-
Schreibmaschine Bei Schreibmaschinen, bei denen die Typen von drehbar
gelagerten Stangen getragen werden und am Ende eines langen Hubes mit hoher Geschwindigkeit
gegen das vor einer Walze liegende Papier schlagen, werden Erschütterungen erzeugt,
die ein sehr starkes Geräusch zur Folge haben. Um diese Geräusche zu vermeiden,
hat man bereits Gummifüße o. dgl. zwischen dem Gestell der Schreibmaschine oder
dem Schreibtisch oder der Unterlage angeordnet. Bei dieser Anordnung sitzt das Gestell
der Maschine mit sämtlichen in ihm gelagerten Teilen auf den Gummifüßen o. dgl.
auf, wodurch einerseits die Gummifüße infolge des hohen Gewichtes des Gestelles
und sämtlicher anderen Teile der Schreibmaschine stark zusammengepreßt werden und
dadurch ihre schwingungsdämpfende Eigenschaft in hohem Maße verlieren und andererseits
ein seitliches Schwingen des Gestelles nicht möglich ist.
-
Ferner hat man bereits vorgeschlagen, das ganze Schreibmaschinenwerk
einschließlich der Tasten, der Typenträger und der Schlitteneinrichtung in einem
Hilfsgestell zu lagern, das seinerseits von einem Hauptgestell getragen wird, wobei
das Hilfsgestell auf am Hauptgestell angeordneten elastischen Mitteln ruht. Auch
hierbei werden die elastischen Mittel wie bei der zuvor erwähnten bekannten Schreibmaschine
infolge des von ihnen aufgenommenen hohen Gewichtes in ihrer schwingungsdämpfenden
Eigenschaft stark beeinträchtigt, so daß die durch ein Anschlagen der Typen hervorgerufenen
Erschütterungen nur schwach gedämpft auf den Schreibtisch o. dgl. übertragen werden.
' Um die bei dem Betrieb einer Schreibmaschine entstehenden Geräusche besser als
bisher zu unterdrücken, trägt gemäß der Erfindung ein am Hauptgestell allseitig
schwingbar elastisch aufgehängtes Hilfsgestell den Wagen und das Typenhebelgestänge,
während die Tastenhebel am Hauptgestell gelagert sind.
-
Durch die elastische Aufhängung des Hilfsgestelles auf dem Hauptgestell
wird eine bessere Geräuschverminderung erreicht, als wenn das Hilfsgestell über
elastische Mittel auf dem Hauptgestell aufsitzt, da bei der Aufhängung des Hilfsgestelles
dieses allseitig schwingbar ist. Außerdem sind, wenn die elastischen Mittel von
der Belastung durch die Tastenhebel befreit sind, die schwingungsdämpfenden Eigenschaften
der elastischen Mittel besser, als wenn die elastischen Mittel auch noch das Gewicht
der Tastenhebel
tragen müßten, wie es bei den bekannten Schreibmaschinen
der Fall ist.
-
Eine Ausführungsform einer Schreibmaschine gemäß der Erfindung ist
in den Zeichnungen dargesiellt. Es zeigen: Fig. i eine Seitenansicht der Ausführungsform,
zum Teil im Schnitt, Fig. 2 eine Teildraufsicht, Fig. 3 eine Teilrückansicht, Fig.
4 einen Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. z, Fig. 5 einen Schnitt nach Linie 5-5 der
Fig. i und Fig. 6 einen Schnitt nach Linie 6-6 der Fig. 1.
-
Fig.7 zeigt die Draufsicht auf das aufgehängte Hilfsgestell und Fig.8
einen Längsschnitt eines Teils des Wagens in größerem Maßstab.
-
Das Hauptgestell besteht aus zwei Vordereckteilen io, Zwei Hintereckteilen
ii, zwei Seitenteilen 12, Querteilen 13 und 14, aus vorderen und hinteren Führungskämmen
15 und 16 für die Tastenhebel, einer Stützstange 17 für die Tastenhebel und einer
Ankerstange 18 mit winkelförmigem Querschnitt für die die Tastenhebel zurückbewegenden
Federn. Alle Teile sind aus Blech hergestellt.
-
Das am hinteren Teil des Hauptgestells auf diesem aufgehängte Hilfsgestell
besteht aus einer sich in einer waagerechten Ebene zwischen und etwas oberhalb der
oberen Enden der Hintereckteile i i; des Hauptgestelles erstreckenden Wagenbettplatte
30 aus Blech, senkrechten Endteilen 31, die von den entsprechenden Enden der Platte
30 sich nach unten erstrecken und mit dieser Platte aus einem Stück bestehen, einem
Paar ein Zwischenhebelsegment tragenden Armen 32, die sich waagerecht nach vorn
und nach innen von dem freien unteren Ende der Teile 31 erstrecken, einem Paar Armen
33, die die Typenhebelsegmentführung tragen und sich von den oberen Enden der Teile
31 erstrecken, und .einem Paar Hängeblöcken 3¢, die an den entsprechenden Enden
der Platte 30, sich seitlich über dieselben erstreckend, angenietet sind. Der innere
Teil jedes Blocks 34 ist von verringerter Stärke und unter der-Platte 3o durch vier
Nieten 35 befestigt. Die Oberfläche des dickeren Außenteiles jedes Hängeblockes
ist mit der Oberfläche der Platte 30 eben.
