DE643259C - Zylinderschloss - Google Patents
ZylinderschlossInfo
- Publication number
- DE643259C DE643259C DEF77785D DEF0077785D DE643259C DE 643259 C DE643259 C DE 643259C DE F77785 D DEF77785 D DE F77785D DE F0077785 D DEF0077785 D DE F0077785D DE 643259 C DE643259 C DE 643259C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B29/00—Cylinder locks and other locks with plate tumblers which are set by pushing the key in
- E05B29/0013—Cylinder locks and other locks with plate tumblers which are set by pushing the key in with rotating plate tumblers
- E05B29/002—Cylinder locks and other locks with plate tumblers which are set by pushing the key in with rotating plate tumblers rotating about an axis perpendicular to the key axis
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Lock And Its Accessories (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Zylinderschloß, dessen Zuhaltungseingerichte mit
einem beliebigen Schlüssel einer Schlüsselreihe oder einer beliebigen Einstellung eines
mit veränderlichen Bartstufen versehenen Einzelschlüssels auf Schließwirkung verstellt
und nur mit demselben Schlüssel oder derselben Bartstufeneinstellung geöffnet werden
kann. Das Schloß besitzt drehbare Zuhaltungsscheiben, die unter Vermittlung von
Transportgliedern in beliebiger, von der Jeweiligen Bartform abhängiger Anzahl aus
der Öffnungsstellung zur Zurücklegung beliebiger ' Schließwege herausbewegt werden
können.
Gemäß der Erfindung sind die Zuhaltungsscheiben an dem Schließgehäuse radial zum
Schloßzylinder und die Transportglieder im Zylinder ebenfalls radial angeordnet. Die
Anordnung dieser Transportglieder ist derart, daß sie beim Schließvorgang in Abhängigkeit
von der Schlüsselbartform in verschiedenen Höhen oder Ebenen bewegt werden. Im Verlauf
des Schließvorgange.s gelangt dabei jedes dieser Transportglieder zum Eingriff mit der
ihm zugewiesenen drehbaren Zuhaltung und bewirkt eine bestimmte mehr oder weniger
große Verdrehung der Scheibe. Die Drehwinkel der einzelnen Scheiben sind verschie-
3P den, je nach dem Grad der von der Schlüsselbartform
abhängigen Lagenveränderung der einzelnen Transportglieder.
Das Schloß gemäß der Erfindung bedarf infolge seines Aufbaues, trotz der außerordentlich
großen Zahl voneinander verschiedenen Schließmöglichkeiten, nur verhältnismäßig weniger Einzelteile und läßt sich leicht
und stets mit sicherer Schließwirkung bedienen. Die Umwandlungen der Schlüsselbartform
können leicht durch Abfeilen von Bartgliederteilen vorgenommen werden, ohne daß die Gefahr einer Fehlschließung oder die
Möglichkeit einer unbefugten Öffnung mit einem Abtastinstrument besteht. Durch diese
Eigenschaft unterscheidet sich das Schloß gemäß der Erfindung vorteilhaft von den bis-
- her bekannten ähnlichen, bei denen beispielsweise feststehende, bsi der Schlüsselumdrehung
nicht mitgenommene Sperrplatten vorhanden sind.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an einigen Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
In der Zeichnung zeigt
Abb.' ι eine Rückansicht des Schlosses, teilweise
geschnitten,
Abb. 2 eine Seitenansicht des offenen Schlosses,
Abb. 2a eine Ansicht auf die Grundplatte 1 von innen,
Abb. 2b einen Schnitt gemäß C-D der Abb. 2a,
Abb. 3 einen Schnitt gemäß der Linie A-B der Abb. 1 des nur mit einer Zuhaltungsscheibe
geschlossenen Schlosses.
Abb. 4 zeigt einen für das Schloß zu benutzenden Schlüssel in Draufsicht und Seitenansicht
und
Abb. 5 einen andersartig ausgebi Schlüssel.
Abb. 6 zeigt weitere Ausführungsformer des Schlosses in Draufsicht, teilweise geschnitten,
Abb. 7 das gleiche Schloß in Seitenansicht, ίο geschnitten.
