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Übertragungseinrichtung zur Sununenzählung von gleichwertig und nicht
gleichwertig fortgeschalteten Zahlen- oder Typenrollen Der Gegenstand der Erfindung
ist eine Übertragungseinrichtung zur Summenzählung von gleichwertig und nicht gleichwertig
fortgeschalteten Zahlen- oder Typenrollen, insbesondere für Aufzeichenvorrichtungen
inFernsprechanlagen. Die Erfindung bezweckt eine die Genauigkeit der Fortschaltung
sichernde und den Antrieb der Anordnung erleichternde Ausbildung der Übertragungseinrichtung.
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Derartige Anordnungen können vorzugsweise in Aufzeichenvorrichtungen
verwendet werden, welche z. B. abhängig von Schaltmaßnahmen an der Teilnehmerstelle
die rufende oder gerufene Teilnehmernummer oder beide aufzeichnen, und welche in
Abhängigkeit von Schaltmaßnahmen an der Verbindungsstelle oder im Amt die für das
Gespräch fällig werdende Gebühr zur Aufzeichnung oder zum Abdruck bringen. Außer
den Gebühren steht dem Inhaber der Sprechstelle ein gewisser Zuschlag zu, welcher
sich nach der Zone des Gespräches richtet. Es ist bekannt, derartige Zuschläge in
Abhängigkeit von den ankommenden Gebührenimpulsen, welche die Typenrollen oder Zahlentrommeln
für die Gebühren in der Aufzeichenvorrichtung einstellen, zu steuern. Dies geschieht
dadurch, daß das Gebührenrad in der Aufzeichenvorrichtung über eine Reibungskupplung
das Gebührenzuschlagsrad mitnimmt bis zu einem gewissen Höchstbetrag, bei welchem
das Gebührenzuschlagsrad durch einen Anschlag festgehalten wird, so daß die Reibungskupplung
bei Weiterbetätigung der Gebührenräder unwirksam wird. Nun entspricht bei der Aufzeichenvorrichtung
mit Summenzähleinrichtung ein Schritt des Gebührenrades einem Schritt der zugeordneten
Summentrommel des Summenzählwerkes. Eine solche einfache Übertragung
kann
bei dem Gebührenzuschlagsrad nicht vorgenommen werden, da dieses z. B. bei einem
Gespräch über eine Zone, die pro Gesprächszeiteinheit durch zwei Impulse gekennzeichnet
ist, zwei Schritte ausführt, aber nur eine Betragsstufe anzeigen darf. Dies wird
bei der bekannten Einrichtung dadurch erreicht, daß auf dem Gebührenzuschlagsrad
diese Betragsstufe zweimal hintereinander verzeichnet ist und erst beim dritten
Schritt eine höhere Betragsstufe angezeigt wird bzw. zum Abdruck gebracht werden
kann. Diese zwei Schritte des Zuschlagsrades, welche keine Änderung des Zuschlagsbetrages
bedingen, dürfen aber, wenn wie bei dem Gegenstand der Erfindung ein Summenzähl-,verk
vorgesehen ist, nur einen Schritt bei der Summenzähleinrichtung hervorrufen.
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Der Gegenstand der Erfindung ermöglicht nun eine diesen Bedingungen
gerecht werdende Übertragung zur Summenzählung unter Erzielung konstruktiver Vorteile.
