DE682020C - Zelle zur Chloralkalielektrolyse - Google Patents
Zelle zur ChloralkalielektrolyseInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C25B9/17—Cells comprising dimensionally-stable non-movable electrodes; Assemblies of constructional parts thereof
- C25B9/19—Cells comprising dimensionally-stable non-movable electrodes; Assemblies of constructional parts thereof with diaphragms
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Description
Es ist bekannt, die Chloralkalielektrolyse mit Hilfe von großflächigen Diaphragmen bei
leerem Kathodenraum oder mit als Gasschirm ausgebildeten Kathoden bei gefülltem Kathodenraum
durchzuführen. Der Kathodenraum ist dabei durch eine in Form und Anordnung
besonders ausgebildete Kathode von dem darüberliegenden Anodenraum getrennt, jedoch so, daß bei Zellen mit elektrolytgefüll
tem Kathodenraum zwischen den rostförmig angeordneten stabförmigen Bauteilen geringe
Zwischenräume vorhanden sind, durch die eine Flüssigkeitsverbindung zwischen Anoden- und Kathodenraum besteht. So ist
ig z. B. bei Elektrolyseuren mit liegender Kathode
dieser Teil bekannterweise lose verschiebbar auf Schienen gelegt, wobei die Gasableitungsvorrichtung
auf der Oberseite der Kathode ohne Befestigung aufgebaut ist. Bei anderen Vorrichtungen zur Elektrolyse von
Alkalichloriden wurden schon Kathoden verwendet, die in Form von Streifen oder Stäben
mittels geschlossener oder an einzelnen Stellen aufgespaltener, stromdurchlässiger
Membranen eingehüllt sind. Man hat auch schon bei elektrolytischen Zellen zur Elektrolyse
von Alkalichloriden für den die Kathode umgebenden Gasschirm Hüllen oder Hülsen verwendet, die sowohl auf der Innen- als auch
auf der Außenseite mit nicht leitendem Material umgeben sind. Dabei handelt es sich,
wie auch bei den vorstehenden Einrichtungen um Zellen, die keine zusammenhängenden
Scheidewände aufweisen. Bei den bekannten Elektrolyseuren ist die Kathode als Gitter
oder Rost ausgebildet, wobei jeder Stab für sich von Diaphragmenhüllen umgeben ist, oder
die Kathode ist an Stelle eines Diaphragmenschlauches mit einem Mantel umhüllt, der
gasundurchlässig wirkt, dem Strom und der Flüssigkeit aber keinen iiennenswerteini Widerstand
entgegensetzt. Zellen, die derartige Gasschirme aufweisen, werden diaphragmenlose
Zellen genannt.
Diese für einen kontinuierlichen Betrieb geeigneten diaphragmenlosen elektrolytischen
Zellen sind jedoch in den Abmessungen ihrer Flächen begrenzt und weisen weiterhin den
Nachteil auf, daß zwischen den Bauteilen für die Kathode ungenützte Zwischenräume frei
bleiben.
Die vorliegende Erfindung stellt eine weitgehende Verbesserung der letztgenannten
Konstruktion dar.
Sie betrifft eine Zelle zur Chloralkalielektrolyse mit im wesentlichen waagerechter, im
Elektrolyten liegender Kathode und diese überdachenden Gasableitungen und ist dadurch
gekennzeichnet, daß ein über den ganzen Querschnitt der Zelle sich erstreckender,
in an sich bekannter Weise aus Asbest und Drahtnetz bestehender Gasschirm, z. B. durch
Kröpfung, so ausgebildet ist, daß Wasserstoffableitungskanäle entstehen und gleichzeitig
das über dem Drahtnetz angeordnete Asbestgewebe eine Spannung erfährt.
Damit wird der besondere Vorteil erreicht, daß nunmehr für die Chloralkalielektrolyse
geeignete Zellen ohne Diaphragma in der für
ίο . hoheLeistungen notwendigen Größe hergestellt
werden können. Gleichzeitig ist mit der erfindungsgemäßen Ausbildung der Kathode
eine zweckmäßige Befestigung und Anordnung des Asbestgewebes verbunden. In diesem
Falle ist das Drahtnetz zur besseren Anordnung des Asbestes mehrmals doppelt gekröpft,
wobei die Kröpfung des Drahtnetzes zur Festhaltung des Asbesttuches dient. Eine noch
weitergehende Sicherung des Asbestes gegen
ao seine Abhebung vom Drahtnetz kann durch
eine nachträgliche winkelige Biegung ■ der Kf öpfungsstelle des Netzes erzielt werden,
wobei im Querschnitt S-förmige Gebilde entstehen.
