DE676899C - Verfahren zur Herstellung von Diazotypien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diazotypien

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DE676899C
DE676899C DEK145767D DEK0145767D DE676899C DE 676899 C DE676899 C DE 676899C DE K145767 D DEK145767 D DE K145767D DE K0145767 D DEK0145767 D DE K0145767D DE 676899 C DE676899 C DE 676899C
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DE
Germany
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parts
weight
diazo
dioxynaphthalene
water
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Expired
Application number
DEK145767D
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English (en)
Inventor
Dr Robert Franke
Dr Oskar Sues
Rudolf Zahn
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Kalle GmbH and Co KG
Original Assignee
Kalle GmbH and Co KG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/52Compositions containing diazo compounds as photosensitive substances
    • G03C1/58Coupling substances therefor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Diazotypien Zur Herstellung von Diazolichtbildern ist bereits eine ganze Reihe von Azokomponenten vorgeschlagen worden. Viele dieser Verbindungen haben jedoch den Nachteil, daß sie, insbesondere wenn es sich um das häufig vorkommende Kopieren von Bleistiftzeichnungen handelt, nicht die Herstellung von konstrastreichen Bildern mit kräftigen dunklen Tönen unter Verwendung der üblichen Diazoverbindungen gestatten. Andere Kupplungskomponenten führen wieder zu Pausen, die die unangenehme Eigenschaft haben, beim Liegen im Tageslicht sehr schnell einen unansehnlichen gefärbten Grund zubekommen, wodurch die Lesbarkeit der Pausen leidet. Auch ihre Wasserfestigkeit ist vielfach ungenügend oder die Löslichkeit der Azokomponenten ist zu gering.
  • Es ist nun gefunden worden, daß das 2 # 3-Dioxynaphthalin die geschilderten Nachteile nicht oder nur in ganz. geringem Maße aufweist und sich ausgezeichnet als Azökomponente in der Diazotypie eignet. Das 2 # 3-Dioxynaphthalin ist genügend wasserlöslich, so* daß es ohne Einführung von Sulfogruppen angewendet werden kann. Die Wasserechtheit der erzielten Bilder ist daher sehr gut, sofern nicht Diazoverbindungen mit Sulfogruppen oder ähnlichen die Wasserlöslichkeit steigernden Gruppen verwendet werden. Auch die Lichtechtheit des Grundes der Pausen ist gut, so daß die Pausen sehr haltbar und gegenüber allen Witterungseinflüssen beständig sind.
  • Die mit der neuen Azokomponente und den bewährten Aminodiazoverbindungen hergestellten Diazotypien zeichnen sich durch sehr dunkle bis schwarze Farbtöne und starke Kontraste aus, und zwar auch dann, wenn Bleistiftzeichnungen als Vorlagen dienen. Dieses günstige Verhalten des 2 # 3-Dioxynaphthalins bleibt auch bestehen, wenn man einen relativ dünnen Auftrag verwendet, so daß man besonders hoch lichtempfindliche Schichten herstellen kann, ohne auf gute Lesbarkeit der Pausen verzichten zu müssen.
  • Die besondere Eignung des 2 - 3-DioxyJ--,; naphthalins als Azokomponente für die Diazö= typie war insbesondere deshalb sehr überraschend, weil andere Dioxynaphthaline für diesen Zweck wenig geeignet sind, da sie im allgemeinen wenig lichtedhte Pausen mit ungünstigen Farbtönen ergeben. Auch das bereits in Vorschlag gebrachte 2 - 7-Dioxynaphthalin ist hinsichtlich der Möglichkeit, dunkle Farbstoffe mit den in Frage kommenden einfachen Diazoverbindungen zu erzielen, dem 2 - 3-Di.oxynaphthalin wesentlich unterlegen. Auch ist die Lichtechtheit der "erzielten Farbstoffe bei der Verwendung des 2 - 3-Dioxynaphthalins besser als bei der Verwendung des 2 - 7-Dioxynaphthalins.
  • An Stelle des 2 - 3-Dioxynaphthalins selbst können auch Derivate dieser Verbindung benutzt werden. So kann man insbesondere eine Oxygruppe veräthern, ohne die wesentlichen Eigenschaften des 2 - 3-Dioxynaphthalins als Azokomponente stark zu verändern. Auch können in den Naphthalinkern Substituenten , eingeführt werden, wodurch 'gewisse Variationen im Ton der Bilder erzielt werden. Man muß jedoch darauf achten, daß durch die Änderung im Molekül des :2 - 3-DioXynaphthalins nicht die Löslichkeit in ungünstigemSinne beeinflußtwird. So verwendet man an Äthern des 2 - 3-Dioxynaphthalins vorzugsweise solche in der Art des Monooxäthyläthers oder des Monoglykolsäureäthers, bei denen durch die im Alkvlätherrest befindliche Oxygruppe bzw. Carboxylgruppe für eine genügende Löslichkeit gesorgt ist. Als Kernsubstituent kommt beispielsweise die Carboxylgruppe in Frage. So stellt die 2 - 3-Dioxynaphthalin-6-carbonsäure eine geeignete Verbindung dar. Wenig geeignet als Substituenten sind . beispielsweise Sulfogruppen, da bei Einführung dieser Substituenten die Wasserbeständigkeit der erzielten Bilder nicht so gut ist wie bei der Verwendung des einfachen 2 - 3-Dioxyriaphthälins.