-
Zwischen der oberen Fläche jedes Vorsprunges 28 an dem aufrechten
Hintereckteil 1 i des Hauptgestelles und der Bodenfläche der verstärkten Außenteile
des benachbarten Hängeblockes 34 des Hilfsgestelles ist ein Block 36 aus elastischem,
Schwingungen aufnehmendem und geräuschdämpfendem Werk-3
stoff angeordnet.
Der verdickte Außenteil jedes Blockes 34 ist mit einem Paar von vorn nach hinten
im Abstand angeordneten Bohrungen 37 (Fig. 7) versehen, die am oberen .Rand erweitert
sind. In jeder Bohrung 37 steckt eine röhrenförmige Hülse 38, deren Gestalt der
Bohrung entspricht. Die Hülse besteht ebenfalls aus elastischem, Schwingungen aufnehmendem
und geräuschdämpfendem Stoff.
Die durch diese Hülse sich erstreckenden Schrauben
39 stützen sich somit mit ihrem Kopf auf elastischem Stoff ab.
-
Die übrigen Verbindungen zwischen Hilfs-und Hauptgestell bestehen
aus vier Blöcken 4o aus elastischem Stoff. Sie haben die Gestalt einer Spule, deren
Trommelteil sehr kurz ausgebildet ist und deren Flansche sehr dick sind. Mit dem
Trommelteil ruhen diese Blöcke in einem schlüssellochförmigen Schlitz 41, der sich
von dem vorderen Ende der Arrne 29 nach hinten erstreckt, wobei die Flansche durch
Klemmwirkung an dem Arm festhalten. Die innerste Fläche des innersten Flansches
jedes Blockes 4o berührt die Außenfläche des benachbarten, nach unten hängenden
Endteils 31 des Hilfsgestells. So bildet jeder Block 4o einen Stützteil für das
Hilfsgestell.
-
Vorzugsweise bestehen die Blöcke 36 und 40 und die Hülsen 38. aus
reinem Weichgummi und stehen diese Teile normalerweise unter Druck, so daß sie immer
die Berührung mit der Metalloberfläche oder den Oberflächen, gegen die sie liegen,
aufrechterhalten, trotzdem während der Betätigung der Maschine eine relative Bewegbarkeit
zwischen dem Haupt- und Hilfsgestell besteht.
-
Das Zwischenhebelsegment 5o ruht auf Armen 32 des Hilfsgestells und
ist mit seinen Enden an diesen Armen durch Schrauben 49 befestigt, die sich durch
Gewindebohrungen 32a der Arme erstrecken. Das Segment 50 dient bei der dargestellten
Maschine auch als unterer Querteil des Hilfsgestells, um dieses abzusteifen und
zu stützen. An dem Draht 5 t im Segment 5o sind die üblichen nach oben ragenden
Zwischenhebel 52 des Typenmechanismus angelenkt. Jeder dieser nach oben ragenden
Hebel ist mit seinem oberen Ende mit der zugehörigen Typenstange durch die Zugstange
53 verbunden. Die Hebel 52 sind an ihrem unteren Ende mit dem zugehörigen Tastenhebel
54 durch die Zugstange 55 verbunden.
-
Die Buchstabentastenhebel 54 und der übliche Umschalttastenhebel 56
sind im Hauptgestell in Führungskämmen; i 5 und 16 geführt und an der Abstützstange
17 abgestützt.
-
Das Typenhebelsegment 44 ist an seinem Ende mit nach außen gerichteten
Kugellagerteilen 59 versehen, die durch Schrauben 59a
befestigt
sind und nach innen gerichteten Kugellagerteilen 6o gegenüberliegen. Die Außenenden
der Teile 6o werden durch Schrauben 61 in röhrenförmigen Hülsen 62 gehalten, die
starr mit den Armen 33 des Hilfsgestelles an den Außenenden derselben durch Stauchen
der Außenenden der Hülsen in Öffnungen dieser Arme befestigt sind (s. Fig.i bis
3). Zwischen jedem Paar der sich gegenüberliegenden Kugellagerteile 59, 6o ist eine
Kugel 63 eingeschlossen.
-
Die übliche Feder 7o, welche dazu dient, das Segment in der. Tieflagendruckstellung
zu halten und es aus der Hochlagendruckstellung nach Loslassen des Umschalttastenhebels
56 in die Tieflagendruckstellung wieder anzuheben, ist mit ihrem vorderen Ende an
einem Stift 72, der von dem Hauptgestell getragen wird, verankert.
