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Kombinationsschloß Die Erfindung betrifft ein beispielsweise für Stahlkammern
und Geldschränke o. dgl. geeignetes Mal- oder Kombinationsschloß, bei welchem eine
Spindel durch die Tür hindurchgeht und das Entriegeln des Schlosses durch Drehbewegungen
der Spindel albwechselnd mit axialen Verschiebungen derselben bewirkt wird, wobei
für das Entriegeln eine Anzahl hintereinanderliegender Zuhaltungen der Reihe nach
durch die nach einer gegebenen Kombination einstellbare Spindel eingeordnet wird.
Bei derartigen Schlössern ist es bereits bekannt, die Drehbewegung der die Zuhaltungen
einstellenden Spindel durch einen als Anschlag dienenden Schlüssel zu begrenzen.
Ebenfalls sind Schlösser bekannt, wo die Spindel auf irgendeine Weise mit einer
oder mehreren Skalen u. dgl: kombiniert sein kann, mit deren Hilfe die Spindel nach
einer für das Entriegeln des Schlosses geltenden Buchstaben- oder Zifferkombination
o. dgl. eingestellt werden kann.
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Gemäß der Erfindung ist zur Begrenzung der Drehbewegungen der Spindel
nach der gegebenen Kombination anstatt eines Schlüssels ein um die Spindel einstellbarer
Anschlag angeordnet, welcher mit der Spindel zusammenwirkt.
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Diese Ausbildung ergibt für die vorerwähnten, an sich bekannten Schlösser
erhebliche Vorteile. Für das Entriegeln des Schlosses ist kein loser Schlüssel,
der leicht verlorengehen kann, mehr nötig, und für Schlösser, bei denen. Buchstaben-
oder Zifferkombinationen benutzt werden, liegt kein Risiko mehr vor, daß man die
Spindel und damit die Zuhaltungsscheiben an der Zielmarke vorbeidreht, was bei den
bekannten Schlössern sonst den Nachteil hat, daß das Entriegeln des Schlosses von
Anfang an wiederholt werden muß.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel von Schlössern gemäß
der Erfindung dargestellt. Es zeigt: Fig. i eine Ansicht der Schloßeinri@chtung
von der Innenseite der Tür gesehen, bei welcher der Deckel des Schloßgehäuses und
einige das Eingerichte verdeckende Hebelarme weggelassen sind.
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Fig. 2 eine Draufsicht auf diese Schloßeinrichtung, bei weggelassener
Deckplatte, Fig. 3 einen Schnitt nach Linie III-III der Fig. I, Fi.g. d. und 5 zwei
Einzelheiten, Fig. 6 einen Schnitt nach Linie VI-VI der Fig. i und Fig. 7 einem
Schnitt nach Linie VII-VII in Fig. i, Fg. ä, g und io Einzelheiten.
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Fig. i i ist eine der Fig. i ähnliche Ansicht der inneren Schloßeinrichtung
von der Innenseite der Tür gesehen, wobei der Schloßmechanismus
auf
eine besondere Kombination eingestellt ist.
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Fig. 12 bis 16 zeigen eine Ausführungsform der äußeren Schloßeinrichtung,
welche mit einem für die beabsichtigten Drehbewegungen der Spindel einstellbaren
Anschlag zur Begrenzung dieser Bewegung versehen ist; und zwar ist Fig. 12 eine
Ansicht dieser Schloßeinrichtung von der Außenseite der Tür gesehen, bei der einige
das Innere des Schlosses verdeckende Einzelteile teilweise weggeschnitten sind.
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Fig. 13 ist ein Schnitt nach Linie XVI-XVI und Fig. 14 ein
Schnitt nach Linie XVII-XVII in Fig. i i, Fig. 15 eine Draufsicht, bei der ein Teil
eines das Gehäuse bildenden Deckringes- weggeschnitten ist.
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Fig. 16 stellt eine Führungseinrichtung für die Spindel dar.
