gehalten werden.
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Wie am besten in Fig. 1B zu sehen, enthält die UI 52 eine
komprimierte Benutzersteuerung/Bildschirmanzeige, die aus einem
interaktiven Tastschalt-Bildschirm 62, einer Tastatur 64 und
einer Maus 66 besteht. Die UI 52 verbindet die Bedienungsperson
mit dem Drucksystem 2 und ermöglicht es der Bedienungsperson,
Druckaufgaben und andere Instruktionen zu programmieren, sowie
Systembetriebsinformation, Instruktionen,
Programmierungsinformation, Diagonose-Information usw. zu erhalten. An dem
Tastschalt-Bildschirm 62 angezeigte Einzelheiten wie Dateien
und Icons werden betätigt entweder durch Berühren der
angezeigten Einzelheit am Schirm 62 mit einem Finger oder durch
Benutzen der Maus 66 in der Weise, daß mit dem (in Fig. 7 gezeigten)
Cursor 67 auf die ausgewählte Einzelheit gezeigt und
nachfolgend mit der Maustaste geklickt wird.
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Der Hauptspeicher 56 besitzt eine Vielzahl von Festplatten 90-
1, 90-2, 90-3 zum Speichern der
Maschinenbetriebs-Systemsoftware, der Maschinenbetriebsdaten und der gegenwärtig bearbeiteten
Abtast-Bilddaten.
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Wenn die komprimierten Bilddaten im Hauptspeicher 56 weiterer
Bearbeitung bedürfen, oder wenn es zur Anzeige am Tastschalt-
Bildschirm 62 der UI 52 erforderlich ist oder durch den
Drukkerabschnitt 8 angefordert wird, wird auf die Daten im
Hauptspeicher 56 zugegriffen. Ist eine weitere Verarbeitung außer
der durch den Prozessor 25 gebotenen erforderlich, werden die
Daten zum Bildmanipulierungsabschnitt 58 an dem PWB 70-6
übertragen, wo die zusätzlichen Verarbeitungsschritte wie
Kollationierung, Fertigstellung, Entflechtung usw. ausgeführt werden.
Nach der Bearbeitung können die Daten zum Hauptspeicher 56
zurückgeführt und zur UI 52 zur Anzeige an dem Tastbildschirm
62 oder zur Bildausgabe-Steuerung 60 gesandt werden.
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An die Bildausgabe-Steuerung 60 ausgegebene Bilddaten werden
dekomprimiert und durch Bilderzeugungs Prozessoren 86 an den
(in Fig. 5A gezeigten) PWBs 70-7, 70-8 zum Druck fertiggemacht.
Danach werden die Daten durch Verteilungsprozessoren 88, 89 an
dem PWB 70-9 zum Druckabschnitt 8 ausgegeben. Für den Druck zum
Druckabschnitt 8 ausgesendete Bilddaten werden normalerweise
aus dem Speicher 56 entfernt, um Platz für neue Bilddaten zu
schaffen.
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Wie insbesondere in Fig. 5A-5C gezeigt, enthält der
Steuerabschnitt
7 eine Vielzahl von gedruckten Schaltplatinen (PWBs)
70, wobei die PWBs miteinander und mit dem Systemspeicher 61
durch ein Paar Speicherbuse 72, 74 verbunden sind. Die
Speichersteuerung 76 koppelt den Systemspeicher 61 mit den Busen
72, 74. Zu den PWBs 70 gehört der Systemprozessor-PWB 70-1 mit
mehreren Systemprozessoren 78; der Niedriggeschwindigkeit-I/O-
Prozessor-PWB 70-2 mit der UI-Verbindungssteuerung 80 zum
Übertragen von Daten zu und von der UI 52; PWBs 70-3, 70-4, 70-
5 mit dem Plattenansteuer-Prozessor 82 zum Übertragen von Daten
zu und von den Platten 90-1, 90-2 bzw. 90-3 des Hauptspeichers
56 (der Bildkomprimierer-Prozessor 51 zum Komprimieren der
Bilddaten befindet sich am PWB 70-3); Bildmanipulierungs-PWB
70-6 mit Bildmanipulierungs-Prozessoren des Bildmanipulierungs-
Abschnitts 58; Bilderzeugungs-Prozessor-PWBs 70-7, 70-8 mit
Bilderzeugungs-Prozessoren 86 zum Verarbeiten der Bilddaten zum
Druck durch den Druckerabschnitt 8; Verteilerprozessor-PWB 70-9
mit Verteilerprozessoren 88; 89 zum Steuern der Übertragung von
Daten zu und von dem Druckerabschnitt 8 und Bootsteuerungs-
Entscheidungsplaner-PWB 70-10.
