DE67200C - Malzdarre - Google Patents

Malzdarre

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DE67200C
DE67200C DENDAT67200D DE67200DA DE67200C DE 67200 C DE67200 C DE 67200C DE NDAT67200 D DENDAT67200 D DE NDAT67200D DE 67200D A DE67200D A DE 67200DA DE 67200 C DE67200 C DE 67200C
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DE
Germany
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kiln
sow
malt
rohrsau
hand
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT67200D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. BAYER in München
Publication of DE67200C publication Critical patent/DE67200C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00—Preparation of malt
    • C12C1/067—Drying
    • C12C1/10—Drying on fixed supports
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00—Preparation of malt
    • C12C1/067—Drying
    • C12C1/073—Processes or apparatus specially adapted to save or recover energy

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe
JOS. BAYER in MÜNCHEN. Malzdarre.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. August 1891 ab.
Die vorliegende Malzdarre besitzt gegenüber den bisher gebräuchlichen folgende Vortheile:
1. Die Feuergase streichen bei den letzteren beständig durch die Vor- und Rohrsau, was den Betrieb besonders unter anormalen Verhältnissen (z. B. bei Constructionsfehlern in der Darre oder mangelhafter Bedienung) sehr erschwert. Man könnte diese Schwierigkeit nur auf mühevolle, kostspielige und doch unzuverlässige Weise durch Regulirung des Feuers selbst überwinden. Bei der vorliegenden neuen Darre kann dagegen selbst unter ungewöhnlichen Umständen jede Periode des ganzen Darrprocesses, d. h. das Trocknen oder Verdarren, das eigentliche Darren und das Rösten oder Ausdarren mit Hülfe eines einfachen Mechanismus bei gleichmäfsigem Feuer nach Belieben so gelenkt werden, dafs die Darre unbedingt gut arbeiten mufs.
2. Ferner sah man sich bei den bisherigen Darren gezwungen, für die verschiedenen Qualitäten Malz (helles oder dunkles) verschiedene Darren - Systeme zu wählen. Bei der neuen Construction läfst sich dagegen mittelst eines und desselben Darren - Systems (den sogenannten Schlauchdarren mit doppelter Sau und einfachem oder getheiltem. Rohrsystem) sowohl helles Malz für alkoholreiche Biere, als auch dunkles für vollmundige durch einen geübten Mälzer erzeugen. Auch sind aufsergewöhnliche Proben mit besonders hoher oder niedriger Schüttung, bei welchen der normale Zug nicht mehr ausreicht, nach einer bestimmten Vorschrift mit Hülfe des oben erwähnten einfachen Mechanismus leicht durchzuführen.
3. Dieser Mechanismus kann endlich an jeder Schlauchdarre älterer und neuerer Construction; welche ungünstig arbeitet, leicht angebracht, und dieselbe dadurch in eine gut arbeitende umgewandelt werden. Ein Verbrennen desselben durch die Feuergase ist durch die zweckmäfsige Anordnung ausgeschlossen.
Diese Vortheile werden bei der vorliegenden Darre dadurch erreicht, 1. dafs beim Vordarren die Heizrohrsau ganz ausgeschaltet, mit der Vorsau also allein gearbeitet und dieselbe direct mit dem Kamin gekuppelt werden kann, wodurch der Dunstkamin durch die heifsen Gase kräftig angewärmt, infolge dessen also ein grofses Quantum Luft von unten in die Vorsau eingesaugt und oben aus dem Darrgewölbe durch den Dunstkamm sicher abgesaugt, also ein sehr lebhafter Zug erzeugt wird, jede vorzeitige Ueberhitzung des Grünmalzes jedoch vermieden und der Bildung von Glasmalz also vorgebeugt werden kann,
2. dafs man beim Darren selbst Vorsau und Rohrsau nach Belieben sofort wieder zusammenkuppeln und während der Dauer des Darrens zusammen arbeiten lassen kann,
3. dafs man beim Ausdarren dagegen, umgekehrt wie beim Vordarren, die Vorsau ausschalten, also mit der Rohrsau allein ausdarren und bei geringem Luftquantum mit einer auf diese Art leicht zu erzielenden hohen Hitze eine günstige Farbe und ein feines Aroma erzeugen kann.
