DE672467C - Schiffsfenster - Google Patents
SchiffsfensterInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B19/00—Arrangements or adaptations of ports, doors, windows, port-holes, or other openings or covers
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- B63B2019/0007—Ship's windows
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-
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Description
Es gibt bereits Schiffsfenster in vielen unterschiedlichen
Ausführungen, bei denen der die Scheibe enthaltende Fensterrahmen an senkrecht übereinanderliegenden Drehzapfen derart
gelagert ist, daß sich die Scheibe zur Erzielung einer guten Kabinenlüftung quer
zur Ebene der Fensteröffnung in den Fa'hrtwind einstellen läßt. Dabei hat man auch
vorgesehen, die Sitzfläche des schwenkbaren
ίο Rahmens ballig auszuführen, während die
ortsfeste Fensterfassung bei nach innen sich öffnendem Fenster eine kegelige Sitzfläche
aufweist. Zwar gibt es auch Schiffsfenster ähnlicher Ausführung, deren Öffnung nach
außen erfolgt, doch ist bei allen diesen Anordnungen der Fensterrahmen mit seinen
Drehzapfen an einem zusätzlichen, den Rahmen umgebenden Ring gelagert, der mit der
ortsfesten Fensterfassung durch ein Gelenk verbunden ist und beim Öffnen und Schließen
eine zur Ebene der Fensteröffnung senkrechte Verstellbewegung des Fensterrahmens gegenüber
der ortsfesten Sitzfläche zuläßt. Da dieser Ring mit den sich gegenüberliegenden
Drehzapfenlagern des Fensterrahmens einen erheblichen Teil des zur Verfügung stehenden
Raumes für sich beansprucht, ragt der Fensterrahmen meist nur mit einem schmalen Rande
in die Sitzfläche der Fensterfassung hinein, die daher auch nur verhältnismäßig schmal
ausgeführt ist und meist eines elastischen Dichtungsringes bedarf, damit überhaupt eine
verläßliche Abdichtung zustande kommt.
Die Erfindung betrifft eine Bauart für Schiffsfenster, die sich durch gute Dichthaitung
auszeichnet, ohne daß es einer genauen Einstellung des Fensterrahmens gegenüber der Fensterfassung bedarf. Sie kennzeichnet
sich dadurch, daß bei nach außen sich öffnendem Fenster und dementsprechend nach innen
verjüngt zulaufender kegeliger Sitzfläche diese etwa so breit gehalten ist jvie der Fenster-
rahmen, dessen Drehzapfen an der ortsfesten Fassung so gelagert und ausgebildet sind,
daß der Dichfungssdhluß zwischen der balligen Sitzfläche des Fensterrahmens und der.eü
kegeligem Sitz etwa in der mittleren RadHj
ebene beider Teile erfolgt. Diese Ausführu hat den Vorteil, daß der Fensterrahmen tro
seiner nach außen erfolgenden" Öffnung nicht weit über die Außenkante der Sitzfläche der
ίο Fensterfassung hervorzustehen braucht und
daß selbst bei starker Schräglage des Fensterrahmens gegenüber der Fensterfassung eine
gute Dichthaltung zustande kommt, und zwar ohne Verklemmung der Sitzflächen, die stets
nur in einer linienhaften Berührung stehen. Wrird ein zusätzlicher Dichtungsring benutzt,
so läßt er sich in der Fensterfassung derart anordnen, daß er in der Schließstellung des
Fensters von dem Fensterrahmen nach außen vollständig abgedeckt und somit dem zerstören
den Einfluß des Seewassers entzogen ist. Das Fenster nach der Erfindung wird vorteilhaft
so ausgeführt, daß die Drehzapfen des Fensterrahmens gelenkig an zwei in einer
Durchmesserebene sich gegenüberliegende Halter angeschlossen sind, von denen der eine
Halter in seiner Längsrichtung unverschiebbar an der Fassung gelagert ist, während der
andere Halter senkrecht zur Fensteröffnung durch die Bewegungsvorrichtung in an sich
bekannter Weise in der Fassung verschiebbar
ist. Diese Bauart ergibt eine besonders einfache, billige und werkstoffsparende Ausführung, durch die bei nach außen sich öffnendem
Fenster ein tiefes Eindringen des Fensterrahmens in die Öffnung der Fensterfassung
begünstigt wird.
Um im Bedarfsfall ein schnelles Freilegen der Fensteröffnung zu erzielen, kann der
obere Halter leicht lösbar an der ortsfesten Fassung befestigt sein. Nach Lösung des
oberen Halters läßt sich das Fenster dann zusammen mit ihm an dem unteren Halter
nach außen abkippen.
Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, und zwar
zeigt
Abb. ι schematisch einen Querschnitt durch die Fassung eines Schiffsfensters mit darin
eingesetztem Fensterrahmen,
Abb. 2 die Ansicht eines Schiffsfensters nach der Erfindung vom Innern des Schiffes
her, ;
Abb. 3 einen waagerechten Schnitt durch dieses Fenster nach Linie HI-III der Abb. 2,
Abb. 4 einen senkrechten Schnitt nach
Linie IV-IV der Abb. 2 durch das gleiche Fenster in etwas geöffneter Stellung und
Abb. 5 und 6 je einen Schnitt in größerem
Maßstabe durch die obere und untere Befestigungstelle des Fensters.
Das Schiffsfenster nach der Erfindung besteht gemäß Abb. 1 aus einer ringförmigen,
.ortsfest in die Schiffswand eingebauten Einlesung i, die eine im Querschnitt gerad-
||j begrenzte, kegelige Sitzfläche 2 hat. In
^ 'er Einfassung befindet sich der die Scheibe enthaltende Fensterrahmen 4, der an
seiner äußeren Sitzfläche die Gestalt des Abschnittes einer Kugel 3 besitzt. Um die besondere
Gestalt der zusammenliegenden Dichtungsflächen deutlicher zu machen, sind in
Abb. ι die Kegelfläche der Fensterfassung und die Kugelfläche des beweglichen Fensterrahmens durch strichpunktierte Linien ver-
längert. Denkt man sich an Stelle des Fensterrahmens 4 eine Kugel 3 von entsprechendem
Durchmesser in die Fensterfassung 1 eingesetzt, so ist ohne weiteres verständlich, daß
die Kugel 3 an der sie tangierenden kegeligen Sitzfläche 2 stets eine linienhafte Berührung
findet, wie man die Kugel 3 auch drehen mag. Da die Berührung nur linienhaft ist, findet
keine Führung der Kugel in bestimmter Richtung statt.
Die gleichen Betrachtungen gelten für den Fensterrahmen 4, der mit seiner äußeren
Ringfläche nur einen Abschnitt der Kugel 3 bildet. Die Abdichtung des Fensterrahmens 4
an der Einfassung bleibt daher auch erhalten, wenn sich der Fensterrahmen 4 in der gestrichelt
eingezeichneten Schrägstellung gegenüber der ortsfesten Fassung 1 befindet. Die
kugelförmige Ausbildung der Sitzfläche des Fensterrahmens und die kegelförmige Ausbildung
der Sitzfläche an der äußeren Einfassung bieten somit den Vorteil, daß zum dichten Schließen des Fensters keine Parallelführung
erforderlich ist und daß eine solche Parallelführung dem verstellbaren Teil auch
nicht zwangsläufig auferlegt wird. Man kann den beweglichen Teil daher ohne Gefahr einer
Beeinträchtigung der Abdichtung, die in üblicher Weise durch einen in der Sitzfläche
befindlichen Dichtungsringo hergestellt werden kann, an einem Scharniergelenk lagern,
das sich nicht so leicht durch Querkräfte abnutzt.
Nach diesen Grundsätzen ist das in den folgenden Abbildungen dargestellte Schiffsfenster
ausgeführt. Das Fenster besteht aus einer Einfassung 1, die einen Flansch 5 besitzt,
mit dem sie an der Schiffswand von innen her befestigt wird. Die Fassung 1 ist
mit einer kegeligen Sitzfläche 2 versehen, in der sich ein Dichtungsring 6 befindet. Der
Dichtungsring 6 liegt dort, wo die Kugelfläche 20 des beweglichen Fensterrahmens 4
die Sitzfläche der Fassung 1 berührt.
Oben an der Fassung 1 liegt ein Halter 7 (Abb. 4 und 5), der die Fassung 1 durchragt
und an ihr durch eine Mutter 8 festgelegt
ist. An dem Halter 7 befindet sich ein Gabelkopf 9, in dem ein Zapfen 10 angelenkt ist.
Der Zapfen 10 durchragt ein Auge 21 der beweglichen Fensterfassung 4, in der mit
Hilfe eines Gewinderinges 11 die Fensterscheibe 23 befestigt ist. Unten befindet sich
in der Fassung 1 eine Hülse 12 mit Innengewinde,
die durch eine den Flansch 13 bedeckende Scheibe 13" ohne Beeinträchtigung
ihrer Drehbarkeit gegen Lösen gesichert ist. Die Gewindehülse 12 besitzt einen Mitnehmerkopf
14, auf den eine Kurbel 15 gesteckt ist, und steht mit dem Gewinde eines
Halters 16 in Eingriff, der sich mit einer Längsnut an einem Anschlag 17 führt. Der
Anschlag 17 kann beispielsweise aus einer in der Fassung 1 gelagerten Kugel bestehen, die
durch die Hülse 12 in ihrer Lage gesichert ist. Beim Drehen der Gewindehülse 12 kann
sich der Halter 16 also nur in seiner Längsrichtung verschieben.
An dem freien Ende des Halters 16 befindet sich ein Drehzapfen 18, der in ein Loch 19
des unten an dem Fensterrahmen befindlichen Auges 22 ragt.
