DE678965C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung geformter, mit Radiumemanation in beliebiger Menge gleichmaessig beladener, bei gewoehnlicher Temperatur fester plastischer Stoffe, wie Paraffin, Wachs o. dgl. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung geformter, mit Radiumemanation in beliebiger Menge gleichmaessig beladener, bei gewoehnlicher Temperatur fester plastischer Stoffe, wie Paraffin, Wachs o. dgl.

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DE678965C
DE678965C DER96723D DER0096723D DE678965C DE 678965 C DE678965 C DE 678965C DE R96723 D DER96723 D DE R96723D DE R0096723 D DER0096723 D DE R0096723D DE 678965 C DE678965 C DE 678965C
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paraffin
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61JCONTAINERS SPECIALLY ADAPTED FOR MEDICAL OR PHARMACEUTICAL PURPOSES; DEVICES OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR BRINGING PHARMACEUTICAL PRODUCTS INTO PARTICULAR PHYSICAL OR ADMINISTERING FORMS; DEVICES FOR ADMINISTERING FOOD OR MEDICINES ORALLY; BABY COMFORTERS; DEVICES FOR RECEIVING SPITTLE
    • A61J3/00Devices or methods specially adapted for bringing pharmaceutical products into particular physical or administering forms
    • A61J3/08Devices or methods specially adapted for bringing pharmaceutical products into particular physical or administering forms into the form of suppositories or sticks

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  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medical Preparation Storing Or Oral Administration Devices (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung geformter, mit Radiumemanation in beliebiger Menge gleichmäßig beladener, bei gewöhnlicher Temperatur fester plastischer Stoffe, wie Paraffin, Wachs o. dgl.
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung geformter, mit Radiumemanation in beliebiger Menge gleichmäßig beladener, bei gewöhnlicher Temperatur fester plastischer Stoffe, wie Paraffin, Wachs o. dgl., unter Verwfen, dung eines Beladungsgefäßes, blei dem ein mit beweglichem Kolben versehener Zylinder verwendet wird, der an dem dem Kolben entgegengesetzten Ende mit einem abschließbaren Ansatz versehen ist, wobei der radioaktive Stoff in dem Zylinder gas dicht gelagert und ein Ventil im Kolben angeordnet ist, oder ähnlicher Beladungsgefäße. Bei der Benutzung dieser Gefäße werden salbenartige und bei gewöhnlicher Temperatur feste Stoffe gfeschmolzen in das evakuierte Beladungsgefäß eingesaugt und durch Schütteln mit der Em.anation gleichmäßig beladen. Auch die Entleerung der Aktivierungsvorrichtung kann insbesondere bei Substanzen wie Paraffin, Wachs o. dgl. nur in der Wärme erfolgen, solange die Füllung noch flüssig ist. Kühlt aber emanationsbaltiges Paraffin, Wachs 0. dgl. an der Luft ab, so entweicht ein T'eil der wertvollen Emanation in die Luft. Vor allem lassen sich jedoch solche radioaktiven festen Stoffe nicht in kompakter Masse verwenden, sie müssen vielmehr noch geformt werden, was erneute Bearbeitung mit weiteren Emanationsverlusten bedingt.
  • Um diese Mängel zu beheben, wird nach der Erfindung an den Stutzen des Beladungsgefäßes eine evakuierbare Form luftdicht angeschlossen, in die die noch flüssige ernanationshaltige Masse unter Vakuum entleert wird.
  • Die Verwendung in Formen gegossener, erstarrender, emanations'baltiger Massen ist bisher weder vorgeschlagen noch versucht worden. Man befürchtete mit Recht, besonders bei Gußstücken mit großer Oberfläche, wie Platten aus aktiviertem Paraffin o. dgl., beim einfachen Gießverfahren Verluste an wertvoller Emanation und glaubte, mit emanationshaltigen Salben, die auch in abgekühltem Zustand aus dem geschlossenen Beladungsgefäß herausgedrückt werden können, den gleichen Zweck zu erreichen. Man verkannte die großen Vorteile, die sich bieten, wenn plastische Massen von jeder gevunschten Form gleichmäßig mit beliebigen bzw. vorgeschriebenen Mengen von Emanation beladen werden.
