TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung ist auf
Magnetdatenspeichereinrichtungen gerichtet und insbesondere auf eine
Magnetdatenspeichereinrichtung innerhalb eines im wesentlichen abgedichteten
Gehäuses, bei dem der Wandler durch ein dünnes, im Umlauf
befindliches flüssiges Schmiermittel mit niedriger Viskosität
vom Medium getrennt ist.
GRUNDLAGEN DER ERFINDUNG
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Magnetplattenspeicher nach Stand der Technik haben gegenwärtig
und seit einiger Zeit einen den Wandler tragenden Gleitkörper
benutzt, der über der Medienoberfläche fliegt und von ihr
durch einen Luftfilm getrennt ist. Da die Aufzeichnungsdichten
steigen, muss der Kopf niedriger fliegen, und die
Magnetschicht des Mediums wird dünner. Wenn der Abstand zwischen
Kopf und Medium von 0,635 um (25 Mikrozoll) auf unter 0,254
um (zehn Mikrozoll) vermindert wird und die
Magnetmedienschichtdicke von Größen wie etwa 1,27 um (50 Mikrozoll) auf
unter 0,127 um (5 Mikrozoll) vermindert wird, hat der
physische Kontakt größere Bedeutung, der gelegentlich zwischen Kopf
und Medium vorkommt.
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Um eine annehmbar verlässliche Lebensdauer von
Festplattenspeichern bereitzustellen, benutzt die derzeitige Technologie
eine dünne Schicht eines Fluorkohlenstoff-Schmiermittels, die
während der Fertigung der Platte auf das Magnetmedium
aufgebracht wird. Dieser Schmiermittelfilm ist durch die Kopf-/
Plattenschnittstelle (HDI) unabdingbar erforderlich, um
Abnutzung an diesen Bauteilen zu minimieren und die Lebensdauer des
Plattenspeichers auf ein annehmbares Niveau anzuheben. Ein
Problem bei dieser Technologie ergibt sich aus der Aufzehrung
des Schmiermittelfilmes während des Gebrauchs. Der Verlust an
Schmiermittel kann von der HDI herrührendem hydrodynamischem
Ausreißen aufgrund von Scherlufterscheinungen, thermischem
Verflüchtigen, thermischer Zersetzung, gefolgt von
Kontaktieren mit dem Medium und Schmiermittelabriss, zugeschrieben
werden.
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Diese und andere Abnutzungsvorgänge an der HDI steigen mit dem
Verlust an Schmiermittel und führen letztendlich zum Ausfall.
Die Gesamtabnutzung an der HDI kann in zwei unterschiedliche
Arten eingeordnet werden; erstens eine schnelle Abnutzung, die
bei Start-Stop-Vorgängen auftritt, und zweitens eine
langsamere Abnutzung aufgrund von wiederholten Kontakten bei hohen
Drehzahlen an der HDI während normaler Speichervorgänge
(Platte bei oder nahe bei Maximalgeschwindigkeit). Die mit dem
Start-Stop-Vorgang verbundene Abnutzung ist nur wenig von der
Flughöhe des Kopfes abhängig, wohingegen im letzteren Falle
eine Verminderung der Kopfhöhe die Abnutzungsgeschwindigkeit
bei Betriebsdrehzahl des Plattenlaufwerks (Flugfähigkeit)
dramatisch erhöhen wird. Der Anstieg im letzteren Falle ist einem
Anstieg der Kollisionshäufigkeit mit Plattenunebenheiten und
Partikeln (sowohl fremden wie von erzeugten
Abnutzungsprodukten) zuzuschreiben. In diesem Falle spielt das Vorhandensein
eines Schmiermittelfilms beim Schutz der HDI eine kritische
Rolle, aber mit der Verminderung der Flughöhe des Kopfes wird
der Schmiermittelfilm ebenfalls schneller aufgezehrt. Damit
erhöht aus diesen Gründen eine Verminderung der Flughöhe die
Wahrscheinlichkeit eines frühen Ausfalls des Plattenlaufwerks
stark. Der Grund für die Verminderung der Flughöhe des Kopfes
besteht darin, einen Anstieg in der magnetischen
Speicherdichte zu erzielen. Ein zusätzliches, hier anzutreffendes Problem
besteht darin, auch die Abnutzungsgeschwindigkeit am Kopfspalt
zu vermindern. Aus diesen Gründen und wegen ihrer Auswirkung
auf die Zuverlässigkeit des Plattenlaufwerks ist die
derzeitige Technologie durch die niedrigste erreichbare Flughöhe als
Hindernis für weitere Steigerungen der Datenspeicherdichte
eingegrenzt.