Die beiliegenden Zeichnungen stellen zwei Ausführungsformen des Erfindungsgedankens dar, und zwar ist Fig. ia bis 4 a eine Darr-
construction mit einfacher Leitung für kleinere Darren.
Fig. ι b bis 4 b zeigen eine solche mit getheilten Zügen für gröfsere Darren.
In beiden Zeichnungen stellt die punktirte Linie den Zug der Feuergase beim Verdarren, die ausgezogenen denjenigen beim eigentlichen Darren und die strichpunktirte denjenigen beim Ausdarren dar.
Die aus dem Darrofen A, Fig. 1 a, durch 1 aufsteigenden Feuergase ziehen beim Darren durch die Kanäle 2 der Vorsau B, Fig. ι a, 2 a und 3 a, durch den kurzen Verticalkanal C, Fig. ι a, 3 a und 4 a, in die Rohre 3 der Rohrsau D, Fig. ι a, 2 a und 4a, und treten in den stehenden Fuchs E, Fig. ia und 2 a, von wo sie durch den Kamin F ins Freie gelangen. Um nun beim Verdarren die Rohrsau D ausschalten zu können, ist die Vorsau B durch das kurze, mittelst Schieber oder Klappe bl verschliefsbare Kanalstück B1, Fig. ia und 3a, direct mit dem Fuchs E verbunden. Um ebenso beim Ausdarren die Vorsau ausschalten zu können, ist der Feuerungskanal 1 durch das mittelst Schieber oder Klappe b'2 verschliefsbare Kanalstück B'2, Fig. 1 a und 3 a, direct mit dem verticalen Kanal C und den Röhren 3 der Rohrsau D verbunden.
Die Trockenluft wird in den Luftkammern G vorgewärmt, tritt durch die mittelst Klappen verschliefsbaren Oeffnungen g und die Pfeifen h zur Horde und führt die Feuchtigkeit des zu darrenden Malzes durch den Dunstschlauch H ins Freie.
Das Arbeiten mit der neuen Darre geschieht nun in folgender Weise:
1. Zum Trocknen oder Vordarren mufs auf der Horde eine niedrige Temperatur, aber ein scharfer Luftzug herrschen, damit jede vorzeitige Ueberhitzung des Grünmalzes vermieden und alle feuchte Luft aus dem Darrgewölbe sicher fortgeschafft wird. Diese Bedingung erzielt man bei der vorliegenden Darre dadurch, dafs man die Umsteuerung bl öffnet, h2 dagegen geschlossen hält (Fig. ι a und 3 a), dafs man also auf der Vorsau B allein arbeitet. Die Verbrennungsgase passiren dann den kurzen
Weg i, 2, jB1, E (Linie ) und treten,
ohne viel Wärme verloren zu haben, in den Kamin F. Dadurch wird letzterer stark erhitzt, also ein kräftiger Luftzug erzeugt, welcher das Malz scharf trocknet. Die Erhitzung desselben ist dagegen wegen der Ausschaltung der ganzen Rohrsau jD eine geringe.
2. Beim eigentlichen Darren mufs die Temperatur auf der Horde allmälig steigen und der Luftzug abnehmen. Dazu wird die Umsteuerung b1 ebenfalls geschlossen, so dafs beide Umsteuerungen abgesperrt sind, und Vorsau B mit Rohrsau D zusammenarbeitet. Der Weg der Feuergase ist daher 1, 2, C, 3 j E, F (Linie ).
3. Beim Ausdarren endlich mufs auch auf der Horde eine hohe Temperatur, aber nur ein geringer Luftzug herrschen, was dadurch erzielt wird, dafs man die Vorsau B gänzlich ausschaltet und allein mit der Rohrsau D arbeitet, also die Umsteuerung b2 öffnet, b1 dagegen geschlossen läfst. Die Feuergase passiren den Weg ι, B\ C, hE,F (Linie ).
In allen diesen Fällen bleiben die Umsteuerungsmechanismen stets geschont, da sie in geöffnetem Zustande nicht den Feuergasen ausgesetzt sind, in geschlossenem dagegen nicht im Hauptstrom der Feuergase, sondern am Ende der neu ergänzten Abzweigungen J5l und B2 versteckt liegen.
