DE67679C - Vorrichtung zum Aufzeichnen der Ankunftszeit von Brieftauben - Google Patents

Vorrichtung zum Aufzeichnen der Ankunftszeit von Brieftauben

Info

Publication number
DE67679C
DE67679C DE189267679D DE67679DD DE67679C DE 67679 C DE67679 C DE 67679C DE 189267679 D DE189267679 D DE 189267679D DE 67679D D DE67679D D DE 67679DD DE 67679 C DE67679 C DE 67679C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
crank
clock
thumb
pigeon
pins
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE189267679D
Other languages
English (en)
Original Assignee
L. LEFEBVRE in Tourcoing, Frankreich
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by L. LEFEBVRE in Tourcoing, Frankreich filed Critical L. LEFEBVRE in Tourcoing, Frankreich
Application granted granted Critical
Publication of DE67679C publication Critical patent/DE67679C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07CTIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • G07C1/00Registering, indicating or recording the time of events or elapsed time, e.g. time-recorders for work people
    • G07C1/22Registering, indicating or recording the time of events or elapsed time, e.g. time-recorders for work people in connection with sports or games
    • G07C1/26Pigeon-timing or like equipment

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine - Vorrichtung zum Aufzeichnen der Ankunftszeit von Brieftauben, welche derart eingerichtet ist, dafs nach Eintreffen einer Taube ein einmaliges Herumdrehen einer Kurbel genügt, um Tag, Stunde, Minute .und Secunde der Wiederkunft dieser Taube auf einem Papierstreifen zu markiren.
Auf der Zeichnung ist diese Vorrichtung dargestellt.
Fig. ι zeigt einen senkrechten Längenschnitt nach der Linie a-b der Fig. 4. Fig. 2 ist ein senkrechter Längenschnitt nach der Linie c - d der Fig. 5. Fig. 3 stellt einige der in Fig. 2 gezeigten Theile in anderer Lage als in Fig. 2 dar. Fig. 4 giebt eine Oberansicht, der Deckel des die Vorrichtung enthaltenden äufseren Kastens ist abgenommen gedacht. Fig. 5 zeigt ebenfalls eine Oberansicht nach Abnahme des Deckels des inneren, die Vorrichtung umgebenden Gehäuses. Fig. 6 ist ein senkrechter Querschnitt nach der Linie e -f der Fig. 4. Die übrigen Figuren veranschaulichen Einzelheiten.
Die ganze Vorrichtung umschliefst ein mit aufklappbarem Deckel versehener Kasten A, durch dessen Vorderwand (in Fig. 6 rechts) eine Welle C1 hindurchragt, auf deren vorstehendes Ende eine Kurbel B1 aufgesteckt ist. Auf dieser Welle C1 lagert hinter der Vorderwand lose drehbar eine gezahnte Scheibe L, die an ihrem Umfang eine gewisse Anzahl neben einander stehender, waagrecht nach vorn springender . kurzer Hülsen M (in der Zeichnung (Fig. 1) 36) trägt, welche der Reihe nach zur Aufnahme der Marken der angekommenen Tauben dienen und numerirt sind. Diese Nummern stehen auf einem Kranz, der an den dem Mittelpunkt der Scheibe L zugekehrten Seiten der Hülsen M festgelöthet ist. Die genannte Hülsenscheibe L empfängt ihre Bewegung von der Kurbel B\ Fig. 10, durch Vermittelung der Zahnräder E1 K1 L1', von denen E1 am inneren Ende der Kurbelwelle C' sitzt und in das links von E1 gelegene Rad K1 eingreift, welches auf seiner Welle nach aufsen das mit den Zähnen der Scheibe L kämmende Rad L1 trägt. Die Uebersetzung ist so gewählt, dafs bei jeder Umdrehung der Kurbel B1 die Scheibe L um die Breite bezw. den Durchmesser einer Hülse weiterrückt. Oben, vorn und seitlich ist die Scheibe L von einer entsprechend gebogenen Deckplatte G, Fig. 1, 4, 5 und 6 umgeben, welche gegenüber der jeweilig obersten Hülse M einen Ausschnitt M1 hat, Fig. ι und 6, durch welchen nach Aufklappen des Deckels des äufseren Kastens A nur die Oeffnung der obersten Hülse und die Nummer der letzteren sichtbar sind.
