DE683061C - Herstellung photographischer Schichttraeger aus Cellulosederivaten - Google Patents

Herstellung photographischer Schichttraeger aus Cellulosederivaten

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DE683061C
DE683061C DEI46681D DEI0046681D DE683061C DE 683061 C DE683061 C DE 683061C DE I46681 D DEI46681 D DE I46681D DE I0046681 D DEI0046681 D DE I0046681D DE 683061 C DE683061 C DE 683061C
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esters
cellulose
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ester
mixtures
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/76Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
    • G03C1/795Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers the base being of macromolecular substances

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Herstellung photographischer Schichtträger aus Cellulosederivaten Es ist bekannt, bei der Verarbeitung von Celluloseestern, -äthern oder anderen. Cellulosederivaten für Lackzwecke, für Deckschichten, wie Kunstleder, oder für plastische Massen Ester von Fettsäuren als Weichmacher zu verwenden. So sind z. B. schon gemischte Ester von Fettsäuren mit mehrwertigen Alkoholen, wie Glycerin, zur Herstellung von Deckschichten oder einzelne Vertreter aus der Reihe der Fettsäuren in Form ihrer Cyclohexylester, wie Cyclohexylpalmitat oder Cyclohexyloleat, für Lackzwecke verwendet worden. Schließlich war es auch bekannt, Gemische von Kokosfettsäuren mit Cyclohexanol oder Methylcyclohexanol zu verestern und diese Gemische für Lackkompositionen zu verwenden.
  • Diese Produkte haben teilweise gegenüber anderen Weichmachungsmitteln, wie sie beispielsweise als Kampferersatzstoffe verwendet werden und welche auf Nitrocellulose lösend oder gelatinierend wirken, eine auf Celluloseester nicht lösende bzw. fällende Wirkung. Für den Ausfall der mechanischen Eigenschaften von Filmen, insbesondere Kinofilmen, ist es als wesentlicher Vorteil erkannt worden, statt eines die Nitrocellulose lösenden Zusatzstoffes ein nicht lösendes Mittel als Weichmacher zu verwenden. Durch die Verwendung von solchen Fällern wird beispielsweise die Lebensdauer der Filme, d. h. die Zahl der Vorführungen im Projektionsapparat, beträchtlich verlängert bzw. die mit dieser Laufzeit parallel gehende Pendelhammerzahl erhöht. Im allgemeinen drückt sich diese Qualitätsverbesserung auch in einer erhöhten Dehnung und Knitterzahl aus. Dies trifft sowohl für Nitrocellulosefilme als auch für solche aus organischen Estern der Cellulose zu, wie Celluloseacetat, Cellulosebutyrat, sowie auf Mischester, wie Cellulosenitroacetat, Celluloseacetobutyrat usw.
  • Es wurde nun gefunden, daß bei der Herstellung photographischer Schichtträger unter den Fällern sich besonders Ester der Gemische von Fettsäuren gut als Weichmachungsmittel eignen, soweit diese keinen Geruch oder doch nur schwachen Geruch aufweisen. Geruchlose oder geruchschwache Gemische von Fettsäureestern können; hergestellt werden aus Fettsäuregemischen, von denen die Fettsäuren mit weniger als 8 Kohlenstoffatomen und mit mehr als 1q. Kohlenstoffatomen abgetrennt worden sind.
  • Als Ausgangsmaterial können in der Hauptsache verseifte Pflanzenfette, insbesondere Kokosöl oder Palmkernöl, verwendet werden, oder es können auch die Gennische an Fettsäuren, die bei der Oxydation von Paraffinen mit Luft oder mit Oxydationsmitteln als Oxydationsprodukte entstehen, benutzt werden.
  • Aus diesen Materialien können die Weichmachungsmittel gemäß der Erfindung durch Veresterung des Fettsäuregemisches mit einem passenden aliphatischen Alkohol gewonnen werden. Die Weichmachungsmittel müssen vor 'ihrer Verwendung von nieder:: molekularen, mehr öder weniger stark rrp,-' chenden Anteilen und von den höhermolekü-o Laren, zu kräftig fällend wirkenden Anteilen befreit werden, da sie sonst zur Herstellung von photographischen Schichtträgern ungeeignet sind. Die Abtrennung der niedermolekularen, stark riechenden Anteile und der höhermolekularen Anteile kann entweder vor oder nach der Herstellung der Ester der Fettsäuren. aus dem Gemisch erfolgen.
  • Die vorzüglichen mechanischen Eigenschaften von photographischen Schichtträgern aus Celluloseestern mit den beanspruchten Gemischen von Fettsäureestern als Weichmacher sind bisher noch nicht erkannt worden.
