DE68913632T2 - Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung. - Google Patents
Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtungen und im besonderen motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtungen des sog. "Angurt"- Typs ("belt-in" type), die für einen Fahrzeugsitz verwendet werden, bei dem ein Sitzgurt an einem hinteren Endabschnitt desselben befestigt ist.
- Heutzutage weit verbreitete motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtungen sind von einer Art, die im allgemeinen eine an einer stationären Schiene befestigte Zahnstange umfassen, ein mit der Zahnstange im Eingriff befindliches und von einer beweglichen Schiene, die verschiebbar auf der stationären Schiene angeordnet ist, wirksam aufgenommenes Ritzel, sowie einen Elektromotor, der das Ritzel über einen flexiblen Draht antreibt. Wenn der Motor unter Spannung gesetzt wird, wird das Ritzel angetrieben und bewegt so die bewegliche Schiene auf der stationären Schiene und an ihr entlang. Dadurch wird der auf der beweglichen Schiene angebrachte Sitz in eine gewünschte Position in Längsrichtung bewegt.
- Bei dem "Angurt"-Typ weist die bewegliche Schiene an ihrem hinteren Ende einen Gurtbefestigungsabschnitt auf, an dem ein Ende eines Sitzgurts befestigt wird. Dadurch wirkt bei einem Fahrzeugzusammenstoß über eine den Gurt tragende Person auf dem Sitz plötzlich eine große Last auf den Gurtbefestigungsabschnitt an der beweglichen Schiene. Das heißt, es ist erforderlich, die feste Verbindung zwischen der beweglichen und der stationären Schiene sicher zu gewährleisten. Wenn die feste Verbindung mangelhaft ist, kann sich bei dem Fahrzeugzusammenstoß die bewegliche Schiene von der stationären Schiene lösen. Dies ist natürlich außerordentlich gefährlich.
- Eine motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist aus DE-A-34 27 467 bekannt. Diese bekannte motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung soll die Anordnung der Führungsschienen verbessern. Es wird vorgeschlagen, eine Führungsschienenanordnung zu verwenden, die aus zwei Schienen besteht, die gegeneinander verschiebbar sind, und die eine Kammer umgeben. Ein Zahnstangenelement befindet sich in der Kammer und ist an einer der Schienen befestigt. Ein durch ein Zahnradgetriebe angetriebenes Ritzel ist mit dem Zahnstangenelement im Eingriff. Das Ritzel ist auf einer weiteren Schiene angebracht, die in die Kammer eingeführt ist.
- GB-A-2 196 839 stellt eine Sitzschienenkonstruktion für ein Fahrzeug mit einer Führungsschiene dar, die an dem Fahrzeugboden befestigt ist, sowie mit einer Gleitschiene, die an der Unterseite des Fahrzeugsitzes angebracht ist. Die Führungsschiene ist durch eine Längsleiste mit einem Querschnitt verstärkt, der ihren Biegewiderstand erhöht.
- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung für ein Fahrzeug mit einer verbesserten Verbindung zwischen der beweglichen und der stationären Schiene zu schaffen, die einer Last widersteht, die plötzlich auf einen Gurtbefestigungsabschnitt wirkt, der an der beweglichen Schiene angebracht ist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand von Anspruch 1 gelöst.
- Bevorzugte Ausführungen der Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 15.
- Weitere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen ersichtlich, wobei:
- Fig.1 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer motorisch verstellbaren Sitzgleiteinrichtung ist, die eine erste Ausführung der vorliegenden Erfindung darstellt;
- Fig. 2 ein vergrößerter Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1 ist;
- Fig. 3 eine teilweise als Schnitt ausgeführte Seitenansicht eines wichtigen Teils der motorisch verstellbaren Sitzgleiteinrichtung der ersten Ausführung ist;
- Fig. 4 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer motorisch verstellbaren Sitzgleiteinrichtung ist, die eine zweite Ausführung der vorliegenden Erfindung darstellt;
- Fig. 5 ein vergrößerter Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. 4 ist;
- Fig. 6 eine perspektivische, jedoch mit der Oberseite nach unten ausgeführte Ansicht einer beweglichen Schiene ist, die in der zweiten Ausführung verwendet wird.
- In Fig. 1 bis 3 ist eine motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung dargestellt, die eine erste Ausführung der vorliegenden Erfindung verkörpert.
