DE681696C - Verfahren zur Stabilisierung von Tetraaethylblei und tetraaethylbleihaltigen Antiklopfmittelgemischen - Google Patents
Verfahren zur Stabilisierung von Tetraaethylblei und tetraaethylbleihaltigen AntiklopfmittelgemischenInfo
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L1/00—Liquid carbonaceous fuels
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Description
- Verfahren zur Stabilisierung von Tetraäthylblei und tetraäthylbleihaltigen Antiklopfinittelgermischen Die in neuerer Zeit vielfach als Zusatz zu Motortreibstoffen verwendetenAntiklopfmittel, die als wirksamen Bestandteil Tetraäthylblei in Mischung mit anderen organischen Verbindungen enthalten, haben die uniangenehme Eigenschaft, sich bei längerer Lagerung im Licht langsam zur zersetzen. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, diese Neigung des Tetraäthylbleis zur Zersetzung dadurch zu unterbinden, daß d.en Antiklopfmitteln bzw. den diese enthaltenden Motortreibstoffen wasserlösliche Fluoride, insbesondere neutrales Alkalifluorid, in äußerst geringen Mengen (wenige Hundertstel Prozent) zugesetzt werden. Im allgemeinen genügt .die hiernach bereits vorgeschlagene äußerst geringe Zusatzmenge ,auch, um eine Zersetzung des Tetraäthylbleis, wenn es erst keinmal den Motortreibstoffen zugesetzt ist, zu verhindern. Während die für die Stabilisierung des Tetraäthylbleis erforderlichen Zusatzmengen an Alkalifluorid bei Zusatz zu den Motortreibstoffen ohne Schwierigkeit von dem letzteren aufgenommen werden, da :sie in den üblichen Motortreibstoffen in immerhin merkbarem Umfange löslich sind, ist dies jedoch beim reinen Tetraäthylblei bzw. den üblichen Mischungen dieses Stoffes reit anderen dampfdruckerniedrigend wirkenden organischen Verbindungen infolge der praktisch völligen Unlöslichkeit der Alkalifluoride im Tetraäthylblei nicht der Fall. Es werden vielmehr bei einfacher Zugabe :der nach dem früheren Vorschlag als ausreichend angesehenen Alkalifluoridrnengen zum Antiklopfmittel selbst infolge ungenügender Lösung der Zusatzstoffe bei Lagerung im Licht trotzdem Zersetzungserscheinungen beobachtet, die im weiteren Verlauf zum völligen Verderb der Mischungen führen.
- Es wurde nun gefunden, daß man eine Aufnahme von Alkalifluorid durch das Tetraäthylblei in der für die Stabilisierung des, letzteren erforderlichen Menge dadurch herbeiführen kann, da.ß man eine die Löslichkeitsgrenze im Tetraäthylblei überschreitende Menge von neutralen Alkalifluoriden längere Zeit, vorzugsweise bei erhöhter Temperatur, in dem flüssigen Tetraäthylblei bzw. seinen Mischungen mit anderen @dampfdruckerniedrigend wirkenden organischen Verbindungen in Verteilung hält. Auf diese Weise kann die Menge des möglicherweise in Form einer sich nur langsam bildenden Anlagerun;gsverbindung vom Tetraäthylblei gebundenen Alkalifluorids wesentlich, beispielsweise bis auf etwa. die zehnfache der - sonst' aufgenommenen Menge, gesteigert und damit eine praktisch vollständige Lichtbeständigkeit der Antildopfmittel, auch, dann, wenn sie längere Zeit für sich allein aufbewahrt werden, -erzielt werden.