Die Marke der eben angekommenen Taube wird in eine patronenhülsenartige Kapsel gesteckt und diese dann durch die Oeffnung IVD in die oberste Hülse M der Scheibe L eingeführt. Nachdem dies geschehen, wird die Kurbel B1 einmal ganz herumgedreht. Hierbei wird einerseits durch das Zahnrädergetriebe E1 K1 L1 die Hülsenscheibe L um eine Hülse M weiter gedreht, so dafs die vorhin gefüllte
hinter die Deckplatte G gelangt, andererseits ein endloser Papierstreifen zunächst um ein gewisses Stück vorgerückt, dann gegen die mit Spitzen besetzten Zeiger einer Uhr. geprefst und schliefslich nach bewirkter Durchlochung wieder gehoben wird. Dieser Papierstreifen, der ihn bewegende Theil der. ganzen Vorrichtung,' sowie die Uhr sind im Innern des Gehäuses £ untergebracht. Der Papierstreifen kommt von einer Trommel -Z", Fig. 2 und 5 links, läuft nach oben über einen festen Rundstab, Fig. 2, und geht von da in waagrechter Richtung über die vier Zifferblätter N O P Q, Fig. 5, einer Uhr C, Fig. 2 und 6, hinweg, um auf die Trommel Y, Fig. 2 und 5 rechts, aufgewickelt zu werden. Oberhalb der Zifferplatte der Uhr passirt der Streifen zwischen zwei auf einander liegenden Metalltafeln U und A1, Fig. 6, welche an den über den Zifferblättern gelegenen Stellen runde Ausschnitte haben und von denen A1 frei auf vier in die Deckplatte der Uhr eingesetzten Schraubenfedern A^ ruht, die das Bestreben haben, die Tafeln UA1 aufwärts zu drücken. Diese Tafeln werden mit dem zwischen ihnen befindlichen Papierstreifen bei jeder Umdrehung der Kurbel B1 gegen' die Zifferplatte der Uhr so weit gesenkt, dafs die Spitzen η op q der Uhrzeiger und vier an der. Zifferplatte der Uhr angebrachte Stifte F1, Fig. 5, den Papierstreifen durchlochen. Die von den Rapportstiften gebildeten Löcher dienen dazu, die in dem Papierstreifen gebildeten Diagramme nach dem Abnehmen der Vorrichtung richtig auf die Rückseite eines mit demjenigen der Uhr übereinstimmenden Zifferblattes stecken zu können, um zu ermitteln, welcher Zeit die von den Spitzen der Uhrzeiger gemachten Löcher entsprechen. Damit die Tafeln UA1 in ihrer tiefsten Stellung die Zeiger der Uhr nicht berühren können, sind auf der Deckplatte der Uhr zwei Anschlagstifte C2, Fig. 6, angebracht, welche etwas über die Zeiger 'hinwegragen. Ferner sind zwei von der Deckplatte der Uhr vorspringende lange Stifte B 2 vorgesehen, welche durch Löcher der beiden Tafeln UA1 hindurchragen und zur richtigen Führung der letzteren bei deren. Bewegung dienen. Nach bewirkter Durchlochung werden die beiden Tafeln und der zwischenliegende durchlochte Papierstreifen, sobald der von oben auf dieselben ausgeübte Druck aufhört, durch die beim Senken gespannten , sich nun ausdehnenden Federn Ä1 wieder in ihre Anfangslage gehoben. Bei der nächsten Drehung der Kurbel B1 wird der eben durchlochte Theil des Papierstreifens auf die Trommel Y aufgewickelt und dadurch ein neuer Theil des Papierstreifens über die Zifferplatte der Uhr geführt, welcher Theil dann durchlocht wird.