- In den Zeichnungen ist mit Bezugszeichen 10 eine stationäre Schieneneinheit bezeichnet, die über vordere und hintere Bügel 11 an einem Fahrzeugboden (nicht dargestellt) befestigt ist. Die stationäre Schieneneinheit umfaßt, wie im weiteren Verlauf der Beschreibung ersichtlich wird, im allgemeinen ein stationäres Schienenelement 12 und ein sich koaxial erstreckendes Zahnstangenelement 14. Das Zahnstangenelement 14 ist mittels vorderer und hinterer Bügel 13 an dem stationären Schienenelement 12 befestigt, wobei ein axial verlaufender Schlitz "C" zwischen ihnen gebildet wird.
- Das stationäre Schienenelement 12 hat, wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, Rinnenstruktur und umfaßt einen Bodenwandbereich 12A, einen ersten und einen zweiten Seitenwandbereich 12B und 12C, die sich von beiden Seiten des Bodenwandbereiches 12A vertikal nach oben erstrecken, einen ersten und einen zweiten oberen Wandbereich 12D und 12E, die sich von den oberen Enden des ersten bzw. zweiten Seitenwandbereichs 12B und 12C horizontal nach außen erstrecken, und einen dritten und vierten Seitenwandbereich 12F und 12G, die sich von äußeren Enden des ersten und des zweiten oberen Wandbereichs 12D und 12E vertikal nach unten erstrecken. Der erste und der dritte Seitenwandbereich 12B und 12F, sind, wie dargestellt, kleiner als der zweite bzw. vierte Seitenwandbereich 12C und 12G, um das Zahnstangenelement 14 kompakt an dem stationären Schienenelement 12 anzubringen.
- Bezugszeichen 20 bezeichnet ein bewegliches Schienenelement, das verschiebbar mit dem unteren Schienenelement 12 im Eingriff ist. Das bewegliche Schienenelement 20 umfaßt, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, einen oberen flachen Wandbereich 20A, an dem ein Sitz (nicht dargestellt) befestigt ist, einen ersten und einen zweiten Seitenwandbereich 20B und 20C, die sich von beiden Seiten des flachen Wandbereichs 20A vertikal nach unten erstrecken, einen ersten und einen zweiten unteren Wandbereich 20D und 20E, die sich von unteren Enden des ersten bzw. zweiten Seitenwandbereichs 20B und 20C horizontal nach innen erstrecken, sowie einen dritten und vierten Seitenwandbereich 20F und 20G, die sich von inneren Enden des ersten bzw. zweiten unteren Wandbereichs 20D und 20E vertikal nach oben erstrecken. Der erste und der vierte Seitenwandbereich 20B und 20G des beweglichen Schienenelements sind größer als der zweite bzw. dritte Seitenwandbereich 20C und 20F, um in das oben erwähnte stationäre Schienenelement 12 zu passen.
- Bei ordnungsgemäßer Verbindung des stationären und des beweglichen Schienenelements 12 und 20 bilden, wie aus den Zeichnungen ersichtlich ist, der erste obere Wandbereich 12B und der dritte Seitenwandbereich 12F des stationären Elements 12 und der erste untere Wandbereich 20D und der dritte Seitenwandbereich 20F des beweglichen Schienenelements 20 eine sog. erste verschiebbar ineinandergreifende Struktur, und gleichzeitig bilden der zweite obere Wandbereich 12E und der vierte Seitenwandbereich 12G des stationären Schienenelements 12 und der zweite untere Wandbereich 20E und der vierte Seitenwandbereich 20G des beweglichen Schienenelements 20 eine zweite verschiebbar ineinandergreifende Struktur.
- Das bewegliche Schienenelement 20 weist, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, an seinem hinteren Bereich einen Verankerungsbügel 22 auf, der an dem zweiten Seitenwandbereich 20B des Schienenelements 20 angeschweißt ist. Ein Ende eines Sitzgurts ist, obwohl dies nicht dargestellt ist, an dem Verankerungsbügel 22 angebracht.
