DE691023C - Elektrische Waermezeitsicherung - Google Patents

Elektrische Waermezeitsicherung

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Publication number
DE691023C
DE691023C DE1938S0133529 DES0133529D DE691023C DE 691023 C DE691023 C DE 691023C DE 1938S0133529 DE1938S0133529 DE 1938S0133529 DE S0133529 D DES0133529 D DE S0133529D DE 691023 C DE691023 C DE 691023C
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DE
Germany
Prior art keywords
wire
fuse
heating wire
thermal time
resistance heating
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Expired
Application number
DE1938S0133529
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Eberhard Schulz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens APP und Maschinen GmbH
Original Assignee
Siemens APP und Maschinen GmbH
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/36Means for applying mechanical tension to fusible member

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  • Fuses (AREA)

Description

  • . Elektrische Wärmezeitsicherung Die elektrischen Wärmezeitsicherungen sollen nicht sofort beim Überschreiten der normalen Stromstärke durchbrennen, sondern erst dann, wenn die zu große Stromstärke eine gewisse Zeit angedauert hat. Der Schmelzpunkt für den Schmelzeinsatz ist also eine Funktion von Stromstärke und Zeit. Bisher wurde die Trägheit solcher Sicherungen durch eine auf einen Zylinder aufgewickelte Heizspule erreicht, in die ein unter der Spannkraft einer Feder stehender Stift mittels eines als Schmelzeinsatz dienenden Lotmittels eingelötet ist. Der Strom fließt von dem einen Pol der Sicherung durch die Windungen der Heizspirale, durch den Schmelzeinsatz und den Stift zum anderen Pol. Zum Schmelzen des Lotmittels ist eine gewisse Wärme erforderlich, so daß kurzdauernde Stromstöße, die den Nennstrombetrag übersteigen, die Sicherung noch nicht zum Durchbrennen bringen. Erst wenn der zu starke Strom eine gewisse Zeit lang gewirkt hat, wird unter dem Einfluß der von der Heizspirale entwickelten jouleschen Wärme das Lotmittel flüssig und der Stift aus dem Röhrchen unter dem Einfluß der Feder herausgerissen; die Sicherung ist alsdann durchgebrannt.
  • Die Verwendung von Heizspulen bedingt eine umständliche und teure Konstruktion der Sicherung. Da die Drähte der Heizspulen sehr dünn sind und eng aneinanderliegen, kommt es oft vor, daß sie bereits im normalen Betrieb durchbrennen; unter Umständen bildet sich auch ein die einzelnen Drahtwindungen überbrückender Lichtbogen. Zur Verbilligung der Herstellung ist vorgeschlagen worden, an Stelle von Heizspulen eine oder zwei Schleifen aus Widerstandsdraht zu verwenden. Da die Wirkungsweise der so abgeänderten elektrischen Wärmezeitsicherungen aber im übrigen genau die gleiche ist, bleiben die genannten Nachteile im wesentlichen unverändert bestehen. Gegenstand der Erfindung ist eine elektrische Wärmezeitsicherung, die gegenüber diesen bekannten Wärmezeitsicherungen in ihrer Wirkungsweise einen grundsätzlichen Unterschied aufweist, wodurch die beschriebenenÜbelstände und Nachteile vermieden werden.