DE68365C - Prefsluftbahn mit ununterbrochenem Betrieb - Google Patents
Prefsluftbahn mit ununterbrochenem BetriebInfo
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- DE68365C DE68365C DENDAT68365D DE68365DA DE68365C DE 68365 C DE68365 C DE 68365C DE NDAT68365 D DENDAT68365 D DE NDAT68365D DE 68365D A DE68365D A DE 68365DA DE 68365 C DE68365 C DE 68365C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61B—RAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B61B13/00—Other railway systems
- B61B13/12—Systems with propulsion devices between or alongside the rails, e.g. pneumatic systems
- B61B13/122—Pneumatic systems
Landscapes
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- Escalators And Moving Walkways (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Die Erfindung hat den Zweck, den Betrieb von pneumatischen Bahnen continuirlich gestalten
zu können; d. h. ein jedesmaliges Verschliefsen des Abfahrtsrohres soll hierbei Unnöthig
werden, so dafs die einzelnen Züge, Wagen, oder bei kleineren Bahnen Kapseln, in
ganz kurzen Zeitintervallen abgelassen werden können.
In dem durch die Zeichnung veranschaulichten Falle ist eine pneumatische Personenbeförderung
zur Darstellung gelangt. Die Züge, bestehend aus je einem Wagen, bewegen sich in jeder der ,beiden Richtungen in je einem
Rohr, welches meistens unterirdisch, ebensowohl auch überirdisch ausgeführt und aus Eisentheilen
sowohl wie aus Mauerwerk gebaut sein kann.
In der Nähe der Stationen sind die beiden Fahrrohre, dasjenige für die abfahrenden Züge,
das Abfahrtsrohr, und auch dasjenige für die ankommenden Züge, das Ankunftsrohr, recht
sorgfältig genau, und zwar etwas enger ausgeführt als auf freier Strecke, so dafs dort der
einzelne Wagen mit einer Abdichtung fast die Rohrwandungen berührt. Der Wagen ist daher
als ein in der Nähe der Stationen ziemlich gut dichtender, auf freier Strecke weniger gut abdichtender
Kolben zu betrachten. Auf diesen Kolben wirkt unmittelbar die als Triebkraft dienende Luft, und zwar im Abfahrtsrohr zum
Zweck der Beschleunigung des Wagens, im Ankunftsrohr zum Zweck der Verzögerung, also
zum Bremsen.
In Fig. ι ist ein Verticalschnitt durch das eine Geleise einer Durchfahrtsstation dargestellt.
Die Wagen kommen von rechts an und fahren nach links wieder ab. Bevor ein ankommender
Wagen die offene Station erreicht, mufs er für einen oder mehrere nach ihm ankommende
Wagen am Ankunftsrohr als Verschlufs desselben gedient haben; erst dann gelangt er an den
offenen Bahnsteig, wo das Aus- und Einsteigen stattfindet, und tritt darauf in das Abfahrtsrohr,
um auch hier~wieder, bevor dieser Wagen selbst abgelassen wird, für einen oder mehrere Vorgänger
als Verschlufs des Abfahrtsrohres zu dienen. Dies ist der Grundgedanke der vorliegenden
Erfindung. Die Einrichtung wird hiernach leicht verständlich sein.
Eine Kette ohne Ende kk, Fig. 1, wird
durch eine anderweitig angetriebene Kettentrommel A mit der gewünschten Geschwindigkeit
in die durch Pfeile bezeichnete Bewegung versetzt. Im Ankunftsrohr rechts legt sich die
Kette in eine auf dem Wagen befindliche Gabel oder andere Mitnehmervorrichtung und führt
die Wagen über die offene Station in das Abfahrtsrohr, wo sich die Kette wieder von dem
Wagen abhebt. Das Aus- und Einsteigen kann auf den Stationen während dieser beliebig
langsam zu gestaltenden Fahrt bewirkt oder dadurch ermöglicht werden, dafs man zeitweilig
die Bewegung der Kette k k ganz unterbricht. Bei einer Einrichtung für Güter- oder
Briefbeförderung würde das Ent- und Beladen analog erfolgen.
Durch die lebendige Kraft des ankommenden Wagens wird die Luftsäule zwischen diesem
und dem an die Vorgänger bereits herangeschobenen Wagen im Ankunftsrohr verdichtet.