- Zwei Rollen 25 sind drehbar zwischen dem stationären und dem beweglichen Schienenelement 12 und 20 angerodnet, wobei jede Rolle 25 mit dem Bodenwandbereich 12A des stationären Schienenelements 12 und dem oberen flachen Wandabschnitt 20A des beweglichen Schienenelements 20 in Kontakt ist. Zwei Kugellagerungen 24 sind drehbar in der oben erwähnten ersten verschiebbar ineinandergreifenden Struktur angeordnet, und die beiden anderen Kugellagerungen 24 und ein länglicher Abstandshalter 26 sind in der zweiten verschiebbar ineinandergreifenden Struktur angeordnet. Der längliche Abstandshalter 26 weist, wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, eine axial verlaufende Nut 26A auf, in der entlang die Kugellagerungen 24 laufen. Die beiden Kugellagerungen 24 in jeder verschiebbar ineinandergreifenden Struktur sind durch einen Abstandshaltestab 27 axial voneinander beanstandet.
- Bezugszeichen 30 bezeichnet eine Antriebseinrichtung zum Bewegen des Sitzes (nicht dargestellt) in Längsrichtung. Die Antriebseinrichtung 30 umfaßt ein Gehäuse 31, das über einen Abstandshalter 32 (siehe Fig. 3) an dem oberen flachen Wandabschnitt 20A des beweglichen Schienenelements 20 angebracht ist. An einer Antriebswelle 33, die von dem Gehäuse 31 drehbar getragen wird, ist ein Schneckenrad 34 angebracht. Das Schneckenrad 34 umfaßt, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, einen Basisabschnitt 34A und einen Zahnabschnitt 34B, die durch Schrauben (keine Bezugszeichen) koaxial verbunden sind. An der Antriebswelle 33 ist des weiteren ein Ritzel 35 angebracht. Das Ritzel 35 steht in einen Innenraum vor, der durch das stationäre und das bewegliche Schienenelement 12 und 20 gebildet wird. Um dieses Vorstehen zu ermöglichen, ist der obere flache Wandabschnitt 20A des beweglichen Schienenelements 20 mit einer Öffnung 20H versehen, wie dies in Fig. 1 zu sehen ist. Bei ordnungsgemäßer Montage kommt das Ritzel 35 mit den Zähnen 14A des obenerwähnten Zahnstangenelements 14 in Eingriff. Eine Schnecke 36 wird drehbar von dem Gehäuse 31 getragen und ist wirksam mit dem Schneckenrad 34 im Eingriff. Die Schnecke 36 wird durch einen Elektromotor 38 über einen flexiblen Draht 37 in die eine oder die andere Richtung bewegt. Eine untere Abdeckung 39 deckt eine untere Hälfte der Schnecke 36 ab.
- Bezugszeichen 40 (siehe Fig. 1 bis 3) bezeichnet ein Umfassungselement aus Metall, wie beispielsweise Stahl oder ähnlichem, das an einer Innenfläche des oberen flachen Wandbereiches 20A des beweglichen Schienenelements 20 so angebracht ist, daß es im wesentlichen das Zahnstangenelement 14 umfaßt. Sowohl das Umfassungselement 40 als auch das oben erwähnte Gehäuse 31 der Antriebseinrichtung 30 sind, wie aus Fig. 1 zu entnehmen ist, durch gemeinsame Schrauben und Muttern an dem beweglichen Schienenelement 20 angebracht.
- Das Umfassungselement 40 hat eine im allgemeinen U-förmige Struktur, die einen oberen Wandbereich 40A umfaßt, der sich horizontal über das Zahnstangenelement 14 erstreckt, einen Seitenwandbereich 40B, der sich seitlich vom Zahnelement 14 befindet, sowie einen unteren Wandbereich 40C, der durch den Schlitz "C" verläuft. Auf diese Weise wird eine sog. "verschiebbar ineinandergreifende Verbindung" zwischen dem Zahnstangenelement 14 und dem Umfassungselement 40 gebildet. Es ist jedoch anzumerken, daß unter normalen Umständen kein Kontakt zwischen dem Umfassungselement 40 und dem Zahnstangenelement 14 besteht. Aus einem Grund, der im weiteren Verlauf der Beschreibung ersichtlich wird, ist jedoch der Seitenwandbereich 40B von der Rückseite des Zahnstangenelements 14 mit einem geringfügigen Zwischenraum zwischen ihnen getrennt. Der obere und der untere Wandbereich 40A und 40C sind an ihren nach innen vorstehenden Endabschnitten mit fluchtenden Öffnungen 40D bzw. 40E versehen.