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine elel. trische Wärmezeitsicherung; beider eine über einen zweckmäßig als Sicherungsschmelzdr4iitt ausgebildeten Leiterdraht unter Federspan nung gehaltene; vorzugsweise aus einer eutektischen Legierung bestehende Lötstelle an das freie Ende eines Widerständsheizdrahtes angeschlossen ist. Das Wesen der Erfindung besteht darin, däß der Widerstandsheizdraht von einem als Wärmespeicher dienenden Metallmantel umgeben und mit diesem an einer Stelle verbunden ist. Die Anordnung des Widerständsheizdrahtes erfolgt so, daß die in ihm entwickelte Wärme durch Leitung und Strahlung an den ihn umgebenden Metallkörper abgegeben wird, so daß erst nach einer gewissen Zeit Metallkörper und Heildraht auf die Schmelztemperatur erhitzt sind. Alsdann wird unter dem. Einfluß der auf,die Lotstelle wirkenden Spannkraft der Stromweg unterbrochen. Zweckmäßig wird die für die Wärmeleitung erforderliche feste Verbindung zwischen dem Wärmespeicher und dem Widerstandsdraht durch Zusammenlöten dieser beiden Teile durch das Schmelzlot erreicht.
  • Um den beim Durchbrennen des Schmelzdrahtleiters entstehenden Lichtbogen möglichst rasch zu unterdrücken bzw: vollständig zu vermeiden, wird gemäß einem weiteren Kennzeichen der Erfindung der Schmelzdrahtleiter von einem keramischen Körper umgeben.
  • Als Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Figur eine Patronensicherung dargestellt. Das Patronenrohr i besteht z, B. aus Glas und ist mit seinen beiden Enden in je eine Anschlußkappe z bzw. 3 für die Stromzuleitung und -ableitung eingekittet. Die Anschlußkappen sind mit Lappen q. und @q.a versehen, mittels deren sie in Federklemmen der Stromzuführungsstellen festgeklemmt werden. Die Heizvorrichtung besteht aus dem Widerstandsdraht 5, der mit seinem einen Ende in die Kappe -2 eingelötet ist und zur Sicherung gegen Herausziehen oder Herauslösen noch eine Verdickung 6 aufweist, die gegen die linke Abschlußscheibe 7 der Patrone i anliegt. An das rechte Ende des Heizdrahtes 5 schließt , sich der Schmelzdrahtleiter 8, etwa ein Kupferdraht an, auf den die biegsamen Litzen zo und i i folgen, die einerseits in die Kappe 3 eingelötet, anderseits mit dem Schmelzdrahtleiter 8 verbunden sind. Zur Isolation und Zentrierung für den als Wärmespeicher dienenden Metallkörper, der z. B. als Messingzylinder 13 ausgeführt sein kann, ist die Glasperle 12 vorgesehen. Auf der anderen Seite schließt sich an den Metallkörper der ebenfalls zylindrisch ausgebildete keramische Körper 14 an, der den Schmelzdrahtleiter 8 umgibt. Metallj,körper 13 und keramischer Körper 1,4 sind urch einen Zentrierungsring 13a zentriert. ie rechte Endlage des keramischen Körpers l''t durch eine Verdickung 9 des Scbmelzdraht-'.feiters 8, die z. B. aus einem Lotklecks besteht, fixiert. Mit 15 ist die Lotst'elle des Heizdrahtes bezeichnet, für die als Lotmittel ein eutektisches Gemisch dient. Unter einem Eutektikum versteht man bekanntlich eine vollkommen homogene Lösung zweier oder mehrerer Metalle ineinander, die sich nur bei ganz bestimmter Zusammensetzung der einzelnen Teile der Mischung erreichen läßt. Bei einem nichteutektischen Gemisch (wie z. B. dem Woodschen Metall) bildet das überschüssige Metall kleine Kristalle, wodurch die Homogenität und damit auch das gleichmäßige Schmelzen der Mischung gestört ist. Solche nichteutektisehen Gemische haben einen nicht genau definierten Schmelzpunkt; während bei Erreichen einer bestimmtenTemperatur einige Teile der Mischung bereits zu schmelzen beginnen, bleiben andere noch eine Zeitlang starr. Bei einem eutektischen Gemisch ist der Schmelzvorgang dagegen völlig gleichmäßig. Es beginnt bei einer genau definierten Schmelztemperatur in seinem ganzen . Gefüge zu schmelzen. Durch die Verwendung eines eutektischen Gemisches als Schmelzeinsatz wird eine viel sichere Wirkungsweise der Wärmezeitsicherungen und eine genaue Festlegung des Schmelzpunktes in Abhängigkeit von Stromstärke und Zeit erreicht. Im dargestellten Beispiel verbindet die Lo;stelle 15 gleichzeitig den Wärmespeicher 13, den Heizdraht 5 und den Schmelzdraht B. Damit