-
Vorrichtung zum Abschneiden lichtempfindlicher bandförmiger Papiere
Vorrichtungen zum Abtrennen lichtempfindlicher Papiere verschiedener Abmessungen
von Papierrollen sind an sich bekannt. Diese Vorrichtungen sind zur Benutzung in
den Kopieranstalten der Photogeschäfte bestimmt. In derartigen Anstalten. müssen
selbst im Kleinbetrieb verschiedene lichtempfindliche Papiersorten verarbeitet werden,
so daß entweder für jede Sorte eine besondere Vorrichtung nötig wäre oder beim jeweiligen
übergang von einer Papiersorte auf die andere die ganze Vorrichtung zum Zwecke -der
Rollenauswechselung in die Dunkelkammer gebracht werden müßte. Dieser Umstand macht
es erforderlich, größere Mengen verschiedenen Formates auf Vorrat zu schneiden,
wodurch der durch die bekannten Schneidvorrichtungen angestrebte Vorteil der billigeren
Lagerhaltung wieder teilweise verlorengeht.
-
Die Erfindung bezieht sich auf eine an sich bekannte Vorrichtung zum
Abschneiden lichtempfindlicher bandförmiger Papiere mit je einem für das zu schneidende
Papier, die Fortschalt- und Schneidvorrichtung und für die Aufnahme des geschnittenen
Papiers dienenden Behälter. Erfindungsgemäß wird bei Vorrichtungen dieser Art mit
einer oder mehreren Papierbahnen eine Fortschaltvorrichtung verwendet, die ein Paar
Vorschubrollen und ein Paar dazugehörige Gegendruckrollen aufweist, von denen die
Gegendruckrollen in einer Schwinge ruhen, die zur Regelung des Vorschubes von einer
Steuervorrichtung mehr oder weniger lange an die Vorschubrollen angedrückt wird.
Durch längere oder kürzere Berührung der - Vorschubrollen mit den entsprechenden
Gegendruckrollen wird die Vorschublänge der zwischen diesen Rollen befindlichen
Papierbahnen festgelegt und damit das Papierformat eingestellt.
-
Dadurch wird erreicht, daß gegenüber den bekannten Vorrichtungen,
bei - denen das Papier zwischen dauernd anliegenden Walzen geführt wird, der zu
bearbeitende Papierstreifen die Fortschaltvorrichtung in geringer Länge durchsetzt,
so daß einerseits dieDurchlaufzeit des jeweils zu sehne-denden Papiers verkürzt
und andererseits Papierverluste bei der Auswechselung des Rollenbehälters vermindert
werden. Die Schwinge kann gegebenenfalls einen Führungsrahmen für die Papierbahn
aufweisen, welcher bei der Entfernung der Schwinge von den ortsfest umlaufenden
Walzen auch das Papier von diesen Walzen abhebt. Die Ausführung kann dabei so getroffen
sein, claß die Schwinge mit
den in ihr gelagerten Gegendruckrollen
entgegen der Wirkung einer Feder für die der gewünschten Vorschublänge entsprechende
Zeit an die ortsfest umlaufenden Vorschubrollen heranbewegt wird und dann selbst-'
tätig in die Ruhestellung zurückkehrt. Zu diesem Zweck können auf der Welle der
Vorschubrollen angeordnete Kurvenscheiben, deren Kurvenlänge dem beabsichtigten
Vorschub entspricht, beispielsweise über von Schaltknöpfen aus einzurückende Zugstangen
auf eine Steuerstange zur Einwirkung kommen, welche dann die Transportwalzen mit
dem Antrieb - kuppelt. Diese Kupplung erfolgt vorteilhaft mit Hilfe von zwei Zahnrädern,
von denen das eine eine teilweise derart unterbrochene Zahnung aufweist, daß ein
Leerlauf zwischen beiden Zahnrädern eintreten kann, um auf diese Weise zu erreichen,
daß die Kurvenscheiben jeweils nur eine Umdrehung ausführen und danach in der für
die nächste Einschaltung erforderlichen Stellung zum Stillstand kommen.