- Die Öffnung 40D des oberen Wandbereichs 40A ist auf die bereits erwähnte Öffnung 20H des beweglichen Schienenelements 20 ausgerichtet, und diese aufeinander ausgerichteten Öffnungen sind mit einer gemeinsamen Buchse 41 versehen. Die Öffnung 40E des unteren Wandbereichs 40C ist mit einer weiteren Buchse 42 versehen. Diese Buchsen 41 und 42 halten die Antriebswelle 33 der Antriebsvorrichtung 30, wobei sich das Ritzel 35 zwischen ihnen befindet.
- In Funktion wird, wenn der Elektromotor 38 unter Spannung gesetzt wird, das Schneckenrad 34 mit verringerter Drehgeschwindigkeit gedreht, und das mit dem Zahnstangenelement 14 im Eingriff befindliche Ritzel 35 wird über die Antriebswelle 33 gedreht. So wird das bewegliche Schienenelement 20 zusammen mit dem daran angebrachten Sitz (nicht dargestellt) in bezug auf das stationäre Schienenelement 12 nach vorn oder nach hinten bewegt. Wenn die Spannungszufuhr zum Elektromotor 38 unterbrochen wird, endet die Bewegung des beweglichen Schienenelements 20. In diesem unbewegten Zustand ist das bewegliche Schienenelement 20 aufgrund der Art des Eingriffs zwischen der Schnecke 36 und dem Schneckenrad 34 im wesentlichen an dem stationären Schienenelement 12 arretiert.
- Wenn es zu einer Kollission des Fahrzeugs oder ähnlichem kommt, wirkt durch eine den Gurt tragende Person auf dem Sitz plötzlich eine abnormal hohe Last auf den Verankerungsbügel 22.
- Diese Last setzt sich im wesentlichen aus einer ersten und einer zweiten Komponente zusammen, wobei die erste Komponente eine Komponente ist, die das bewegliche Schienenelement 20 in bezug auf das stationäre Schienenelement 12 nach vorne drückt, und die zweite Komponente eine Komponente ist, die das bewegliche Schienenelement 20 in bezug auf das stationäre Schienenelement 12 nach oben drückt.
- Wenn aufgrund der Arbeit der ersten Komponente das bewegliche Schienenelement 20 nach vorn gedrückt wird, werden das Zahnstangenelement 14 und das Ritzel 35 so belastet, daß sie sich in seitlich entgegengesetzte Richtungen bewegen und den kämmenden Eingriff zwischen beiden aufbrechen. Die Bewegung des Zahnstangenelements 14 wird jedoch durch den Seitenwandbereich 40B des Umfassungselements 40 verhindert, und die Bewegung des Ritzels 35 wird durch den oberen und den unteren Wandbereich 40A und 40C des Umfassungselements 40 verhindert. Da sich, wie oben beschrieben, der Seitenwandbereich 40B des Umfassungselements 40 nahe an der Rückseite des Zahnstangenelements 14 befindet, führt die Bewegung des Zahnstangenelements 14 sofort zum Kontakt des Seitenwandbereiches 40B mit dem Zahnstangenelement 14. Dadurch wird das Aufbrechen des kämmenden Eingriffs zwischen dem Zahnstangenelement 14 und dem Ritzel 35 verhindert.
- Wenn aufgrund der Arbeit der zweiten Komponente das bewegliche Schienenelement 20 nach oben gedrückt wird, verhindern die oben erwähnten ersten und zweiten verschiebbar ineinandergreifenden Strukturen, die das stationäre und das bewegliche Schienenelement 12 und 20 aufweisen, die unerwünschte Trennung des beweglichen Schienenelements 20 vom stationären Schienenelement 12. Es ist anzumerken, daß das Umfassungselement 40 die sichere Verbindung der beiden Schienenelemente 12 und 20 unter derartigen Belastungsbedingungen unterstützt. Wenn aufgrund einer Fahrzeugkollission das bewegliche Schienenelement 20 von dem stationären Schienenelement 12 angehoben wird, wird der untere Wandbereich 40C des Umfassungselements 40 mit der Unterseite des Zahnstangenelements 14 in Kontakt gebracht und verhindert ein derartiges Anheben.
- Da das Umfassungselement 40 aus einer kostengünstigen gestanzten Stahlplatte hergestellt werden kann, führt das Vorhandensein desselben nicht zu erheblicher Zunahme der Produktionskosten der motorisch verstellbaren Sitzgleiteinrichtung. Da darüber hinaus das Vorhandensein des Umfassungselements 40 eine zuverlässige Verbindung zwischen dem stationären und dem beweglichen Schienenelement 12 und 20 auch bei einer Fahrzeugkollission gewährleistet, kann die mechanische Festigkeit, die für die anderen Bauteile erforderlich ist, etwas verringert werden. Dadurch läßt sich mit der Erfindung eine leichte und kompakte Struktur schaffen.