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Besonders nach Fig. 6 werden Systemsteuersignale über eine
Vielzahl von gedruckten Schaltplatinen (PWBs) verteilt. Diese
enthalten den EDN-Kern-PWB 130, den Markierungsabbildungs-Kern-
PWB 132, den Papierbehandlungs-Kern-PWB 134 und den
Fertigsteller/Binder-Kern-PWB 136 zusammen mit verschiedenen
Eingabe/Ausgabe-(I/O)-PWBs 138. Ein Systembus 140 koppelt die
Kern-PWBs 130, 132, 134, 136 miteinander und mit dem
Steuerabschnitt 7, während Lokalbuse 142 dazu dienen, die I/O-PWBs
138 miteinander und ihrem jeweils zugeordneten Kern-PWB zu
koppeln.
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Beim Einschalten der Maschine wird die Betriebssystem-Software
vom Speicher 56 in den EDN-Kern-PWB 130 und von dort in die
restlichen Kern-PWBs 132, 134, 136 über Bus 140 geladen, wobei
jeder Kern-PWB 130, 132, 134, 136 einen Boot-ROM 147 zum
Steuern des Zuladens der Betriebssystem-Software zu dem PWB,
zur Fehlererfassung usw. besitzt. Die Boot-ROMs 147 ermöglichen
auch das Übertragen von Betriebssystem-Software und Steuerdaten
zu und von den PWBs 130, 132, 134, 136 über Bus 140 und von
Steuerdaten zu und von den I/O-PWBs 138 über lokale Buse 142.
Zusätzliche Speicherarten ROM, RAM und NVM sitzen an
verschiedenen Stellen innerhalb des Systems 2.
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Nach Fig. 7 werden Aufgaben in einem
"AUFGABEN-PROGRAMMIERUNGS"-Modus unter Benutzung des Tastbildschirms 62 und/oder
der Maus 66 programmiert. Dazu wird eine Auswahl von
Programmierungs-Dateikarten 150 (d.h. "AUFGABE:Standard", "SEITEN-
NIVEAU", usw.) angezeigt. Jede Dateikarte 150 zeigt, wenn sie
angewählt ist, eine oder mehrere Aufgaben-Laufkarte(n) 152,
welche die bei der ausgewählten Laufkarte verfügbaren
verschiedenen Aufgaben-Programmierungsauswahlen enthalten, und ein
Aufgabenkarteikarte 154 für die Aufgabe. Die
Laufkarten-Auswahlmöglichkeiten bestehen in Form von Fenstern mit Icons,
während die Aufgabenkarteikarte 154 drei Laufkartenauswahlen
(d.h. "Aufgabenpegel", "grundsätzlich" und "spezial") anzeigt.
Die Aufgabenkarteikarte zeigt auch die durch die
Bedienungsperson getroffenen Auswahlen. Wenn keine Auswahl getroffen
wurde, wird automatisch die grundsätzliche oder Original-
Auswahl (default) programmiert und an der Aufgabenkarteikarte
angezeigt. Bei dem in Fig. 7 gezeigten Ausführungsbeispiel sind
die Originalauswahlen gezeigt, d.h. die "AUFGABEN-Standard"-
Dateikarte 150, die Aufgaben-Laufkarte 152 für "Aufgabenpegel"
und die Aufgabenkarteikarte 154 für "Abrechnung:NORMAL".