Dies geschieht dadurch, daß bei Übertragung von Summenwerten der nicht gleichwertig
fortgeschalteten Typenrolle die Übertragung auf die Summenzähleinrichtung über ein
einen oder mehrere Fortschalteschritte der Typenrolle unterdrückendes Getriebe zwischen
Typenrolle und Übertragungsrad erfolgt. Dadurch wird in einfacher Weise eine Doppelsummierung
derselben Gebühr vermieden, und es wird möglich, durch einfache Auswechslung des
die Fortschalteschritte unterdrückenden Getriebes diese Anordnung den verschiedenen
Gebührenbestimmungen anzupassen. Durch diesen Aufbau wird es möglich, die Mitnahme
des Gebührenzuschlagsrades bei Betätigung des Gebührenrades durch ein einfaches
Zahnradgetriebe zu bewirken, so daß die unsicher wirkende Schleifkupplung in Fortfall
kommt, welche zudem noch den Nachteil hat, daß in ihrer den höchsten Betrag anzeigenden
Schlußstellung bei Weiterschaltung des Gebührenrades ständig die Reihungskräfte
der Schleifkupplung durch den Antrieb überwunden werden müssen. Zweckmäßigerweise.wird
bei der Anordnung gemäß der Erfindung das Antriebsrad für den Gebührenzuschlag nur
teilweise mit Zähnen versehen, so daß von einer bestimmten Stellung ab das Gebührenzuschlagsrad
nicht mehr angetrieben wird. Die erfindungsgemäße Ausbildung der Übertragungseinrichtung
gestattet es auch, daß das Zuschlagsrad und das Typenrad, d. h. die gleichwertig
und ungleichwertig fortgeschalteten Typenrollen, durch das gleiche Antriebsmittel,
z. B. durch einen Schaltzahn, gleichzeitig angetrieben werden.
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Im folgenden ist der Gegenstand der Erfindung in Verbindung mit einer
Aufzeichenvorrichtung, bei welcher außer den Gebühren die Teilnehmernummer aufgezeichnet
werden, beschrieben und in beiliegender Zeichnung dargestellt. Es bedeuten: Fig.
i eine Draufsicht auf die Aufzeichenvorrichtung mit der Übertragungseinrichtung
zur Summenzählung, Fig. 2 eine Seitenansicht gemäß dem Schnitt A-B in Fig. i, Fig.
3 eine Seitenansicht gemäß dem Schnitt C-D in Fig. i, Fig. q. eine Teilansicht des
Antriebes in schematischer Darstellung.
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Auf einer Antriebsachse i (Fig. q.) ist ein Schaltzahn 2 verschiebbar
angeordnet, welcher durch einen Daumen q. auf einer schrittweise verstellbaren Schaltstange
3 verschoben werden kann. Die Fortschaltung der Schaltstange 3 geschieht durch eine
Stoßklinke 5, wobei durch eine Sperrklinke 6 die Schaltstange 3 in ihrer jeweilig
eingestellten Lage gesichert wird. Der Schaltzahn 2 ist auf der Achse i in der Drehrichtung
gesichert und schaltet je nach seiner Einstellung die auf einer Achse 8 sitzenden
Antriebsräder 7 und 12 fort, und zwar bei jeder Umdrehung um einen Schritt, wobei
bei jedem Impuls eine Ankupplung der Achse i an einen Antrieb bewirkt wird für die
Dauer einer Umdrehung. Steht der Schaltzahn 2 gegenüber einem Antriebsrad 7, so
wird seine Bewegung über das Zahnrad g auf eine Typenrolle io übertragen, welche
auf einer Achse ix angeordnet ist. Dieses Typenrad soll beispielsweise eine Ziffer
einer Teilnehmernummer aufzeichnen. Die nächste Ziffer der Teilnehmernummer wird
über das Antriebsrad 12 und das Zahnrad 13 auf der Typentrommel 1q. zur Anzeige
gebracht, wobei zwischen diesen aufeinanderfolgenden Impulsserien mit Hilfe der
elektrisch gesteuerten Stoßklinke 5 und der Zahnstange 3 der Schaltzahn 2 um zwei
Zähne (in Fig. q.) nach rechts geschaltet wird. Ist diese Einstellung beendet, so
erfolgt ein abermaliger Schritt der Zahnstange 3, so daß nunmehr der Schaltzahn
2 mit dem Antriebsrad 15 in Eingriff steht, das über eine Hülse 16 mit einem Übertragungsrad
17 verbunden ist, das seine Bewegung auf ein Zahnrad 1ß überträgt, mit dem
eine Zahlentrommel oder eine Typenrolle i9 für die Gebühren verbunden ist. Dabei
wird das Übertragungsrad 17 durch einen Sperrollenhebel 2o (Fig. 2) in seiner jeweils
eingestellten Lage gesichert. Zur Summierung der auf der Zahlentrommel der Typenrolle
ig eingestellten Zahlen wird über das Zahnrad 18 (Fig. 2) und das Übertragungsrad
a2 auf der Achse 21 über das Zwischenrad 24 auf der Achse 25 und das C?bertragungsrad
27 auf der Achse 26 die Zahlentrommel 33 auf der Achse 3o entsprechend schrittweise
verstellt. Auf der Achse iz sind außer dem angetriebenen Gebührenrad ig weitere
Gebührenräder 41 und 42 angeordnet, die über Zehnerübertragungsräder bei jedem zehnten
Schritt
des vorhergehenden Gebührenrades um einen Schritt verstellt werden. Bei jedem zehnten
Schritt der Zahlentrommel 33, welche zu dem Summenzählwerk gehört, wird.