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Eine vorgeschlagene Technik zum Bereitstellen einer
kontinuierlichen Schmiermittelzuführung für eine
Magnetmedienoberfläche wird in den US-Patentschriften 2 969 435 und 3 005 675
gezeigt. In beiden Patentschriften wird eine Zugabe von
Schmiermittel auf die Platten- oder Trommeloberfläche vor dem
Kontaktbereich zwischen Wandlerkopf und Medienoberfläche
gesprüht. Diese Art des Aufbringens einer Schmiermittelschicht
auf der Medienoberfläche würde mit dem System der vorliegenden
Erfindung nicht kompatibel sein, in dem ein Wandler so
aufgebaut ist, dass er sich dem Medium während der Relativbewegung
zwischen beiden mit einem Zwischenraum von nur 0,025 um oder
0,05 um annähert. Eine spätere Patentschrift, US-Patentschrift
4 633 351, versucht, einige der mit den früher patentierten
Techniken verbundenen Nachteile damit zu überwinden, dass
Wasser oder ein flüchtiges flüssiges Lösungsmittel vor den
Wandler gesprüht wird, um zwischen dem Kopf und der aufzeichnenden
Medienoberfläche einen dünnen Flüssigkeitsfilm zu erzeugen.
BESCHREIBUNG DER ERFINGUNG
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Die vorliegende Erfindung stellt ein
Magnetplattenlaufwerksystem bereit, das umfasst: eine drehbare Festplatte, die eine
Magnetdatenaufzeichnungsoberfläche hat, auf der ein Film aus
flüssigem Schmiermittel aufgebracht ist; einen von einem
Schwingspulenmotor betätigten Zugriffsarm; eine
Magnetwandlerbaugruppe, Magnetwandlermittel zum Umwandeln von Daten auf der
Aufzeichnungsoberfläche umfassend, die auf dem Zugriffsarm
montiert ist, die durch einen Gleitkörper gekennzeichnet ist,
der eine Vorderkante und eine Hinterkante hat und der
mindestens drei Fußbereiche hat, die aus einer Oberfläche des
Gleitkörpers hervorstehen und sich in den Film aus flüssigem
Schmiermittel erstrecken, wobei das Magnetwandlermittel an
einer Vorderkante eines der vorstehenden Fußbereiche angeordnet
ist, wobei die Fußbereiche jeweils in einer flüssigen
Lagerungsoberfläche enden, die so wirkt, dass sie das
Wandlermittel in Bezug auf die Aufzeichnungsoberfläche in
Wandlungsverbindung hält, während die Gleitkörperoberfläche von der
Oberfläche des flüssigen Schmierfilms ferngehalten wird.
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Obwohl das flüssige Schmiermittel in der Zusammensetzung den
dauerhaft aufgebrachten Schmiermitteln gleichen kann, die in
herkömmlichen Systemen verwendet werden, wird es vorgezogen,
dass das flüssige Schmiermittel ein Schmiermittel mit
niedriger Viskosität ist, das bei im wesentlichen gleichförmiger
Dicke von höchstens 5 um gehalten wird.
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Vorzugsweise enthält das Umlaufmittel innerhalb des Gehäuses
einen Vorratsbehälter und Mittel, um das flüssige
Schmiermittel auf die Datenplattenoberfläche zu transportieren.
