DE678289C - Schaltungsanordnung zur Rufzeichensendung mittels Gleichstrom ueber Verbindungsleitungen zwischen selbsttaetigen Fernsprechaemtern - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Rufzeichensendung mittels Gleichstrom ueber Verbindungsleitungen zwischen selbsttaetigen Fernsprechaemtern

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DE678289C
DE678289C DET48646D DET0048646D DE678289C DE 678289 C DE678289 C DE 678289C DE T48646 D DET48646 D DE T48646D DE T0048646 D DET0048646 D DE T0048646D DE 678289 C DE678289 C DE 678289C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
line
call
contact
circuit
Prior art date
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Expired
Application number
DET48646D
Other languages
English (en)
Inventor
Eric Arvid Ericsson
Karl Georg Johnson
Carl Bertil Sellen
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Telefonaktiebolaget LM Ericsson AB
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Telefonaktiebolaget LM Ericsson AB
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/0016Arrangements providing connection between exchanges

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Rufzeichensendimg mittels Gleichstrom, über Verbindungsleitungen zwischen selbsttätigen Fernsprechämtern. Bei bekannten Anordnungen dieser Art -sind polarisierte Relais mit neutraler Ruhelage an den beiden Endpunkten der Leitung angewendet worden. Der Anker eines solchen Relais kann nur in zwei verschiedenen Stellungen liegen. Beim Stromstoßempfang bleibt je nach Richtung des Stromes der Anker entweder in derselben Stellung liegen, d.h. der Stromstoß hat keine Wirkung, oder er wird in die andere Stellung umgelegt.
Die Erfindung hat den Zweck, eine An-Ordnung zu schaffen, durch die es mit einfachen Mitteln möglich wird, zwei Anrufsignale verschiedener Richtung über eine Verbindungsleitung, die für gewöhnlich nicht an eine Batterie angeschlossen ist, in beiden Verkehrsrichtungen. zu übertragen.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß polarisierte Relais mit Zwischenlage an den beiden Endpunkten der Leitung angeordnet sind und daß die Leitung, die für gewöhnlich nicht an Batterie oder Erde angeschlossen ist, beim Einleiten eines Anrufes über Kontakte eines beim Anruf betätigten
Relais nebst dem einen oder beiden polarisierten Relais in einen Stromkreis eingeschaltet- wird, der auf dem anrufenden Amt so über Doppelkontakte eines weiteren Relais an Batterie angeschlossen ist, daß, die Leitungszweige vertauscht und somit durch Strom verschiedener Richtung unterschiedliche Rufzeichen gegeben werden.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen beschrieben, die in Abb. ι und 2 ein Schaltungsschema einer Anwendung der Erfindung beispielsweise zeigen, und zwar in
Abb. ι die Einrichtungen eines Fernsprechamtes S1 am einen Ende 'einer Verbindungsleitung/7Z. und in
Abb. 2 die Anordnungen eines Amtes S2 am anderen Ende derselben Verbindungsleitung.
Die Zeichnungen zeigen nur die zum Erläutern der Erfindung erforderlichen Anordnungen.