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Nach Fig. 8 wird, wenn eine Aufgabe 160 gedruckt wird, die
Aufgabe von dem Hauptspeicher 56 in eine Druckschlange 162
bewegt. Ein DRUCKSCHLANGE-Icon 164 zeigt, wenn es betätigt ist,
an dem Tastbildschirm 62 die gegenwärtige Druckschlange mit
einer Liste der in der Schlange befindlichen Aufgaben am
Tastbildschirm 62 an. Jede Aufgabe 160 in der Druckschlange 162
besitzt eine Aufgabenbeschreibung, welche die Aufgabe
identifiziert durch Namen und Aufgabennummer; Mediengröße, -Typ und
-Farbe und die Art der Fertigbearbeitung. Die Druckschlange 162
ist geordnet nach Priorität und Einreihungszeitpunkt der
Aufgabe in die Druckschlange.
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Nach Fig. 7 und 9 besteht eine der Auswahlmöglichkeiten, die
durch die "Grundsatz"-Laufkarte beim Programmieren einer
Aufagabe (eines Jobs) vorgesehen sind, darin, das Material
auszuwählen, auf dem die Aufdrucke hergestellt werden. Dafür
wird eine PAPIERMATERIAL-Auswahl 170 angezeigt, die im
Betätigungsfall drei Niveaus der Vorratsauswahlen, d.h. "Größe",
"Art" und "Farbe" an dem Tastbildschirm 62 im Arbeitsbereich
157 neben der Laufkarte zeigt. Bei dem "Größe"-Auswahlniveau
wird eine Reihe von Icons 175-1, 175-2, ..., 175-n angezeigt,
welche verschiedene vorgegebene
Blattgrößen-Auswahlmöglichkeiten wie "8,5 x 11" abbilden, mit einem Icon 177 "sonstige" für
kundenbezogene Auswahlmöglichkeiten. Bei dem Auswahlpegel "Art"
wird eine Reihe von Icons 178-1, 178-2, ..., 178-n angezeigt,
welche die verschiedenen Arten von Vorratsmaterial zeigen, die
zur Auswahl verfügbar sind, wie beispielsweise "vorgestanztes
Registerblatt", mit einem Icon 179 "andere" für kundenbezogene
Auswahl und Icon 206 "zweck-gereiht" für zweck-gereihte
Druckmaterialien. Beim "Farbe"-Auswahlpegel bilden Icons 180-1, 180-
2, ..., 180-n verschiedene Druckmaterial-Farbauswahlen an, mit
einem Icon 181 "sonstige" für kundenbezogene Aus-wahlen.
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Nach Fertigstellung der Programmauswahlen wird die
PAPIERMATERIALAUSWAHL 170 geschlossen, um die Auswahlen (mit den anderen
getroffenen Auswahlen) in Erwartung der Verwendung in den
Hauptspeicher 56 einzuladen.
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Darauffolgend müssen die programmierten Materialauswahlen
(außer in Fällen, wo das Druckmaterial bereits eingeladen ist)
in eines oder mehrere der Papierfächer 110, 112, 114 eingeladen
werden. Um dies zu tun, muß das Fach oder müssen die Fächer
geöffnet und die ausgewählten Materialien eingeladen werden.
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Nach Fig. 1B und 10 wird, um das besondere gegenwärtig in die
jeweiligen Papierfächer 110, 112, 114 eingeladene Material zu
identifizieren, ein "Papierzufuhr"-Knopf 190 an der Tastatur 64
betätigt, um an dem Tastbildschirm 62 eine "Papierzufuhr"-
Dateikarte 191 anzuzeigen mit Icons 200, 202, 204, die jeweils
für die Fächer 110, 112 bzw. 114 repräsentativ sind.
