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Rechenmaschine o. dgl. Zusatz zum Patent 67=394 Die Erfindung bezieht
sich auf eine Rechenmaschine mit Druckvorrichtung. Insbesondere betrifft die Erfindung
Rechenmaschinen nach dem Patent 672 394, die beim Abdruck eines Betrages
unmittelbar links neben dem Betrag Zeichen zum Abdruck bringen, so daß der gedruckte
Betrag nicht nachträglich durch Einfügen einer oder mehrerer Zahlen links neben
der Betragssumme geändert werden kann. Derartige Rechenmaschinen werden häufig zum
Ausstellen eines Schecks benutzt und können außerdem dazu verwendet werden, gleichzeitig
mit dem Ausstellen des Schecks beispielsweise ein Buchungsblatt o. dgl. zu bedrucken.
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In dem Patent 672 394 ist eine Rechenmaschine beschrieben, mit der
sowohl Schecks ausgestellt werden können als auch ein Buchungsblatt bedruckt «-erden
kann. Diese Maschine ist so ausgebildet, daß in gewissen Spaltenstellungen des verschiebbaren
Papierwagens Beträge zum Abdruck kommen, ohne dali dabei unmittelbar links neben
diesen Betrögen andere Zeichen abgedruckt werden; in anderen Spaltenstellungen des
Papierwagens hingegen werden beim Abdrucken der Beträge in bestimmten Zahlenordnungen
unmittelbar links neben dem Betrag besondere Zeichen zum Abdruck gebracht. So wird
der Betrag von siebenzig Pfennig beispielsweise wie folgt gedruckt: ++++.7o und
der Betrag von fünf Mark und fünfundzwanzig Pfennig folgendermaßen: +++5.25.
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Es ist häufig erwünscht, daß links neben dem abgedruckten Betrag nur
in einer Zahlenordnung ein Sonderzeichen zum Abdruck gelangt. Wird ein Sonderzeichen,
beispielsweise die Geldbezeichnung für Mark, wie :11, unmittelbar links neben dem
Betrag abgedruckt, so ist der gedruckte Betrag leicht lesbar und wird nicht durch
besondere Nullen oder Sonderzeichen links neben dem Betrag unleserlich. Trotzdem
ist gleichzeitig eine Anderung des abgedruckten Betrages durch unbefugtes Einsetzen
einer Ziffer links neben diesem Betrag sicher vermieden. Bei dem Versuch, in dieser
Weise mit einer Rechentnaschine zu arbeiten, deren Druckvorrichtung eine Mehrzahl
von Typenträgern aufweist, und zwar einschließlich je eines Typenträtrers für jede
Zahlenordnung der Maschine, entstehen besondere Schwierigkeiten, da (las unmittelbar
links neben den Beträgen verschiedener Zahlenordnungen abzudruckende Sonderzeichen
durch
verschiedene Typenträger gedruckt werden muß: Die Einrichtung nach- der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, däß die Druckwerke der einzelnen Zahlenstehlen durch
je ein Steuerglied steuerbar sind, das in eine Stelhing überführt wird, in der das
Druckwerk der entsprechenden Zahlensteile arbeiten kann, sobald :sich der Typenträger
der nächstniederen Zahlensteile in eine Stellung zum Abdruck einer Ziffer bewegt.
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Hierdurch wird der Vorteil erzielt, däß ein Sonderzeichen selbsttätig
immer nur in einer Zahlensteile zum Abdruck gelängt, die unmittelbar links neben
dem Betrag liegt, wobei es gleichgültig ist, aus wieviel Ziffern sich dieser Betrag
zusammensetzt.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung veranschaulicht.
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Fig. i zeigt die rechte Seitenansicht einer Rechenmaschine der im
Patent 672 394 behandelten Art, deren Druckwert: gemäß der Erfindung ausgestaltet
ist.
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Fig. 2 zeigt schaubildlich Teile der Druckeinrichtung der Maschine
nach Fig. i.
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In Fig. 3 ist ein bedrucktes Kontrollblatt, beispielsweise ein Buchungsblatt,
veranschaulicht, und Fig. 4 zeigt einige mit der Maschine bedruckte Schecks: Die
auf der Zeichnung veranschaulichte Maschine gleicht, abgesehen von den noch zu beschreibenderi
Einrichtungen, im wesentlichen der in der Patentschrift 672 394 beschriebenen: Betragstasten
i (Feg. i) sind in mehreren Reihen angeordnet und steuern unter Vermittlung von
Hebeln :2 und Anschlagdrähten 3 das Bewegungsmaß der Antrieliszahnsegmente 4 der
zugehörigen Tastenreihen. Die Antriebszahnsegmente 4. sind durch Zapfen und Schlitz
13 mit den vorderen Enden von Armen 12 verbunden, und ihre Bewegungen werden gesteuert
durch eine Leiste, die ein sich quer über die Maschine unter den vorderen Enden
der Arme 12 hindurch erstreckendes nuerstüch aufweist, Blas von seitlichen Arenen
l i getragen wird. Während des Vorwärtshubes der Maschine wird die Leiste nach unten
bewegt; so daß sich die Antriebszahnsegmente 4. gleichfalls nach unten bewegen können;
die Leiste wird in ihre angehobene Stellung zurückgeführt, um während des Rückliebes
der ,Maschine die Autriebszahnsegmente in ihre Ausgangsstething zurückzuführen.
