-
Anordnung zur Gesprächszeitregistrierung für eine Aufzeichenvorrichtung
an der Teilnehmerstelle Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung zur Gesprächszeitregistrierung
für eine Aufzeichenvorrichtung an der Teilnehmerstelle, insbesondere bei Nebenstellenanlagen
mit Zeitzonenzählung. Die Erfindung bezweckt eineAusnutzung der ankommenden Gebührenimpulse
für die Zeitregistrierung.
-
Es ist bekannt, bei Aufzeichenvorrichtungen an Teilnehmerstellen,
bei welchen die Gebühren, Teilnehmernummern usw. aufgezeichnet werden, auch die
Gesprächszeit zur Aufzeichnung zu bringen oder anzuzeigen. Dies geschieht bei den
bekannten Anordnungen dadurch, daB ein Uhrwerk abhängig vom Gesprächsbeginn zur
Verstellung der Anzeigetrommeln oder des Typenrades wirksam gemacht wird. Auch ist
es bekannt, durch Markierungen, welche in Abhängigkeit von den Gebührenimpulsen
auf ein Papierband abgedruckt werden, die Gesprächszeit festzuhalten, indem die
Zahl dieser Markierungen oder die Länge des während des Gespräches ablaufenden Papierbandes
Rückschlüsse auf die Gesprächszeit zulassen. Die letztgenannte Einrichtung gestattet
keine direkte Ablesung der Gesprächszeit, sondern erfordert eine die Auswertung
des Gespräches behindernde Umrechnung. Bei den erstgenannten Einrichtungen besteht
der Nachteil, daB ein besonderes Uhrwerk für die Zeitregistrierung vorgesehen sein
muB. Bei einfachen Gesprächen lassen sich nun auch aus der angezeigten Gebühr Rückschlüsse
auf die Gesprächsdauer ziehen bzw. können die Gebührenimpulse zur Anzeige der Gesprächsdauer
ausgewertet werden. Aber auch hier ist eine Umrechnung notwendig bzw. versagt dieses
Verfahren
da, wo es sich um eine Zeitzonenzählung handelt, d. h.
wo in Abhängigkeit von der Zone pro Zeiteinheit mehrere Gebührenimpulse registriert
werden.
-
Der Gegenstand der Erfindung ermögliOit nun die Auswertung. der Gebührenimpulse
-zür' Anzeige oder Registrierung der Gesprächsdauer auch in solchen Anlagen, bei
denen pro Zeiteinheit in Abhängigkeit von der Zone mehrere Gebührenimpulse aufgenommen
werden dadurch, daß die Typenrollen für die Gesprächszeitregistrierung in der Aufzeichenvorrichtung
bei jeder Serie der gleichzeitig die Typenrollen für .die Gebührenregistrierung
steuernden Zählstromstöße um einen Schritt weitergeschaltet werden. Zweckmäßigerweise
werden dabei die Typenrollen für die Gesprächszeitregistrierung mit den Gesprächsabschnitten
entsprechenden Zeitbezeichnungen versehen.
-
In folgendem ist der Gegenstand der Erfindung beschrieben und in beiliegender
Zeichnung dargestellt. Es bedeutet Fig. i die Einstellvorrichtung für die Gebühren
und für die Zeitregistrierung in schematischer Darstellung, Fig.2 eine Seitenansicht
der Anordnung,-Fig. 3 und ¢ eine Prinzipschaltung für diese Einrichtung.
-
Von einem in der Zeichnung nicht dargestellten Antriebsmotor wird
eine Achse i in Umlauf gesetzt, welche über Zahnräder 2 und 3 eine Achse ¢ antreibt.
Auf der Achse 4 ist eine Schleifkupplung 5 angeordnet, deren mitzunehmender Teil
aus einem Bügel 6 besteht, der an einer Achse 9 befestigt ist. Der Bügel 6 ist für
gewöhnlich durch einen Hebel 7 gesperrt, so daß er von der Achse i über die Achse
4 nicht mitgenommen werden kann. Der Sperrhebel steht unter dem Einfluß eines Elektromagneten
8, bei dessen Erregung der Bügel 6 freigegeben wird, so daß die Achse 9 durch die
Achse ¢ mitgenommen werden kann. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß bei jedesmaliger
Erregung die Achse 9 für eine ganze Umdrehung der Achse 4 mitgenommen wird. Auf
der Achse 9 ist längs verschiebbar ein Schaltzahn io angeordnet, welcher durch einen
Mitnehmer 13 verschoben werden kann. Der Mitnehmer 13 sitzt auf einer Zahnstange
12, die durch einen Elektromagneten über eine Sperrklinke 1i verstellt wird; je
nach Einstellung des Schaltzahnes io bewirkt dieser für jede Umdrehung der Achse
9 über die Zahnräder 15 bzw. 16, welche auf der Achse 14 angeordnet sind, eine Verstellung
der Typenrollen 18 bzw. 1g, welche auf der Achse 17 angeordnet sind, um einen Schritt.