Die Leitung/7/, ist für Gesprächverbindungen in beiden Richtungen bestimmt. B^ei einem Anruf von einem der Ämter S1 oder S2 wird die Verbindung über einen Gruppenwähler GV1 bzw. GV2 bis zur Leitung/7/, hergestellt, an deren beiden Endpunkten polarisierte Relais R1 bzw. R11 angeordnet sind-Es sei zuerst der Schaltverlauf bei einem Anruf vom Amt S1 zum Amt S2 beschrieben. Bei einem Anruf über den Gruppenwähler GV1 (Abb. 1), der ein gebührenfreies oder örtliches Gespräch betrifft, wird ein Prüfstromkreis ι ο durch ein Relais R9 geschlossen, das anspricht und seine Kontakten bis 14; betätigt. Die Batterie auf dem. Amt S1 wird über die Kontakte H3 12 an die normal spannungsfreie Verbindungsleitung FL angeschlossen. Von der Batterie aus wird dabei 4.0 ein Stromkreis 16 geschlossen, der über einen Widerstand M2, durch das polarisierte Relais R1 und über die Verbindungsleitung FL zum Amt S2 (Abb. 2) verläuft. Auf dem Amt S2 führt der Stromkreis 16 über das polarisierte ReMsZi11 und über einen Kon-. takt /C11, welcher nur geschlossen ist, wenn ein zugehöriger Nummernschalter auf dem Amt S2 sich' in der Ausgangslage befindet. Bei der im Stromkreis 16 !entstehenden Stromrichtung zieht das polarisierte Relais R1 seinen Anker in solcher Richtung an, daß der Kontakt α geschlossen wird. Ein Verzöge^ rungsrelais R2 erhält dann über diesen Kontakt Strom und schließt an seinem Kontakt 17 einen Stromkreis durch 'ein zweites Verzögerungsrelais Rs- Das " Relais R2 unterbricht außerdem an seinem Kontakt 18 den Stromkreis 10 durch das Relais R3, das jedoch gleichzeitig über den Kontakt 19 des Relais ä!2, einen Widerstand Μ± und seinen eigenen Kontakt 14 in einen Haltestromkreis eingeschaltet wird. Das Relais R8 schließt an seinen Kontakten 25, 24 zwei Stromkreise durch zwei Relais·/^ und RF2, die infolgedessen ihre Anker anziehen. Das Relais RF2 schaltet an den Kontakten 21, 22 die Batterie im Amt S1 vom Stromkreis 16 ab, schließt aber zugleich an seinem Kontakt 23 eine Stromschleife, die über die Leitung/7/, zum Amt S3 verläuft. In diesem Amt ist inzwischen die Batterie durch den folgenden Sclialtungsvorgang ,an die Leitung FL angeschlossen worden:
In dem über die Leitung/7/, beim Erregen des Relais R9 (Abb. ί) geschlossenen Stromkreis 16 ist die Stromrichtung bei diesem Ortsanruf derart, daß das Relais ,R11 (Abb.. 2) beim Erregen seinen Kontakt b schließt. Hierbei entsteht 'eine Strombahn durch das Relais R1^, welches seinerseits an seinem Kontakt 51 einen Stromkreis durch ein ' Verzögerungsrelais R15 schließt. Dieses unterbricht an seinen Kontakten 52, 53 den Stromkreis 16 durch das Relais/^, sehließt aber gleichzeitig an seinen Kontakten 54, 5 5 die beiden Zweige der Verbindungsleitung FL über das Relais Ru an die Batterie auf dem Amt S2 an. Bisher blieb der Stromkreis über die Leitung FL von der Batterie des Amtes S1 aus über die beiden am Kontakt /C11 auf dem Amt S2 zu einer Schleife geschalteten Leitungszweige der Leitung/7/, geschlossen. Nach der Erregung des Relais R15 werden aber die beiden Zweige der Leitung/7/, kurzzeitig an die Batterien sowohl des Amtes S1 wie des Amtes S2 angeschaltet sein, bis das Relais RF2, wie erwähnt, die Batterie des Amtes S1 abschaltet, wobei ein Schleifenstromkreis von der Batterie des Amtes S2 aus über die Leitung/7/, gebildet wird. Das Relais/?l5 bewirkt außerdem an seinem Kontakt 56 einen Anruf innerhalb des darauffolgenden Wählerabschnittes auf dem Amt S2.