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Das Schmiermittel kann auf zahlreichen Wegen zur Oberfläche
der Platte transportiert werden. In einer bevorzugten
Ausführungsform besteht das Transportmittel aus einer Art Docht, der
aus dem Vorratsbehälter flüssiges Schmiermittel aufnimmt und
es zur Datenoberfläche der Platte transportiert. Vorzugsweise
wird das Schmiermittel gefiltert, um Feststoffpartikel zu
entfernen, ehe es auf der Aufzeichnungsoberfläche aufgebracht
wird. In einem bevorzugten System wirkt der Docht selber als
Filter.
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In einer zweiten alternativen Ausführungsform dichtet das
Gehäuse die Platte und den Wandler hermetisch von der
Umgebungsatmosphäre ab, wobei das Transportmittel ein Verteilungssystem
des flüssigen Schmiermittels umfasst, das mit der drehbaren
Baugruppe verbunden ist, welche die Platte trägt und bei dem
der Vorratsbehälter auf einer ersten Temperatur gehalten wird,
und auf dem Gehäuse eine Stelle, die zum Bereitstellen
kondensierten Schmiermittels an das Verteilungssystem positioniert
ist, auf einer zweiten Temperatur gehalten wird, die unter der
ersten Temperatur liegt.
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In einer dritten alternativen Ausführungsform umfasst die
Speichereinrichtung eine Nabenbaugruppe, welche die Platte
drehbar trägt, wobei die Transportmittel spiralförmig
ausgebildete Kanalmittel in der Nabenbaugruppe umfassen und sich
vom Vorratsbehälter erstrecken, um einen aufwärts gerichteten
Schmiermittelfluss vom Vorratsbehälter durch den Kanal
auszulösen, und Mittel zum Verteilen des flüssigen Schmiermittels
aus dem spiralförmigen Kanal auf der Oberfläche der Platte
umfassen.
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Obwohl die Wandlerkopfaufhängungen, die in der vorliegenden
Erfindung benutzt werden, die gleichen sein können, wie sie in
Systemen mit Luftlagern verwendet werden, wie sie
üblicherweise in den Plattenlaufwerken 3340 oder 3380 von IBM verwendet
werden, muss die Gleitkörper- oder Wandlerkopf-Konstruktion
modifiziert werden, um an den Einsatz eines flüssigen Films
statt eines Luftfilms angepasst zu werden. Anstelle der
mehrfachen Schienen, die Luftlageroberflächen bieten, kann der
modifizierte Gleitkörper eine einzelne Schiene mit einer sehr
schmalen Lageroberfläche oder eine sogar noch effektiver
Konstruktion benutzen, die drei winzige dreieckige Füße aufweist.
Bei der letzteren Konstruktion grenzt ein Fuß an die
Vorderkante an, und zwei befinden sich an der Hinterkante und enden
rückwärtig an den Dünnschichtwandlern. Damit wird bei der
höher viskosen Lagerungsflüssigkeit eine viel kleinere
Lagerungsoberfläche benutzt.
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Die Erfindung wird nun nur als Beispiel unter Bezugnahme auf
die zugehörigen Zeichnungen beschrieben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Fig. 1 ist eine schematische ebene Ansicht mit abgenommener
Abdeckung, die ein Plattenlaufwerk zeigt, das die vorliegende
Erfindung enthält.
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Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt des Plattenlaufwerkes von
Fig. 1.
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Fig. 3 ist eine Seitenansicht einer Wandlerkopfkonstruktion,
wie sie in der vorliegenden Erfindung praktisch benutzt wird.
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Fig. 4 ist eine Ansicht des in Fig. 3 gezeigten Kopfes von
unten.
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Fig. 5 zeigt die Konstruktion eines der Füße, der die
Lagerungsoberfläche darstellt, auf welcher der Gleitkörper
gehalten wird.
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Fig. 6 ist eine schematische Ansicht einer alternativen
Ausführungsform eines Umlaufschmiersystems eines
Plattenlaufwerkes, das eine in der Naben-Platten-Baugruppe enthaltene
Pumpwirkung benutzt.
