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Einrichtung zur Störungsmeldung in Rohrpostanlagen Die Erfindung betrifft
solche Einrichtungen zur Störungsmeldung in Rohrpostanlagen, die am Anfang und am
Ende des zu überwachenden Streckenabschnitts Rohrkontakte zum Steuern von Zeitschaltmitteln
halben, die bei Überschreiten der normalen Fahrzeit eine Störungsmeldung veranlassen.
Fährt also eine Büchse länger, als dieser Fahrzeit entspricht, oder bleibt sie im
Rohr, dann wird der Zeitschalter tätig, um anzuzeigen, daß die Anlage nicht richtig
arbeitet. Eine zweite Büchse, die der ersten noch im Rohr befindlichen nachgeschickt
wird, bleibt ohne Einfluß auf den Zeitschalter, weil dieser noch von der ersten
Büchse her tätig ist, um deren Fahrt zu überwachen. Die Fahrt solcher zweiten Büchse
und jeder anderen, die nachgeschickt wird, solange die erste Büchse noch im Rohr
ist, wird also nicht überwacht.
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Es kann sich auch fügen, daß die abgesandte zweite Büchse gerade dann
den Zeitschalter einschaltet, wenn die das Rohr verlassende Büchse ihn ausschaltet.
Die Folge ist, daß der Zeitschalter dem Bestreben der ersten Büchse zuwider weiterläuft
und daher eine Störungsanzeige veranlaßt, ohne daß eine Störung vorhanden ist. Diese
beiden Nachteile sind darin begründet, daß die Büchsen bei ihrem Eintritt in das
Rohr denselben Stromkreis beherrschen wie bei dhrem Austritt.
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In der neuen Einrichtung wird jede von mehreren Büchsen überwacht,
die zur selben Zeit im Fahrrohr sind. Hierfür schaltet jede Büchse, die in das Fahrrohr
gelangt, ein Relais ein, das zu einer Reihe von Relais gehört, die entweder je einen
Zeitschalter anlassen oder nacheinander einen ihnen gemeinsamen Zeitschalter beeinflussen.
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Die neue Anordnung kann zugleich so ausgebildet sein, .daß die Schaltvorgänge,
welche durch die Büchsen an jedem Ende des Fahrrohres eingeleitet werden, einander
nicht in der angegebenen Weise stören, z. B. aufheben können.
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Die Erfindung ist im folgenden an zwei Beispielen erläutert. Abb.
i ist ein Schaltbild eines der Beispiele, Abb. 2 ein Schaltbild des anderen.
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Die Schaltung der im folgenden genannten Teile ergibt sich aus der
Zeichnung. Der gezeichnete Zustand der Schaltmittel ist der ihrer Ruhe.
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In der Abb. i bezeichnet F ein Fahrrohr mit einem Sender S und einem
Empfänger E. Der Sender S hat einen Kontakt k, der Empfänger E einen Kontakt k'.
Diese Kontakte
stehen unter der Wirkung der Büchsen. Ferner bedeutet
G ein verzögert ansprechendes Relais mit einem Kontakt g, 117 das Triebwerk eines
Schrittschalters mit einem Kontaktarm m. Rbis R5 sind Relais zeit je zwei Kontakten
r1, r,', r., r.', r3, rg usw. Gezeigt sind nur die Relais R1, R3, Rr,. R@
und R4 sind ebenso geschaltet wie diese Z1 bis Z5 sind Zeitrelais mit je zwei Kontakten
z1, zi, z2, z2 usw: Auch hier sind nur die Relais Z1, Z3, Z5 gezeichnet.
S bedeutet ein Relais mit drei Kontakten s, s', s". N bezeichnet das Triebwerk eines
Schrittschalters mit einem Kontaktarm n, H eineTaste, W einen Wecker,
L eine Lampe.
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Die Einrichtung nach Abb. z wirkt in folgender Weise: Eine Büchse,
die in den Sender S gesteckt wird, schließt den Kontakt k vorübergehend. Hierdurch
spricht über k, g, m das Relais R, an, das in dem Stromwege z1', r1 erregt
bleibt und mit dem Kontakt ri das Zeitrelais Z1 einschältet.
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Nach dem Relais R1 spricht über k das Relais G an. Der Kontakt g schaltet
mithin das Triebwerk M ein. Der Arm in wird hierdurch auf den nächsten Bankkontakt
gerückt. Das Relais G wird stromlos, sobald die Büchse den Kontakt k freigibt. Der
Kontakt g kehrt dann also in den gezeichneten Schaltzustand zurück.