-
Um die Herstellung einer beliebigen Anzahl gleichartiger Abschnitte
zu erleichtern und selbsttätig zu ermöglichen, kann die Vorrichtung noch mit Mitteln
ausgestattet, werden, welche die wahlweise Einstellung der Fortschalt- und Schneidvorrichtung
entweder auf Dauerbetrieb, auf eine bestimmte Schnittzahl oder auf Einzelschnitte
gestatten. Die Einstellung auf Dauerbetrieb kann in einfachster Weise durch Sperrung
z. B. der die Kupplung betätigenden Zugstangen in der eingerückten Stellung erfolgen.
Soll die Vorrichtung andererseits nur eine bestimmte Anzahl von Abschnitten liefern,
so könnte hierzu unter anderem ein z. B. von der Schneidvorrichtung aus gesteuertes
Schaltklinkenrad Verwendung finden, welches nach einer beliebig zu wählenden Anzahl
von Schnitten für die selbsttätige Auslösung einer die Ausrückung der Kupplung verhindernden
Sperrvorrichtung Sorge trägt.
-
In den beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweisen
Ausführungsformen dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i einen Schnitt nach der Linie
I-I der Abb. 2 und Abb. 2 eine Vorderansicht der ganzen Vorrichtung, Abb. 3 einen
Schnitt durch die Fortschalt-und Schneidvorrichtungnach der Linie III-III der Abb.
i, Abb.4 eine Ansicht der Einschaltvorrichtung, Abb. 5 eine Ansicht der Steuerung
'der Schneidvorrichtung, Abb. 6-7 eine Teilansicht des Getriebes, Abb. 8 eine Vorderansicht
einer Zähl- und Stoppvorrichtung, Abb._ 9 einen Längsschnitt nach der Linie IX-IX
der Abb. 8 und Abb. i6 einen Ou.erschnitt nach der Linie X-X der Abb. 9.
-
Abb. 2 zeigt eine mehrbahnige- Vorrichtung mit den Rollenbehältern
2, 3, 4 und den Einfallkästen 5, 6, 7. Jeder Rollenbehälter besteht aus einem Gehäuse
8, das die Rollenachse 9 und die Bolzenköpfe io, i i für die Lagerung der Achse
trägt. In dem durch ein Scharnier 12 aufklappbaren Gehäuse ist eine um die Achse
13 gelagerte Schwinge 14 mit der Druckrolle 15 angeordnet, die mit einem außerhalb
des Behälters befindlichen, auf einer Skala 17' bewegbaren Zeiger 16 verbunden ist.
.Der Behälter 8 greift mit den düsenartigen Teilen 17, i9 und 18, 2o in den Behälter
i ein, der die Fortschalt- und Einschneidevorrichtung aufweist. i9' und 2ö sind
zwei Gabelenden zum Zusammenhalten der Düsenteile 19, 20. An den unterhalb des Gehäuses
befindlichen Einfallkästen ist an der Vorderwand ein Schieber 23 und am oberen Teil
ein die Einfallöffnung" abdeckender Schieber 24 vorgesehen. 25. und 26 sind an der
Unterseite des Gehäuses befestigte Führungsschienen, in welche die Ränder 27 der
Einfallkästen schubfachartig eingreifen. 3o und 31 stellt die Abschneidevorrichtung
dar.
-
Der Papierstreifen läuft zwischen den Vorschubrollen 28' und 28"
und den Gegendruckrollen 29' und 29" hindurch, die den Papierstreifen an seinen
Rändern erfassen. Die Vorschubrollen 28' und 28" sind gegenüber den Gegendruckrollen
29' und 29" von geringerer Breite und bestehen vorteilhafterweise aus einem elastischen
Stoff, welcher nachgiebiger ist als der Baustoff, aus welchem die Gegendruckrollen
29' und 29" hergestellt sind. Dadurch wird die Bildung von Druckspuren auf dem Papierstreifen
wirksam unterbunden. Während nun die Vorschubrollen 28' und 28" von Flanschen eingefaßt
sind, die fest auf der Vorschubwelle 32 sitzen, sind die Gegendruckrollen 29' und
29" auf einer Welle 33 drehbar gelagert. Diese Welle 33 wird von einer Schwinge
22 getragen, die an der im Gehäuse ortsfest gelagerten Achse 21 pendelnd aufgehängt
ist. Der freie Raum zwischen den Vorschubrollenpaaren enthält außer den Lagerungen
für die Vorschubwelle 32 und die Schwingenwelle 33 ein weiteres Scheibenpaar 34
und 35, von welchem die Scheibe 34 ebenfalls auf der Welle 32 festsitzt, während
die Scheibe 35 auf der Schwingenwelle 33 drehbar gelagert ist. Die Scheibe 35 trägt
an ihrem Umfang Stempelzeichen, die auf der Rückseite des Papiers aufzubringen sind.
