DE68305C - Verfahren und Vorrichtung, um Draht zur Herstellung von Drahtnägeln, Nieten u. dergl. absatzweise zu strecken - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung, um Draht zur Herstellung von Drahtnägeln, Nieten u. dergl. absatzweise zu streckenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21G—MAKING NEEDLES, PINS OR NAILS OF METAL
- B21G3/00—Making pins, nails, or the like
- B21G3/32—Feeding material to be worked to nail or pin making machines
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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Description
PATENTAMTS^
absatzweise zu strecken.
Bei den aus Draht in bisheriger Weise hergestellten Nägeln ist man in Bezug auf die
Kopf bildung insofern beschränkt, als nur eine bestimmte Länge des Drahtes noch mit Vortheil
zur Kopf bildung herangezogen und niedergeschlagen werden kann. Ueberschreitet man
dieses zulässige Mafs, so ist die Ueberanstrengung des Materials eine derartige, dafs bei der
Fabrikation oft unganze oder schiefe Köpfe fallen und die Köpfe der Nägel bei Verwendung
leicht abspringen. Auch das Verfahren, welches bei Nägeln mit besonders starkem
Kopf üblich ist und in einem doppelten Pressen des Drahtes (Platt- und Runddrücken) besteht,
verlangt eine gröfsere Beanspruchung des zur Herstellung des eigentlichen Nagels dienenden
Materials und ist bei normaler Kraftanwendung für den Nagelschaft nur auf eine geringe Länge
möglich.
Um eine correcte Kopfbildung unter möglichst geringster Inanspruchnahme des Drahtmaterials
zu ermöglichen, wird folgendes Verfahren und folgende Vorrichtung angewendet: Es wird Draht von einer Stärke verwendet,
welche gröfser ist als der Durchmesser des betreffenden Drahtstiftes., und es wird dieser
stärkere Draht zwischen zwei Klemmbacken an bestimmten Stellen festgeklemmt und der nun
zwischen diesen Backen festgeklemmte Drahttheil durch Vor- oder Rückwärtsbewegung der
Klemmbacken gezogen und dabei bezw. noch profilirt, also auf einen dünneren Durchmesser,
nämlich auf den Durchmesser des Drahtstiftes und das beabsichtigte Profil des Schaftes gebracht.
Der nicht durch die Klemmbacken gezogene, in seiner ursprünglichen Stärke verbliebene
Theil des Drahtes wird zur Bildung des Nagelkopfes verwendet, der in bekannter Weise in der Nagelmaschine hergestellt wird;
der gezogene Theil bildet den Schaft des Nagels.
Das neue Verfahren kann demgemäfs sowohl direct mit der Nagelmaschine ausgeführt oder
auch nur als Vorbereitungsverfahren für das betreffende, in der Nagelmaschine zu benutzende
Drahtmaterial verwendet werden. Es ist gekennzeichnet als eine periodenweis über einzelne
Theile des Drahtes verlaufende Zieharbeit, welche durch vor- und rückwärtsbewegte
und - dabei sich schliefsende und öffnende Haltetheile (Klemmbacken, Zangen u. s. w.) ermöglicht
wird und auf. den durch die geschlossenen Klemmbacken gezogenen Drahttheil
beschränkt bleibt.
Dieses periodenweis erfolgende Ziehverfahren, bei welchem zwischen je zwei gezogenen dünneren
Theilen des Drahtes ein stärkerer Drahttheil stehen bleibt, kann nun in verschiedener
Weise ausgeführt werden. Man kann fest stehende Klemmbacken (Ziehbacken) anwenden,
welche keine Längsbewegung erhalten, und den Draht durch dieselben eine Strecke hindurchziehen,
dann die Klemmbacken sich öffnen lassen, den Draht ein weiteres Stück frei
von der Wirkung der Ziehbacken hindurchtreten und darauf die Ziehbacken sich wieder
schliefsen lassen u. s. f. Oder ma'n kann dem Draht eine fortdauernde Längsbewegung von
aufsen und zugleich den Ziehbacken eine hin- und hergehende Bewegung ertheilen und bei
der Bewegung der Ziehbacken entgegengesetzt der Bewegungsrichtung des Drahtes dieselben
sich schliefsen und einen Theil des Drahtes ziehen und auf dünneren Durchmesser bringen
lassen, so dafs der gezogene Theil der Summe der Weglänge des Drahttransports und des
Weges, welchen die geschlossenen Ziehbacken machen, gleich ist. Nach diesem Weg der
geschlossenen Ziehbacken öffnen sich dieselben und gehen zurück, während der Draht frei
weiter geführt wird.
Es kann hierbei entweder die Geschwindigkeit, mit der der Draht läuft, gröfser sein als
die Geschwindigkeit, mit der die Ziehbacken bewegt werden, wobei der Unterschied beider
Wege die Länge des freien und keiner Ziehoperation unterworfenen Drahttheiles bestimmt,
oder es kann die Wirkung der Klemmbacken nicht plötzlich bei Beginn des Rückweges eintreten
und dieselbe verzögert werden , durch welche Verzögerung dann die Länge des zur Kopfbildung des Nagels dienenden Drahttheiles
bedingt wird.
Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung für den letzteren Vorgang dargestellt, während sich
auch das Verfahren in denkbar verschiedenster Weise duieh schwingende Hebel, durch rofirende
Ziehbacken u. s. w. ausführen läfst. In der dargestellten Vorrichtung mit hin- und hergehenden
Ziehbacken und dauernd und bestimmt bewegtem Draht ist nur das Wesentliche , die sich öffnenden und schliefsenden
Klemmbacken und ihre Anordnung auf dem durch Zugstange bewegten Schlitten A angegeben.
Auf dem Schlitten A1 welcher seine hin- und hergehende Bewegung von der Maschine
erhält, ist der Bügel B befestigt,, welcher die um die Zapfen C schwingenden Ziehbackenhalter
H trägt; diese tragen die Ziehbacken Z und nach unten die Stifte T, welche
die mit Schlitzen η versehene Zugstange G umfassen. Vor den Ziehbacken befindet sich die
Patrone P, durch welche der Draht geführt wird. . F ist eine Haltevorrichtung an der
anderen Seite des Drahtes, welche durch Hebel F1 geöffnet und geschlossen werden kann.
Die Wirkungsweise ist folgende: Der in punktirten Linien gezeichnete Draht D bewegt
sich in der Pfeilrichtung nach rechts mit einer bestimmten Geschwindigkeit, und die geöffneten
Klemmbacken stehen in der Stellung der Fig. 4, d. h. sie haben ihre gröfste Linksbewegung
durch den Schlitten A erhalten. Letzterer bewegt sich jetzt mit geöffneten
Klemmbacken nach rechts, und in seiner wei-, testen Rechtsstellung wird durch die Zugstange
G mittelst der Stifte T die Schliefsung der Klemmbacken bewirkt, welche nun, vom
Schlitten A nach links bewegt, eine Ziehwirkung
auf den eingeschlossenen Draht ausüben und ihn auf den dünneren Schaftdurchmesser
bringen. Ist der Schlitten A in seine Linksstellung gekommen, so öffnen sich die
Klemmbacken Z wieder und lassen bei der Rückbewegung den Draht frei zwischen sich
mit dem für das Kopfstück bestimmten Theil hindurchgehen, so dafs bei Schliefsung der
Ziehbacken dieser für den Kopf des Nagels bestimmte Drahttheil nicht mehr von den Ziehbacken
erfafst wird.
Eine Abänderung des Verfahrens besteht darin, dafs auch der für den Kopf des Nagels
bestimmte Drahttheil gezogen wird, aber nur auf einen stärkeren Durchmesser als der für
den Nagelschaft bestimmte Drahttheil. Es wäre dann das Verfahren folgendes: Die Ziehbacken
schliefsen sich ganz, und ein Stück des Drahtes wird hindurchgezogen, wobei es den
geringsten Durchmesser erhält, darauf öffnen sich die Klemmbacken ein wenig, und es wird
ein Stück Draht hindurchgezogen, welches eine geringere Ziehung erhält, also einen stärkeren
Durchmesser als der vorhergezogene Theil behält.
Claims (3)
1. Verfahren, um Draht zur Herstellung von Drahtnägeln, Nieten u. dergl. absatzweise
zu strecken, dadurch gekennzeichnet, dafs Draht von einer gröfseren Stärke als der
Nagelschaft auf einen für den Schaft bestimmten Theil unter Anwendung von Ziehbacken
gestreckt bezw. auch profilirt wird, während zur Bildung des Nagelkopfes der darauf folgende Theil des Drahtes frei durch
die geöffneten Ziehbacken geführt wird.
2. Eine Abänderung des durch Anspruch 1. geschützten Verfahrens, darin bestehend,
dafs die für den Kopf des Nagels oder der Niete bestimmten Drahtfheile einer geringeren
Ziehwirkung als die für den Schaft bestimmten Drahttheile ausgesetzt werden.
3. Eine Vorrichtung zur Ausführung des unter i. und 2. gekennzeichneten Verfahrens, gekennzeichnet
durch die Anordnung eines hin- und hergehenden Schlittens, auf welchem zwei Ziehbacken derart gelenkig gelagert
sind, dafs sie unter der Einwirkung einer einerseits mit diesen gelenkig verbundenen,
andererseits aufserhalb des Schlittens gelagerten Zugstange sich je nach der Bewegungsrichtung
des Schlittens öffnen oder schliefsen und somit den beständig fortbewegten Draht freigeben oder eine Ziehwirkung
auf denselben ausüben bezw. eine geringere oder stärkere Ziehwirkung vollziehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE68305C true DE68305C (de) |
Family
ID=341853
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT68305D Expired - Lifetime DE68305C (de) | Verfahren und Vorrichtung, um Draht zur Herstellung von Drahtnägeln, Nieten u. dergl. absatzweise zu strecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE68305C (de) |
-
0
- DE DENDAT68305D patent/DE68305C/de not_active Expired - Lifetime
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