DE67142C - Waschapparat für kurzfaserige, körnige oder pulverige Massen, wie Nitrocellulose u. dergl - Google Patents
Waschapparat für kurzfaserige, körnige oder pulverige Massen, wie Nitrocellulose u. derglInfo
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C08B—POLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
Zum Auswaschen fein gemahlener Nitrocellulose, pulveriger Erdfarbstoffe, chemischer
Producte u. s. w. bediente man sich bisher meistens ähnlicher Waschvorrichtungen, wie sie
in der Papierfabrikation für Strohstoff- und Cellulosebereitung eingeführt sind, welche Vorrichtungen
für pulverige und kurzfaserige Massen, speciell für die specifisch sehr schwere
Nitrocellulose dem Zweck sehr ungenügend entsprechen, weil man nicht verhüten konnte,
dafs Stoffmengen irgendwo sich festsetzen und somit dem Einflufs der Waschung sich fast
gänzlich entziehen.
Ein weiterer Mangel der zum Auswaschen der im Eingang der Beschreibung angeführten
Körper dienenden Waschholländer ist der, dafs das Waschwasser in der Regel durch Waschtrommeln
abgeführt wird, die nur den oberen Schichten Wasser entziehen, während das
specifisch schwerere Säure - oder Schmutzwasser unten sitzt und nur ungenügend entfernt
wird.
Die Verwendung solcher Wasch vorrichtungen, wie Holländer, hat ergeben, dafs oft trotz
mehrtägigen Waschens . und trotz Aufwandes an beträchtlichen Wassermengen eine befriedigende
Waschung des Gutes nicht erzielt wird.
Zur Beseitigung der vorerwähnten Mängel wird ein Waschapparat in Vorschlag gebracht,
welcher den Gegenstand der vorliegenden Erfindung , bildet; dieser Waschapparat weicht
von den bisher verwendeten Waschvorrichtungen gänzlich ab, das Arbeiten mit demselben ist ein viel richtigeres und liefert ein
wesentlich günstigeres Ergebnifs, nämlich ein tadellos ausgewaschenes Arbeitsproduct.
Gegenüber den Waschholländern mit Schraubenpumpe, in denen die gesammte
Masse mit dem Waschwasser durch die Pumpe hindurchgeht, um von neuem in den Waschkasten zurückgeführt zu werden, bleibt
bei dem Waschapparat nach vorliegender Erfindung die Masse selbst zurück, während nur
das Waschwasser durch die Schraubenpumpe hindurchgeführt und von neuem in den Waschkasten
so lange zurückgeleitet werden kann, als die Auswaschung in gewünschtem Mafse vor sich gegangen ist.
Es dient also die Pumpe einmal zur Erzeugung des Waschwasserstromes durch die in
den Waschkasten eingesetzten Filterplatten, das andere Mal zum Entleeren und Absaugen des
Waschwassers, eventuell zur Entleerung des Waschbehälters.
Dabei wird aber der Stoff oder die Masse im Waschbehä'lter, die' in Gemeinschaft mit
dem Waschwasser mittelst der Schraubenpumpe in einem Steigrohr emporgehoben wird,
nicht einfach in den Behälter zurück-, sondern auf eine Entwässerungstrommel geleitet und die
Masse durch frisch zugeführtes Waschwasser zunächst ausgewaschen und hierauf nach Uebertritt
in den Waschbehälter mittelst eines Rührwerkes aufgequirlt. Bei dieser Anordnung
wirkt das abfliefsende Waschwasser saugend auf die in Drehung versetzte Entwässerungstrommel oder die Siebfläche, welche auch aus
einem Cylinder oder einem waagrechten Konus gebildet sein kann.
Fig. ι und 2 zeigen im Schnitt und Grundrifs die abgeänderte Anordnung des Wasch-
apparates, welcher sich besonders für fein gemahlene Nitrocellulose eignet.
A ist der Waschkasten oder Stoffbehälter, in welchen die auszuwaschende Masse, wie
Nitrocellulose u. s. w., eingebracht wird und dessen Boden kegelförmig abgeflacht ist; B
sind die in gewissem Abstande von den Wandungen des ersteren befindlichen Siebflächen,
gelochten Platten oder Filtersteine. C ist ein Rohr oder Kanal mit der eingesetzten Flügelpumpe
D, an welche sich das Steigrohr E mit dem Umstellhahn F anschliefst.
In dem Sieb und dem Boden des Behälters kann eine durch Deckel oder' Ventil λ, abschliefsbare
Oeffnung angebracht sein. Im Stoffbehälter A dreht sich eine hohle Rührwelle
G mit Rührarmen G1 , welche unter Vermittelung der über dem Apparat gelagerten
Welle H durch Schraubenradgetriebe H1 in langsame Drehung versetzt werden.
