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Hutschweißband Die Erfindung erstreckt sich auf Verbesserungen und
Ergänzungen.des Gegenstandes des Hauptpatents 678 820, welchem der Gedanke
zugrunde liegt, das bisher übliche einfache Hutleder an der unteren Kante mit einem
die Heftnaht verdeckenden, nach dem Hutinnern aufklappbaren Falzstreifen zu versehen
und mit einem auswechselbaren, an sich bekannten Schutzband zu überziehen, derart,
daß dieses, zu diesem Zweck an beiden Kanten umgeschlagen, einerseits den Falzstreifen
und anderseits die obere, freie Kante des ersteren umgreift, wobei in" weiterer
Ausgestaltung des Erfindungsgedankens das auswechselbare Band nach der den Kopf
berührenden Seite mit einem saugfähigen Stoff bezogen ist.
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Durch diese Einrichtung, mit besonderem Hinweis auf die im Querschnitt
Y-förmige Gestaltung des eingehefteten Teils, wird die neue Wirkung erzielt, daß
erstens die als Docht wirkende Heftnaht stets, auch ohne Verwendung des auswechselbarenTeils,
durch den Falzstreifen verdeckt und dadurch vor Berührung mit Schweiß geschützt
ist, daß zweitens ein fester Sitz des auswechselbaren Teils gewährleistet ist, dessen
untere Kante weder fortrollen kann noch sich zusammenschiebt, daß drittens der Schweiß
zur Verteilung und Verdunstung nach den oberen Partien der Saugschicht abgeleitet
und dadurch eine Schweißbelästigung für den Hutträger vermieden wird und daß viertens
der innere Teil sich bequem auswechseln läßt.
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Vorliegende Erfindung verfolgt u. a. zunächst den Zweck, die dem Hauptpatent
noch anhaftenden Mängel, welche insbesondere in gewissen Schwierigkeiten beim Einlegen
des auswechselbaren Teils bestehen, zu beseitigen.
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Wenn man dasselbe nämlich an der einen Stelle in seine vorgeschriebene
Lage zu bringen sucht, schlüpft es an anderer Stelle leicht wieder heraus, was darauf
zurückzuführen ist, weil nicht beide Kanten zugleich festgelegt werden können. Diese
Schwierigkeiten sind weiter auf Form- und Materialbeschaffenheit von Hut- und Bandteilen
zurückzuführen. Allein schon die gegebene -engbegrenzte, rumde Hutform in Verbindung
mit dem verhältnismäßig breiten, einzulegenden Schweißband erschweren das Ineinanderfügen
der Teile, während dies vergleichsweise bei gestreckter Form oder mehrfach vergrößertem
Hutdurchmesser, wie einzusehen ist, bedeutend leichter zustande zu bringen wäre.
Dazu kommt, daß der Hut meist und die Bandteile stets aus biegsamen, nachgiebigen
Stoffen bestehen, welche infolge dieser Eigenschaft während des Hantierens beim
Einfügen des auswechselbaren Teils ihre Lage zueinander nicht beibehalten, sobald
an einer Stelle durch notwendige Biegungen und Verschiebungen ein Zurechtrücken
in die vorgesehene Lage erfolgt und der bereits in richtige
Stellung
gebrachte Bandteil nicht vorher durch irgendwelche Maßnahmen am Entschlüpfen verhindert
ist.
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Diese Nachteile werden beim Gegenstand der Erfindung dadurch beseitigt,
daß der auswechselbare Teil nur noch an seiner unteren Kante vom Falz des festsitzenden
Teils eingefaßt, hier aber mittels einer vornehmlich nicht erstarrenden Klebschicht,
wie z. B. an Klebepostkarten, oder, in weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens,
mittels anderer Sicherungsmittel festgehalten wird, während er im übrigen frei in
den Hut ein- und ausschwenkbar ist..
