DE67679C - Vorrichtung zum Aufzeichnen der Ankunftszeit von Brieftauben - Google Patents
Vorrichtung zum Aufzeichnen der Ankunftszeit von BrieftaubenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine - Vorrichtung zum Aufzeichnen der Ankunftszeit
von Brieftauben, welche derart eingerichtet ist, dafs nach Eintreffen einer Taube
ein einmaliges Herumdrehen einer Kurbel genügt, um Tag, Stunde, Minute .und Secunde
der Wiederkunft dieser Taube auf einem Papierstreifen zu markiren.
Auf der Zeichnung ist diese Vorrichtung dargestellt.
Fig. ι zeigt einen senkrechten Längenschnitt nach der Linie a-b der Fig. 4. Fig. 2 ist ein
senkrechter Längenschnitt nach der Linie c - d der Fig. 5. Fig. 3 stellt einige der in Fig. 2
gezeigten Theile in anderer Lage als in Fig. 2 dar. Fig. 4 giebt eine Oberansicht, der Deckel
des die Vorrichtung enthaltenden äufseren Kastens ist abgenommen gedacht. Fig. 5 zeigt
ebenfalls eine Oberansicht nach Abnahme des Deckels des inneren, die Vorrichtung umgebenden
Gehäuses. Fig. 6 ist ein senkrechter Querschnitt nach der Linie e -f der Fig. 4.
Die übrigen Figuren veranschaulichen Einzelheiten.
Die ganze Vorrichtung umschliefst ein mit aufklappbarem Deckel versehener Kasten A,
durch dessen Vorderwand (in Fig. 6 rechts) eine Welle C1 hindurchragt, auf deren vorstehendes
Ende eine Kurbel B1 aufgesteckt ist. Auf dieser Welle C1 lagert hinter der Vorderwand
lose drehbar eine gezahnte Scheibe L, die an ihrem Umfang eine gewisse Anzahl
neben einander stehender, waagrecht nach vorn springender . kurzer Hülsen M (in der Zeichnung
(Fig. 1) 36) trägt, welche der Reihe nach zur Aufnahme der Marken der angekommenen
Tauben dienen und numerirt sind. Diese Nummern stehen auf einem Kranz, der an den dem Mittelpunkt der Scheibe L zugekehrten
Seiten der Hülsen M festgelöthet ist. Die genannte Hülsenscheibe L empfängt ihre Bewegung
von der Kurbel B\ Fig. 10, durch Vermittelung
der Zahnräder E1 K1 L1', von denen
E1 am inneren Ende der Kurbelwelle C' sitzt und in das links von E1 gelegene Rad K1
eingreift, welches auf seiner Welle nach aufsen das mit den Zähnen der Scheibe L kämmende
Rad L1 trägt. Die Uebersetzung ist so gewählt, dafs bei jeder Umdrehung der Kurbel B1
die Scheibe L um die Breite bezw. den Durchmesser einer Hülse weiterrückt. Oben, vorn
und seitlich ist die Scheibe L von einer entsprechend gebogenen Deckplatte G, Fig. 1, 4,
5 und 6 umgeben, welche gegenüber der jeweilig obersten Hülse M einen Ausschnitt M1
hat, Fig. ι und 6, durch welchen nach Aufklappen
des Deckels des äufseren Kastens A nur die Oeffnung der obersten Hülse und die
Nummer der letzteren sichtbar sind.
