DE67190C - Elektrischer Zeitverzeichner - Google Patents
Elektrischer ZeitverzeichnerInfo
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04F—TIME-INTERVAL MEASURING
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- G04F13/02—Apparatus for measuring unknown time intervals by means not provided for in groups G04F5/00 - G04F10/00 using optical means
- G04F13/026—Measuring duration of ultra-short light pulses, e.g. in the pico-second range; particular detecting devices therefor
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. VS
KLASSE 42: Instrumente.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrischen Zeitverzeichner, welcher namentlich
dazu befähigt ist, sehr kleine Zeitabschnitte aufzuzeichnen, insbesondere die Zeit, welche zwischen
der Aufnahme des Eindruckes auf die Netzhaut des Auges des Beobachters und der durch Vermittelung der Gehirnthätigkeit ausgeübten
Arbeit eines Körpertheiles, z. B. der Hand, zum Festlegen des dem Auge dargebotenen
Eindruckes dient.
Bei dem elektrischen Zeitverzeichner vorliegender Erfindung wird die beabsichtigte
Wirkung dadurch erzielt, dafs eine den Zeichenstift tragende Stimmgabel, welche sich über
den langsam fortschreitenden Vermerkstreifen bewegt, durch einen elektrischen Strom in
rasche Schwingungen versetzt wird, ferner dafs mittelst eines Elektromagneten gleichzeitig eine
Zeichenscheibe und eine Einrückvorrichtung bethätigt wird, von denen erstere dazu dient,
den Eindruck auf die Netzhaut des Auges des Beobachters hervorzurufen, letztere dagegen
dem Zeichenstift die Aufzeichnung gestattet. Weiter ist noch eine Ausrückvorrichtung für
den Zeichenstift vorgesehen, welche , der Beobachter bethätigt. Genannte Vorrichtungen wirken
nun vereint derartig, dafs der kurze Zeitunterschied, welcher zwischen dem durch Verschwinden
der Zeichenscheibe auf der Netzhaut des Auges des Beobachters hervorgebrachten Eindruck und der Bethätigung der Ausrückvorrichtung
durch den Beobachter liegt und welcher bei verschiedenen Beobachtern verschieden
ist, in Form von Schlangenlinien auf dem Streifen aufgezeichnet wird.
Fig. ι ist eine Seitenansicht,
Fig. 2 ein Grundrifs und
Fig. 2 ein Grundrifs und
Fig. 3 die Hinteransicht des vorliegenden elektrischen Zeitverzeichners.
Der Zeichenstift 1 wird von einem der Zinken der Stimmgabel 2 gehalten. Letztere
ist an einem Ständer 3 der Grundplatte 4 befestigt. Die Stimmgabel macht eine bestimmte
Anzahl Schwingungen in der Minute, beispielsweise 250, und wird durch einen Elektromagneten
5, welcher von einem Lagerarm 6 getragen wird, in Schwingung versetzt. Der diesen Elektromagneten erregende Strom wird
selbstthätig in rascher Aufeinanderfolge geschlossen und unterbrochen durch einen Unterbrecher,
bestehend aus einer Feder 7 und einer Stellschraube 8. Die Anordnung ist derartig
gewählt, dafs, wenn der elektrische Strom durch die Leitung 9 (s. punktirte Linie Fig. 2)
der Elektricitätsquelle 10 infolge Einsetzens eines Schlufspfropfens 11 zwischen den Contactstücken
12 und 12a durch den Elektromagneten
5 hindurchgeht, die Stimmgabel 2 und die Contactvorrichtung 7, 8 der Elektromagnet
5 die Zinken der Stimmgabel anzieht und veranlafst, dafs die Feder 7 die Schraube 8
verläfst, so dafs der Strom unterbrochen wird, die Zinken der Stimmgabel zurückspringen und
in der Folge wieder den Strom schliefsen; diese Wirkung tritt in rascher Aufeinanderfolge
ein, so dafs die Stimmgabel in stetiger SchwinT gung erhalten wird. Das Schwingen der
Stimmgabel wird leicht durch Anschlagen eingeleitet.
Den Aufnehmer bildet in vorliegendem Falle eine Trommel 13, welche an ihrem Umfang
mit Führungen 14 versehen ist, die einen Streifen geschwärztes Papier 15 halten, auf
welchen die Eindrücke des Stiftes 1 in der Form von Schlangenlinien aufgezeichnet werden.
Die Trommel 13 sitzt auf einer geeignet gehaltenen Welle 16, welche durch ein im
Kasten 17 enthaltenes Uhrwerk bethätigt wird.
Die Feder des Uhrwerkes wird mittelst Schlüssels 18 und Achse 19 von Zeit zu Zeit
gespannt. Das andere Ende der Achse 19 trägt ein Sperrrad 20 mit Sperrklinke 21,
die die Rückdrehung der Achse 19 verhindern. Statt dessen kann auch die Welle 16 durch
ein Gewicht gedreht werden. Die Trommel 1 3 wird durch einen Sperrstift 22 aufgehalten,
welcher an einer Stange 23 sitzt und in eine Vertiefung 24 der Scheibe 25 greift. Letztere
sitzt fest auf der Welle 16; durch eine die Stange 23 umgebende Feder wird die Stange 23
in die Scheibe 25 geprefst und daselbst gehalten.
Der Stift 1 wird gewöhnlich aufser Berührung mit der Trommel und dem geschwärzten
Papierstreifen durch den Stift 27 am Hebel 28 gehalten. Letzterer ist bei 29 drehbar angeordnet
und sein anderes Ende 28a trägt den Anker 30 eines Elektromagneten 31. Der
Strom der Leitung 32 dieses Elektromagneten wird in erforderlichem Falle durch einen mit
Knopf 33 versehenen Federcontact 34, wie dies in Fig. 2 angegeben ist, geschlossen.
