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Rechenmaschine Die Erfindung bezieht sich auf Rechenmaschinen mit
einstellbaren Anschlägen, Zählr adstellgliedern, die durch vom Maschinenantrieb
bewegte nachgiebige Mittel sowohl vor- als auch zurückbewegt werden, und Zählrädern,
die mit den Stellgliedern in und außer Eingriff bewegt werden, und besteht darin,
daß Federn oder unter Federwirkung stehende Mittel von einem Halter, welcher vom
Maschinenantrieb hin und zurück bewegt wird, so getragen bzw. gestützt werden, daß
sie durch die Bewegung des Halters für die Hinbewegung .der Zählradstellglieder
und für deren Rückbewegung gespannt werden.
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Es ist bereits bekannt, die Stellglieder bei der Hinundrückbewegung
durch Reibung nachgiebig anzutreiben. Dabei ist es nachteilig, daß eine Kraftäußerung
in einer bestimmten Richtung, z. B. gegen den eingestellten Anschlag, nicht erfolgt,
wenn das antreibende Mittel im Ruhezustand ist. Dieser Nachteil wird durch die Erfindung
vermieden. Bei Maschinen, bei welchen die Stellglieder in einer Richtung durch lange
Schraubenfedern nachgiebig und in der anderen formschlüssig bewegt werden, ist auch
eine Einrichtung derart bekannt, daß die freien Enden der Federn an einer vorn Maschinenantrieb
hin und zurück bewegten Stange aufgehängt sind. Jedoch sind die Federn hier stets
nur in einer Richtung wirksam, während ein nachgiebiger Antrieb in der anderen Richtung,
wie er z. B. für die Ausführung einer Zehnerübertragung erwünscht ist, erst durch
eine besondere Feder unter Verwendung eines Zwischengliedes möglich ist. Durch die
Erfindung werden diese Teile erübrigt. Die sonst meistens für den Antrieb der Stellglieder
verwendeten langen Schraubenfedern haben den Nachteil, daß die von ihnen angetriebenen
Glieder ihren Kraftäußerungen mit erheblicher Verzögerung folgen und daß störende
Schwingungen in ihnen auftreten. Diese Nachteile werden wesentlich vermindert, und
es wird außerdem erreicht, daß -der Stellenabstand geringer ist, wenn auf Biegung
beanspruchte Federn verwendet werden. Schließlich wird durch eine besondere Ausführungsform
des Gegenstandes der Erfindung verhindert, daß .die Stellglieder bei einem Summenzug
ihren vollen Weg vorspringen, ohne dafür besondere Vorkehrungen treffen zu müssen.
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In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsformen des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt, die eine in den Abb. i und 2 und die andere in den Abb. 3
und .4.
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Die Abb. i und 3 sind Längsschnitte durch die Maschine.
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Abb. 2 zeigt eine Einzelheit der Abb. i und' Abb. 4. eine Einzelheit
der Abb. 3 in größerem Maßstabe.
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Im Gehäuse i - i (Abb. i) der Maschine sind die Achsen 122, 123 und
eine Traverse
12q. fest angeordnet und bilden die Aufnahme für einen
Stiftschlittenrahmen 125 bekannter Art, welcher für jede Wertstelle eine
Reihe von einstellbaren Anschlägen 126 enthält. Solche Anschläge sind, wie bekannt,
für die Werte o bis 8 vorgesehen, während für den Wert 9 ein allgemeiner Anschlag
127
mit dem Rahmen 125 fest verbunden ist. Mit diesen Anschlägen
126, 127 arbeiten die Zählwerksschaltglieder rar zusammen, die in Schlitzen
1,42 eines mit dem Gehäuse 121 festen. Blockes 141 geführt sind. Die Zählwerksschaltglieder
131 liegen rechts oben auf der Achse 143 auf und laufen durch Schlitze i46 in einer
Traverse 145, die am Maschinengehäuse 12i befestigt ist. Eine- Achse i44 verhindert,
daß die Schaltglieder i31 nach oben aus ihrer Bewegungsbahn ausweichen.
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Jedes Zählwerksschaltglied 131 hat eine Verzahnung 132, welche mit
einem Zählwerksrad i 5 i zusammenarbeitet. Alle Räder i 5 i des Zählwerkes sitzen
auf der Achse 152 und können in die strichpunktierte Stellung gesteuert werden,
in welcher sie außer Eingriff mit der Verzahnung 132 .der Schaltglieder sind. Die
Steuerung des Zählwerks erfolgt so, daß es entweder beim Hingang oder beim Rückgang
der Schaltglieder mit diesen im Eingriff ist oder auch während des ganzen Arbeitshubes,
je nachdem ob ein Betrag addiert oder subtrahiert, eine Zwischensumme oder eine
Löschsumme gezogen werden soll. Diese Steuervorgänge sind bekannt und brauchen daher
hier nicht näher beschrieben zu werden.