Die zum Aufwickeln des Papierstreifens erforderliche Drehung empfängt die Trommel Y. von der Welle C1 der Kurbel B1 aus. Das innere Ende dieser Welle C1 ist hohl und enthält in seiner Höhlung eine zweite Welle G1, Fig. 11, welche frei drehbar, aber gegen Verschiebung in der Längsrichtung durch einen Stift H1 gesichert ist, der durch die Achse C hindurchgeht und eine in Ringnuth J1 der Achse G1 eingreift. An dem freien Ende der inneren Achse G' sitzt fest ein Daumen R, Fig. 2, 3 und 6, der bei der Drehung der Kurbel B1 durch einen Ansatz mitgenommen wird, der von dem auf der Kurbelwelle G1 festen Zahnrad E1 vorspringt und sich gegen einen Absatz N1J Fig. 11, des Daumens R legt. Der Ansatz kann einen besonderen, auf der Welle G1 sitzenden Arm Fl, Fig. 12, bilden und der Absatz N1 des Daumens R durch einen Stift N1, Fig. 12, ersetzt sein. Nahe seinem freien Ende trägt der Daumen R einen seitlich nach innen vorspringenden Stift r, Fig. 10, über welchen ein Haken W, Fig. 12, der mit einem eine Spiralfeder enthaltenden Federhaus durch eine Darmseite X in Verbindung steht, welche auf das Federhaus aufgewickelt ist. Das Federhaus ruht drehbar auf dem festen vorderen Zapfen der Trommel Y und nimmt, wenn es in der Richtung des Pfeiles (Fig. 2) gedreht wird, durch das an V feste Sperrrad P4 und den darin eingreifenden, an Y angebrachten. Sperrkegel Q1 die Trommel Y mit, so dafs dann der Papierstreifen auf Y aufgewickelt wird. Dreht sich das Federhaus V in der entgegengesetzten Richtung (Fig. 10), so schleift der Sperrkegel Q' auf den Zähnen des Sperrrades P1, während gleichzeitig die Trommel Y durch ein zweites Sperrrad W und eine Feder bezw. Sperrklinke X1, Fig. 2, 5 und 10, gegen Rückwärtsdrehung gesichert ist. ,
Der oben genannte Daumen R dient auch dazu, den Papierstreifen gegen die Spitzen der Uhrzeiger zu senken. Dies geschieht wie folgt. Bei der ersten halben Drehung der Kurbel B1 gelangt der Daumen Pv aus der Anfangsstellung Fig. 2 in die in Fig. 3 angegebene Stellung; hierbei wird das Federhaus V-.nebst Trommel Y gedreht und die Feder des Federhauses gespannt, da der Stift r des Daumens R, an welchem der Haken W der auf das Federhaus V gewickelten Darmseite X angreift, sich von dem Federhaus V entfernt. Sobald der Daumen R um etwas mehr als i8o° gedreht ist, wird er durch die Wirkung der gespannten Feder des Federhauses V von dem Ansatz F1 des Zahnrades E1, Fig. 2, bezw. von dem. Arm -F1 der Kurbelwelle C, Fig. 12, abgehoben und schnell weiter herum in seine Anfangslage gedreht. Bei dieser durch die Feder des Federhauses bewirkten Drehung schlägt die gekrümmte Seite des Daumens R gegen einen Stift s, Fig. 12, welcher seitlich aus dem freien
Ende des unteren Armes eines Winkelhebels 5 vorsteht. Dadurch wird der obere Arm dieses Hebels S und, weil dieser auf einem Stift t,. Fig. ίο, aufruht, der seitlich von einer bei T0 gelagerten Platte T vorspringt, auch die letztere abwärts bewegt. Die Platte T, Fig. 5, ist an ihrem freien Ende gabelförmig ausgenommen, um die Zeiger nicht zu verdecken, und dort mit zwei Lappen U, Fig. 6, gelenkig verbunden, welche sich von der oberen, den Papierstreifen deckenden Tafel U aufwärts erstrecken. Das Senken der Platte !T.hat also auch eine Abwärtsbewegung der Tafeln UA1 und des dazwischen liegenden Papierstreifens zur Folge, so dafs der letztere von den Spitzen der Uhrzeiger durchlocht wird. Sobald der Daumen R von dem Stift s des Winkelhebels 5 abgeglitten ist, kehren der Winkelhebel S, die Platte T, sowie die Tafeln UA' nebst den durchlochten Papierstreifen durch die Wirkung der Schraubenfedern A2 in ihre Anfangsstellung zurück.
Damit der nun freigewordene Daumen R bei seiner weiteren Bewegung nicht seine Anfangsstellung überschreite, ist während der ersten halben Umdrehung der Kurbel B1 durch Vermittelung eines auf der Kurbelwelle C vor dem Zahnrad E1 sitzenden Excenters D1, Fig. 10, ein einarmiger Hebel O1 so bewegt worden, dafs sein unteres hakenförmiges Ende in die Bahn des Stiftes r hineinreicht und diesen auffängt.
Während dieser Vorgänge wird die Kurbel weiter gedreht, bis der Ansatz F1 des Zahnrades E1 bezw. der Arm -F1 wieder gegen den Absatz oder Stift iV1 des Daumens jR liegt, was nach Vollendung einer Umdrehung statt-• gefunden hat. Bei dieser zweiten halben Drehung der Kurbel führt das Excenter D J den Hebel O1 in seine erste Lage (Fig. 2) zurück, so dafs der Stift r des Daumens R wieder frei wird.