Weiter ist 35 eine Scheibe, beispielsweise ein Blatt weifses Papier mit darauf befindlichem
schwarzen Punkt oder Punkten, welche mittelst des konischen Rohres 36 durch die Oeffnung 37 im Ständer 3 beobachtet wird.
38 ist eine Deckscheibe am Hebel 39, welche, durch Feder 40 in die Höhe gezogen, mittelst
des Ankers durch einen Elektromagneten 32 herabgezogen wird. Die Deckscheibe 38 wird
gewöhnlich in der in Fig. 3 dargestellten Höhenlage gehalten, jedoch herabgezogen, wenn
der Elektromagnet 42 erregt ist; dann legt sich der Zeiger vor die Oeffnung.37 und verhindert,
dafs der Beobachter die Scheibe 35 sieht.
43 ist ein weiterer elektrischer Magnet, dessen federnde Armatur 44 die Zunge 45 trägt, welcher
Magnet, wenn sein Anker nicht angezogen ist, den Arm 28a des Hebels 28 in der
niedergedrückten Lage hält, so dafs der Zapfen 27 des Armes 28 den Zeichenstift 1
von der Trommel 13 abzieht und letzterer
nicht auf den Streifen 15 einwirken kann. Wenn indessen der Anker 44 durch den Elektromagneten
43 angezogen ist, so tritt die Zunge 45 über das abgeschrägte Ende des Hebels 28% so dafs der andere Arm des
Hebels in entsprechendem Mafse herabsinkt und der federnde Stift 1 sich mit seiner Spitze
auf das geschwärzte, fortschreitende Papier 15 legt. .
Der Stromkreis 46 der mit einander verbundenen Elektromagnete 42 und 43 wird durch
Vermittelung der isolirten Federcontacte 47 und 47 a von einem federnden Drücker 48, welcher
durch einen Ansatz 49 an der Trommel 13 niedergeprefst wird, einen Augenblick geschlossen.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende:
Angenommen, eine Person sehe die Scheibe 3 5 durch den Trichter 36 und die Oeffnung 37
hindurch, ferner sei die Stimmgabel 2 und der Zeichenstift 1 durch Einsetzen des Schlufsstöpsels
11 zwischen die Contacte 12 und 12 a
in Schwingung und die Trommel 13 durch Aufheben des Sperrstiftes 22 in Drehung gesetzt
worden. Wenn nun der Ansatz 49 an der Trommel 1 3 über den federnden Ansatz 48
hinweggeht, so wird der Stromkreis der Elektromagnete 42 und 43 durch die Contactfedern
47 und 47s geschlossen, indem dieselben zusammengedrückt werden, und dadurch
bewirkt, dafs der Anker 41 des Elektromagneten 42 angezogen und der Zeiger 38 herab-r
gezogen wird, so dafs letzterer die Scheibe 35
verdeckt; weiter wird der Anker 44 angezogen, so dafs er theilweise den Hebel 28, 28a freigiebt
und den Zeichenstift 1 in Berührung mit dem geschwärzten Papier 15 bringt. Es werden
daher jetzt die Schwingungen des Zeichenstiftes in Form von Schlangenlinien auf dem
Streifen verzeichnet. Wenn nun der Beobachter den Knopf 33 niederdrückt, so wird
der Elektromagnet 31 erregt, und durch das Anziehen seines Ankers 30 wird der Stift ί
von dem geschwärzten Papier abgezogen, so dafs seine Schwingungen nicht mehr aufgezeichnet
werden. So wird die kurze Spanne Zeit, welche zwischen dem Eindruck auf der
Netzhaut des Auges (durch Verdeckung der Scheibe 35) und der Bethätigung des Knopfes 33
durch den Beobachter verstreicht, ausgenutzt und auf dem geschwärzten Papier in der Form
einer Wellenlinie aufgenommen, welche Wellenlinie den Schwingungen des Stiftes entspricht.
Indem man die Anzahl der Schwingungen auf dem geschwärzten Papier abliest, kann der
Zeitunterschied zwischen Empfang des Eindruckes und Bethätigung des Knopfes 33 genau
bestimmt werden.
Wenn z. B. die Stimmgabel 250 Schwingungen in der Secunde macht und die Anzahl
der (Einzel-) Schwingungen auf dem Papier beträgt 50, so ist die Zeit, welche zwischen
dem Unsichtbarwerden der Scheibe 35 und der Bethätigung des Knopfes verstrich, Y10 Secunde.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Elektrischer Zeitaufzeichner zum Verzeichnen des Zeitabschnittes, welcher zwischen einem auf die Netzhaut des Auges wirkenden Eindruck und der Bethätigung einer elektrischen Auslösung seitens des Beobachters liegt, bestehend aus einer in re'gelmäfsige und bestimmte Schwingungen versetzten Stimmgabel mit über einem beweglichen geschwärzten Papierstreifen liegendem Zeichenstift, einer elektromagnetischen Vorrichtung zur Bewegung einer die Zeichenscheibe verdeckenden Deckscheibe und gleichzeitigen Einrückung des Zeichenstiftes, sowie einem zweiten, von dem Beobachter in Thä'tigkeit gesetzten Elektromagneten, welcher den Zeichenstift vom Papierstreifen wieder abhebt, so dafs die Zeit zwischen dem Lichteindruck und der Bethätigung des zweiten Elektromagneten in Form von Wellenlinien auf den Papierstreifen aufgetragen wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67190C true DE67190C (de) |
Family
ID=340840
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67190D Active DE67190C (de) | Elektrischer Zeitverzeichner |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67190C (de) |
-
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- DE DENDAT67190D patent/DE67190C/de active Active
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