DE670073C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen kinematographischer Kombinationsbilder mit bewegtem Hintergrund - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen kinematographischer Kombinationsbilder mit bewegtem Hintergrund

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DE670073C
DE670073C DEG90651D DEG0090651D DE670073C DE 670073 C DE670073 C DE 670073C DE G90651 D DEG90651 D DE G90651D DE G0090651 D DEG0090651 D DE G0090651D DE 670073 C DE670073 C DE 670073C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B15/00Special procedures for taking photographs; Apparatus therefor
    • G03B15/08Trick photography

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen kinematographischer Kombinationsbilder mit bewegtem Hintergrund In Filmen finden häufig Kombinationsbilder mit bewegtem Hintergrunde Anwendung. Beispielsweise kann bei der Wiedergabe von Titelschriften oder Reklameschriften oder @ähnlichen Trickaufnahmen durch ein bewegtes Muster im Hintergrunde die Bildwirkung der stillstehenden Schriften oder Gegenstände infolge der Belebung des Bildes wesentlich erhöht werden. Bisher machte die Herstellung der Filmstreifen für derartige Bilder besondere Mühe; es mußte niämlic!h entweder der Bildstreifen zunächst für den beweglichen Hintergrund Aallein hiergestellt und dann die Schrift einkopiert werden, oder die Bewegung des Hintergrundes wurde durch das. sorg. Trickverfahren hergestellt, bei dem jedes Bild einzeln im Ruhezustan:de angefertigt und zwischen zwei Aufnahmen eine Veränderung am Aufnahmegegenstand durchgeführt wurde.
  • Der Zweck der Erfindung liegt in der Vermeidung der genannten Mängel; das neue Verfahren soll also die Möglichkeit geben, d;aß die Textbuchstaben und der bewegte Hintergrund mit einer einzigen Aufnahmefolge in einer Zeit hergestellt werden können, die flicht wesentlich länger als die Spielzeit des Bildstreifens isst. Zur Lösung dieser Aufgabe wird nach der Erfindung der bewegte Hintergrund durch eine künstlich verursachte Bewegung von verschieden gefärbten oder im Helligkeitswert voneinander abweichenden Flüssigkeiten erzeugt. Die benötigte Vorrichtung besteht aus einem Behälter, der die Flüssigkeiten enthält und, der mit Vorrichtungen versehen ist, durch die die Flüssigkeiten künstlich in Beweg üng gesetzt werden, wie durch Rührwerke, durch Flüssigkeitsstrahlen, duirch Luftstrahlen oder auch durch Zu- und Abflüsse bei :elftsprechendem Gefälle. Durch die Anwendung der Flüssigkeiten .als Träger des Musters ergeben sich unter der Wirkung der Bewegungsmittel fließende Bewegungen. Gleichzeitig ist durch geringe Abänderung .der angewendeten Mittel die Erzeugung immer neuer Muster mit veränderter bildmäßiger Wirkung möglich. Dabei ist es ohne weiteres möglich, wie bekannt, .gleichzeitig mit dem bewegten Hintergrund die Textbuchstaben oder andere Zeichen und Bilder in das' Bildfeld der Aufnahmekamera zu bringen, so daß der Zweck erreicht ist, mit einer einzigen Aufnahmereihe von normaler zeitlicher Bildfolge die gewünschten Kombinationsbilder zu erhalten.
  • Zu der Einfärbung der Flüssigkeiten ist zu bemerken, d@aß sowohl mischbare Flüssigkeiten als auch nichtmischbare Flüssigkeiten Verwendung finden können. Die .erfordierliche verschiedene Färbung oder der verschiedene Helligkeitswert kann dabei dadurch erreicht werden, da:ß den Flüssigkeiten Farblösungen zugesetzt werden. Zweckmäßig werden die Vorrichtungen zum Bewegen der Flüssigkeit außerhalb der Bildfläche der Aufnahmekamera angeordnet, so daß das Bild lediglich die Bewegung selbst, aber nicht die Ursache der Bewegung zeigt. Dias Verfahren ist für -die Herstellung farbiger Filme genau so geeignet wie für die Herstellung von Schwarz-Weiß-Filmen.' Bei der Verwendung von Ölfarben" die in dünner Schicht auf einer schwereren Flüssigkeit, also etwa auf Wasser, schwimmen, lassen sich