- In Fig. 4 bis 6 ist eine motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung abgebildet, die eine zweite Ausführung der vorliegenden Erfindung darstellt.
- Bei der zweiten Ausführung wird die dem Umfassungselement 40 der ersten Ausführung entsprechende Einrichtung, wie im weiteren Verlauf der Beschreibung ersichtlich wird, durch das bewegliche Schienenelement an sich gebildet. Damit läßt sich die motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung in der zweiten Ausführung relativ einfach, kompakt und leicht konstruieren.
- Um die Beschreibung zu erleichtern, sind Teile und Strukturen, die im wesentlichen mit denen der erwähnten ersten Ausführung identisch sind, mit den gleichen Bezugszeichen versehen, und auf eine ausführliche Beschreibung derselben wird im folgenden verzichtet.
- In den Zeichnungen bezeichnet ein Bezugszeichen 100 eine stationäre Schieneneinheit, die über vordere und hintere Bügel 111 (siehe Fig. 5) an einem Fahrzeugboden (nicht dargestellt) befestigt ist. Die stationäre Schieneneinheit 100 umfaßt im wesentlichen ein stationäres Schienenelement 112, und ein sich horizontal erstreckendes Zahnstangenelement 14. Das Zahnstangenelement 14 ist mit Stiften 113 an dem stationären Schienenelement 112 befestigt, wobei ein sich axial erstreckender Schlitz "C" (siehe Fig. 5) zwischen beiden gebildet wird.
- Das stationäre Schienenelement 12 hat, wie aus Fig. 5 zu ersehen ist, Rinnenstruktur und umfaßt einen ersten und einen zweiten unteren Wandbereich 112A und 112B, die durch einen abgesetzten Bereich (kein Bezugszeichen) miteinander verbunden sind, einen ersten und einen zweiten Seitenwandbereich 112C und 112D, die sich von entsprechenden äußeren Enden des ersten und des zweiten unteren Wandbereiches 112A und 112B vertikal nach oben erstrecken, einen ersten und einen zweiten oberen Wandabschnitt 112E und 112G, die sich von oberen Enden des ersten und des zweiten Seitenwandbereiches 112C und 112D horizontal erstrecken, sowie einen dritten Seitenwandbereich 112F, der sich vom äußeren Ende des ersten oberen Wandbereiches 112E vertikal nach unten erstreckt. Es ist anzumerken, daß das Zahnstangenelement 14 am zweiten unteren Wandbereich 112B befestigt ist, und daß sich der erste und der zweite obere Wandbereich 112E und 112G in die gleiche Richtung erstrecken, d.h. in Fig. 5 nach rechts.
- Bezugszeichen 120 bezeichnet ein bewegliches Schienenelement, das mit dem stationären Schienenelement 112 verschiebbar im Eingriff ist.
- Das bewegliche Schienenelement 120 umfaßt, wie aus Fig. 5 zu ersehen, einen oberen flachen Wandbereich 120A, an dem ein Sitz (nicht dargestellt) angebracht ist, einen oberen geneigten Wandbereich 120B, der mit dem flachen Wandbereich 120A aus einem Stück besteht, einen ersten und einen zweiten Seitenwandbereich 120B und 120D, die sich von entsprechenden äußeren Enden des flachen und des geneigten oberen Wandbereichs 120A und 120B vertikal nach unten erstrecken, einen ersten und einen zweiten oberen Wandbereich 120E und 120F, die sich von unteren Enden des ersten und des zweiten Seitenwandbereiches 120C und 120D horizontal nach innen erstrecken, und einen dritten Seitenwandbereich 120G, der sich von einem inneren Ende des ersten unteren Wandbereiches 120E vertikal nach oben erstreckt.
- Der zweite untere Wandbereich 120F ist, wie aus Fig. 6 zu ersehen ist, mit einem integral ausgeformten vergrößerten Vorsprung 120H versehen, der sich nach innen erstreckt. Der Vorsprung 120H ist mit einer Öffnung 120K versehen.