Die Marke der eben angekommenen Taube wird in eine patronenhülsenartige Kapsel gesteckt
und diese dann durch die Oeffnung IVD
in die oberste Hülse M der Scheibe L eingeführt. Nachdem dies geschehen, wird die
Kurbel B1 einmal ganz herumgedreht. Hierbei wird einerseits durch das Zahnrädergetriebe
E1 K1 L1 die Hülsenscheibe L um eine Hülse M
weiter gedreht, so dafs die vorhin gefüllte
hinter die Deckplatte G gelangt, andererseits ein endloser Papierstreifen zunächst um ein gewisses
Stück vorgerückt, dann gegen die mit Spitzen besetzten Zeiger einer Uhr. geprefst
und schliefslich nach bewirkter Durchlochung wieder gehoben wird. Dieser Papierstreifen, der
ihn bewegende Theil der. ganzen Vorrichtung,' sowie die Uhr sind im Innern des Gehäuses £
untergebracht. Der Papierstreifen kommt von einer Trommel -Z", Fig. 2 und 5 links, läuft
nach oben über einen festen Rundstab, Fig. 2, und geht von da in waagrechter Richtung über
die vier Zifferblätter N O P Q, Fig. 5, einer
Uhr C, Fig. 2 und 6, hinweg, um auf die Trommel Y, Fig. 2 und 5 rechts, aufgewickelt
zu werden. Oberhalb der Zifferplatte der Uhr passirt der Streifen zwischen zwei auf einander
liegenden Metalltafeln U und A1, Fig. 6, welche an den über den Zifferblättern gelegenen
Stellen runde Ausschnitte haben und von denen A1 frei auf vier in die Deckplatte der
Uhr eingesetzten Schraubenfedern A^ ruht, die
das Bestreben haben, die Tafeln UA1 aufwärts zu drücken. Diese Tafeln werden mit dem
zwischen ihnen befindlichen Papierstreifen bei jeder Umdrehung der Kurbel B1 gegen' die
Zifferplatte der Uhr so weit gesenkt, dafs die Spitzen η op q der Uhrzeiger und vier an der.
Zifferplatte der Uhr angebrachte Stifte F1, Fig. 5, den Papierstreifen durchlochen. Die
von den Rapportstiften gebildeten Löcher dienen dazu, die in dem Papierstreifen gebildeten
Diagramme nach dem Abnehmen der Vorrichtung richtig auf die Rückseite eines mit demjenigen der Uhr übereinstimmenden
Zifferblattes stecken zu können, um zu ermitteln, welcher Zeit die von den Spitzen der
Uhrzeiger gemachten Löcher entsprechen. Damit die Tafeln UA1 in ihrer tiefsten Stellung
die Zeiger der Uhr nicht berühren können, sind auf der Deckplatte der Uhr zwei Anschlagstifte
C2, Fig. 6, angebracht, welche etwas über die Zeiger 'hinwegragen. Ferner sind
zwei von der Deckplatte der Uhr vorspringende lange Stifte B 2 vorgesehen, welche durch
Löcher der beiden Tafeln UA1 hindurchragen
und zur richtigen Führung der letzteren bei deren. Bewegung dienen. Nach bewirkter
Durchlochung werden die beiden Tafeln und der zwischenliegende durchlochte Papierstreifen,
sobald der von oben auf dieselben ausgeübte Druck aufhört, durch die beim Senken gespannten
, sich nun ausdehnenden Federn Ä1
wieder in ihre Anfangslage gehoben. Bei der nächsten Drehung der Kurbel B1 wird der
eben durchlochte Theil des Papierstreifens auf die Trommel Y aufgewickelt und dadurch ein
neuer Theil des Papierstreifens über die Zifferplatte der Uhr geführt, welcher Theil dann
durchlocht wird.