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Fig. 7 ist eine schematische Ansicht einer weiteren
alternativen Ausführungsform eines Umlaufschmiersystems, das eine
Destillationstechnik benutzt.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Fig. 1 beziehungsweise 2 zeigen eine schematische ebene
Ansicht eines Laufwerkes mit abgenommener Abdeckung und eine
Schnittdarstellung. Dargestellt wird ein übliches
Festplattenlaufwerk mit einem von einem linearen Schwingspulenmotor (VCM)
angetriebenen Zugriffsarm 10. Der Zugriffsarm 10 treibt eine
Kopf-Arm-Baugruppe an, die typische Kopfhalterungsbauelemente
11, wie etwa die üblichen Winchester- oder
Whitney-Halterungskonstruktionen. Die Kopfbaugruppe ist in einem Gehäuse
eingeschlossen, das ein gegossenes Grundplattenbauteil 12, das auch
als Vorratsbehälter für das flüssige Schmiermittel dient, und
eine Abdeckung 13 enthält, die einen Flansch 14 hat, der eine
Dichtung 15 gegen die obere ebene Oberfläche des
Grundplattengussteils 12 drückt, um eine Abdichtung zu bewirken. Die
Festplattenmedien 17 werden von der Nabe 18 gehalten, die so
mon
tiert ist, dass sie sich im Gleichklang mit dem Läufer eines
Spindelmotors dreht, der innerhalb einer sich aufwärts
erstreckenden Vertiefung 20 in Grundplatte 12 angeordnet ist.
Die Motorwelle erstreckt sich durch eine Lagersäule hindurch,
um mit der Nabe 18 verbunden zu sein.
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Das in dem System der vorliegenden Erfindung verwendete
flüssige Schmiermittel muss thermisch stabil sein, eine korrekte
Viskosität haben, die sehr niedrig ist, und muss chemisch
inert sein. Es wird ein einfacher geradkettiger
Kohlenwasserstoff mit der gewünschten niedrigen Viskosität und einem
einfachen Molekül empfohlen, das sich nicht zersetzt. In der
Praxis ist Hexadecan verwendet worden. Üblicherweise auf
Plattenoberflächen benutzte Schmiermittel, die jedoch eine stark
verminderte Viskosität aufweisen sollten, sind ausreichend.
Mit der größeren Schmiermittelmenge, die in der vorliegenden
Technik verwendet wird, verglichen mit der Menge, die für die
normale einfache Anwendung auf der Plattenoberfläche
erforderlich ist, werden die Materialkosten jedoch zu einem Faktor bei
der Schmiermittelauswahl.
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Eine Dochtbaugruppe 22 wird aus porösem Material gebildet, wie
etwa Kunststoff, Keramik oder Papier. Die Dochtbaugruppe
transportiert durch Kapillarwirkung flüssiges Schmiermittel
vom Vorratsbehälter am tiefsten Punkt im Plattenkopfgehäuse
zur Platte an den inneren Durchmesser der
Plattenspeicheroberfläche. Die Flüssigkeit wird durch die Zentrifugalkraft der
sich drehenden Platte nach und nach an den äußeren Umfang
geschleudert, den sie als winzige Tröpfchen verlässt, um durch
die Schwerkraft zum Vorratsbehälter zurückzukehren.
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Die Dochtbaugruppe 22 muss porös sein, damit das flüssige
Schmiermittel in winzigen Mengen durch Kapillarwirkung vom in
Grundplatte 12 gebildeten Vorratsbehälter 23 zur
Medienoberfläche wandern kann, um einen Schmiermittelfilm auf der
Medienoberfläche aufzufüllen und aufrechtzuerhalten. Das
Material des Dochtes 22 darf zusätzlich dazu, dass es einen
Kapillarweg bildet, auch keine Partikel verlieren und dadurch eine
Quelle von Feststoffpartikeln innerhalb des Gehäuses sein. Die
Filmdicke sollte vorzugsweise 1 um betragen und 5 um nicht
überschreiten, da mit wachsender Filmdicke die für den Antrieb
des Kopfes über den Schmiermittelfilm erforderliche Energie
ansteigt. Da das Schmiermittel von der Platte abgeschleudert
und ersetzt wird, wirkt der Docht 22 auch als
Schmiermittelfilter, um den Umlauf von Partikeln zurück zur
Medienoberfläche zu verhindern, die im flüssigen Schmiermittel aufgenommen
werden.