Wenn sich also die Rollen 28' und 28" mit den Gegenrollen 29' und 29" druckwirksam
berühren, wirkt auch das Rollenpaar 35 und
34 zusammen, so daß die
Gegenrollen 29' und 29" und 35 von den Rollen 28' und 28" und 34 mitgenommen werden,
.sobald sich die Welle 32 dreht. Da nun aber die Schwingachse 33 der Vorschubwelle
32 genähert und von ihr entfernt -worden kann, findet bei abgehobener Schwinge 22
kein'Vorschub statt, da die einzelnen Rollenpaare sich dann mit dem Papierstreifen
36 nicht berühren. Um nun den Papierstreifen 36 ebenfalls mit Sicherheit von den
Vorschubrollen 28' und 28" abheben zu können, ist an der Innenseite der Schwinge
22 ein Blechrahmen 37 (Abt. 5) angebracht, welcher die Bewegung der Schwinge sinngemäß
mitmacht, so daß sich der Papierstreifen 36 zunächst an die Blechwand 37' anlehnt
und schließlich durch die Bewegung der Schwingachse 33 von dem Umfang der Vorschubrollen
28' und 28" abgehoben -wird. Gleichzeitig hebt sich natürlich auch der Berührungsschluß
der Stempelrolle 35 mit dem Papierstreifen 36 einerseits und mit der Gegenrolle
34 andererseits auf, so daß sich die Stempelrolle weder dreht noch mit dein Papierstreifen
zusammentrifft.
-
Zum Einfärben der Stempelrolle 35 dient eine besondere Farbrolle 38,
die durch ihr Eigengewicht auf der Stempelrolle 35 aufliegt. Die Farbrolle 38 ist
an einer Schwinge 39 drehbar gelagert, von welcher sie gabelförmig umfaßt wird.
Die Schwinge 39 ist in entsprechenden Aussparungen der Schwinge 22 untergebracht
und mit ihr um die gleiche Schwingenachse 21 drehbar gelagert. Sobald sich also
die Stempelrolle 35 dreht, rollt die Farbzubringerrolle 38 auf ihr ab und bewirkt
dadurch selbsttätig das Auftragen der Stempelfarbe. Dadurch, daß sich die Stempelrolle
nur dann drehen kann, wenn ein Vorschub stattfindet, -wird der Verbrauch an Stempelfarbstoff
in sehr betriebssicherer und wirtschaftlicher Weise gewährleistet (Fig. z).
-
Das zur Steuerung der Vorschübscheiben und der Schere dienende Getriebe
ist in Fig.3 im größeren Maßstabe veranschaulicht. Diese Abbildung zeigt eine Ausführung,
-welche nur zur Verarbeitung einer einzigen Rollenbahn bestimmt ist und demgemäß
auch keine durchgehende Antriebswelle aufweist. Der Einfachheit halber ist hierbei
die Antriebswelle 45, welche sich 'gemäß Fig. 2 außerhalb der Schnittebene befindet,
mit in den Schnitt hineinverlegt worden.
-
Auf der Vorlegerwelle 32, welche die Vorschubscheiben 28' und 28"
und die Walze 34 trägt, sind mehrere Kurvenscheiben 4o, 41 und 42 fest angeordnet,
die gemeinsam über ein Rädervorgelege 43, 44 von der dauernd umlaufenden Vorlegewelle
45 angetrieben werden. Die Vorlegewelle 45 durchsetzt bei einer gemäß Fig. 2 aus
mehreren Einzelaggregaten bestehenden Vorrichtung, abweichend von der in Fig. 3
gezeichneten Ausführung, sämtliche Rollbahnen.