-
Werden z. B. die Gebühren für eine Zone 3 gezählt, so kommen pro Zeiteinheit
drei Gebührenimpulse an, welche den Elektromagneten 8 erregen und eine Verstellung
der Typenräder für die Gebühren um drei Schritte pro Zeiteinheit während des Gespräches
bewirken.
-
Da die Zeit für die Gesprächsdauer in Minuten ;bei Apparaten, die
beim Teilnehmer angeord->_@et sind, nicht selbsttätig unmittelbar ablesbar ;`erfaßt
werden kann, wird die Registrierung der ::Gesprächsdauer von den Gebührenimpuls--
serien abhängig gemacht, die beispielsweise in Zeitabständen von 3 gegeben werden.
Zu diesem Zweck ist auf der Typenrollenachse 17 eine Typenrolle 2o vorgesehen mit
der Bezeichnung i bis 3, 4 bis 6, 7 bis 9, . . .25 bis 27 und 28 bis 30 (Minuten)
oder mit den Bezeichnungen 3, 6, 9 ... 27, 30. Die Typenrolle 2o ist mit
einem Zahnrad 21 verbunden, auf das eine Stoßklinke 22, die an einem Hebel 23 befestigt
ist, einwirkt. Der Hebel 23 ist mit einem Anker 24 verbunden und wird von dem Magneten
25 beeinflußt. Die Typenrolle 2o wird in an sich bekannter Weise durch eine Klinke
in ihrer jeweils eingestellten Lage gesichert. Bei jedem zehnten Schritt schaltet
die Typenrolle 20 über ein Zehnerübertragungsrad 26 die Typenrolle 27 um einen Schritt
fort. Die Typenrolle 27 trägt die Bezeichnung 30-E-, 6o+ und go+ (Minuten). Die
Registrierung der eingestellten Typenrollen für die Gesprächszeit und die Gebühren
erfolgt in an sich bekannter Weise dadurch, daß über die Typenrollen ein Papierstreifen
2 geführt wird, wobei zwischen ihm und den Typenrollen ein Farbband 29 angeordnet
ist. Durch einen Druckhebel 3o, der mit einem Gummistempel 31 versehen ist, wird
in an sich bekannter Weise der Abdruck der eingestellten Typen bewirkt.
-
Die Prinzipschaltung für diese Einrichtung ist in den Fig. 3 und 4
dargestellt. Über die Teilnehmerschleife ist in eine Station 44 in an sich
bekannter Weise mit den Amtseinrichtungen verbunden. Bei Abgabe der Gebührenimpulse
werden im Amt die Kontakte 33, 37 umgelegt und an die Leitungen 32 und 36 Wechselstrom
angelegt. Durch die Wechselstromimpulse wird das beim Teilnehmer befindliche Gebührenimpulsrelais
4o erregt: Leitung 32, Kontakt 33, Kondensator 34, Drosselspule 35 einerseits und
Leitung 36, Kontakt 37, Kondensator 38, Drosselspule 39 andererseits über das Gebührenimpulsrelais
40 nach Erde. Das Relais 4o betätigt seinen Kontakt 41 (Fig. 4.) und schaltet den
Kupplungsmagneten 8 über Batterie, Magnet 8, Kontakt 41 an Erde. In vorbeschriebener
Weise betätigt der Magnet 8 den Sperrhebel ? und gibt damit die Kupplung 5 frei,
wodurch die Achse 9 mit dem Schaltzahn io bei jedem Impuls eine Umdrehung ausführt.
Dadurch wird je nach Stellung des Schaltzahnes io, z. B. über das Zahnrad 16 auf
der Achse 14, die Typenrolle 19 auf der Achse 17 um einen Schritt verstellt. Gleichzeitig
wird über den Kontakt 41 ein Verzögerungsrelais 42 eingeschaltet, dessen Verzögerung
so bemessen
ist, daß es während einer Impulsserie nicht abfällt.
Durch den Kontakt 43 des Relais 42 wird der Magnet 25 erregt, und dieser zieht seinen
Anker 24 an. Dadurch betätigt er den Schalthebel 23 und die Stoßklinke 22 und verstellt
bei jedem Anzug oder indirekt arbeitend bei jedem Abfall über das Zahnrad 21 die
Typenrolle 2o um einen Schritt. Dieser Vorgang wiederholt sich bei jeder Impulsserie.