DE690697C - Zystoskopisches Instrument zum Zerkleinern von Blasensteinen - Google Patents

Zystoskopisches Instrument zum Zerkleinern von Blasensteinen

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DE690697C
DE690697C DE1938W0103653 DEW0103653D DE690697C DE 690697 C DE690697 C DE 690697C DE 1938W0103653 DE1938W0103653 DE 1938W0103653 DE W0103653 D DEW0103653 D DE W0103653D DE 690697 C DE690697 C DE 690697C
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Karl Weinert
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/22Implements for squeezing-off ulcers or the like on inner organs of the body; Implements for scraping-out cavities of body organs, e.g. bones; for invasive removal or destruction of calculus using mechanical vibrations; for removing obstructions in blood vessels, not otherwise provided for
    • A61B17/22031Gripping instruments, e.g. forceps, for removing or smashing calculi
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B1/00Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor
    • A61B1/307Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor for the urinary organs, e.g. urethroscopes, cystoscopes

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Description

  • Zystoskopisches Instrument zum Zerkleinern von-Blasensteinen Zum Zertrümmern von Blasensteinen werden bislang meistens zangenartige Instrumente benutzt, deren Anwendung nicht ganz ungefährlich ist, da mit dem Zangenmaul leicht die Blase beschädigt werden kann. Ein weiterer Nachteil dieser Instrumente besteht darin, daß das Einführen in die Blase infolge der großen und unregelmäßigen Form der Zange oft Schwierigkeiten bereitet.
  • Zur Vermeidung dieser Mängel der zangenartigen zystoskopischen Instrumente ist ber"eits ein Instrument bekannt bei dem die -Blasensteine durch in Richtung der Längsachse verlaufende Drähte oder Blattfedern gehalten werden, welche beim Einführen des Instrumentes in die Blase verdeckt liegen und nach dem Freilegen auseinandergedrückt werden. Die Blasensteine sollen dabei zwischen zwei auseinandergespreizten Drähten eingefangen und dann durch Anziehen dieser beiden Drähte oder eines dritten mittleren Drahtes zwischen zwei gegeneinander verschiebbaren senkrechten Klemmbacken festgeklemmt werden, worauf das Instrument mit dem Stein aus der Blase entfernt oder der Stein, sofern er für eine unmittelbare Entfernung aus der Blase zu groß ist, durch weiteres Nachziehen der Drähte gesprengt werden soll. Es ist mit einem solchen Instrument recht schwierig, den Blasenstein in eine solche Lage auf oder zwischen die Drähte zu bekommen, daß die Klemmbacken wirksame Arbeit verrichten können, und außerdem kann der Stein von den Drähten leicht wieder abrutschen. Besonders groß sind diese Schwierigkeiten, wenn der zu behandelnde Blasenstein schon größeren Umfang, beispielsweise denleiner Walnuß, ,angenommen hat. Schließlich besteht auch die Gefahr, daß beim Sprengen eines Blasensteines ein Draht zerreißt, was eine große Gefährdung für den Patienten mit sich bringt und den behandelnden Arzt vor die äußerst schwierige Aufgabe stellt, den abgerissenen Draht mit dem am abgerissenen Drahtende sitzenden Teil des Instrumentes wieder aus der Blase zu entfernen.