ebenfalls durch Zehnerübertragungsräder 39 die Zahlentrommel 4o um einen Schritt
verstellt und so auch die übrigen zu dem Summenzählwerk gehörenden Zahlentrommeln.
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Dicht neben dem Antriebsrad 15 für das Gebührenrad i9 sitzt ein nur
teilweise gezahntes Antriebsrad 43, das gemeinsam mit dem Antriebsrad 15 durch den
Schaltzahn 2 fortbewegt wird. Das Antriebsrad 43 ist über eine Hülse 44 mit einem
Zahnrad 45 und mit einem Übertragungsrad 47 verbunden. Die Bewegung des Übertragungsrades
wird über das Zahnrad 48 auf das Zuschlagsrad 49 übertragen. Das Antriebsrad 43
besitzt beispielsweise nur drei Zähne und kann infolgedessen nur drei Schritte ausführen.
Das mit ihm verbundene Zahnrad 45 wird in der jeweiligen Lage durch einen Sperrrollenhebel
46 (Fig. 3) gesichert. Auf der anderen Seite der Zuschlagsrolle 49 ist ein Doppelschaltzahn
5o angeordnet, der beim ersten Schritt des Antriebsrades 43 das Übertragungsrad
51 auf der Achse 21 um einen Schritt fortschaltet. Dieses überträgt über das Zwischenrad
53 auf der Achse 25 und von da über das Übertragungsrad 56 auf der Achse 26 seine
Bewegung auf die Zahlentrommel 59 der Summenzähleinrichtung für den Gebührenzuschlag
über das mit der Zahlentrommel 59
verbundene Zahnrad 58. Der zweite Schritt
des Antriebsrades 43 verstellt zwar' die Zuschlagsrolle 49 um einen weiteren Schritt;
eine Übertragung dieser Bewegung auf das Übertragungsrad 51 und damit auf die Zahlentrommel
59 für den Zuschlag im Summenzählwerk erfolgt nicht, da der nächste Zahn des Doppelzahns
5o noch nicht in Eingriff kommt. Erst beim dritten und letzten Schritt des Antriebsrades
43 und des Gebührenrades 49 auf der Achse ii wird durch den zweiten Zahn des Doppelzahns
5o das Übertragungsrad 51 auf der Achse 21 um einen weiteren Schritt mitgenommen.
Von diesem erfolgt dann die Weiterleitung der Bewegung in bereits beschriebener
Weise auf die Zahlentrommel 59,
Da das Antriebsrad 43 am Ende seiner Schaltbewegung
angelangt ist und für weitere Schrittschaltungen kein Zahn mehr zur Verfügung steht,
kann bei weiterer Drehung des Schaltzahnes 2 keine weitere Verstellung des Zuschlagsrades
49 und der ihm zugeordneten Summentrommel 59 erfolgen, während das Antriebsrad 15
die Gebührentrommel i9 weiterhin bei jedem ankommenden Impuls verstellt. Dadurch
wird erreicht, daß durch das gleiche Antriebsmittel 2 eine Zahlentrommel oder Typenrolle
ig beliebig verstellt werden kann, während eine andere Zahlentrommel oder Typenrolle
49 nur - einen Teil der Bewegung, hier z. B. drei Schritte, ausführt, und daß ferner
auf dEnZ3.hlentrommeln oder Typenrollen zugeordneten Zahlentrommeln des Summenzählers
ein Teil der Summentrommel bei jedem Impuls um einen Schritt weitergeschaltet wird,
während der ändere Teil der Summentrommeln nicht nur eine begrenzte Zahl der Schaltschritte
mitmacht, sondern auch eine andere Zahl summiert als die durch die Impulse gekennzeichnete.