-
Die einzelnen Kurvenscheiben 4o bis 42 sind mit Kurvenkränzen 40'
(Fig.4) versehen, die an ihrem einen Ende eine Steuerfläche 4.o" aufweisen. Jeder
Kurvenscheibe ist eine der, mit Steuerrollen 53, 5-1, 55 versehenen Zugstangen 5o
bis 52 zugeordnet, welche durch Federn 83 (Fig. 9) in der Ruhestellung gehalten
werden, in der sich nach Fig. 3 die Zugstangen 51 und 52 befinden. In der Stirnwand
22' der Schwinge 22 sind die Druckknöpfe 47 bis 49 federnd gelagert, durch deren
Betätigung eine axiale Verschiebung der Zugstangen 5o bis 52 bewirkt werden kann.
Die Zugstangen umgreifen die Wellen 32 und 33 mit Langlöchern (Fig.4) und sind an
ihrem den Druckknöpfen 47 bis 49 abgekehrten Ende mit Schrägflächen versehen, welche
zur Einwirkung auf entsprechende Schrägflächen einer parallel zur Welle 32 verschiebbaren
Kupplungsstange 56 einzuwirken bestimmt sind, die das gleichfalls verschiebbare
Zahnrad 44 gabelartig umgreift und durch eine Feder in der in Fig. 3 strichpunktiert
angedeuteten Ruhestellung gehalten wird. Das Zahnrad 44 steht bei eingeschaltetem
Antrieb mit einem auf der Welle 33 angeordneten Zahnrad 43 in Eingriff, dessen Zähre
43' gemäß Fig. 6 und 7 eine Aussparung :I3" aufweisen. Befindet sich das Zahnrad
44 in der Stellung 44' (Fig.3), so laufen seine Zähne in der Zahnlücke 43" des Zahnrades
43, so daß die Welle 33 und damit die Kurvenscheiben 4ö bis 42 jeweils nur eine
Umdrehung ausführen und dann in der für die Einleitung des nächsten Arbeitsganges
geeigneten Stellung stehenbleiben. Diese Einrichtung ist an sich nicht unbedingt
erforderlich, denn die einwandfreie Steuerung des Vorschubes würde auch erfolgen,
wenn die Kurvenscheiben 42 sich dauernd im Umlauf befinden. Dann -wäre aber bei
der Betätigung der Druckknöpfe 47, 48, 49 darauf zu achten, daß die Zugstangen 5o,
51, 52 erst dann in die wirksame Lage bewegt werden können, wenn die Kurvenscheiben
40, 41 und 42 sich in einer Stellung befinden, in der die Steuerrollen 53, 54 und
55 durch die Unterbrechung der Kurvenkränze 40' hindurchtreten können. Damit sich
nun die Kurvenscheiben 40, 41 und 42 immer in dieser Lage befinden; ist durch die
besondere Ausbildung und Anordnung der Zahnräder 43 und 44 dafür Sorge getragen,
daß sie nach einmaliger Umdrehung die obenerwähnte Ruhestellung selbsttätig einnehmen,
so daß es der Bedienungsperson erspart bleibt, der Betätigung der Druckknöpfe 47,
48, 49 besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Um die Umdrehung der
Vorschubwelle 32 einzuleiten, wird einer der Druckknöpfe 47 bis 49 bis zur Anlage
an der Frontplatte 22' der Druckrollenschwinge 22 niedergedrückt, so daß die am
rückseitigen Ende der betreffenden Zugstange 50, 51 und 52 befindliche Schrägfläche
mit der entsprechenden Gegenfläche der Kupplungsstange 56 zusammentrifft und diese
gerade so weit seitwärts zu verschieben vermag, daß die ausgesparten Kupplungszähne
43' des Zahnrades 43 von den Stirnflanken der Verzahnung des Antriebsritzels 44
schon erfaßt und mitgenommen werden. In diesem Augenblick befindet sich die Steuerrolle
53 beispielsweise in der strichpunktiert angedeuteten relativen Stellung 53' zur
Kurvenscheibe 40 (Fig. 4). In dieser Stellung erfaßt die Steuerfläche 4o" des Kurvenkranzes
40' der von den Zahnrädern 43 und 44 bereits angetriebenen Kurvenscheibe die Steuerrolle
53 und drückt dadurch die Zugstange 5o weiter gegen die Schrägfläche der Kupplungsstange
56. Auf diese Weise gelangt das Antriebsritzel 44 aus der strichpunktiert angedeuteten
Stellung 44' völlig in die ausgezogene Stellung 44. Dieser Zustand bleibt so lange
aufrechterhalten, als die Steuerrolle 53 die Stellung 53" einnimmt, also auf dem
Rücken des Kurvenrandes 4o' entlang rollt. Da nun der Kurvenrand der einzelnen Scheiben
entsprechend dem verschieden großen Vorschub, welchen die Kurvenscheiben 40, 41
und 42 bewirken sollen, verschiedene 'Länge aufweist, kehrt die Steuerrolle 53 bzw.