Um das Rückwärtsdrehen der Kurbel um mehr als i8o° zu verhüten, ist an dem einarmigen Hebel O1 eine Blechplatte O*, Fig. 10 und 12, so angebracht, dafs sie bei der durch Drehen der Kurbel vom Excenter bewirkten Einwärtsbewegung des Hebels O1 in die Bahn des Daumens R gelangt und sich bei verkehrter Drehung der Kurbel gegen den Daumen stemmt, bei richtiger Drehung der Kurbel aber von dem Daumen zurückgedrückt wird.
Sobald sämmtliche Hülsen M der Scheibe L gefüllt sind, stöfst ein an der Scheibe L angebrachter Ansatz Y\ Fig. 1, gegen einen unten am Gehäuse B festen Anschlag Z1 und verhütet eine Weiterdrehung der Scheibe. Die letztere tnufs dann nach Lösen eines sie in ihrer Lage auf der Kurbelwelle C1 haltenden Stellringes Lx, Fig. 11, auf der Welle C1 nach der Kurbel zu verschoben, also aus dem Zahnrad L1 ausgerückt werden, um wieder in ihre Anfangslage zurückgedreht werden zu können^- was dann stattgefunden hat, wenn der Ansatz Y1 die entgegengesetzte Seite des Anschlages Z[ berührt. Um das Aus- und Einrücken der Zähne der Scheibe L aus dem Zahnrad L1 zu erleichtern, sowie um im Falle des Abbrechens des Ansatzes Y1 oder' Anschlages Z1 das Weiterdrehen der Scheibe zu verhindern, sind von der Scheibe L mehrere Zähne an derjenigen Stelle entfernt, welche sich bei Feststellung der Scheibe durch den Ansatz Y1 und den Anschlag Z1 gerade gegenüber dem Zahnrad L1 befindet (s. Fig. 1 und 10). Die oben erwähnte Deckplatte G, Fig. 1, der Hülsenscheibe L hat, um über die Kurbelachse C1 gebracht werden zu können, einen senkrechten Schlitz G* und infolge dessen kann, wenn die Vorrichtung schief gestellt wird, aus der jeweilig untersten Hülse M die darin befindliche, die Marke enthaltende Kapsel herausfallen. Zur Verhütung dieses Uebelstandes ist an der Aufsenseite der Deckplatte G ein Winkelhebel Z)2 so angebracht, dafs, wenn die Deckplatte über die Scheibe L gestülpt wird, der obere Arm des Hebels D2 von der Kurbelwelle seitlich gedrängt und dadurch der .untere Arm des Hebels D2 vor das untere Ende des Schlitzes der Deckplatte G geführt wird. Der untere Arm des Hebels D2 greift dann durch einen Einschnitt E2 des nach vorn umgebogenen rechten Seitenrandes des Schlitzes und unter den ebenfalls nach vorn umgebogenen linken Seitenrand dieses Schlitzes, so dafs ein Abbiegen des Hebelarmes nach vorn nicht eintreten kann.
Die Deckplatte G wird mittelst eines Hakens /, Fig. 4, der durch eine an dem inneren Gehäuse B feste Oese K greift, in der richtigen Lage festgehalten. Dieser Haken J nebst Oese K halten auch den in der Mitte mit einer Glasscheibe F versehenen Deckel E des inneren Gehäuses an der über die Gehäusevorderwand greifenden Seite fest. Die gegenüberliegende, über die Hinterwand / des Gehäuses B, Fig. 6, greifende Seite des Deckels E wird von zwei an den Schmalseiten von B festen, nach hinten vorstehenden Haken H, welche durch Oeifnungen des Deckels E hindurchtreten, gehalten.
