DE688809C - Vorrichtung zum Nachbehandeln von endlosen kuenstl - Google Patents
Vorrichtung zum Nachbehandeln von endlosen kuenstlInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
- Vorrichtung zum Nachbehandeln von endlosen künstlichen Faserbändern im fortlaufenden Arbeitsgang Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Nachbehandeln von endlosen künstlichen Faserbändern, insbesondere von hohem Gesamttiter, im fortlaufenden Arbeitsgang.
- Es sind Vorrichtungen zum Waschen, Entschwefeln usw. von Fasersträngen bekannt, welche aus einer Reihe von Kanälen mit zwischen den Kanälen angeordneten Quetschwalzen bestehen. Dabei wird die Geschwindigkeit des Durchganges des Faserstranges so geregelt, daß der Faserstrang während der verschiedenen Behandlungen keinerlei Spannung unterworfen ist. Hierbei können jedoch Verwirrungen und Verfilzungen des gesamten Stranges beim Reißen von Einzelfäden auftreten.
- Weiterhin ist es bei der Behandlung von Textilgut bekannt, die Behandlung im Gegenstrom durchzuführen und dabei auch mit offenen, schrägen Kanälen zu arbeiten. Es sind auch Verfahren nicht mehr neu, bei denen ein endloser Faserstrang über eine Reihe von Rollen, welche paarweise in hintereinanderfolgenden senkrechten Ebenen angeordnet sind, unter Bildung von senkrechten Spiralen läuft, wobei die Flüssigkeit auf die Strangwindungen herabrieselt, während der untere Teil in Flüssigkeitströge eintaucht. Bei diesen Verfahren ist es jedoch nachteilig, daß zur Erzielung einer wirksamen Behandlung verhältnismäßig große Fadenlängen je Behandlungsstufe erforderlich sind, wodurch Verwicklungs- und Bruchgefahren bedingt sind. Davon abgesehen werden auch umfangreiche Einrichtungen erforderlich.
- Schließlich ist es auch bekannt, beim fortlaufenden Naßbehandeln insbesondere von Kardenbändern die Bänder in der Behandlungsflüssigkeit um Trommeln unter Ausquetschen mittels Druckwalzen zu führen.
- Die vorliegende Erfindung hat nun eine Vorrichtung zum Gegenstand, welche die obigen Nachteile vermeidet und in einfacher Weise eine wirksame und restlose Naßbehandlung von endlosen künstlichen Fasersträngen ermöglicht, ohne daß eine Störung des Betriebes zu befürchten ist.
- Zu diesem Zweck sind Kanäle von genügender Länge und Breite und geeignetem Gefälle vorgesehen, die in eine Reihe von Abschnitten von veränderlicher Länge unterteilt sind. Diese Abschnitte werden durch Paare von Zwischenwänden von derselben Breite wie der Kanal und von solcher Höhe gebildet, daß die herabrinnende Flüssigkeit diese überströmen kann, ohne aus dem Kanal auszutreten. In diesen Wänden sind waagerechte Schlitze vorgesehen, durch welche der Faserstrang der Strömung der Flüssigkeit entgegenläuft. Hierbei bestreicht der Strang mit leichter Reibung die Ränder der Schlitze der Zwischenwände, so daß sich der Strang zu einem breiten Band auseinanderlegt und dabei gleichzeitig ausgedrückt wird. Weiterhin sind die Schlitze eines Paares der Trennungswände in verschiedener Höhe angeordnet. Wenn beispielsweise der erste Schlitz höher liegt, streicht der Strang über die untere Kante des ersten Schlitzes und über die obere Kante des zweiten Schlitzes.
- '_)adurch wird in den verschiedenen Kanälen das Waschen, Entschwefeln, Bleichen, Färben usw. des Faserstranges in rascher und einwandfreier Weise durchgeführt.
- An Hand der Zeichnungen soll das Wesen der Vorrichtung nach der Erfindung näher erläutert werden.