54 oder 55 bei Betätigung der einzelnen Druckknöpfe 47 bis 49 entsprechend früher
oder später in ihre Ruhelage 53" zurück. Dementsprechend wird auch das Zahnrad 44
früher oder später einschließlich der Kupplungsstange 56 in die strichpunktierte
Lage zurückkehren. Trotzdem aber wird das Zahnrad 43 und damit auch die die Kurvenscheiben
tragende Welle 33 so lange in Umdrehung gehalten, bis die Verzahnung des Rades 44
in die Lücke 43" des Zahnrades 43 eintritt (Fig. 6 und 7).
-
Durch die beschriebene Bewegung der Zugstangen 5o, 54 52 ist gleichzeitig
auch eine Anstellbewegung der Druckrollenschwinge 22 dadurch bewirkt worden, daß
beim Erfassen der Steuerrolle 53 durch den Kurvenkranz 40' die Druckrollenachse
33 von dem diuckknopfseitigen Ende der Zugstange 5o erfaßt und derart angezogen
wurde, daß die Rollenpaare 28' bis ' 29', 34 bis 35 und 28" bis 29" mit dem vorzuschiebenden
Papierstreifen 36 in Berührung getreten sind. In gleicher Weise wirken natürlich
auch die Zugstangen 51 und 52, jedoch werden bei ihrer Betätigung Kurvenstücke anderer
Abmessungen auf die Druckrollenschwingen 22 zur Einwirkung gebracht und dadurch
entsprechend längere oder kürzere Vorschübe des Papierstreifens 36 bewirkt. .
-
Zur Steuerung der Abschneidvorrichtung 3o und 3 i ist auf der Vorschubwelle
32 eine Scheibe 143 fest angeordnet, welche einen exzentrischen Zapfen 6o trägt,
auf dem eine Rolle 61 drehbar gelagert ist. Eine derartige Rolle könnte statt dessen
auch an den Vorschubscheiben 28' und 29' bzw. an- der Walze 34 angebracht werden.
In der Bahn der Rolle 61 liegt der Steuerdaumen 62' eines Steuerhebelpaares 62 und
63 (Fig. 3), das unter Vermittlung zweier Stoßstangen 64 an den das bewegliche Messer
3 i der Schneidvorrichtung tragenden Schlitten 65 angeschlossen ist und nach erfolgtem
Vorschub den zwischen den Messern 30 und 31 hindurchgetretenen Papierstreifen
abtrennt (Fig. 5). Die Zugfeder 66 bewegt das gesamte Scherengetriebe wieder in
die Ruhelage zurück. Um eine Geradführung des Schlittens 65 zu gewährleisten, greifen
die Steuerhebel und auch die Stoßstangen 64 paarweise am Messerschlitten 65 an,
wobei eine Querstrebe 68 eine unerwünschte Verdrehung der Steuerhebel 62 und 63
gegeneinander verhindert. Die in die Rückwand des Gehäuses i eingesetzten Druckknöpfe
67 dienen zur Betätigung der Schneidvorrichtungen von Hand aus. Auf diese Weise
kann der beim Einsetzen einer neuen Rolle etwa zwischen den Messern hindurchtretende
und nicht die richtige Länge aufweisende Papierstreifen von Hand abgetrennt werden,
so daß das an der Maschine angebrachte, noch näher zu erläuternde Zählwerk den nicht
gemessenen ersten Abschnitt eines neu eingesetzten Streifens nicht mitzählen kann.