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Der in Fig. i bis r i dargestellte, innerhalb der Tür angeordnete
Scliloßteil 'hat eine vermittels Sehrauben 5 an der Innenseite der Tür i befestigte
Bodenplatte 2 und Seitenwände 3 und 4, welche mit Nuten für Deckplatten 6 und 7
versehen sind. Die Bodenplatte 2 ist zu einer Nabe 1z ausgebildet und mit Absätzen
8, 9, i0, i1 und 13 versehen, von welchen der Absatz 8, wie aus Fig.
6 hervorgeht; höher als die übrigen ist.
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Eine Platte 15 (Fi.g. 8), welche mit -zwei Führungsbeinen 16 und 17
versehen ist, ist in den Absätzen 9 und ii und einer Nute 76 in der Nabe 12 verschiebbar
gelagert (Fig.7).
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Das Schlöß ist finit Zuhaltungen i9 versehen, welche als mit Zähnen
20 versehene Räder ausgebildet sind. Sie sind auf einem an der Scheibe
15 festen Bolzen 18 drehbar gelagert und je mit einer Aussparung 2 1 am Umfang
versehen.
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Bei dem dargestellten Schloß sind vier Zuhaltungen vorgesehen; jedoch
kann natürlich eine größere oder kleinere Anzahl von Zuhaltungen verwendet werden.
Um zu verhindern, daß die Zuhaltungen i9 vom Bolzen 18 abgleiten, ist an ihm ein
Ring 22 vorgesehen, welcher von seinem in einer Nut des Bolzens 18 angebrachten
Federring 23 festgehalten wird. Die Zuhaltungen sind durch Zwischenscheiben 24 v
onneinander getrennt, welche je mit einem Vorsprung 25 versehen sind, der in eine
Nut 26 des Bolzens s:18 eingreift. Durch diese Anordnung wird verhindert, daß sich
die Zwischenscheiben 24 drehen und daß die Drehung einer Zuhaltung auf benachbarte
Zuhaltungen übertragen wird.
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An der Nabe i2 sind Scheiben 28 von der in Fig.4 dargestellten Form
drehbar gelagert. Ein Teil des Umfangs dieser Scheiben ist finit Zähnen 29 versehen,
welche mit den Zähnen 2o der Zuhaltun:gen i9 zusaminenwirken, wenn sich diese in
der in Fig. z und ii dargestellten normalen Lage befinden. Jede Scheibe 28 ist mit
einem radialen Vorsprung 30 versehen, welcher einen Anschlag 31 bildet. Der kreis!bogenförinige
Umfang der Scheibe hat zwischen dem Vorsprung 30 und den Zähnen, 29 einen kleineren
Halbmesser, so daß zwei weitere Anschläge 32 und 33 gebildet sind. Die Scheiben
28 sind voneinander durch Zwischenscheiben 34 (Fig. 5) getrennt, welche je einen
inneren Vorsprung 35 aufweisen, welcher in eine in der Nabe 12 vorgesehene Nut 36
eingreift, wodurch die Drehung der Zwischenscheiben und die Übertragung der Drehung
einer Scheibe 28 auf eine der benachbarten Seheiben verhindert ist. Fig. 4 zeigt
die vier Scheiben 28 aufeinandergestapelt. Die Vorsprünge 30 der verschicdenen
Scheiben sind von verschiedener Länge, wobei in Fig. 4 der Vorsprung 30 der hintersten
Scheibe der längste und der Vorsprung der vordersten Scheibe der kürzeste ist. Sämtliche
Vorsprünge 30 sind mit einer Vertiefung 77 versehen.
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An der Nabe t2 ist ferner ein Zurückbringer 37 für die Scheiben-28
(Fig. io) drehbar gelagert. Die Scheiben 28 und Zwischenscheiben 34 sind zwischen
zwei Ringen 38 des Zurückbringers angeordnet, welche durch einen Querbalken 4o miteinander
verbunden sind (vgl. Fig. i i). Der Zurückbringer 37 hat den Zweck, bei Rückdrehung
durch Anstoß an die Anschläge 3a vermittels des Querbalkens 4o sämtliche Scheiben
(Fig. 8) und Zuhaltungen i9 in :die Ausgangslage zurückzuführen, d. h: in. die :Lage,
welche die Scheiben- und Zuhaltungen hei verriegeltem Schlosse- einnehmen.