  • Will man beispielsweise Wunden an der IÆörperoberfläche mit Emanation behandeln, dann gestattet die Salbentherapie keinen völlig gleichmäßigen Auftrag und kann vor allem nicht verhindern, daß die durch die Körperwärme dünner werdende Salbe in Vertiefungen der Wunde hineinfließt. Dadurch ergeben sich zwangsläufig eine nicht regelbare Verteilung der Salbe und verschieden starke Einwirkung der Emanation. Demgegenüber wird eine dünne, gIeichmäßig mit Emanation beladene Paraffinplatte, die sich der Körperoberfläche innigst anschmiegt, an allen Stellen dieselbe Strahlung gewährleisten. Außerdem hat die letztgenannte Behandlungsart den großen Vorzug, schnell und bequem, insbesondere aber sauber, anwendbar zu sein. Bei tiefer gelegenen Wunden bzw. bei der Emanationseinwirkung auf verschiedene innere Organe verbietet sich die Verwendung aktiviert, er Salben meistens von selbst, während durch die Erfindung gerade auf diesem Gebiet ganz neue Anwendungsmöglichkeiten erschlossen werden.
  • Bei den zu Platten, Stäben, Strängen, Kugeln, Ovalen usw. geformten Körpern lassen sich die Strahlungsmenge und Form den erforderlichen Verhältnissen anpassen. Außer den von der Berührungsfläche ausgehenden Alphastrahlen gelangen auch die Beta- und Gammastrahlen aus dem Innern der Wachsschicht zur Auswirkung, so daß bei entsprechend starker Aktivierung die Strahlung beliebig gesteigert werden kann bis zur nekrotischen Wirkung bei malignen Tumoren usw.
  • Als Form lassen sich zwei beliebig große und beliebig gestaliete Platten mit ineinandergreifenden Rändern benutzen. Die einander zugekehrten Seiten der Platten sind entweder glatt, wenn es sich um die Herstellung von radioaktiven Scheiben oder Platten aus Paraffin, Wachs o. dgl. handelt, oder gerillt bzw. hslbkugelig ausgebuchtet oder in entsprechend anderer Weise gemustert, wenn Stäbchen, Stränge, Kugeln, Ovale usw. in Frage kommen. Durch entsprechende Einlagen oder verschieden starke Dichtungen am Rande der Formplatten ist der gegenseitige Abstand der Platten zu regeln, so daß Scheiben des radio aktiven Paraffins usw. von wechselnder Stärke erhalten werden können.
  • Die beiden die Form bildenden Platten werden in der z. B. bei Autoklaven üblichen Weise zusammengeschraubt. Ein gegebenenfalls durch die Deckelplatte geführtes Verbindungsrohr dient zum Anschluß an den Mischbehälter; ein weiteres ähnlich geführtes Rohr stellt die Verbindung mit der Außenluft bzw. der Luftpumpe hier.
  • Um die vorzeitige Erstarrung der geschmolzenen Masse in der Form zu verhüten bzw. um die Form gut füllen und die Erstarrung richtig leiten zu können, muß die Form vorgewärmt und alsdann gekühlt werden. Bei größeren und infolgedessen schwereren Formen, die sich nicht ohne weiteres in ein Gefäß mit heißem bzw. kaltem Wasser legen lassen, wird man Doppel- bzw. Mantelplatten mit Zu-und Ableitungen für Dampf bzw. warmes und kaltes Wasser wählen.
  • Aus den Zeichnungen, die eine beispiels weise Ausführungsform der Vorrichtung darstellen, gehen die Einzelheiten der Erfindung klar hervor, und zwar zeigen Abb. I die Form, größtenteils im Schnitt, Abb. 2 ein Paar anders gestalteter Formplatten, geschnitten, Abb. 3 eine Formplatte nach Abb. 2 in Aufsicht.