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Jedes Zählwerksschaltglied hat ferner an seinem linken Ende eine Nase
133, die mit den erwähnten Anschlägen 126 bzw. 127 in Wirkungsbeziehung stehen.
Die Nase 133 geht. auf ihrer Bewegungsbahn unter den Anschlägen 126 vorbei, wenn
keiner derselben eingestellt wurde, und wird dann vom Anschlag 127 aufgehalten.
Wenn aber einer der Anschläge 126 eingestellt wurde, so trifft die Nase 133 auf
ihn, und die Bewegung des Schaltgliedes 131 nach rechts oben wird dadurch begrenzt.
Die Anschläge 126 können nach einem oder mehreren Arbeitsgängen in bekannter Weise
wieder in ihre Normallage zurückgeführt werden.
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Die _Zählwerksschaltglieder i 3 i weisen noch zwei Vorsprünge 134
und 135 auf, an denen Standfedern 171 angreifen. Für jedes Schaltglied 131 ist eine
solche Feder 171 vorgesehen. Die letzteren sind in einem gemeinsamen Halter
172 mit einem Spannstück 175 befestigt (Abb. i und :2). Der Halter 1-2 hat zwei
seitliche Lappen i73, mit welchen er auf eine im Maschinengestell gelagerte Achse
162 drehbar aufgebracht ist. An einer Rolle 174 des Halters 172 greift .ein nicht
dargestelltes Triebelement der Maschine an und bewegt den Halter 1722 in die strichpunktierte
Lage und wieder zurück. Die Standfedern 171 legen sich beim Hingang gegen die Vorsprünge
135 der Schaltglieder IV, während sie beim Rückgang nach ihrer Entspannung
und Spannung in der entgegengesetzten Richtung die Vorsprünge 134 erfassen. Die
.. Elastizität der Federn 171 kann beim Hingang, besonders wenn die Schaltglieder
von den ersten Anschlägen 126 aufgehalten werden, stärker in Anspruch genommen werden
als beim Rückgang. Deshalb sind die Federn 171 beim Hingang auf ihrer ganzen Länge
vom Spannstück 175 an frei, während sie beim Rückgang etwa in der Mitte noch einmal
vom Halter 172 gestützt sind.
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Die Ausführungsform nach den Abb.3 und 4 unterscheidet sich im wesentlichen
dadurch von der beschriebenen, daß an den Zählwerksschaltglie.dernVerzahnungen 23q.
für die antreibenden Federn vorgesehen sind, .während die Einrichtung für die einstellbaren
Anschläge die gleiche ist. Die Schaltglieder 231 haben ebenfalls eine Verzahnung
232 für die ausrückbaren Zählwerksritze1251 und eine Nase 233 für die Anschläge
226 bzw. 227. Sie sind zwischen den Rollen 241 und 2.42 einerseits und der Achse
2,q. andererseits geführt.
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In die Lücken der Verzahnung 234 greifen mehrere Standfedern 286 ein,
die dicht an den Schaltgliedern 231 in einem Rechen 246 geführt sind, der für jede
Stelle einen Schlitz 247 aufweist. Die Federn 286 sind in einem Halter 285 befestigt,
der mit den Seitenplatten 281 fest verbunden ist. Rollen 283 und 28.1 dieser Seitenplatten
greifen in Schlitze 22.1 der Gehäusewände 221 ein, so daß die Halter 285 parallel
zu .den Schaltgliedern 231 bewegt werden können. Auf der Maschinenwelle 261 sitzt
der Arm 271 fest, .dessen Rolle 272 in den Schlitz 282 der Seitenwand 281 eintritt.
Bei einer Drehung der Welle 261 werden daher die Federn 286 nach der strichpunktierten
Lage gebracht. Sie haben sich dabei aus der ausgezogen gezeichneten Lage zuerst
an die andere Wand der Zahnlücke gelegt, in der sie sich gerade befanden, und dann
das Schaltglied 231 mitgenommen. Wenn das Schaltglied 231 durch einen Anschlag aufgehalten
wird, gleiten die Federn 286 nacheinander von den Zähnen 234 ab, um sich auf den
nächsten Zahn aufzulegen.
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Damit .das Abgleiten -der Federn 286 von der ersten zur letzten Feder
in der Bewegungsrichtung nacheinander erfolgt, sind sie etwas weiter auseinander
angeordnet, als der Zahnabstand beträgt (Abb.4). Dadurch wird erreicht,. daß zu
jeder Zeit ein ungefähr gleich starker Zug auf die Schaltglieder 231 ausgeübt
und
ein Flattern derselben verhindert wird. Die Federn 286 sind aus rundem Federdraht
und an ihrem einen Ende, mit dem sie in die Verzahnung 23q. greifen, zu einem Auge
287 (Abb. 4) gebogen, um beim Gleiten die Reibung zu verringern und die Bewegungsumkehr
zu erleichtern.