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Außerhalb des Zurückbringers 37 ist ein Federring 41 in einer in der
Naue i2 vorgesehenen Nut eingespannt, so daß die Teile von der Nabe nicht abgleiten
können.
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In der Aüsbohrung der Nabe 12 ist ein in Fig. 9 dargestellter Winkelarm
42 vermittels eines zentralen, hülsenförmigen Teiles 43 drehbar und verschiebbar
gelagert. Von denn Teil 43 erstreckt sich nach außen ein im Winkel gebogener Arm
46, welcher einen radial nach innen gerichteten Vorsprung 4.7 besitzt: Der mit einer
zentralen Bohrung 44 versehene Teil 43 ist in die Nabe 12 eingeführt und an der
Spindel 48 angebracht. Der Winkelarm 42 ist an der Spindel ,48 vermittels eines
Stiftes 5o befestigt.
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Am Absatz 8 ist ein winklig gebogenes Blech 14 vermittels Schrauben
27 befestigt. Das innere Ende dieses Bleches bildet einen Anschlag für die Vorsprünge
30, so daß die Scheiben 28 bei Anlage der Anschläge 31
gegen das
Blech 14 nur bis in die in Fig. i dargestellte Lage gedreht werden können.
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Der Winkelarm 4.2 kann fünf Axialla:gen einnehmen, und in vier von
diesen Lagen steht der Vorsprung 47 vor einem der Anschläge 33, so daß bei Drehung
gegen diesen Anschlag eine der Scheiben 28 mit der betreffenden Zuhaltung i9 gedreht
wird. In der innersten Axiallage kann der Vorsprung 47 an den Anschlägen 33 vorbeidrehen,
befindet sich aber in der Bewegungsbahn des Zurückbringers 37, so daß dieser bei
der Rückdrehung in itgenominen wird.
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Der Schlößriegel 55 ist in einer Öffnung der Seitenwand 4. verschiebbar
gelagert. Er erstreckt sich in Fi.g. i nach links im Schlosse und bildet dort den
Riegelschaft 56. Im Riegel 55 sind ein Winkelschlitz 57, 58 und eine Aussparung
59 vorgesehen. In die Aussparung 59 kann der Arm 46 zwecks Verschiebung des Riegels
eingreifen.
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Ein Haltestück 61 ist vermittels Schrauben 6o am Absatz 8 befestigt
und bildet eine Rinne 62 zur Führung des Riegelschaftes 56. Ein am Absatz .9 um
einen Zapfen 74 schwingbar gelagerter Sperrarm 75 ist über den Zuhaltungen i9 angeordnet
und mit einem Stifte 79 versehen, welcher in den Winkelschlitz 57, 58 des Riegels
55 eingreift. Ferner trägt der Sperrarm 57einen Ouerballcen, 78, welcher sich über
sämtliche Zuhaltungen i9 erstreckt.
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Wird in verriegelter Lage des Schlosses ein Druck auf den Riegel nach
innen ausgeübt, dann drückt der Stift 79 den Querbalken 78 gegen die Zähne 2o, so
daß das Einschieben des Riegels verhindert wird. Wenn dagegen sämtliche Aussparungen
21 der Zuhaltungen sich unter dem Querbalken 78 befinden, schwingt dieser in die
Aussparungen 2i, und der Riegel kann ungehindert eingeschoben werden.