Abb. 8 zeigt eine besondere Ausbildungsform der Zuhaltungstransportorgane.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den Abb. ι bis 3 besitzt das Schloß nach der Erfindung
eine Grundplatte 1, in welcher ein Zylinder 3 mit einer Schlüsseleinfuhröffnung 2
drehbar ist. Mit dem Zylinder 3 ist eine Scheibe 4 fest verbunden, in der eine der Anzahl
der Schlüsselbärte entsprechende Zahl von Transportgliedern 5 angeordnet ist, die
zur Verstellung von auf Auslegern 6 drehbar befestigten Zahnrädern 7 dienen. Diese Ausleger
sitzen fest am Gehäuse. Der Zylinder 3 ist außerdem mit einer Scheibe 8 fest verbunden.
Eine Deckplatte 9, die auf Zapfen 10 befestigt ist, dient zum Abschluß des Schlosses.
Die Transportglieder 5 sind zweckmäßig als Zahnstangen 5a ausgebildet und haben
untereinander eine verschiedene Anzahl von Zähnen. Sämtliche Zahnstangen ragen mit
ihrem Ende 18 gleich weit in die Schlüsseleinführöffnung 2 hinein und werden in dieser
Lage durch Federn 11 gehalten. Auf der der
Verzahnung entgegengesetzten Seite trägt jede Zahnstange in einer vom Mittelpunkt
gleichen oder verschiedenen Entfernung einen Nocken 12, der in die Höhen der Nuten 13, 14
usw. der Grundplatte 1 durch entsprechendes Heraufschieben bei der Schlüsseleinführung
entlang seiner Führung 15 gebracht werden kann. Eine Drehung des Zylinders ist nur
möglich, wenn sämtliche Nocken in Höhe einer Nut sich befinden. Auf der Scheibe 8
sind Erhöhungen 16 kreisförmig angeordnet, die mit den Zahnrädern 7 zusammenarbeiten.
In der Freigabestellung können diese Erhöhungen 16 ungehindert durch die Zahnlükken
17 der Zahnscheiben 7 bei Drehung des Zylinders 3 hindurchtreten. Die Verwendung
von verschiebbaren Zahnstangen an Stelle der drehbaren Zahnräder 7 als Zuhaltungen ist
an sich denkbar. Statt einer Scheibe4 können auch mehrere derartige Scheiben hintereinander
angeordnet werden, die gleichzeitig vom Schlüssel verdreht werden können. Ferner
können die Enden 18 der verzahnten Transportglieder 5 derart ausgebildet sein, daß ihre
Spitzen verschieden weit von der Schloßplatte ι entfernt sind. Mit der Scheibe 4 ist
ein Arm 19 verbunden, der in an sich bekannter Weise über einen Zapfen und einen Füh-
rungsschlitz den Schloßriegel 20 verschiebt. Der Schloßriegel kann als Falle ausgebildet
sein, dessen Freigabe durch den Arm 19 beim ■.öffnen des Schlosses ebenfalls in bekannter
fWeise erfolgt.
^fV Der in der Abb. 4 dargestellte Schlüssel
besitzt auf seinem Schaft 22 eine Anzahl von Bartlamellen 23, die zweckmäßig bei 24 keilförmig
verlaufen. Diese keilförmige Fläche begünstigt das Hinaufgleiten der Transportstifte
5 auf den waagerecht verlaufenden Bartteil. Die Anzahl der Lamellen entspricht der Anzahl der Transportstifte 5, d. h. es
können niemals mehr Lamellen als Transportstifte vorhanden sein, jedoch kann die Zahl
der Lamellen geringer als die der Transportstifte sein, da nach Belieben Lamellen vom
Schlüsselbart bis auf eine einzige entfernt werden können. Die den fehlenden Lamellen entsprechenden
Zuhaltungen werden nicht mitgenommen, sondern verbleiben in der Ruhelage, bei der sie eine Verdrehung der Scheibe 8
nicht beeinträchtigt. Der die Transportglieder beeinflussende Teil des Schlüssels kann als
aus zwei einander ergänzenden Teilen zusammengesetzt werden in der Weise, daß der
eine Teil zum Schließen unbedingt notwendig ist, während der andere Teil, der nur die
Wahl der bei der Schließbewegung mitarbeitenden Zuhaltungen trifft, nach Belieben vom
Schloßbart entfernt werden kann. Die Abnehmbarkeit der Lamellen bezieht sich nur
auf den zusätzlichen Teil, nicht auf den Teil, der beim Schließen zunächst als erste Stufe
in Wirksamkeit tritt. Dadurch wird erreicht, daß sämtliche Stifte, sowohl die, welche beim
Schließen Zuhaltungen verstellen, als auch diejenigen, die bei der Schließbewegung Zuhaltungen
nicht betätigen, beim Schlüssel- joo schub durch die Reibung mit dem Schlüssel
poliert werden und somit eine äußerliche Unterscheidung zwischen für die Verdrehung
von Zuhaltungen benutzten und nichtbenutzten Stiften unmöglich ist.