besonders eigenartige bewiegte Muster erzielen. Dabei ist zu bemerken, daß die Bewegung verschiedenfarbiger Ölfarben, auf Flüssigkeiten bereits bei der Herstellung von Buntdruckpapieren bekannt ist. Bei der Herstellung von bunt bemusterten Papieren wurden dabei die Farben auf einen Flüssigkeitsspiegel aufgeg geben, dann. wurde ,den Farben eine Bewegung erteilt, um ein neues, starres Muster zu erreichen, und schließlich wurde der so hergestellte Farbenfilm auf ein Papierb:ahn übertragen. Bei,dem bekannten Verfahren wurde also die Bewegung nur dazu benutzt, um einen Endzustand zu erreichen, also .ein .unbewegliches Muster zu erzeugen. Beim vorliegenden Verfahren wird dagegen der Bewegungszustand als solcher als Mittel zur Erzeugung immer neuer Bewegungsbilder benutzt.
  • Zur weiteren Erläuterung der Einzelheiten der Erfindung ist in der Zeichnung eine Vorrichtung für die Ausführung des Verfahrens als. Beispiel dargestellt, und zwar zeigt Abb.I eine Seitenansicht der Vorrichtung teilweise im Schnitt und Abb. Il eine Aufsicht auf den für die Bildung des Musters bestimmten Flüssigkeitsbehälter nach Abb. I.
  • Mit i ist der Flüssigkeitsbehälter bezeichnet, der die Flüssigkeit 2 enthält, beispielsweise Wasser. Eine zweite und eine dritte Flüssigkeit, wie flüssige Ölfarbe, wird tropfenweise auf die Wasseroberfläche au)fgebracht. Hierzu sind an einem Rande des Behälters i eine Reihe von Tropfröhrchen 3 angeordnet; denen durch das Rohr .4 die Farbe zugeführt wird. Durch die Tropfröhrchen 5 wird eine andere Farbe auf die Wasseroberfläche ,aufgebracht; die Tropfröhrchen 5 werdenaus dem Röhr 6 gespeist. Da die Ölfarbe mit dem Wasser nicht mischbar ist, bilden die beiden Farben auf der Oberfläche der Flüssigkeit eine filmähnliche Schicht von wechselnder Färbung. An der Vorrichtung befinden sich eine Anzahl verschiedener Bewegungsmittel für die schwimmende flüssige Farbe, die einzeln für sich oder zu mehreren gemeinsam in Tätigkeit gesetzt werden können. Eins der Bewegungsmittel ist die Welle 7, die einzelne propellerähnliche Schaufein B trägt und durch einen beliebigen Antrieb 9 ,antreibbar ist. Bei der Drehung bewegen die einzelnen Schaufeln die surf der Grundflüssigkeit schwimmende Ölfarbe gleichzeitig seitlich und vorwärts in einem bestimmten Rhythmus und er zeugen damit eine Bewegung des Musters. Eine weitere Bewegung kann dadurch erzielt werden, daß: durch düsenähnliche Zuflüsse io die Tragflüssigkeit in einer teils wirbehiden und teils fortschreitenden Bewegung gehalten, wird. Zusammen mit der Tragflüssigkeit z bewegen sich dann auch die auf der Flüssigkeit schwimmenden Ölfarbenschichten. Der am Behälter i einseitig angeordnete Überlauf i i, in dem die überschüssige Flüssigkeit abläuft, trägt ebenfalls zur Bewegung bei, und zwar in dem Sinne, daß die Muster von rechts nach links sich über den ganzen Trog hinweg bewegen. An der Auslaufseite des Behälters i ist noch eine Wälze 12 angeordnet, die einen Antrieb 13 besitzt und die den Farbfilm von der Oberfläche des Behälters ;abzieht und damit ebenfalls erreicht, d,äß immer neue Muster die Aufnahmefläche durchwandern, die zivisehen den Rühreinrichtungen 8 und ia und den gegenüberliegenden Endpunkten der Bewegung iz und 12 liegt. Die abgelaufene Flüssigkeit und die verbrauchte Farbe werden in dem Behälter 1q: aufgefangen,.
  • Dias in der ;geschilderten Weise erzeugte Muster kann im auffallenden Licht oder auch bei durchscheinendem Licht aufgenommen werden. Zur Erzeugung des,durchscheinenden Lichtes ist bei dem dargestellten Beispiel der Behälter i aus Glas ausgeführt, sein Boden 15 ist also durchsichtig. Unter .der Aufnahmefläche ist eine Beleuchtungseinrichtung zum Anstrahlen des Bodens aufgestellt, die ,aus einer Mattscheibe 16 zur Verteilung des Lichtes und aus den Lichtquellen i y besteht. Mit Hilfe dieser Einrichtung ist es möglich, die die Bildfläche durchwandernden Muster gewissermaßen als Schattenbilder mit der kinematographischen Kamera 18 aufzunehmen.