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Wenn die Büchse das Rohr F durch den Empfänger E verläßt, schließt
sie den Kontakt k' vorübergehend. Das Triebwerk N wird daher ein- undwieder ausgeschaltet,
so daß der Arm n auf den nächsten Bankkontakt gelangt.
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Die Zeit, nach welcher das Relais Z1 anspricht, ist etwas länger als
die Zeit, in der eine Büchse das Rohr F durchfahren soll. Das gilt auch-von jedem
der Relais ZZ bis Z5: Wenn diese Fahrzeit innegehalten wird, liegt der Kontakt z1,
den das ansprechende Relais Z1 schließt, nicht mehr in Reihe mit dem Arm n, weil
die Büchse diesen beim Verlassen des Rohres weitergerückt hat. Das Ansprechen des
Relais Z1 hat mithin nur die Wirkung, daß der Kontakt zl' das Relais R1 und daher
der Kontakt ri das Relais Z1 stromlos macht. Wenn aber die Büchse nicht oder erst
nach dem Ansprechen des Relais Z1 ausfährt, trifft der sich schließende Kontakt
z1 auf den Arm n, da dieser nicht weitergerückt ist. Der Kontakt z1 schaltet infolgedessen
über yt das Relais S ein. Dieses bleibt über s, H unter Strom und schaltet mit den
Kontakten s'; s" den Wecker W und die -Lampe L ein, so daß angezeigt
wird, daß die Büchse noch im Rohr, die Anlage also irgendwie gestört ist.
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Unter dem Einfluß einer zweiten Büchse, die während der Fahrt der
ersten Büchse in das Rohr F gelangt, werden nacheinander die Relais R.>, G, Z. in
gleicher «'eise tätig wie vorher die Relais .R" G, Z1, ebenso unter dem Einfluß
einer :dritten Büchse die Relais R3, G, Z3 usf., so daß jede Büchse in ihrer Fahrt
überwacht wird.
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Mittels der Taste H kann das Relais S ausgeschaltet werden, so daß
die Zeichengeber W, L stromlos werden.
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In Abb. 2 sind Teile, die :den in Abb. I gezeigten gleichen; mit den
dort benutzten Bezugszeichen versehen. Außerdem bedeuten Ri bis RS eine Gegenwicklung
der Relais R1 bis R5, P ein Relais mit einem Kontakt p, D ein Relais mit
drei Kontakten d, d', d", Q das Triebwerk eines Schrittschalters mit einem
Kontaktarm q, A ein Relais mit einem Kontakt a, B ein Relais mit zwei Kontakten
b, b', C ein Relais mit einem Kontakt c. t bezeichnet einen Selbstunterbrecherkontakt
des Triebwerks Q, q' einen Kontakt, den das Triebwerk Q mittels seiner Welle beherrscht,
U ein Relais mit einem Kontakt tc. Die Relais A, B, C sind für verzögerten
Abfall ihres Ankern eingerichtet.
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Die Anordnung nach Abb. 2 wirkt in fol-Bender Weise: Eine Büchse,
die in das Fahrrohr gelangt, schließt wie in der Anordnung nach Abb. i den Kontakt
k vorübergehend. Hierdurch spricht über k, g; na das Relais R1 an; das sich
mittels des Kontaktes r1 erregt -hält. Der Kontakt r1' schließt daher den Stromkreis
des Relais U; so daß der Kontakt zi über c dos Relais A einschaltet. Der Kontakt
a schließt infolgedessen den Stromkreis des Relais 13 und mithin der Kontakt b den
Stromkreis des Relais C. Infolge des Ansprechens des Relais C schaltet der Kontakt
c da:s Relais A wieder aus, so daß der Kontakt a den Stromkreis des Relais B und
mithin der Kontakt b den Stromkreis des Relais C verzögert unterbricht. Der Kontakt
c schaltet infolgedessen das Relais A wieder ein usf. Die Relaiskette.-1, ß, C bewirkt
so mittels des Kontaktes b',. daß das Triebwerk Q tätig wird und hierdurch den Arm
q schrittweise nach der Wicklung des Relais S hin bewegt. Nach dem Relais R, spricht
über k auch das Relais G an, so .daß der Kontakt g das Triebwerk ,1I einschaltet,
der Arm m mithin auf den nächsten Bankkontakt gerückt wird. Das Relais G wird stromlos,
sobald die Büchse den Kontakt k freigibt. Der Kontakt g kehrt dann also in den gezeichneten
Schaltzustand zurück.