- Der obere flache Wandbereich 120A des beweglichen Schienenelements 120 ist, wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, mit einer Öffnung 120J versehen. Es ist anzumerken, daß die Öffnung 120J des oberen flachen Wandbereiches 120A und die Öffnung 120K des Vorsprungs 120H fluchtend sind.
- Bei ordnungsgemäßer Verbindung des stationären und des beweglichen Schienenelements 112 und 120 bilden, wie aus Fig. 5 zu ersehen ist, die Wandbereiche 112C, 112E und 112F des stationären Schienenelements 112, und die Wandbereiche 120C, 120E und 120r des beweglichen Schienenelements 120 eine erste verschiebbar ineinandergreifende Struktur, und gleichzeitig bilden die Wandbereiche 112B, 112D und 112G des stationären Schienenelements 112, und die Wandbereiche 120B, 120D und 120F des beweglichen Schienenelements 120 eine zweite verschiebbar ineinandergreifende Struktur. In diesem Verbindungszustand wird der zweite untere Wandabschnitt 120F des beweglichen Schienenelements 120 durch den Schlitz "C" geführt, wobei der Vorsprung 120H zu dem Innenraum frei liegt, der zwischen dem stationären und dem beweglichen Schienenelement 112 und 120 gebildet wird.
- Wie bei der ersten Ausführung sind zwei Rollen wirksam zwischen dem stationären und dem beweglichen Schienenelement 112 und 120 angeordnet, wobei jede Rolle 25 mit dem ersten unteren Wandabschnitt 112A des stationären Schienenelements 112 und dem oberen flachen Wandbereich 120A des beweglichen Schienenelements 120 in Kontakt ist.
- Eine erste und eine zweite Gleitlagerung 28 und 29 sind, wie aus Fig. 5 zu ersehen ist, wirksam in den verschiebbar ineinandergreifenden Strukturen angeordnet. Das heißt, die erste Gleitlagerung 28 ist zwischen dem vorderen Ende des dritten Seitenwandbereiches 112F des stationären Schienenelements 112 und einer Rinnenstruktur, zu der der erste untere Seitenwandbereich 120E und der erste und der dritte Seitenwandbereich 120C und 120G des beweglichen Schienenelements 120 gehören, angeordnet, und die zweite Gleitlagerung 29 ist zwischen einer Kanalstruktur, die durch den zweiten Seitenwandbereich 112D und den zweiten oberen Wandbereich 112G des stationären Schienenelements 112 gebildet wird, und einem Schulterabschnitt, der durch den geneigten oberen Wandbereich 112B und den zweiten Seitenwandbereich 120D des beweglichen Schienenelements 120 gebildet wird, angeordnet.
- Die Öffnungen 120J und 120K des beweglichen Schienenelements 120 sind mit entsprechenden Buchsen 41 und 42 versehen, durch die eine Antriebswelle 33 von einem Schneckenrad 34 drehbar gehalten wird, wobei sich ein Ritzel 35 zwischen dem oberen flachen Wandbereich 120A und dem Vorsprung 120H befindet. Das Ritzel 35 ist mit dem Zahnstangenelement 14 im Eingriff.
- Bei ordnungsgemäßer Montage ist, wie aus Fig. 5 hervorgeht, der zweite Seitenwandbereich 120D des beweglichen Schienenelements 120 von der Rückseite des Zahnstangenelements 14 um einen außerordentlich geringfügigen Abstand getrennt.
- Wenn in Funktion der Elektromotor 38 unter Spannung gesetzt wird, wird das Schneckenrad 34 gedreht. Dadurch wird das bewegliche Schienenelement 120 zusammen mit dem daran angebrachten Sitz in bezug auf das stationäre Schienenelement 112 nach vorn oder nach hinten bewegt. Wenn die Spannungszufuhr zum Motor 38 unterbrochen wird, wird die Bewegung des beweglichen Schienenelements 120 angehalten, und daraufhin wird das bewegliche Schienenelement 120 aufgrund der Art des Eingriffs zwischen der Schnecke 36 und dem Schneckenrad 34 im wesentlichen an dem stationären Schienenelement 112 arretiert.