Die beschriebene Vorrichtung ist noch mit einer »Dolometer« genannten Einrichtung versehen j welche dazu dient, die Stöfse zu vermerken, welche der Vorrichtung in betrügerischer Absicht, d.h. in der Absicht gegeben wurden, um den Gang der Uhr zu beschleus nigen oder zu verzögern; dieses Dolometer ist in Fig. 7 und 8 für sich dargestellt und in Fig. 4 an der Deckplatte E des inneren Gehäuses, unter dieser Platte angebracht, gezeigt
. Das Dolometer besteht aus einem Rad F2, ähnlich dem in den Uhren angewendeten Rad der Unruhe, nur viel schwerer, an welchem ein Sperrkegel G2 befestigt ist, der allen Bewegungen des Rades folgt. Dieser Kegel G'2 wirkt auf ein Sperrrad H"2, das lose auf der Achse des Rades F2 steckt und auf seiner Nabe einen fest aufgeschobenen, leichten Zeiger /2 trägt. Dieser Zeiger T2 kann mit einem im Kranz des Rades F2 befestigten, nach oben vorspringenden Stift J2 in Berührung kommen. Die Schwingbewegung, welche dem Rad F"1 durch Schütteln der Vorrichtung gegeben werden kann, wird durch zwei aufrechte, zwischen zwei Arme des Rades F2 greifende, von der unteren Lagerplatte M2 getragene Stifte K2 begrenzt. Der Abstand dieser Stifte K2 bezw.. die Weite der Schwingung richtet sich nach der Anzahl der Zähne des Sperrrades H2, d. h. wenn das letztere 36 Zähne hat, wie in der Zeichnung, so darf die Weite der Schwingung des Rades F2 nur Y36 einer vollen Umdrehung betragen, damit das Spernad nicht um mehr als einen Zahn zur Zeit vorgerückt werde. Da bei jeder Schwingung, die man der Vorrichtung und folglich dem Rad F2 ertheilt, letzteres mittelst des Sperrkegels G2 das Sperrrad H2 um einen Zahn vorrückt, und da dieses Rad H2 sich nur in der Richtung des Pfeiles Fig. 8 drehen kann, weil es durch einen an der Platte M 2 angebrachten Sperrkegel L2 gegen umgekehrte Drehung gesichert ist, so folgt, dafs die der Vorrichtung in betrügerischer Absicht ertheilten Stöfse von dem Zeiger Γ2 angegeben werden. Wenn der Zeiger /ä,den Stift/2 von der anderen, d. i. der in Fig. 8 unteren Seite berührt, so ist daraus zu schliefsen, dafs dem Kasten der Vorrichtung wenigstens 36 Stöfse gegeben wurden. Da nun aber kein Verein von Brieftaubenfreunden eine Abweichung des Zeigers I2 um mehr als 25 bis 300, d. h. eine Drehung des 36 zähnigen Rades H'2 um etwa drei Zähne für zulässig erachten wird, so werden die Taube oder Tauben, nach deren aufgezeichneter Ankunft das Dolometer mehr Grade anzeigt, von der Preisvertheilung ausgeschlossen.
Als Marken für die Tauben werden kleine Gummirohre verwendet, welche in der Mitte durchlocht sind und eine Zahl oder ein Zeichen so aufweisen, dafs nach dem Zerreifsen des Rohres in zwei gleiche Rohrstücke jedes der letzteren dieselbe Inschrift hat. Derartige Rohre sind in Fig. 9 dargestellt. Zur Zeit des Abfluges der Taube wird das betreffende Rohr in zwei Stücke zerrissen und das eine Rohrstück auf eine Klaue der Taube gesteckt, während das andere aufbewahrt und bei Ankunft der Taube nach dem Einstecken in eine Kapsel R', Fig. .6, in diejenige Hülse M der Scheibe L eingeschoben wird, welche sich gerade vor der Oeffnung M1 der Deckplatte G befindet.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Vorrichtung zum Aufzeichnen der Ankunftszeit van Brieftauben, bei welcher die Marke der jeweilig angekommenen Taube durch eine Oeffnung (M1) des die Vorrichtung enthaltenden Gehäuses in die der Oeffnung gerade gegenüberliegende Hülse (M) einer revolverartig mit Hülsen (M) besetzten, gezahnten Scheibe (L) gesteckt •und dann durch einmaliges Herumdrehen einer Kurbel (B1) einerseits die Scheibe (L) so weit gedreht, wird, dafs die eben gefüllte Hülse aus dem Bereich der Oeffnung (Mxy gelangt, andererseits ein Papierstreifen über die mit Stiften besetzten Zeiger einer Uhr geführt und gegen die Zeiger gesenkt, nach dem Durchlochen aber wieder gehoben wird.
  2. 2. Eine Vorrichtung der durch den Anspruch ι. gekennzeichneten Art, bei welcher der Vorschub und das Senken des von den Stiften der Uhrzeiger zu durchlochenden Papierstreifens durch einen Daumen (R) hervorgerufen wird, welcher an der ersten
    .. halben Drehung der Kurbel (Bl) theilnimmt und hierbei durch Vermittelung eines Federhauses (V) das Aufwickeln des von einer Rolle (Z) kommenden Papierstreifens auf eine Trommel (Y) bewirkt, dann aber bei der weiteren Drehung der Kurbel unabhängig von dieser durch die Wirkung der vorhin gespannten Feder des Federhauses (V) seine Umdrehung vollendet und dabei zwei Tafeln (UA1), zwischen welchen der Papierstreifen hindurchgeht, nach abwärts gegen die Stifte der Uhrzeiger drückt. . ■ .