Durch Kanäle α α von entsprechend engem Querschnitt und mit entsprechenden Abständen
unter einander oder auch durch enge,
cfer Länge nach im Fahrrohr befindliche Schlitze
tritt die verdichtete Luft in einen Sammelkanal K, welcher einerseits mit einem ent-1
sprechend belasteten Luftausgleicher B mit veränderlichem Rauminhalt, ähnlich den bekannten
Gasbehälterglocken, und andererseits mit dem Abfahrtsrohr durch enge Kanäle b b oder durch
lange Schlitze in Verbindung steht. In diesen Sammelkanal K, welcher sich in der Nähe der
Station befindet, mündet aufserdem eine Zuleitung C für höher gespannte Luft, durch
welche die Verluste an Luftdruck und Luftmenge unter Anwendung von Strahldüsen ersetzt
werden. Der Kanal K mündet in das Abfahrtsrohr links ,ein, so dafs die im Ankunftsrohr vor den ankommenden Wagen mehr oder
weniger verdichtete Luft ohne Aufenthalt ihren Weg in das Abfahrtsrohr fortsetzt, um hier mit
Hülfe der frisch zugeführten Prefsluft die Wagen im Abfahrtsrohr weiter zu treiben.
Fig. 2 zeigt im kleineren Mafsstabe die Anordnung einer Kopfstation. Das Geleise geht,
aus dem Ankunftsrohr kommend, durch eine Schleife nach dem Abfahrtsrohr zurück, denselben
Weg machen die Wagen, welche auf diesem Wege wieder durch die Kette ohne Ende mit einer dem jeweiligen Verkehr entsprechenden
Geschwindigkeit nach dem Abfahrtsrohr zurückgeführt werden. Der Luftausgleicher B mit veränderlichem Rauminhalt
und die Luft- und Druckergänzung mittels Zuführung von Prefsluft C und die Verwendung
der bei der Ankunft verdichteten Luft für die Abfahrt ist dieselbe, wie bei Fig. ι beschrieben
ist.
Aus dieser Fig. 2 ist recht klar ersichtlich, wie die Luftsäule in den Fahrrohren ununterbrochen
in Bewegung bleibt; ein Theil dieser Luft wird zum Zwecke der Bremsung der
Wagen verdichtet, gelangt aber immer wieder in das Abfahrtsrohr, während nur ein geringer
Theil der Luft durch den undichten Verschlufs des Fahrrohres durch die Wagen nach dem
offenen Bahnsteig entweicht. Eine derartige Bahn bildet gewissermafsen ein Luftgestänge,
aus welchem die einzelnen Wagen zum Zwecke des Aus- und Einsteigens ausgeschaltet und
zum Zwecke der Fortbewegung wieder eingeschaltet werden.
Da die ankommenden Wagen aus dem Luftgestänge wegen der gröfseren Anzahl enger
Verbindungskanäle α α oder Verbindungsschlitze (Fig. ι und 2) des Ankunftsrohres mit dem
Sammelkanal K nach und nach, also allmälig ausgeschaltet werden, so kommen dieselben
auch allmälig zur Ruhe. Umgekehrt erfährt ein abfahrender Wagen wegen der. engen Verbindungskanäle
b b auch nur eine allmälige Beschleunigung.
Wie sich das Gesammtbild einer derartigen, nur zwei Kopfstationen habenden Bahn gestaltet,
erhellt am besten aus der schematis'chen Darstellung Fig. 3. Auf freier Strecke haben
die Wagen w w eine gröfsere Geschwindigkeit, also auch gröfseren Abstand, während sie in
der Nähe der Stationen sich immer mehr einander nähern. Aus dem Ankunftsrohr tritt die
Luft nach und nach in den innen liegenden Luftkanal über, während sich hierbei die
Wagen einander nähern und in ununterbrochener Folge über die aüfsen liegend gezeichnete
Schleife von der Kette ohne Ende über die Station wieder in das Abfahrtsrohr geführt werden, wo die Wagen dann wieder
von dem Luftstrom nach und nach eine gröfsere Geschwindigkeit erhalten.
■ In Fig. 4 ist in Seitenansicht, Horizontal schnitt und Querschnitt ein Wagen, wie er sich
für die Personenbeförderung eignen würde, dargestellt. Da bei Anordnung der Bahnsteige
zwischen den Geleisen nur an einer Seite ein- und ausgestiegen wird und die Wagen sich
nur nach einer Richtung bewegen, ist eine Längsseite völlig für Sitze frei. Um die
Wendeschleifen und scharfen Bahnkrümmungen leicht befahren zu können, sind zwei Achsen
des Wagens zu einem Drehgestell vereinigt und nur die eine Achse ist am Wagen starr gelagert.
