DE68531C - Wägevorrichtung für Fahrzeuge - Google Patents
Wägevorrichtung für FahrzeugeInfo
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01G—WEIGHING
- G01G19/00—Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups
- G01G19/08—Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups for incorporation in vehicles
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach der vorliegenden Erfindung wird die Ladung von Fahrzeugen, insbesondere von
Eisenbahngüterwagen durch eine an dem Wagen befindliche Wägevorrichtung in der
Weise gewogen, dafs die Wagenplattform mittelst hydraulischer Druckvorrichtung etwas von
dem Rädergestell abgehoben wird und der Druck sich auf den Wägemechanismus überträgt.
..
Die Erfindung ist auf den beiliegenden
Zeichnungen in zwei Ausführungen in Fig. 1 bis 11 und Fig. 1 a bis ioa dargestellt.
Die erste Einrichtung ist in Fig. 1 in Oberansicht, in Fig. 2 im Längenschnitt, in Fig. 3
in Vorderansicht gezeigt. Fig. 4 zeigt die Wägevorrichtung in gröfserem Mafsstabe und
Fig. 5 bis 11 veranschaulichen die Einzelheiten in nach den Linien 5-5, 6-6, γ-γ u. s. w. geführten
Schnitten.
Ueber den Rädergestellen B ruht abhebbar
die Plattform A des Wagens. Mit dieser sind die Druckcylinder G starr verbunden, wie
Fig. ίο zeigt. Die Waagehebel sind ferner dergestalt unter der Plattform angeordnet,
Fig. 6, 7 und 12, dafs das obere Ende der in den Druckcylindern bewegten Kolben G1
den Hauptwaagebalken E und E1 als Stütze
dient. Es sind vier (oder mehr) Druckcylinder mit ebenso vielen Hauptwaagebalken EE1 angeordnet
und diese sind wieder mit je einem Waagehebel F bezw. F^, welcher bei f1 an
der Plattform aufgehängt ist, durch die Zugstangen E^ verbunden. Die Waagebalken FF1
legen sich mit ihren freien Enden f auf die von den Rädergestellen getragenen Stützplatten b,
sobald die Vorrichtung in Thätigkeit tritt. Dies geschieht, sobald man die Pumpe J mittelst
eines Handhebels in Thätigkeit setzt. Das aus dem Behälter J2 angesaugte Wasser tritt dann
durch die Druckleitungen H in die Cylinder G und hebt die Kolben G'. Dadurch werden
die Hauptwaagebalken E gehoben und durch die Veränderung der Lage der Stütze e2 ändern
auch die bisher entlasteten Schneiden e1/3 ihre
Lage, so dafs sich die Enden / des Hebels F auf die Stützen b legen, worauf schliefslich die
Plattform A durch den Hebel F gehoben wird und auf den Schneiden F1 ruht. Alsdann
spielen die Waagebalken EE1 und FjF1 nach
Mafsgabe der Belastung, wobei der Ausschlag der Hebel E durch die Hebel D2D1, wie
Fig. 7 links und Fig. 8 zeigen, eine Drehung der Welle D veranlassen. Die Welle D ist
mit dem Waagehebel C ausgerüstet, welcher ein Laufgewicht oder eine Waageschale trägt.
Es wird dann in bekannter Weise das Gleichgewicht hergestellt.
Die Schneiden sind sämmtlich so angeordnet, dafs sie bei abgestellter Vorrichtung
nicht gegen ihre Pfannen drücken.
Die Hängeeisen F2 für die Hebel F bezw. F1
sind zweitheilig, wie Fig. 7 und 11 zeigen, und die beiden Theile sind durch einen Bolzen
f1 gelenkig mit einander verbunden. Dadurch
wird eine geringe seitliche Bewegung des Aufhä'ngepunktes möglich gemacht und ein
sicheres Auflegen der Schneiden f auf die Stützpfanne b gewährleistet, was anderenfalls
durch Erschütterungen des Wagens vereitelt werden könnte. Wichtig ist ferner die Einrichtung,
dafs die Kolben G1 der Druckcylinder G nur um ein bestimmtes Stück aufwärts
gehen können. Zu diesem Zweck besitzen die Kolben G1 Querschlitze, Fig. 7, durch welche
mit den Cylindern verbundene Stangen g hindurchgehen. Beim Einstellen der Wägevorrichtung
läfst sich diese also, nachdem sie in die richtige Stellung gebracht ist, nicht weiter
bewegen. Es ist aufserdem in der Zweigleitung J3, Fig. 4 und 5, ein Sicherheitsventil
angeordnet, welches man beim Abstellen der Wägevorrichtung öffnet, um das Druckwasser
in den Behälter J2 zurückfliefsen zu lassen.