Die zum Aufwickeln des Papierstreifens erforderliche
Drehung empfängt die Trommel Y. von der Welle C1 der Kurbel B1 aus. Das
innere Ende dieser Welle C1 ist hohl und enthält in seiner Höhlung eine zweite Welle G1,
Fig. 11, welche frei drehbar, aber gegen Verschiebung
in der Längsrichtung durch einen Stift H1 gesichert ist, der durch die Achse C hindurchgeht
und eine in Ringnuth J1 der Achse G1 eingreift. An dem freien Ende der inneren
Achse G' sitzt fest ein Daumen R, Fig. 2, 3 und 6, der bei der Drehung der Kurbel B1
durch einen Ansatz mitgenommen wird, der von dem auf der Kurbelwelle G1 festen Zahnrad
E1 vorspringt und sich gegen einen Absatz N1J Fig. 11, des Daumens R legt. Der
Ansatz kann einen besonderen, auf der Welle G1 sitzenden Arm Fl, Fig. 12, bilden und der Absatz
N1 des Daumens R durch einen Stift N1,
Fig. 12, ersetzt sein. Nahe seinem freien Ende
trägt der Daumen R einen seitlich nach innen vorspringenden Stift r, Fig. 10, über welchen
ein Haken W, Fig. 12, der mit einem eine Spiralfeder enthaltenden Federhaus durch eine
Darmseite X in Verbindung steht, welche auf das Federhaus aufgewickelt ist. Das Federhaus
ruht drehbar auf dem festen vorderen Zapfen der Trommel Y und nimmt, wenn es in der
Richtung des Pfeiles (Fig. 2) gedreht wird, durch das an V feste Sperrrad P4 und den
darin eingreifenden, an Y angebrachten. Sperrkegel Q1 die Trommel Y mit, so dafs dann
der Papierstreifen auf Y aufgewickelt wird. Dreht sich das Federhaus V in der entgegengesetzten
Richtung (Fig. 10), so schleift der Sperrkegel Q' auf den Zähnen des Sperrrades
P1, während gleichzeitig die Trommel Y durch ein zweites Sperrrad W und eine Feder
bezw. Sperrklinke X1, Fig. 2, 5 und 10, gegen
Rückwärtsdrehung gesichert ist. ,
Der oben genannte Daumen R dient auch dazu, den Papierstreifen gegen die Spitzen der
Uhrzeiger zu senken. Dies geschieht wie folgt. Bei der ersten halben Drehung der
Kurbel B1 gelangt der Daumen Pv aus der Anfangsstellung
Fig. 2 in die in Fig. 3 angegebene Stellung; hierbei wird das Federhaus V-.nebst
Trommel Y gedreht und die Feder des Federhauses gespannt, da der Stift r des Daumens R,
an welchem der Haken W der auf das Federhaus V gewickelten Darmseite X angreift, sich
von dem Federhaus V entfernt. Sobald der Daumen R um etwas mehr als i8o° gedreht
ist, wird er durch die Wirkung der gespannten Feder des Federhauses V von dem Ansatz F1
des Zahnrades E1, Fig. 2, bezw. von dem.
Arm -F1 der Kurbelwelle C, Fig. 12, abgehoben
und schnell weiter herum in seine Anfangslage gedreht. Bei dieser durch die Feder des
Federhauses bewirkten Drehung schlägt die gekrümmte Seite des Daumens R gegen einen
Stift s, Fig. 12, welcher seitlich aus dem freien
Ende des unteren Armes eines Winkelhebels 5 vorsteht. Dadurch wird der obere Arm dieses
Hebels S und, weil dieser auf einem Stift t,. Fig. ίο, aufruht, der seitlich von einer bei T0
gelagerten Platte T vorspringt, auch die letztere abwärts bewegt. Die Platte T, Fig. 5, ist an
ihrem freien Ende gabelförmig ausgenommen, um die Zeiger nicht zu verdecken, und dort
mit zwei Lappen U, Fig. 6, gelenkig verbunden, welche sich von der oberen, den Papierstreifen
deckenden Tafel U aufwärts erstrecken. Das Senken der Platte !T.hat also auch eine Abwärtsbewegung
der Tafeln UA1 und des dazwischen liegenden Papierstreifens zur Folge,
so dafs der letztere von den Spitzen der Uhrzeiger durchlocht wird. Sobald der Daumen R
von dem Stift s des Winkelhebels 5 abgeglitten
ist, kehren der Winkelhebel S, die Platte T, sowie die Tafeln UA' nebst den
durchlochten Papierstreifen durch die Wirkung der Schraubenfedern A2 in ihre Anfangsstellung
zurück.
Damit der nun freigewordene Daumen R bei seiner weiteren Bewegung nicht seine Anfangsstellung überschreite, ist während der ersten
halben Umdrehung der Kurbel B1 durch Vermittelung eines auf der Kurbelwelle C vor
dem Zahnrad E1 sitzenden Excenters D1, Fig. 10,
ein einarmiger Hebel O1 so bewegt worden, dafs sein unteres hakenförmiges Ende in die
Bahn des Stiftes r hineinreicht und diesen auffängt.
