DE185C - Hydraulische Maschine mit durchgehender Kolbenstange und zwei Flaschenzügen zum Drehen von Lokomotiv-Drehscheiben - Google Patents

Hydraulische Maschine mit durchgehender Kolbenstange und zwei Flaschenzügen zum Drehen von Lokomotiv-Drehscheiben

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DE185C
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piston rod
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hydraulic machine
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Description

1877.
Klasse 20.
. APEL in ELBERFELD.
Hydraulische Maschine mit durchgehender Kolbenstange und zwei Flaschenzügen zum Drehen
von Locomotiv-Drehscheiben.
Patentirt im Deutschen Reiche vom io. August 1877 ab.
Bei der auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellten Maschine ist das Wasser die treibende Kraft. Es ist angenommen, dafs hydraulischer Druck, welcher mittelst eines Accumulators erzeugt wird, zur Verfügung steht. Bei einem Druck von 30 kg pro qcm würden die auf den Zeichnungen angegebenen Mafsstäbe für die verschiedenen Figuren für eine zum Drehen einer Locomotiv - Drehscheibe bestimmte Maschine passen.
Die hydraulische Maschine besteht aus einem Cylinder, einem Kolben mit durchgehender Kolbenstange, zwei vierfachen Flaschenzügen, zwei Schieberkasten mit je einem Hohlschieber, der Steuerung, zwei Nothventilen, den Gradführungen für die Kolbenstange, zwei Absperrventilen und den erforderlichen Ein- und Ausströmungsrohren.
Der Cylinder ist an beiden Enden mit Deckeln, mit je einer Stopfbüchse zum Durchlassen der Kolbenstange, zu verschliefsen und erhält an jedem Ende einen Rohrstutzen, welche zur Einimd Ausströmung des Wassers gleichzeitig dienen und je mit einem sogenannten Nothventile versehen sind. Der Kolben ist auf Blatt III Fig. 5 und 6 gezeichnet; derselbe "wird aus zwei Kolbenkörpern mit je einer Kolbenstange zusammengesetzt. Die Dichtung desselben erfolgt durch sogenannte Ledermanschetten, welche sich durch den Druck des Wassers selbst dichten, und eine Lederumlage.
Die beiden vierfachen Flaschenzüge sind auf die Weise hergestellt, dafs an jedem Ende der Kolbenstange ein gufseiserner Bock A B (Blatt I) mit je zwei Kettenrollen und an den beiden Enden der Fundamentgrube ebenfalls je ein gufseiserner Bock CD mit je zwei Kettenrollen angebracht sind, um welche eine Kette gelegt wird. Die Gradführung der Kolbenstange mit den an jedem Ende derselben angebrachten Rollenpaaren erfolgt auf beiden Seiten durch je zwei Führungsstangen und an den gufseisernen Böcken A und B angebrachten Augen.
Die Ein- und Ausströmung des Wassers in und aus dem Cylinder wird, wie auf Blatt II ersichtlich ist, durch die an den beiden Enden des Cylinders angebrachten Schieberkasten mit je einem Hohl.schieber und einem Steuerungshebel regulirt.
Die beiden Absperrventile sind in der Ein- und Ausströmungsrohrleitung eingeschaltet, um event, bei Ausführung von Reparaturen an der Maschine, den Zudrang des Wassers verhindern zu können.
Zum Drehen einer Locomotiv - Drehscheibe dient eine Kette, welche, wie aus der Disposition zur Aufstellung der hydraulischen Maschine, Blatt ΠΙ, Fig. 1 und. 2, ersichtlich ist, von dem linken Ende der Fundamentgrube, wo dieselbe befestigt ist, ausgehend, der Reihe nach um folgende Rollen gelegt wird: Die obere Rolle im Bock A, die obere Rolle im Bock C, die untere Rolle im Bock A, die untere Rolle im Bock C, um zwei Leitrollen nach einer unter der Locomotiv-Drehscheibe anzubringenden Kettenrolle, um welche dieselbe einmal geschlungen wird, sodann wieder der Reihe nach um zwei Leitrollen, die untere Rolle im Bock D, die untere Rolle im Bock B, die obere Rolle im ' Bock D, die obere Rolle im Bock B nach der rechten Seite der Fundamentgrube, woselbst die Kette ihre zweite Befestigung findet.
