AT134287B - Weichmachungsmittel für plastische Massen aus Cellulosederivaten. - Google Patents

Weichmachungsmittel für plastische Massen aus Cellulosederivaten.

Info

Publication number
AT134287B
AT134287B AT134287DA AT134287B AT 134287 B AT134287 B AT 134287B AT 134287D A AT134287D A AT 134287DA AT 134287 B AT134287 B AT 134287B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
parts
softeners
cellulose derivatives
cellulose
plastic masses
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Rhone Poulenc Sa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rhone Poulenc Sa filed Critical Rhone Poulenc Sa
Application granted granted Critical
Publication of AT134287B publication Critical patent/AT134287B/de

Links

Landscapes

  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Weichmachungsmittel fiir plastische Massen aus Cellulosederivaten. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 gemeinsam mit   andern Weichmachungsmitteln,   mit oder ohne Zusatz aller andern in diesen Industrien verwendeten Stoffe, wie Füllstoffe, Farbstoffe, Pigmente, Mittel   zum Unentzündbarmaehen u. dgL,   einverleibt werden. 



   Um die Ausführung des Verfahrens in der Praxis zu erläutern, werden folgende   Ausfiihrungs-   beispiele gegeben :
Beispiele :
1. In einem geschlossenen Behälter lässt man bei mässiger Temperatur 215 Teile   Paratoluolsulfamid   auf 210 Teile   Glykolchlorhydrin   in Gegenwart von 600 Teilen Wasser und 100 Teilen Ätznatron einwirken. Nach zwei Tagen Einwirkungsdauer lässt man die Masse erkalten und filtriert den Inhalt des Behälters. Auf dem Filter verbleibt eine kristallinische Masse, die in Wasser unlöslich, dagegen in Aceton, Chloroform und verschiedenen andern organischen Lösungsmitteln löslich ist. Mit einem Celluloseacetat, dem man 25   %   des so erhaltenen Erzeugnisses einverleibt hat, kann man biegsame Häutchen erhalten. 



   Anstatt das Rohprodukt direkt zu verwenden, kann man auch durch Reinigung der Kristalle das   Paratoluoldiäthylolsulfamid,   das den Hauptbestandteil der Masse bildet, ausziehen. Das gereinigte Produkt lässt sich ebenfalls gut mit dem Celluloseacetat verarbeiten. 



   2. Man mischt 85 Teile Paratoluolsulfamid mit 470 Teilen Natronlauge von 4-3   %   und leitet in das Gemenge bei gewöhnlicher Temperatur Äthylenoxyd ein, bis Sättigung erzielt ist. Man säuert dann mit Schwefelsäure an und giesst das sieh abscheidende, wenig gefärbte Öl ab. Dieses Öl lässt sich kristallsieren ; es stellt das rohe Paratoluolmonohydroxyäthylsulfamid dar, das in annähernd theoretischer Aus- 
 EMI2.1 
 (unter 0'3 mm Druck) und schmilzt gegen   46OC.   



   Wenn man dem   Celluloseaeetat   des Handels oder der   Äthylcellulose   die doppelte Gewichtsmenge des so erhaltenen rohen oder gereinigten Produktes einverleibt, so kann man sehr elastische Lacke erhalten. 



  Man kann es einer grossen Anzahl Cellulosederivaten, Estern oder Äthern, allein oder in   Mischung   mit andern Kampferersatzmitteln, Produkten, einverleiben. Es   lässt sich   insbesondere den primären Stoffen einverleiben, die man bei der Acetylierung der Cellulose erhält, und liefert dabei bei einem Zusatze von z. B.   50 % elastische Häutchen.   Es liefert ebenfalls hervorragende Ergebnisse bei den leicht 
 EMI2.2 
 



   Ein Kollodium aus 15 Teilen Celluloseacetat mit z. B.   61 % Essigsäure,   15 Teilen des vorstehend beschriebenen Produktes und 80 Teilen eines Chloroform-Alkohol-Gemenges oder eines andern geeigneten Lösungsmittels liefert nach der Verdunstung ein äusserst biegsames und widerstandsfähiges Häutchen. Die Gegenwart des beschriebenen Produktes in den plastischen Massen gestattet es, diesen Massen andere Produkte oder solche Mengen anderer Produkte einzuverleiben, wie sie bei Abwesenheit der neuen Stoffe nicht ertragen werden würden. 