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Wenn ein Papiermaterial in einem der Papierfächer gewechselt
wird, wird das Icon 200, 202 bzw. 204 für das bestimmte
Papierfach
betätigt. Das ergibt eine Anzeige der Materialauswahl-
Icons nach Fig. 9 in drei Pegeln "Größe", "Art" und "Farbe" in
dem Werkbereich 157 neben dem geöffneten Fach-Icon 200, 202
oder 204.
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Wenn das Druckmaterial "zweck-gereiht" ist, wie beispielsweise
im Falle von "vorgestanzte Registerfahne", ist eine zusätzliche
Programmierungsinformation nötig, um sicherzustellen, daß die
gedruckten Bilder mit dem korrekten Blatt des Materials
übereinstimmen. Diese zusätzliche Programmierungsinformation, die
hier als die Folge- oder Modulzahl bezeichnet wird, ist
erforderlich, um Konflikte und unbeabsichtigte Bedienungsperson-
Programmfehler zu vermeiden und es dem Drucksystem 2 zu
erlauben, automatisch überschüssige Blätter abzuführen und eine
automatische Aufgabenwiederholung bei einem auftretenden
Fehler, wie einem Papierstau, zu ermöglichen. Typischerweise
ist die Folgezahl erforderlich, wenn entweder mit Fahnen
versehenes oder der Reihenfolge nach geordnetes (also
zweckgereihtes) Material ausgewählt wird.
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Nach Fig. 11 umfaßt mit Fahnen (Registerfahnen) versehenes
Material (d.h. "vorgestanzte Registerfahne") ein Blatt 210 von
Druckmaterial mit einer an einer Seite abstehenden
Registerfahne 212. Wie zu verstehen ist, werden Registerfahnenblätter 210
typischerweise benutzt, um den Zugriff zu bestimmten Seiten
oder Bereichen in einem gebundenen Dokument oder Buch zu
erleichtern. Die Registerfahnen 212 können klar, d.h. ohne
Aufdruck sein, wie in Fig. 11 gezeigt, oder können Information
oder Daten aufgedruckt besitzen, wie in den vorher bedruckten
Fahnen nach Fig. 12.
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Der Ort der Fahnen 212 an den Seiten des Registerfahnenblatts
210 ist normalerweise gegeneinander versetzt, um zu verhindern,
daß eine Fahne die Sicht auf die anderen Fahnen versperrt. Die
Anzahl von Fahnenversatzstellungen bestimmt die Anzahl von mit
Fahnen versehenen Blättern 210 in einer Reihe oder einem Satz
215. Bei dem in Fig. 11 gezeigten Beispiel ist ein Satz 215
gezeigt, der sich aus fünf mit den Registerfahnen versehenen
Blättern zusammensetzt. Bei dem Beispiel in Fig. 12 ist ein
Satz 215 gezeigt, der aus drei Registerfahnenblättern 205 mit
vorher bedruckten Registerfahnen 212 besteht.
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Material mit geordneter Reihenfolge kann irgendeinen Satz von
aufeinanderfolgend unterschiedlichen oder einheitlichen
Blättern von Druckmedien umfassen, die ein sich wiederholendes
Muster oder einen solchen Satz 215 bilden. Bei dem in Fig. 13
gezeigten Beispiel ist ein "Regenbogen"-Satz von Druckmaterial
gezeigt, wobei das Material 217 in sieben unterschiedlichen
Farben, d.h. Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett
vorhanden ist.