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Ein Sperrhaken 64 ist um einen am Haltestück. 61 festen Stift 63 schwingbar
gelagert. Fine Feder 65 drückt den Sperrhaken gegen -nen nach links (Fig. ii) sich
erstreckenden Arm 9.4 eines Hebels 93. Wie aus der Figur hervorgeht, hat der Sperrhaken
oben einen Ansatz 66. Eine Scheibe 53 und ein Splint 5:f verhindern .das Abgleiten
des Sperrhakens 64 von dem Stift 63. Wenn der Winkelarm 46 gegen den Sperrhaken
6.1, gedreht wird (nach rechts in Fig. i), so wird dieser nach links bewegt, nimmt
aber seine übliche Lage wieder ein, wenn der Winkelarm in die in Fig. i dargestellte
Lage gebracht ist. Die Spindel 48 ist dann in der innersten gegen Drehen gesperrt.
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Eine Exzenterscheibe67 ist vermittels Zapfen 69, 70 (Fig.'3) in der
Bodenplatte 2 und im Haltestück 61 drehbar gelagert. Der Zapfen 70 erstreckt
sich durch .das Haltestück 61 und trägt an seinem äußeren Ende einen vermittels
eines Stiftes 71 befestigten Hebelarm 72. Die Exzenterscheibe 67 bewegt sich in
einer in der Platte 15 vorgesehenen Aussparung 73. Wird der Hebelarm 72 gedreht,
so erteilt die Exzenterscheibe der Platte 15 eine lotrechte Bewegung, so daß die
Zähne 2o der Zuhaltungen i9 außer Eingriff mit den Z-ihnen 29 der Seheiben 28 gelangen.
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An der Deckplatte 7 ist ein Winkelarm 81 vermittels eines Stiftes
8o schwenkbar befestigt. Die Bewegungen .des Winkelarmes werden durch zwei in der
Deckplatte 7 befestigte Stifte 82, 91 begrenzt. Im Deckel 83 des inneren
Gehäusekastens sind zwei Stifte 68 und 88 befestigt, und der Deckel ist mit zwei
T-förmigen Ansätzen 84. und 85 versehen, welche in Nuten 86 bzw. 87 in den Seitenwänden
3 und :4 passen, so daß der Deckel aus seiner üblichen Lage, welche in Fig. 2 und
3 dargestellt ist, nicht entfernt werden kann, ohne zuerst derart verschoben zu
werden, daß die Ansätze 84 und 85 außer Eingriff mit den Nuten 86 und 87 gelangen.
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Die Hebel 92 und 93 (Fig. i i) sind an einem Stifte d:9 schwenkbar
gelagert, welcher im Haltestück 61 befestigt ist. Sie sind durch eine Scheibe 51
und einen Splint 52 gesichert. Der Hebel 92 ist mit einer Aussparung 95 versehen,
deren lotrechter Rand .den Riegel 55 sperrt, wenn der Hebel 92 mit dem waagerechten
Rand der Aussparung bei verriegeltem Sc'hloß in üblicher Weise auf dem Stift 89
ruht. Hierdurch wird verhindert, daß ein aus irgendeinem Grunde auf den Riegel 55
in Richtung nach dein Schloßinneren wirkender Druck vom Riegelschaft auf den Querbalken
78 übertragen wird und diesen gegen die Zuhaltungen i9 drückt; vielmehr wird der
Druck vom Hebel 92 aufgenommen. Hierdurch ist erreicht, daß die Zuhaltungen unabhängig
von einem gegebenenfalls am Riegel 55 wirkenden Druck zwecks Aufschließens des Schlosses
leicht gedreht werden können. Wenn dagegen der Hebel 92 vom Arm 46 hochgehoben ist,
gibt der Rand der Aussparung 95 den Stift 89 frei (Fig. i i).
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Das rechte Ende des Hebels 93 ist durch eine Aussparung 9o gegabelt
und bildet zwei Sperränder 96 und 97 (Fig. i i). Wenn der Hebel 93 vom Winkelarm
4.6 in die in Fig, i i dargestellte Lage gehaben ist, kann - der Deckel nach links
verschoben werden, weil der Stift 68 in die Aussparung 9o eingeführt werden kann;
wenn dagegen der Hebel 93 am Stift 89 anliegt, was bei verriegeltem Schloß die normale
Lage ist, so befindet sich der Stift 68 vor dem Sperrand 96. Der Deckel ist hierdurch
verhindert, sich nach links zu bewegen, und der Stift 88 vermindert dessen Bewegung
nach rechts, was auch der Fall ist,
wenn der Winkelarm 46 sich in
seiner obersten Lage befindet, d. h. wenn das Schloß aufgeschlossen ist, wobei der
Hebel 93 so `reit aufwärts geschwenkt ist, daß der Sperrand 97 den Stift 68 sperrt.