Die von dem anrufenden Teilnehmer ausgesandten Nummernstromstöße werden in gewohnlicher Weise wiederholt und längs einer Strombahn 26 zum Relais R10 (Abb. 1) weitergeleitet. Dieses Relais wiederholt seinerseits die Stromstöße und leitet sie zum Amt S2 weiter, und zwar dadurch, daß es jedesmal beim Anziehen seines Ankers den über die Leitung FL geschlossenen Stromkreis an seinem Kontakt 27 unterbricht. Gleichzeitig schließt das Relais R10 an seinem Kontakt 28 einen Haltestromkreis durch das Relais R1, das seinen Anker während de!· Stromstoßsendung festhält, bei der das Relais R10 an seinem Kontakt 29 die Stromstöße einem Verzögerungsrelais R7 zuführt. Auch dieses Relais hält während der Stromstoßsendung seinen Anker fest und verhindert durch Offenhalten seiner Kontakte 31, 32 u.a.,
daß die auf dem Amt S1 befindlichen Kondensatoren C1, C2 störend auf die Stromstoßsendung wirken.
Auf dem Amt S2 werden die Numnuern-Stromstöße durch das Relais Ru wiedergegeben, das bei jeder Unterbrechung im Stromkreis über die Leitung FL seinen Anker kurzzeitig losläßt. Das Relais Rlis wiederholt in bekannter Weise die Stromstöße und
ίο leitet sie, beispielsweise über seinen Kontakt 57, zum darauffolgenden Stromstoßempfänger weiter. Während der Stromstoßsendung sendet das Relais /?14 über seinen Kontakt 6i und über den Kontakt 62 des Relais R15 Stromstöße durch ein Verzögerungsrelais R11.
Der Sc'haltverlauf hierbei, durch den im
. Augenblick kein Ergebnis entsteht, wird später bei der Beschreibung der Auflösung der Verbindung geschildert werden. Gegebenenfalls sich anschließende weitere Stromstoßreihen werden in ähnlicher Weise wiederholt. ISfach jeder Stromstoßreihe gehen die Relais R10 und R1 des Amtes S1 sowie auch das Relais R11 auf dem Amt S2 in ihre Ruhelage zurück.
Sobald der angerufene Teilnehmer antwortet, wird in gewöhnlicher Weise ein Stromkreis 81 durch ein Relais RF13 (Abb. 2) geschlossen. Dieses Relais bewirkt beim. Erregen an seinen Kontaktfedern 82, 83 eine Umkehr der Stromrichtung über die Leitung FL. Die geänderte Stromrichtung verursacht, daß das Relais R1 auf dem Amt S1 seinen Anker umlegt, den Kontakt« 'unterbricht und den Kontakt b schließt, wodurch ein Relais R3 betätigt wird. Dieses schließt an seinem Kontakt 41 einen Stromkreis durch das Relais R2, so daß es trotz der Öffnung des Kontaktes λ erregt bleibt. Ferner schließt das Relais R3 an seinem Kontakt 42 einen Stromkreis 43, der über den Kontakt 44 des Relais RF2 und über einen Kontaktarm des Gruppenwählers GV1 ,nach Schaltanordnungen innerhalb vorhergehender Abschnitte vierläuft, wodurch die Gesprächverbindung fertiggestellt wird.