  • Gegenüber diesem in der Praxis kaum angewendeten, vorbekannten zystoskopischen Instrument ist die Erfindung darin zu sehen, daß die Blattfedern zwischen zwei ineinander- -gesteckten, gegeneinander verschiebbaren-Rohren, von denen das an einem festen Kor-' -per sitzende äußere Rohr im geschlossenen Zustande des Instrumentes. sich fugen- und absatzlos an ein am Vorderende des inneren Rohres angebrachtes fingerförmiges Einführstück anschließt, auf einem Zylindermantelabschnitt im Abstande nebeneinander angeordnet und einerends am Vorderende des inneren Rohres, andrerends an einem am inneren Rohr verstellbaren Schieber befestigt sind, so daß nach Vorschieben des inneren Rohres gegenüber dem äußeren Rohre auf dem freiliegenden Abschnitt des inneren Rohres durch Betätigung des Schiebers aus den sich elastisch nach außen durchwölbenden Federbandabschnitten ein Korb zur Aufnahme und zum Festhalten eines Blasensteines gebildet werden kann und daß im inneren Rohr ein elektrisch betriebener Bohrer untergebracht ist, mit dem an einer oberhalb des Korbes befindlichen Ausschnittstelle des Rohres der Blasenstein durchbohrt und so durch mehrmaliges Bohren und Nachstellen des Korbes halbiert am Steg des Rohres vorbeigeführt werden kann. Ein in dieser Weise ausgebildetes zystoskopisches Instrument bietet den Vorteil, daß das Einfangen eines Blasensteines keinerlei besondere Geschicklichkeit des operierenden Arztes erfordert und der eingefangene Stein in dem aus den Drähten gebildeten Korb abrutschsicher festgeklemmt werden kann. Außerdem ist das Instrument so eingerichtet, daß die Zerkleinerung des Steines nicht durch Zersprengen oder Zerdrücken, d. h. durch einen verhältnismäßig großen momentanen Kraftaufwand, sondern durch mehrmaliges Durchbohren allmählich bewerkstelligt wird. Dadurch ist nicht nur die Gefahr einer Verletzung des Patienten während der Operation weitgehend ausgeschaltet, sondern der operierende Arzt erhält auch eine größere Sicherheit,. und der glückliche Erfolg der Operation ist nicht mehr in dem Maße von der Geschicklichkeit des operierenden Arztes abhängig wie früher. Auch kann es nicht mehr vorkommen, daß einer der Drähte des Instrumentes zerreißt, dadurch der Verlauf derOperation gestört wird und unangenehme Komplikationen verursacht werden. Die Handhabung des neuen Instrumentes ist also für -den behandelnden Arzt wesentlich einfacher und für den Patienten schmerz- und gefahrloser als die der bisher meistens angewendeten zangenartigen Instrumente und als die jenes älteren Instrumentes mit längs verlaufenden Drähten. Weitere Verbesserungen und Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Instrumentes sind durch die Ansprüche 2 bis 6 gegeben.
  • Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 die neue Vorrichtung im Längsschnitt nach der Linie A-A in Fig. 2, Fig. 2 eine Draufsicht der teilweise abgebrochenen Vorrichtung, Fig. 3 und 4 senkrechte Querschnitte nach den Linien B-B bzw. C-C in Fig. I, Fig. 5 einen Teilschnitt nach der Linie D-D in Fig. 2, Fig. 6 eine Einzelheit aus Fig. I in größer rem Maßstabe und Fig. 7 das in die Arbeitsstellung vorgeschobene Vorderende der Vorrichtung in schaubildlicher Ansicht.
  • Die Vorrichtung besteht aus zwei zu einem im Querschnitt quadratischen Körper zusammengefügten, langgestreckten Platten I, 1, die an den vier Enden durch Schrauben 2 fest verbunden sind und auf dem größten Teil ihrer Länge so ausgespart sind, daß sie einen von oben nach unten durchgehenden Längsschlitz 3 umschließen. Der so gebildete prismatische Körper I besitzt an seinen beiden Enden kreisrunde Bohrungen zur Aufnahme eines weiter unten noch beschriebenen Rohres 4, welches in der Längsrichtung des Körpers 1 verschiebbar ist. In die den Längsschnitt 3 einschließenden Innenwandungen der beiden Platten I sind Rillen 5 eingearbeitet, in denen sich ein auf dem Rohr 4 entlang verschiebharer, kreisbogenförmiger Schieber 6 führt. An der vorderen Stirnkante des pris--matischen Körpers I ist ein Rohr 7 befestigt, das das verschiebbare Rohr 4 abdeckt und bis zu einem am Vorderende des Rohres 4 fest augeordneten, schwach gekrümmten und an seinem freien Ende abgerundeten, finger förmigen Einführstücli 8 heranreicht. Das Abdeckrohr 7 besitzt den gleichen Durchmesser wie das Einführstück 8 und schließt sich in der Ausgangsstellung fugenlos an die Rückseite dieses Einführstückes an.
  • Der prismatische Körper I bildet mit seiner Außenfläche eine Führung für einen aus zwei C-förmigen Stücken zusammengesetzten Schieber 9. Die beiden C-förmigen Stücke 9, 9 sind unten durch eine angeschraubte Platte 10 fest miteinander verbunden und tragen oben je ein Lagerböckehen II für eine quer zu dem prismatischen Körper I liegende und auf ihrer Mitte mit einem Zahnrad 12 sowie an dem einen verlängerten Ende mit einem Drehgrift I3 ausgerüstete Welle 14.