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Wenn der Winkelarm 46 in seine oberste Lage gedreht ist, so ist der
linke Arm 94 des Hebels 93 so weit niedergeschwenkt, daß der Ansatz 66 des Sperrhakens
64 :den Arm 94 übergreift und den Hebelarm 93 in der sperrenden Lage festhält, so
daß, auch wenn der Winkelarm 46 zurückgedreht werden würde, der Deckel gegen Verschiebung
gesperrt bleibt. Die in Fig. i i dargestellte Lage des Winkelarmes 46, die von außen
durch die Stellung eines durch die Spindel 48 und den Drehgriff 128 gehenden Stiftes
13o bestimmt werden kann, kann nur erreicht werden, wenn sämtliche Zuhaltungen i9
eingestellt sind Daher kann der Deckel nur von einer Person weggenommen werden,
welche die für das Schloß geltende Kombination kennt.
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Fig. 12 bis 15 zeigen eine Ausführungsform des an der Außenseite der
Tür vorgesehenen Schlosses, bei welcher die Drehbewegungen der Spindel' 48 durch
einen als Sperrklinke 134 ausgebildeten, einstellbaren Anschlag begrenzt werden,
welcher vor jeder Drehung der Spindel derart eingestellt wird, daß durch Buchstaben
132 angegebene Teilstriche 131 eines Ringes 126 der Reihe nach gegenüber
einem Strich iog eines Ringes io2 nach der für das Schloß geltenden Kombination
eingestellt werden. Diese Einrichtung hat den Vorteil, daß man die Sperrklinke 132
leicht genau einstellen kann und daß es nichts ausmacht, wenn man bei dieser Einstellung
den die Klinke tragenden Ring 126 zu weit dreht, da dieser dann ohne weiteres in
die richtige Lage zurückgedreht werden kann. Erst nachdem der Ring 126 genau eingestellt
worden ist, wird die Spindel gedreht, und dabei verhindert das als Sperrklinke ausgebildete
Sperrglied 134, daß man die Spindel an dem eingestellten .Buchstaben vorbeidreht.
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In Fig. 12 bis 16 ist eine Bodenplatte ioo an der Außenseite der Tür
i vermittels Schrauben ioi befestigt. Ein Ring tö2 ist mit einem Strich io9 (Fig.
15) und einem Flansch io3 versehen, welcher durch Sehrauben 104 an der Bodenplatte
festgehalten ist. Der Ring io2 ist drehbar, so daß er beim Ausrichten des Schlosses,
ehe die Schrauben festgezogen sind, gedreht werden kann, bis der Strich iog in Linie
mit einem der Teilstriche 132 (Fig. 15) steht, wenn die Ausspareng 21 der dem betreffenden
Teilstrich 132 entsprechenden Zuhaltungig gerade unter dem Querbalken 78 steht.
Es wird hierdurch erreicht, daß eine genaue und umständliche Ausrichtung der Lage
der äußeren Schloßeinrichtung zu der innerhalb der Tür angeordneten Schloßeinrichtung
nicht vorgenommen zu werden braucht. Nicht dargestellte Seitenschrauben dienen zum
Festhalten des Deckringes io6 an dem Ring io2: In der äußeren Schloßeinrichtung
ist ferner eine Scheibe 107 vorgesehen, welche zwei Aussparungen iio und i i i und
einen Vorsprung i 12 besitzt und eine mit einer zentralen Bohrung versehene Nabe
115 aufweist. Die Nabe ist auf die in einer öffnung der Bodenplatte ioo drehbar
und verschiebbar gelagerte Spindel 48 geschoben. Am äußeren Ende der Nabe 115 ist
ein Drehgriff 128 vorgesehen. Dieser Drehgriff, die Nabe 115 und die Spindel 48
weisen eine Durchbohrung auf, durch welche ein Stift 130 gesteckt ist, der
die erwähnten Teile in ihrer Lage zueinander sichert. Diese Teile sowie die Scheibe
107 machen daher sämtliche Bewegungen des Drehgriffes 128 mit.