Sobald der anrufende Teilnehmer nach Beendigung des Gespräches auflegt, wird das Relais R10 (Abb. 1) in gewöhnlicher Weise veranlaßt, seinen Anker verhältnismäßig lange anzuziehen und an seinem Kontakt 27 den über die Leitung FL verlaufenden Stromkreis entsprechend lange zu 'unterbrechen. Die Relais Ru und R15 im Amt S2 lassen inf olgedessen ihre Anker los. Das Relais R11 schließt beim Aberregen an seinem Kontakt 61 einen Stromkreis durch das Verzögerungsrelais R17, der über den Kontakt 62 des Relais R15 geschlossen bleibt, solange dieses Verzögerungsrelais seinen Anker noch festhält. Das Relais R11 schließt seinerseits an seinem Kontakt 63 einen Stromkreis durch ein Verzögerungsrelais R18, welches ,an seinen Kontakten 64, 65 zwei Stromkreise durch die Relais RFn und RF12 schließt, von denen das Relais RF11 an seinem Kontakt 66 einen Haltestromkreis durch das Relais RF12 über dessen eigenen Kontakt 67 herstellt. Sobald das Relais R15 seinen Anker losläßt, unterbricht es am Kontakt 62 den Stromkreis durch das Relais R11, welches beim Aberregen den Stromkreis durch das Relais R18 an seinem Kontakt 63 unterbricht. Wenn dieses Verzögerungsrelais R18 nach einer weiteren verhältnismäßig langen Zeit seinen Anker losläßt, unterbricht es am Kontakt 64 den Stromkreis durch das Relais RF11. "Nach einer weiteren Zeit läßt das Relais RF11 seinen Anker los, worauf auch das Relais RF12 aberregt wird. Das Relais R15 unterbrach beim Aberregen ,an seinem Kontakt 56 den zum darauffolgenden Abschnitt verlaufenden Stromkreis, wodurch die Schaltgeräte innerhalb dieses Abschnittes veranlaßt werden, in ihre Normallagen zurückzukehren. Dabei wird auch der Stromkreis 81 durch das Relais RF1* unterbrochen. Das Relais RF11 verhindert während seines verhältnismäßig langen Festhaltens durch Unterbrechen des Kontaktes 68 eine, Belegung der Leitung FL vom Amt S2 aus, bevor die benutzten Schaltanordnungen in die Ruhelage zurückgegangen sind.
Im Amt'S1 kehren die dargestellten Relais dadurch in die Ruhelage zurück, daß die Stromkreise durch die Relais R9 und R10 von dem vorhergehenden Wählerabschnitt abgeschaltet werden. Demzufolge werden die Relais R1, R3, R2, R8, RF1, RF2 und RF3 aberregt, wobei das Relais RF1 ähnlich wie das Relais RF11 in Abb. 2 verhindert, daß die Leitung FL vom' Amt S1 aus während der Auflösung der Verbindungen belegt wird.
Bei einer über die Leitung FL vom Amt S1 aus zum Amt S2 hergestellten Fernverbindung unterscheidet sich der Schaltvorgang wie folgt von' dem beim Ortsgespräch: Ein Femanruf innerhalb des AmIeS-S1 wird in bekannter Weise dadurch bezeichnet, daß das Relais RF3 (Abb. 1) Strom über einen Stromkreis 45 erhalt, der über einen Kontaktarm des Wählers GV1 und .über einen Ruhekontakt 46 am Relais RF2 verläuft. Beim Schließen des Prüfstromkreises über das Relais R3 und Anschalten der Amtsbatterie an die Leitung FL hat das Relais/?/^ schon seine Kontaktfedern 46,47 betätigt. Das Umlegen dieser Kontaktfedern verursacht eine Umkehrung der Stromrichtung über die Leitung/7/,. Das polarisierte Relais R11 auf dem Amt S2 (Abb. 2) schließt beim Erregen seinen Kontakt a. Hierbei erhält das Verzögerungsrelais R12 Strom und bezeichnet den Fern-
anruf, beispielsweise durch Schließen eines Stromkreises über seinen Kontakt 85, wodurch nicht dargestellte S chaltungsan Ordnungen betätigt werden. Das ansprechende Relais R12 hält sich über seinen Kontakt 84 erregt.