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Um den Verschleiß zwischen dem Docht und der Kontaktstelle am
inneren Durchmesser der Platte zu minimieren, sollte der Docht
eine Anhebung erfahren und genau wie der Gleitkörper
"fliegen". Der Anpressdruck des Dochtes auf der Platte kann viel
geringer sein als der des Gleitkörpers, weil die Gleithöhe
viel größer und weniger genau gesteuert sein kann.
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Ein Umlauf muss nicht bewerkstelligt werden, wenn eine
Dochtbaugruppe verwendet wird. Zwei alternative Verfahren werden in
Fig. 6 und 7 veranschaulicht. Schmiermittel kann ohne
berührend Teile unter Verwendung des linksdrehenden spiralförmigen
Durchlasses der Ausführungsform von Fig. 6 oder der
Destillationstechnik von Fig. 7 transportiert werden.
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Fig. 6 und 7 zeigen ein Grundplattengussstück 50, das einen
Flüssigkeitsbehälter ausbildet und durch eine
Grundplattenabdeckung 51 verschlossen wird. Platten 53 sind drehbar auf
einer Nabe 55 montiert und durch einen Abstandhalter 56
getrennt. Die Platten 53 werden durch Druck zwischen einer
Flanschnabenoberfläche 57 und einer Anschlagfläche 59 an der
Klemmbaugruppe 60 gehalten. Ein Zugriffsarm 62 hält die
Wandlerköpfe 63 zum Bewegen zwischen konzentrischen Spuren auf den
Plattenoberflächen. Schmiermittel wird in den ringförmigen
Raum 65 zwischen der Nabe 55 und der Baugruppe aus Platten 53
und Abstandhalter 56 eingebracht. Radiale Rillen oder
Aussparungen in der Nabenoberfläche 57, Klemmoberfläche 59 und den
oberen und unteren Oberflächen 66 des Abstandhalters bilden
für das Schmiermittel einen Durchlass vom ringförmigen Raum 65
zur Plattenoberfläche, wobei die Größe derartiger Durchlässe
die Begrenzung für die Geschwindigkeit der
Schmiermittelverteilung auf den entsprechenden Plattenoberflächen bildet.
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In Fig. 6 isoliert ein dünnes Plattenbauteil 70 die
Flüssigkeit im Behältervolumen von der Luftstromwirkung der
gegenüberliegenden sich drehenden Plattenoberflächen und gestattet
es dem Schmiermittel, radial durch einen ringförmigen Filter
71 nach innen in Richtung Nabe 55 zu fließen. Die Nabe hat
eine links herum verlaufende spiralförmige Aussparung 72, die an
der inneren Oberfläche gebildet wird, die Schmiermittel nach
oben zieht, wenn sich die Nabenbaugruppe dreht, so dass es
durch die radialen Durchlässe 74 in den ringförmigen Raum 65
abgegeben wird.
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Das Verfahren des Umlaufes durch Destillation (Fig. 7) ist in
Falle eines hermetisch abgedichteten Behälters am wirksamsten,
bei dem das Schmiermittel sich unter seinem eigenen Dampfdruck
(unter Ausschluss von Luft) befindet. Das Schmiermittel
verdampft auf den wärmeren Teilen des Behälters und kondensiert
an der relativ kühlen Abdeckung 51. Die Abdeckung weist eine
kegelförmige Einbuchtung 80 auf, so dass das Kondensat zu
einem Punkt abgeleitet wird, der direkt oberhalb der sich
drehenden Nabenbaugruppe liegt, und in eine Öffnung 81 der
Nabenklemmmbaugruppe tropft. Der Durchlass durch die
Klemmbaugruppenöffnung hat eine kegelförmige Oberfläche 82 der Seitenwand,
wodurch sich der Durchmesser in Richtung nach unten
vergrößert, so dass die Flüssigkeit nicht durch Zentrifugalkraft aus
dem Durchlass herausgeschleudert wird. Während des Betriebes
sollte die Destillation etwas schneller verlaufen als die für
die Platten erforderliche Fließgeschwindigkeit des
Schmiermittels, so dass der Zwischenvorratsbehälter oben auf der Nabe
voll bleibt. Überschüssiges Schmiermittel fließt oben an der
Nabe über und wird ohne Schaden an die Behälterwände
geschleudert.