  • Die Weichmachungsmittelgemische eignen sich sowohl für Filme aus Cellulosenitrat als auch für solche aus organischen Celluloseestern, insbesondere Celluloseacetat, Cellulosenitroacetat, Celluloseacetobutyrat, Cellulosebutyrat und anderen technisch verwertbaren Celluloseestern. Es ist klar, daß nicht alle Estergemische, ohne Rücksicht auf den zum Verestern verwendeten Alkohol, für jeden Celluloseester oder für jedes Celluloseestergemisch eine gleiche und übereinstimmende Wirkung aufweisen. Durch Versuche läßt sich leicht feststellen, welcher Alkohol bei Veresterung des Fettsäuregemisches zu verwenden ist, um einen Weichmacher zu erhalten, der für Filme aus einem bestimmten Celluloseester oder Celluloseestergemisch die beste Wirkung aufweist und den Film geschmeidig und widerstandsfähig gegen mechanische Beanspruchung macht.
  • Unter den Estern derFettsäuregemische sind im allgemeinen die Ester von höhermolekularen Alkoholen, z. B. der Amylalkohol des Kokosfettsäuregemisches, gut brauchbar. Methylester oder Äthylester eignen sich nicht; auch Cyclohexanolester und andere Ester cyclischer Alkohole sollen nach der Erfindung nicht verwendet werden.
  • Es hat sich gezeigt, daß die Verwendung von Gemischen der Fettsäureester einer solchen von bisher benutzten Estern aus isolierten, chemisch einheitlichen, langkettigen Fettsäuren wesentlich überlegen ist. Dies erklärt sich daraus, daß die fällende Wirkung von Estern langkettiger Fettsäuren auf Celluloseester besonders groß ist und deshalb die Ausscheidung des Cellulosederivates aus den verdunstenden Lösungsmitteln bei Verwendung von einem einheitlichen, hochmolekularen Fäller zu plötzlich eintreten würde. Dadurch wird der Film leicht trübe, und gar weiß. Bei Verwendung eines Gemisches von Fällern verschiedener Fällwirkung, aus dem die Ester von Fettsäuren über 1q. C-Atomen ausgeschieden sind, tritt die Ausscheidung A r langsam und allmählich ein, wodurch ein _'.@. be- oder Weißwerden des Films vermie-`den- und die physikalischen Daten, besonders die Knitterzahl und die Dehnung, verbessert werden können.
  • Als Beispiel für die Herstellung von Estergemiscl-,en aus aliphatischen Fettsäuren mit mindestens 8 und höchstens 1q. Kohlenstoffatomen und aliphatischen einwertigen Alkoholen wird die Herstellung von KokosfettsÄureamylester im nachfolgenden beschrieben: 5 kg käufliches Kokosöl werden mit 2,8 kg 38prozentiger Natronlauge durch Vermischen unter Rühren bei gewöhnlicher Temperatur verseift, bis eine steife, nicht mehr rührfähige Masse entsteht. Diese feste Masse ist das Natronsalz der Kokosfettsäuren. Aus diesem Salz werden mit 1,53 kg konz. Schwefelsäure, welche in 31 Wasser gelöst wird, die Fettsäuren in Freiheit gesetzt. Die unlöslichen Fettsäuren werden von der in der Hauptsache Schwefelsäure und Natriumsulfat enthaltenden Mutterlauge getrennt und mehrmals mit Wasser gut ausgewaschen, bis alle anorganischen Salze und Säuren entfernt sind. Das so gereinigte und sorgfältig getrocknete Fettsäuregemisch wird bei 14 mm Druck der fraktionierten Destillation unterworfen und alle Anteile, die unter i 7o' C (r4. mm) sieden, als Vorlauf abgetrennt. Der bei 1q. mm Druck zwischen 170 und i 8o° C siedende Anteil ist das gesuchte Säuregemisch, das die Säuren von 8 Kohlenstoffatomen an enthält und die Säuren über 1q. Kohlenstoffatomen ausschließt, wie leicht aus der Verseifungszahl und der Säurezahl der niedrigst- und höchstsiedenden Anteile errechnet werden kann.
  • Die Veresterung des Säuregemisches mit Amylalkohol geschieht in bekannter Weise und führt zu einem geruch- und farblosen Estergemisch, das für das Verfahren der Erfindung benutzt werden kann. Wenn im nachfolgenden Beispiel von Kokosfettsäureamylester die Rede ist, dann ist damit das Gemisch des Amylesters aus den zwischen 170 und 18o° C (1q. mm) siedenden Fettsäuren des KOkOSÖls zu verstehen.
  • Beispiel: 2o Teile Nitrocellulose mit 12,2 11'p Stickstoff werden in ioo Teilen eines Gemisches von 8 Teilen Aceton und 2 Teilen Äthylalkohol gelöst und unter Zusatz von 2 Teilen Kokosfettsäureamylester in bekannter Weise zu einem Film von 0,13o mm Dicke vergossen. Wird dieser Film im Schopperschen Dynamometer zerrissen, im Schopperschen Celluloidfalzer geknittert und im Schopperschen Pendelhammer zerschlagen, so erhält man Werte, welche denen. eines gleichen Films, der statt des Kokosfettsäureamylesters den üblichen Kampfer (ro °/o) enthält, überlegen sind. ,
    Zusatz Bruchlast Dehnung Knitterzahl imSPend ll@amlmer
    k@ " kg cm cm3
    1o % Kokosfettsäureamylester . . . . . . . . . ioi 30 82 266
    io °/o Kampfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ioo 24 43 130

