DE67651C - Maschine zur Erzeugung von groben, ! unregelmäfsig geschmierten oder geklexten i Mustern auf Geweben - Google Patents
Maschine zur Erzeugung von groben, ! unregelmäfsig geschmierten oder geklexten i Mustern auf GewebenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMTKi
auf Geweben.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Bedrucken der für die indischen,
japanischen, chinesischen, afrikanischen und ähnlichen Märkte bestimmten Gewebe mit
groben, unregelmäfsigen, geschmierten oder geklexten Mustern in einer oder mehreren
Farben. Kattun, welcher mit unregelmäfsigen, geklexten oder geschmierten Mustern bedruckt
ist, findet einen bedeutend gröfseren Verkauf auf den obengenannten Märkten, als solcher
mit regelmäfsigen Mustern.
Die unregelmäfsigen Muster wurden bisher "von den Eingeborenen selbst auf Kattun oder
sonstigen Zeugen dadurch hergestellt, dafs Tuchstücke zusammengerollt oder geprefst und gebunden
wurden und danach in einer Farbenlösung — hauptsächlich Indigo — getaucht,
wodurch das Zeug nur stellenweise von der Farbe getränkt wurde, was ein eigentümliches
geklextes oder geschmiertes Muster auf denselben erzeugte.
Zweck vorliegender Erfindung ist, derartige Muster auf maschinellem Wege herzustellen,
und zwar hauptsächlich in Aetzdruck auf einem vorher mit Indigo oder sonstiger Farbe getränkten
Kattun oder sonstigem Zeug.
Das Gewebe (Kattun oder sonstige Waare) wird zu diesem Zweck von entsprechenden
Führungswalzen über eine mit erhabenen Flächen versehene Druckwalze geführt, welch
letztere mit dem unteren Theile ihres Umfanges in einen die Druckfarbe oder, beim Aetzdruck
das Aetzmittel enthaltenden Trog eintaucht, wodurch die erhabenen Flächen mit der nöthigen
Farbe versehen werden.
Hierbei werden gravirte oder ciselirte Druckwalzen nicht verwendet, sondern einfache, aus
Holz hergestellte Walzen, deren erhabene Theile mittelst an denselben befestiger Stücke aus
Gummi oder anderem passenden Material hergestellt werden.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 die Maschine im Verticalschnitt, während Fig. 2,
3, 4 und 5 verschiedene Ausführungsformen der Druckwalze veranschaulichen.
Das vom Abtafelbaum c oder auch direct vom Webstuhl kommende Gewebe wird über
die Führungswalze d unter die verstellbare Spannwalze e und feststehende Führungsstange e1 über die Druckwalze α geführt. Es
passirt dann die zur Aenderung des vom Gewebe auf die Druckwalze α ausgeübten Druckes
verstellbar eingerichtete Walze fl und wird von den Walzen// weiter geführt. Nachdem
das Gewebe, um die aufgetragene Farbe zu fixiren, während seiner Weiterführung auf einer
erheblichen Strecke genügende Zeit der Luft ausgesetzt worden ist, wird dasselbe nach dem
Oxydationsbad g, durch den Waschbottich h und zwischen die Prefswalzen i i geführt. Diese
letzteren dienen zum Hindurchziehen des Stoffes durch die Maschine und können mittelst end-
loser Riemen, Ketten oder sonstiger Treibmechanismen
zum Bethätigen der Druckwalze a benutzt werden.
Die in den die Druckfarbe enthaltenden Trog b laufende Druckwalze α ist eine Holzwalze,
auf welcher verschiedenartig geformte Gummistücke oder gegossene Bleistücke (Fig. 4)
befestigt werden. Ein fortlaufendes Muster kann mittelst um die Walze gewundener Schnüre
(Fig. 5), Ketten oder Gewebe gemacht werden. Für getipfelte Muster werden Nägel, Schrauben
oder Stifte in die Walze eingeschlagen bezw. eingeschraubt (Fig. 3), mittelst deren vorstehenden
Köpfen die Farbe auf das Gewebe aufgetragen werden kann. Ein aus runden oder
ovalen Ringen bestehendes Muster wird aufgetragen mittelst an der Walze befestigter, von
einem Rohr (vorzugsweise Bleirohr) quer oder schräg abgeschnittener Stücke, oder die Ringe
oder Ovale werden vor der Befestigung in verschiedene Formen gebogen, so dafs die Abschnitte,
wie in Fig. 2 veranschaulicht, ein unregelmäfsiges Muster hervorbringen. Ein gesprenkeltes
Muster wird mittelst an der Walze befestigter Borsten erzeugt. Soll das Muster
ein verwischtes Aussehen erhalten, so wird, die Druckwalze langsamer oder schneller als das
Gewebe getrieben. Ein Drahtgewebe kann auch zum Abdrucken eines Musters verwendet
werden, in welchem Falle die Walze aus dem Drahtgewebe gemacht werden kann und mit
Löchern oder Vertiefungen versehen ist, um das Muster zu unterbrechen. Ein marmorirtes
Muster wird erzeugt, wenn man dicht hinter der Druckwalze einen Zerstäuber anbringt und
das Gewebe von demselben besprengen läfst; auch können zwei Zerstäuber k k zwecks
Fixirung der Farben vor und nach dem Passiren des Oxydationsbades und des Waschbottichs
angeordnet werden. Diese Einrichtung ist jedoch üblich beim Oxydiren und Waschen von
den mit Indigo gefärbten Waaren und bildet keinen Theil der vorliegenden Erfindung.
Das Muster wird auch verschiedenartig durch die Anordnung direct vor der Druckwalze der
in Wassertrögen m m laufenden, mit vorstehenden Flächen aus Gummi oder sonstigem passenden
Material versehenen Walzen / /, über welche das Gewebe geführt wird. Durch diese Anordnung
wird das Zeug vor dem Bedrucken stellenweise nafs gemacht, so dafs den beim Drucken
aufgetragenen Farben bezw. Mustern ein verwischtes Aussehen verliehen wird.
In der Zeichnung ist ein mit Führungswalzen versehenes Dampfbad gezeigt, welches zwecks
Fixirung der aufgetragenen Farben vor dem Oxydationsbad angeordnet werden kann.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Maschine zur Erzeugung von groben, unregelmäfsigen, geschmierten oder geklexten Mustern auf Geweben mittelst einer mit erhabenen Flächen versehenen Walze, bei welcher die Walze in einem die Druckfarbe enthaltenden Trog läuft und das Gewebe mittelst Spannwalzen (ef1) unter geeigneter Spannung ohne Gegendruck über die Druckwalze hinweggeführt wird.
- 2. Eine Maschine der unter 1. bezeichneten Art, bei welcher dem erzeugten Muster ein verwischtes Aussehen dadurch verliehen wird, dafs man dem Gewebe und der Druckwalze verschiedene Geschwindigkeiten ertheilt.
- 3. Eine Maschine der unter 1. bezeichneten Art, bei welcher eine oder mehrere mit Hervorragungen versehene, in Wassertrögen laufende Walzen angeordnet sind·, über welche das Gewebe vor dem. Passiren der Druckwalze hinweggeführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.fei;
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67651C true DE67651C (de) |
Family
ID=341262
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67651D Expired - Lifetime DE67651C (de) | Maschine zur Erzeugung von groben, ! unregelmäfsig geschmierten oder geklexten i Mustern auf Geweben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67651C (de) |
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- DE DENDAT67651D patent/DE67651C/de not_active Expired - Lifetime
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