Ganz ähnlich gestalten sich die Verhältnisse bei der in Fig. 1 b bis 4 b dargestellten gröfseren Darre mit getheilter Anordnung der Vor- und Rohrsau. Die vom Doppelrost AA, Fig. 2b, durch ι - ι aufsteigenden Feuergase streichen beim Darren durch die Kanäle 2 der Luftsau B, Fig. ib bis 3b, durch die verticalen Verbindungsrohre C, Fig. 2 b bis 4b, in die Rohre 3 der Rohrsau D, Fig. 1 b, 2 b und 4 b, und treten in den Fuchs E und durch den Kamin F ins Freie. Zur Ausschaltung der Rohrsau D ist die Vorsau B durch die kurzen, mittelst Schieber oder Klappen b1 verschliefsbaren Kanalstücke B1, Fig. ib und 3b, direct mit dem Fuchs E verbunden, und ebenso läfst sich, um beim Ausdarren die Vorsau B ganz ausschalten zu können, eine directe Verbindung des Feuerkanals 1 mit der Rohrsau D durch das Kanalstück J32, Fig. 2b, herstellen. Die Trockenluft steigt aus den Trockenkammern G, Fig. ι b und 2 b, durch die Oeffnungen g und die Pfeifen h zur Horde und zieht, mit der Feuchtigkeit des Darrmalzes beladen, durch den Dunstschlauch H ab.
1. Beim Vordarren werden wieder, um die ganze Rohrsau D auszuschalten, die Umsteuerungen bxbx, Fig. ib bis 3b, geöffnet, während die beiden b2b2, Fig. 2b und 4b, geschlossen bleiben. Die Feuergase streichen also nur durch die Kanäle 1,2 der Vorsau B und ziehen durch B1 in den Fuchs E und Kamin F ab (Linie —■ — ■— —■), wodurch zwar ein starker Luftzug, aber nur eine geringe Temperatur auf der Horde erzeugt wird.
2. Beim eigentlichen Darren werden, um mit vereinigter Vor- und Rohrsau arbeiten zu können, die Umsteuerungen b1 b1, Fig. ib bis 3b, wieder geschlossen, während b2 b2, Fig. 2 b und 4_b, ebenfalls geschlossen bleiben. Die Feuergase durchziehen also die Kanäle i, 2, C, 3, E, F (Linie ).
3. Beim Ausdarren endlich werden behufs Ausschaltung der Vorsau die Umsteuerungen b2 b'2, Fig. 2b und 4b, geöffnet, b1 b1, Fig. 1 b
bis 3b, dagegen geschlossen. Die Feuergase passiren dann den Weg 1, J32, 3, E, F (Linie ·), wodurch eine starke Erhitzung des Malzes, aber nur ein geringer Luftzug entsteht.
Auch bei dieser Construction liegen die Umsteuerungen b1 b2 am Ende der Hülfskanäle B1 B'2 und können daher nicht durch das Feuer verbrannt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Malzdarre mit lenkbarer Vor- und Rohrsau, gekennzeichnet durch die directe Verbindung einerseits der Vorsau (B) mit dem Fuchs (E) und andererseits der Feuerung (Al) mit der Rohrsau (D) zu dem Zwecke, beim Vordarren durch Ausschaltung der Rohrsau einen scharfen Luftzug bei niedriger Temperatur, beim Ausdarren dagegen durch Ausschaltung der Vorsau eine hohe Temperatur bei schwachem Luftzuge auf der Horde erzeugen zu können.
    Eine Ausführungsform der unter 1. geschützten Malzdarre, gekennzeichnet dadurch, dafs die zur directen Verbindung der Vorsau mit dem Fuchs bezw. der Feuerung mit der Rohrsau dienenden Rohre und Kanäle (B1 bezw. B2), sowie die Umsteuerungsmechanismen derart angeordnet sind, dafs letztere in geschlossenem Zustande nicht mit den Feuergasen in Berührung kommen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT67200D Malzdarre Expired - Lifetime DE67200C (de)

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