Während dieser Vorgänge wird die Kurbel weiter gedreht, bis der Ansatz F1 des Zahnrades
E1 bezw. der Arm -F1 wieder gegen den
Absatz oder Stift iV1 des Daumens jR liegt,
was nach Vollendung einer Umdrehung statt-• gefunden hat. Bei dieser zweiten halben
Drehung der Kurbel führt das Excenter D J
den Hebel O1 in seine erste Lage (Fig. 2) zurück, so dafs der Stift r des Daumens R
wieder frei wird.
Um das Rückwärtsdrehen der Kurbel um mehr als i8o° zu verhüten, ist an dem einarmigen
Hebel O1 eine Blechplatte O*, Fig. 10
und 12, so angebracht, dafs sie bei der durch Drehen der Kurbel vom Excenter bewirkten
Einwärtsbewegung des Hebels O1 in die Bahn
des Daumens R gelangt und sich bei verkehrter Drehung der Kurbel gegen den Daumen stemmt,
bei richtiger Drehung der Kurbel aber von dem Daumen zurückgedrückt wird.
Sobald sämmtliche Hülsen M der Scheibe L gefüllt sind, stöfst ein an der Scheibe L angebrachter
Ansatz Y\ Fig. 1, gegen einen unten
am Gehäuse B festen Anschlag Z1 und verhütet
eine Weiterdrehung der Scheibe. Die letztere tnufs dann nach Lösen eines sie in
ihrer Lage auf der Kurbelwelle C1 haltenden Stellringes Lx, Fig. 11, auf der Welle C1 nach
der Kurbel zu verschoben, also aus dem Zahnrad L1 ausgerückt werden, um wieder in ihre
Anfangslage zurückgedreht werden zu können^- was dann stattgefunden hat, wenn der Ansatz
Y1 die entgegengesetzte Seite des Anschlages Z[ berührt. Um das Aus- und Einrücken
der Zähne der Scheibe L aus dem Zahnrad L1 zu erleichtern, sowie um im Falle
des Abbrechens des Ansatzes Y1 oder' Anschlages Z1 das Weiterdrehen der Scheibe zu
verhindern, sind von der Scheibe L mehrere Zähne an derjenigen Stelle entfernt, welche
sich bei Feststellung der Scheibe durch den Ansatz Y1 und den Anschlag Z1 gerade gegenüber
dem Zahnrad L1 befindet (s. Fig. 1 und 10).
Die oben erwähnte Deckplatte G, Fig. 1, der Hülsenscheibe L hat, um über die Kurbelachse
C1 gebracht werden zu können, einen senkrechten Schlitz G* und infolge dessen
kann, wenn die Vorrichtung schief gestellt wird, aus der jeweilig untersten Hülse M die
darin befindliche, die Marke enthaltende Kapsel herausfallen. Zur Verhütung dieses
Uebelstandes ist an der Aufsenseite der Deckplatte G ein Winkelhebel Z)2 so angebracht,
dafs, wenn die Deckplatte über die Scheibe L gestülpt wird, der obere Arm des Hebels D2 von
der Kurbelwelle seitlich gedrängt und dadurch der .untere Arm des Hebels D2 vor
das untere Ende des Schlitzes der Deckplatte G geführt wird. Der untere Arm des Hebels D2
greift dann durch einen Einschnitt E2 des nach vorn umgebogenen rechten Seitenrandes
des Schlitzes und unter den ebenfalls nach vorn umgebogenen linken Seitenrand dieses
Schlitzes, so dafs ein Abbiegen des Hebelarmes nach vorn nicht eintreten kann.
Die Deckplatte G wird mittelst eines Hakens /, Fig. 4, der durch eine an dem inneren Gehäuse
B feste Oese K greift, in der richtigen Lage festgehalten. Dieser Haken J nebst
Oese K halten auch den in der Mitte mit einer Glasscheibe F versehenen Deckel E des
inneren Gehäuses an der über die Gehäusevorderwand greifenden Seite fest. Die gegenüberliegende,
über die Hinterwand / des Gehäuses B, Fig. 6, greifende Seite des Deckels E
wird von zwei an den Schmalseiten von B festen, nach hinten vorstehenden Haken H, welche
durch Oeifnungen des Deckels E hindurchtreten, gehalten.