- Wenn aufgrund einer Fahrzeugkollission oder ähnlichem plötzlich eine große Last über eine den Gurt tragende Person auf dem Sitz auf den Befestigungsbügel 22 wirkt, und so das bewegliche Schienenelement 112 nach vorn gedrückt wird, werden das Zahnstangenelement 14 und das Ritzel 35 so belastet, daß sie sich in seitlich einander entgegengesetzte Richtungen bewegen und den kämmenden Eingriff zwischen ihnen aufbrechen. Die seitliche Bewegung des Zahnstangenelements 14 wird jedoch durch einen Kontakt verhindert, der sofort zwischen dem zweiten Seitenwandbereich 120D des beweglichen Schienenelements 120 und der Rückseite des Zahnstangenelements 14 auftritt, und die seitliche Bewegung des Ritzels 35 wird wie bei der erwähnten ersten Ausführung durch den oberen flachen Wandbereich 120A und den Vorsprung 120H des beweglichen Schienenelements 120 verhindert.
- Da die Vorrichtung dieser zweiten Ausführung kein separates Teil aufweist, das dem Umfassungselement 40 entspricht, das bei der oben erwähnten ersten Ausführung eingesetzt wird, ist es nicht erforderlich, die Baugruppe aus stationärem und beweglichem Schienenelement 112 und 120 mit einem Raum zur Aufnahme eines solchen Umfassungselements zu versehen. Dementsprechend kann die Schienenbaugruppe im Vergleich zu der der ersten Ausführung sehr kompakt, einfach und in leichter Bauweise ausgeführt werden.
Claims (15)
1. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung, enthaltend:
ein stationäres Schienenelement (12;112);
ein bewegliches Schienenelement (20;120), welches axial
verschieblich mit diesem stationären Schienenelement (12;112) im
Eingriff ist;
ein Zahnstangenelemnt (14), welches sich entlang diesem
stationären Schienenelement (12;112) erstreckt und mit diesem verbunden
ist, und welches einen sich axial erstreckenden Schlitz (C)
aufweist, der dazwischen gebiidet ist, wobei dieses
Zahnstangenelement (14) eine erste, gezahnte Seite (14A) aufweist;
ein Ritzel (35), das mit dieser ersten Seite (14A) dieses
Zahnstangenelementes (14) kämmt;
eine Antriebseinrichtung (30), welche an diesem bewegbaren
Schienenelement (20;120) angeordnet ist, um dieses Ritzel (35)
anzutreiben; und
eine Umfassungsstruktur (40;120F,120B,120D) welche mit diesem
beweglichen Schienenelement (20;120) bewegbar ist, wobei diese
Umfassungsstruktur (40; 120F, 120B, 120D) dieses Schienenelement (14)
umfaßt und eine verschiebliche, ineinander eingreifende
Verbindung zwischen diesem stationären Schienenelement (12;112) und
diesem beweglichen Schienenelement (20;120) bildet, und wobei
diese Umfassungsstruktur (40;120F,120B,120D) erste und zweite
gegenüberliegende Endbereiche (40C,40A;120F,120B) aufweist, durch
welche dieses Ritzel (35) drehbar gehalten ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß diese erste Seite (14A) dieses Zahnstangenelementes (14)
seitlich in bezug auf diese Motor-Sitzgleitvorrichtung
ausgerichtet ist,
daß dieses Ritzel (35) seitlich neben dieser ersten Seite (14A)
dieses Zahnstangenelementes (14) angeordnet ist,
daß dieses bewegliche Schienenelement (20) einen oberen
Wandbereich (20A) und erste und zweite Seitenwandbereiche (20B,20C)
aufweist, welche sich nach unten von beiden Seiten dieses oberen
Wandbereiches (20A) erstrecken,
daß dieses Schienenelement (14) eine zweite Seite aufweist,
welches dieser ersten Seite (14A) gegenüberliegt, und
daß ein dritter Bereich (14B) der Umfassungsstruktur zwischen
dieser zweiten Seite dieses Zahnstangenelementes (14) und diesem
ersten Seitenwandabschnitts (20B) dieses bewegbaren
Schienenelementes (20) positioniert ist.
2. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch 1,
bei welchem diese Umfassungsstruktur (40;120F,120B,120D) erste
und zweite gegenüberliegende Endbereiche (40C,40A;120F,120B)
aufweist und einen dritten Bereich (40B,120B) welche vereinigt
sind, um eine im wesentlichen U-förmige Struktur zu bilden,
wobei dieser dritte Bereich (40B;120D) benachbart zu diesem
Schienenelement (14) ist.
3. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch 1,
wobei diese Umfassungssstruktur (40;120F,120B,120D) keine
Bereiche aufweist, die im Kontakt mit diesem Zahnstangenelement (14)
stehen.
4. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch 1,
wobei dieser zweite Endbereich (40A) dieser Umfassungsstruktur
(40) an einer inneren Fläche dieses beweglichen
Schienenelementes (20) durch Schrauben befestigt ist.
5. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch 1,
in welchem diese Umfassungsstruktur (120F,120B,120D) als
integraler Teil dieses beweglichen Schienenelementes (120) gebildet
ist.
6. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch 1,
in welcher diese stationäre und diese bewegbaren
Schienenelemente (12,20;112,120) verschieblich miteinander eingriffsverbunden
sind, durch erste und durch zweite verschiebliche
Eingriffsstrukturen, wobei diese erste Struktur Wandbereiche
(12D,12F;112C,112E,112F) dieses stationären Schienenelementes
(12;112) beinhaltet und Seitenwandbereiche
(20D,20F;120C,120E,120G) dieses bewegbaren Schienenelementes
(20;120), und wobei diese zweite Struktur Seitenwandbereiche
(12E,12G;112B,112D,112G) dieses stationären Schienenelementes
(12;112) beinhaltet, und Seitenwände (20E,20G;120B,120D,120F)
dieses bewegbaren Schienenelementes (20;120).
7. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch 1,
wobei dieses bewegbare Maschinenelement (20;120) einen Ankerteil
(22) aufweist, an welchem ein Ende eines Sitzgurtes befestigt
ist;
und wobei dieser zweite Endbereich (40A;120B) dieser
Umfassungsstruktur (40;120F,120B,120D) sich über eine obere Fläche dieses
Zahhstangenelementes (14) erstreckt, und wobei diese ersten und
diese zweiten Endbereiche (40C,40A;120F,120B) an ihren führenden
Enden entsprechende Öffnungen (40E,40D;120K,120J) aufweisen.
und wobei dieser dritte Bereich (40B;120D) dieser
Umfassungsstruktur (40;120F,120B,120D) nahe an einer äußeren Seitenfläche
dieses Zahnstangenelementes (14) angeordnet ist, und dieser
erste Endbereich (40C;120F) dieser Umfassungsstruktur
(40;120F,120B,120D) durch diese axial sich erstreckenden
Schlitze (C) hindurchpaßt,
8. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch
7, wobei dieses bewegbare Schienenelement (20) mit einer Öffnung
(20H) ausgebildet ist, welche im Eingriff mit der Öffnung (40D)
dieses zweiten Endbereiches (40A) dieser Umfassungsstruktur (40)
steht.
9. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch
1, in welcher dieses Zahnstangenelement (14) mittelsvorderer
und hinterer Bügel (13) an diesem stationären Schienenelement
(12) befestigt ist.
10. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch
1, in welcher dieses Schienenelement (14) in einem veftieften
Bereich dieses stationären Schienenelementes (12;112) befestigt
ist.
11. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch
1, in welcher diese Antriebseinrichtung (30) ein Schneckenrad
(34) beinhaltet, welches koaxial an dieser Schnecke (35)
befestigt ist; eine Schnecke (36), welche betriebsmäßig mit diesem
Schneckenrad (34) in Eingriff steht; und eine elektrische
Motoreinrichtung (38), welche diese Schnecke (36) mittels eines
flexiblen Drahtes (37) antreibt.
12. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch
6, in welcher diese erste verschiebbare
Eingriffsverbindungsstruktur eine Höhe aufweist, die geringer ist, als die einer
verschiebbaren Eingriffsverbindungsstruktur.
13. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch
1, in welcher dieses Schienenelement (14) an diesem stationären
Schienenelement (112) mittels vorderer und hinterer Schrauben
(113) befestigt ist.
14. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch
1, welche weiterhin Lager (42,41) aufweist, die entsprechend an
diesen Öffnungen (40E,40D;120K,120J) dieser ersten und zweiten
Endbereiche (40C,40A;120F;120H) um einen Wellenbereich (33)
dieses Ritzels (35) drehbar zu halten.
15. Motorisch verstellbare Sitzgleiteinrichtung gemäß Anspruch
1, welche weiterhin Rollen (25) aufweist, welche zwischen diesen
stationären und beweglichen Schienenelementen (12,20) angeordnet
sind, um dieses bewegliche Schienenelement ruckfrei relativ zu
diesem stationären Schienenelement (12) nach vorne und nach
hinten zu bewegen.
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