In der Abb. 4 ist der Schlüsselbart so dargestellt, daß an den ersten, unveränderbaren
Teil 24" der zweite, nach Belieben entfernbare Lamellenteil 24 sich anschließt. Der unveränderbare
Teil des Schlüsselbartes ist so aus- no gebildet, daß bei Einführung des Bartes sämtliche
Transportglieder in eine Lage gebracht werden, in der der Nocken 12 aller Transportstifte
aus seiner Endlage um so viel herausbewegt wird, daß er in die Höhe einer der n5
Nuten 13, 14 ff. gelangt und dadurch die Drehung des bis dahin durch den Nutenrand
gesperrten Zylinders 3 ermöglicht.
Um das Schloß sowohl von außen als auch von innen mit dem gleichen Schlüssel schließen iao
zu können, kann zweckmäßig der Schlüssel 21, wie in Abb. 5 veranschaulicht, ausgeführt
werden. Bei dieser letzteren Ausführungsform ist der Schlüsselbart auf dem Schaft 22a
bei 25 schwenkbar aufgezapft und besitzt zwei einander ergänzende' Teile, so daß, wenn bei-,
5 spielsweise das Schloß mit dem Ende 24' von hinten zugeschlossen worden ist, das Öffnen
des Schlosses von vorn mit dem gleichen Schlüssel, jedoch unter Benutzung seines
Bartteiles 24" erfogen kann, nachdem dieser Bartteil durch Schwenkung um seine Achse
nach vorn gebracht worden ist. Erfolgt das Auf- und Zuschließen'von der gleichen Schloßseite
aus, dann ist ein Umschwenken der Schlüssellamellen nicht erforderlich.
Die Arbeitsweise des Schlosses gemäß dem Ausführungsbeispiel ist die folgende: Wird der Schlüssel 21 in den Zylinder 3 eingeführt, so bewegen seine Barte die Transportstifte 5 entgegen der Wirkung der Feder 11 aus ihrer ao Ruhelage radial nach außen. Je nach der Höhe, d. h. dem Steigerungswinkel der Bärfe, wird die Bewegung der einzelnen Stifte verschieden groß sein. Bei Einführung eines Schlüssels in das nicht geschlossene Schloß befinden sich die Transportstifte nicht im Eingriff mit den Zuhaltungen 7, sondern seitlich von ihnen. Wird der Schlüssel eingeführt, so gelangen die Zahnstangennocken 12 je nach der Höhe der Schlüssellamelle an eine der Nuten 13, 14 usw. Nunmehr kann der Zylinder bei Drehung des Schlüssels um seine Achse gedreht werden, wobei gleichzeitig der Schloßriegel verschoben wird. Die Schließbewegung kann nur bis zu einem Anschlagpunkt 26 der Platte 1 erfolgen. In dieser Anschlagstellung befinden sich die Transportstifte 5 bzw. die Zähne der Zahnstange 5° im Eingriff mit den Zähnen der drehbaren Zuhaltungsscheiben 7. Wird der Schlüssel bei dieser Schloßstellung herausgezogen, so verursachen die unter der Wirkung der Federn 11 in ihre Ruhelage zurückzukehren bestrebten Zahnstangen 5a der Transportstifte 5 eine Verdrehung der Zuhaltungsscheiben 7, und zwar jede in dem Grade, der dem bis in die Ruhelage zurückzulegenden Wege jedes Stiftes entspricht. In dieser Lage ist die Schließkombination festgelegt, so daß ein Zurückdrehen des Schloßzylinders in die Offensteliung unmöglich ist, da die öffnungen 17 nunmehr nicht mehr den freien Durchtritt der Erhöhungen 16 der Scheibe 8 gestatten, sondern die vollen Teile der Zuhaltungsscheiben 7 den Durchtritt dieser Erhöhungen verhindern. Um das Schloß zu öffnen, d. h. um den Zylinder drehen zu können, müssen sämtliche Transportglieder 5 aus ihrer Ruhelage in dem Maße wieder angehoben werden, um das sie beim Zuschließen des Schlosses gehoben worden waren, d. h. mit der gleichen Schlüsselbartkombination, mit der geschlossen worden war. Dabei werden die drehbaren Zuhaltungen, mit denen die einzelnen Zahnstangenzähne der Transportorgane 5 in Eingriff stehen, um den gleichen Drehwinkel zurückbewegt, um welchen sie beim Zuschließen aus ihrer Freigabestellung beim Herausnehmen des Schlüssels herausgedreht worden sind. Sämtliche öffnungen der Zuhaltungsscheiben sind dann in einer solchen Lage, daß 7" die Erhöhungen 16 der Scheiben 8 beim Zurückdrehen ungehindert durch die Lücken der Zuhaltungsscheiben treten können.