Die Bewegung der Locomotiv-Drehscheibe wird bewirkt, indem man das aus dem Accumulator kommende Wasser in den Cylinder eintreten, läfst, z. B. auf der rechten Seite; der Kolben wird sodann nach links geschoben, der rechte Flaschenzug auseinander gezogen und, indem sich die Kette auf der unter der Drehscheibe anzubringenden Kettenrolle abwickelt, die Drehscheibe gedreht, ohne dafs die horizontalen und verticalen Schwankungen der Drehscheibe hindern.
Die umgekehrte Bewegung wird hervorgerufen, indem man das Druckwasser auf der linken Seite in den Cylinder eintreten läfst, das benutzte Wasser wird dabei gleichzeitig auf der anderen Seite aus dem Cylinder gedrückt.
Die Kette mufs dabei jederzeit straff angezogen sein, was dadurch ermöglicht wird, dafs an den beiden Befestigungspunkten derselben je eine Vorrichtung zum Nachziehen vorgesehen ist.
Zur Sicherung der Maschine sind aufserdem an derselben die beiden Stangen α α, Blatt I Fig. i, mit je einer Knagge b angebracht. Die beiden gufseisernen Böcke A und B stofsen am Ende des Hubes an eine Knagge b an, ziehen den Steuerungshebel zurück und verhindern die
weitere Einströmung des Wassers. Sollte trotzdem durch Stöfse etc. das in dem Cylinder noch verbleibende Wasser stärker geprefst werden, als der Druck in der Einströmungsrohrleitung beträgt, so tritt das Wasser aus dem Cylinder durch die vorhin erwähnten Nothventile in die Einströmungsrohrleitung zurück.
Auf Blatt III, Fig. 3 und 4, ist ferner die für eine Locomotiv-Drehscheibe erforderliche Ausrückvorrichtung der unter dieselbe anzubringenden Kettenrolle gezeichnet, welche ermöglicht, dafs die Locomotiv-Drehscheibe auf die gewöhnliche Weise gedreht werden kann, falls Wasserdruck nicht vorhanden und die hydraulische Maschine aufser Thätigkeit gestellt ist. Diese Ausrückvorrichtung besteht darin, dafs unter die Drehscheibe eine Scheibe E geschraubt wird, welche bei c eine Verzahnung erhält; die aus zwei Theilen anzufertigende Kettenrolle F erhält bei d ebenfalls eine Verzahnung, welche in die vorstehende eingreift, wenn die Kettenrolle gehoben und aufser Eingriff kommt, wenn dieselbe gesenkt wird.
Das Heben und Senken der Kettenrolle erfolgt durch Bewegung des Hebels e, indem vier andere Hebel f, welche mit Rollen versehen sind, unter die Kettenrolle greifen. Die bleibende Stellung der Kettenrolle wird durch Feststellung des Hebels e bewirkt.
Die im Vorstehenden beschriebene hydraulische Maschine wird in eine Fundamentgrube gestellt, worüber, wenn es nöthig ist, die Geleise gelegt werden können; nur der Steuerungsbock mit Hebel steht aus der Fundamentgrube hervor. Die Kette kann an den Stellen, wo dieselbe durch' die Erde geführt werden mufs, durch gufseiserne Rohre laufen.
Die hydraulische Maschine kann in jeder Gröfse, je nach dem Zweck der Verwendung und der zu leistenden Arbeit angefertigt, ebenso, wie zum Drehen von Drehscheiben, auch zum Bewegen von Schiebebühnen mit geringem Hub u. s. w. benutzt werden, ferner können bei derselben auch Flaschenzüge mit einem anderen Uebersetzungsverh'altnifs, je nachBedarf, zur Anwendung kommen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DE000000000185DA 1877-08-09 1877-08-09 Hydraulische Maschine mit durchgehender Kolbenstange und zwei Flaschenzügen zum Drehen von Lokomotiv-Drehscheiben Expired - Lifetime DE185C (de)

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  • 1877

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