Die Bewegung der Teiste wird durch einen Nocken 14 gesteltert: der auf einer Welle
15 sitzt. Auf dieser Welle ist eile Hebel befestigt, der unter Vermittlung von Federn
16 .mit einer Kurbel auf der Hauptantriebswelle 17 in Verbindung steht. Ein schwingbares
Additions- und Subtraktionszählwerk mit zwei Satz Zählrädern i$ und ig wirkt mit
den Antriebszahnsegmenten 4: zusammen und wird durch eine Stange 20 gesteuert, die
mittels eines auf der Achse 15 sitzenden Klinkenarmes bewegbar ist. Um Summen und
Untersummen in dem Zählwerk ermitteln zu können, wird die Stange 2o unter Vermittlung
eines Verbindungsgliedes 22 von der Summentaste T und der Untersummentaste ST bewegt.
Das -Maß der Bewegungen der Antriebszahnseginente beim Summen-bzw. Untersummenziehen
wird durch die Zählräder gesteuert.
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Wie im Patent 672 394 dargelegt, ist die ,Maschine mit einer Steuervorrichtung
versehen, die auf der Zeichnung teilweise veranschaulicht und durch die Bezugszeichen
54 bis 68 bezeichnet ist. Die Druckvorrichtung und ihre Antriebsglieder tragen auf
der Zeichnung die Bezugszeichen 26 bis 53; die Druckvorrichtung ist für gewöhnlich
durch alle Zahlenordnungen hindurch gekuppelt, so daß in allen Zahlenordnungen rechts
von einer solchen Zahlenordnung ein Abdruck erfolgt, in der eine einen größeren
Wert als o aufweisende Drucktype in 'Druckstellung liegt. ,Mittels der obenerwähnteri
Steuereinrichtung kann die Druckvorrichtung bei bestimmten Druckvorgängen vermittels
der Zapfen 67 und Ansätze 68 so betrieben werden, daß auch in allen Zahlenordnungen
ein Abdruck erfolgt, die links neben der höchsten Zahlenordnung liegen, in welcher
eine einen größeren \Vert als o aufweisende Drucktype für den Druckvorgang eingestellt
ist. Wie in dem Patent 672 394 dargelegt, sind die Typenträger der einzelnen Zahlenordnungen
des Druckwerkes; die als Verbreiterung 26 der hinteren Enden der Arme 12 ausgebildet
sind, je mit einer Sondertype versehen, die oberhalb der üblichen o-Type liegt.
Diese Sondertype liegt in Druckstellung, -wenn die Maschine die Ruhelage einnimmt.
Die Sondertype besteht aus einer Geldsortentype, beispielsweise der r11-Type. Wie
fernerhin im Patent 67239.1 dargelegt, ist die Maseliilie mit einer Steuervorrichtung
für die Sondertypen versehen, von der eine Ausführungsforen in der Zeichnung veranschaulicht
ist und die Bezugszeichen 7o bis 86 trägt. In allen Zahlenordnungen, in denen die
Antriebssegmente 4 während des Arbeitsganges .der Maschine ihre Nullsiel-Lungen
verlassen können, «-erden die finit den Antriebszahusegnienten 4 zusaninicnwirkenelen
Typentr:iger 2(1 durch die Steuereinrichtung so beeinflußt, Bali sie infolge der
Verbindung durch Zapfen und Schlitz 13 ,gegenüber den Antriebszahnsegnienten eine
Sond(a'be\@egung ausfuhren können. Die 'rypc"t :27 werden dann der deine Bew@gungsmaß
der
Antriebssegmente 4 entsprechenden Werte in die Druckstellung gebracht. In allen
Zahlenordnungen, in denen die Antriebssegmente 4 gegen ein Herausbewegen aus der
Nullstellung gesichert sind und die rechts neben einer Zahlenordnung liegen, in
welcher ein Antriebszahnsegment q. aus der Nullstellung herausbewegt werden kann,
können die Typenträger eine Bewegung ausführen, um die o=Typen in die Druckstellung
zu bringen. In allen Zahlenordnungen links neben der höchsten Zahlenordnung, in
der sich ein Segment q. während des Vorwärtshubes der Maschine aus seiner Nullstellung
herausbewegen kann, werden die Typenträger festgehalten, da die Halten 86 mit den
Zapfen zusammenwirken, und die Sondertypen werden während derjenigen Arbeitsvorgänge
der Maschine in der Druckstellung gehalten, in der die Druckvorrichtung 27 bis 53
unter dem Einfluß der zuerst .erwähnten Steuervorrichtung 54 bis 68 so eingestellt
ist, daß links neben dem Betrag ein Abdruck erfolgen kann. Beide in dem Patent 672
394 behandelten Ausführungsformen der Steuervorrichtung, mit deren Hilfe das Sonderzeichen
und die o-Typen in die Druckstellung gebracht werden, können zur Anwendung gelangen,
da die Beträge, links von denen Sonderzeichen einzudrucken sind, Beträge darstellen,
die an den Betragstasten i eingestellt sind oder Summen bzw. Untersummen darstellen,
die in dem Zählwerk 18, i9 ermittelt wurden. Sowohl die Vorrichtung, die die zeitweise
Kupplung einer bestimmten Stelle des Druckwerkes mit den höheren Stellen steuert
als auch diejenige, die entweder in Abhängigkeit von den Betragstasten oder der
Zählwerkritzel die Einstellung der Sonderzeichen und -Nulltypen in die Druckstellung
bewirken, werden selbsttätig in die wirksame Stellung und aus dieser Stellung herausgebracht,
und zwar in Abhängigkeit von dem verschiebbaren Papierwagen C. Auf diese Weise wird
selbsttätig ein Abdruck links neben dem Betrag erzeugt, wenn Beträge in bestimmten
Spaltenstellungen des Papierwagens gedruckt werden. Hingegen erfolgt ein Abdruck
links neben den Beträgen nicht, wenn der Druck der Beträge in anderen Spaltenstellungen
des Papierwagens vor sich geht.