Auf dem Amt S1 wird das Relais R1 in derselben Weise wie bei einem Ortsanruf erregt. Das dann erregte Relais R2 schließt an seinem Kontakt 48 das Relais RF3 kurz, das sogleich seinen Anker losläßt. Die Stromrichtung über die Leitung FL wird darauf gleich der Stromrichtung beim Ortsanruf, und der weitere Schaltverlauf erfolgt in der vorher beschriebenen Weise. Wenn die Leitung FL aus irgendeinem Grunde gestört ist, wird das Relais R9 bei einem Anruf über den Wähler GV1 (Abb. 1) erregt, während die Relais R1 und R2 ■unerregt bleiben. Daher kann das Relais R2 bei einer Störung auf der Leitung FL die Strombahn des Prüfrelais R9 an seinem Kontakt 19 nicht umschalten. Die gestörte Leitung FL wird durch die dargestellten Anordnungen blockiert, bis die Störung beseitigt worden ist. Beim Erregen schließt das Relais R9 an seinem Kontakt 13 einen Stromkreis durch das Relais RF1 über einen Widerstand M3. Außerdem ist das 'Relais RF1 einem elektrolytischen Kondensator C8 und einem damit in Reihe liegenden Widerstand M5 parallel geschaltet. Infolge dieser Parallelschaltung und des verhältnismäßig schwachen Stromes arbeitet das Relais RF1 beim Erregen so langsam, daß es normalerweise nicht Zeit hat, seinen Anker .anzuziehen, ehe das ' Relais R2 den Prüf Stromkreis durch das Relais R9 umgeschaltet und des Relais Rä betätigt hat, so daß dieses an seinem Kontakt 25 einen Stromkreis an das Relais RF1 angeschlossen hat, der über keinen Widerstand verläuft. Wenn nun die Leitung FL gestört ist, zieht das Relais RF1 trotzdem nach einer gewissen Zeit seinen Anker an und unterbricht an seinem Kontakt 3 5 den Prüf Stromkreis durch das Relais R9, das aberregt wird. Der Anker des Relais RF1 wird aber durch eine mechanische Verriegelung 36 in angezogener Lage festgehalten. Während der . Sperrung der Leitung FL bewirkt das Relais RF1 über seinen Kontakt 37 eine Störungsmeldung. Der Anker des Relais RF1 wird entsperrt, sobald das Relais RF2 seinen Anker betätigt hat. Bei normalen Verbindungen, bei denen die Relais RF1 und RF2 gleichzeitig anziehen, wird der Anker des Relais RF^ nicht verriegelt.
Wenn Störungen innerhalb der Schaltungsorgane oder Stromkreisanoirdnungen im Amt S2 entstehen sollten, so werden diese über die Verbindungsleitung FL und das Amt S1 nach der nächsten Überwachungsstelle gemeldet. Bei derartigen Störungen (z. B. fehlerhafter Sicherung für einzelne Schaltungsorgane oder'einem nicht in normaler Zeit zur Ausgangslage zurückgehenden Wähler) wird in bekannter Weise ein nicht dargestelltes Störrelais erregt und schließt einen Kontakt 90. Für andere Störungen (z.B. Ausbleiben des Weckerstromes oder Fehler an einer für mehrere Schaltorgane gemeinsamen Sieherung) wird ein anderes Störrelais betätigt, das einen Kontakt 91 schließt. Sobald einer der Kontakte 90,91 geschlossen wird, wird * ein hochohmiges Relais FR1 über einen Stromkreis 92 an die Prüfstrombahn der Verbindungsleitung und des Wählers GV2 angeschaltet, um zu untersuchen, ob die Leitung FL frei ist. Das Relais FR7 nämlich zieht so lange nicht an, wie die Leitung besetzt ist, weil in solchem Falle entweder das Relais R19 über die Kontakte 69 und 70 in Reihe mit einem Widerstand Mu eingeschaltet oder die Strombahn 92 am Kontakt 68 des Relais RF11 unterbrochen ist. Damit die normale Prüfung nicht beeinträchtigt wird, ist das Relais FR7 hochohmig gewickelt. Sobald die Leitung FL frei ist, zieht das Relais FR7 seinen Anker an und schließt an seinem Kontakt . 