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Schweißblätter mit nur an der unteren Kante umgeschlagenen, die untere
Kante des festsitzenden Teils umgreifenden Rändern sind nicht neu. Die bekannten
Schweißblätter dieser Art beruhen darauf, daß der festsitz-ende Teil nicht, wie
üblich, an seinem unteren, sondern an seinem oberen Rande im Hut eingeheftet und
der umgeschlagene Rand des auswechselbaren Teils zwischen Hutkörper und dem freien
unteren Rand des festsitzenden Teils eingefügt ist. Da die untere Kante des Schweißbandes
nicht geheftet ist, schiebt es sich beim Hutaufsetzen nach oben, wodurch der Hutkörper
direkt mit dem Schweiß in Berührung kommt, was das Schweißband gerade verhindern
soll. Weiter bietet die bloße Einfügung des auswechselbaren Teils zwischen Hutkörper
und festsitzendem Band keine ausreichende Sicherung, so daß der erstere beim Hutabnehmen
am Kopf klebenbleibt und somit aus seiner Lage herausgezogen wird. Ein weiterer
Nachteil besteht darin, daß ihm die schweißsaugende Eigenschaft fehlt, so daß sich
der Schweiß am unteren Bandrande ansammelt, diesen zersetzt und auf den Hutkörper
überkriecht, während außerdem der Hutträger durch die Schweißansammlung belästigt
wird.
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Diese Mängel sind durch die Eigenart des Erfindungsgegenstandes, wie
sie bereits erklärt wurde, völlig beseitigt.
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Es ist an sich auch bekannt, Schweißblätter im Hut einzukleben, doch
haben die bekannten Ausführungen dieser Art keinerlei Berührungspunkte mit dem Gegenstand
der Erfindung.
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Ferner sind auch eine Reihe Befestigungsmittel für Schweißbänder bekanntgeworden,
die jedoch alle der Eigenart der bekannten Schweißblätter angepaßt sind und daher
ebenfalls nicht zum Vergleich herangezogen werden können.
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Bei den eingeklebten Schweißbändern bekannter Art handelt es sich
stets darum, daß dasselbe in seiner ganzen Breite entweder gegen das bekannte Hutleder,
gegen ein entsprechendes Gewebeband oder direkt gegen die innere Hutwand geklebt
wird. Dadurch, daß die untere, den Kopf berührende Bandkante nicht eingefaßt ist,
schiebt oder rollt diese sich durch häufigen Gebrauch infolge Zersetzung oder Aufweichung
des Klebstoffes zurück, wodurch dann der Schweiß mit der Heftnaht oder dem Hutkörper
in Berührung kommt und diesen beschädigt. Es leuchtet ferner ein, daß diese Schweißbänder,
sollen sie sich nicht schon von vornherein an der unteren Kante zusammenschieben
oder -rollen, bis an ihrem äußersten unteren Rand gut verklebt sein müssen, was
aber zur Folge hat, daß der geleimte Rand den Kopf des Hutträgers verschmiert. Die
Schweißbänder dieser Art sind auch nicht als auswechselbar gedacht. Sobald man sie
aber aus dem Hut entfernt, ohne ein neues einzukleben, kommt die Klebschicht mit
dem Kopf in Berührung, was ebenfalls als Nachteil gilt.
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Die angeführten Mängel finden sich beim Gegenstand der Erfindung nicht
durch die andersartige Gestaltung des Schweißbandes, indem der umgeschlagene Falzrand
des auswechselbaren Teils vom Falz des festsitzenden eingefaßt und innerhalb desselben
verklebt ist. Dadurch ist weder ein Verschieben möglich noch tritt Klebstoff an
die Oberfläche, auch dann nicht, wenn der auswechselbare Teil entfernt ist.
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Wie bereits angedeutet, erstreckt sich die Erfindung auch auf die
Klebung ersetzende andere Sicherungsmittel verschiedener Art; wie z. B. Zähne, Stifte,
Druckknöpfe, Schließen, Klammern und Federn, mit welchen die Falzleiste des festsitzenden
Teils entweder ausgerüstet ist oder .durch welche eine Falzleiste anderer Art gebildet
wird, indem solche am festsitzenden Teil, umlaufend nebeneinander angeordnet, eine
solche darstellen und den gleichen Zweck haben, nämlich den umgeschlagenen Rand
des auswechselbaren Teils gleichsam zangenartig einzufassen und zu sichern.