Die beschriebene Vorrichtung ist noch mit einer »Dolometer« genannten Einrichtung versehen
j welche dazu dient, die Stöfse zu vermerken, welche der Vorrichtung in betrügerischer
Absicht, d.h. in der Absicht gegeben wurden, um den Gang der Uhr zu beschleus
nigen oder zu verzögern; dieses Dolometer ist in Fig. 7 und 8 für sich dargestellt und in
Fig. 4 an der Deckplatte E des inneren Gehäuses, unter dieser Platte angebracht, gezeigt
. Das Dolometer besteht aus einem Rad F2, ähnlich dem in den Uhren angewendeten Rad
der Unruhe, nur viel schwerer, an welchem ein Sperrkegel G2 befestigt ist, der allen Bewegungen
des Rades folgt. Dieser Kegel G'2 wirkt auf ein Sperrrad H"2, das lose auf der
Achse des Rades F2 steckt und auf seiner Nabe einen fest aufgeschobenen, leichten Zeiger /2
trägt. Dieser Zeiger T2 kann mit einem im Kranz des Rades F2 befestigten, nach oben
vorspringenden Stift J2 in Berührung kommen. Die Schwingbewegung, welche dem Rad F"1
durch Schütteln der Vorrichtung gegeben werden kann, wird durch zwei aufrechte, zwischen
zwei Arme des Rades F2 greifende, von der
unteren Lagerplatte M2 getragene Stifte K2 begrenzt. Der Abstand dieser Stifte K2 bezw..
die Weite der Schwingung richtet sich nach der Anzahl der Zähne des Sperrrades H2, d. h.
wenn das letztere 36 Zähne hat, wie in der Zeichnung, so darf die Weite der Schwingung
des Rades F2 nur Y36 einer vollen Umdrehung
betragen, damit das Spernad nicht um mehr als einen Zahn zur Zeit vorgerückt werde.
Da bei jeder Schwingung, die man der Vorrichtung und folglich dem Rad F2 ertheilt,
letzteres mittelst des Sperrkegels G2 das Sperrrad H2 um einen Zahn vorrückt, und da
dieses Rad H2 sich nur in der Richtung des Pfeiles Fig. 8 drehen kann, weil es durch einen
an der Platte M 2 angebrachten Sperrkegel L2
gegen umgekehrte Drehung gesichert ist, so folgt, dafs die der Vorrichtung in betrügerischer
Absicht ertheilten Stöfse von dem Zeiger Γ2 angegeben werden. Wenn der
Zeiger /ä,den Stift/2 von der anderen, d. i.
der in Fig. 8 unteren Seite berührt, so ist daraus zu schliefsen, dafs dem Kasten der Vorrichtung
wenigstens 36 Stöfse gegeben wurden. Da nun aber kein Verein von Brieftaubenfreunden eine Abweichung des Zeigers I2 um
mehr als 25 bis 300, d. h. eine Drehung des 36 zähnigen Rades H'2 um etwa drei Zähne für
zulässig erachten wird, so werden die Taube oder Tauben, nach deren aufgezeichneter Ankunft
das Dolometer mehr Grade anzeigt, von der Preisvertheilung ausgeschlossen.