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Im Gerät von Fig. 7 werden die Wärme, die durch eine
elektronische Leiterplatine (nicht gezeigt) unterhalb des
Plattenkopfgehäuses erzeugt wird, und die Wärme, die vom Motor
erzeugt wird, ausreichen, um diesen Destillationsvorgang
ablaufen zu lassen. Die obere Abdeckung 51 ist der kühlste Bereich
des Laufwerksgehäuses und für örtliche Kühlung wird an der
kegelig ausgebildeten Oberfläche 80, die über der Nabe liegt,
durch die Anordnung von Kühlrippen 83 an der äußeren
Oberfläche gesorgt. Bei dieser Art von Schmiermittelumlauf ist ein
Filter nicht erforderlich, da Feststoffpartikel im.
Vorratsbehälter zurückgehalten werden und mit dem Schmiermitteldampf
nicht wieder in Umlauf gebracht werden.
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Obgleich viele Baugruppen des Laufwerksystems, wie etwa der
Zugriffsarm 10, Wandlerhalterung 11 und Plattenbaugruppen
konventionell konstruiert sind, ist die Kopfkonstruktion völlig
abweichend von normalen Gleitkörperausgestaltungen, der bei
eher üblichen Wandlern benutzt wird, die durch einen Luftfilm
von der Medienoberfläche getrennt sind.
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Anfänglich wurde ein mit drei Schienen versehener Kopf
benutzt, bei dem die Schienen in der Breite vermindert wurden,
um die flüssige Lagerungsfläche zu verkleinern, um den
Forderungen eines Systems nachzukommen, das einen Flüssigkeitsfilm
anstelle eines Luftfilms benutzt, um einen Gleitkörper
oberhalb der Aufzeichnungsoberfläche zu halten. Dies ahmte die
Luftlagergleitkörper nach, die in der derzeitigen Praxis am
erfolgreichsten waren, obwohl ein verkleinerter
Lagerungsbereich entsprechend der bekannten größeren Tragfähigkeit eines
flüssigen Films benutzt wurde.
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Eine weitere Entwicklung führte zum in Fig. 3 gezeigten
Gleitkörper 25, der eine normale Länge von etwa 4 mm, und eine
Befestigungsnut 26 hat, um eine Anbringung an der
Kardanfederkonstruktion einer standardisierten Winchesteraufhängung zu
gestatten; die Lagerungsoberflächen sind jedoch völlig
unterschiedlich. Wie in der Ansicht von unten in Fig. 4 genauer zu
sehen ist, werden die Lagerungsoberflächen statt durch
Schienen oder andere Luftlageroberflächen oder sogar sehr schmalen
Schienen mit stark verminderten Oberflächenbereichen für die
Luftlagerung viel optimaler durch die drei kleinen Füße 28, 29
bereitgestellt.
