DE680185C - Turmofen mit Waermerueckgewinnung zum Blankgluehen - Google Patents
Turmofen mit Waermerueckgewinnung zum BlankgluehenInfo
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Description
- Turmofen mit Wärmerückgewinnung zum Blankglühen Es ist bekannt, in Turm!öfien Glühgut in Bandform über Umlenkrollien oder als Kleinmetallteile und Massengüter mittels Becher-und Paternosterwerken durch senkrecht angeordnete Glühzonen, die oben gasdicht verschlossen sind und Ein- und Ausführung am unteren Ende haben, zu fördern. Durch solche senkrechte Glühkammergestaltung rund innere oder äußere Beheizungsa;nordnung mittels elektrischer Heizwiderstände oder Gasheizung im oberen Teil des Turmofens wird nun nicht nur eine wirksame Glühzone geschaffen und :durch' den Hin- und Rücklauf des Glühgutes zum unteren Ein- und Austragende des Turmofens ein gegenUufiger Vorwärme- und Abkühlvorgang, der wärmewirtschaftlich günstig ist, sondern es wird auch' weitgehendst der Zutritt von Luftsauerstoff vermieden und das Glühgut deshalb zunderfrei und bei Schutzgaseinleitung blank geglüht.
- Wenn nun in solchen Turmöfen die Wärmeübertragung und -ausnutzung bei einfacher Ausschaltung des Zutritts von Luftsauerstoff sehr zweckmäßig gelöst ist, so sind jedoch in den ununterbrochen arbeitenden und mit Fördereinrichtungen versehenen Turmöfen zum Glühen von kleinen Massenteilen die Fördemeinrichtung@en, z. B. PaternosterwIerke, den, sich stets wiederholenden Wäxmebehändlungen rund Abkühlvorgängen gleichfalls ausgesetzt rund besitzen deshalb hohen Verschleiß und nur eine kurze Lebensdauer, ganz abgesehen davon, daß die notwendige Änderung der Förderrichtung zum Rücklauf im heißesten Teil des Ofens besonders schwierig ist und zu Betriebsstbrungen Anlaß geben kann.
- Diese Schwiexigkeiten werden in dem nachstehend beschriebenen erfindungsgemäß ausgebildeten Turmofen beselugt. Dieser Turmofen @ermdglidht beim Glühen von Kleineisen-und Metallteilen für kurze und lange Glüh- zeiten sowie bei tiefen und hohen Glühtemperaturen eine Wärmerückgewinnung bei gleichlaufender Vorwärme- und Abkühlförderrich'twig,indem durch .die erfindungsgemäße Anordnung von einer nicht der Hitzeeinwirkung stark ausgesetzten und nur in Zeitabständen durch einen mittleren Förderschacht in die Glühzone einstoßenden Fördereinrichtung sowie von am Ofenumfang liegenden Schächten für das Glühgut, die abwechselnd nebeneinander angeordnete Vorwärmezonen einerseits sowie Glüh- und Abkühlzonen anderseits bilden, die Möglichkeit gegeben ist, durch einfaches Abziehren des geglühten und abgekühlten. Glühgutes aus den entsprechenden S:chä!chten und :durch Nachfüllen des bereits vorgewärmten Gutes aus den Vorwärmescbächten die Aufenthaltszeiten des Glühgutes in den Glühzonen zu bestimmen, ohne daß eine Fördereinrichtung :oder bewegliche Teile den gl:eirhien Glühzeiten oder Temperaturen ausgesetzt sind.
- Der erfinduingsgem:äß ausgebildete Turmofen ist daher für die verschiedensten Glühzwecke und Glühtemperaturen von Massengütern allgemein verwendbar, wobei zum Glühen unter Schutzgas an den Einfüll- und Aiustragöffriungen Schleusen vorgesehen sind.