Die Zahlentrommel 59 in der Summenzähleinrichtung überträgt ebenfalls bei
jedem zehnten Schritt über die Zehnerübertragungsrollen 6o (Fig. i) ihre Bewegung
auf die nächstfolgende Zahlentrommel 61 usw.
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Da der Schaltzahn 2 sowohl die elfteiligen Typenrollen io und 14 für
die Teilnehmernummer einstellt als auch die zehnteilige Typenrolle ig für die Gebühr,
ist für letztere durch die Zahnräder 15, 17 und 18 eine Übersetzung gebildet, so
daß eine Umdrehung des Zahnes 2 sowohl bei den elfteiligen wie bei den zehnteiligen
Rollen die Verstellung um einen Schritt bewirkt.
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Nach beendetem Gespräch müssen die eingestellten Typenrollen für die
Teilnehmernummer, für die Gebühren und den Gebührenzuschlag zurückgestellt werden,
ohne daß die den beiden letzten zugeordneten Summentrommeln mit zurückgestellt werden,
und außerdem müssen bei voller Belegung der Summentrommeln diese für sich zurückgestellt
werden können. Zu diesem Zweck ist die Einrichtung getroffen, daß sämtliche Übertragungs-
und Zwischenräder auf den Achsen 21, 25 und 26
auf einem abschwenkbaren Rahmen
29 gelagert sind, der um eine Achse 34 verschwenkbar ist. Im abgeschwenkten Zustand
werden die Übertragungsräder durch Sperrollenhebe123, 28, 52 und 57 in ihrer jeweiligen
Lage gesichert. Sämtliche Zahlentrommeln des Summenzählers auf der Achse
30 sind in einem zweiten abschwenkbaren Rahmen 31 gelagert,. welcher ebenfalls
um die Achse 34 verschwenkbar ist. Zur Zurückstellung der auf der Achse ii angeordneten
Typenrollen wird der .Rahmen 29 abgeschwenkt, wodurch die Summen- und Zehnerübertragungsräder
auf der Achse 21 außer Eingriff mit den entsprechenden Zahnrädern der Typenrollen
für die Gebühren 19, 41 und 42 auf der Achse ii kommen, so--daß letztere frei beweglich
sind und in an sich bekannter Weise zurückgestellt werden können. Der Rahmen 29
ist zu diesem Zweck mit einem Arm 35 versehen, der auf dem Ende 36 eines Schalthebels
38 aufliegt, der um die Achse 37 verschwenkbar ist. Durch Betätigung dieses Hebels
38, etwa durch das an sich vorhandene Antriebsmittel einer Aufzeichenvorrichtung,
wird die Verschwenkung des Rahmens 29 bewirkt. Zur Entsperrung der im Rahmen 31
auf
der Achse 3o angeordneten Zahlentrommeln kann der Rahmen 3o für sich allein verschwenkt
werden, etwa durch eine Taste o. dgl., wodurch die Zahlentrommeln 33 außer Eingriff
mit den ihnen zugeordneten Übertragungsrädern und Zehnerübertragungsrädern kommen
und damit frei beweglich werden, so daß sie in an sich bekannter Weise, etwa durch
eine Herzkurvenrückstelleinrichtung, für sich zurückgestellt werden können. Zur
Rückstellung der Typenrollen io und 1q. sowie des Antriebsrades 43 werden die Sperrollenhebel2o
und 46 für sich gesondert abgehoben.