Als Marken für die Tauben werden kleine Gummirohre verwendet, welche in der Mitte
durchlocht sind und eine Zahl oder ein Zeichen so aufweisen, dafs nach dem Zerreifsen
des Rohres in zwei gleiche Rohrstücke jedes der letzteren dieselbe Inschrift hat. Derartige
Rohre sind in Fig. 9 dargestellt. Zur Zeit des Abfluges der Taube wird das betreffende Rohr
in zwei Stücke zerrissen und das eine Rohrstück auf eine Klaue der Taube gesteckt, während
das andere aufbewahrt und bei Ankunft der Taube nach dem Einstecken in eine Kapsel R', Fig. .6, in diejenige Hülse M der
Scheibe L eingeschoben wird, welche sich gerade vor der Oeffnung M1 der Deckplatte G
befindet.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Vorrichtung zum Aufzeichnen der Ankunftszeit van Brieftauben, bei welcher die Marke der jeweilig angekommenen Taube durch eine Oeffnung (M1) des die Vorrichtung enthaltenden Gehäuses in die der Oeffnung gerade gegenüberliegende Hülse (M) einer revolverartig mit Hülsen (M) besetzten, gezahnten Scheibe (L) gesteckt •und dann durch einmaliges Herumdrehen einer Kurbel (B1) einerseits die Scheibe (L) so weit gedreht, wird, dafs die eben gefüllte Hülse aus dem Bereich der Oeffnung (Mxy gelangt, andererseits ein Papierstreifen über die mit Stiften besetzten Zeiger einer Uhr geführt und gegen die Zeiger gesenkt, nach dem Durchlochen aber wieder gehoben wird.
- 2. Eine Vorrichtung der durch den Anspruch ι. gekennzeichneten Art, bei welcher der Vorschub und das Senken des von den Stiften der Uhrzeiger zu durchlochenden Papierstreifens durch einen Daumen (R) hervorgerufen wird, welcher an der ersten.. halben Drehung der Kurbel (Bl) theilnimmt und hierbei durch Vermittelung eines Federhauses (V) das Aufwickeln des von einer Rolle (Z) kommenden Papierstreifens auf eine Trommel (Y) bewirkt, dann aber bei der weiteren Drehung der Kurbel unabhängig von dieser durch die Wirkung der vorhin gespannten Feder des Federhauses (V) seine Umdrehung vollendet und dabei zwei Tafeln (UA1), zwischen welchen der Papierstreifen hindurchgeht, nach abwärts gegen die Stifte der Uhrzeiger drückt. . ■ .
- 3. Eine Vorrichtung der durch die Ansprüche 1. und 2. gekennzeichneten Art, bei welcher der im Anspruch 2. genannte Daumen (R) behufs Vermeidens des Ueberschreitens seiner Anfangslage zur Zeit der Vollendung einer Umdrehung durch einen Hebel (O1) aufgefangen wird, welcher am Ende der ersten halben Drehung der Kurbel (B1) in die Bahn des Daumens bezw. eines an letzterem sitzenden Stiftes (r) gelangt, am Ende der zweiten halben Drehung der Kurbel aber wieder aus dieser Bahn heraustritt.
- 4. In Verbindung mit der durch den Anspruch ι .· gekennzeichneten Vorrichtung eine Einrichtung zum Anzeigen der Anzahl der der Vorrichtung behufs Aenderung des Ganges der Uhr ertheilten Stöfse, gebildet von zwei auf einer Achse unabhänigg von einander montirten Rädern (F^ H2, Fig. 7und 8), von denen das erste (F'2) bei jedem der Vorrichtung ertheilten Stofs eine durch Stifte (K2) begrenzte Schwingung ausführt und dabei mittelst eines Sperrkegels ( G2) das zweite mit einem Zeiger (J2) versehene, als Sperrrad ausgebildete Rad (H2) um einen Zahn weiter dreht.
In Verbindung mit der durch den Anspruch i. gekennzeichneten Vorrichtung Röhrchen oder Hülsen von Gummi oder ähnlichem Stoff, welche die Marke der Taube in doppelter Anordnung so tragen, dafs durch das der Quere nach bewirkte Theilen eines · derartigen Röhrchens zwei gleiche Rohrstücke entstehen, von denen jedes die Marke trägt und von denen das eine zur Zeit des Abfluges der Taube auf eine Klaue der letzteren gesteckt, das andere aber zur Zeit der Ankunft der Taube in die betreffende Hülse (M) der Scheibe (L) der Vorrichtung geschoben wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE67679T | 1892-03-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67679C true DE67679C (de) | 1893-04-05 |
Family
ID=34484277
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189267679D Expired DE67679C (de) | 1892-03-24 | 1892-03-24 | Vorrichtung zum Aufzeichnen der Ankunftszeit von Brieftauben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67679C (de) |
-
1892
- 1892-03-24 DE DE189267679D patent/DE67679C/de not_active Expired
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