  • Nach Abb. 1 ist an den Auslaßstutzen 1 des nicht wiedergegebenen Aktivierungsgefäßes mit dem Hahn 2 mittels der Muffe 3 das Füllrohr 4, das in den Innenraum 5 der Form führt, angeschlossen. Der Innenraum 5 ist begrenzt von der Oberplatte 6 und der Grundplatte 7, wobei die Deckplatte 6 am Rande mit dem Vorsprung 8 in die entsprechende Aussparung 9 der Platte 7 eingreift und durch den auswechselbaren Einiage- oder Dichtungsring bzw. -rahmen 10 die Abdichtung und Regelung des Abstandes bleider Platten erfolgen. In üblicher Weise sind an die Platte 7 bei II, 11'... Flügeischrauben I2, I2E... angelenkt, denen die Lager 13, 13'... an der Platte 6 entsprechen. Selbstverständlich können auch geeignete Bügeischrauben zur Verbindung beider Platten benutzt werden.
  • Durch das Rohr 14 wird die Verbindung des Innenraumes 5 mit der Außenluft bzw. der Luftpumpe hergestellt. Die Formplatten 6 und 7 sind mit glatten Innenfiächen als ummantelte Platten ausgebildet und besitzen die Zu- und Ableitungen 15, I bzw. 16, 16' für D.ampf bzw. warmes und kaltes Wasser.
  • In den Abb. 2 und 3 ist im Schnitt und in Aufsicht eine andere Ausführungsart der Formplatten gezeigt. Die Platten 6' und 7' besitzen an den einander zugekehrten Seiten halbkugelige Aussparungen 17 und I8 bzw. halbzylindrische Auskerbungen 19 und 20. Im übrigen sind selbstverständlich auch bei den Formen nach Abb. 2 und 3 die in Abb. 1 dargestellten Vorrichtungen zum Füllen, Evakuieren, Abdichten usw. vorgesehen.
  • Während in der Form nach Abb. I Scheiben bzw. Platten von aktiviertem Paraffin, Wachs o. dgl. gegossen werden, dienen die in Abb. 2 und 3 wiedergegebenen Formen zur Herstellung von Kugeln, Stäbchen usw.
  • Die Arbeitsweise ist folgende: Die bei geschlossenem Hahn 2 an das Aktivierungsgefäß angeschlossene Form wird durch Anziehen der Schrauben I2, 12'... abgedichtet und durch Rohr 14 evakuiert. Ist das gewünschte Vakuum erreicht, so wird Rohr 14 durch einen nicht dargestellten Hahn geschlossen und nach entsprechender Vorwarnung der Platten 6 lund 7 durch Öffnen des Hahnes 2 der Inhalt des Beladungsbehälters in die Form gesaugt. Die Füllung der Form kann noch durch den Druck des beweglichen Kolbens im Aktivierungsgefäß unterstützt werden. Gegebenenfalls sind in den Formplatten entsprechende Gußkanäle vorzusehen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zur Herstellung geformter, mit Radiumemanation in beliebiger Menge gleichmäßig beladener, bei gewöhnlicher Temperatur fester plastischer Stoffe, wie Paraffin, Wachs o. dgl., unter Verwendung eines Beladungsgefäßes, bei dem lein mit beweglichem Kolben versehener Zylinder verwendet wird, der an dem dem Kolben entgegengesetzten Ende mit einem abschließbaren Ansatz versehen ist, wobei der radioaktive Stoff in dem Zylinder gasdicht gelagert und ein Ventil im Kolben angeordnet ist, oder ähnlicher Beladungsgefäße, dadurch gekennzeichnet, daß an den Stutzen des Beladungsgefäßes eine evakuierbare Form luftdicht angeschlossen wird, in die die noch flüssige emanationshaltige Masse unter Vakuum entleert wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des. Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Form aus zwei auf den einander zugekehrten Innenseiten glatten oder gerillten bzw. beliebig gemusterten, zweckmäßig doppelwandigen Platten mit Zuführungen für Dampf bzw. heißes und kaltes Wasser und aus die ineinander greifenden Plattenränder in bestimmtien Abständen haltenden auswechselbaren Zwischenstücken bzw. Dichtungen besteht und luftdicht zusammeuschraubbar ist, wobei Anschlüsse an den Mischbehälter und an die Luftpumpe vorgesehen sind.
DER96723D 1936-06-30 1936-06-30 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung geformter, mit Radiumemanation in beliebiger Menge gleichmaessig beladener, bei gewoehnlicher Temperatur fester plastischer Stoffe, wie Paraffin, Wachs o. dgl. Expired DE678965C (de)

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