Will man das Fenster öffnen, so dreht man die Kurbel 15 in solcher Richtung, daß sich
der Halter 16 nach außen in die in Abb. 4 dargestellte Öffnungslage verschiebt. Das
Fenster löst sich dabei von der Sitzfläche 2 und vollführt eine kleine Schwenkbewegung
an dem oberen Halter 7. Schon nach sehr geringer Lüftung des Verschlusses läßt sich
das Fenster dann um die Zapfen 10, 18 in
jede beliebige Schrägstellung drehen, bis es in die in Abb. 4 strichpunktiert eingezeichnete
größte Öffnungslage kommt. In dieser wie in jeder anderen Stellung kann man durch
leichtes Zurückdrehen der Kurbel 15 das
,,,, Fenster in seine Fassung einklemmen. In
ebenso einfacher Weise läßt sich das Fenster wieder schließen, wobei der Benutzer nicht
auf eine genaue Einstellung des Fensters vor dem Zurückdrehen der Kurbel 15 achtzugeben
braucht.
Da sich das Fenster nach der Außenseite des Schiffes öffnet, wird es durch anschlagendes
Wasser selbstdichtend gegen seine Sitzfläche gedrückt.
go Die Kurbel 15 kann so ausgebildet sein,
daß sie sich im Notfall auch zum Lösen der Mutter 8 verwenden läßt. Ist bei Gefahr ein
rasches Freilegen der ganzen Fensteröffnung erwünscht, so wird zunächst der untere
Halter 16 mit Hilfe der Kurbel in die in Abb. 4 dargestellte Öffnungslage gebracht.
Dann löst man die Mutter 8 und drückt von innen her gegen das Fenster. Der Halter 7
verliert dann seinen Sitz, und das Fenster kippt auf dem Zapfen 18 nach außen ab, wie 6n
es in Abb. 6 in gestrichelten Linien angedeutet ist.
Um eine vollständige Freilegung des Fensters auf andere Weise zu erreichen, kann
man auch den Anschlag 17 in nicht dargestellter Weise derart verstellbar anordnen,
daß er seinen Sitz in der Führungsnut des Halters 16 verliert. Der Halter 16 läßt sich
dann durch Drehen der Kurbel 15 aus der Gewindehülse 12 vollständig herausschrauben,
so daß man das Fenster nach oben vollständig aufklappen kann.
Im Bedarfsfalle kann man das Fenster mit einem Sicherungsriegel bekannter Art ausrüsten.
'
Claims (3)
1. Schiffsfenster, bestehend aus einer ortsfesten Fensterfassung mit kegeliger
Sitzfläche und einem an ihr zur Anlage kommenden, die Scheibe enthaltenden
Fensterrahmen mit balliger Sitzfläche, der um gegenüberliegende Zapfen drehbar und in Richtung senkrecht zur Ebene der
Fensteröffnung von seinem Sitz abhebbar ist,, dadurch gekennzeichnet, daß bei nach
außen sich öffnendem Fenster und dementsprechend nach innen verjüngt zulaufender
kegeliger Sitzfläche (1) diese etwa so breit gehalten ist wie der Fensterrahmen
(4), dessen Drehzapfen (10, 18) an der ortsfesten Fassung (1) so gelagert
und ausgebildet sind, daß der Dichtungssc'hluß zwischen der balligen Sitzfläche (20) des Fensterrahmens und deren kegeligem
Sitz etwa in der mittleren Radialebene beider Teile (1, 4) erfolgt.
2. Schiffsfenster nach Anspruch i, bei
dem das Abheben des Fensterrahmens von seiner Sitzfläche durch eine einzige Bewegungsvorrichtung
erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzapfen (10, 18)
des Fensterrahmens gelenkig an zwei in einer Durchmesserebene sich gegenüberliegende
Halter (17, 16) angeschlossen sind, von denen der eine Halter (7) in
seiner Längsrichtung unverschiebbar an der Fassung gelagert ist, während* der andere Halter (16) senkrecht zur Fensteröffnung
durch die Bewegungsvorrichtung in an sich bekannter Weise in der Fassung verschiebbar ist.
3. Schiffsfenster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere
Halter (7) leicht lösbar an der ortsfesten Fassung (1) befestigt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR672467X | 1937-11-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE672467C true DE672467C (de) | 1939-03-06 |
Family
ID=9017510
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV34461D Expired DE672467C (de) | 1937-11-25 | 1938-01-08 | Schiffsfenster |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE672467C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1281293B (de) * | 1964-12-08 | 1968-10-24 | Spirotechnique | Im Rumpf eines Unterwasserfahrzeuges befestigtes Bullauge |
-
1938
- 1938-01-08 DE DEV34461D patent/DE672467C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1281293B (de) * | 1964-12-08 | 1968-10-24 | Spirotechnique | Im Rumpf eines Unterwasserfahrzeuges befestigtes Bullauge |
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