  • Diese Welle 14 stützt sich mit einem Bund 15 bzw. einem Stellring 15 gegen die Außenfl. ächen der beiden Lagerböckchen II ab und hält somit die beiden C-Stücke g; g oben zusammen. Das Zahnrädchen I2 steht mit einer Zahnstange 16 in Eingriff, welche in dem an -der Oberseite des Schiebers 9 befindlichen -Schlitz I7 liegt und an einem Körper I8 fest geschraubt ist, der seinerseits durch Schraubein 19 mit dem' bereits erwähnten Rohrschieber 6 verbunden ist. Axial zu den Löchern des prismatischen Gehäuses I weist der Körper 18 eine Bohrung auf für das durch alle drei Löcher sich erstreckende Rohr 4, dessen vorderer Abschnitt für gewöhnlich, wie bereits erwähnt, innerhalb des am Gehäuse I festen Abdeckrohres 7 liegt und än dessen geschlossenen Vorderende das fingerförmige Einführstück 8 angeschraubt oder sonstwie befestigt ist. Das Rohr 4 ist mit dem Schieber g durch einen durch den unteren Schlitz des Gehäuses I in den Schlitz 3 eingreifenden, an der Platte befestigten Arm 20 fest'verbunden. Dabei ist das obere Ende dieses Armes zu einer Klemmschellenhälfte 2t ausgebildet, an welcher' mittels einer Gegenschelle 22 und zweier Verbindungsschrauben 23 das Rohr 4 festgeklemmt ist. Wird der Schieber 9 aus der in Fig. I und 2 dargestellten Ausgangsstellung auf dem prismatischen Gehäuse 1 entlang nach rechts verschoben, -so wird das Rohr 4 mitgenommen, und in- -folgedessen wird das Einführstück 8 von der vorderen Stirnkante des Rohres 7 entfernt, derart, daß zwischen dem Rohr 7 und der Anliegefläche am Einführstück 8 ein ringförmiger Zwischenraum besteht, der innen von dem Rohr 4 abgegrenzt ist.
  • Um den Vorschub genau regeln zu können, ist an dem einen Gehäuseteil I eine Einstellskala angebracht. Es ist ferner eine Einrich--tung getroffen, um den Schieber 9 in den weiter vorgeschobenen Stellungen, wie sie bei Behandlung größerer - Blasensteine erforder-4ich werden, feststellen zu können. Sie besteht aus einem an der Stirnecke des einen Schieberteiles 9 drehbar gelagerten Riegel 24, welcher aus der in Fig. 5 gezeichneten Freigabestellung in die Sperrstellung herumgeschwenkt werden kann, sobald der Schieber g im gezeichneten Beispiel bis an eine der Einstellmarken4, 5, 6, 7 oder 8 des Gehäuses I herangeschoben ist. Der Riegel 24 kann dann in eine der an diesen Einstellmarken- vorgesehenen Aussparungen 25 der benachbarten Gehäusewand I eingeschwenkt werden, womit der Schieber g in der gewünschten Lage am Gehäuse I festgestellt wird; Zwischen dem Rohrschieber 6 und dem die Zahnstange I6 tragenden Verbindungsstück I8 sind die Enden mehrerer konzentrisch zum Mittelpunkt des Rohrschiebers 6 und der gleichachsig dazu liegenden Bohrung des Verbindungssückes i8 in gleichmäßigen -Abständen nebeneinander -angeordneter weicher, elastischer Bandfedern 26 festgeklemmt.
  • Zwecks Erzielung eines guten Haltes der Federenden an der Klemmstelle sind der Rohrschieber 6 und das Verbindungsstück i8 an den -Kl;emmflächen mit mehreren wellenförmigen, \ ineihandergreifenden Vor- und Rücksprüngen 27 versehen. -Sämtliche Blattfedern 26 verlaufen parallel zur Längsmittellinie des Rohres 4. Sie sind mit ihren vor--deren Abschnitten zwischen dem äußeren Rohr 7 und dem Rohr 4 entlang ge-£ührt - und - mit ihren Vorderenden ebenfalls in gleichmäßiger Teilung an dem geschlossenen Vorderabschnitt des Roh--res 4 beispielsweise durch Anlöten festgelegt.
  • Wird der Schieber g auf dem Gehäuse I entlang in Fig. 1 und 2 der Zeichnung nach rechts verschoben, so werden die vorderen Federenden dadurch, daß der vordere Abschnitt des Rohres 4 aus dem Abdeckrohr 7 heraustritt, freigelegt, während die Federn 26 selbst zunächst noch auf ihrer ganzen Länge lose gegen das sie tragende Rohr 4 anliegen.