An den Umstellhahn F schliefst sich' das Rohr / an, durch dessen gekrümmtes Austrittsende
die Rührwelle G hindurchgeführt ist und welches über einer auf der Rührwelle
festsitzenden Entwässerungstrommel K mündet. Diese Trommel ist aus einem trichterförmigen,
vollen Untertheil Ar, und einer mehr oder weniger steilen Siebfläche Ar2 gebildet; 'der
zwischen den Flächen Ar1 und Ar2 gebildete
Hohlraum nimmt das durch die Siebfläche Ar2 hindurchtretende Wasser auf und läfst dasselbe
durch die hohle Welle G, das Rohr L und den Einstellhahn I1 abfliefsen, wobei das
abfliefsende Wasser saugend auf das Waschsieb oder den Waschteller Ar2 wirkt. Ueber
letzterem sind Spritzröhren M angebracht, welche die Siebfläche Ar0 mit kräftigen Flüssigkeitsstrahlen
bespritzen und so die durch das Steigrohr E, den Stellhahn F und das Ausgufsrohr
/ auf die Siebfla'che Ar2 ausgegossene Masse auf derselben berieseln und auswaschen.
Aus der vorstehenden Beschreibung ergiebt sich an der Hand der Fig. ι und 2 die Art
der Arbeitsweise von selbst, die aber durch das Vorhandensein des Siebplattenbelages B
und des Siebes Ar2 auf der Entwässerungstrommel K mehrfach abgeändert werden kann:
i. die Pumpe D saugt durch die Oeffnung ax unmittelbar aus dem Stoffbehälter A
und bringt die Masse sammt der Waschflüssigkeit durch das Steigrohr E, den Umstellhahn F
und das Rohr / auf die Siebfla'che Ar0 der Entwässerungstrommel K; die Waschflüssigkeit
tritt durch die Siebfläche Ar., hindurch und fliefst in der hohlen Rührwelle G ab, während
die Masse einige Zeit auf der Siebfläche liegen bleibt und durch die Frischwasserstrahlen
aus den Spritzröhren M ausgewaschen wird, um schliefslich über den Rand von K
in den Stoff behälter A zurückzufallen;
2. die Pumpe D saugt — nachdem die Oeffnung a[ verschlossen — nicht unmittelbar
aus dem Stoff behälter A, sondern sie nimmt die durch die Filtrirsteine oder Siebböden B
austretende Flüssigkeit weg und führt sie unter Vermittelung des Steigrohres E nach oben auf
die Siebfläche Ar2; in diesem Falle hat, wobei eine Thätigkeit der Spritzröhren M unterbleiben
kann, die Siebfläche Ar2 nur den unrichtigerweise mit fortgerissenen Stoff zurückzuhalten,
auszuwaschen und in den Behälter zurückzubringen, während die grofse Masse
selbst im Stoffbehälter zurückbleibt;
3. durch Schliefsen des Wasseraustrittsventils I1
hört die Entziehung von Wasser gänzlich auf und der Siebboden Ar2 dient nur noch als
Waschteller, während die Masse darüber wegstreicht, endlich wird
4. durch Umstellen des Hahnes F bei Fall 1 die gesammte Masse mit der Flüssigkeit und
bei Fall 2 nur die Waschflüssigkeit fortgepumpt bezw. durch das über dem Hahn F sich anschliefsende
Rohr nach einer beliebigen Verwendungsstelle weitergeleitet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Waschapparat für kurzfaserige, körnige oder pulverige Massen, wie Nitrocellulose u. dergl., gekennzeichnet durch die Anordnung eines Rührwerkes (G1) mit hohler, als Waschwasserabflufs dienender Antriebswelle (G) und einem mit letzterer sich drehendem Hohlkörper (K) mit Sieboberfläche innerhalb eines Waschbehälters (A), auf welcher Sieboberfläche entwedera) der durch eine Pumpe (D) aus dem Waschbehälter emporgehobene Stoff ausgebreitet und durch Flüssigkeitsstrahlen aus Spritzröhren (M) ausgewaschen und entwässert wird, wobei das durch die Hohlwelle (G) abgeführte Waschwasser saugend auf die sich drehende Sieboberfläche wirkt, oderb) das aus dem Waschbehälter durch Filtration ausgetretene und mittelst Pumpe angehobene Waschwasser ausgebreitet wird, um unter Zurücklassung etwaiger feiner Stofftheile auf der Sieboberfläche durch die Hohlwelle (G) abzuströmen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67142C true DE67142C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE67142C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3326674A (en) * | 1964-11-30 | 1967-06-20 | Dow Chemical Co | Conical leaching apparatus |
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| US3326674A (en) * | 1964-11-30 | 1967-06-20 | Dow Chemical Co | Conical leaching apparatus |
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