DE688736C - Verfahren zur Gewinnung von Schmieroelen und Paraffinen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Schmieroelen und Paraffinen

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DE688736C
DE688736C DE1934I0049432 DEI0049432D DE688736C DE 688736 C DE688736 C DE 688736C DE 1934I0049432 DE1934I0049432 DE 1934I0049432 DE I0049432 D DEI0049432 D DE I0049432D DE 688736 C DE688736 C DE 688736C
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DE
Germany
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oil
pressure hydrogenation
paraffins
paraffin
temperatures
Prior art date
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Expired
Application number
DE1934I0049432
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Donath
Dr August Eisenhut
Dr Mathias Pier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Filing date
Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G73/00Recovery or refining of mineral waxes, e.g. montan wax
    • C10G73/02Recovery of petroleum waxes from hydrocarbon oils; Dewaxing of hydrocarbon oils
    • C10G73/06Recovery of petroleum waxes from hydrocarbon oils; Dewaxing of hydrocarbon oils with the use of solvents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnun-, von Schmierölen und Paraffinen Es wurde gefunden, daß man aus über 300° siedenden Druckhydrierungsprodukten von Braunkohle wertvolle Schmieröle und Paraffine von verschiedenem Molekulargewicht durch Entparaffinierung und Druckhydrierung nach an sich bekannten Verfahren gewinnt, wenn man aus den Ausgangsstoffen, zweckmäßig nach vorheriger Abscheidung von Asphalten und Harzen, nach Zusatz eines Verdünnungsmittels, durch Abkühlen auf Temperaturen über o9 das Hartparaffin abscheidet, das davon getrennte Öl einer raffinierenden Druckhydrierung bei Temperaturen von 25o bis q.50° untervvirftund das Dru,ckhydrierungsprodukt nach Zusatz von verflüssigten, bei gewöhnlicher Temperatur ,gasförmigen Kohlenwasserstoffen auf tiefe Temperaturen unter o° abkühlt und das ausgeschiedene Weichparaffin abtrennt.
  • Zur Abscheidung von Asphalten und Harzen ist es vorteilhaft, den Ausgangsstoff mit der mehrfachen Menge verflüssigter, bei gewöhnlicher Temperatur gasförmiger Kohlenwasserstoffe, wie Propan, Äthan oder Gemischen dieser, bei erhöhter Temperatur, z. B. 3o bis 8o9, oder höher, z. B. bis nahe an die kritische Temperatur des Lösungsmittels, und unter Druck zu behandeln, wobei Asphalte und harzartige Stoffe abgeschieden werden. Man kann auch andere Asphaltfällungsmittel, wie Gasöl oder Benzin, verwenden. Diese Arbeitsweise kam auch in mehreren Stufen ausgeführt werden.
  • Die nun folgende Abscheidung des Hartparaffins wird zweckmäßig derart durchgeführt, daß das hochsiedende Öl mit nur geringen Mengen eines Verdünnungsmittels, wie Leuchtöl; Gasöl, Schwerbenzin oder chlorierten Kohlenwasserstoffen, vermischt und auf Temperaturen über o9, z. B. auf -(- 15 bis -i-- 29, abgekühlt wird. Hierbei scheiden sich bis zu 8o bis 9o% des aus dem Ausgangsstoff insgesamt gewinnbaren Paraffins ab; das so erhaltene Produkt ist hochmolekular und .besitzt den Schmelzpunkt 6o bis 65°; es kann gegebenenfalls durch Raffination mit Bleicherde in seiner Farbe noch verbessert werden. Man kann auch die Abscheidung des Hartparaffins in zwei oder mehr Stufen vornehmen und auf diese Weise mehrere Hartparaffinsorten von verschiedener chemischer Zusammensetzung erhalten.
  • Das vom Hartparaffin getrennte Öl wird nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels einer raffinierenden Druckhydrierung durch Behandlung mit Wasserstoff bei Temperaturen von 25o bis q.50°, vorteilhaft 30o bis 4309, unter Druck in Gegenwart eines giftfesten Hydrierungskatalysators, wie Sch%vermetallsulfi.de, insbesondere solchen der 6. Gruppe des periodischen Systems, unterworfen. Dabei ist Sorge zu tragen, daß eine Aufspaltung des Produktes praktisch vermieden wird.
  • Bei der nun folgenden Abtrennung dea; Weichparaffins verwendet man als Lösungsmittel verflüssigte, bei gewöhnlicher Temperatur gasförmige Kohlenwasserstoffe, wie Butan, Propan, Äthan, Butylen, Äthylen oder Gemische dieser. Die Kühltemperatur ist unter o° zu wählen, z. B. bei - 2o bis - 5o° oder noch tiefer. Bei dieser Arbeitsweise scheidet sich ein in der Hauptsache aus Weichparaffin bestehendes Produkt ab.