  • Durch Betätigung des Drehknopfes 13 im Gegenzeigersinn kann die Zahnstange I6 mit dem Verbindungsstück I8 und dem Rohrschiebet 6 für sich allein nach rechts ver ,rSchobeh werden. Dabei wird die Befestigangsstelle 27 der Federenden näher an die Befestigungsstelle am Rohrende 4 herangedrückt, mit -dem Erfolg; daß die Federn 26 auf ihren frei liegenden Abschnitten in der aus Fig. 7 ersichtlichen Weise unter Spannung sich nach außen wölben und so einen; Korb zur Aufnahme des zu zertrümmernden Blasensteines bilden. Das Freilegen der Fe dern 26 durch die Betätigung des Schiebers g und das Bilden des Korbes durch Betätigung des Drehknopfes I3 erfolgt selbstverständlich -erst dann, wenn das Instrument mit dem kathetelförmigen Vorderende 8 in die Blasle eingeführt ist. Sobald ein Blasenstein in dem Korb aufgenommen ist, werden durch Drehen des Knopfes 13 im Uhrzeigersinn das Verhindungsstüek i8 und der Rohrschieber 6 wieder so weit zurückgezogen, bis sich ein merkliches Widerstand bietet. Denn der Stein wird durch das Wiederzurückziehen der Federn 26 von dem sich verengenden Korbe gegen den darüberliegenden Abschnitt des -Rohres 4 angedrückt und in dieser Lage so festgehalten, daß er mittels eines Bohrers zer-.teilt werden kann.
  • Die Größe des jeweils zu bildenden Korbes richtet sich nach der Größe des zu bearbeitenden Steines. Um einen Maßstab für die Korbeinstellung zu haben; ist am Ende der Zahnstange I6 eine Zeigernase 28 angeordnet, welcher eine Skala auf'der einen Hälfte des Schiebers 9 zugeordnet ist. Die Zahnstange I6 kann also von der in Fig. 2 gezeichneten Nullstellung, in welcher die Bandfedern 26 auf ihrer ganzen Länge flach gegen das Rohr 4 anliegen, bis beispielsweise zu der Kennmarke 2, 5 verstellt werden, in welcher die vorderen Drahtenden einen Korb in der in Fig. 7 gezeigten Größe bilden. Oberhalb der den Korb bildenden Abschnitte der Bandfedern 26 ist das Rohr 4 so weit ausgeschnitten, daß nur noch ein schmaler Steg 29 verbleibt. Die darunterliegende Stelle ist die Arbeitsstelle für einen Bohrer, dessen Durchmesser größer ist als die Stärke des Steges.
  • Der Bohrkopf 30 sitzt an einer langen, dünnen Spindel 31, die von einem auf der Zeichnung nicht mit dargestellten Elektromotor betrieben wird. Die Spindel ist in einem im Rohr 4 verschiebbaren Futter 32 gelagert, gegen dessen konisch erweitertes Ende 33 sich der Bohrkopf 30 in der Ruhelage abstützt (s. Fig.6). Durch Vorschieben der Spindel 3I kann der Bohrkopf.30 bis dicht an das geschlossene Vorderende des Rohres 4 herangebracht werden. Dabei bohrt der Bohrer 30 in den sich gegen den Steg 29 des R.ohres 4 abstützenden Blasenstein eine Rille. Da diese Rille infolge des Durchmessers des Bohrers breiter ist als der darüberliegende Steg 29 des Rohres 4, kann der Stein nach Zurückziehen des Bohrers 30 durch Nachspannen des Korbes gegen den Steg vorgeschoben werden, bis der Steg gegen den Rillengrund des Steines anstößt. Auf diese Weise wird in den Stein so lange eine Rille ,neben die andere gebohrt, bis der Stein halbiert ist und sich die beiden Steinhälften nach oben am Steg 29 vorbeigeschohen haben.
  • Sind die beiden Hälften des Steines noch zu groß, als daß sie den Blasenhals und die Harnröhre passieren könnten, so werden die Steinhälften in der vorbeschriebenen Weise noch. weiter unterteilt, bis die einzelnen Stücke aus der Blase entfernt werden können.
  • Um der Bohrerspindel 3I eine möglichst gute Führung zu geben, ist das Futter 32 innerhalb des Rohres 4 verschiebbar gelagert, derart, daß entsprechend dem Vorschub des Rohres 4 auch das Futter 32 verschoben und möglichst nahe an die Arbeitsstelle des Bohrkopfes 30 herangeschoben werden kann. An der Austrittsstelle des Futters 32 aus dem Rohre 4 ist auf dem Futter eine Skala angebracht, die mit der Skala am Gehäuse I übereinstimmt und an der entsprechend der Einstellung an der Skala das Futter 32 so eingestellt werden kann, daß die Zahlen beider Skalen übereinstimmen. Dabei hat man die Gewähr, daß das Vorderende des Futters 32 unmittelbar vor der Arbeitsstellung des Bohrers 30 sich befindet.