die Lötstelle stets gutbeobachtbar und sichtbar ist, empfiehlt es sich, den auf den Zentrierungsring des Metallkörpers übergreifenden Teil des keramischen Körpers 14 mit Aussparungen 16 zu versehen. Die Lotstelle 15 wird unter Spannung gehalten durch die Schraubenfeder 17, die einerseits an der das rechte Ende der Patrone i abschließenden Scheibe 18 befestigt ist, anderseits auf den mit passend geformten Schraubengängen i9 versehenen keramischeu Körper aufgeschraubt ist. Die Scheibe 18 kann entsprechend den Schraubenwindungen der Feder 17 ausgebildet sein, so daß man durch Verdrehen der Scheibe 18 die Schraubenfeder nachspannen kann. Die von der Schraubenfeder auf den keramischen Körper ausgeübte Zugkraft stützt sich gegen den Ansatz 9 des Schmelzdrahtes 8 ab, wodurch also auch. die Lotstelle 15 unter der Spannkraft der Feder 17 steht: Der den Heizdraht 5 umgebende Metallkörper müß natürlich; um eine Übertragung der irn Heizdraht 5 entwickelten Wärme durch Leitung zu ermöglichen, an einer Stelle mit dem Metallkörper 13 fest verbunden sein. Am einfachsten dient, wie es das gezeichnete Beispiel zeigt, die das Schmelzlot enthaltende Lotst:elle 15 des Heizdrahtes gleichzeitig für diese Verbindung "zwischen Heizdraht und Wärmespeicher.
  • Der Strom nimmt folgenden Weg: Anschlußkappe z, Heizdraht 5, Lotstelle 15, Schmelzdrahtleiter 8, Litzen 1o, 1 z, Anschlußkapp'e 3. Übersteigt die Stromstärke den Nennstrom kurzzeitig, so wird die im Heizdraht und Schmelzdrahtleiter entwickelte Wärme rasch an den Wärmespeicher 13 abgegeben, so daß sich die Lotstelle nur unwesentlich erwärmen kann. Erst bei längerem Andauern der zu großen Stromstärke werden Wärmespeicher und L,ots.telle auf die zum Schmelzen des! Lotmittels erforderliche Temperatur gebracht. Durch die Zugkraft der Feder 17 wird alsdann .der keramische Körper und mit ihm der Schmelzdraht nach rechts gezogen; der Stromweg ist unterbrochen. Wird die Stromstärke dagegen um ein Vielfaches überschritten, so brennt der Schmelzdrahtleiter 8 durch. Das Entstehen eines Lichtbogens wird dabei durch den keramischen Körper 14 wirksam verhindert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Elektrische Wärme.zeitsicherung, bei der eine über einen zweckmäßig als Sicherungsschmelzdraht ausgebildeten Leiterdraht unter Federspannung gehaltene, vorzugsweise aus einer eutektischen Legierung bestehende Lotstelle an das freie Ende eines Wsderstandsheizdrahtes angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstandsheizdraht (5) von einem Metallmantel (13) umgeben und mit diesem an einer Stelle verbunden ist.
  2. 2. Elektrische Wärmezeitsicherung nach Anspruch 1, .dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem Metallmantel (13) und dem Widerstandsheizdraht (5) durch Zusammenlöten mittels eines dem Lotmetall der Lotstelle gleichartigen Lotmetalls erfolgt.
  3. 3. Elektrische Wärmezeitsicherung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich an das freie Ende des Widerstandlsheizdrahtes (5) ein den die Fortsetzung :der Lotstelle (15) bildenden Sicherungsschmelzdraht (8) einschließendes keramisches Rohr (1q.) anschließt. q.. Elektrische Wärmezeitsicherung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das der Lotstelle (15) abgewandte Ende des Sicherungsschmelzdrahtes- (8) mittels einer Verdickung (9) das Anliegen des keramischen Rohres (1q.) an :dem Widerstandsheizdraht (5) sichert, während die Spannfeder (17) mit ihrem einen Ende auf das mit- passend geformten Schraubenwindungen (19) versehene keramische Rohr (1q.) aufgeschraubt ist.
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