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In der äußeren Schloßeinrichtung sind ferner vermittels einer Schraube
an der Bodenplatte ioo ein Blech 44, ein Block 143 und neben dem letzteren noch
ein Block 146 befestigt. Das Blech 144 deckt die beiden Blöcke seitlich ab. Der
Block 146 ist an einem in der Bodenplatte iöo befestigten Stift 147 verschiebbar
gelagert und wird von einer in der Stiftöffnung 149 vorgesehenen Feder 1q:8 gegen
das Blech 144 gedrückt. Der Block 143 hat eine solche Breite, .daß er von der Aus
spareng iio der Scheibe 107 übergriffen werden kann. Die beiden Blöcke haben zusammen
eine der Aussparung i i i derselben Scheibe entsprechende Breite.
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In den beiden Blöcken sind, der Spindel zugekehrt, Nuten 150 und 151
vorgesehen, welche von Zähnen 152 und 153 begrenzt werden. Die äußeren Zähne der
Blöcke 143 und 146 bilden mit dem Blech 144 die Nuten 154 bzw. 155. Der innere Zahn
des Blockes 143 bildet mit der Bodenplatte ioo eine Nute 156: Der Block 146 ist
an der Außenseite in der in Fig: 14 und 16 dargestellten Weisse abgeschrägt, und
diese Abschrägung 157 bildet eine Verlängerung der Nut 155.
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Die Nuten 150, 151, 154 und 155 sind zweckmäßig von derselben Breite
wie die der Zähnei5a und 153. Die Breite der Nut 156 ist gleich der Breite einer
Nut 151 zusätzlich eines Zahnes 153. Dieses Maß entspricht der Stärke eines Ringes
28 und einer Zwischenscheibe 34 (Fig. 6) zusammen. Ferner ist der Block 146 auch
entsprechend kürzer als der Block 143. Wenn der Block 146 bis zur Anlage gegen die
Bodenplatte ioo axial verschoben wird, so entspricht daher dieser Axialschritt einer
Verschiebung von einem Ringe 28 bis zum nächsten Ringe 28.
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Die Nuten i5o, 151 und 155 haben eine solcheTiefe, daß derKreisumfang
.der Scheibe
io7, nicht aber der Vorsprung 112 durch sie hindurchtreten
kann. Die Nuten 154 und 156 sind aber so tief, daß auch. der Vorsprung i 12 bei
Drehung derScheibe hindurchtreten kann. Wenn der Vorsprung 112 gegen die Abschrägung
157 gedreht wird, kann er durchgehen, weil der Block 156 gegen die Wirkung der Feder
148 zurückgedrückt wird; bei Drehung in entgegengesetzter Richtung kann er den Block
jedoch nicht durchlaufen.
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Die äußere Schloßeinrichtung nach den Fig. 12 bis 15 ist des weiteren
mit den folgenden Einrichtungen versehen.
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Eine Scheibe 124 ist mit einem Ansatz 125 und mit einem Ringflansch
126 versehen, welcher am Ring io2 drehbar gelagert ist. Die Nabe 115 erstreckt sich
derart durch eine zentrale Öffnung in der Scheibe 12q., daß die Nabe gedreht werden
kann, ohne die Scheibe mitzunehmen. Die Scheibe 124 ist durch einen Flansch 127
am Deckring io6 gegen axiale Verschiebung gehindert. Der Ring 126 besitzt durch
Buchstaben iP bezeichnete Teilstriche 131, welche bei der Drehung des Ringes, wie
auch der Strich io9, in einer im Deckring io6 vorgesehenenÜffnung 129 sichtbar werden
(Fig.15). Die Drehung des Ringes wird z. B. dadurch bewirkt, daß der Daumen der
linken Hand an den Ansatz 125 angelegt wird.