Im Elektrolyseur ist dieses Gasableitungsgebilde
oberhalb der Kathode angeordnet und gegen die Horizontale leicht geneigt. In diesem Falle können die Elektroden, insbesondere
die Kathoden, waagerecht angeordnet oder ebenso wie die Gasableitungsvorrichtung
geneigt sein. Man kann die Kathode auch mit der Gasabführungsvorrichtung baulich
vereinigen, indem man die Kathode, welche sonst drahtnetzförmig ausgebildet sein
kann, zur praktischen Anwendung der Erfindung in Schienenpaare unterteilt, die beiderseits
von den Doppelkröpfungen der Gasableitungsapparatur angeordnet sind und die Pressung für das Asbesttuch verstärken.
In der Fig. 1 der beigefügten Zeichnung
ist eine Ausführungsform der Erfindung im
Schnitt dargestellt. Die Zelle enthält zwei durch den Kanal 1 kommunizierende Räume 2
und 3 mit schrägem, zum Überlaufrohr 4 geneigtem Boden 5. Im kleineren links angeordneten
Raum 3 wird durch den Kanal 6 das an der Kathode entwickelte Wasserstoffgas,
welches bei 7 in diesen kleineren Raum eintritt, nach oben abgeleitet, während sich in
ihm gleichzeitig unten das gewonnene Ätzalkali sammelt. Auch ist die Stromzuleitung
zur Kathode 8 teilweise durch diesen Raum hindurchgeführt. Im rechten Raum befinden
sich die Elektroden, und zwar die drahtnetzförmige Kathode 8 unterhalb der neuen Gasableitungsvorrichtung,
welche aus dem Drahtnetz 9 und der Asbestauflage 10 besteht. Die Teile 8 bis 10 sind in Richtung von links
nach rechts, also in umgekehrter Weise wie der Boden S des Gefäßes, geneigt. Darüber
sind die verschiedenen oder auch eine einheitliche Anode 11 im gleichen Sinne schräg angeordnet.
Über ihnen sammelt sich das Chlorgas und kann bei 12 abgeleitet werden.
Fig. 2 und 3 stellen Querschnitte zweier Ausführungsformen der neuen Gasableitungsvorrichtung
dar. Diese Gasableitungsvorrichtungen ruhen in den dargestellten Beispielen auf der Kathode 8. Das gekröpfte
Drahtnetz 13 trägt dabei das Asbestgewebe 14, das mittels der Kröpfungen gespannt ist.
In Fig. 3 ist der gekröpfte Teil des Drahtnetzes 13 S-förmig gebogen, wodurch ein
festerer Halt geschaffen wird.
In Fig. 4 ist eine Abänderung dargestellt, bei welcher die Gasableitungsvorrichtung 13,
und Elektrode baulich vereinigt sind. Die Elektrode ist hier in Winkelleistenpaare 15
aufgestellt, die auf die Kröpfungsstellen 16 der Gasableitungsvorrichtung drücken und
somit den Halt des Asbesttuches verstärken.
Claims (4)
1. Zelle zur Chloralkalielektrolyse mit
im wesentlichen waagerechter im Elektrolyten liegender Kathode und diese überdachenden
Gasableitungen, gekennzeichnet durch einen über den ganzen Querschnitt der Zelle sich erstreckenden, in an sich
bekannter Weise aus Asbest und Drahtnetz bestehenden Gasschirm, der, z. B. durch Kröpfung, so ausgebildet ist, daß
Wasserstoffableitungskanäle entstehen und gleichzeitig das über dem Drahtnetz angeordnete Asbestgewebe eine Spannung
erfährt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem gekröpften
Teil des Drahtnetzes durch mehrfache, z. B. S-förmige Biegung ein besonders
hoher Grad von Formbeständigkeit gegeben ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine rostförmige
Kathode beiderseitig an den gekröpften Teilen des Drahtnetzes derart angeordnet ist, daß je zwei Nachbarelemente
des Kathodenrostes die Preßhalterung des Asbestgewebes sichern und ver-no
stärken.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
aus gekröpftem Drahtnetz und gespannt daran liegendem Asbestgewebe bestehende Gebilde auf der Kathode aufliegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT438009X | 1934-05-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE682020C true DE682020C (de) | 1939-10-06 |
Family
ID=11255336
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP70044D Expired DE682020C (de) | 1934-05-23 | 1934-09-29 | Zelle zur Chloralkalielektrolyse |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE682020C (de) |
| ES (1) | ES138370A1 (de) |
| FR (1) | FR790342A (de) |
| GB (1) | GB438009A (de) |
-
1934
- 1934-09-29 DE DEP70044D patent/DE682020C/de not_active Expired
-
1935
- 1935-05-22 FR FR790342D patent/FR790342A/fr not_active Expired
- 1935-05-23 GB GB15075/35A patent/GB438009A/en not_active Expired
- 1935-05-23 ES ES0138370A patent/ES138370A1/es not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES138370A1 (es) | 1935-09-01 |
| GB438009A (en) | 1935-11-08 |
| FR790342A (fr) | 1935-11-19 |
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