  • Die ,gleichzeitig mit dem bewegten Hintergrund ;aufzunehmenden Teile, z. B. die Buchstaben der Titel oder andere Bilder, werden auf die Glasplatte i9 .aufgelegt. Die Glasplatte z9 ist mit der Kamera 18 starr verbunden und :gemeinsam mit dieser Kamera in senkrechter Richtung beweglich. Auch hierdurch ist eine zusätzliche Bewegungsmöglichkeit für die Muster erreicht, da ,die Muster bei dieser Bewegung größer werdend oder kleiner werdend erscheinen. Außerdem ist bei dem dargestellten Beispiel die Kamera zusammen mit dem Träger z 9 und den darauf laufgelegten Buchstabenkörpern 2o um :die Kameraachse drehbar. Eine Drehung der Achse erzeugt also im Bilde ebenfalls eine Drehbewegung der Muster, wodurch beliebig zusammengesetzte Bewegungen ohne weiteres erreichbar sind. Die ,als Beispiel dargestellte Vorrichtung lä.ßt ohne weiteres erkennen; daß noch eine große Zahl von Abwandlungsmöglichkeiten für das Verfahren und die Vorrichtung gegeben ist. Beispielsweise kann die aufgetropfte ölfarbe ersetzt oder ergänzt werden durch die Zuführung von Farblösungen, .die sich mit der Tragflüssigkeit mischen. Die Propellerwelle 7 kann ebenfalls durch andere mechanische Musterbildner ergänzt oder ersetzt werden, beispielsweise durch feststehende oder bewegliche Gitter, die die Flüssigkeiten in geradlinige oder seitlich bewegte Streiften aufzuteilen vermögen und gegebenenfalls. auch Wirbelbilder erzeugen. Auch noch während des Diurch;ganges der Flüssigkeiten durch die Bildfläche ist die Beeinflussung der Bewegung möglich. Beispielsweise können :am Boden des Behälters i durchsichtige Körper 21 angeordnet werden, die die Strömung beeinflussen und ebenfalls Wirbel erzeugen können. Die Bewegung der Flüssigkeiten kann auch noch durch Luftströme erfolgen, wobei die Luftströme selbst unsichtbar sind, während ihre Wirkung an ,der Bewegung des Musters sichtbar wird.
  • Mit einer einzigen Vorrichtung ist also eine Vielzahl neuer und -eigenartiger Wirkungen erzielbar. Dabei sind nicht nur Bewegungen in einer einzigen Aufnahmeebene möglich, sondern es lassen sich auch durch räumliche Bewegungen eigenartige Muster erzielen. Steigt beispielsweise ein am Grunde des Flüssigkeitsbehälters i zugeführter Tropfen von ölfarbe in der Flüssigkeit anf, so breitet er sieh bei der Ankunft an der Oberfläche plötzlich paus, während bei der Zufuhr wasserlöslicher Farben Wolken entstehen,. Beide Gebilde können in beliebiger Weise durch die bereits genannten Mittel bewegt und wieder fortgebracht werden.
  • Selbstverständlich kann das geschilderte Verfahren zier Herstellung von. Kombinationsbildern mit ;anderen bereits bekannten Verfahren iund Vorrichtungen zur Herstellung von Trickfilmen verbunden werden. Die Bilder können ,also beispielsweise durch Spiegelung mit anderen Aufnahmen vereinigt oder durch weitere Bewegungen der Kamera in bekannter Weise verändert werden.

Claims (2)

  1. PATL:NTANSPRÜCIII? i. Verfahren zum Herstellen von kinematographischen Kombinationsbildern, bei deren Aufnahme ein bewegter Hintergrund benutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegte Hintergrund durch eine künstlich verursachte Bewegung von verschieden gefärbten oder im Helligkeitswert voneinander abweichenden Flüssigkeiten erzeugt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Flüssigkeitsbehälter beispielsweise aus durchsichtigem Werkstoff, in dem die Flüssigkeiten durch Rührwerke oder durch andere Mittel zur Erzeugung von Strömungen innerhalb .der Flüssigkeiten in Bewegung ,gesetzt werden,.
DEG90651D 1935-06-15 1935-06-15 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen kinematographischer Kombinationsbilder mit bewegtem Hintergrund Expired DE670073C (de)

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