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Eine Sperrklinke 134 ist an einem an der Scheibe 124 befestigten Stift
133 drehbar gehagert. Diese Sperrklinke ist so hoch, daß sie in ihrer axialen Lage
von der Scheibe 124 und dem Flansch 103 gehalten bleibt. Sie weist zwei Sperrkanten
135 und 136 auf. An der inneren Seitenfläche der Klinke ist ferner eine Aussparung
137 von solcher Größe vorgesehen, daß der Vorsprung 112 der Scheibe 107 des
Sperrhakens durchtreten kann, wenn sich die Scheibe 107 in ihrer innersten Axiallage
befindet. Wenn der Vorsprung 112 der Scheibe 107 nicht an der Sperrkante 135 anliegt,
so kann die Scheibe 124 gedreht werden; wenn aber der Vorsprung 112 bis zur Anlage
gegen die Sperrkante 135 gedreht ist, so wird die Sperrkante 136,gegen den Ring
io2 gedrückt und sperrt die Drehung der Scheibe 107 bzw. der Spindel 48. Die Drehbewegungen
der Spindel in den vier äußeren Axiallagen werden also von den Lagen begrenzt, welche
die Sperrklinke einnimmt und welche von den Buchstaben 132 in der öffnung129 angegeben
werden.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Wenn das Schloß entriegelt
werden soll, zieht man den Drehgriff 128 heraus, bis die Führungsscheibe 1o7- gegen
das Blech 144 stößt. Der Vorsprung 47 befindet sich dann vor dem äußeren Ring 28.
Der Winkelarm 46 ist an dem Sperrhaken 67 vorbeigelaufen, so,daß die Drehbewegungen
der Spindel nicht mehr gehindert werden. Jetzt ist der Ring 125 mit dem Anschlag
134 zu drehen, bis diejenigen Zeichen 131, 132 gerade vor der festen Marlie iog
zu stehen kommen, die der Schloßkombination entsprechen.
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Der Drehgriff wird jetzt, von der Außenseite der Tür gesehen, in Uhrzeigerrichtung
gedreht. Die äußere Zuhaltung wird dann von dem Vorsprung 47 in entsprechendem Ausmaße
gedreht. Wenn der richtige Buchstabe benutzt ist, wird die Drehbewegung durch den
Ansschlag 134 begrenzt, so daß die Aussparung 21 der betreffenden Zuhaltung i9 gerade
unter dem Querbalken 78 eingestellt wird.
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Während der Drehung gleitet die Scheibe i o; in die Nut 154 und verhindert
.eine axiale Verschiebung der Spindel 48. Bei der Drehung wird auch der Zurückbringer
37 vom Ringe 28 mitgenommen.
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Darauf wird in entgegengesetzter Richtung gedreht, bis der Vorsprung
112 der Scheibe io7 gegen den Block 146 stößt. Der Arm 46 erreicht nicht den Querbalken
4o, und eine Bewegung eines eingestellten Ringes 28 wird verhindert. Der zwischen
der Aussparung iio und dem Vorsprung 112 liegende Teil des Umfanges der Scheibe
107 befindet sich gleichzeitig in der Nut 155 des axial verschiebbaren Blockes 46.
Der Ring 125 mit dem Anschlag 134 wird nun wieder gedreht, bis die Zeichen 131,
132 der geltenden Kombination gerade vor der festen. Marke iog zu stehen kommen.
Der Drehgriff wird jetzt nach innen gedrückt und nimmt dabei mit Hilfe der Scheibe
107 den Block 146 mit, bis dieser gegen die Bodenplatte stößt, d. h. um einen Axialschritt
(Fig. 16), wobei sich die Scheibe 107 vor der ersten Nut 15o des Blockes
143 und der Vorsprung 147 vor dem nächsten Ringe 28 befinden. Der Drehgriff wird
dann in Uhrzeigerrichtung gedreht; der Ring 28 wird von dem Vörsprung 47 mitgenommen
und die Aussparung 21 der entsprechenden Zu'haltung unter dem Querbalken 78 eingestellt.