-
Das Typenhebelsegment, der Typenhebelsatz und das Typenhebelruhelager
sind so an dem Hilfsgestell geführt und gelagert, daß sie als eine Einheit mit dem
Hilfsgestell schwingen.
-
Die Walze 45 und ihr Wagen sind ebenfalls an dem Hilfsgestell gelagert,
so daß sie mit diesem Gestell und dem Typenhebelsystem als eine Einheit schwingen.
Der Wagen bildet einen Schwingungen aufnehmenden und geräuschdämpfenden Träger für
die Walze und beseitigt oder verringert zum größten Teil die Übertragung der Geräusch
hervorrufenden Schwingungen auf das Hilfsgestell, wenn eine Type gegen die Walze
schlägt. Zu diesem Zweck wird der Wagen yon einem Paar metallener Laufstangen 84
geführt, die sich quer zur Maschine auf der Wagenbettplatte in der Nähe der vorderen
und hinteren Kanten derselben erstrecken. Zwischen jeder dieser Stangen und einer
gegenüberliegenden Laufbahn 92 an den Längskanten des Wagens laufen Kugeln 86. Der
Wagen besteht aus einem Paar übereinander angeordneter und paralleler ebener Blechplatten
87 und 88, die durch zwei Reihen ringförmiger metallener Abstandshalter 89 in einem
Abstand gehalten werden. Die Platten sind miteinander durch zwei Reihen Schrauben
9o verbunden; der Schaft der Schrauben geht durch die Öffnung der genannten ringförmigen
Abstandhalter. Diese Schrauben klemmen die Platten und die zwischenliegenden Abstandhalter
fest zusammen. Die obere Platte 87 ist an ihren Enden mit nach oben und nach vorn
ragenden Endteilen gi versehen, in denen die Walzenwelle 83 gelagert ist. Die. Längskanten
der Platte 87 sind nach unten und nach innen gebogen, und die Längskanten der Platte
88 sind nach oben und nach innen gebogen. Die beiden übereinanderliegenden abgeschrägten
Kantenteile der vereinigten Platten bilden Wagen-Laufbahnen 92, die sich gegenüber
den Laufstangen 84 an der Wagenbettplatte 3o befinden.
-
Zwischen jeder Laufstange 84 und der gegenüberliegenden Kugellaufbahn
92 des Wagens sind die zuvor erwähnten Kugeln 86 eingesetzt.
-
Die Kissen 94 aus Schwingungen aufnehmendem und geräuschdämpfendem
Stoff, vorzugsweise Weichgummi, sind an der Bodenfläche der Platte 87 durch Stoffstreifen
95 befestigt, die rings um die Kanten der Kissen an der Platte angeklebt oder in
anderer Weise befestigt sind. Die genannten Kissen wechseln sich mit ähnlichen Kissen
9@4 ab, die an der oberen Fläche der Platte 8,8 befestigt sind. Jeder der Streifen
hält die eingeschlossenen Kissen in Berührung mit der Platte, an der der Streifen
befestigt ist, jedoch ist andererseits das Kissen frei von der Verbindung mit dieser
Platte und frei von der Berührung mit der anderen Platte und den an dieser befestigten
Kissen und Haltestreifen.
-
Die beiden Segmente 44 und 5o und die verschiedenen Teile des Hauptgestells
und des Hilfsgestells sind mit Schwingungen aufnehmenden und geräuschdämpfenden
Belägen 96 versehen, ähnlich den Kissen 94, 9:5 und wie diese befestigt und wirkend.
Ein derartiger Belag ist gezeigt für die Innenflächen aller Rahmenteile io, 11,
12 und 29 an jeder Seite des Hauptgestells, für die Innenflächen der beiden Gestellteile
31 und 33 an jeder Seite des Hilfsgestells, für die Unterfläche des Teils
30 des Hilfsgestells, für die Unterfläche des Teils 32 des Hilfsgestells
an jeder Seite desselben, für die Unterfläche des Teils 13 des Hauptgestells, für
die Vorderfläche des Teils 14 des Hauptgestells, für die Hinterfläche des Segmentes
44 und für die Unterfläche des Segmentes 5o.
-
Das Haupt, und Hilfsgestell können anstatt aus Blech beispielsweise
aus einen oder mehreren Gußteilen bestehen.
-
Die Verbindungen zwischen den am Hauptgestell gelagerten Umschalt-
und Buchstabentastenhebeln und,den hierdurch betätigten, am Hilfsgestell angeordneten
Teilen sind genügend locker und biegsam, um die begrenzte allseitige Schwingbewegung
zwischen dem Haupt- und Hilfsgestell, die durch die elastische Aufhängung des Hilfsgestells
auf dem 'Hauptgestell ermöglicht wird, zu gestatten.