  • Das 2 - 3-Dioxynaphthalin und seine Derivate können den Diazoschichten bei ihrer Herstellung einverleibt werden. Derartige lichtempfindliche Schichten, die mit Ammoniak entwickelt- werden, können auch die bei Diazoschichten üblichen Zusätze, wie Metallsalze, Netzmittel, Farbstoffe, Säuren, Antivergilbmittel u. dgl. enthalten. Die neuen Azokomponenten können jedoch auch in anderer Weise, beispielsweise in Entwicklerlösungen für die Feuchtentwicklung verwendet werden. Beispiele: i. Man sensibilisiert Papier oder eine andere Unterlage in üblicher Weise mit einer 1 sung von 5 Gewichtsteilen Zitronensäure ö @r Weinsäure, 4 Gewichtsteilen Thioharnstoff, 4 Gewichtsteilen naphthalintrisulfosaurem Natrium, 0,4 Gewichtsteilen 2 - 3-Dioxy4aphthalin und 2 Gewichtsteilen des Chlorzinkdoppelsalzes der Diazoverbindung aus dem 4-Amino-i-diäthylaminobenzol in ioo Teilen Wasser. Nach Belichtung unter einer Vorlage erhält man wasserfeste Kopien mit schönen schwarzen bis blauschwarzen Linien auf weißem Grund. Mit einer ähnlich zusammengesetzten Lösung von geeigneter Verdünnung kann man auch Filme durch Aufstreichen oder Tränken sensibilisieren.
  • 2. Man arbeitet wie im Beispiel i, verwendet aber als lichtempfindliche Verbindung das Chlorzinkdoppelsalz der Diazoverbindung aus dem i-Monoäthylamino-2-methyl-4-aminobenzol; die erhaltenen Pausen zeigen Linien mit kräftigen, etwas rotstichigeren Tönen.
  • Durch Verwendung von Aminodiazoverbindungen, bei denen die Aminogruppe andere Alkylgruppen als Substituenten enthält, lassen sich die Töne bis zum grünstichigen Schwarz variieren.
  • 3. Man streicht eine in der Wärme hergestellte Lösung von 4. Gewichtsteilen Zitronensäure, 4 Gewichtsteilen naphthalintrisulfosaurem Natrium, 5 Gewichtsteilen Thiobarnstoff, 2 Gewichtsteilen Aluminiumsulfat, 2 Gewichtsteilen des Chlorzinkdoppelsalzes der Diazoverbindung aus dem i-Diäthylamino-4-aminobenzol, 0,4 Gewichtsteilen 2 - 3-Dioxynaphthalin-6-carbonsäure in ioo Teilen Wasser auf Papier. Mix diesem Papier lassen sich Pausen mit blauschwarzen Tönen erhalten. An Stelle der genannten Diazoverbin: Jung kann man mit gutem Erfolg auch 1,2 Gewichtsteile der Diazoverbindung des p-Aminodiphenylamiins verwenden.
  • 4. Man löst 4 Gewichtsteile Weinsäure, 5 Gewichtsteile Thioharnstoff, 1,8 Gewichtsteile der Diazoverbindung aus dein i-Diäthylamino-3-äthoxy-4--aminobenzol, o,6 Gewichtsteile 2 - 3-Dioxynaphthalinmonooxäthyläther in ioo Teilen warmen Wassers und steicht die Lösung auf eine Unterlage. Beim Entwickeln des belichteten Materials erhält man Bilder mit schwarzen, etwas blaustichigen Tönen.
  • 5. Man entwickelt ein unter einer Vorlage belichtetes Papier, das mit einer Lösung von i Gewichtsteil Zitronensäure, i Gewichtsteil Borsäure, 3 Gewichtsteilen naphthalintiisulfosaurem Natrium, o,5 Gewichtsteilen Aluminiumsulfat, 2,5 Gewichtsteilen des Chlorzinkdoppelsalzes der Diazoverbindung aus dem 4-Amino-i-benzoylamino-2 - 5-diäthoxybenzol in ioo Teilen Wasser sensibilisiert ist, durch Auftragen einer dünnen Schicht einer Lösung von io Gewichtsteilen Natriumacetat, Gewichtsteilen Chlornatrium und o,6 Gewichtsteilen 2 # 3-Dioxynaphthalin in iooTeilen Wasser. Die vom Licht nicht getroffenen Stellen färben sich violett.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von Diazotypien, gekennzeichnet durch die Verwendung des 2 # 3-Dioxynaphthalins oder seiner Derivate als Azokomponenten.
DEK145767D 1937-03-08 1937-03-09 Verfahren zur Herstellung von Diazotypien Expired DE676899C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744262C (de) * 1941-12-24 1944-01-13 Renker Belipa G M B H Verfahren zur Herstellung von Diazotypien
DE966131C (de) * 1947-06-06 1957-07-11 Gen Aniline & Film Corp Diazotypieverfahren zur Herstellung von gruenblauen Teilfarbenbildern

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744262C (de) * 1941-12-24 1944-01-13 Renker Belipa G M B H Verfahren zur Herstellung von Diazotypien
DE966131C (de) * 1947-06-06 1957-07-11 Gen Aniline & Film Corp Diazotypieverfahren zur Herstellung von gruenblauen Teilfarbenbildern

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