In Fig. 5 ist in gröfserem Mafsstabe eine Mitnehmervorrichtung, wie sie sich für eine
gewöhnliche Kette eignen würde, dargestellt. Für andere Zugorgane würde die Mitnehmervorrichtung
eine entsprechende Abänderung erfahren müssen. Die Mitnehmervorrichtung ist am hinteren Ende des Wagens um einen waagrechten
Bolzen drehbar gelagert und wird durch ein Gegengewicht g in senkrechter Stellung
gehalten. Auf diese Weise ist es möglich, dafs der Wagen, auch wenn bereits die Kette in
der Gabel liegt, sich nach dem vorangehenden Wagen im Ankunftsrohr nähern kann, und
sind so Lücken in der Wagenfolge auf den Stationen vermieden.
Da sich der Wagen nur in einer Richtung bewegt und andererseits keine gekuppelten
Züge gebildet werden sollen, so ist ein" Buffer am Vordertheil des Wagens ausreichend, am
Hintertheil ist für den Stofs des geraden Buffers eine gekrümmte Erhöhung gebildet.
Gegenüber den bisherigen Beförderungsmitteln bietet dieser Bahnbetrieb die denkbar
gröfste Sicherheit. Entgleisungen sind, da die Betriebsmittel, Wagen, die Fahrrohre fast völlig
ausfüllen, unmöglich. Ein Auflaufen der Wagen kann nicht oder doch nur nach und nach stattfinden, da sich zwischen den Wagen
immer eine Luftsäule befindet, die nur langsam zwischen Fahrrohr und Wagen entweichen
kann. Man kann daher der im Fahrrohr befindlichen Luftsäule eine hohe Geschwindigkeit
geben und die Wagen in kurzen Zeiträumen
von 7 bis 8 Secunden einander folgen lassen,
ohne eine Gefahr für die Sicherheit des Betriebes. Ein Signalwesen ist nicht erforderlich.
Bei einem Fassungsvermögen der einzelnen Wagen von 24 Personen und einer Wagenfolge
von 7 Secunden würden in einer Stunde
60-60-24 .
= ca. 12300 Personen in jeder
= ca. 12300 Personen in jeder
Richtung befördert werden können. Dafs der Betrieb trotz der Luftreibung in den Fahrröhren
namentlich bei kurzen, stark benutzten Strecken sich verhältnifsmäfsig billig stellen
wird, erhellt aus dem Vergleich mit den gewöhnlichen Eisenbahnen. Der bei Lokomotivbahnen
auftretende Widerstand der Luft, die todte Last der Lokomotive und die Energieverluste
durch Reibungsbremsen fallen bei der hier beschriebenen Einrichtung gänzlich fort,
ebenso das gesammte Signalwesen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Prefsluftbahn mit ununterbrochenem Betrieb, bei welcher auf das Transportgeräth, Wagen w w, direct einwirkende Luft als Antrieb- und Bremsmittel dient, gekennzeichnet durch die Anordnung eines durch vorangegangene oder nachfolgende Transportgeräthe (Wagen w w) selbst gebildeten Verschlusses der Fahrrohre gegen die atmosphärische Luft an den Stationen, sowie durch die Verbindung des Ankunfts- und Abfahrtsrohres durch einen Luftkanal K, durch welchen die Luft ihre Bewegung vom ersteren Fahrrohr nach dem letzteren fortsetzt, während die Transportgeräthe (Wagen w w) der Einwirkung dieser Luftbewegung entzogen sind, zu dem Zwecke, die Transportgeräthe in sehr kurzen Zeiträumen einander folgen lassen und damit einen sehr regen Verkehr bewältigen zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE68365C true DE68365C (de) |
Family
ID=341910
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT68365D Expired - Lifetime DE68365C (de) | Prefsluftbahn mit ununterbrochenem Betrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE68365C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3612848A1 (de) * | 1986-04-16 | 1987-10-22 | Klaue Hermann | Magnetbahn-transportanlage fuer personen-kabinen und gueterbehaelter |
-
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- DE DENDAT68365D patent/DE68365C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3612848A1 (de) * | 1986-04-16 | 1987-10-22 | Klaue Hermann | Magnetbahn-transportanlage fuer personen-kabinen und gueterbehaelter |
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