- Zur Durchführung des Verfahrens. zur Stabilisierung von Tetraäthylblei bzw. der dieses enthaltenden Antiklopfmittel gemäß Erfindung kann auf verschiedene Weise vorgegangen werden. Günstige Ergebnisse werden bereits erzielt, wenn man die beiden miteinander zu vermischenden Stoffe längere Zeit (beispielsweise mehrere Stunden) miteinander schüttelt oder verrührt und ,das flüssige Antiklopfmittel von dem ungelöst gebliebenen Alkalifluorid alsdann durch Abhebern oder Filtrieren abtrennt. Noch bessere Ergebnisse werden erzielt, wenn man das Tetraäthylblei bzw. das Antiklopfmittel mit einem überschuß an Alkalifluorid ,am Rückflußkühler im Vakuum verkocht. Beispiele i. i ooo ccm. eines bekannten Antiklopfmittel-_gemisches, enthaltend 6o% Tetraäthylblei, 30% Dibromäthylen, io% Monochlornaphthalin, werden mit i o geines hälftiken Ge-,misches von Kalium- und Natriumfluorid unter einem Vakuum von io bis 15 mm bei q.o bis 5o' C am Rückflußkühler während i bis 2 Stunden verkocht und anschließend vom ungelösten Bodensatz abfiltriert. Die Flüssigkeit weist nunmehr einen Gehalt von o,o5 % Fluorid auf. Auch bei mehrmonatiger Lagerung im Licht sind an dem go behandelten. Antiklopfmittel Ausscheidungen infolge Zersetzung des Tetraäthylbleis nicht festzustellen.
- 2. iooo ccm -eines bekannten Antiklopfmittelgemisches,, enthaltend 6o% Tetraäthylblei, 30% D%brömäthylen und io% Mondchlornaphthalin, werden mit 5 g feinst pulverisiertem neutralem, wasserfreiem Kaliumfluorid versetzt und. meinem geeigneten Gefäß etwa 12 Stunden auf der Schüttelmaschine behandelt. Anschließend wird die Lösung von dem ungelösten Bodensatz abfiltriert. In der Flüssigkeit sind o,035 % Fluorid gelöst. Irgendwelche Ausscheidungen durch :eine Zersetzung des Tetraäthylbleis konnten selbst nach mehrmonatiger Lagerung nicht beobachtet werden. -3. iooo ccm Tetraäthylblei werden zusammen mit 15 g eines Gemisches aus. 8o Gewichtsteilen wasserfreiem Kaliumfluorid rund 2o Gewichtsteilen Natriumfluorid in ein. heizbares Schüttelgefäß eingebracht. In dem Gefäß wird ein Vakuum von etwa,2omm Quecksilber erzeugt und dann bei Temperaturen von 3o bis q.o° das eingebrachte Gemisch, q. Stunden kräftig geschüttelt. Anschließend wird die Lösung von dem ungelösten Bodenkörper abfiltriert. Das Tetraäthylblei weist nach dieser Behandlung einen Gehalt von o,03 % Kaliumfluorid auf. Nach mehrmonatiger Lagerung am. Licht sind in :dem stabilisierten Erzeugnis keine Zersetzungserscheinungen beobachtet worden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Stabilisierung von Tetraäthylblei und tetraäthylbleihaltigen Antiklopfmittelgemischen durch Zusatz von Alkalifluoriden,dadurch gekennzeichnet, daß man in ..diesen neutrale Alkalifluoride in die Löslichkeit übersteigenden Mengen längere Zeit, zweckmäßig , bei erhöhter Temperatur, in Verteilung hält und anschließend vom Ungelösten abtrennt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI53499D DE681696C (de) | 1935-10-26 | 1935-10-26 | Verfahren zur Stabilisierung von Tetraaethylblei und tetraaethylbleihaltigen Antiklopfmittelgemischen |
| BE417711D BE417711A (de) | 1935-10-26 | 1936-10-01 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI53499D DE681696C (de) | 1935-10-26 | 1935-10-26 | Verfahren zur Stabilisierung von Tetraaethylblei und tetraaethylbleihaltigen Antiklopfmittelgemischen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE681696C true DE681696C (de) | 1939-09-28 |
Family
ID=7193626
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI53499D Expired DE681696C (de) | 1935-10-26 | 1935-10-26 | Verfahren zur Stabilisierung von Tetraaethylblei und tetraaethylbleihaltigen Antiklopfmittelgemischen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE417711A (de) |
| DE (1) | DE681696C (de) |
-
1935
- 1935-10-26 DE DEI53499D patent/DE681696C/de not_active Expired
-
1936
- 1936-10-01 BE BE417711D patent/BE417711A/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE417711A (de) | 1936-11-30 |
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