93 eine Strombahn durch die Wicklung Lx eines Relais/7T^9, welches seinerseits an sei- go nem Kontakt 94 Strom einmal zu einer Wicklung L3 eines Relais FRS und zum anderen zu einem Thermorelais TK fließen läßt. Das Relais FR% zieht unmittelbar seinen Anker an und unterbricht an seinem Kontakt 96 die Stromzufuhr zum Relais FR7, welches aberregt wird und den Strom durch die Wicklung L1 des Relais FR9 unterbricht. Das Relais FRS hat sich inzwischen über seinen Kontakt 97 in einen Haltekreis gelegt. Das Thermorelais TK 1°° schließt, nachdem es für einige Zeit von Strom durchflossen ist, einen Kontakt 98, wodurch eine auf dem Relais FR8 angebrachte, der Wicklung L3 entgegenwirkende Wicklung 'L4. Strom erhält, so daß das Relais FR8 abfällt. Der beschriebene S chaltungs verlauf wird wiederholt, sobald das Thermorelais TK in seine Ruhelage zurückgekehrt ist, sofern die Störung nicht inzwischen beseitigt wurde. Beim Unterbrechen und Schließen des Stromes ■ durch die Wicklung L1 des Relais FR9 entstehen starke induktive Stromstöße in dessen zweiter Wicklung L2.' Diese ist mit einem Ende an Erde und mit dem anderen über je einen Kondensator C13 bzw. C14 an die beiden Leitungszweige der Leitung FL angeschlossien. Diese Leitungszweige sind ebenfalls parallel über je einen Kondensator C3 und C4 an ein Relais/7/^ im AnItS1 angeschlossen, dessen andere Klemme an Erde gelegt ist. Die induktiven Stromstöße durch die Wicklung L2 des Relais FR9 des Amtes S2 werden also über
die parallel geschalteten Leitungszweige der Leitung FL auf das Relais FR1 im Amt S1 übertragen. Wenn das Relais FR1 durqh einen solchen Stromstoß betätigt wird, hält es sich über seinen Kontakt 38 und schließt an seinem Kontakt 39 ein Relais/7/^, beispielsweise an den Prüfstromkreis einer darauffolgenden, nicht dargestellten Verbindungsleitung. Diese Verbindungsleitung möge zu einer Überwac'hungsstelle führen. Das Relais FR2 zieht seinen Anker an, sobald die Leitung frei ist, und schließt dabei an seinem Kontakt 40 einen Stromkreis durch eine Wicklung L5 eines Relais FR3, welches an seinem Kontakt 34 den Haltekreis des ReIaIsFR1 unterbricht. Dabei werden die Relais/7ZJ1 und FR2 aberregt, und der Strom durch die Wicklung L5 wird unterbrochen. Die Stromänderungen in der Wicklung L5 wirken über die Wicklung L6 des Relais/7Zu3 und über die Kondensatoren Cc und C7 auf nicht dargestellte Schaltglieder, die zur Überwaehungsstelle gehören. Bei den beschriebenen Störungssignalanordnungen auf den Ämtern S1 und S2 sind die Kontakte 40 und 93 der Relais FR2 bzw. FR7 je mit einer Reihenschaltung C5, Ms bzw. C15, M16 eines Kondensators und eines Widerstandes parallel geschaltet; diese Anordnung verhindert Funkenbildung beim Arbeiten der Kontakte.
In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel werden vom Amt S1 zum Amt S2 bei Anruf Signale verschiedener Strornrichtung gesandt, um Ortsanrufe und Fernanrufe voneinander zu unterscheiden. Durch Kombinieren der .dargestellten Anordnung von polarisierten Relais mit bekannten Anordnungen zum Empfangen und Trennen von langen und kurzen Stromstößen kann man natürlich eine Anordnung beispielsweise zum Bezeichnen von vier versehiedenen S chaltungs vorgängen durch kurze und lange Stromstöße verschiedener Stromrichtung erhalten.
Die Schaltungsanordnungen an den beiden Endpunkten der Leitung FL sind bei der beschriebenen Anlage nicht genau übereinstimmend ausgeführt, obwohl die Leitung für doppelgerichteten Verkehr bestimmt ist. Es ist angenommen worden, daß die Ämter S1 und' S2 verschiedene Größenordnung haben.
