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Eichschild mit auswechselbaren Eichzahlen und einer Bleiplombensicherung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Eichschil,d mit auswechselbaren Eichzahlen und
einer Bleiplombensicherung, bestehend aus einem in eainer Ausnehmung -des Fasses
durch Randnasen befestigten Schildgehäuse und einem die Zahlen haltenden Deckschild.
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Die bisher bekanntgewordenen Eichschilder besitzen für die Befestigung
mit dem Faß entweder Schrauben, oder sie sind mittels eines Gewinderinges in eine
Ausnehmung des Fasses geschraubt.
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Die Befestigung des Eichschildes durch Schrauben ist gefährlich, da
in den meisten Fällen die Schrauben bis in das Faßinnere reichen und zu unerträglichen
Folgen führen. Auch die mit einem Gewinde versehenen Eichschilder haben sich in
der Praxis nicht bewährt, da das ganze Eichschild mit den Zahlen einschließlich
.der Grundplatte sehr leicht von unberufener Hand herausgeschraubt werden kann.
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Bekannt sind ferner Eichschilder, deren Grundplatte durch eine Randnase
in einer entsprechenden seitlichen Aushöhlung der Faßausnehmung befestigt ist, wobei
das auf dieser Grundplatte liegende Deckschild .mit einer Zunge in die gegenüberliegende
Aushöhlung der Faßbo@denausnehmung eingreift, während beide übereinanderliegenden
Platten durch eine Bleiplombe zusammengehalten sind, so daß die Plombe hauptsächlich
als Befestigungsmittel der beiden Teile dient. Ein derartig befestigtes Eichschild
tritt bei .der bekannten groben Behandlung der Fässer sehr bald aus seiner Lage
heraus, zumal die Ausnehmun.g etwas größer gehalten werden muß als der Durchmesser
der Grundplatte ist, .da die Einführung solcher Eichschilder in die Ausnehmung sonst
unmöglich ist.
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Man hat sich nun die Aufgabe gestellt, ein Eichschil-d zu schaffen,
welches absolut fest und innig mit dem Faßmaterial verbunden ist, möglichst flach
in einer Ausnehmung lagert, dessen Eichplombe spannungslos im Gehäuse befestigt
ist und als Sicherung gegen das unbefugte Entfernen oder Auswechseln
der
Zahlen dient, `wobei die Nachteile der bisherigen Eichschilder in weitgehendem Maße
vermieden werden.
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Erfindungsgemäß wird dieses dadurch e reicht, d.aß die Randnasen des
Schildgehä als herausdrückbare Haken ausgebildet sii@` @@ die nach dem Eintreiben
in die Seitenwandunä der Faßausnehmung durch das mit dem Schildgehäuse durch Bajonettverschluß
verbundene und in seiner Lage durch eine Bleiplombe gesicherte Deckschild verriegelt
werden.
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Durch die Anordnung der hakenförmigen herausdrückbaren Randnasen,
,die nach dem Eintreiben in die Seitenwandung der das Schild aufnehmenden Faßausnehmung
durch das Deckschild gesichert werden, ist somit eine einwandfreie widerstandfähige
Befestigung .des Eichschildes gewährleistet. Es wird ein besonders fester Sitz des
Eichschildes erreicht unter Vermeidung einer Befestigung durch Stifte oder Schrauben
und ohne Heranziehung der Bleiplomben zur Verbindung der beiden Teile des Eichschildes.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar
zeigt Abb. i eine Draufsicht mit teilweisem Schnitt, Abb. 2 einen Teilschnitt nach
Linie A-B der Abb. i vor dem Einbau, Abb. 3 einen Schnitt nach Linie A-B der Abb.
i des fertig eingebauten Eichschildes. Das Eichschild besteht aus dem Schildgehäuse
i, dem Deckschild 2 mit den auswechselbaren Zahlen 6 sowie der Bleiplombe 9. Das
ringförmig ausgebildete Schildgehäuse i besitzt drei federnde, nach außen abgekantete
Haken 3 und drei im Innern angeordnete Bajonettwulste 5 sowie das Plombenlager B.
Das im Schildgehäuse begrenzt drehbare Deckschild :2 ruht auf den Bajonettwulsten
5 und greift mit drei Bajonettriegeln 4 unter -die Wulste 5, während die Zahlen
6 in einer zweckmäßig in der Mitte vorgesehenen öffnung gehalten werden. Über dem
Plombenlager 8 befindet sich die Plombenöffnung 7, welche zweckentsprechend konisch
ausgebildet ist.
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Das Schildgehäuse i wird mit zurückgebogenen Haken 3, -,wie aus der
Abb. 2 ersichtlich ist, in die entsprechende Ausnehmung des Fasses gebracht. Mit
einem Werkzeug werden die Haken in die Seitenwandung der Faßausnehmung hineingedrückt,
so daß das Gehäuse fest im Faß sitzt. Das Deckschild 2 nun mit den dem Inhalt .des
Fasses ent--rechenden Zahlen 6 in das Gehäuse gesetzt. .. :trch eine kurze Drehung
des Deckschildes 2 .sx ird erreicht, daß die Riegel .4 unter die Bajonettwulste
5 des Gehäuses i greifen, wobei sich die Plombenöffnung 7 über dem Plombenlager
8 befindet. Die Plombe 9 wird in die Plombenöffnung 7 gesteckt und mittels eines
Eichstempels fest über das Plombenlager 8 gepreßt, so daß das Deckschild 2 in seiner
Lage .gehalten wird und nicht mehr zurückgedreht.werden kann. In dieser Stellung
des Deckschildes befinden sich die Riegel .I hinter den Haken 3, so daß ein Zurückspringen
der Haken verhindert wird.
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Eine Auswechselung der Zahlen 6 kann nur durch Spaltung der Bleiplombe
vorgenommen werden, da das Deckschild 2 nur nach Entfernung der Plombe 9 im Gehäuse
i zurückgedreht und dann herausgenommen werden kann.
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Der besondere Vorteil des Erfindungsgegenstandes besteht -darin, daß
ein nur flach geformtes Eichschild in einer flachen Ausnehmung des Fasses ohne Benutzung
weiterer Befestigungsmittel absolut fest verankert ist, wobei die Verwendung von
Sparmetallen in wirkungsvoller Weise durch iBenutzung deutscher Heimstoffe vermieden
werden kann.
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Die Ausführungsform kann selbstverständlich von dem gezeigten Beispiel
abweichen, ohne den Erfindungsgedanken zu verlassen.