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Bei den Befestigungsmitteln bekannter Art ist es genau wie bei den
bekannten eingeklebten Schweißbändern. Sie verhindern nicht, daß sich der untere
Bandrand zusammenrollt oder -schiebt, indem derselbe nirgend durch Einfassung gesichert
ist. Sie haben ferner den Nachteil, daß der auswechselbare Teil mit ihnen ausgerüstet
ist, so daß sie unbrauchbar werden, sobald dieser Teil ausgewechselt werden muß.
Ferner stellen sich diese Bänder teuer insofern, als sie mit den Befestigungmitteln
auszurüsten sind, die schließlich nicht wieder verwendet werden können. Es ist auch
schwierig, die Befestigungsmittel der bekannten Art immer so-auf Maß am auswechselbaren
Teil anzubringen, daß sie mit denen am festsitzenden Teil korrespondieren,
besonders
wenn man bedenkt, daß sich ein Hut durch den Gebrauch ausweitet. Die bekannten Haken
und Ösen, Druckknöpfe, Blech- und Drahtklammern an Schweißbändern sind ferner dadurch
nachteilig, daß sie z. T. frei an die Oberfläche treten und dadurch leicht infolge
des Schweißes oxydieren und außerdem meist Druckstellen verursachen. Der Hauptmangel
besteht aber darin, daß sie sämtlich nicht die untere Kante des auswechselbaren
Teils umlaufend sichern, so daß sich diese beim Hutaufsetzen huteinwärts schiebt,
womit der gewollte Schutz des Hutkörpers illusorisch wird, indem der Schweiß mit
ihm gerade an der empfindlichsten Stelle in Berührung kommt. Z. T. decken die bekannten
Schweißblätter dieser Art schon ohnehin die gefährdetste Stelle des Hutkörpers,
also dessen unteren inneren Rand oder dessen Heftnaht gar nicht öder nur ungenügend
ab, so daß deren Verwendung nutzlos ist.
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Allen bekannten Schweißblättern dieser Art fehlt der Falz des festsitzenden
Teils sowie der von diesem eingefaßte, umgeschlagene Rand des auswechselbaren Teils
beim Gegenstand der Erfindung. Diese Randeinfassung aber beseitigt in einfachster
Weise alle eben aufgeführten Mängel der bekannten Schweißbänder, indem sie in erster
Linie verhindert, daß sich die untere Kante zurückschiebt oder -rollt, womit ein
dauernder Schutz der durch Berührung mit dem Kopfschweiß gefährdeten Stellen des
Hutkörpers gegeben ist. Dadurch, daß der auswechselbare Teil ferner saugfähig gemacht
ist, verhindert derselbe die Ansammlung des Schweißes an den vom Kopf berührten
Stellen und verteilt ihn nach oben, wo er allmählich verdunstet. Durch die Randeinfassung
des auswechselbaren Teils erübrigt es sich auch, diesen mit irgendwelchen Befestigungsmitteln
zu versehen, welche ihn nur verteuern. Derselbe bleibt sich in bezug auf seine Befestigung
stets gleich und äußerst einfach, ohne jeden überflüssigen Materialaufwand. Die
Befestigungsmittel sind entweder nur am festsitzenden Teil angebracht und erfassen
umlaufend den umgeschlagenen Rand des auswechselbaren Teils, oder sie bestehen aus
losen oder festen Klammern oder Schließen, welche entweder den Falz des festsitzenden
Teils umfassen oder einseitig zudrücken, um damit den im Falz eingefügten Rand des
auswechselbaren Teils einzuklemmen und zu sichern.
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Die Erfindung erstreckt sich ferner auf ein Nahtschutzband aus schweißundurchlässigem
Stoff, welches zu einem Breitteil zwischen Hutkörper und Y-förmigem Bandteil. miteingeheftet
und zum andern in den Falz hinein umgelegt, die Naht verdeckend eingeklebt ist,
sowie ein gleiches Schutzband, welches nur in den Falz eingeklebt wird und den Nahtrand
verdeckt.