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Die Folgezahl ist im wesentlichen eine Zahl, welche die Anzahl
von Blättern des Materials in einem Satz 215 identifiziert. Im
Falle von "vorgestanzten Registerfahnen", bei denen das mit
Registerfahnen versehene Material nicht bedruckt ist, ist die
Folgezahl gleich der Anzahl der unterschiedlichen
Fahnenpositionen in jedem Satz 215. Bei dem in Fig. 11 gezeigten Beispiel
ist die Folgezahl 5. Wenn das mit Registerfahnen versehene
Material vorbedruckt oder das Material in Reihenfolge geordnet
ist, ist die Folgezahl gleich der Anzahl von Registerfahnen 212
oder von unterschiedlichen Blättern pro Satz 215. Bei den in
Fig. 12 und 13 gezeigten Beispielen ist die Folgezahl 3 für das
bedruckte Registerfahnenmaterial 210 und 7 für die geordnete
Reihenfolge 217.
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Nach Fig. 14 und 15 werden dann, wenn Material "vorgestanzte
Registerfahnen" gewählt wird, die gegenwärtigen Einstellungen
abgebildet. Bei den gezeigten Beispielen umfassen diese eine
"Größe"-Festsetzung von "9 x 11" und eine "Farb"-Festsetzung
"weiß". Eine Original-Folgezahl fünf wird auch angezeigt, die
bezeichnet, daß die Anzahl unterschiedlicher Zahlenpositionen
in jedem Satz 210 fünf beträgt. Das "Zweck-gereiht"-Icon 206
wird ebenso hervorgehoben.
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Wenn die Bedienungsperson mit Registerfahnen versehenes
Material mit einer anderen Anzahl von Fahnen 210 verwendet, als die
durch die Originaleinstellung dargestellte, wird das "Zweck-
gereiht"-Icon 206 betätigt, um ein Folgenänderungsfenster 220
anzuzeigen. Das Fenster 220 enthält ein Tastatur-Icon 222, das
für die Tastatur 62 des UI 52 repräsentativ ist, und ein
Nummernanzeigefenster 224, welches die gegenwärtige
Folgeeinstellung anzeigt. Unter Benutzung der Tastatur 64 gibt die
Bedienungsperson die neue Folgezahl ein und betätigt das
"Schließen"-Icon 226, um die Änderung zu programmieren.
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Wenn die Bedienungsperson entsprechend zweck-gereihtes Material
mit einer von der gegenwärtigen Folgeeinstellung
unterschiedlichen Folge lädt, wird das "Zweck-gereiht"-Icon 206 betätigt,
um die Tastatur 64 wie beschrieben freizugeben. Mit Benutzung
der Tastatur 64 gibt die Bedienungsperson die richtige
Folgezahl ein.
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Wenn nach Fig. 16 eine Druckaufgabe programmiert wird, in der
die Anzahl von Fahnen in jeder Druckgruppe kein exaktes
Vielfaches der Anzahl der verwendeten Fahnenpositionen ist, müssen
die Sonder- oder Zusatzfahnenblätter beseitigt werden, wenn
eine Synchronisierung zwischen den Druckvorgängen und dem mit
Fahnen versehenen Druckmaterial aufrecht zu erhalten ist. Bei
dem in Fig. 16 gezeigten Beispiel beträgt die Anzahl von Fahnen
pro Ausgabegruppe zehn, während die Anzahl der Fahnenpositionen
drei beträgt. Die Folgezahl ist drei, die, wenn man mit ihr
teilt, zeigt, daß sich drei Sätze von Druckvorgängen auf
Registerfahnenmaterial zusammen mit einem Einzeldruck ergeben. Es
kann so gesehen werden, daß zwei unbenutzte
Registerfahnenblätter am Ende übrig bleiben, die, wenn sie nicht aus dem
System ausgeschieden werden, irrigerweise die ersten zwei
Aufdrucke in der nächsten Gruppe von Aufdrucken erhalten
werden. Sollte ein Papierstau bei dem Druckzyklus auftreten,
müssen in gleicher Weise nicht nur die verlorenen Drucke neu
bedruckt werden, sondern es müssen auch die
Registerfahnenblätter oder die Blätter, die mit ersetzten Drucken verbunden
sind, effektiv umgeordnet werden, um sicherzustellen, daß die
Aufdrucke auf den korrekten Fahnenblättern geschehen. Unter
Benutzung der Folgezahlen kann das System in Fällen wie diesen
die zu beseitigenden Registerfahnenblätter identifizieren.