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Wenn die Büchse das Fahrrohr verläßt, schließt sie den Kontakt k'
vorübergehend. Das Triebwerk N wird daher ein- und wieder ausgeschaltet, so daß
der Arm ?z auf den nächsten Bankkontakt ,gelangt. Das Relais P wird hierdurch über
n, Ri , r1 tätig. Der Kontakt p schältet infolgedessen das Relais D ein; das sich
mittels des Kontaktes d erregt hält.
Der Kontakt d' schaltet
daher das Relais U
aus, so daß der Kontakt zc die Relais A, B, C abschaltet.
Diese kehren daher in ihren Ruhezustand zurück. Zugleich schaltet der Kontakt
d" über den Selbstunterbrecherkontakt t
das Triebwerk Q ein.
Dieses bringt denArm q in die gezeichnete Stellung, zurück. Der Kontakt q' wird
hierdurch geöffnet, das Relais D also stromlos. Da der Strom, welcher das Relais
P erregt, auch durch die Wicklung R1' fließt, kehrt das Relais R, in seinen Ruhezustand
zurück.
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Die Zeit, in welcher der Arm q die Wicklung des Relais S erreicht
hätte, ist etwas länger als die Zeit, in der eine Büchse das Fahrrohr durchlaufen
soll. Bleibt die Büchse im Rohr oder fährt sie langsamer, als sie fahren soll, dann
schaltet der Arm q über d"
das Relais S ein. Dieses hält sieh mittels
des Kontaktes s erregt und schaltet mit dem Kontakt s', s" den . Wecker TV und die
Lampe L ein, um die Störung anzuzeigen.
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Es soll jetzt der Fall betrachtet werden, wo mehrere Büchsen in solchen
Abständen in das Fahrrohr gelangen, daß sie dort eine Reihe bilden.
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Die erste Büchse leitet den beschriebenen Vorgang ein, setzt also
die Relaiskette A, B, C in Tätigkeit, so daß derArm q nach derWicklung des Relais
S hin bewegt wird. Die zweite Büchse schaltet mittels des Kontaktes k das Relais
R. ein, weil die erste Büchse den Armin in der beschriebenen Weise weitergerückt
hat. Das Relais R= hält sich mittels des Kontaktes r, erregt. Der Kontakt r,' wird
zwar geschlossen, hat aber noch keinen Einfluß auf die Relais A, B, C, weil
diese noch von der ersten Büchse her tätig sind.
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Wenn die erste Büchse .das Rohr verläßt, schaltet sie mittels des
Kontaktes k' das Triebwerk N vorübergehend ein. Der Arm n macht infolgedessen
einen Schritt. Hierdurch fließt ein Strom über ri, Rl', ia, P, so daß das
Relais R, stromlos wird und das Relais P anspricht. Der Kontakt p schließt dabei
den Stromkreis des Relais D. Der Kontakt d"
schaltet mithin über den
Selbstunterbrecher t (las Triebwerk Q ein, welches infolgedessen den Arm q in die
.gezeichnete Stellung zurückbringt. Sobald diese erreicht wird, wird der Kontakt
q' geöffnet, so daß (las Relais D stromlos wird. Der Kontakt d' kehrt mithin in
den ezeichneten Schaltzustand zurück. Dies hat,' weil (las Relais R.= erregt, der
Kontakt r.,' also geschlossen ist, die Wirkung, (laß (las Relais U wieder anspricht,
der Kontakt ic initliiii die Relaislette A, ß, C wieder anschaltet. Die Relais A,
B, C beginnen also von neuem zu arbeiten.
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Bei der Ankunft der zweiten Büchse wird der Schrittschalter A", ;i
wieder tätig, (las Relais R,_ daher aberregt, weil seine Wicklung R2' unter Strom
kommt, ferner in der für R1 beschriebenen `leise das Relais P eingeschaltet und.
infolgedessen auch das Relais D erregt, so daß der Schrittschalter Q,-q in die Ruhelage
zurückgebracht wird. Die gleichen Vorgänge spielen sich ab, wenn durch eine dritte
Büchse das Relais R3, durch eine vierte das Relais R4 und durch eine fünfte das
Relais R, eingeschaltet wird. Sowohl in der Einrichtung nach Abb. i als auch in
der nach Abb. a können also zur selben Zeit fünf Büchsen im Fahrrohr sein.