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Die modifizierte Gleitkörperkonstruktion wird in Fig. 3 bis 5
gezeigt. Der dargestellte Gleitkörper hat im wesentlichen die
gleichen Gesamtabmessungen wie die Luftlagergleitkörper, die
in derzeitigen Produkten verwendet werden, eine Länge von
4,025 mm, eine Breite von 3,207 mm und eine Höhe von weniger
als 1 mm. Die Füße 28, 29 sind jedoch kurz, schmal und bieten
ganz winzige flüssige Lagerungsoberflächen 30. Die Füße können
in Dreieckform 0,145 mm (0,0057 Zoll) lang sein. Die
Oberfläche beinhaltet einen eingeschlossenen Winkel von 10º an der
Vorderkante und ist an der Hinterkante nur 0,025 mm (0,001
Zoll) breit. Jeder Fuß erstreckt sich von der unteren
Oberfläche des Gleitkörpers um einen Abstand von 25 um bis 50 um an
den Seitenwänden 31 der Füße nach unten, die so ausgebildet
sind, dass sie mit einer Abrundung an der unteren
Gleitkörperoberfläche in den Gleitkörper übergehen. Dies gibt dem
physisch kleinen Fuß mehr Festigkeit. Da die Lagerungsoberfläche
so klein ist, könnte der Gleitkörper viel kleiner als der
gezeigte ausgebildet werden, der auf Abmessungen beruhte, wie
sie für Gleitkörper vom Luftlagerungstyp benutzt werden.
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Zusätzlich zu den Gleitkörpern mit zwei oder drei Schienen mit
verminderter Schienenlagerungsoberflächen, die durch
Luftlagerungsgleitkörper nach Stand der Technik vorgeschlagen werden,
und der Konfiguration mit drei dreieckigen Füßen, die gezeigt
und beschrieben wurde, sind zahlreiche andere Konfigurationen
von Lagerungsoberflächen realisierbar. Die Anzahl der
dreieckigen Füße könnte unterschiedlich sein, und die Positionierung
der Füße kann verändert werden. Es können auch andere Formen
von Lagerungsoberflächen benutzt werden, wie etwa rechteckige
Füße.
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Wie in Fig. 5 zu sehen ist, erstreckt sich eine Seite 33
parallel zur Achse des Gleitkörpers, und die andere Seite
befindet sich beispielsweise in einem Winkel von 10º. Die Seite des
Fußes, die parallel zur Gleitkörperachse liegt, wird in
Richtung des inneren Durchmessers der Platte ausgerichtet, und die
abgewinkelte Oberfläche wird gegenüber dem äußeren Durchmesser
angeordnet. Diese Winkelbeziehung der Dreiecksseiten der Füße
28, 29, die sich vom Vorderteil des Fußes aus erstreckt,
bewirkt es, dass der Schmiermittelfilm und jegliche winzige
Verschmutzung, die darin enthalten sein könnte, in Richtung des
äußeren Durchmessers und letztendlich von der Platte weg
gelenkt werden. Der oder die vom Gleitkörper 25 getragenen
Wandler sind ihrem Typ nach Dünnschichtwandler, die auf der
rückseitigen Oberfläche 36 befestigt sind und den Wandlungsspalt
an der Kante 35 des Fußes 28 bilden.
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Köpfe mit Ferritkern sind ebenfalls gefertigt und das
Magnetverhalten demonstriert worden. Bei derartigen Köpfen wird der
polierte Spalt in einen (oder mehrere Füße) Fuß an dem Punkt
vorgesehen, an dem die Fußbreite gleich der gewünschten
Magnetspurbreite ist.
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Die Tiefe des Schmiermittelfilms überschreitet 5 um nicht und
hat vorzugsweise eine Dicke von etwa 1 um. Die Füße 28, 29,
die 25 bis 50 um hoch sind, halten den Hauptteil des
Gleitkörpers oberhalb des Schmiermittels, da die Lagerungsoberflächen
nur 0,0025 bis 0,05 um (1 bis 2 Mikrozoll) oberhalb der
Medienoberflächen aufliegen. Der Gleitkörper ist unter
Verwendung einer Belastung von 3,5 g betrieben worden, die einem
Druck an der Lagerungsoberfläche von weniger als 6894 kPa
(1000 Pfund pro Quadratzoll) ergibt. In der Praxis beträgt der
Druck etwa 5515 kPa (800 Pfund pro Quadratzoll) auf den
Flüssigkeitsfilm an der Lagerungsoberfläche. Wenn eine höhere
Grammbelastung erwünscht ist, kann der Bereich der
Lagerungsoberfläche dadurch vergrößert werden, in dem die linearen
Ab
messungen konstruktiv vergrößert werden und die gleichen
Winkel beibehalten werden.