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Wenn die Maschine nach Patent 67-2 39-1 links neben einem Betrag ein
Zeichen abdruckt, werden je nach der Größenordnung des abgedruckten Betrages links
neben diesem Betrag eine mehr oder weniger große Anzahl von Sonderzeichen zum Abdruck
gebracht. So wird der Betrag von siebenzig Pfennig wie folgt gedruckt: +-i-++.70,
und der Betrag von fünf Mark und fünfundzwanzig Pfennig folgendermaßen: -h+-h5.25.
Die Erfindung befaßt sich mit der Aufgabe, links neben dem Betrag nur ein einziges
Sonderzeichen, beispielsweise das Zeichen für Mark JZ, und zwar unmittelbar links
neben dem Betrag abzudrucken, und zwar gleichgültig, ob dieser Betrag groß oder
klein ist. Diese Aufgab;. wird durch folgende Einrichtung, die an einer Maschine
nach Patent 672-394 angeordnet ist, gelöst.
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Die Druckhämmer 32 sind mit Haken 9 i versehen. Eine Reihe von Riegeln
92 sind auf einer Achse 93 schwenkbar gelagert und wirken mit Federn 9q_ zusammen,
die bestrebt sind, die Riegel 92 nach hinten zu ziehen und sie mit den Haken 9i
der Druckhämmer außer Eingriff zu bringen. Jeder Riegel 96
hat einen von der
Vorderseite der Maschine aus gesehen nach rechts gerichteten Ansatz 96, der in die
Bahn der untersten Type des Typenträgers der rechts danebenliegenden nächsthöheren
Zahlenordnung ragt. Während eines Arbeitsganges der Maschine wird jeder der Typenträger,
der Antriebssegmente, die sich nicht bewegen, in einer Stellung gehalten, in der
die Sondertype zum Abdruck gelangt; die unterste Type des Typenträgers berührt also
den Ansatz 96 des Riegels 92 für den Druckhammer der nächsthöheren Zahlenordnung.
Es wird daher der Riegel 92 in einer solchen Stellung festgehalten, daß er den Druckhammer
32 der nächsthöheren Zahlenordnung gegen eine Druckbewegung sichert. Jeder Typenträger,
der während des Arbeitsganges der Maschine so bewegt wird, daß eine Zahlentype in
die Druckstellung gelangt, hebt hierbei seine unterste Type vom Ansatz 96 des Riegelgliedes
92 für den Druckhammer der links danebenliegenden nächsthöheren Zahlenordnung ab.
Auf diese Weise wird erreicht, daß der Riegel 9--, von seiner Feder 94 in
eine solche Stellung überführt wird, daß der entsprechende Druckhammer vorgeschnellt
werden kann, um in der links danebenliegenden nächsthöheren Zahlenordnung einen
Abdruck hervorzurufen, wenn die Druckeinrichtung so eingestellt ist, daß links daneben
ein Abdruck erfolgen kann; gleichzeitig werden alle Typenträger links neben der
höchsten Zahlenordnung, in der eine Zifferntype in die Druckstellung gelangt ist,
mit ihren Sonderzeichentypen in der Drucklinie gehalten. Durch die beschriebene
Einrichtung wirst erreicht, daß der Abdruck links neben einem Betrag ausschließlich
auf den Druck eines einzigen Sonderzeichens bed be-
schränkt wird, das unmittelbar
links neben schränkt Zahlenordnung des gedruckten er Z,
Betrages steht; dies
ist in der letzten Spalte des in Fig.3 abgebildeten Buchungsblattes dargestellt
und auf jedem der. in Fig..l veranschaulichten Schecks zu erkennen.