Um die Arbeitsweise der Wägevorrichtung recht, deutlich zu veranschaulichen, ist in
Fig. 12 a und 13 die Wägevorrichtung schematisch
in beiden Stellungen, aufser Betrieb (Fig. 12a) und beim Wägen (Fig. 13), dargestellt,
wobei von allem Nebensächlichen abgesehen ist.
Die Theile sind übereinstimmend mit den Fig. ι bis 11 benannt. Auf die Seitenbalken B
des Wagenrahmens legen sich beim Wägen die Schneiden der kurzen Arme der Hebel F
auf, die fest mit der Plattform verbunden sind. Die längeren Hebelarme F sind durch die
Stangen 2?2 mit den kürzeren Armen der Hebel E verbunden, die ihre Stützpunkte auf den
Kolben der Cylinder G haben, und ihre längeren Arme sind durch die Stange D2 mit
dem Wägemechanismus C verbunden. Auf die Ausführung des letzteren kommt es hier
nicht wesentlich an und kann sie von der beschriebenen Art abweichen. Das Hebelwerk
ist, wie aus Fig. 1 hervorgeht, viermal vorhanden. Wird nun behufs Ausführung einer
Wägung mittelst der Handpumpe OeI in die
Cylinder geprefst, so heben die Kolben die Schneiden der Hebel E und dadurch werden
die Hebel F gedreht, so dafs die Schneiden der letzteren sich auf die Waagebalken B
stützen und der Obertheil des Wagens schliefslich vom Untertheil abgehoben wird. Der Aufwärtsgang
der Kolben wird in- der beschriebenen Weise begrenzt und durch ein oder mehrere Sicherheitsventile J3 wird die Ueberschreitung
eines bestimmten Druckes in den Cylindern verhütet. Das Gewicht des Wagenobertheiles
ruht beim Wägen auf den Hebeln E F, welche die Last auf den Wägemechanismus
C übertragen; durch die entsprechende Belastung des letzteren wird die Gleichgewichtslage
herbeigeführt, und aus dieser Belastung des Wägemechanismus ergiebt sich das zu bestimmende
Lastgewicht.
• Die zweite Ausführung der Erfindung ist in Fig. ι a im Grundrifs, in Fig. 2 a in Seitenansicht
dargestellt. Fig. 3 a bis ja. stellen die
Wägevorrichtung in Ansicht und Schnitten dar. Fig. 8 a zeigt das Sicherheits- und Ablafsventil,
Fig. 9a und ioa bilden Schnitte durch die Druckcylinder.
Bei dieser Construction wird die Plattform des Wagens durch die vier Druckkolben C3
in den Cylinder C, Fig. ioa, gehoben, wobei das Druckwasser mittelst der durch Handhebel
E* bethätigten Pumpe E durch die Leitungen
D zugeführt wird. Die Uebertragung der Last auf die Waagebalken geschieht in
diesem Falle durch das Druckwasser, indem dieses durch die Kolben C 3 in die Leitungen
Gl und nach den vier Cylindern G, Fig. 9, gedrückt wird, so dafs die in letzteren
spielenden Kolben g gegen die Schneiden hl
der Waagebalken H gedrückt werden.
In den Cylindern C sind die Kammern C1,
Fig. ioa, vorgesehen, in welche die kleinen Ventile C2 eingesetzt sind; diese werden durch
die Federn c2 aufwärts gedrückt, während die Kolben C3 gehoben werden. Es wird dadurch
das Druckmittel abgesperrt, sobald die Kolben um eine bestimmte Höhe gehoben sind. Auf diese Weise werden die vier Kolben
gleichmäfsig hoch gehoben. Beim Inbetriebsetzen der Pumpe wird sich zunächst die leichte Ecke des Wagens heben, bis der
Zuflufs der Flüssigkeit durch das Ventil in der beschriebenen Weise abgesperrt wird. Sodann
wird die noch schwerere Ecke in derselben Weise gehoben und so weiter, bis schliefslich
die schwerste Ecke gehoben ist. Ist dies erreicht, so läfst sich die Pumpe nicht weiter
bethätigen, was dem Arbeiter die Beendigung der Arbeit anzeigt.
Mit den Cylindern C sind vier andere Cylinder
G durch die Leitungen G* dergestalt verbunden, dafs die Druckflüssigkeit nach Mafsgabe
der Belastung die Kolben g empordrückt. Diese wirken auf den unter der Plattform befestigten Wägeapparat, mit dem dann
die Last sich in bekannter Weise durch Verschieben des Gewichtes auf dem Waagebalken
bestimmen läfst.
Von dem Rohr D läuft zum Behälter F neben der Pumpe ein Zweigrohr E3, in dem
sich ein Sicherheitsventil E*, Fig. 8 a, befindet,
um zu hohen Druck zu vermeiden. Dieses Ventil kann durch ein Handrad oder einen Hebel geöffnet werden, wodurch die Flüssigkeit
aus den Cylindern in den Behälter zurückfliefst, wenn die Wägung beendet ist.