-
Um nun zu erreichen, daß mehrere Abschnitte gleicher Länge auf ein
und derselben Rollenbahn bzw. durch die gleiche Fortschalt- und Schneidvorrichtung
hintereinander hergestellt werden können, ist die Vorrichtung mit einer Einrichtung
für Dauerschaltung ausgestattet. Zu diesem Zweck ist nach Fig. 4 der Zeichnung ein
Flügelhebel 57 vorgesehen, der in der gezeichneten Stellung mit seiner Stelze 59
eine der Anzahl der Zugstangen 5o bis 52 entsprechende Zahl von Sperriegeln 58 entgegen
der Wirkung von Federn außerhalb der Bahn der Zugstangen hält. Durch Umlegen des
Flügelhebels 57 wird den Sperriegeln 58 Gelegenheit gegeben, in die Bewegungsbahn
der Zugstange 5o einzutreten und dadurch zu verhindern, daß die Steuerrolle 53 in
ihre Ruhelage 53"' zurückzukehren vermag. Die Zugstange bleibt vielmehr mit ihrer
Steuerrolle in der strichpunktiert angedeuteten Relativstellung 53' zum Kurvenkranz
40' stehen, während sich die
Vorschubwelle 32 weiterbewegt und dadurch
der Kurvenkranz zu wiederholtem Angriff auf die Rolle 53 gelangen kann, bis. man
durch Umlegen des Flügelhebels 57 den Sperriegel 58 wieder in die Ruhestellung bewegt.
Der Flügelhebel 57 einschließlich seiner Stelze 59 kann sich über die ganze Breite
der Kurvenscheiben hinweg erstrecken, während die Sperriegel 58 in einer der Anzahl
der Zugstangen entsprechenden Zahl vorgesehen und gemeinsam von dem durchgehenden
Flügelhebel gesteuert werden. Sie können immer nur bei derjenigen Zugstange in Wirksamkeit
treten, deren Druckknopf zuvor niedergedrückt wurde.
-
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Einrichtung für Dauerschaltung,
welche gleichzeitig auch die Einstellung der Vorrichtung auf die Herstellung einer
bestimmten Anzahl von Abschnitten und deren Zählung und auch die wahlweise Steuerung
der Einzelschaltung, Dauerschaltung oder Stoppschaltung ermöglicht, ist in den Fig.
8 bis io der Zeichnung veranschaulicht. Hiernach dient der Steuerdaumen 62
der Schneidvorrichtung gleichzeitig auch zum Antrieb einer Zähl- und Stoppvorrichtung.
Zu diesem Zweck ist an der Rückseite des Steuerdaumens 62' ein federbelasteter Stoßbolzen
69 angeordnet, welcher gegenüber einer Platte 70 liegt, deren Bewegung einen Sperrklinkenhebel7i
antreibt. Die an dem Hebel 7i angebrachte Sperrklinke 72 wirkt auf ein Zahnrad 73
ein, das durch eine an dem ortsfesten Bolzen 74 gelagerte Gegenklinke 75 gegen Rückdrehung
gesichert wird.
-
Die Drehbewegung des Sperrades 73 wird über eine im Gehäuse i gelagerte
Welle 76 auf eine Zeigerscheibe 77 übertragen, welche an ihrem Rand eine Zeigermarke
77' und an ihrem Umfang eine Rast 77" aufweist. In der tellerförmigen Ausnehmung
der Zeigerscheibe 77 ist eine mit einer entsprechenden Kegelfläche 78 ausgestattete
Zeigerkurbel 78 gelagert, welche durch eine Handmutter 81 unter beliebiger Einstellung
einer auf der Kurbel angebrachten Skala gegenüber der Zeigermarke 77' fest mit der
Zeigerscheibe 77 gekuppelt werden kann. Der Griff 78" der Zeigerkurbel 77 trägt
einen Federstift 79, welcher bei entsprechender Stellung der Kurbel in eine Zeigerbohrung
8o des Maschinengehäuse@ eindringen kann.
-
Mit der Zeigerscheibe 77 steht ein Sperrriegel 82 in Wirkungsverbindung,
der sich in ähnlicher Weise wie. der Flügelhebel 57 nach Fig. q. über die ganze
Breite der einzelnen Kurvenscheiben erstreckt und eine der Anzahl der Zugstangen
bzw. Kurvenscheiben entsprechende Zahl von Einzelriegeln 87, 88 und 89 trägt. Die
Einzelriegel sind in dem Sperriegel 82 unter Vermittlung von v erhältnismäßig schwachen
Druckfedern 84 bis 86 in der besonders aus Fig.9 ersichtlichen Weise gelagert. Der
Sperriegel 82 selbst wird durch eine stärkere Feder 9o gegen die Zeigerscheibe 77
gedrückt und ist mit einem Zahn 82' zum Eingriff in deren Rast 77' ausgestattet.