- Die Beschickung des Turmofens erfolgt durch am Umfang angeordnete :obere Füllöffnungen in die unter den kurzen Heizschächten liegenden Vorwärmeschächt:e, die ihren Inhalt in den im mittleren Fördexschacht des Ofens senkrecht mittels Hub'-oder Zahnstange von unten oder Seilzug von oben verfahrbaren Fülltopf entlegenen, der, in den Ofenkopf gehoben, se@rnen Inhalt durch Heben des Randes und Vorschieben eines Schrägbodens über dachartige, die Heizschachte verschließende Führungsbleche in die oben im Ofen beginnndcrn Glüh- und Abkühlschä:chte gleichmäßig entleert und sich für Füll- und Ruhestellung in der unteren Ofenzone befindet. Da das Heben 'und Entleeren des Fülltopfes, der -die bewegliche Verbindung der Vorwärmes.chächte zu :den Glüh-und Abkühlschächten darstellt rund der zw ieckm.äßig den Inhalt jeweils eines Vorwärnuesc'hachtes aufnimmt, oberhalb der Glühzone des Turmofens schell vor sich geht, tritt eine unzweckmäßige Erwärmung oder Ausglühung der beweglichen Teile der F:ördexeinrichtung und damit ein Verschleiß nichtein. Die auf diese Weise in den Glüh- und Abkühlschächten aufgeschütteten Glühgutsäulen werden in ihren oberen Enden für eine leicht regelbare Zeit geglüht, indem ringsherum Heizschächte mit entsprechenden Beheizungen .angeordnet sind. Beim Ziehen von Glühgut aus den Glühzonen -und damit Absinken desselben in den Abkühlzonen .der einzelnen Schächte gibt dieses seine Wärme an das daneben in :den Vorwäxmeschächten absinkende kalte Glühgut,ab, so daß Beine höhe Wirtschaftlichkeit durch Wärmerückgewinnung gewährleistet ist. Für bestimmte Abkühlvorgänge ist außerdem eine Kühlung durch Luft oder Umluft unter Benutzung der Vonvärmeschächte möglich und deshalb auch eine Einfüllung des Glühgutes zu den unteren Füllöffnungen möglich'.
- Da es 'bei dem erfindungsgemäßen Turmofen mit in viele Einzelschächte aufgeteiltem Ofenquerschnitt möglich ist, die Glühzonen infolge guter Wäiznedurchdringung aus den abwechselnd mit ihnen ,angeordneten Heizschächten her kurz zu halten, so 'können auch, um lange Abkühlwege bei geringer Ofenhöhe zu erhalten, die Abkühlschächte mit dichten oder gelochten Wandungen. spiralig am Ofenumfang verlaufen, womit gleichzeitig eine Entlastung der Glühgutsäulen erzielt wird. Bei senkrechten Schächten können Entlasterrasten vorgesehen werden, während die Querschnitte der Schächte den Ofenquerschnitt gleichmäßig aufteilen können oder auch rund oder :eckig ,gehalten werden können, ganz wie die Glühgutabmessung:en es erfordern. Die Entleerung dar Glüh- und Abkühlschächte erfolgt über Schieber-oder Schleusenverschlüsse in Kästen oder auf eine Sammelvorrichtung.