  • Beim Wiederherausnehmen des Instrumentes aus der Blase wird zunächst das Futter 32 zurückgezogen, darauf werden die Federn 26 durch Betätigung des Drehknopfes I3 völlig entspannt, und schließlich wird der Schieber g in seine Ausgangsstellung zurückgezogen. Das hintere Ende des - Einführstückes 8 bildet dann mit dem Abdeckrohr 7 wieder einen im Querschnitt kreisrunden, katheterförmigen Stab mit glatter Oberfläche, der ohne Schwierigkeiten aus der Blase herausgezogen werden kann.
  • Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, vielmehr sind im Rahmen der Erfindung noch mancherlei Abänderungen sowie andere Ausführungen möglich. Insbesondere könnte die Vorrichtung beispielsweise noch mit einem Blasenspiegel ausgerüstet sein.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Zystoskopisches Instrument zum Zerkleinern von Blasensteinen, wobei die Blasensteine durch in Richtung der Längsachse des Instrumentes verlaufende Drähte oder Blattfedern gehalten werden, welche beim Einführen des Instrumentes in die Blase verdeckt liegen und nach dem Freilegen auseinandergedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfedern (26) zwischen zwei ineinandergesteckten, gegeneinander verschiebbaren Rohren (7, 4), von denen das an einem festen Körper (Ij j sitzende äußere Rohr (7) im geschlossenen Zustande des Instrumentes sich fugen- und absatzlos an ein am Vorderende des inneren Rohres (4) angebrachtes fingerförmiges Einführstück (8) anschließt, auf einem Zy-1 indermantelabschnitt im Abstande nebeneinander angeordnet und einerends am Vorderende des inneren Rohres, andrerends an einem am inneren Rohr verstellbaren Schieber (6) befestigt sind, so daß nach Vorschieben des inneren Rohres gegenüber dem äußeren Rohre auf dem frei liegenden Abschnitt des inneren Rohres durch Betätigung des Schiebers (6) aus den sich elastisch nach außen durchwölbenden Federbandabschnitten ein Korb zur Aufnahme und zum Festhalten eines Blasensteines gebildet werden kann und daß im inneren Rohr (4) ein elektrisch betriebener Bohrer (30) untergebracht ist, mit dem an einer oberhalb des Korbes befindlichen Ausschnittstelle des Rohres (4) der Blasenstein durchbohrt und so durch mehrmaliges Bohren und Nachstellen des Korbes halbiert am Steg 29 des Rohres vorbeigeführt werden kann.
  2. 2. Instrument nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der in Bohrungen das innere Rohr (4) führende Körper aus zwei Teilen (I, I) in prismatischer Form ausgeführt ist und mit seinen Außenflächen eine Führung für einen ebenfalls aus zwei Teilen (9, 9) zusammengesetzten Schieber bildet, welcher durch einen zwischen den beiden Teilen (I, I) des Körpers hindurchgreifenden Arm (20) mit dem inneren Rohr fest verbunden ist und an welchem eine aus Zahnrad (I2) und Zahnstange (I6) bestehende Vorrichtung zum Verstellen des am inneren Rohr (4) entlang verschiebbaren, mit den hinteren Enden der Blattfedern (26) fest verbundenen Schiebers (6) angeordnet ist.
  3. 3. Instrument nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die rückwärtigen Enden der Blattfedern (26) zwischen dem kreisbogenförmigen Schieber (6) und dem die Zahnstange (I6) tragenden, am inneren Rohre (4) sowie zwischen den beiden Hälften (I, I) des Körpers geführten Verbindungskörper (I8) festgeklemmt sind, wobei Schieber und Verbindungskörper durch Schrauben (I9) lösbar miteinander verbunden und an der Klemmfläche zweckmäßig mit -wellenförmigen Vor-. und Rücksprüngen (27) versehen sind.
  4. 4. Instrument nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (I) an einer Außenfläche Aussparungen (25) aufweist, in welchen der Schieber (g) mittels eines Drehriegels (24) in den weiter vorgeschobenen Stellungen am Körper (I) festgestellt werden kann.
  5. 5. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Bohrers (30) größer ist als die Breite des Steges (29) am Ausschnitt des inneren Rohres.
  6. 6. Instrument nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrerspindel (3I) in einem im inneren Rohr (4) verschiebbaren Futter (32) gelagert ist.
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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0160870A3 (en) * 1984-05-04 1986-04-16 Van-Tec Incorporated Medical retriever device
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