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Diese Einrichtung bietet einen erhöhten Schutz der Heftnaht sowie
der unteren Kante des festsitzenden Teils gegen Vordringen des Schweißes, ferner
die Möglichkeit, einen auswechselbaren Teil in den Falz einzulegen, welcher vollständig
aus saugfähigem Stoff besteht, d. h. auch dessen umgeschlagener Rand, da dieser,
sich zwar vollsaugend, keine Berührung mit der Heftnaht oder dem Hutkörper mehr
findet, so daß eine Überleitung des Schweißes in den Hutkörper ausgeschlossen ist.
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Durch diese Ausführung wird die Herstellung des auswechselbaren Teils
bedeutend vereinfacht und damit verbilligt, indem nicht mehr verschiedene Stoffe
zusammengefügt werden brauchen.
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Es ist einleuchtend, daß das Y-förmige, festsitzende Band auch für
sich allein vorteilhaft als Schutz für den Hutkörper verwendet werden kann, d. h.
ohne den auswechselbaren Teil einzufügen, denn der Schweiß kann durch den vorliegenden
Falz streifen nicht .an die Näht gelangen, erst recht aber nicht, wenn das eben
angeführte Nahtschutzband noch Verwendung findet.
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Eine weitere Verbesserung des Erfindungsgegensandes ist. die Unterteilung
des .Falzstreifens am festsitzenden Teil in einzelne Klappen oder Zungen, durch
welche das Einlegen des auswechselbaren Teils erleichtert wird,; indem dadurch möglich
gemacht ist, den Falzstreifen Stück für Stück in seine vorgeschriebene Lage zu bringen
und zu sichern, ohne daß das nachfolgende Stück durch Nachfallen diese Arbeit behindert.
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Die genannten und weiteren Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes
haben nur Bedeutung in Verbindung mit dem Erfindungsgedanken des Hauptpatentes und
sollen daher auch nur in Verbindung mit diesem Patentschutz erhalten.
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Die Einzelheiten sind in der Zeichnung im wesentlichen dargestellt
und zeigen Fig. i bis 17 und z5 bis 26 Schnitte und Schaubilder, Fig. 18
bis 24 und 27 bis 29 Einzelteile. Fig. i und z zeigen einen Hutausschnitt mit einem
am Hutkörper i mittels Naht 2 befestigten, mit Falzstreifen 4versehenen Band 3,
in dessen Falzöffnung der Falzrand 18 des auswechselbaren, mit saugfähigem Stoff
6 bezogenen Bandes 5 eingelegt ist. Der Falzrand i8 ist mit einer vornehmlich nicht
erstarrenden Klebstoffschicht 2o versehen, gegen welche der Falzstreifen 4 nach
und nach, dem Fortschreiten, des Einfegens entsprechend,
angedrückt
wird. Dadurch ist das Band 5 am Entschlüpfen verhindert und wird nur noch in den
Hut eingeschlagen. Die besondere Eigenschaft des Klebstoffes gestattet wiederum
leicht die Herausnahme desselben. Gegebenenfalls kann noch ein zweiter Klebstreifen
i9 verwendet werden, obgleich der erstgenannte völlig genügt; denn infolge des straffen
Hutsitzes beim Tragen werden die Falzteile fest gegeneinandergepreßt, so daß der
Falzrand 18 gut eingeklemmt und gesichert ist. Fig. 2 zeigt das eingelegte Band
5, wie es in den Falz des festsitzenden Teils einzulegen ist, um dann nur noch durch
Zuklappen des Falzes 4 gesichert zu werden, während Fig. i das- Band 5 eingeklebt
und in den Hut eingeschlagen zeigt.
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Um die Heftnaht 2 in besonderer Weise noch vor der Berührung mit Schweiß
zu schützen, kann ein schweißundurchlässiger, gegebenenfalls mit nichterstarrendem
Klebstöff versehener Streifen 22 (Fig. 3 und 4) zu einem Breitteil zwischen Hutkörper
i und Band 3 miteingeheftet und zum andern, die Naht :2 verdeckend, in :den Falz
hinein umgelegt und eingeklebt werden.
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An Stelle dessen kann nach Einheften des Bandes 3 die Naht :2 mit
einem schweißundurchlässigen Paspelband z3 (Fig. 5) überklebt werden.