Die Arbeitsweise des Schlosses gemäß dem Ausführungsbeispiel ist die folgende: Wird der Schlüssel 21 in den Zylinder 3 eingeführt, so bewegen seine Barte die Transportstifte 5 entgegen der Wirkung der Feder 11 aus ihrer ao Ruhelage radial nach außen. Je nach der Höhe, d. h. dem Steigerungswinkel der Bärfe, wird die Bewegung der einzelnen Stifte verschieden groß sein. Bei Einführung eines Schlüssels in das nicht geschlossene Schloß befinden sich die Transportstifte nicht im Eingriff mit den Zuhaltungen 7, sondern seitlich von ihnen. Wird der Schlüssel eingeführt, so gelangen die Zahnstangennocken 12 je nach der Höhe der Schlüssellamelle an eine der Nuten 13, 14 usw. Nunmehr kann der Zylinder bei Drehung des Schlüssels um seine Achse gedreht werden, wobei gleichzeitig der Schloßriegel verschoben wird. Die Schließbewegung kann nur bis zu einem Anschlagpunkt 26 der Platte 1 erfolgen. In dieser Anschlagstellung befinden sich die Transportstifte 5 bzw. die Zähne der Zahnstange 5° im Eingriff mit den Zähnen der drehbaren Zuhaltungsscheiben 7. Wird der Schlüssel bei dieser Schloßstellung herausgezogen, so verursachen die unter der Wirkung der Federn 11 in ihre Ruhelage zurückzukehren bestrebten Zahnstangen 5a der Transportstifte 5 eine Verdrehung der Zuhaltungsscheiben 7, und zwar jede in dem Grade, der dem bis in die Ruhelage zurückzulegenden Wege jedes Stiftes entspricht. In dieser Lage ist die Schließkombination festgelegt, so daß ein Zurückdrehen des Schloßzylinders in die Offensteliung unmöglich ist, da die öffnungen 17 nunmehr nicht mehr den freien Durchtritt der Erhöhungen 16 der Scheibe 8 gestatten, sondern die vollen Teile der Zuhaltungsscheiben 7 den Durchtritt dieser Erhöhungen verhindern. Um das Schloß zu öffnen, d. h. um den Zylinder drehen zu können, müssen sämtliche Transportglieder 5 aus ihrer Ruhelage in dem Maße wieder angehoben werden, um das sie beim Zuschließen des Schlosses gehoben worden waren, d. h. mit der gleichen Schlüsselbartkombination, mit der geschlossen worden war. Dabei werden die drehbaren Zuhaltungen, mit denen die einzelnen Zahnstangenzähne der Transportorgane 5 in Eingriff stehen, um den gleichen Drehwinkel zurückbewegt, um welchen sie beim Zuschließen aus ihrer Freigabestellung beim Herausnehmen des Schlüssels herausgedreht worden sind. Sämtliche öffnungen der Zuhaltungsscheiben sind dann in einer solchen Lage, daß 7" die Erhöhungen 16 der Scheiben 8 beim Zurückdrehen ungehindert durch die Lücken der Zuhaltungsscheiben treten können.