- Abb. i zeigt schematisch einen Längsschnitt durch einen einzelnen Kanal, von der Seite gesehen, und Abb. 2 denselben Kanal in Aufsicht.
- Abb. 3 zeigt eine Seitenansicht eines Kanals in einer anderen Ausführungsform.
- Abb. .4 und 5 zeigen die Zwischenwände. Abb. 6 stellt eine andere Ausführungsform der Trennwände dar.
- Abb.7 zeigt, von der Seite gesehen, eine vollständige Anlage aus mehreren Kanälen in schematischer Ansicht.
- Die Zwischenwände 2 der Kanäle i (Abb. i) sind je mit einem waagerechten Schlitz 3 (Abb. 4 und 5) versehen, durch welchen das Faserband hindurchgeht. Die Schlitze 3 mÜssen eine geeignete Breite haben, die so ge-,vählt ist, daß die hinsichtlich der Kanalbreite geringste zulässige Lineardichtigkeit der Fäden erzielt wird. So wird beispielsweise bei einem 4o bis 50 cm breiten Kanal die Breite des Schlitzes 12 bis 25 cm und die Höhe 2 bis 3 cm betragen.
- Die Wände 2 eines jeden Paares sind unter sich in einer Entfernung von 2o bis 30 cm angeordnet. Die Schlitze von zwei aufeinanderfolgenden Wänden sind dabei in der Höhe derart versetzt, daß das Faserband 4 die untere waagerechte Kante 3' des Schlitzes 3 der ersten Wand und die obere waagerechte Kante 3" des Schlitzes der zweiten Wand bestreicht, oder umgekehrt. Auf diese Weise wird die ganze von dem Faserband mitgenommene Flüssigkeit im unteren Teile durch den ersten Schlitz und im oberen Teile durch den zweiten Schlitz 3 verdrängt, oder umgekehrt. Das Band 4 läuft alsdann weiter durch jedes Wändepaar 2 hindurch und tränkt sich mit neuer Flüssigkeit, nachdem es je-%veils die im vorhergehenden Abschnitt aufgenommene Flüssigkeit fast ganz abgegeben hat.
- Zu Beginn der Behandlung werden alle Abteile 5 des Kanals i mit der jeweils in den verschiedenen Kanälen zu verwendenden Flüssigkeit gefüllt. Der Kanal i wird durch das Rohr 6 stets mit neuer Flüssigkeit gespeist. Die Flüssigkeit strömt beständig im Gegenstrom von einem Abteil in das nächst niedere über.
- Die Wirksamkeit der Behandlungsflüssigkeiten wird bedeutend erhöht, wenn die von den Wändepaaren begrenzten Kanalabschnittslängen vom Eintrittspunkt des Faserbandes nach seinem Austrittspunkte hin zunehmen.
- Das Faserband wird im vorliegenden im Gegensatz zu bekannten Verfahren gespannt geführt, damit die Einzelfäden nicht ihren gegenseitigen Halt verlieren. Dadurch wird erreicht, daß etwa gerissene Einzelfäden von den anliegenden mitgenommen werden und somit keine Fadenverwirrungen auftreten. Das Fadenband läuft mit veränderlicher Breite, welche jedoch durch die Breite der Schlitze begrenzt wird und die zwischen zwei Wändepaaren je nach der Spannung des Bandes und der jeweiligen Abschnittslänge mehr oder weniger groß ist. Da ferner die Spannung des Bandes infolge des Flüssigkeitswiderstandes vom Eintritt nach dem Austritt hin zunimmt, nimmt, um dieselbe Verbreiterung in allen Abschnitten zu erzielen, auch aus diesem Grunde die Länge der Abschnitte nach dem Austritt hin zu. Auch die Breite der Schlitze in den Wänden nimmt in derselben Weise zu, ausgenommen natürlich bei den Schlitzen der letzten Wände, nach deren Durchgang das Band den Quetschrollen zugeführt wird.
- Die Wände 2 können aus @ 21letall, Glas, Porzellan, Hartgummi o. dgl. bestehen.