Die Bewegung wird durch den Anschlag 134 beendet. Wenn die Aussparung iio sich während
dieser Drehung gerade vor dem Block 146 befindet, so wird dieser von der Feder 1,48
bis zur Anlage gegen dasBlech 144 zurückgeführt, wobei die Scheibe 107 dauernd in
ihrer Axiallage von der Nut 15o des Blockes 143 geführt ist. Nach Einstellung der
Zuhaltung wird die Scheibe io7 wie vorher zurückgedreht, bis der Vorsprung 112 gegen
den Block 146 stößt, worauf der Drehgriff und die Spindel noch einen Axialschritt
nach innen gedrückt wird.
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Die Umstellung des Anschlages 134 sowie
die Drehbewegungen
und Axialverschiebungen werden dann in derselben Weise fortgesetzt, bis nach der
vierten Drehung in L?hrzeigerrichtung die Aussparungen 2r sämtlicher Zuhaltungen
sich unter dem Querbalken 78 befinden.
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Nach dem viertenAxialschritt befindet sich die Scheibe 107
in: der Nut 156, so daß bei der fünften Drehung in Uhrzeigerrichtung der
Arm 4.6 in die Aussparung 59 eingreift und den Riegel 55 nach innen verschiebt.
Bei dieser Drehung hat der Arm 46 den Hebel 92 aus seiner dem Stifte 89 sperrenden
Läge gehoben. Der Querbalken 78 kann jetzt in die Aussparungen 21 eintreten; die
Verschiebung des Riegels ist nicht gehindert; und der Riegel wird hei fortgesetzter
Drehung in entriegelte Lage gebracht. Der Hebel 93 ist dabei vom Arm 46 in seine
oberste, den Stift 68 sperrende Lage gehoben. Gleichzeitig wird der linke Arm 94
des Hebels 93 heruntergeschwenkt, so daß der Ansatz 66 denselben faßt und den Deckel
gegen Verschiebung sperrt.
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Wenn das Schloß verriegelt werden soll, wird die Spindel in entgegengesetzter
Richtung gedreht. Der Arm 46 verschiebt dann den Riegel nach außen in die verriegelte
Lage, wobei der nuerbalken 78 aus den Aussparungen 21 gehoben wird. DerVorsprüng
:47 greift dann den Querbalken .4o des Zurückbringers, welcher sämtliche Scheiben
28 unter Mitnahme der Zuhaltüngen r9 zurückdreht. Während dieser Bewegung hat der
Hebel 92 seine den Stift 89 sperrende Lage wiedereingenommen: Der Winkelarm 46 bringt
den Sperrhaken 64 zur Seite, wobei der Ansatz 66 außer Eingriff mit dem Arm 94 des
Hebelarms 93 geschwenkt wird und dieser seine den Deckel sperrende, sich am Stift
89 stützende Lage einnimmt. Das Schloß ist jetzt wieder geschlossen, und sämtliche
Teile nehmen ihre Ausgangslagen ein: Die Ausbildung des Schloßeingerichtes gehört
nicht finit zur Erfindung. Sie kann in inännigfaltiger Weise ausgeführt werden,
und die vorstehend beschriebeneAusführungsform dient nur dazu, um das Verständnis
der Anordnung und Wirkung des klinkenartigen Anschlages zu erleichtern, welcher
in Übereinstimmung mit den nachfolgenden Patentansprüchen Gegenstand der vorliegenden
Erfindung ist. Gegebenenfalls ist die Erfindung auch bei solchen Schlössern möglich,
wo eine Axialverschiebung der Spindel nach außen anstatt nach innen auszuführen
ist oder wo für die Umstellung der Zül?altungen die Spindel nur Drehbewegungen auszuführen
hat.