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Herstellung photographischer Schichtträger aus Cellulosederivaten unter Verwendung von Weichmachern, dadurch gekennzeichnet, daB als Weichmacher Gemische von aliphatischen einbasischen Fettsäuren mit mindestens 8 und höchstens 14 Kohlenstoffatomen in Form ihrer Ester mit aliphatischen einwertigen Alkoholen verwendet werden.
DEI46681D 1933-03-04 1933-03-04 Herstellung photographischer Schichttraeger aus Cellulosederivaten Expired DE683061C (de)

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BE401736D BE401736A (de) 1933-03-04
DEI46681D DE683061C (de) 1933-03-04 1933-03-04 Herstellung photographischer Schichttraeger aus Cellulosederivaten
FR769485D FR769485A (fr) 1933-03-04 1934-03-01 Procédé de fabrication, au moyen de dérivés de la cellulose, de supports pour couches photographiques
US713770A US2071462A (en) 1933-03-04 1934-03-02 Film
GB6985/34A GB426023A (en) 1933-03-04 1934-03-05 Manufacture of photographic supports from cellulose derivatives

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US2464784A (en) * 1945-08-09 1949-03-22 Gen Aniline & Film Corp Film forming solution of cellulose acetate

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GB426023A (en) 1935-03-26
BE401736A (de)
FR769485A (fr) 1934-08-27
US2071462A (en) 1937-02-23

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