  3. 3. Eine Vorrichtung der durch die Ansprüche 1. und 2. gekennzeichneten Art, bei welcher der im Anspruch 2. genannte Daumen (R) behufs Vermeidens des Ueberschreitens seiner Anfangslage zur Zeit der Vollendung einer Umdrehung durch einen Hebel (O1) aufgefangen wird, welcher am Ende der ersten halben Drehung der Kurbel (B1) in die Bahn des Daumens bezw. eines an letzterem sitzenden Stiftes (r) gelangt, am Ende der zweiten halben Drehung der Kurbel aber wieder aus dieser Bahn heraustritt.
  4. 4. In Verbindung mit der durch den Anspruch ι .· gekennzeichneten Vorrichtung eine Einrichtung zum Anzeigen der Anzahl der der Vorrichtung behufs Aenderung des Ganges der Uhr ertheilten Stöfse, gebildet von zwei auf einer Achse unabhänigg von einander montirten Rädern (F^ H2, Fig. 7
    und 8), von denen das erste (F'2) bei jedem der Vorrichtung ertheilten Stofs eine durch Stifte (K2) begrenzte Schwingung ausführt und dabei mittelst eines Sperrkegels ( G2) das zweite mit einem Zeiger (J2) versehene, als Sperrrad ausgebildete Rad (H2) um einen Zahn weiter dreht.
    In Verbindung mit der durch den Anspruch i. gekennzeichneten Vorrichtung Röhrchen oder Hülsen von Gummi oder ähnlichem Stoff, welche die Marke der Taube in doppelter Anordnung so tragen, dafs durch das der Quere nach bewirkte Theilen eines · derartigen Röhrchens zwei gleiche Rohrstücke entstehen, von denen jedes die Marke trägt und von denen das eine zur Zeit des Abfluges der Taube auf eine Klaue der letzteren gesteckt, das andere aber zur Zeit der Ankunft der Taube in die betreffende Hülse (M) der Scheibe (L) der Vorrichtung geschoben wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE189267679D 1892-03-24 1892-03-24 Vorrichtung zum Aufzeichnen der Ankunftszeit von Brieftauben Expired DE67679C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE67679T 1892-03-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE67679C true DE67679C (de) 1893-04-05

Family

ID=34484277

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE189267679D Expired DE67679C (de) 1892-03-24 1892-03-24 Vorrichtung zum Aufzeichnen der Ankunftszeit von Brieftauben

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE67679C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE67679C (de) Vorrichtung zum Aufzeichnen der Ankunftszeit von Brieftauben
DE64094C (de) Wied erhol werk für Uhren
DE232766C (de)
DE100402C (de)
DE2513623B2 (de) Vorrichtung zur Anzeige der Zeit und des Datums mit Hilfe von Paletten
DE245344C (de)
DE201122C (de)
DE18054C (de) Wächter - Kontroluhr
DE110189C (de)
AT19528B (de) Automatischer Abstempelungsapparat.
DE333505C (de) Vorrichtung zur Aufnahme und Abstempelung von eingeschriebenen Postsendungen
DE168250C (de)
DE2446084C3 (de) Vorrichtung zum Antrieb eines Spannhebels für einen Kameraverschluß
DE204965C (de)
DE912029C (de) Arbeitszeit-Kontrollgeraet mit Druck- und Lochvorrichtung
DE414688C (de) Einrichtung zur Regelung der Kontrollstreifenbewegung an Registrierkassen
DE219056C (de)
DE145254C (de) Sperrvorrichtung an Fahrkartenlochapparaten mit Z{hlwerk.
DE479190C (de) Maschine zum Ausgeben einer oder mehrerer Karten
DE71719C (de) Geldzählvorrichtung
AT114479B (de) Numeriermaschine.
AT107379B (de) Druckvorrichtung für Registrierkassen u. dgl.
DE603018C (de) Selbstverkaeufer mit einer Kupplung zwischen einer von Hand zu drehenden Welle und einem Zahnrad
DE519671C (de) Druckvorrichtung fuer Fahrpreisanzeiger
DE650074C (de) Kontrollvorrichtung an Kugellaufspielen