- Gute Ergebnisse für das Waschen sowie die etwaigen anderen Behandlungen erzielt man ebenfalls, wenn die Zwischenwände 2 durch Platten oder Barren 8 aus Glas, Porzellan oder ähnlichen Stoffen ersetzt werden, welche abwechselnd über und unter der Bandebene entsprechend Abb.6 angeordnet sind; über diese Barren läßt man das Band mit leichter Reibung hinwegstreifen.
- Sowohl bei den Wänden 2 als bei den Barren 8 darf die Reibung des Bandes natürlich nicht zu groß sein, damit die Fäden nicht zerreißen.
- Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Anordnung erhält man beim Austritt aus dem Kanal ein Fadenband, das völlig salz- und säurefrei ist.
- Um den größtmöglichen Teil der Behandlungsflüssigkeit zu entfernen,- ist am Ende des Waschkanals ein Ausquetschwalzenpaar oder, noch vorteilhafter, besonders zur Vermeidung einer Beschädigung der Fäden, ein Walzenpaar 9, io vorgesehen, wie es in den Abb. i, 3 und 7 dargestellt ist. Damit sich dort das Faserband nicht umlegt, ist bei dieser Ausquetschvorrichtung die untere Walze io schräg gelagert.
- Außer am Ende des Kanals können Ausquetschwalzen auch an einer oder mehreren Zwischenstellen (Abb.3) .der Kanäle angeordnet sein, damit das Faserband nicht nur in der Flüssigkeit selbst durch die Wände oder Barren ausgequetscht wird, sondern darüber hinaus noch, bevor es wieder mit der Flüssigkeit in Berührung kommt, einer weiteren gründlichen Ausquetschung unterzogen wird. Durch die Zwischenausquetschung wird der Verbrauch der bei den verschiedenen Behandlungen verwendeten Flüssigkeiten verringert.
- Soll das Faserband nacheinander den verschiedenen Behandlungen, wie Entschwefeln, Bleichen, Färben usw., unterzogen werden, so werden, wie in Abb.7 dargestellt, mehrere Kanäle i, i', i" usw. mit dem gleichen Gefälle nacheinander angeordnet, von denen jeder Kanal mit der jeweils erforderlichen Flüssigkeit gespeist wird.
- Alle Hauptwalzen der Ausquetschvorrichtungen werden von einem gemeinsamen Getriebe betätigt, so daß die Umfangsgeschwindigkeit für alle genau die gleiche ist und jede Überstreckung oder Lockerung des Faserbandes ausgeschlossen ist.
- Die Vorrichtung nach der-Erfindung kann auch zur Behandlung von Kunstseidefäden verwendet werden. In diesem Falle werden die von der Spinnmaschine kommenden Fäden, anstatt zu einem Band vereinigt, durch entsprechende Fadenführer getrennt gehalten, den verschiedenenBehandlungen unterworfen, auf Sammelvorrichtungen gebracht und schließlich getrocknet.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Nachbehandeln von endlosen künsr1ichen Faserbändern im fortlaufenden Arbeitsgang, bestehend aus einer Reihe von einander unabhängigen, leicht geneigten Kanälen, dadurch gekennzeichnet, daß in den Kanälen (i) in Abständen voneinander, einzeln oder zu Paaren vereinigt, je mit einem Schlitz (3) zur Durchführung des Faserbandes versehene Trennungs- oder Zwischenwände (2) angeordnet sind, wobei die Schlitze von zwei aufeinanderfolgenden Wänden in der Höhe derart versetzt sind, daß das Faserband einmal die untere, das andere Mal die obere Kante der aufeinanderfolgenden Schlitze bestreicht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände zwischen den Wänden bzw. Wändepaaren in Richtung des Durchganges des Faserbandes zunehmen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge .der Schlitze in den Wänden mit Ausnahme der letzten Wände eines jeden Kanals in der Durchlaufrichtung des Faserbandes zunimmt.
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