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Dieser besondere Nahtschutz läßt sich vorteilhaft auch dann anwenden,
wenn das Y-förmige Band 3 für sich allein als Hutschutz benützt wird, also ohne
eingefügten auswechselbaren Teil 5. In diesem Falle wird der Falzstreifen 4 nach
Einheften und Vorkleben des Schutzbandes 22 oder 23 vorteilhaft innerhalb des Falzes
verklebt. Aber auch ohne Verwendung des Schutzbandes 22* oder 23 ist die Naht 2
vor Berührung mit Schweiß geschützt, indem der Falzstreifen 4 die Naht 2 verdeckt.
Fig.3 zeigt das eingeheftete Schutzband 22 vor und Fig. 4 nach dem Einkleben in
den Falz.
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In Fig.6 besteht der nichtauswechselbare Teil 3, 4 nur aus einem nach
dem Hutrande zu offenen doppelten Falzstreifen in V-Form. Dieselbe ist dann anwendbar,
wenn der auswechselbare Teil 5 schweißundurchlässig ist, so daß die Feuchtigkeit
nicht auf den Hutkörper übertragen werden kann, oder wenn der Hutkörper an dieser
Stelle durch Vorlegen einer undurchlässigen Stoffschicht geschützt ist.
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Fig. 7 zeigt das gleiche V-förmige Band 3,4 mittels Schraubenfeder,
kleinen Ringen oder einer Naht 24 scharnierartig zusammengesetzt. An Stelle dessen
kann ein dünner Stoffstreifen um die Falzkante geklebt werden.
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Fig. 8 zeigt den Falzstreifen 4 wie in Fig. 3 der Länge nach in einzelne
Klappen aufgeteilt, wie es außerdem noch in Fig. 12 und 13 der Fall ist. Diese Aufteilung
erleichtert das Einlegen des auswechselbaren Teils 5, indem dieser Stück für Stück,
ohne Behinderung durch das anhängende nachfolgende Stück, gesichert werden kann.
Gleichgültig ob mit oder ohne Aufteilung kann der Falzstreifen 4 zur Sicherung des
Falzrandes 18 des auswechselbaren Bandes 5 mit diesen durchstechenden oder erfassenden
Zwecken 25, Zähnen o. dgl. versehen sein.
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An Stelle dieser Sicherung können, wie in Fig. 12 gezeigt ist; verschiedene
druckknopfartige Schließen 26, 41 verwendet werden.
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Fig. 13 zeigt einerseits das Band 3 mit einer vorreiberartigen, um
die Achse 27 drehbaren und anderseits mit einer riegelartigen Blattfeder 28, 29,
welche neben den vorgenannten Zähnen o. dgl. 26 Anwendung finden können. Das gleiche
gilt für Fig. 14, welche eine um die Achse 27 drehbare Blechklammer 3o zeigt, die
den V-förmigen Falz 3, 4 umfaßt.
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Diese Sicherungseinrichtungen, wie äuch die nachfolgend beschriebenen,
machen die Klebschicht 2o (Fig. 2) entbehrlich, sie treten an deren Stelle.
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In Fig. 9 ist das festsitzende Band 3 an Stelle desFalzstreifens oder
derFalzklappen4 mit einer aus Draht gebogenen oder aus Blech gestanzten, mittels
Naht oder Blechösen 31 befestigten, in einer Ebene wellenförmig gegliederten Spreizfeder
32 versehen. Diese Feder beschreibt, wenn sie frei liegt, einen Kreisbogen, wie
Fig. 18, linke Hälfte, zeigt. Sie wird unter Zusammendrücken des Außenrandes in
gerade Form gebracht (Fig. 18, rechte Hälfte) und eingeheftet, und zwar so, daß
die vorher innere Bogenkante als Achse drehbar festliegt. Der schwenkbare Teil hat
nun .das Bestreben, nach außen in eine Ebene mit der festliegenden Kante zu gelangen,
sich also flach zu legen, womit ein dauernder Druck gegen die untere Kante .des
Bandes 3 ausgeübt und die zwischengelegte Kante i8 des auswechselbaren Bandes 5
eingeklemmt und gesichert wird. Die Enden dieser Spreizfeder werden mittels Hülse
33 (Fig. 18) o. dgl. zusammengefaßt. Die Form der Gliederung dieser Spreizfeder
32 kann, wie in Fig. i9 und 2o gezeigt ist, beliebig gewählt werden. Um die Drückwirkung
dieser Feder zu erhöhen, kann deren Drehachse wie in Fig. 18 bei 34 abgekröpft und
unter diesen Kröpfungen gegebenenfalls federnde Unterlagen angebracht sein.