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Mit besonderem Verweis auf Fig. 17 und 18 werden die Gesamtzahl
programmierter Druckvorgänge (PT) und die Gesamtzahl der durch
den Abstastabschnitt 6 abgetasteten Dokumente (DT) in einen
entsprechenden Divisor 250 eingegeben, um die Anzahl (PR) von
Druckvorgängen in jeder Gruppe zu bestimmen. Die Anzahl PR von
Druckvorgängen in jeder Gruppe und die Folgezahl M werden in
den Dividierer 255 eingegeben, um die Anzahl von Sätzen zu
bekommen. Wenn PR und M nicht gleichmäßig teilbar sind, wird
ein Rest (R) erhalten, und R wird von M mittels des Subtraktors
256 subtrahiert, um eine Abführzahl (P) zu schaffen, welche die
Anzahl von mit Registerfahnen versehenen Blättern wiedergibt,
die von jedem Satz beim Druck auszuscheiden sind. Die
Abführzahl (P) wird benutzt, um den Abführzähler 260 zu stellen, der
bei Freigabe durch ein Blattzuführsignal (SF) abgezählt wird,
das jedesmal dann erzeugt wird, wenn ein Registerfahnenblatt
durch die (in Fig. 2 gezeigte) Papierzufuhr 107 zugeführt wird.
Ein Drucksatzzähler 262 wird durch das Grundsignal vom
Dividierer 250 eingestellt. Der Zähler 262 wird ebenfalls durch das
Blattzuführsignal (SF) getaktet.
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Bei Freigabe wird das vom Zähler 260 ausgegebene
Beseitigungssignal (P) durch den Steuerabschnitt 7 benutzt, um den Aufdruck
eines Bildes auf das Registerfahnenblatt oder die Blätter des
Materials zu verhindern, die durch die Papierzufuhr 107
zugeführt werden. Zur gleichen Zeit wird ein (in Fig. 3
gezeigtes) Tor 118' geöffnet, um das unbedruckte Blatt oder die
unbedruckten Blätter zum Fach 118 zu leiten. Nach Abzählen des
Zählers 216 auf Null werden die Zähler 260, 262 für den
nächsten Satz neu gestellt, um den Druckvorgang für die nächste
Druckgruppe wieder aufzunehmen, während das Tor 118' wieder
zurückgestellt wird, um die fertigen Drucke zum Drucker 120 zu
leiten.
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Wenn in dem Papierpfad beim Drucken von Registerfahnenblättern
ein Papierstau auftritt, wird die Abführzahl (P) als Eingabe
benutzt, um die Anzahl von Registerfahnenblättern zu bestimmen,
die neu zugeführt werden müssen, um die infolge des Staus
verlorenen oder zerstörten Registerfahnenblätter zu ersetzen.
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Es ist zu verstehen, daß die in Verbindung mit Fig. 17
gezeigten
und beschriebenen Steuerfunktionen insgesamt oder teilweise
durch Software ausgeführt werden können.
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Die vorangehende Erklärung bezog sich zwar auf mit
Registerfahnen versehenes Blattmaterial, doch kann in gleicher Weise
die Bearbeitung von zweck-gereihtem Blattmaterial irgendeiner
anderen Art, wie von vorgedrucktem Registerfahnenmaterial (nach
Fig. 12), Regenbogen-Material (nach Fig. 13) usw. in Betracht
gezogen werden.
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Die Erfindung wurde zwar mit der geoffenbarten Struktur
beschrieben, sie ist jedoch in den angeführten Details nicht
darauf begrenzt, sondern es ist beabsichtigt, solche
Modifizierungen oder Änderungen ebenfalls zu umschließen, wie sie
innerhalb des Bereichs der nachfolgenden Ansprüche auftreten
können.