Damit die Schwingungen des Wagenkastens auf den Rädern nicht die Rohrverbindungen
zu sehr beanspruchen und undichte Stellen veranlassen, werden die Röhren durch Kugelgelenke
mit einander vereinigt.
Die Waagehebel H und / ruhen mittelst Schneiden h und i in Ständern Gs G6 und
sind in der Mitte durch ein Gelenk H1 mit
einander verbunden; der Hebel J ist mit dem Waagebalken durch ein Gelenk J1 verbunden.
Wird die Flüssigkeit in die Cylinder gepumpt, so heben die Kolben g in den Cylindern
G zunächst diese Hebel, welche alsdann die Schneiden hlil heben. Dann legen
sich die Schneiden h i gegen die oberen Seiten der unteren Löchei in den Ständern G5 Ge,
und bei noch weiterer Aufwä'rtsbewegung der Hebel HJ kommen die Schneiden h2 i2 mit
jenen Seiten der Löcher in dem Gelenk H1 in Berührung, die einander am nächsten liegen.
Die Schneide i3 legt sich alsdann an die obere Seite des unteren Loches im Gelenk J1 an
und drückt dieses nach aufwärts, bis sich die untere Seite des oberen Loches an die
Schneide j1 an dem Waagebalken J anlegt und
letzteren so lange hebt, bis die Schneide j mit der oberen Seite des oberen Loches im Ständer
G5 in Berührung kommt. Ist dies geschehen , so sind alle Theile der Waage in
Wirksamkeit. Das Wägen selbst wird durch Anhängen von Gewichten und Verschieben derselben auf dem Waagebalken in der bekannten
Weise durchgeführt. Der Waagebalken J liegt mit seiner Schneide j in den in
den oberen Enden der Ständer G5 angebrachten Löchern. Sein vorderes Ende geht durch eine
Oeffnung im oberen Ende des Ständers G6 und wird dadurch gehalten.
In ihrer Anwendungsart unterscheidet diese Wägevorrichtung sich nicht von der zuerst
beschriebenen Ausführungsart (Fig. ι bis 13).
Die Arbeitsweise läfst sich am besten aus Fig. ι a erkennen. Wird mittelst der Handpumpe
Flüssigkeit in die Cylinder C3 gepumpt, so heben die Kolben die unmittelbar darauf
ruhende Last. Der in den Cylindern herrschende Druck wird durch Nebenleitungen D auf die
hydraulische Waage (Fig. 7a) übertragen, die dann durch die entsprechende Belastung ins
Gleichgewicht gebracht werden mufs. Es ist also hier die Hebelübertragung durch eine hydraulische
Druckleitung ersetzt. Die Einrichtungen Fig. 8 a bis ι ο a sorgen auch hier in
der beschriebenen Art für Begrenzung der Kolbenwege und verhindern die Ueberschreitung
einer bestimmten Druckgrenze.
_ Die Pumpe und der Flüssigkeitsbehälter sind bei beiden Constructionen unmittelbar neben dem Waagebalken angeordnet. Sie können jedoch auch an einem anderen Punkte, z. B. auf der Lokomotive, angebracht werden, und statt OeI kann eine andere Flüssigkeit oder Luft zur Verwendung kommen.
_ Die Pumpe und der Flüssigkeitsbehälter sind bei beiden Constructionen unmittelbar neben dem Waagebalken angeordnet. Sie können jedoch auch an einem anderen Punkte, z. B. auf der Lokomotive, angebracht werden, und statt OeI kann eine andere Flüssigkeit oder Luft zur Verwendung kommen.
Claims (2)
1. Eine Wägevorrichtung für Fahrzeuge, bei welcher die Plattform von dem Rädergestell
dadurch abgehoben und die Last dadurch von den Schneiden der einen Waagehebel (F) getragen wird, dafs die
Drehpunkte für die zweiten Hebel (E) in ihrer Lage in Bezug auf die Plattform veränderlich
sind, indem dieselben mittelst der an der Plattform befestigten Druckcylinder (G)
gehoben werden, wobei die Kolben (G1) in ihrer höchsten Stellung durch einen Anschlag
(g) gehalten werden (Fig. 1 bis 11).
2. Die Abänderung der unter 1. gekennzeichneten Construction, dahingehend, dafs die
Hebung der Plattform unmittelbar durch 'Druckcylinder (C) geschieht, welche mit
den Cylindern (G) zur Bethätigung der Wägevorrichtung durch Druckleitungen verbunden
sind, wobei die Hebecylinder durch ein Sperrventil (C1) von der Druckquelle
abgesperrt werden, sobald die Kolben ihre höchste Lage einnehmen (Fig. ia bis iia).
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE68531C true DE68531C (de) |
Family
ID=342067
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT68531D Expired - Lifetime DE68531C (de) | Wägevorrichtung für Fahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE68531C (de) |
-
0
- DE DENDAT68531D patent/DE68531C/de not_active Expired - Lifetime
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