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An Stelle dieser einen im Hut befestigten Spreizfeder 32 können einzelne
in Reihe nebeneinander umlaufend angeordnete federnde Glieder treten, wie z. B.
in Fig. 21 bis 24 gezeigt ist. Fig. 21 zeigt eine zwischen einer Blattfeder 35 und
einer Befestigungsplatte
36 bei 37 aufklappbar gelagerte, mit Greifzähnen
38 versehene Einrichtung solcher Art, welche mittels Heftzacken 40 oder Nieten oder
in anderer Weise am Band 3 befestigt werden.
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Fig. 22 zeigt ein ähnliches Glied mit einer Klappe, ähnlich einem
Einzelgliede der Spreizfeder 32 (Fig.18).
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Fig. 23 und 24 zeigen die gleichen Glieder, nur mit anders geformten
Klappen 39, wobei diese, aus der federnden Basis 35, 36 herausgenommen, zu erkennen
sind.
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Diese in Fig. 9 und 18 bis 24 als Beispiel gezeigten Sicherungseinrichtungen
treten an Stelle des Falzstreifens 4 des festsitzenden Teils 3. Sie haben die gleiche
Aufgabe, nämlich den Falzrand 18 des auswechselbaren Teils 5 zu erfassen, einzufassen
und zu sichern und können als eine das Schweißband sichernde umlaufende Zange angesprochen
werden oder als eine Falzeinrichtung 4 mit anderen Mitteln.
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Fig. 25 zeigt ein Band 3 mit im Falz eingenieteten, kurz vorstehenden
Stiften 44 auf welche der mit oder ohne entsprechende Perforation 42 (Fig. 26) versehene
Falzrand 18 des auswechselbaren Teils 5 aufgesteckt wird, bevor die Klappen ,4 vorgelegt
werden.
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Fig.27 bis 29 zeigen Beispiele von losen Blech- oder Drahtklammern,
welche an Stelle der Klammer 30 (Fig. 14) treten können und ähnlich wie Briefklammern
den V-förmigen Falz 3, 4 umfassen und somit den in den Falz eingelegten Bandrand
18 einklemmen und sichern.
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Fig. io zeigt ein auswechselbares, schweißundurchlässiges Band 5 mit
aufgehefteter, doppelter Saugstoffschicht 6 aus Löschpapier, vornehmlich in gekreppter
oder gewellter Form, oder aus anderm entsprechenden Stoff, wobei die Naht 43 rückseitig
schweißundurchlässig überklebt oder präpariert werden kann. Gegebenenfalls ist an
dem saugenden Stoff 6 nur ein Falzrand 18 bis an die punktierte Linie 48 aus nichtsaugendem
Stoff angeheftet unter der Voraussetzung, daß das vom saugenden Teil 6 dann rückseitig
berührte Band 3 schweißundurchlässig oder bei Verwendung des Bandes 3 in V-Form
der Hutkörper durch eine entsprechende Zwischenlage vor der Berührung mit der Saugschicht
geschützt ist. Deshalb wird man am besten für das Band 3 nebst Falzstreifen 4 Kunstleder
verwenden oder ähnliches, da es keine Feuchtigkeit aufnimmt. Hierbei ist es dann
auch nicht nötig, für die Herstellung des auswechselbaren Teils 5, 6 einen saugenden
und einen nichtsaugenden Teil zu verwenden, sondern man kann, wie in Fig. i i und
16 gezeigt ist, denselben aus einem einzigen, und zwar aus einem saugfähigen Stoff
herstellen, also auch dessen vom Falz des Y-förTnigen, festsitzenden Bandes 3, 4
eingefaßten Rand 18, jedoch unter der Voraussetzung, daß die Naht :2 durch das Schutzband22
oder23 (Fig.3 bis. 5) .,geschützt ist; denn in diesem Fall saugt sich der Rand 18
ebenfalls voll, so daß die Naht 2 den Schweiß in den Hutkörper weiterleiten und
damit beschädigen würde.