   3. Man lässt ein Gemenge von 40 Teilen Benzolsulfamid, 74 Teilen Wasser, 67 Teilen Natronlauge von   360 Bé   und 41 Teilen Glykolmonochlorhydrin 5 Stunden lang am   Rückflusskühler   kochen. Es bildet   sieh   ein in kochendem Wasser und Aceton   lösliches   Öl, das hauptsächlich aus   Benzoläthylolsulfamid   besteht. 



   Dieser Körper bildet ein hervorragendes Kampferersatzmittel und lässt sieh vollständig dem Cellulosetriacetat und den   gewöhnlichen   Handelscelluloseacetaten sowie andern Celluloseestern oder - äthern einverleiben. Ein Kollodium, das z. B. 1 Teil   Äthylcellulose   und 1 Teil Benzoläthylolsulfamid gelöst in einem Gemische von 6 Teilen Äthylalkohol und 4 Teilen Benzol enthält, lässt nach Verdampfen ein glänzendes, widerstandsfähiges, elastisches   Häutchen   zurück, das von ganz ausserordentlicher Bieg-   samkeit   ist. Dieses Weichmachungsmittel kann man auch bei der Fabrikation von formbaren Massen aus   Celluloseäther   oder-estern verwenden. Man kann z.

   B. durch dessen Vereinigung mit Acetyloder   Äthylcellulose     gewünschtenfalls   Massen erhalten, die sich bei niedriger Temperatur ausspritzen lassen. 



   4. Wenn man im Beispiel 1 das   Paratoluolsulfamid   durch entsprechende molekulare Mengen ron   Monoäthylparatoluolsulfamid   ersetzt, so erhält man das   Paratoluoläthyläthylolsulfamid,   das ein   lervorragendes   Kampferersatzmittel darstellt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.3
AT134287D 1931-03-23 1932-01-16 Weichmachungsmittel für plastische Massen aus Cellulosederivaten. AT134287B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB134287X 1931-03-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT134287B true AT134287B (de) 1933-07-25

Family

ID=10022798

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT134287D AT134287B (de) 1931-03-23 1932-01-16 Weichmachungsmittel für plastische Massen aus Cellulosederivaten.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT134287B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT134287B (de) Weichmachungsmittel für plastische Massen aus Cellulosederivaten.
DE591366C (de) Weichmachungsmittel fuer Celluloseester und -aether
DE683061C (de) Herstellung photographischer Schichttraeger aus Cellulosederivaten
AT110542B (de) Massen, die Äther oder Ester von Cellulose enthalten.
DE639125C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten des Phloroglucins
DE920602C (de) Verfahren zur Herstellung quartaerer Ammoniumsalze von Aminoaethern von Di- oder Triphenolen
AT210565B (de) Röntgenkontrastmittel
DE486914C (de) Verfahren zur Herstellung eines Praeparates aus Ovarien und aehnlichen Organen
DE742671C (de) Trockenspinnverfahren zur Herstellung von Kunstfaeden aus Celluloseacetat
DE830825C (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Rutin
DE634285C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 2, 4-Dioxotetrahydropyridins
AT245175B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Ester der Dehydrocholsäure
DE747119C (de) Verfahren zur Herstellung einer von Verunreinigungen freien und besonders zur aeusserlichen Anwendung geeigneten Sulfanilamidverbindung
CH358078A (de) Verfahren zur Reinigung von Hecogeninacetat
DE839938C (de) Verfahren zur Herstellung neuer Dialkylamide von alkoxysubstituierten Benzoesaeuren
DE521721C (de) Verfahren zur Darstellung von Alkylcelluloseestern
DE619348C (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Diacetyl aus Holzessig oder anderen Diacetyl enthaltenden Gemischen
DE828551C (de) Verfahren zur Spaltung von racemischem threo-1-(4&#39;-Nitro-phenyl)-2-dichloracetylamino-propandiol-(1,3) in seine optischen Isomeren
DE537188C (de) Verfahren zur Darstellung von Aminoketoalkoholen
DE663586C (de) Verfahren zur Darstellung neuartiger Abkoemmlinge des 8-Oxychinolins
AT126160B (de) Verfahren zur Darstellung von Aminoketoalkoholen.
DE221889C (de)
DE1123438B (de) Roentgenkontrastmittel
DE542868C (de) Verfahren zur Herstellung von Celluloseacetobutyraten
AT151991B (de) Verfahren zur Darstellung von Polyoxy-leuko-triphenylmethanderivaten.