  • In beiden Entparaffinieruhgsstufen ist es zur Erleichterung der Entparaffinierung vorteilhaft, unter Zusatz eines Entparaffinierungshilfsmittels zu arbeiten, insbesondere eines solchen Stoffes, der die Fällung von Bestandteilen verzögert, die die mechanische Abtrennung der abgeschiedenen Paraffine erschweren. Als derartige Stoffe haben sich beispielsweise Paraffinkondensationsprodukte als sehr geeignet erwiesen.
  • Das nach dem geschilderten Verfahren gewonnene Hartparaffin von hohem Molekulargewicht ist ölfrei und für die Herstellung besonders wirksamer Stockpunktserniedriger und Verbesserer des Viscositätsindexes durch Kondensation und Polymerisation besonders geeignet. Es kann auch niedriger molekularen Paraffinen zur Verbesserung ihrer Eigenschaften zugesetzt werden.
  • Auch das Weichparaffin ist bei dieser Arbeitsweise leicht von der Öllösung abzutrennen und wird in ölfreier Form gewonnen. Diese Wirkung läßt sich nicht erzielen, wenn man vor der raffinierenden Druckhydrierung das Öl vollständig -entparaffiniert; dann wird nämlich, wenn man nur eine Entparaffinierungsstufe anwendet, das gesamte Paraffin, bei Anwendung mehrerer Entparaffinierungsstufen das Weichparaffin in stark ölhaltiger Form abgeschieden und kann daher nur schlecht von der Öllösung abgetrennt werden und bedarf einer umständlichen weiteren Reinigung, um es in ein marktfähiges Erzeugnis überzuführen. Anderseits gelingt es, durch die Abscheidung des Hartparaffins vor der raffinierenden Druckhydrierung, dieses als Erzeugnis mit hohem Schmelzpunkt zu gewinnen, während bei der Hydrierung sein Schmelzpunkt erheblich herabgesetzt würde.
  • Beispiel i oo kg eines Druckhydrierungsproduktes von Braunkohle, von dem 2,60,b bis 325° sieden und das 40% Paraffin enthält, werden bei 4o bis 5o° mit der sechsfachen Menge verflüssigten Propans gemischt. Der in einer Menge von 38 kg ausgefällte Asphalt wird von der Öllösung abgetrennt. Das vom Lösungsmittel befreite Öl wird mit einem von j 8o bis 23o° siedenden Leuchtöl im Verhältnis von ioo Teilen Öl zu 6o bis 7o Teilen Leuchtöl bei 5o° gemischt. Man kühlt die Mischung unter Rühren langsam auf -`- 15', wobei festes Paraffin ausfällt. Durch Abfiltrieren mit Hilfe eines Drehfilters unter gleichzeitigem Waschen mit 5 Teilen Leuchtöl erhält man nach dem Abtreiben der Lösungsmittel 21,5 kg eines hellen Paraffins vom Schmelzpunkt 62° und dem mittleren Molekular gewicht 4oo. Das vom Lösungsmittel befreite Filtrat wird dann mit 85 cbm Wasserstoff unter einem Druck von Zoo at bei 400° über 8oo ccm eines aus Wolframsulfid bestehenden Katalysators in Pillenform geleitet, und zwar mit einem Durchsatz von 35o g Öl pro Stunde. Das in einer Menge von 40 kg anfallende Reaktionsprodukt wird auf einen Flammpunkt von 2oo° getoppt und der Destillationsrückstand mit der dreifachen Menge verflüssigten Propans vermischt und durch teilweise Verdampfung oder indirekte Kühlung auf -35' abgekühlt. Dabei scheidet sich Paraffin ab, das durch Abfiltrieren gewonnen wird. Man erhält 5 kg Paraffin mit dem Schmelzpunkt 35° und einem mittleren Molekulargewicht von 3 i o. Die Lösung des Öles wird von Propan befreit. Man erhält 23 kg eines Schmieröles, das einen Viscositätsindex von 89 und einen Stockpunkt von -2o0 besitzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Schmierölen und Paraffinen aus über 300° siedenden Druckhydrierungsprodukten von Braunkohle durch Entparaffinierung und Druckhydrierung nach an sich bekannten Verfahren,. dadurch gekennzeichnet, daß man aus den Ausgangsstoffen, zweckmäßig nach vorheriger Abscheidung v an Asphalten und Harzen, nach Zusatz eines Verdünnungsmittels, wie Leuchtöl, Schwerbenzin, oder chlorierten Kohlenwasserstoffen, durch Abkühlen auf Temperaturen über o° das Hartparaffin abscheidet, das davon getrennte Öl einer raffinierenden Druckhydrierung bei Temperaturen von 25o bis 450° unterwü-ft und das Druckhydrierungsprodukt nach Zusatz von verflüssigten, bei gewöhnlicher Temperatur gasförmigen Kohlenwasserstoffen auf tiefe Temperaturen unter o° abkühlt und das ausgeschiedene Weichparaffin abtrennt.
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