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Diese Ausführung ist die vorteilhafteste, weil billigste, denn der
auswechselbare Teil, welcher infolge Verschwitzung und Verschmutzung mehr oder weniger
häufig erneuert werden muß, besteht dann nur noch aus einem billig herzustellenden
Papierstreifen oder einem waschbaren Stoff.
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Während das auswechselbare Band 5 (Fig. io) mit einer doppelt gefalteten
Saugschicht belegt ist, ist, wie bereits gesagt, dasselbe in Fig. i i ausschließlich
aus saugendem Stoff, und zwar dreifach gefaltet, mit einem überstehenden Falzrand
18, dessen äußerster Rand eine punktierte, durchgehende oder unterbrochene Wulst
44 .aufweist. Diese Wulst legt sich in eine entsprechende Kehle innerhalb der Falzöffnung
des festsitzenden Bandes 3 und verhindert ein Entschlüpfen, womit eine Klebschicht
oder die genannten anderen Sicherungsmittel entbehrlich werden.
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Fig. 15 zeigt das Band 5 mit einer angehefteten Saugschicht 6 aus
Leinen o. dgl. mit eingelegtem Streifen Löschpapier oder anderem Saugstoff. Die
Nähte 43 können gegebenenfalls rückseitig undurchlässig überzogen oder präpariert
sein, was nicht erforderlich ist, wenn das Band 3 nichtsaugende Eigenschaft hat.
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Fig. 16 und 17 zeigen auswechselbare Bänder 5 ausschließlich aus Papier,
deren Falzränder 18 gegebenenfalls durch Präparation oder wie in Fig. 17 durch Kaschierung
47 undurchlässig gemacht sind. Durch K.aschierung mit Guttapercha, Metallfolie,
nichtwasserlöslicher Gummierung o. dgl. läßt sich auch die Rückseite des Bandes
5 schweißundurchlässig machen. Das Band 5 in Fig. 17 zeigt ferner einen zur höheren
Schweißaufnahmefähigkeit umgeschlagenen oberen Rand 46.
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Es bleibt gleichgültig, ob die Falzöffnung am festsitzenden Band 3
durch Aufsetzen eines Streifens vor oder hinter dem Bande erfolgt. Dasselbe kann
daher auch teils aus Leder, teils aus Kunstleder o. dgl. zusammengesetzt sein. Nach
der Materialeigenschaft der vom auswechselbaren Teil 5 berührten Teile des festsitzenden
Bandes 3 richtet es sich, ob die Rückseite des auswechselbaren Bandes 5 sowie gegebenenfalls
dessen Falzrand 18 schweißundurchlässig gemacht sein müssen oder nicht, d. h. ob
das Band 5, 6 aus einem nichtsaugenden und einem saugfähigen
oder
nur aus einem saugfähigen Stoff hergestellt sein kann. Hierfür ist weiter noch ausschlaggebend,
ob die Naht?- durch das Schutzband 22 oder 23 isoliert ist oder nicht und ob, bei
Verwendung des V-förmigen Bandes 3, 4 nach Fig. 6 bis 8 und 14, der Hutkörper i
durch eine isolierende Zwischenlage geschützt ist oder nicht.
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Zu bemerken ist noch, daß sich das auswechselbare Band 5 trotz der
verschiedenen als Beispiel aufgezeigten Sicherungseinrichtungen in technischer Hinsicht
stets gleichbleibt, so daß es folglich auch gleichgültig sein kann, welcher Art
die Sicherungsmittel zu wählen sind, da die Gesamtwirkung stets dieselbe ist. Wenn
von der Klebschicht 20 (.Fig. 2) und der Wulst 44 (Fig. 11) abgesehen wird,
befinden sich die Sicherungsmittel im Gegensatz zu bekannten Einrichtungen stets
am festsitzenden Teil, welche nie verlorengehen, während der auswechselbare Teil
dernkbar einfach ist.