Die möglichen Schließveränderungen ergeben sich aus folgendem: a) sämtliche
Transportstifte müssen zunächst einmal verschieden große Wege zurücklegen, die von der
für jedes Schloß festgelegten Entfernung der Nocken 12 von den Nuten 13, 14, 15 usw. abhängig
sind, weil, wie bereits erwähnt, eine Drehung des Zylinders zum Zu- oder Aufschließen
erst möglich ist, wenn diese Nocken aller Transportstifte in der Höhe ihrer zugehörigen
Nut sich befinden; weiterhin ergibt sich die ,Kombinationsmöglichkeit b daraus,
daß, nachdem sämtliche Nocken in Höhe dieser Nut 13 sind, eine beliebige Anzahl dieser
Transportstifte um beliebige Strecken zusätzlich zur Beeinflussung der mit ihnen in Eingriff
tretenden Sperrglieder 7 bis zur Höhe der Nuten 14, 15 usw. angehoben werden,
können. Während die unter a beschriebene notwendige Auswärtsbewegungsstrecke der
Stifte eine von der Schloßgrundform vorbestimmte ist und für sämtliche Stifte zwangsläufig unabänderlich ist, ist die zusätzliche,
unter b beschriebene Stiftbewegung lediglich davon abhängig, wieviel Barte 24
der Schlüsselinhaber zusätzlich in Tätigkeit treten läßt und welche Neigung diese Barte
besitzen. Um das Schloß zu öffnen, muß der zum Öffnen verwendete Schlüssel zunächst
einmal Barte aufweisen, die in ihrem ersten Teil genau die gleiche Form aufweisen wie
der zum Schließen verwendete, damit bei der Einführung des Schlüssels die erste Möglichkeit
zum Zurückdrehen des Zvlinders nach Anhebung aller Transportglieder vorhanden ist. Weiterhin müssen aber auch die Bartteile
in ihrer sonstigen Form mit den zum Schließen verwendeten übereinstimmen, damit alle Transportstifte, die einen zusätzlichen,
die Bewegung der gewählten Zuhaltungsscheiben verursachenden Hub erfahren hatten,
jetzt wieder den gleichen Hub zurückerhalten. Bei der Einführung eines derartig mit
dem zum Schließen verwendeten übereinstimmenden Schlüssels werden die Transportglieder
sämtlich die notwendigen Wege zurücklegen. Sollte auch nur eine der Zuhaltungsscheiben
nicht in die richtige Lage gebracht worden sein dadurch, daß sie nicht oder um
nicht den richtigen Winkel gedreht worden sind, oder sollte eine beim Schließen nicht gedrehte
Zuhaltungsscheibe beim Öffnungsversuch verstellt worden sein, so wird für mindestens
eine der Erhöhungen 16 der Durchtritt durch die Zuhaltungsscheiben gehindert
und damit ein Öffnen des Schlosses unmöglich gemacht.
Bei der weiteren in Abb. 6 dargestellten to Ausführungsform sind die Zuhaltungsglieder
7 unmittelbar auf die Transportstifte 5 aufgesetzt, so daß sie gemeinsam mit den
Transportstiften verschoben werden und die Drehung der Scheibe 4 mitmachen. Bei dieser
Ausführungsform fällt die Scheibe 8 fort. Statt dessen sind die zahnradartigen Sperrglieder
7 mit dem Schließzylinder drehbar angeordnet, und die feste Grundplatte 1 enthält
Sperrausnehmungen i6", in welche die nicht
angeordneten Sperrglieder hineinragen. Auch in diesem Falle wird das gleiche Ergebnis
erzielt wie bei der Ausführungsform gemäß Abb·, ι bis 3, wobei noch als Vorteil eine
weitere Verminderung der gesamten Schloßtiefe erzielt wird.
Um das Schloß gegen ein Abtasten mit irgendwelchen Hilfswerkzeugen zu sichern,
die das Schloß unter Druck setzen und außerdem jedes einzelne Transportmittel verschieben,
d. h. um es gegen jeden Versuch einer Feststellung, welche Zuhaltungsscheiben die
Sperre des Schlosses bewirken, zu schützen, sind folgende Mittel vorgesehen. Die die
Feststellung des in Abb. 1 bis 3 dargestellten Schlosses bewirkenden Zuhaltungen 7 sind so
angeordnet, daß die Erhöhungen 16 erst dann die Drehung des Zylinders durch Anschlag
an volle Teile der Zuhaltungen hemmen, wenn der Zylinder um einen Winkel aus seiner
Ruhelage herausgedreht worden ist. Es wird dadurch erreicht, daß in dieser Stellung der
Sperre sämtliche Transportstifte 4 frei mit ihrer Verzahnung 5" außer Eingriff mit den
drehbaren Zuhaltungen 7 stehen, so daß eine Hinundherbewegung einzelner Transportstifte
bei einem Abtastungsversuch keine Bewegung der Zuhaltungen verursacht und somit eine Möglichkeit zur Feststellung der
Lage der Durchgangssperre 17 zur Erhöhung 16 nicht gegeben ist. Bei der Ausführungsform gemäß Abb. 6 und 7, bei der die drehbaren