-
Nach dem Anziehen der Handmutter 81 und erfolgter .Einstellung der
Zeigermarke 77' in bezug auf die Skala der Zeigerkurbel 78 kann man durch Drehung
der Zeigerkurbel eine Drehung der Welle 76 im Bewegungssinne der Verzahnung des
Sperrades 73 ausführen. Drückt man dabei gleichzeitig auf den Knopf 79 des Kurbelgriffes,
so dringt der Knopf 79 schließlich in die Bohrung 8o des Maschinengehäuses ein,
wodurch eine ganz bestimmte Einstellung des Sperrades, der Zeigerscheibe und deren
Rast 77" zu dem Zahn 82' gegeben wird. Damit nun der durch den Umfang der Zeigerscheibe
entgegen der Wirkung seiner Feder 9o bewegte und in dieser Stellung gehaltene Zahn
82' des Sperrriegels 82, der nach Fig. 9 dabei z. B. mit seinem Einzelriegel 88
die Rückkehr der in der Kupplungsstellung befindlichen Zugstange 50 verhindert,
zum Eingriff in die Rast 77" kommen und dadurch den Riegel in die die Zugstange
freigebende Lage gelangen lassen kann, muß das Sperrad sich um einen Betrag drehen,
welcher der gewählten Einstellung der Zeigermarke 77' und der Rast 77" zur Zeigerkurbel
und der vorher erfolgten Drehung der Zeigerkurbel bis zum Eingriff des Druckknopfes
79 in die Bohrung 8o entspricht. Dieser Betrag kommt einer bestimmten Anzahl von
Einzelhüben des Sperradantriebes 69 bis 72 und damit des Scherengetriebes gleich.
Erst dann, wenn sich die Rast 77" mit dem Zahn 82' in Übereinstimmung befindet,
kann der Sperriegel 82 durch seine Feder 9o zurückbewegt werden, um@auch den jeweils
in der. wirksamen Lage befindlichen Einzelriegel in die Ruhestellung zurückzuführen.
-
Um nun zu vermeiden, daß bei der darauf folgenden, durch Betätigung
eines der Druckknöpfe 47 bis 49 vorzunehmenden Wiedereinschaltung des Antriebes
die Zahl- und Stoppvorrichtung durch den dann von der Schere aus betätigten Klinkenhebel
71 selbsttätig wieder in Tätigkeit gesetzt wird, ist die Zahnung des Sperrades 73
auf einen bestimmten Teil ihres Umfanges unterbrochen (Fig. io). Die Klinke 72 arbeitet
infolgedessen leer auf dem Sperrad 73, sobald der Zahn 82' zum Eingriff in die Rast
77" der Zeigerscheibe 77 gekommen ist. Die Unterbrechung der Zahnung wird so groß
gewählt, daß erst nach einer verhältnismäßig großen
Drehung der
Welle 76 mit Hilfe der Zeigerkurbel die Klinke 72 wieder die Zahnung des Rades 73
erfaßt. Man kann auf diese Weise die Zeigerscheibe 77 mit dem Zahnrad 73 so einstellen,
daß sie über den Zahn 82' den betreffenden Einzelriegel, wie oben.. erläutert, für
eine bestimmte Zahl von .gleichen Abschnitten oder dauernd in der Bahn der jeweils
eingerückten Zugstange hält oder durch den Eingriff des Zahnes 82' in die Rast 77"
gänzlich unwirksam werden läßt. Um die jeweilige Einstellung deutlich in Erscheinung
treten zu lassen, werden auf der Skala der Zeigerscheibe 77 außer dem Zeichen Stoppschaltung,
das sich beispielsweise über eine Zahlenreihe von i bis ioo hinwegziehen kann, zwei
weitere Zeichen für Einzelschaltung und Dauerschaltung angebracht, welche mit der
Zeigermarke 77' in Übereinstimmung gebracht werden können.