Die Anordnungen an den beiden Endpunkten können aber sehr wohl genau übereinstimmend ausgeführt werden. Das polarisierte Relais kann also normal auf beiden Ämtern unmittelbar an die Leitung/7/, angeschlossen sein wie in Abb. 2 das Relais R11 des Amtes S2. Bei einem Anruf schaltet dann ein Prüfrelais, _ das dem Relais R19 entspricht und ähnlich wie dieses angeordnet ist, die Batterie des anrufenden Amtes an die Leitung
fio FL. Bei einem Fernanruf sollen die Leitungszweige so angeordnet sein, daß sie in ähn licher Weise vertauscht werden, wie es mittels des Relais RF3 in Abb. 1 geschieht. Mit Rücksicht auf Normalisierung bei der Herstellung und Gleichmäßigkeit der Montierungsarbeit kann es natürlich vorteilhaft sein, gleiche Anordnungen an beiden Endpunkten der Leitung auszuführen. ■

Claims (6)

Patentansprüche':
1. Schaltungsanordnung zur Rufzeichensendung mittels Gleichstrom über Verbindungsleitungen zwischen selbsttätigen Fernsprechämtern, dadurch gekennzeichnet, daß polarisierte Relais mit Zwischenlage (R1, R11) an den beiden Endpunkten der Leitung (FL) angeordnet sind und daß die Leitung, die für gewöhnlich nicht an Batterie oder Erde angeschlossen ist, beim Einleiten eines Anrufes über Kontakte eines beim Anruf betätigten Relais (R9) nebst dem einen oder beiden polarisierten Relais in einen Stromkreis eingeschaltet wird, der auf dem anrufenden Amt so über Doppelkontakte eines weiteren Relais (RF3) an Batterie angeschlossen ist, daß die Leitungszweige vertauscht und somit durch Strom verschiedener Richtung unterschiedliche Rufzeichen -gegeben werden.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Femanruf das Ferngesprächbezeichnungsrelais (RF3) auf dem anrufenden Amt (S1) in Tätigkeit tritt und dabei die beiden Zweige der Leitung umtauscht, wodurch die Stromrichtung über die Leitung (FL) gegenüber der Stromrichtung bei einem Ortsanruf umgekehrt wird.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Batterie auf dem anrufenden Amt eine gewisse Zeit nach dem Einleiten des Anrufes wieder unter Einwirkung eines Abschaltrelais (RF2) von der Leitung abgeschaltet wird.
4. Anordnung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß polarisierte Relais (R1, R11) mit Zwischenlage an den beiden Endpunkten der Leitung unmittelbar an die normal spannungsfreie Leitung angeschaltet sind.
5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zum Sperren einer gestörten Leitung (FL) vorgesehenes Relais (RF^), dessen Wicklung einem elektrolytischen Kondensator (C8) und einem damit in Reihe liegenden Widerstand (M5) parallel geschaltet ist und dessen Anker mit einer mechanischen Verriegelung (36) versehen ist, so von einem polarisierten
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Relais (R1) auf dem anrufenden Amt abhängig ist,- daß die Verriegelung nicht arbeitet, wenn das polarisierte Relais innerhalb einer bestimmten Zeit nach Einleitung des Anrufes erregt Wird.
6. Anordnung nach Anspruch, i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Leitungszweige der Verbindungsleitung (FL) an den Endpunkten der Leitung über Kondensatoren (C13,C1(l ■ bzw. C31Ci) in Par-. allelschaltung an Relaiswicklungen (L2 bzw. FR1) angeschlossen sind, so daß Störsignale, die in der einen Wicklung (L2) induziert werden, als induktive Stromstöße über- die Leitung auf das andere Relais (FR1) wirken können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DET48646D 1936-05-22 1937-05-21 Schaltungsanordnung zur Rufzeichensendung mittels Gleichstrom ueber Verbindungsleitungen zwischen selbsttaetigen Fernsprechaemtern Expired DE678289C (de)

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