Zuhaltungen auf den Transportstiften selbst aufsitzen, wird das Abtasten der einzelnen
Zuhaltungsscheiben dadurch verhindert, daß sämtliche Stifte mit ihren Nocken 12" bei Drehung des Zylinders in einer der
Führungsnuten 13", 14" sitzen, so daß es bei
einem Abtastungsversuch überhaupt nicht möglich ist, sie irgendwie zu bewegen. In Abb. 8 sind Transportglieder dargestellt,
die bei der Schlüsseleinführung nicht angehoben, sondern verschwenkt werden. Die
Verschwenkung der Transportorgane 27 um ihre Achse 28 erfolgt durch Anschlag eines
Frontschlüsselbartes gegen die Spitze i8° des
Transportorgans und bewirkt eine Drehung der drehbaren Zuhaltungen 7 entsprechend
dem Grad der Ausschwenkung. Auch bei dieser Ausführungsform sind die Schwenkorgane
und Drehzuhaltungen derart zueinander angeordnet, daß ebenso wie bei den vorher
beschriebenen Ausführungsbeispielen 1 bis 3 in offener Stellung die Verzahnung 5" mit den
Zähnen der Zahnscheiben 7 nicht in Eingriff steht und erst im Verlaufe des Schließvorganges,
wenn die Scheibe 4 an den Anschlag gelangt, in Eingriff mit den Zuhaltungen tritt und beim Herausziehen des Schlüssels
diese verdreht.
Es ist natürlich auch denkbar, die Transportglieder so auzubilden, daß eine kombinierte
Schwenk- und Hubbewegung stattfindet.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Zylinderschloß mit einem Zuhaltung=- eingerichte, das mit einem beliebigen Schlüssel einer Schlüsselreihe oder einer beliebigen Einstellung eines mit veränderlichen Bartstufen versehenen Einzelschlüsseis auf Schließwirkung verstellt und nur mit demselben Schlüssel oder derselben Bartstufeneinstellung geöffnet werden kann, und das drehbare Zuhaltungsscheiben besitzt, die unter Vermittlung von Transportgliedern in beliebiger, von der jeweiligen Bartform abhängiger Anzahl aus der Öffnungsstellung zur Zurücklegung beliebiger Schließwege herausbewegt werden, dadurch gekennzeich- too net, daß die Zuhaltungsscheiben an dem Schloßgehäuse radial zum Schloßzylinder und die Transportglieder im Zylinder ebenfalls radial angeordnet sind, so daß die Transportglieder beim Schließvorgang in Abhängigkeit von der Schlüsselbartform in verschiedene Höhen oder Ebenen bewegt werden und dabei die ihnen zugewiesenen drehbaren Zuhaltungen entsprechend ihrer Veränderung um be- no stimmte Drehwinkel aus ihrer Ruhelage herausbewegen.
- 2. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportglieder gleichzeitig selbst als Zuhaltungen zur Sperrung der Zylinderdrehbewegung dienen.
- 3. Schloß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportstifte so angeordnet sind, daß die Sperre der Drehbewegung des Zylinders in einem Zeitpunkt eintritt, in dem die Transport-glieder und die Zuhaltungsscheiben nicht miteinander in Eingriff stehen.
- 4. Schloß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportstifte so angeordnet sind, daß die Sperre der Drehbewegung des Zylinders in einem Zeitpunkt eintritt, in dem die Transportglieder mit ihrem Nocken in einer ihre Auf- und Niederbewegung sperrenden Xut sich befinden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF77785D DE643259C (de) | 1934-07-05 | 1934-07-05 | Zylinderschloss |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF77785D DE643259C (de) | 1934-07-05 | 1934-07-05 | Zylinderschloss |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE643259C true DE643259C (de) | 1937-04-03 |
Family
ID=7112952
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF77785D Expired DE643259C (de) | 1934-07-05 | 1934-07-05 | Zylinderschloss |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE643259C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0037709B1 (de) * | 1980-04-02 | 1984-08-22 | Salsbury Locks Limited | Zylinderschlösser |
| EP0428029A3 (en) * | 1989-11-11 | 1992-03-04 | Ymos Aktiengesellschaft Industrieprodukte | Lock |
-
1934
- 1934-07-05 DE DEF77785D patent/DE643259C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0037709B1 (de) * | 1980-04-02 | 1984-08-22 | Salsbury Locks Limited | Zylinderschlösser |
| EP0428029A3 (en) * | 1989-11-11 | 1992-03-04 | Ymos Aktiengesellschaft Industrieprodukte | Lock |
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