- In der Zeichnung ist beispielswi-se der erfindungsgemäße Turmofen mit s;nkrechten Schächten und Fülltopfhubstange dargestellt. Es ist ;z das eiserne >Tragg -erüst, b der ans Eisenblech und wärmeisolierendem Mauerwerk bestehende Außenm.antzI des Turmofens, der mit abhebbarem Verschlußdeckel und Dichtungstasse c versehern ist. d ist der Zahnstangensch'acht unter Flur zur Aufnahme der Zahnstangenhubvorrichtung bei Füll- und Ruhestellung des Zubringertopfes e, f ist die Glühzone m einem der Glüh- und Abkühlschächte und g die anschließende Abkühlzone in denselben, während lt -seinen Hreizf sc`hacht darstellt und reinen unter :diesem befindlichen Vorwärrneschacht. Das Glühgut wird bei h oder, im Fall keine Vorwärmung erfolgt, bei h1 .aufgegeben und gelangt durch den Vorwärmeschacht i zum Fülltopf; in dem es mittels Hubstange L durch Antrieb in in die Glühzone gehoben wird, wo es über den vorschiebbaren Schrägboden n nach Heben des Topfrandes ,u :durch Hebel- und Gestängeübertragung p und über die dachförmigen Heizschachtabdeckungen f himv-g in die Glühschächte gelangt, die mit Enülastungsrastenr versehen sind. Das Glühgut sinkt dann durch die Abkühlschächte g, die am. unteren Ende mit Austrittsöffnungen s und Sperrschieber t versehen sind, beim jeweiligen Ziehen langsam erkaltend ab, um in Sammelkäs.tenu oder auf eine Sammelvorrichtung v zu fallen. Weiterhin sind im Heizschacht h z. B. elektrische Heizspiralen x und im Mauerwerk des mittleren För.derschachtes z sowie in dem des ,äußeren Ofenmantels a, die beide die Füllschächte ringförmig einschließen, Heizspiralen y zu sehen, so daß die einzelnen Glühschächte allseitig umheizt sind. tv' sind Anschlüsse für Luftkühlung.
Claims (1)
- PATRNTANSPRÜCHR: i. Elektrisch oder gasbeheizter Turmofen mit Wärmerückgewännung zum Blankglüh:en von Eisen- -und Metallgegenständen unter Schutzgas, dadurch gekennzeichnet, daß der #furmofe,neinen mit einer Guthebevorrichtung versehenen mittleren Förderschacht (z) und am .äußeren Ofenumfang zwei ;abwechselnd nebieneinr ander angeordnete und voneinander getrennte Schachtgruppen besitzt, von denen die eine Gruppe als. Guteinfüllschächfie mit nach unten anschließenden Vorw.lärmezonen (i) ausgebildet ist, die am oberen Ofenteil abgeschlossene, beheizte Kammern (h) besitzen, wähnend die andere Gruppe aus Schächten besteht, die im oberen Ofenteil durch die daneben angeordneten Heizkammern (A) erhitzte Glühzonen (f) und im unteren Ofenteil Abkühlzonexi (g) bilden sowie mit Austragsöffnungen. (b) für das Glühgut versehen sind, wobei die Guthebevorrichtung des Mittelschachtes so .ausgebildet ist, daß sie das von den Einfüll- und Vorwärmesch'ächten im unteren Ofenteil zu ihr gelangende Glühgut mittels eines Fülltopfes (e) aufnimmt rund es im Ofenkopf über ,einen verschiebbaren, sich öffnenden Schrägboden (it) des Fülltopfes (e) den Glühschächten zuführt. z. Turmofen in Ausführung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, @daß die Einfüll-, Glüh- und Abkühlschächte .einen runden, rechteckigen oder sektorartigen Querschnitt besitzen und senkrecht oder spiralförmig verlaufen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER101707D DE680185C (de) | 1938-03-02 | 1938-03-02 | Turmofen mit Waermerueckgewinnung zum Blankgluehen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER101707D DE680185C (de) | 1938-03-02 | 1938-03-02 | Turmofen mit Waermerueckgewinnung zum Blankgluehen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE680185C true DE680185C (de) | 1939-08-25 |
Family
ID=7420593
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER101707D Expired DE680185C (de) | 1938-03-02 | 1938-03-02 | Turmofen mit Waermerueckgewinnung zum Blankgluehen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE680185C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750818C (de) * | 1938-11-16 | 1945-01-27 | Beschickungsvorrichtung in OEfen |
-
1938
- 1938-03-02 DE DER101707D patent/DE680185C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750818C (de) * | 1938-11-16 | 1945-01-27 | Beschickungsvorrichtung in OEfen |
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